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am 18. August 2015
Man muss Genazino mögen und ihm (daher) auch zugestehen, auch weniger gute Bücher zu schreiben. Dieses gehört definitiv dazu. Vor allem ist die Rezension von Büchern persönliche Geschmacksache. Die Handlung, so es eine gibt, ist relativ platt, ein Mann hadert ziellos mit allem, mit allen und mit sich selbst, aber es ist weder sonderlich subtil noch stilistisch anregend. Wenn ausgerechnet Genazino gefühlte tausendmal über "Vögeln" und seine eher nicht besonders gelungenen, sondern völlig gekünstelt-deplatziert wikrkenden erotischen Fantasien und Liebesspiele schreibt, ist das eher ... naja, hätte ich lieber nicht gelesen, zumal in Verbindung von episch breiter, das Buch durchziehender Schilderung vom Versuch, sich neue Socken (Deutschland: Strümpfe) und eine neue Hose zuzulegen. Sonst ist da nicht viel, leider. Wilhelm Genazino hat großartige Bücher geschrieben, viele davon haben mich sprachlos fasziniert und nachdenklich zurückgelassen. Dieses hat mich bloß ratlos zurückgelassen, was aber an mir liegen mag. Ich finde es substanzlos, langweilig und nervend, und ich habe mich durchgekämpft aus purer Hoffnung, dass noch etwas kommen möge. Aber es kam nichts. Ein trostloses Buch über einen trostlosen Mann in einem trostlosen Leben - das kann, wenn es nicht auch noch trostlos und ausgesprochen uninspiriert geschrieben ist, durchaus interessant sein, hier ist es aber nur ... einfach trostlos. Trotzdem halte ich ihn für einen begnadeten Autor, Stilisten und Denker, der eben nicht immer das trifft, was sich ein Leser erwartet, liegt aber wahrscheinlich an meiner hohen Erwartungshaltung an ihn, die jedoch in diesem Fall leider enttäuscht wurde. Hier hinterfragt der Protagonist (und Autor) nichts, außer das, was er vorher schon 1000mal geschrieben hat, und in anderen Büchern besser. Hier wird nur Ideen- und Trostlosigkeit zelebriert, von beiden, aber auf eine anspruchslose und fast schon plumpe Weise. Schlicht uninteressant. Freue mich auf wieder ein besseres Buch (von einem meiner Lieblingsautoren). Und bitte nimmer soviel übers "Vögeln" schreiben. inmitten von zerschlissener Feinrippunterwäsche, kaputten Socken ("Strümpfen"), wackelnden Zähnen und hygienischen Problemen. Danke!
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TOP 500 REZENSENTam 5. Februar 2015
Eigentlich schreibt Wilhelm Genazino seit Jahrzehnten immer am gleichen Buch, aber jedes Buch liest sich aufs Neue wunderbar und bereichernd. Hauptpersonen dieser Bücher sind die immer die Unscheinbaren, die an ihrem Alltag leiden, die Übersehenen und die "Kümmerlinge", die ihr Studium, ihre Ehe und ihren Ehrgeiz "abgebrochen" haben und die mehr schlecht als recht durch den Alltag torkeln. Im Mittelpunkt des vorliegenden Romans steht ein promovierter Philosoph, der sich nach dem Scheitern einer akademischen Karriere als nebenberuflicher „Überwinder“ Barkeeper und Reporter eines Anzeigenblattes durchschlägt. Dieser Reinhart – sein Name wir nur einmal ganz am Ende des Buches erwähnt – liebt die adrette und emsige Sonja und besonders ihre freiliegende Brust, die er als "unmittelbare Ermunterung zum Weiterleben“ (S.60) begreift. Leider ist Sonja mit Reinhart unzufrieden, weil er seine Leben verdöst, zu wenig duscht und muffelt und mit jede Menge Flecken auf seiner Kleidung durch die Gegend läuft. Eines Tages wirft sie ihn aus ihrer Wohnung, besinnt sich aber schon bald eines besseren, weil ihr neuer Partner ein noch größeres Desaster als der alte ist und kehrt zu Reinhaart zurück. Viel passiert also nicht auf den 148 Seiten des Romans, und doch ist jede Seite des Buches eine Labsal, eine unterhaltsame Galerie zahlreicher Mikrominiaturen und zugleiche eine Therapie von den Zumutungen der Gewöhnlichkeit, die durch die Lektüre dieses Genazino Buches „überwunden“ werden können. Es ist vor allem die Sprache, mit der Genazino dieses Kunststück gelingt, eine halb ironische-halb analytische Sprache, der es gelingt, durch BENENNUNG den Agonien des Alltags ihre Schrecken zu nehmen. Wie gesagt, die Handlung es vorliegenden Buches ist Nebensache, es ist die Stimmung, die das Buch trägt – eine Stimmung einer ausgereiften Resignation als letzter Etappe bevor man in die Grube fährt.
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am 5. August 2016
Ich hatte in Zeitungen positive Kritiken gelesen und das Buch auf meine Merkliste gesetzt. Es war für mich das erste Buch von Genazino. Leider konnte ich dem Werk weder inhaltlich noch sprachlich irgendetwas abgewinnen. Schade, eine einzige Enttäuschung.
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am 20. Januar 2015
Ich schwanke etwas, wie ich das Buch bewerten soll. Rein von den Formulierungen her, den Gedanken und dem Mäandern würde ich dem Buch vier Sterne geben. Gleichzeitig gibt es einiges, das mir nicht so recht gefällt an den Buch. Beispielsweise, dass Genazino hier zum wiederholten Mal die immer gleiche Geschichte erzählt. Ein Mann Anfang 40, der nicht so recht im Leben angekommen ist (was auch immer das heißen mag) und eine überempfindsame Weltsicht hat, weiß nicht so genau, wohin mit sich. Er hängt zwischen mehreren Frauen, er fällt von einem unangenehmen Job in einen etwas weniger unangenehmen und zwischendurch trifft er Bekannte auf der Straße, sieht der Welt beim Verfall zu und beobachtet alles so lang, bis er es überwunden hat.

Was mir nicht gefallen hat, war auch der logische Bruch, dass zwar aus der Neuzeit erzählt wird (der Protagonist lässt sich über neue Medien und anderes Zeitgeschehen aus), in seinen Erinnerungen wird dann aber plötzlich auf eine Nachkriegszeit zurückgegriffen, die er so nicht erlebt haben kann. Da vermischt Genazino dann ein wenig zu sehr sich selbst und den (immer gleichen) Genazino-Protagonisten. Das ist nicht schlimm, aber es wirkt etwas bequem. Genauso bequem wie die Handlung des Buchs und vor allem der Schluss. Auch die permanenten Zeitsprünge tragen an manchen Stellen den Zug des Versehens oder der Bequemlichkeit, auch wenn sie wohl nicht so gemeint sind.

Im Prinzip fühlt es sich im Nachhinein so an, als hätte ich eine Schreibübung Genazinos gelesen, mit herrlichen Betrachtungen, sehr lakonischen und sehr amüsanten Stellen, dabei aber unabgeschlossen, leider nicht auf gute Art.
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am 16. Januar 2017
Der symphatische Held der Erzählung - ein promovierter Philosoph, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und auch im Zwischenmenschlichen gerne unverbindlich agiert - schildert auf oft humorvolle und symphatisch erliche Art, wie er versucht sein Leben und seinen Alltag zu überwinden.
Er beschreibt sich selbst als "Überwinder". Das Überwinden der Anforderungen des Lebens gelingt ihm am Besten mit der Strategie des Beobachtens seines Mikrokosmoses. Selbst ganz banale und vollkommen unspektakuläre Sequenzen des Alltags werden vom Helden sehr genau seziert und beschrieben.

Es handelt sich um eine typische Genazino-Erzählung: Ein im Leben gescheiterter Mann erfreut sich an der Beobachtung seiner selbst und seines Umfelds.
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am 19. September 2014
Das zweitbeste Leben ("bei Regen im Saal") Reinhards wird hier beschrieben,
mit doch einigen Einblicken in ein glücklicheres Dasein. Der gescheiterte Mitt-
vierziger, promoviert, aber ohne richtige Karriere, angelt sich mit Gelegenheits-
jobs durch seine Existenz: Barkeeper, Rezeptionist, Redakteur eine Provinz-
zeitung--ein Job dessen er sich permanent schämt. Auch Fremdschämen ist ein
Hobby Reinhards, aber zunächst schämt er sich über seine Eltern, seine Ge-
schwister und sich selbst. Er lebt als ein bisschen heruntergekommener und
frühzeitig alternder Beobachter der urbanen Umgebung. Die Verwahrlosung
ist an seinen Kleidern und Möbeln sichtbar. Als Akademiker ("Verhaltensforscher")
beobachtet, registriert und analysiert er das menschliche und tierische Verhalten.
Fast als Witz hat er sich die Berufsbezeichnung "Ueberwinder" zugelegt, ver-
wendet die Technik aber vor allem für seine eigenen Probleme: den Grossstadt-
blues, die Frustration über seine unterdurchschnittliche Karriere als Doktor der
Philosophie, Langeweile, sexuelle Nöte seine (herzliche) Beziehung zu Sonja.
Das "Liebesscherzen" mit Sonja ist erfolgreich, sie ist eine offene und spontane
Lebenspartnerin. Dabei verpasst er aber, um ihre Hand anzuhalten. Diese verlässt
ihn plötzlich für einen anderen, heiratet diesen und bezeichnet das bald als den
grössten Fehler ihres Lebens. Sie kehrt reumütig zu ihm zurück, und--so zeigt
es der Schluss: bleibt bei ihm. Die Ueberwindung des Rivalen geschieht spielend
leicht, das "Liebesscherzen" mit Sonja geht weiter, wie wenn nichts gewesen wäre.
Scheinbar mühelos erfindet der Autor Beschreibungen der städtischen Fauna und
Beispiele anthroposophischen Verhaltens, das lebenswichtige Ambiente des
Genazinoschen Antihelden, der täglich neu das Staunen über das Vorgefundene
artikulieren kann und erst noch mehr oder weniger gescheit darüber zu philosoph-
ieren weiss.

18.9.2014
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am 29. Juni 2015
„Bei Regen im Saal“ von Wilhelm Genazino ist die Geschichte eines kauzigen, selbstverliebten Fortschrittsverweigerers, der von sich selbst melancholisch feststellt, er habe die Taugenichtsphase seiner Jugend für immer verlassen. Aus seiner Perspektive als Ich-Erzähler wird der Roman erzählt. Mit Joseph von Eichendorffs Novelle aus dem Jahr 1826 und dem darin geschilderten Leben eines Taugenichts haben die Szenen aus dem Leben dieses müden Mitvierzigers jedoch wenig gemein.
Vielmehr erfährt der Leser von der Beziehung zu einer Sonja – „Beamtin im Finanzamt II“, die es mit diesem promovierten Philosophen und Halbintellektuellen, der sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs, unter anderem an der Bar eines Hotels, dann in dessen Rezeption und schließlich als Provinzblattredakteur, durchs Leben schlägt, eines Tages nicht mehr aushält und ihn vor die Tür setzt. Doch auch diese Wendung seines Lebens löst bei Reinhard, wie dieser Antiheld heißt, keine Gefühlswallungen aus, schließlich steht er ja auch als „Überwinder“ alleinstehenden Damen in Lebenskrisen bei. Dass es dann doch noch ein Happy-End mit Sonja gibt, ist allerdings wenig nachvollziehbar.
Leider ist diese Geschichte eines scheiternden Helden alles andere als amüsant oder spannend; es sei denn man amüsiert sich mit diesem „Helden“ über die mitgebrachten Pausenbrote der Besucherin einer Theatervorführung, oder schmunzelt innerlich, weil die Bankangestellte „wie ein Original von Edward Hopper“ aussah und man als (gebildeter!?) Leser weiß, wer Edward Hopper ist und es schließlich schon lange nicht mehr nötig hat, sich wie das „Handwerker-Ehepaar, die für einen Theaterabend immer noch ihre besten Sachen anzogen“ zu verhalten. Es ist die süffisante Blasiertheit dieses Antihelden, die einen an seiner Integrität zweifeln lässt.
Ärgerlich wird dieser Held in dem Moment, in dem er von einem „Negerkind“ spricht, dass sich in der U-Bahn an seinem Hosenbein festhält, was ihn dazu veranlasst – man glaubt es nicht! – nachzusehen, ob ein Fleck zurückgeblieben sei. Soll das etwa die ‚messerscharfe Wahrnehmung‘ eines vielfach ausgezeichneten deutschen Schriftstellers sein? Oder wer hat da nicht mitbekommen, dass dieses diskriminierende N-Wort nicht mehr verwendet werden sollte? Desto schlimmer, dass diese Szene im Roman dann völlig folgenlos bleibt und lediglich als weiterer Farbtupfer in der Beschreibung dieser drögen Hauptfigur dient. “Bei Regen im Saal“ ist nicht die Geschichte eines Taugenichts, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von Beobachtungen und Szenen aus Sicht einer Figur, deren spießige Überheblichkeit und reaktionäre Biederkeit einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen – ist regnet eben im Saal.
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am 28. Februar 2015
Nach allgemeinen Kriterien würde man Genazinos Helden wahrscheinlich nicht als solche bezeichnen. Beruflich arbeitet er unter seiner Qualifikation in einem Anzeigenblatt , obwohl er über Kant promoviert hat. Seine Beziehung zu seiner Lebensgefährtin Sonja scheint auch nicht gerade durch tiefe Leidenschaftlichkeit gekennzeichnet und ein gutbürgerliches Familienleben scheint der Held auch nicht anzustreben. Er scheint sich der impliziten gesellschaftlichen Forderung nach klaren Zielsetzungen zu widersetzen, aber dies auch nicht in Form eines Protestes oder trotzigem Widerstand gegen unberechtigte oder gar ungerechte Forderungen der Gesellschaft. Er ist eher einer der sich entzieht und sich dabei auch nicht wirklich unglücklich fühlt. Fast könnte man ihn als Lebenskünstler bezeichnen. Er versucht als “Überwinder” seine Lebenseinstellung auch anderen zu vermitteln. Dabei geht es weniger um heroisches Überwinden als um die Fähigkeit auch in den oft übersehenen kleinen Phänomenen des Alltags Befriedigung zu finden. Das Buch ist in gewisser Hinsicht anti-utopisch, zeigt aber doch wie man mit der Trivialität des Alltags zurechtkommen kann ohne “wunschlos unglücklich” zu sein.
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am 20. August 2014
„Von Beruf war ich Rezeptionist, gelegentlich Barmixer, aber in letzter Zeit arbeitete ich überwiegend als Überwinder. Ich half Menschen, ihre zuweilen aufdringlichen oder dümmlichen Erlebnisse schneller als gewohnt zu vergessen. Ich ging mit den Leuten spazieren wir besuchten Flohmärkte, wir schauten uns Kunstausstellungen an und redeten über sie. Ich gab den Menschen Tipps für Erlebnisse, die ihnen allein gehörten. (...) Das meiste, was Menschen heute zustieß, erlebten sie als Teil einer riesigen Masse; deswegen konnte man allenfalls von Konfektionserlebnissen sprechen.“

Der Ich-Erzähler, dessen Vornamen Reinhard der Leser erst gegen Ende erfährt, ist nicht der einzige Mann im neuen Roman „Bei Regen im Saal“ von Wilhelm Genazino. Zwei weitere männliche Nebenfiguren, oder besser Nebenbuhler, beeinflussen das Schicksal des Mitte Vierzigjährigen, der oftmals schon viel älter wirkt.

Reinhard lebt in einer Zweier-Beziehung mit Sonja, einer Finanzbeamtin im gehobenen Dienst. Trotz getrennter Wohnungen befindet sich ihr Verhältnis in einen festgefahrenen Zustand. Selbstkritisch erkennt er die Gefahr, die ihn ebenso beunruhigt wie die Angst von Sonja verlassen zu werden. Während Sonja zur „Sockenaufseherin“ mutiert und der Ödnis ihres Berufs durch Weiterbildung zu entfliehen sucht, sorgt sich Reinhard, daß er „diese Duldsamkeit vielleicht nicht für alle Zeit aufbringen“ könnte.

Er begegnet Frauen, die vielleicht besser zu ihm passen. Die, wie er, eine gewisse Zwiespältigkeit zeigen und eine Kultursucht, die „beim Überwinden der schnellverderblichen Zeit“ hilft. Sonja ist schließlich seine Unentschiedenheit und zunehmende Verwahrlosung leid. Sie sucht das Eheglück mit einem Bürokollegen. Doch liegt der Grund, wie Reinhard vermutet, tatsächlich an seiner prekären Berufssituation? Nach „überlangem Philosophiestudium“ verdient er im Hotelgewerbe sein Brot, während seine wahre Profession im Überwindungen liegt. Dabei helfen Erinnerungen an die Kindheit, kulturelle Zerstreuung und Beobachtungen auf Spaziergängen. Die „natürliche Krankheit des Innehaltens“ ist seine Strategie.

Ein derartiger Held, der mal als Überwinder mal als Apokalyptiker auftritt, ist erfahrenen Genazino Lesern bekannt. Unentschieden schlingert er zwischen Sehnsucht und Erinnerung und sucht ganz im Freud’schen Sinn Halt am mütterlichen Busen.
Er beobachtet die Gesellschaft und entlarvt ihre Einsamkeit und Hilflosigkeit in der Normalität.
Der Ich-Erzähler, der zur raren Spezies des „unter Naturschutz stehenden Mangelmannes“ zählt, versucht mit Kunst und Phantasie der Gegenwart zu entfliehen, durch deren Dickicht er sich bisweilen mit „Hosentaschenkrümeln“ den Weg markiert.

In diesem neuesten Werk Wilhelm Genazinos haben mir besonders die in treffenden Sätzen geschilderten Alltagsansichten gefallen. Dennoch befielen mich bei aller Begeisterung einige Irritationen. Ein lesenswerter Roman, der Fragen aufwirft.

Eine ausführliche Rezension finden Sie auf dem Literaturblog „Atalantes Historien“.
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am 29. Januar 2015
Wie man das bei Genazina gewöhnt ist, wird man mit einer ruhigen und bedachtsamen Sprache voll ungewöhnlicher Betrachungsweisen gut unterhalten und zum Denken angeregt. Ich habe alle seine Bücher von ihm gelesen und halte diesen Autor für den ehrlichsten Schritsteller unserer Zeit. Lest Genanazina! Es ist eine Bereichung.
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