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am 4. Oktober 2014
Engel Bobby Dollar ist nur knapp dem Tod entronnen. Der Himmel hat ihn zunächst suspendiert, Höllenfürst Eligor ist stinksauer auf ihn, weil Bobby mit seiner Geliebten Caz rum machte und holt Caz deswegen in die Hölle zurück. Bobby jedoch will Caz die Lady von Coldhands, unbedingt zurück holen, muss sich jedoch vorher noch mit dem Smyler herumschlagen. Der wiederum wurde schon zwei Mal getötet und ist zum einen hinter der goldenen Feder her, die Bobby Dollar versteckt hält, zum anderen hinter Hobbys Leben. Bobby kann dem Smyler zunächst entkommen und gelangt mit himmlischer Hilfe in die Hölle.

Tad Williams zieht Stil, Konzept und Stimmung von BOBBY DOLLAR 1 in diesem zweiten Teil gnadenlos durch. Teil 1 hatte mich positiv überrascht, also ran an Teil 2 mit großen Erwartungen. Das erste Fünftel auch gut, aber dann steigt Bobby in die Hölle hinab und irrt dort seitenweise umher. Plötzlich befindet sich der Leser in einer eher schwachen Mischung aus Reisebericht, Aneinanderreihung von Abenteuern und Füllstoff wieder. Ich habe einige Passagen quer gelesen. Fad Williams hat sich einiges für die HAPPY HOUR IN DER HÖLLE einfallen lassen, das muss man ihm lassen. Trotzdem schien es mir einfach zu sehr wie Füllstoff um auf eine entsprechende Seitenzahl zu kommen. Das Lesen hat aber trotzdem Spaß gemacht, wofür ich drei Sterne gebe. BD 2 war für mich unterm Strich etwas schwächer als BD 1.
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TOP 500 REZENSENTam 26. August 2015
Ich bin Tad Williams Fan der ersten Stunde. Ich habe alle seine Bücher gelesen und geliebt. Auch den ersten Teil der Bobby Dollar-Reihe fand ich großartig und das, was ich jetzt sage, sage ich gar nicht gerne, aber es muss gesagt werden: Das war schrecklich!

Natürlich darf Fantasy absurd sein, aber hier verfolgt man mit Erstaunen, wie der coole Anwaltsengel Bobby Dollar zum liebeskranken Rambo mutiert.
Er geht in die Hölle, um seine Geliebte Dämonin Caz zu befreien. Das ist spannend und heroisch, aber an welcher Stelle ist denn diese Liebe so grenzenlos geworden? Hab ich was verpasst? Ich meine, ihre Beziehung war äußerst kurz. Gut, vielleicht lieben Engel intensiver, weiß man's?

Also geht er durch die Hölle und die Hölle ist wirklich höllisch.
Hier zeigt uns Herr Williams, dass er erzählen kann. Die Hölle ist grauenhaft, unwirtlich, stinkend, gefährlich, bevölkert von monsterartigen Wesen unterschiedlichster Art. In seinen schlimmsten Alpträumen stellt man sich die Hölle nicht so höllisch vor. Bobby schlägt sich durch, im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder wird er in Kämpfe mit allerfinstersten Gestalten verwickelt. Da fliegen die Fetzen und die Körperteile, das Blut fließt in Strömen. Zum Glück können Engel nicht sterben, sonst hätte Bobby schon die ersten Kapitel nicht überlebt. Auch abgebissene Hände wachsen nach, das ist hilfreich.

Man schwankt zwischen Ekel und Bewunderung. Einerseits ist das Buch ein einziges Schlachtfest, blutigste Kämpfe und Folterqualen, zwischendurch flieht Bobby wieder vor irgendwem, das langweilt zunächst nicht, weil es wirklich brillant erzählt wird. Trotzdem denkt man früher oder später: Jetzt ist es genug… und schon wird Bobby wieder gefangen genommen. Auch die wiederholten „Caz, oh Caz, werden wir jemals zusammenkommen?“- Stellen laden zum Überblättern ein.

Grundsätzlich ist die Idee ja spannend und originell: Engel liebt Dämonin, wie können sie zusammenfinden? Selbst wenn es Bobby gelingt, seine Liebste aus der Hölle zu befreien, wo sollen sie leben (ähm…wohnen!), wenn die Verbindung weder im Himmel noch in der Hölle toleriert wird? Und da winkt uns Sam mit dem „dritten Weg“ aus Band 1 so deutlich zu, dass man sich fragt: Lieber Herr Williams, ist das Ihr Ernst? Schreiben Sie, ausgerechnet Sie, eine Trilogie, bei der man nach dem ersten Band schon ahnt wie es ausgeht? Ich bin zwischenzeitlich empört und hoffe auf eine gewaltige Überraschung in Band 3.

Natürlich kann man es jetzt noch nicht genau wissen, aber ich habe den Eindruck, dass die eigentliche Geschichte erst im nächsten Band weiter geht. Dieses Buch war ein Abstecher in die Hölle (den man vermutlich einfach auslassen kann) (Echte Fans lesen es natürlich trotzdem!). Bobbys irdisches Dasein mit den verzwickten diplomatischen Beziehungen zum Himmel hat mir sehr viel besser gefallen. Hoffen wir auf den dritten Band.
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am 25. Januar 2015
Wie schon Band 1 wird auch der zweite Teil der Bobby Dollar Geschichte von Simon Jäger exzellent vorgelesen. Etablierte Charaktere wie etwa der G-Man bringen einen durch die Intonation weiter zum Lachen (leider viel zu selten), auch viele der neuen Dämonen-Charaktere vertont Jäger sehr einfallsreich.

Das ist aber leider schon alles, was an Positivem zu sagen ist.

Die Handlung des Buchs läßt sich zusammenfassen wie folgt: Kurzer unterhaltsamer Auftakt, Abstieg zur Hölle, Bobby Dollar rennt endlos (ca. 3/4 der Gesamtzeit) vor x-beliebigen Dämonen und Monstern davon, wird mehrfach gefoltert und am Ende gibt es einen kurzen Schlußteil, der sich nach dem drögen Hauptteil wie eine echte Erlösung anfühlt.

Sollte Tad Williams das mit dem Gefühl der Erlösung so gewollt haben, gut, dann hat er es mit Pauken und Trompeten geschafft. Psychoanalytiker würden Williams andere Motive unterstellen für seine endlose Darstellung der Hölle, viele davon nicht sehr schmeichelhaft für den Autoren. Wie kann man sich so viele Methoden höllischer Foltermethoden ausdenken, was geht da in dem Mann vor? Mir wäre das ja egal, wenn es auch nur ansatzweise interessant gewesen wäre, dem Ganzen zuzuhören. War es aber nicht. Williams Witz geht in der Höllendarstellung im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf, was süffisant gemeint sein mag kommt entweder öde oder widerlich rüber und die Handlung um die Engelsfeder und den Pakt der Wesen des dritten Weges so wie Bobbys Suche nach seiner Gräfin bringt das Ganze im Endeffekt nicht mal wirklich voran. Band 1 war in sich sehr abwechslungsreich, davon ist dieser zweite Teil Lichtjahre entfernt - er ist über weite Teile schlicht und ergreifend langweilig!

Fazit: Grausame Fortsetzung mit den Eigenschaften eines Lückenfüllers, als hätte man die Gesamthandlung auf Biegen und Brechen auf Trilogie-Länge aufblasen müssen. Nicht witzig, nicht spannend, und nur aufgrund des großartigen Vorlesers überhaupt ansatzweise hörenswert...
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am 28. April 2015
Schweren Herzens vergebe ich hier tatsächlich nur einen einzigen Stern, weiß ich doch wozu Williams eigentlich fähig ist.
Wie kommt es dazu?
Habe ich zuvor bemängelt es gäbe zu wenig Himmel?
Hier gibt es zu viel Hölle.
Klar, es ist nichts anderes zu erwarten sieht man sich den Titel einmal an, aber es geht mir nicht darum, dass das ganze Buch in der Hölle spielt sondern mehr um deren Ausarbeitung. Die beste Beschreibung - und sie ist wirklich gut beschrieben - selbst sie wird langweilig, wenn sie sich ständig wiederholt. Vielleicht wollte uns Williams die Grausamkeit dieses Ortes dem Leser auf diese Weise näherbringen: Indem er das Leseerlebnis elsbt zu etwas grausamen macht. Die ekligen Abenteuer die der Protagonist hier erlebt dienen jedenfalls in ihrer Gesamtheit nur dazu uns klarzumachen wie widerwärtig es da unten ist. Sicher, das klappt aber die Handlung bleibt völlig auf der Strecke. Zudem sind die an sich schon sehr expliziten Orgien und Exzesse da unten durchsetzt mit ebenso handlungsarmen Sexszenen aus Bobbys Erinnerung - kaum zu glauben, dass das im ersten Band nur eine Nacht war. Auch was hier geschildert wird scheint weder Charakterisierung noch Handlung zu dienen und ähnelt mehr den im Kindle-Bereich zu findenen Soft-Porn-Ebooks. Jedenfalls wird jeder der dem Teeanger-Alter entwachsen ist diese Stellen, spätestens nach dem zweiten Mal gelangweilt überblättern.
Weiter gehts: Keine Charaktere. Bobbys Umfeld aus dem ersten Band verschwindet ganz und, was viel schlimmer ist, wird nicht ersetzt! Wir haben ein zwei wiederkehrende Gesichter in der Hölle, die jedoch kaum Tiefgang besitzen, einen gollumartigen - wirklich sehr gollumartigen - Antagonisten und eine Geliebte die außer in Bobbys erotischen Träumen kaum einmal einen Auftritt hat.
So. Und jetzt, das wirklich größte schlimmste, dämlichste von allen diesen Problemen, das mich jetzt noch am meisten nervt:

(An dieser Stelle eine Spoilerwarnung)

Zum Romanende befinden sich alle in genau der gleichen Situation wie vorher!!!! Die ohnehin schon dürftige Handlun wird hiermit auf Null reduziert! Der ganze lange quälende Roman scheint nur der Beschreibung der Hölle zu dienen und nichts anderem. So hätte er der Teil drei direkt an Band 1 anhängen können! Die ganz wohlwollenden würden Happy Hour in Hell vielleicht noch in einem einzelnen Kapitel in Band drei unterbringen wollen, aber das ist dann auch das höchste der Gefühle.
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am 8. September 2014
Durchaus findet sich in diesem zweiten Roman um den „Anwaltsengel“ Bobby Dollar zwar ein ganz anderes Szenario wieder, dies führt allerdings nicht unbedingt zu einer wirklichen „Neuerung“, was das Grundkonzept vor allem des Umganges mit Figuren bei Tad Williams angeht.

War der erste Roman um den sensiblen, ironischen, zynischen, toughen aber auch weihherzigen Engel Bobby Dollar noch erfrischend neu gerade in seinem „metropolischen Umfeld“ in „San Judas“, der Stadt der Schutz-Anwalts oder auch gefallenen Engel mit ihrem direkten Kontakt zum Himmel (und den Erzengeln) sowie der Gefährdung durch die andere Seite (die Hölle und ihre Dämonen), so setzt Williams nun über weite Strecken des neuen Romans ein eher reines Fantasy-Setting als Schauplatz, die Hölle selbst, bei unverändert ironisch-zynischer Erzählweise.

Bobby Dollar sucht seine Liebe, die Eigentum des Höllenfürsten Eligor ist und von diesem „in die Heimat“ mitgenommen wurde.
Da trifft es sich gut, dass einer der Erzengel eine Botschaft für einen Höllenbewohner hat, Bobby mit einem Dämonenkörper ausrüstet und dem liebeskranken Engel den Weg zu einem vergessenen Eingang (dem „Nero-Tor“) weist. (Und ja, auch Nero wird auf einer der Ebenen der Hölle anzutreffen sein.)

Weiterhin wie gewohnt bietet Williams, neben den überzeichneten Figuren, vor allem viel Action, unterbrochen von reflektierenden Einheiten. Ein Gemisch, an dem man sich allerdings auch an manchen Stellen im Buch (zu) satt zu lesen vermag.

Wenn da in trauter „Therapierunde“ verlorene Seelen ihr „Bekenntnis“ ablegen, kann man ruhig auch einmal ein paar Seiten überschlagen, wie auch manch andere Sequenz dem Leser letztlich nicht unbekannt vorkommt aus vielfachen Horror-Filmen oder Büchern anderer Autoren (der explodierende Dämonenpalast), neben den durchaus kreativen Gestalten, die Williams originär und originell ins Rennen schickt.

„Ja, es gibt Kamine in der Hölle. Manche benutzen Sie in der infernalischen Hitze als Klimaanlage“.
So kämpft sich Bobby Dollar durch Hitze, Dreck und verwachsene Gestalten, denen das Leiden in vielfachen Formen auferlegt ist.

Und so begleitet der Leser, durchaus sprachlich weitgehend cool und flüssig durch Williams unterhalten, Bobby auf seinen diversen Wegen und Begegnungen auf den verschiedenen Ebenen der Hölle mit krassen Momenten (seine Vergewaltigung durch Geschlechtsorgane, die hier lieber nicht allzu klar beschrieben werden sollen („Das obszöne Ding zwische ihren Beinen kaute an mir“)), mit langatmigen Momenten (der Weg durch die erste Ebene der Hölle), mit Kämpfen, Gegnern, Verbündeten in einem surreal wirkenden geographischen Rahmen, der zwar viel ekliges bereit hält, eher aber an heruntergekommene Slums erinnert als an eine Form der „religiösen Hölle“.

Bis am Ende des Romans auch gemischte Gefühle verbleiben.

Locker, leger, ironisch, cool auf der einen Seite sowohl in Sprache, Stil und der (fast alleinigen) Hauptfigur Bobby Dollar, überbordend und teils nicht wirklich überzeugend oder mitreißend in der „Aufgabe“ und der Schilderung der Hölle selbst.

Das da einer wie Orpheus seine Liebe aus der Hölle entreißen will, ist letztendlich auch nicht unbedingt neu als Motiv, wohl aber, wie im ersten Roman, sehr unterhaltsam, bildkräftig und in Teilen spannend erzählt. Mit vielen Verweisen auf den ersten Teil der Reihe und einem roten Faden (die Feder), den Williams auch durch diesen zweiten Roman hindurch hintergründig immer wieder aufnimmt.
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am 29. Dezember 2014
Tad Williams war mal ziemlich oben auf dem Fantasy-Olymp. Otherland ist nach wie vor eines meiner Lieblings-Buchzyklen. Danach ging es allerdings merklich bergab und mit Bobby Dollar 2 hat der gute Tad seinen schriftstellerischen Tiefpunkt erreicht.

War Band 1 noch ganz nett zu lesen und hatte durchaus einige interessante Ideen und Szenen zu bieten, fällt dem Autor in Band 2 definitiv nichts mehr ein. Der Plot, Engel steigt ab in die Hölle, hätte durchaus Potential für ein gutes Buch, Williams ist aber nicht in der Lage, daraus etwas Packendes zu entwickeln. Vielmehr scheint mir, der Autor hat einfach zu viele (schlechte) Splatterfilme gesehen und versucht nun krampfhaft, diese Eindrücke in seinem Buch umzusetzen. Aber das misslingt leider kläglich.

Seitenweise werden irgendwelche deformierten Höllenbewohner beschrieben (Dämonen lass ich mir in der Hölle ja noch gefallen, aber warum müssen da – oh, Shrek - auch noch Oger rumlaufen? In Band 3 kommen dann die Orks??)), es wird permanent durch Blut und Fäkalien gewatet, hier und da mal ein Kontrahent auf übelste Weise gekillt (macht ja nix, sind ja eh alle untot, hohoho), ohne dass es die Geschichte auch nur einen Jota voranbringt. Die Charaktere sind bestenfalls eindimensional, Protagonisten verschwinden genauso schnell wieder wie sie aufgetaucht sind und in den meisten Fällen bleibt die Motivation für ein bestimmtes Handeln völlig im Dunkeln. Dazu kommen noch Logikbrüche (woher zieht ein nackter Dämon plötzlich eine Stablampe? Ich will es gar nicht wissen …) oder das bereits im ersten Band nervende „Fragen Sie mich nicht, woher ich das weiß.“

Und wenn Herrn Williams gar nichts mehr einfällt, gibt es ein Intermezzo mit ein paar grottenschlechten Softporno-Szenen. Selbst die sind wie das ganze restliche Buch – LANGWEILIG. Für Fantasy-Literatur ist das meiner Meinung nach die Höchststrafe.
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am 20. Mai 2015
Nachdem der ostküsten Anwaltsengel Bobby Dollar sich im ersten Band in eine Dämonin verliebt, sich mit Ihrem Boss und Liebhaber anlegt und schließlich auch mit seinen Chefs im Himmel Probleme bekommt, findet er sich mitten in eine Himmel-Welt-Hölle-Intrige wieder.

Letztere öffnet ihm schließlich die Türen zur Hölle wo er seine Freundin sucht.

Was folgt ist kein dauernder Szenenwechsel zwischen Himmel, Erde und Hölle wie im ersten Band. Die Geschichte spielt nahezu vollständig in der Hölle.

Tad Williams begeistert mich immer mit seinen Szenen-Wechseln und seinen Beschreibungen für Dinge, die eigentlich unvorstellbar sind. Dass dies in der Hölle mehr Blut und Matsch und weniger Funkeln und Blümchen ist, merkt der Leser schnell. Das Leiden der Verdammten wird auf eine morbide Art fesselnd beschrieben, leider sind die Charaktere nicht so tief wie im Band zuvor.

Auch ist die Storyline geradliniger, weniger Überraschungen, weniger Wendungen, ein gut zu lesender Ritt durch die Hölle. Dabei behällt Bobby Dollar seinen Charme, Witz und Zynismus.

Legt das Cover und das Thema der Engel eher Jugendliteratur nahe, steckt das sprachgewaltige Buch voller Anspielungen, so dass es durchaus erwachsen Spaß macht!

Für mich nicht ganz so stark wie der erste Band, dennoch freue ich mich auf Teil 3.

5 Sterne
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am 20. Oktober 2014
Was habe ich auf dieses Buch gewartet... Ich war schon kurz davor es auf englisch zu lesen und plötzlich ging alles ganz schnell und es gab das Buch schon auf deutsch.

Wenn ich ein gläubiger Mensch wäre hätte ich nach dem Lesen dieses Buchs wirklich Angst in die Hölle zu kommen. T.W. hat es geschafft in mir ein anderes mögliches Bild einer Hölle zu zeichnen. Ein Hölle in der die Seelen der Geknechteten wie viele lebendige Menschen um ihr tägliches Auskommen kämpfen und doch nicht sterben können wenn man Sie noch so kleinhackt und zerstört. Durchaus plastisch und beängstigend, wenn auch manchmal etwas langatmig erzählt. An manchen Stellen hätte ich mir statt der einen oder anderen Höllenqual mehr Handlung gewünscht.

Als ich das Buch zu 90% durch hatte, habe ich mir schon fast gedacht, dass die Geschichte in diesem Buch kein Ende finden wird. Auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite hält die Story aber noch so viel Potential bereit, dass ich gerne noch ein Buch warte bis es statt einer "Happy Hour in der Hölle" ein "Happy End auf Erden" oder vieleicht in der Welt des dritten Wegs für Bobby und Caz gibt.
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am 7. Januar 2015
Eines der besseren Fantasybücher das ich in den letzten Jahren gelesen habe (bzw. mir vorgelesen wurde :-) ).

Die Reise durch die Hölle ist gut erzählt und der Aufbau der Hölle interessant gemacht. Mir haben auch die vielen Eben der Hölle "gefallen". Sie ist sehr viel differenzierter als vergleichbare Beschreibungen in anderen Romanen.

Etwas übertrieben oder vielleicht auch zu knapp fand ich das Ende des Buches. Der Leser reist über Stunden des Hörbuches durch die Hölle und Bobby hat einiges erlebt steckt das dann aber etwas zu locker weg. Ich meine auch ein Engel sollte nach den Erlebnissen etwas mehr gezeichnet sein als Bobby. v.a. wenn man bedenkt wie übel ihm mitgespielt wurde.

**** Vorsicht leichter Spoiler***

Konkret meine ich, dass Bobby sehr heftig von Eligor gefoltert wurde. Zumindest bei mir kam Folter auf allen Ebenen an (körperlich und psychologisch) aus der er nicht entkommen konnte, weil man in der Hölle nicht sterben kann. Dann ist er aus der Hölle und die Übergabe mit Eligor läuft nicht ganz wie geplant, aber trotzdem schaut er wieder nur nach vorne. Das ist zwar sehr heldenhaft und lobenswert, aber da Bobby ansonsten relativ menschlich ist hätte ich es schöner gefunden, wenn Bobby danach in ein Tief fällt.

****** Spoiler Ende ****

Insgesamt ein gutes Buch und eine klare Kaufempfehlung.
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am 11. Februar 2016
Lieber Tad, dieses Mal fällt es mit schwer das gelesene in eine Rezension zupacken!
Was soll das – Du lässt uns 500 Seiten lesen und hinterher sind wir in der Entwicklung der Geschichte genausoweit vorangeschritten wie auf Seite 1…
Jetzt kannst Du sagen, dass lesen ja Zeitvertreib darstellt und uns unterhalten soll. OK, doch auch der Punkt geht nicht eindeutig an Dich – denn das was Du da in „Happyhour in Hell“ beschreibst ist ab und an eher verstörend als unterhaltend. Im düsteren Mittelalter gab es einen Maler, Hieronymus Bosch, der sich mit seinen Bildern intensiv mit den Qualen der Hölle auseinandersetzte. Lieber Tad, vermutlich waren diese Gemälde die erste Inspiration für Dich, warum Du überhaupt die Bobby Dollar Trilogie in Angriff genommen hast. 90% der Story spielen dort, wohin die kühnsten Phantasien und Ängste von Hieronymus Bosch nie vorgedrungen sind. In der Retrospektive betrachtet gibt es vermutlich keine Folter oder Grausamkeit, die man einer Person, oder hier im Kontext besser einer Seele antun könnte, die hier nicht in Ultra HD Auflösung beschrieben wird.
Das Buch ist ob all dieser Grausamkeiten, die den „Alltag“ in der Hölle darstellen sollen höchstens als absolutes Splatter / Hack and Slash Movie vorstellbar – und das ist schade, denn die weitergesponnenen Handlungsfäden sind nach wie vor witzig. Unser Engelsheld BD in der Hölle fällt weiter durch seine große Klappe und seine Kopf durch die Wand Mentalität auf und hangelt sich durch immer abstrusere Szenen und Verstrickungen.

Fazit: Dollar ist weiter sympathisch, die Handlung (und vor allem die Weiterentwicklung des Plots) fällt viel zu kurz aus und der Autor verliert sich in einem Blutbad der Grausamkeiten um uns die Hölle näher zu bringen.

Somit leider nur 3 Sterne (wobei hier schon die Hoffnung, dass Tad die Kurve in Band 3 noch kriegt mit in die Bewertung eingeflossen ist). Für mich die schwächste Bewertung, die ich jemals für meinen Lieblingsautor Tad Williams gegeben habe.
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