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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
29
4,7 von 5 Sternen
Mond aus Glas
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:3,99 €


am 2. Januar 2015
Eine gefühlvolle Geschichte über das Erwachsenwerden, mit Schmerz (in ganz verschiedenen Formen) Leben zu müssen und wie es ist, wenn man sich als Jugendlicher abnabeln will, was den Erwachsenen aus den verschiedensten Gründen manchmal sehr schwer fällt. Einzig kleines Manko (für mich): Ich hätte auf die Fantasyelemente verzichten können, denn ich denke auch ohne die ist es ein wunderschönes Buch, welches ganz leise die Geschichte der beiden Protagonisten erzählt.
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am 4. Juni 2011
Stern und Mond - Stella und Luna

Stella und Luna sind Zwillinge, doch Stella kam bei der Operation eines Hirntumors ums Leben. Seitdem kämpfen alle Mitglieder ihrer Familie mit ihrer Trauer und vor allem Mutter Vera ist damit oft überfordert. Doch auch an Vater Urban und natürlich Luna ist Stellas Tod nicht spurlos vorübergegangen. Und dann ist da noch Veras autistische Schwester Eva, die ihre ganz eigenen Eigenheiten hat.

Gerade als alle meinen, ihr Leben wieder einigermaßen in den Griff bekommen zu haben, da kommen ganz neue aufwühlende Einzelheiten zu den Umständen von Stellas Tod ans Licht. Und alle müssen damit irgendwie umgehen...

Eines Tages lernt Luna Finn kennen, der mit seiner Familie gerade in Lunas Straße gezogen ist. Finn ist Bluter, und wurde von seiner Mutter Marianne von Kindesbeinen an überbehütet. Der Grund dafür liegt in Mariannes Vergangenheit...

Zwischen Luna und Finn entwickelt sich eine zarte erste Liebe.

Und dann ist da noch Finns Schwester "Motte" mit ihren Eigenheiten und sein Vater Rainer, von dem Marianne sich erst kürzlich getrennt hat.

Jedes Mitglied der beiden Familien hat seine eigene Geschichte. Man lernt, dass man Menschen nicht einfach oberflächlich beurteilen darf. Das Leben macht jeden zu dem, was er ist und wie er ist. Das habe ich vorher noch nie so bewusst aus einem Buch geschöpft.

Schade fand ich, dass die Geschichte um die Umstände von Stellas Tod nicht weitergesponnen wurde. Allerdings wäre das Buch dann wohl ein total anderes geworden als es ist.

Verwirrend fand ich, dass in dem Buch einige weitere Personen auftauchen, wie z.B. Lunas extrem verständnisvoller Schulrektor "Hector Rex", der extrem lockere Lehrer Roland "Rocco" Corto und Pfarrer Clemens, der mit Stellas behandelndem Arzt zur Schule ging. Sie werden sehr ausführlich beschrieben, so dass ich die ganze Zeit gewartet habe, dass sie mir irgendwann später im Buch wieder begegnen. Aber letzten Endes waren sie für die Handlung eigentlich überhaupt nicht von Bedeutung und es hätten ihnen nicht so viele Zeilen gewidmet werden müssen.

Übertrieben fand ich, dass Luna zur "Wunderheilerin" mutiert und Finn von Stella aus dem Jenseits kontaktiert wird. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich mag solche übersinnlichen Phänomene in ansonsten reellen Romanen einfach nicht.

Ganz, ganz toll fand ich, dass jedes Kapitel mit einem Gedicht beginnt, das scheinbar Finn geschrieben haben muss. Die Gedichte waren wirklich so berührend und poetisch, dass ich wirklich alle abgetippt habe, nur damit ich sie später nochmal lesen kann, wenn ich das Buch nicht mehr haben würde (ich hatte es nur leihweise).

Das Buch berührte mich, keine Frage. Es ist super geschrieben, wird nicht langweilig oder langatmig, man fühlt total mit den einzelnen Familienmitgliedern mit. Es ist ein Buch, das Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen lesen können. Aber ich weiß nicht recht, vielleicht hätte man irgendwie noch mehr daraus machen können.

Mein Tipp: Auf alle Fälle lesenswert!
Über alles andere urteilt jeder am besten selbst.
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am 14. Dezember 2013
*INHALT*
Luna ist 16, und ihre Zwillingsschwester Stella ist vor 2 Jahren gestorben. Sie hatte einen Hirntumor und hat die Operation nicht überlebt. Und noch immer tut sich ihre Familie schwer damit, in ihr Leben zurück zu finden. Als sie dann auch noch die Nachricht erreicht, dass gegen den damals operierenden Arzt ein Prozess wegen Kunstfehler eröffnet werden soll, werden die Wunden erneut aufgerissen.
Zugleich zieht eine neue Familie in die Nachbarschaft; Finn (18) ist Bluter und wird von seiner Mutter in Watte gepackt und überbehütet; sie will ihn sogar an seinem ersten Schultag begleiten, um der Klasse einzuschärfen, dass ihm nichts passieren darf.

Als Finn und Luna sich begegnen, ist es um beide geschehen, sie verlieben sich ineinander und geben sich gegenseitig die Kraft, alte Muster aufzubrechen und zu sich selbst zu finden.

*MEINE MEINUNG*
Bereits nach den ersten Seiten war ich sehr angetan vom Buch. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der es mir sehr leicht gemacht hat, in die Geschichte hinein zu finden. Am Anfang werden relativ viele Figuren vorgestellt und ich hatte leichte Probleme, die Namen richtig zuzuordnen, doch da die Charaktere relativ lange eingeführt werden, habe ich da relativ schnell einen Überblick bekommen.
Vor allem Lunas Tante Evi, die Autistin ist, hat sich sehr schnell in mein Herz geschlichen.

Die Figuren sind mit sehr viel Liebe zum Detail gezeichnet, sie wirken sehr authentisch und realistisch - zumindest am Anfang.
Bereits im zweiten Drittel kommt viel Bewegung in die Handlung und viele Figuren machen eine große Wandlung durch - mir ist das an dieser Stelle ein wenig zu gehäuft und zu schnell passiert.
Innerhalb von nur wenigen Tagen schaffe Marianne (Finns Mutter) es, ihr gesamtes Verhalten der letzten 18 Jahre zu hinterfragen, sich selbst kritisch zu beäugen und das Lügenkonstrukt, das sie immer enger um sich herum gebaut hat, zum Einstürzen zu bringen und ehrlich mit ihren Kindern und ihrem Exmann zu reden.
Und auch Finn, der sich jahrelang widerspruchslos in die Bevormundung seiner Mutter gefügt hat, schafft es von einem Tag auf den anderen, ihr selbstbewusst die Stirn zu bieten und zu widersetzen.
Meiner Meinung nach hätte es den Charakteren gut getan, die Entwicklung etwas zu verlangsamen und vielleicht auch nur anzudeuten, dass sich die Figuren verändern, statt sie vollständig stattfinden zu lassen. Das hat an deren Glaubwürdigkeit gekratzt und mir ein wenig den Spaß an ihnen genommen.

Im gleichen Teil bemerkt der Leser hier und da übernatürliche Anzeichen, wie zB ein Leuchten, das von Luna ausgeht - und auch Stellas Geist scheint allgegenwärtig.
Das hat mich weniger gestört, jedoch fand ich, dass das mit zum Teil "schuld" daran war, dass die Handlung so voran getrieben wurde, und vielleicht hätte es der Geschichte besser getan, wenn man es heraus genommen und sich stattdessen auf die tollen und sympathischen Charaktere konzentriert hätte.

Fazit:
Ein toller, vielversprechender Anfang - leider konnte die Autorin dieses Niveau in meinen Augen nicht bis zum Schluss halten. Insgesamt komme ich auf 3,5 Punkte, die ich jedoch abrunden möchte, da mich der Schluss ein wenig enttäuscht hat.
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am 1. Januar 2015
Ich habe mir dieses Buch vor ca 3 Tagen gekauft und durchgelesen. Das Thema hat mich sehr gereizt und die Angabe, dass es für John Green Leser ist, erst recht.

Dennoch muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin.

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Der Anfang stilistisch sowie auch inhaltlich einfach mitreißend. Dennoch wurde es ab einem gewissen Punkt einfach viel zu schnell, schleierhaft und die Handlung zu abstrakt.
Der spirituelle Punkt kommt ein wenig zu spät, um ihn noch begreifen zu können. Als begeisterter Paolo Coehlo Fan, ist die Begabung der Charaktere zu weit hergeholt und fehl am Platz.
Viel verwirrender fand ich aber, dass die Beziehungen zwischen den Charakteren einfach viel zu schnell aufgebaut wird. Am Anfang waren es gefühlte 90 Seiten, bis etwas an einem Tag passiert ist und einen Tag später liegen die Charaktere schon im Bett.

Alles in Allem ein lesenwertes Buch, konnte mich aber nach der Hälfte nicht mehr überzeugen. Vielleicht mag das für andere Leser anders sein, aber ich persönlich fand es nicht gut.

Dennoch kenne ich Leser, denen ich es weiterempfehlen werde.
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am 26. Januar 2013
Der Preis mit 17,41 € ist etwas ungewöhnlich. Aber das ist das im Zuge eines Adventsgewinnspiels zu mir gekommene Buch zum Nachdenken und Staunen für Jugendliche und Erwachsene von Christine Spindler auch. Und zwar im durchweg positiven Sinn.

Die 1960 in Backnang geborene und in Auenwald lebende Autorin hat bereits mehr als 40 Bücher geschrieben. Aus ihrer Feder stammen vorwiegend Kinderbücher und Krimis. Teils veröffentlichte sie diese unter ihrem richtigen Namen. Dazu zählen etwa die deutsch-englischen Lernschmöker von Langenscheidt Love Takes Centre Stage - Bühne frei für die Liebe oder Love Takes a Detour - Liebe auf Umwegen. Andere Veröffentlichungen erfolgten teils unter dem Kurznamen Chris Spindler, ihrem Pseudonym Tina Zang oder (als Co-Autorin) dem Sammelpseudonym Kris Benedikt. Bereits 2007 kam im Sieben-Verlag ihr Buch Winterleuchten auf den Buchmarkt. Mond aus Glas ist eine inhaltlich teilweise überarbeitete Auflage davon.

Das Cover zeigt ein junges, gleichermaßen traurig wie verloren wirkendes Mädchen an einem Gewässer, über dem der Vollmond steht. Die Inhaltsangabe erklärt gleich eingangs ihren Gesichtsausdruck, ist doch die Zwillingsschwester der mittlerweile 16jährigen Luna zwei Jahre zuvor nach einer Tumoroperation gestorben. Der Verlust und die Trauer drohen die Familie zu zerbrechen. Abgesehen davon entdeckt Luna Veränderungen an sich, die sie sich nicht erklären kann. Doch im Buch geht es nicht nur um sie. Auch Finn steckt gerade in einer schwierigen Phase. Seine Eltern haben sich kürzlich getrennt und er muss mit seiner kleinen Schwester und seiner Mutter in einer fremden Stadt einen Neuanfang wagen. Das gestaltet sich vor allem deshalb etwas schwierig, weil der gerade 18jährige Finn als Bluter von seiner Mutter ein Leben lang in Watte gepackt, verhätschelt und isoliert worden ist. Dabei hat auch er Fähigkeiten, die ihn von anderen unterscheiden. Luna und Finn lernen sich kennen, erkennen, wie einzigartig sie sind, und verlieben sich ineinander.

Wer jetzt denkt, eine einfache Liebesgeschichte in Händen zu halten, irrt allerdings. Denn Spindlers Geschichte ist weitaus mehr und wird von weiteren Charakteren beseelt. Zwar verweist die Inhaltsaufgabe auf Luna und Finn, doch erweisen sich Spindlers übrige Figuren als ebenso wichtig. Egal ob es sich um Finns altkluge, kleine Schwester Motte handelt, die viel lieber bei ihrem Vater leben würde aber nicht darf. Oder um seine überbesorgte Mutter Marianne, die neben einem Alkoholproblem auch mehr als ein Geheimnis hat, oder Finns Vater Rainer, der es mit der Treue nicht so ernst genommen hat - zwischen beiden sind die Fronten verhärtet. Auch Lunas Mutter Vera, die Luna vernachlässigt, und nur durch die Erkenntnis, dass Stella einem karrieresüchtigen, gewissenlosen Arzt zum Opfer gefallen sein könnte, aus ihrer Depression gerissen wird, spielt keine unbedeutende Nebenrolle. Ebenso wenig ihr Mann, Lunas Vater Urban, der sich in seiner Trauer von Vera alleine gelassen fühlt. Die Ehe der beiden ist erstarrt, droht wie gesagt zu zerbrechen. Da ist aber auch Lunas Tante Evi mit einer leichten geistigen Behinderung, die sich nicht verstellen kann und die ebenso auf die Familie angewiesen ist, wie diese auf sie. Sogar Lunas Schulrektor, zwei Lehrer oder die Freundin von Vera sind nicht einfach nur nebenbei erwähnte, nebensächliche Füllfiguren.

Alle sind wundervoll beschrieben, wirken authentisch (trotz der Erwähnung und damit Komprimierung aller in einem Roman) und mehr oder weniger liebenswert. Keiner davon wirkt wirklich alt oder jung, überaus erwachsen oder absolut kindlich. Exzentrisch verschroben sind sie alle. Jeder hat Fehler und Schwächen. Niemand ist perfekt, auch die verstorbene Stella nicht. Genau dadurch wirken sie herrlich lebendig und man kann sich in alle hervorragend hineinversetzen. Von Beginn an leidet man mit ihnen, lacht mit ihnen, fiebert mit ihnen, wundert sich mit ihnen, hofft mit ihnen. Und wünscht ihnen, dass die Geschichte trotz der tragischen Momente gut ausgeht.

In jedem Kapitel gibt es gleich mehrere Erzählstränge. Die Verknüpfung mehrerer gleichberechtigter Handlungsfäden und Charaktere beinhaltet für viele Autoren ungeahnte Stolperfallen und allzu häufig bleibt neben dem Lesefluss auch der Lesespaß auf der Strecke. In Mond aus Glas wird beides jedoch Stück für Stück unaufgeregt emphatisch in einer wundervollen gleichsam feinsinnigen wie bildhaften Sprache von der Autorin miteinander verwoben.

Aufkommende Fragen finden sukzessive ihre Antworten. Diese wühlen auf, geht es doch, abgesehen von dem von Spindler verarbeiteten fantastisch-märchenhaften Element um grundsätzliche Dinge, die jeden von uns betreffen. Tod und Trauer stehen der ersten Liebe ebenso gegenüber wie der, die schon seit Jahren existiert. Ein Wust von Emotionen findet in Mond aus Glas Raum. Anklagen und Schuldgefühle, Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Aber auch Freude, Verzeihen und Zuversicht. Es geht um Loslassen und Festhalten. Um das Am-Boden-Sein und darum, wieder aufzustehen. Um neue Blickwinkel und damit verbundene Einsichten. Jedes der 31 Kapitel ist eingangs übrigens mit einem Gedicht versehen, welches die Emotionen im Buch zusätzlich widerspiegelt.

Fazit:

Ein absolut empfehlenswertes, berührendes und nachdenklich machendes Buch für Jung und Alt. Eine genauso märchenhafte wie echt wirkende Geschichte, die zu Tränen rührt, aufwühlt und zum Lachen animiert. Eine Geschichte, der ich fünf von fünf Punkten geben möchte und die ich garantiert mehr als einmal lesen und verschenken werde.

2013 Antje Jürgens (AJ)
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am 23. Juni 2013
"Mond aus Glas" ist ein Roman der Autorin Christine Spindler. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman dadurch, dass sie mir ein Rezensionsexemplar anbot, das ich gerne annahm, besonders weil mich die Thematik sehr interessierte.

Ursprünglich hielt ich dieses Buch eher für ein wenig düster und traurig, gerade weil es um die Trauerphase nach dem Tod eines jungen Mädchens geht. Überraschenderweise taucht man jedoch in eine scheinbar recht "intakte" Familie ein, ein Schein, der sich jedoch nur solange hält, bis man mehr hinter die Fassade blicken kann. Vera Jannick, die Mutter von Luna und Stella, dem verstorbenen Mädchen, verweilt noch tief in ihrer Trauer und versucht sie durch ihre Kunstwerke auszuleben - denn Vera besitzt eine eigene Galerie und malt erfolgreich Bilder. Sie schottet sich oft von ihrem Mann und ihrer Tochter ab, da ihr jede Form der positiven Gefühle ein schlechtes Gewissen bereitet - und sie das Gefühl hat, dass die Trauer nur verdrängt wird. Obwohl Stella's Tod bereits 2 Jahre her ist, kann sie nicht im mindesten loslassen, eine Tatsache, die das Familienleben nachhaltig beeinträchtigt. Mit ihrer besten Freundin Jackie, einer sehr flippigen und stilvollen Frau, spricht sie oft ausführlich über ihre Sorgen und Ängste und diese hilft ihr oft wieder zurück, auf den rechten Weg. In Veras Gefühlswelt konnt ich mich wahnsinnig gut einfinden, auch wenn ich selbst niemals einen derartigen Verlust erleiden musste. Ihre Trauer sitzt tief und die Angst, dass sie ihrer Tochter nicht gerecht wird, wenn sie aufhört zu trauern, ist in ihrem Denken stets verankert, was ihr ihr weiteres Leben nicht unbedingt lebenswerter und einfacher gestaltet. Jackie war mir, trotz ihrer vereinzelten Auftritte, ebenfalls sehr sympathisch, besonders als man sie durch ein Gespräch noch etwas besser kennenlernt und sieht, dass hinter den Menschen oft noch mehr steckt, als uns zu Anfang bewusst ist.

Ehemann Urban leidet zwar sehr unter der Trauer seiner Frau, versucht aber trotzdem die Familie zusammenzuhalten und seine Frau wieder ein wenig ins Leben zurückzuholen. Ihre Trauer nimmt er ihr nicht übel, auch wenn er deutlich spürt, dass sie sich von ihm entfernt. Genau aus dieser Tatsache heraus war mir Urban äußerst sympathisch und macht ihn für mich zu einem wunderbaren Menschen.

Im Hause der Familie Jannick wohnt auch noch Vera's autistische Schwester Evi, um die sich die ganze Familie kümmert. Evi fand ich herzallerliebst, besonders wegen ihrer außergewöhnlichen Art. Für Evi muss alles in geregelten Bahnen verlaufen und für alles braucht Evi ein "Lied", dass sie summen kann. Das gibt ihr Sicherheit beim Ausführen einzelner Tätigkeiten. Ganz anders, als manch einer vielleicht denken würde, halte ich Evi für eine sehr intelligente Frau, auch wenn sie es vielleicht nicht so zum Ausdruck bringen kann, wie manch einer von uns das tun würde. Mit Gefühlen kann sie nur wenig anfangen und trotzdem erscheint sie niemals kalt und gefühllos, sondern findet oftmals trotzdem die richtigen Worte.

Luna, die Tochter der Familie und Zwillingsschwester der verstorbenen Stella, wird von anderen wohl als etwas seltsam angesehen, einfach weil sie ihre eigenen Denkweisen und Prinzipien hat und mit Vater Urban liebend gerne über alles philosophiert. Gerade diese Gespräche zwischen den beiden fand ich oft außergewöhnlich interessant, denn genau wie die beiden denke ich auch manchmal über die verschiedensten Dinge zwischen Himmel und Erde nach und freue mich immer, wenn ich für diese Gedanken die ein oder andere Anregung bekomme.

Die Familie Drostenhagen, bestehend aus Marianne, Finn und Motte (eigentlich Charlotte), ziehen schließlich in das Örtchen, in dem Familie Jannick wohnt - so lernen sich Finn und Luna schließlich kennen. Marianne Drostenhagen ist ein sehr bemutterndes und klammerndes Wesen von Frau und obwohl sie es eigentlich nur gut meinte, ging sie mir stellenweise doch schon sehr auf die Nerven. Sohn Finn, ein sehr netter junger Mann, leidet an der Bluterkrankheit und wird deswegen von seiner Mutter extrem behütet und beschützt. Finn ist genervt von seiner Mutter, doch bis er sich endlich traut, ihr die Meinung zu sagen, vergeht doch einige Zeit. Wie er mit Luna umgeht, als er sie kennenlernt, ist einfach wunderbar und die beiden ergänzen sich perfekt. Sie zeigen sich gegenseitig neue Welten und durch sie entwickelt Finn ein ungeahntes Selbstbewusstsein. Tochter Motte ist ein engergisches und sehr willensstarkes junges Mädchen, dass mich mehr als einmal zum lachen gebracht hat und von deren Durchsetzungsvermögen sich der ein oder andere eine ganze Scheibe abschneiden könnte.

Die Geschichte der Familie Jannick, die sich mal mehr, mal weniger mit der Geschichte der Drostenhagens vermischt bzw. abwechselt, ist eine wunderbar tiefsinnige Geschichte mit ein bisschen Übersinnlichem, viel Alltäglichem und dem Hauch des besonderen. Sie erzählt von Begegnungen, Verlusten, neuen Erkenntnissen und davon, wie sehr manche Ereignisse im Leben einen prägen und dazu führen können, dass sich alles verändert, nichts mehr so bleibt, wie es einmal war. Während des Lesens begegnen uns wunderbare und einzigartige Charaktere, die so toll miteinander harmonieren, wie ich es lange nicht mehr erfahren durfte und deren Persönlichkeiten nicht nur oberflächlich dargestellt werden. Insgesamt kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen: Er bringt zum Lachen, manchmal zum Weinen und auf jedenfall zum Nachdenken und begeistert mit seinem flüssigen Schreibstil, der einen nur so über die Seiten hinwegfliegen lässt.
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am 4. Januar 2014
Kurzbeschreibung:
Seit Lunas Zwillingsschwester Stella nach einer Tumoroperation starb, ist jeder in ihrer Familie mit seiner Trauer überfordert. Die Ehe der Eltern hält dieser Belastung kaum stand.
Als Luna Finn kennenlernt, dessen Eltern sich gerade getrennt haben, erkennen die beiden, wie einzigartig sie sind, und plötzlich bemerkt Luna, dass sie geheimnisvolle Fähigkeiten besitzt.
(Quelle: Götz, Dörfles)

Meine Meinung:
Stella und Luna sind Zwillinge. Doch dann wird Stella schwer krank, sie hat einen Hirntumor und stirbt bei einer Operation. Seit diesem Tag hat sich alles in der Familie Jannik verändert. Vor allem Mutter Vera ist restlos überfordert mit ihrer Trauer.
Gerade als ein wenig Ruhe eingekehrt ist kommen Details über Stellas Operation ans Licht, mit denen die Familie nun fertig werden muss.
Währenddessen zieht Finn ins Lunas Nachbarschaft und die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen.
Und dann entdeckt Luna noch Fähigkeiten an sich, die sie bisher nicht gekannt hatte, und die sich als magisch herausstellen …

Der Roman „Mond aus Glas“ stammt aus der Feder der Autorin Christine Spindler. Es war mein zweites Buch der Autorin. Das erste war ein eher witziges und so war ich nun gespannt auf diese doch eher ernste und nachdenkliche Seite von ihr.

Luna ist 16 Jahre alt, ein offenes und ziemlich direktes Mädchen, das gerne mit dem Vater über alles Mögliche philosophiert. Luna ist intelligent wirkt aber manchmal sehr in sich gekehrt. Von anderen wird Luna oft als anders angesehen. Sie philosophiert gerne mit ihrem Vater über alles Mögliche. Nach Stellas Tod hat sich Luna verändert. Das ist aber nicht verwunderlich, immerhin waren die Mädchen miteinander verbunden, Stella war Lunas Halt, ihr Licht.
Finn ist Bluter. Er ist das komplette Gegenteil von Luna, eher ruhig und verschlossen, in sich gekehrt. Er ist anderen gegenüber höflich, hat aber auch eine rebellische Seite an sich.
Ich mochte sowohl Luna als auch Finn sehr gerne, sie passen wirklich gut zusammen. Die Liebesgeschichte zwischen Luna und Finn ist zart und herzlich.

Neben den beiden genannten gibt es noch einige weitere Charaktere.
Lunas Familie, ihre Eltern Vera und Urban beispielsweise. Vera ist mit Stellas Tod, der Trauer eher überfordert während Urban eher der Typ ist der seine Trauer nicht zeigt und sich um die Familie kümmert. Oder auch Evi, Lunas behinderte Schwester. Für sie ist Ordnung das A und O, sie braucht sie zum Leben. Sie ist lieb und nett, einfach eine tolle Figur. Und dann natürlich auch Finns Familie, wobei ich hier besonders Finns Mutter hervorheben möchte. Sie bemuttert Finn von vorne bis hinten, was mir persönlich ja manchmal schon zu viel wurde.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Leicht und locker kommt man in die Geschichte rein und
teilweise wird es sogar richtig gehend poetisch. Er passt auf jeden Fall toll zum Gesamtbild.
Die Handlung selber ist berührend und herzergreifend. Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie aber auch Trauer, deren Bewältigung und Loslassen sowie Selbstfindung werden im Buch angesprochen. Die Stimmung ist ganz besonders, emotional und gefühlvoll. An manchen Stellen wird es witzig und charmant, die bedrückende Stimmung wird ein wenig aufgelockert.

Das Ende ist eher ruhig gehalten. Es passt perfekt zur gesamten Geschichte, rundet sie ab und hat mich zufrieden aber auch nachdenklich zurückgelassen.

Fazit:
„Mond aus Glas“ von Christine Spindler ist ein emotionaler und bewegender Roman.
Die außergewöhnlichen sympathischen Protagonisten, eine herzerwärmende Liebesgeschichte und eine Handlung die zum Nachdenken anregt haben mich gefangen genommen und mir wundervolle Lesestunden beschert.
Definitiv lesenswert!
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am 13. Januar 2014
Meinung: Mond aus Glas fiel mir bei lovelybooks auf und ich habe mich gleich bei der Leserunde beworben. Natürlich interessierte mich die Geschichte, aber so ein Schmanckerl hätte ich nicht erwartet.

Es geht um zwei verschiedene Familien. Luna lebt mit ihren Eltern Urban und Vera und ihrer Tante Evie zusammen. Luna hatte eine Zwillingsschwester, aber Stella starb bei einer Tumoroperation. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Die Eltern flüchten sich in ihre Trauer und Luna muss nun ohne ihre geliebte Stella leben. Irgendwann zieht nebenan eine neue Familie ein. Marianne hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und ist mit den Kindern Finn und Motte umgezogen. Beide Familien haben ihre Probleme und müssen versuchen, diese zu bewältigen.

Ihr seht, es ist eine ganze Menge an Personen. Anfangs war ich ein wenig überfordert damit, aber mit der Zeit wird es besser und die Charaktere wachsen einem ans Herz. Besonders Motte fand ich ganz herzallerliebst. Auch hatte ich die ersten paar Seiten ein paar Probleme mit dem Schreibstil. Ich kann nicht erklären warum, hauptsache ist jedoch, dass sich dieses Problemchen von selbst gelöst hat.

Im Buch sind wunderschöne Weisheiten zu lesen, Sätze, die einen nicht mehr loslassen. Auch am Anfang jedes Kapitels gab es ein kleines Gedicht, welche von der Autorin selbst sind.

Zwischendurch hatte ich längere Pausen beim Lesen, aber das hat den Lesefluss nicht im Geringsten gestört. Ich war sofort wieder in der Geschichte drin und zum Ende konnte ich gar nicht mit dem Lesen aufhören.

Wer nur eine Familiengeschichte erwartet, muss auch die mystischen Elemente bedenken, die einen Teil der Geschichte ausmachen. Das nimmt nicht sehr viel Platz ein, spielt jedoch eine wichtige Rolle.

Fazit: Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Buch.
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am 11. Dezember 2013
Gleich zu Beginn des Buches versüßt Autorin Christine Spindler ihren wunderbaren Roman "Mond aus Glas" mit liebevollen Textstellen. "Glück bedeutet nicht, alle seine Träume zu verwirklichen, sondern genug Träume zu haben, um der Realität immer wieder ein Stück vorausfliegen zu können." ist einer dieser Zitate. Jedes Kapitel wird mit einem dieser Sinnsprüche eingeleitet.

Zum Inhalt:
Seit Lunas Zwillingsschwester Stella nach einer Tumoroperation gestorben ist, ist jeder in ihrer Familie mit seiner Trauer überfordert. Die Ehe der Eltern hält dieser Belastung kaum stand.
Als Luna Finn kennen lernt, dessen Eltern sich gerade getrennt haben, erkennen die beiden, wie einzigartig sie sind, und plötzlich bemerkt Luna, dass sie geheimnisvolle Fähigkeiten hat.
Christine Spindler hat mit Mond aus Glas einen aufwühlenden Roman über Trauer, erste Liebe, Gefühle und Hoffnung geschrieben. Die Autorin schickt ihre Leser in einer atemlosen Fahrt von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Ihr berührender Schreibstiel lässt einem gleichzeitig lachen und weinen.
Ein Buch zum Nachdenken und Staunen, für Jugendliche und Erwachsene!

Meinung:
In "Mond aus Glas" begegnen wir zwei Familien mit ihren besonderen Schicksalsschlägen Zum einen Luna's Familie, ihre Eltern Urban und Vera und Luna's behinderte Tante Evi. Lunas Schwester Stella ist bereits verstorben, bildet trotzdem eine zentrale Rolle im Buch. Finn's Familie, seine Schwester Motte und seine Mutter Marianne eine weitere. Jedes Familienmitglied ist speziell und besonders.
Gefühlvoll bringt die Autorin beide Familien an den Leser, ohne dadurch zu tief in den Seelenschmerz hinein zugeraten. Dadurch bleibt es dem Leser selbst überlassen, wie sehr er mit den Familien trauern und leiden möchte.

Neben den Tragödien entsteht eine junge Liebe, die sehr zart aber absolut hinreißend wirkt. Luna und Finn knüpfen ein immer festeres Band.

Das i-Tüpferlchen bildet die behinderte Tante Evi, die in dem Buch eine Nebenrolle spielt, jedoch im Geschehen nicht mehr wegzudenken ist. Eine liebevolle Persönlichkeit mit einem großen Herz.

Fazit:
Es ist anders, als alle anderen Bücher, es bewegt, es packt, es fesselt....dazu ist es humorvoll, witzig und poetisch. Eine runde Mischung aus vielen.

Einziger Kritikpunkt, der meinen Geschmak nicht traf waren die übersinnlichen Fähigkeiten Luna's, die mich in dieser Geschichte eher irritiert haben. Daher 4 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!
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am 6. April 2013
Wie geht man mit der Trauer um, wenn man ein Kind, eine Schwester verliert?
Zitat S. 7 ... wenn man nicht wusste, was die Zukunft brachte; wenn man bangte ...
Die 16-jährige Luna verlor ihre Zwillingsschwester Stella nach einer Tumoroperation. Dieser Verlust belastet die ganze Familie, Vater Urban, Mutter Vera können dem kaum standhalten. Und dann ist da noch Tante Evi, die Schwester von Vera.
„Mond aus Glas“, eine Geschichte zweier Familien, Menschen, die mit Verlust, Trauer zu kämpfen haben, versuchen damit umzugehen, um nicht unterzugehen.

Luna und Stella – diese Verbindung gab es nun nicht mehr.
Dabei war es gerade Stella, die das Licht, der Halt für Luna war. Nun mußte sie ohne sie zurechtkommen. Doch Luna ist ein taffes Mädchen, und wie sich später zeigen wird, ein ganz besonderes. Allerdings haben andere teils ein Problem mit ihrer Offenheit, Direktheit, ihre Meinung, ihr Denken laut zu sagen. Sie eckt an. Ihr Leben ändert sich, als sie Finn trifft. Seine Familie war vor kurzem in die gleiche Straße gezogen, in der Luna wohnt. Finn hat noch eine jüngere Schwester, Motte. Die Mutter, Marianne, etwas problematisch, zumal sie Finn aufgrund seiner Erkrankung, er ist Bluter, behütet und zu sehr umsorgt. Alles schön und gut, doch was verbirgt Marianne noch?
Luna ist für Finn das Licht, die Kraft, das Gute. Mit ihr wächst die Charaktere und das die beiden sich auf einer Ebene befinden, zusammengehören, das fühlt der Leser.
Auf eine besondere Art gibt die Autorin ihren Figuren Leben, man meint sie fühlen zu können. Christine Spindler bringt mit der Geschichte „Mond aus Glas“ zum Ausdruck, dass Menschen die Möglichkeit haben, mit ihren Gefühlen und Empfindungen die richtige Balance zu finden. Für Finn ist Luna eine Elfe.
(Elfen sind Erscheinungen, Begleiter, es heißt auch, sie geben denen die nötige Zuwendung, wenn diese z. B. von den eigenen Eltern aus speziellen Gründen wie Verlust nicht getröstet werden können.)
„Mond aus Glas“, eine tragische Geschichte, der Christine Spindler durch sehr behutsame Weise eine Sprache gegeben hat, ein sensibles Thema, welches die Autorin mit Fingerspitzengefühl angegangen ist.
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