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am 1. August 2014
Da ist es also, das nach (vorläufigen) Angaben der Band leider letzte Studioalbum von Nachtmystium, passender Weise "The World We Left Behind" betitelt; formal erscheint es nach der offiziellen Auflösung der Gruppe. Nach einer turbulenten Zeit und Drogenproblemen möchte sich Frontmann und Guitarist Blake Judd in Zukunft vermehrt seinem bisherigen Nebenprojekt Hate Meditation widmen. In seinen 14 Jahren Bandgeschichte hat sich das Quintett aus Illinois vom reinen Black Metal alter Schule durch Adaption psychedelischer, progressiver und industrial Elemente stetig weiterentwickelt. Eine spannende Entwicklung, die in den beiden visionären Black-Meddle-Alben "Assassins" und "Addicts" gipfelte.

Das erste, was auffällt, ist die von Ashley Sumner stammende Coverart: War man bisher von Nachtmystium eher düstere, teils verstörende Bilder gewohnt – man denke in diesem Zusammenhang nur an "Instinct: Decay" oder "Silencing Machine" –, so besticht dieses Album eher durch eine an Baroness erinnernde, farbenfrohe Ästhetik, welche im Kontrast zum Extreme Metal der Musik steht.

Musikalisch klingt "The World We Left Behind" sehr intensiv, dabei jedoch melodisch verspielt, atmosphärisch dicht und verführerisch. An Kreativität und Progressivität kann der Longplayer durchaus mir seinen Vorgängern konkurrieren. Geschickt werden Versatzstücke unterschiedlichster Stilrichtungen mit Black Metal verwoben. Das mit einem klassischen Riff startende, instrumentelle "Intrusion", welches jedoch abrupt von einem Black Metal untypischen Rhythmus begleitet wird, leitet das Album stimmungsvoll ein. Das sich anschließende "Fireheart" setzt diesen Weg konsequent mit discoartiger Rhythmik fort, ist dabei aber nicht ganz so stimmig. Das doomige "Voyager" ist dagegen eher traditionell getragen und düster und erinnert klanglich an "Assassins: Black Meddle Pt. 1", während das treibende, von elektronischen Keyboards und Blastbeats geprägte "Into The Endless Abyss" bombastischen Black Metal liefert. "In The Absence Of Existance" und der Titeltrack "The World We Left Behind" schlagen effektvoll in dieselben Kerben. "Tear You Down" steigert sich dann von einem eher atmosphärischen Song zu brutaler Raserei, wohingegen "On The Other Side" eher ein klassicher Punk-Rock-Song ist. Würdig abgeschlossen wird das Album von dem melodischen, von vielschichtigem Background-Gesang unterlegten, von einer traurigen Grundstimmung geprägten "Epitaph For A Dying Star", das eine gelungene Grabinschrift für den Abgesang dieser dunkelvisionären Band und ein emotionaler Höhepunkt ist.

Das Booklet enthält sämtliche Liedtexte und macht auch sprachlich klar, dass dies Nachtmystiums letztes Werk ist, denn die Credits sind in der Vergangenheitsform verfasst: "Nachtmystium was ...".

Zusammenfassend haben Nachtmystium mit diesem sehr guten Album den Abschied für ihre Fans ausgesprochen schwer gemacht. Ein wenig Hoffnung darf bleiben, hat sich Blake Judd kürzlich doch noch ein Hintertürchen für ein Comeback offen gelassen. Trotz einer kleinen Schwachstelle gibt es kein wirklich schlechtes Stück auf dieser Scheibe, sondern insgesamt ein Meisterwerk des psychedelischen Black Metal.
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Eigentlich wollten Nachtmystium nach "The World We Left Behind" die Segel streichen, wie der Albumtitel schon andeutet. Bandleader Blake Judd hatte seine Heroinabhängigkeit endgültig nicht mehr unter Kontrolle, und auch durch gewisse andere Aktionen (Stichwörter: Plattensammlung via Internet verhökern, aber nicht liefern) trugen nicht gerade zur Steigerung seiner Popularität bei. Irgendwann hieß es, Judd habe sich wieder gefangen, dann wieder doch nicht - wie es mit Nachtmystium weitergeht, steht also in den Sternen.

Wie dem auch sei, trotz widriger Umstände ist "The World We Left Behind" ein formidables Album geworden. Die Band war schon immer irgendwo im Black Metal verwurzelt, schaute aber oft weit über den Tellerrand hinaus. Das ist auch hier der Fall: Manche Stücke sind zwar klar dem Schwarzmetall zuzuordnen, doch schon "Fireheart", der eigentliche Opener nach dem überlangen Instrumental-Intro, kommt mit Wave- und sogar Disco-Einflüssen (!) daher. Im weiteren Verlauf gesellen sich Doom, Psychedelic, Post-Rock und ein wenig Punk hinzu. Nachtmystium lassen sich nicht durch irgendwelche Genre-Konventionen limitieren, so viel ist sicher. Und genau das macht das Album so gut und interessant. Allgegenwärtig ist dabei eine spezielle Form der Trauer und der Melancholie, was wahrscheinlich auf Judds Lebensumstände zurückzuführen ist. Ich finde wirklich keinen Makel an "The World We Left Behind", weswegen ich bedenkenlos die Höchstpunktzahl zücke.
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am 2. November 2014
nachdem über Blake Judd ja viel Unerfreuliches zu lesen war muß ich sagen, dass mich sein wohl letztes Album extrem fasziniert. Eingängige Melodien, absolute Melancholie sowie eine ordentliche Portion Wut und Verzweifelung triefen aus den einzelnen Stücken. Mir war die Combo bis dato unbekannt, ich wurde durch eine "das könnte Sie auch interessieren"-Meldung von Amazon aufmerksam und habe gleich Feuer gefangen.
Die einzelnen Songs näher zu beschreiben spar ich mir und euch, hört rein und lasst euch von einer facettenreichen, stark emotionalen Scheibe gefangen nehmen. Als Anspieltipp empfehle ich den Titeltrack.
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am 11. November 2014
Ich verfolge Nachtmystium schon eine Weile. Bereits die beiden "Black Meddle" Alben waren sehr gut, "Silencing Machine" war eine Offenbarung, doch "The World We Left Behind" hat meinen Player seit der VÖ nicht mehr verlassen.... Das letzte Album, welches in Dauerrotation lief war Behemoth: "The Satanist" und davor Metallica: "Death Magnetic".... Nachtmystium haben hier eine absoluten Meilestein erschaffen! Allein das "Intro" enthält das beste Riff der letzten Jahre! Dazu kommen im Verlauf die sehr gut verständlichen Texte, welche einem den Schmerz von Blake Judd sehr gut vor Augen führen. Authentisch, düster und GENIAL!! Für mich das beste Album 2014!!!!
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am 9. November 2014
... jetzt, da sie anfangen mir so richtig gut zu gefallen, hören sie auf! Verdammt! Gelungener Abschied mit einem tollen Album, das in Erinnerung bleibt! Für mich ihr bislang bestes Album!
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am 9. Dezember 2014
Genial und traurig zugleich, nicht nur wegen den Songs, sondern weil es die letzte Platte dieser Formation sein soll. Hoffentlich nicht!
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