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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
6

am 20. November 2016
Das Buch ist eine Bereicherung.
Der Sprachstil macht Spaß.
Diese private Lässigkeit der Amerikaner, ihre Verbundenheit und ihr Pflichtbewußtsein gegenüber den politischen Zielen und Werten der amerikanischen Gesellschaft kommen so eindeutig daher. Leicht lässt sich erkennen, wie politische Ereignisse familiäre und gesellschaftliche Beziehungen beeinflussen und prägen, lassen eine gewisse Erwartungshaltung in der Gesellschaft erkennen.
Die Charaktere der einzelnen Personen mit ihren unterschiedlichen Empfindungen und Sichtweisen erklären die Hintergründe für persönliche Entwicklungen und Enttäuschungen. Die gut recherchierten politischen Hintergrundinformationen zu Amerika und Bulgarien bereichern und erklären einige Handlungen der jeweiligen Personen.
Dabei wird einem immer wieder bewusst, wie unterschiedlich die Gegebenheiten von den einzelnen Personen empfunden und interpretiert werden und das Verhalten jedes Einzelnen beeinflussen. Wie unterschiedlich doch die Gefühls- und Gedankenwelt die Personen handeln lässt. Wie daraus Missverständnisse entstehen.
Aber nicht nur politisch lässt uns der Autor an der Gefühls- und Gedankenwelt eines reifenden Mannes teilhaben. Die Platzsuche und Behauptung in der Gesellschaft und diese kleinen intimen Erlebnisse erheitern und geben dem Buch etwas Leichtigkeit.
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am 23. Oktober 2016
Der Roman Amerikanische Zone: Roman ist eine interessante Geschichtslektion, weil er sehr profund darstellt, wo die Wiege Nachkriegsdeutschlands stand: nicht im Vier-Mächte-Berlin, auch nicht in Hamburg, Dresden, Leipzig, Hannover oder Köln, sondern entlang der Achse Frankfurt-Stuttgart-München, also in der einstigen amerikanischen Besatzungszone. Ich habe den Einmarsch der Amerikaner und die Nachkriegszeit als Bub im Allgäu unmittelbar miterlebt. Von vergleichbar politisch-strategischer Bedeutung war diese Gegend nicht, auch wenn die Begebenheiten, die ich dort erlebt habe, ein eigenes Buch füllen könnten. Stuttgart als damaliger Sitz der 7. US-Armee und des Europäischen Oberkommandos nimmt bis heute eine herausragende Stellung ein. Schwaben war der größte Truppenaufmarschplatz und Stuttgart "Main Garrison" und Hauptquartier der Republik. So gesehen erhellt der Roman gerade durch seinen regionalen Focus, dass die Rede von der „Berliner Republik“ absurd ist. Viel eher müsste man im Falle Deutschlands von einem Süd-Nord-Gefälle sprechen.

Die Geschichte der beiden Buben ist nett. Erwachsenwerden ist halt schwierig und immer gibt es Probleme mit den Frauen, das ist wie im richtigen Leben. Für mich war beim Lesen aber die geschichtliche Dimension wichtiger.
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am 3. November 2016
Der Oberstleutnant im Roman ist die Inkarnation des Amerikaners und seines Sendungsbewusstseins. Das Faszinierende an der Gestalt ist aber, dass sie selbst so gut wie gar nicht spricht (wenn doch, merkt man sich allerdings die Zitate!). Obwohl er also eigentlich gar nicht da ist kreist alles um ihn. Die Welt als Wille und Vorstellung des „Hard man“. Dabei existiert er doch nur im Gedächtnis der anderen! Wodurch seine mythische Aura aber nur noch gesteigert wird. Ein interessanter Kunstgriff. Eine Hauptfigur, die gar nicht spricht, aber alles überstrahlt. So gesehen ist „Amerikanische Zone“ eigentlich ein japanischer Roman. Alles kreist um eine leere Mitte – wie im Reich des Tennos!
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am 12. Juli 2016
Heartfelt, experienced, superbly researched, down to the point - a great read for the experienced reader - take your time and enjoy!
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am 12. Juli 2016
Also, ich habe mir das Buch ja gekauft, weil ich es genauer wissen wollte mit den beiden Wahlbrüdern und was sie so erlebt haben in Maulbronn. Erwachsenwerden, erste Liebe, Zusammenprall der Kulturen (Amerikaner im Schwäbischen), Sex und all das drumherum. Los geht das Buch aber erst einmal mit einer Schimpftirade. Erst weiß man gar nicht, wer spricht, aber dann findet man sich schnell hinein. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive eines der Figuren erzählt! Und die denkt an die anderen, erinnert sich und so entsteht ein Gesamtbild, das einem von der Nachkriegszeit bis weit nach der Wiedervereinigung ganz nebenbei enorm viel über Deutschland und Amerika vermittelt.
Also :
- Erst schimpft Maggie über Jack
- Dann erzählt Mani, wie er bei Jack und Old Chop aufgenommen wurde.
- Jack berichtet von seinen Erfahrungen mit Mani,
- Mani vom Aufwachsen in einem richtigen amerikanischen Haushalt.
- Dann sitzt Jack am Sterbebett seines Vaters
- Nicht ganz so gut gefallen hat mir das Bulgarienkapitel mit Jacks Freundin Lydia. Es fängt toll an und hat dann doch Längen.
- Maggie als zweite Frau von Old Chap kommt ausführlich zu Wort - ganz starkes Kapitel einer starken Frau aus Frauensicht.
Das Ende wird nicht verraten - lest es einfach selber. Es ist nicht ganz einfach, aber wenn man sich einmal festgelesen hat möchte man nicht mehr aufhören!
Klare Leseempfehlung, werde mich auch noch nach anderen Büchern von diesem mir bislang unbekannten Autor umsehen...
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am 25. Juli 2016
Ein sehr lesenswerter Roman von Michael Basse. Ich fand den ungewöhnlichen, weil europäischen, Blick auf die USA damals und heute sehr interessant und erfrischend neu. Die wunderbar ausgeprägten Charaktereigenschaften aller Personen, die dieses Buch bevölkern, sind vielleicht seine größte Stärke. Und davon gibt es viele! Humorvoll, empathisch und intelligent geschrieben, ist das Dekaden und Länder umspannende Werk ein Hochgenuss von der ersten bis zur letzten Seite. Das Buch muss man gelesen haben!

P. M.
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