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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
309
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 14. April 2017
Habe das Buch innerhalb kürzester Zeit förmlich aufgesogen. Der Autor Oliver Pötzsch beschreibt die Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seines Freundes Simon sehr flüssig. Die Schilderungen sind genau so getroffen, dass stets genug Platz für die eigene Fantasie bleibt, was diese Geschichte meines Erachtens sehr lebendig macht. Zu keinem Zeitpunkt kam Langeweile auf. Dieses Buch macht definitiv Lust auf Mehr! Ich kann das Werk jedem der sich für das Mittelalter interessiert sehr ans Herz legen!
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am 27. April 2017
Sehr schön zu lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Wenn es auch kein Fachbuch ist sondern ein Roman, jeder der sich für historische Romane interessiert muss diesen gelesen haben
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am 26. April 2017
Wer historische Romane mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen.
Flüssig geschrieben und unterhaltsam. Ob hier historisch alle richtig ist, weiß ich allerdings nicht.
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am 26. April 2017
Es ist alles so spannend und die Schauplätze der Geschichte sind schon real.......kann es nur empfehlen, aber klar die Geschmäcker sind verschieden....
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am 31. Mai 2010
Eigentlich wollte ich mir das Buch nie kaufen weil mich der Titel nicht angesprochen hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen habe ich es dann doch gekauft und war begeistert.
Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, welcher im Mittelalter spielt. Fasziniert hat mich das der krimi aus der Perspektive einer Henkersfamilie geschrieben ist.
Zu empfehlen ist auch der 2. Teil, welcher einen eigenen abgeschlossenen Krimi darstellt.
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am 29. Mai 2017
Auf neudeutsch nennt sich solch ein fulminanter Debütroman "Pageturner". Eher zufällig bin ich in der Wühlkiste im Supermarkt auf den Autor aufmerksam geworden. Einen Versuch ist es wert, aber warum mittendrin anfangen? Immer schön der Reihe nach. Zuerst "Die Henkerstochter", ein Buch das mir auf Grund seiner schier unendlichen Fülle an spannenden Handlungsabläufen so manche Nacht zum Tag gemacht hat. Der Autor konnte hier auf ein umfassendes Familienarchiv zurückgreifen, hatte Zugriff auf Material aus der Zeit um 1660 und so einen detailreichen Histo-Krimi verfasst. Durch die Lebendigkeit der Sprache begibt man sich auf eine Reise in die Zeit, die gerne als "finsterstes Mittelalter" bezeichnet wird. Aberglaube und aufklärerisches somit ketzerisches denken sind eingebunden in eine Handlung die die Gier nach Geld nicht vor schrecklichsten Taten zurückschrecken lässt. Ein "Whodunit" aus längst vergessenen Tagen. Die wichtigsten Personen des Buches, der Henker und der Medicus hätten in der damaligen Zeit sich sicherlich gemieden wie die Pest, sind hier wie Sherlock und Holmes. Das die titel gebende Henkerstochter lediglich eine Nebenrolle spielt, geschenkt. Ich lasse mich mit den nächsten Büchern überraschen, ob sie irgendwnn die Hauptrolle übernimmt.
Alles in allem, ein sehr empfehlenswertes Buch, an dem ich nichts zu bemängeln habe!
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am 12. März 2017
Das Buch gefiel mir inhaltlich sehr, hab das Buch in 4 Tagen ausgelesen.

Allerdings:
Einen Stern abzug für diese schlimmen Wortaufteilungen.
Auf beinahe jeder Seite werden Wörter getrennt die man doch einfach in die nächste Zeile schreiben hätte können, bzw. wenn man schon trennt dann bitte ordentlich.
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am 30. Januar 2009
Ich habe mir dies Buch gekauft, da ich sehr gerne Mittelalterkrimis lese, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Spannend und interessant geschrieben, habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Vorstellung, dass es einen Henker mit Herz gibt, fand ich erst etwas befremdlich für die Zeit, aber dann fand ich doch Gefallen daran.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, und habe mir bereits die Fortsetzung bestellt.
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am 25. November 2015
Ein fesselnder und mitreißender historischer Roman kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1649 im Süddeutschen Schongau. „Die Henkerstochter“ erzählt packend, authentisch, atmosphärisch und fundiert aus dem Handwerk des Scharfrichters und Henkers und dem stigmatisiertem Leben in einer solchen Henkers-Dynastie. Der talentierte und mit Ambitionen ausschraffierte Autor Oliver Pötzsch bringt all das in seinem historischen Roman unter, was man als Liebhaber und Leser solcher Romane erhofft. Wissen, Recherche, Hintergrund, authentische Sprache, Kleider und Gesellschaftsformen. Autor Oliver Pötzsch erzählt einen sagenhaft spannenden und nahezu auf realen Säulen gebauten Roman von Aberglaube, Hexenwerk und Teufelsteug. Von Macht, Gier, Verrat, Tod und von der unmögliche Liebe einer Henkerstochter und einem wiederwillig geduldeten Medicus. Mit fesselnder Spannung, atemberaubenden Kulissen und zeitgemäßer Schreibkunst und Artikulation zur handelnden Epoche fasziniert dieser Autor und liefert eine bewegende Geschichte. Ein geballter und thematisch hoch interessanter historischer Roman mit vergangenem Lokalcharakter, der mit weiteren Bänden zur Henkerstochter-Saga fortgesetzt wird, für sich allein jedoch rund und abgeschlossen ist.
Erschienen im Ullstein / List Verlag ([...])

Inhalt:
"Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter."

Zum Schreibstil:
Der Autor Oliver Pötzsch schreibt seinen historischen Roman mit familiärem Hintergrund. Der Autor selbst hat Wurzeln der einstigen Henkersfamilie Kuisl, welche er auf alten Schriften, Erzählungen und Dokumenten nachgekommen ist. Seine Erkenntnisse, Erfahrungen und Hintergründe verwebt dieser talentierte Autor in seiner teils fiktiv ausgeformten Handlung und bietet immer wieder Puzzleteile, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Sein Werk, sein Auftakt zu einer mittlerweile umfangreichen Henkerstochter-Saga, überzeugt durch enorme Sprachgewandtheit, er hat die Eindrücke und den Jargon der damaligen Zeit um 1659 treffend und authentisch eingefangen und gibt diesen Charme an seine Leser weiter. Auf diesen Autor bin ich durch eine Empfehlung gestoßen, da ich auf der Suche nach einen richtig guten Schreiber oder Schreiberin für historische Romane war. Dieser Tipp einer anderen Leserin hat sich gelohnt. Mit Oliver Pötzsch habe ich genau das gefunden, was ich an historischen Romanen so sehr beherzige und gerne lese. Der Autor Pötzsch hat sich bereits mit seinem Prolog und den ersten gelesenen Seiten in mein Herz geschrieben, ich mag seine gewählte Erzählweise, die Dramaturgie ohne jeglichen Kitsch, die fundierten Fakten und Hintergründe, die sich zu einer äußerst fesselnden Geschichte bündeln und von großem Können und Wissen sprechen. Oliver Pötzsch schafft Nähe und Verbundenheit, er nimmt den Leser völlig selbstverständlich mit in eine andere Zeit und scheut sich auch nicht davor, die Gräueltaten und schrecklichen Folterungen und Verteufelungen durch Aberglaube und Ansehen der Stadt zu präsentieren und zu formulieren. Er entführt seine Leserschaft an historische Orte des alten Schongau, lässt den Leser die Gerüche und Atmosphäre wahrnehmen, er teilt das Leid und die Liebe der Charaktere mit den Lesern. Hier liest man nicht nur, nein, hier ist man um 1659 spürbar dabei. Ein spannungsgeladener, fundierter und atmosphärischer Roman. Sehr bemerkenswert und gekonnt formuliert der Autor Oliver Pötzsch zeitgemäße Dialoge ohne überladen oder aufgesetzt zu erscheinen. Ein feines Händchen und eine gelungene Gratwanderung zwischen den Epochen. Keinesfalls gekünstelt, sehr anmutig, gehoben und der einstigen Zeit entsprechend. Neben der Sprachkunst des historischen Romans setzt er auch auf entsprechendes Flair und Atmosphäre, und entsprechend eingestreut und verwebt sind all die historischen Fakten, Gepflogenheiten und Bräuche, und das verschriene Handwerk des Henkers, der Hebammen und des jungen Medicus. Autor O. Pötzsch verstehtsein Können, selbstsicher und mit ausgiebiger Recherche begibt er sich in die vergangene Zeit. Wenn man sich über den Autor und seiner Motivation zur Saga informiert und auch das interessante Nachwort zum Roman liest, wird man sehen und anerkennen, welche Verbundenheit er zu seinen Romanen pflegt. Ganz großartig und lobenswert!

Schauplätze:
Wie ein lebendig gewordener Streifzug durch das Mittelalter und Schongaus Archive. Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze überzeugen durch Atmosphäre, Gerüche, Gesellschaft und vielen authentischen Details. Eine Vergangenheit wird neu zum Leben erweckt. Hier gibt es nicht nur Orte des Folterns, Verurteilens und Henkens, nein hier gibt es auch Orte der Heilkunst, des Handwerks, der Sitten und des familiären Lebens innerhalb und außerhalb der Stadtmauern Schongaus. Ein Streifzug durch Gassen, Familien, Medizinischer Kunst, Wirtshäuser, Kerker, Märkte, Viertel und Orte der Medizin, Alchemie und der Mündel und Handwerker. Hier gibt es enorme Atmosphäre, Gesellschaftsformen, Handel, Kirche und die Härte des damaligen Lebens. All die atemberaubenden Kulissen aus Marktplatz, Flussufer und Gassen Schongaus laden zu einem geschichtlichen Streifzug ein. Historische Atmosphäre, die Kluft zwischen Glaube und Aberglaube, zwischen Rat und Kirche, zwischen Sehen und Ansehen, zwischen Recht und Unrecht, sowie Urteil und Vollstreckung… Oliver Pötzsch gibt in seinem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Stadtbild, nein, er entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und Leiden der Familien, der Wissenschaftler, durchforstet alte Berichte, besucht Familien und Gesindel, durchdringt die Kirche und baut das Siechenhaus welches durch Sabotage in Verruf gerät. Ein Zwist mit den Augsburger Fuhrleuten, Sterben und getötete Kinderlein mit Hexenmal…
Hier lobe ich die mir so sehr erhoffte und gewünschte intensive und authentische Recherche des Autors. Er schreibt mit viel Hintergrund, eigenem Wissen und Erfahrungen und ausgiebiger Kenntnis. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Epoche und zur Geschichte der Henkers-Dynastie der Kuisls.
Sehr genau hat er die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Pötzsch hat in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und überzeugt und überrascht mich genau damit vollkommen.

Charaktere:
Der Titel lautet die Henkerstochter, Dennoch stehen hier nicht nur die Henkerstochter Magdalena und ihre Stigmatisierung im Dorf als solche im Fokus, sondern eine galant und komplex verwobene Geschichte um eine Mordreihe kleiner Mündel im idyllischen Schongau, die auf Hexenwerk hindeuten. Schnell ist eine Schuldige ausgemacht und der Rat Schongaus mit dem Schreiber Lechner drängen auf eine schnelle Folter, damit die als Hexe verrufene Hebamme Martha Stechlin die Morde und Vorfälle gesteht und auf dem Scheiterhaufen brennen kann.
Jakob Kuisl, Henker in Generation, ist von der Unschuld der Hebamme Stechlin, die seine drei Kinder auf die Welt geholt hat überzeugt. Doch seine Zeit drängt diese Unschuld zu beweisen, denn schon bald soll er seines Amtes walten und der Hebamme unter Folter ein Geständnis entlocken und die Delinquentin auf dem Scheiterhaufen brennen lassen. Die Stadt ist in Aufruhr, immer mehr Vorfälle geschehen, der leibhaftige Teufel mit Knochenhand wurde gesichtet, es ist von Hexenwerk die Rede, der kurfürstliche Vertreter ist in Anmarsch, schnell muss gehandelt werden, Jakob Kuisl gerät in Verruf, genau wie der junge Medicus Simon Fronwieser, der mit der Henkerstochter anbandelt. Parallel leidet die Hebamme Martha Stechlin höchste Qualen und kann nur auf Kuisl und seinem Können hoffen ehe der Kurfürst Schongau erreicht.
Bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor bei mir weiter haushoch, denn die drei oder vier Hauptcharaktere Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena, der Medicus Simon Fronwieser sowie die Hebamme Martha Stechlin und auch die treffenden Nebenrollen bieten ein vollkommenes Bild und repräsentieren die damalige Zeit und die Gesellschaftsformen. Zur einprägsamen Kulisse hat Oliver Pötzsch genauso einprägsame Persönlichkeiten in ihrem historischen Roman erschaffen. Und nicht nur die Opfer hinterlassen eine Handschrift. Zwielichtig, bestialisch, korrupt und machthungrig. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat der Autor aus den Vollen geschöpft. O. Pötzsch schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld, die passende Aura und den Status der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen.

Meinung:
Nachdem mit auf der Suche nach einem richtig guten historischen Roman war, und durch eine Empfehlung auf diese Reihe aufmerksam wurde, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat in diese Epoche und in diese Saga abzutauchen. Ein Autor mit Suchtpotential. Zuerst möchte ich die einzigartige Schreibkunst und Nähe dieses Autors hervorheben. Mit Oliver Pötzsch habe ich mein Faible für historische Romane wiederentdeckt und kann diese in sich abgeschlossene Reihe mit weiteren Folgebänden fortsetzen, darauf freue ich mich schon sehr. Wahre Begebenheiten und Personen mischen sich hier mit der Fantasie des Autors, ein Nachwort bringt Aufschluss über die Hintergründe und Quellen. So stammt ein wunderbar glaubwürdiges und unterhaltsames Werk aus der Feder dieses ambitionierten und verbundenen Autors. Hier ist einmal der Umgang mit den hiesigen Sitten, die Schauplätze, die Kleider und Speisen, die Wortwahl und die nahen und intensiven Dialoge, der Hass, der Verrat, die Gesetze und Kaltblütigkeit, der Glaube und vor allem der Aberglaube… Zwischen all dem Verderben wächst eine zarte Liebe. Hier hat Oliver Pötzsch sehr genau auf das Ausmaß geachtet um nicht in einen Liebesroman abzuschweifen und ich finde es ist ihm sehr galant gelungen. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser historische Roman gebaut ist.
Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Irre geführt und fühlte mich in das Geschehen samt Nervenkitzel eingebunden.
Autor Pötzsch bedient viele historische Fakten und bewegende Emotionen und glänzt mit Spannungsspitzen und Erholungsinseln und Überraschungen und den vielen Problemen der vergangenen Zeit und auch den Problemen auf den Weg der Machenschaften und Intrigen. Alchemie, medizinisches Wissen, Bestialische Verstrickungen, abgründige Hintergründe und die Schicksale spielen hier eine zentrale Rolle im Roman, das macht das Buch erst zum richtigen Lesegenuss, gepaart mit unschlagbaren Charakteren.

Der Autor:
"Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. [...]"

Zum Cover:
Das Cover ist eine stimmige Einladung zum spannenden und historischen Roman. Stimmig gewählt und dem Genre entsprechend.

Fazit:
Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich positiven Gefühl für einen sehr gut recherchierten und mit Herzblut geschriebenen Roman zu Zeiten um 1659 nach dem Dreißigjährigen Krieg in Schongau. Aber Achtung: dieser Autor besitzt einen Suchtfaktor, seine Bücher begeistern und die Reihe bietet weitere Titel, die allesamt unabhängig und in sich abgeschlossen gelesen werden können! Mehr als 5 Sterne für dieses grandiose und begeisternde Buch!
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Juli 2014
Mit dem historischen Roman "*Die Henkerstochter*" hat Autor "*Oliver Pötzsch*" 2008 den ersten Band einer Romanserie geschrieben.

Schongau um 1650:
Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird im bayrischen Schongau ein sterbender Junge aus der Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin. Sofort wird die Hebamme des Ortes beschuldigt. Der Henker Jakob Kuisl soll die peinliche Befragung durchführen und ein Geständnis erreichen. Doch er ist von der Unschuld der Frau überzeugt. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und dem Stadtmedicus Simon sucht er den wahren Täter.

Dieser Roman ist fesselnd geschrieben und hat einen Hintergrund, der gut recherchiert wurde. Vor dem Hintergrund der Arbeit eines Henkers entwickelt sich im Buch ein echter Krimi vor historischem Hintergrund.

Eine besonders authentische Darstellung macht dieses Buch so besonders.
Hier wird eine zeitgemäße und ortsansässige Sprache angewendet,
die auch vor vulgären Reden nicht haltmacht.
Auch die Tatsache wird deutlich, dass Frauen, in diesem Fall die Tochter des Henkers, früher gegen ihren Willen vom Vater verheiratet wurden.
Im Roman kommen Waisenkinder um, die zur damaligen Zeit zwar von fremden Familien aufgenommen wurden, aber nicht gleichberechtigte Kinder waren, sondern häufig nur zusätzliche Arbeitskräfte.

Zur damaligen Zeit waren Hexenverbrennungen auch ein probates Mittel, die Bevölkerung zu beruhigen. Denn das ungebildete Volk war abergläubig und erhoffte sich Besserung der Lebensumstände nach der Verbrennung. Die Hexen mussten herhalten für Morde, Hungersnöte, die oft Folgen von Kriegen waren und anderen Taten der Obrigen.

Hier werden Schauplätze und Protagonisten bildreich beschrieben und sie haben eine charakterliche Tiefe, die schlichtweg begeistert.
Die Grausamkeiten der Folter werden zwar erklärt, aber nicht in detaillierter Form beschrieben. Trotzdem erschreckt man als Leser und nimmt Anteil am Schicksal der inhaftierten und angeklagten Hebamme Martha.
Damals waren Handelsrouten wichtige Wirtschaftsfaktoren und mussten mit allen Mitteln erhalten und verteidigt werden. Auch diese Tatsache wird im Roman deutlich.
Natürlich darf auch ein wenig Liebe nicht fehlen, in diesem Fall ist es die nicht standesgemäße Verbindung zwischen der Henkerstochter und dem Medicus Simon.

Der Scharfrichter Jakob Kuisl war ein echter Vorfahr des Autors. Dieser Tatsache verdanken wir auch dieses Buch über den Henker.

Dies ist ein ausgezeichneter historischer Roman, dem es an Authenzität nicht mangelt. Die krimimäßige Komponente macht die Sache erst richtig spannend. Die Fortsetzungen sind schon geschrieben und reizen mich, denn der Erzählstil des Autors hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
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