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Kundenrezensionen

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am 20. Juli 2014
Das Cover war es, das eine gewisse Erwartungshaltung geweckt und mich zum Kauf bewogen hat. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Ich tauchte sofort ein in das Leben an Bord, litt und freute mich mit Sarah, bewunderte ihren für die damalige Zeit recht unkonventionellen Charakter und fieberte mit, als sie zuerst Brandon traf und dann Peer. Welcher der beiden recht unterschiedlichen Männer wäre für ein Happy End geeigneter? Falls es eines geben sollte? Ohne die Antwort zu kennen, hätte ich den Roman nicht mehr aus der Hand gelegt, also las ich die halbe Nacht durch, was mir durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil leicht gemacht wurde. Da ich mich auf dem Wasser auskenne, kann ich der Autorin auch eine gute Recherche bescheinigen, nichts am Leben auf einem Robbenschoner ist romantisiert, alles wirkt absolut authentisch.
Ein spannender Roman, den ich nicht nur Frauen empfehlen kann! Er bekommt von mir jedenfalls 5 Sterne, und das hat er mehr als verdient.
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am 29. August 2014
... nicht überquillt vor kitschigen Schmachtworten, sondern eine die mit sauberem Lesevergnügen aufwartet.

Als erstes hat mich das natürliche und wunderschöne Cover angesprochen. Bild und Titel passen richtig gut zusammen.
Aber die Leseprobe war es, die mich hat zuschlagen lassen.

"Die Sehnsucht der Albatrosse" zu lesen, hat sich angefühlt, wie nach hause zu kommen.
Nachdem ich früher so gerne historische Romane gelesen, habe, gab es in den letzten Jahren nichts, was nicht vor Kitsch oder Langeweile getrieft hat. Die Albatrosse hingegen, ohne unnötigen Pomp und Schnörkel geschrieben, waren einfach eine Wohltat.

Die, in ihrer Heimat berühmte Sängerin Sarah, braucht nach dem Verlust ihrer Singstimme eine Auszeit und versucht sich auf einer Schiffsreise zu erholen. Doch leider geraten sie in einen unerwarteten Taifun und ihr Schiff kentert.
Als sie nach einigen Tagen auf See von einem Robben jagenden Schoner aufgenommen werden, ahnt sie nicht, dass sie den zurückhaltenden Kapitän John Brandon schon einmal begegnet ist und auch der Matrose Peer Svansson scheint an ihr interessiert zu sein.

Doch auch wenn für Sarah eine schwere Zeit beginnt - wer möchte schon mit so vielen Seemännern auf einem Segelschiff über die Meere fahren, die seit Monaten keine Frau mehr gesehen haben? - hält sich sich wieder Erwarten verdammt tapfer. Sie ist kein kleines Mauerblümchen, sondern packt mit an, hilft dem Koch in der Kombüse um sich nützlich zu machen. Sie ist nicht wie die anderen Damen aus gehobenerem Stand, kann nicht nähen und hat es niemals in Betracht gezogen, das liebe Heimchen am Herd zu spielen. Sie fasst mit an und macht sich mit ihrer (für mich) toughen Art bei den Seemännern immer beliebter.
Nur wenige halten an dem Irrglauben fest, eine Frau an Board bringe Unglück und vor denen muss sie sich in acht nehmen. Aber Kapitän Brandon und auch Peer helfen ihr auf die ein oder andere Weise.
Aber was ist es, das sie mit dem Kapitän in der Vergangenheit verbindet und könnte es für Peer und sie eine Zukunft geben? Und was passiert, wenn die Robbenjagt erfolglos bleibt?
Eine gefahrenvolle Zeit in der Sarah so mache Untiefen umschiffen muss und dabei viel über sich selber lernt.

Mein Fazit: "Die Sehnsucht der Albatrosse" - ein Abenteuer, das ich gerne miterlebt habe. Ein gelungenes Debüt einer Autorin, die ich weiter im Auge behalten werde, in der Hoffnung auf weitere, so gut geschriebene Geschichten.
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am 8. August 2014
Emilia Rossi alias Sarah Tanner, Opernsängerin, hat sich aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückgezogen. Das Schiff, auf dem sie zur Ruhe kommen wollte, kentert. Sie wird von der Besatzung eines Robbenfängerbootes gerettet. Da für Brandon Zeit auch Geld bedeutet, muss sie auf dem Schiff bleiben bis der Fang beendet ist. Für einige Männer bedeutet eine Frau an Bord nur Unglück, denn sie sind abergläubig. Sarah hat aber auch Probleme, sich in dieser m harten Leben zurecht zu finden. Ihr Gerechtigkeitssinn lässt sie immer wieder anecken. Damit steht sie nicht alleine da. Auch Peer Svensson bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten, weil er den unfähigen und brutalen Steuermann nicht akzeptiert. Svensson und Sarah kommen sich näher. Aber da ist ja auch noch Kapitän Brandon, der Sarah von Anfang an bekannt vorkommt.
Die Geschichte ist wunderbar zu lesen. Es wird eine raue Männerwelt beschrieben, in der Frauen eigentlich nichts verloren haben. An Bord eine Segelschiffes ist harte Arbeit erforderlich, von Romantik keine Spur. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass sie sie vor Augen hat. Sarah ist mutig und hält ihre Meinung nicht zurück. Peer weiß was es ihn kostet, wenn er sich für andere einsetzt und nimmt die Folgen an. Brandon ist ein ehrgeiziger Abenteurer, der auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt.
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt zu der Story.
Ein wundervolles Buch.
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am 5. Oktober 2014
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Es war spannend, fesselnd, informativ und auch ein wenig romantisch. Würde man mich fragen, welchem Genre ich es zuordnen würde – schwer zu sagen. Denn es ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman mit Abenteuerelementen, in dem es auch ein wenig romantisch wird – ohne dass es aber an einen kitschigen Liebesroman erinnert.

Schon das traumhafte Cover in Blau-Türkistönen hat mich sehr angesprochen, der Klappentext hat mich neugierig gemacht und versprach eine ungewöhnliche Geschichte. Und genau das war es auch: Die Opernsängerin Sarah, die auf hoher See Schiffbruch erleidet und von einem Robbenfänger eingesammelt wird. Dort sind nur raubeinige Matrosen an Board und der Ton ist doch deutlich rauer als von Sarah gewohnt. Dass mit einer Frau an Board nun Unruhe auftritt, kann man sich vorstellen.

Sarah hat mir als Protagonistin gut gefallen und war mir von Anfang an sympathisch. Das Buch spielt im Jahre 1904 und für diese Zeit ist Sarah sehr selbstbewusst und patent. Zwar hat sie in ihrem Leben schon einige Hindernisse umschwimmen müssen, doch sie lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Dass sie auf dem Schiff mit anpackt und versucht, aus der Situation das Beste zu machen, hat mir wirklich sehr gefallen – auch wenn die Umstände sicherlich alles andere als einfach waren. Für mich war sie eine Protagonistin, mit der ich gelitten habe aber auch träumen durfte, und die ich gerne bei ihrem Abenteuer begleitet habe. Aber auch die anderen Figuren sind sehr gut gezeichnet. Keiner ist einfach nur gut oder böse, jeder der Matrosen hat eine eigene Geschichte, die einen verstehen lässt, warum er ist, wie er ist - warum der junge Willy so verschreckt ist, der Schiffskoch so mürrisch ist und warum er auch nicht wirklich kochen kann, was den Steuermann Anderson so hartherzig gemacht hat und warum der Kapitän Brandon sich so geändert hat. Sehr reizvoll fand ich vor allem, dass hinter den harten Schalen Menschen stecken, oft mit einem weichen Kern, und dass auch die ganzen Muskeln und Tattoos, die die Matrosen auszeichneten, dies nicht verbergen konnten. Natürlich mochte ich gerade auch den Steuermann Peer sehr gerne, dem Gerechtigkeit sehr wichtig ist und sich für die anderen einsetzt – auch wenn er selber dabei einstecken muss.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend und hat die Seiten nur so dahinfliegen lassen. Sie schafft es, mit ihren lebendigen Worten die Geschichte greifbar zu machen – ich habe mich als Teil der Mannschaft gefühlt, das Schiff schwanken gespürt und die Wellen tosen gehört. Alle Sinne werden angesprochen – nicht nur die Szenerie vor den Augen, auch der Geschmack von Salz auf den Lippen und das Rauschen des Meeres in den Ohren. Dabei kommt die Autorin ohne lange Beschreibungen aus, vielmehr durch die Handlungen und die einzelnen Charaktere fühlt man sich als Teil der Geschichte. Und zudem habe ich noch eine Menge gelernt – über die Schifffahrt, das Robbenfangen und überhaupt über das Matrosenleben – mit vielen Höhen und Tiefen. Das einzige, was ich vermisst habe, ist ein – ich will mal sagen – historisches Gefühl. Ich habe mich nie im Jahre 1904 gesehen, in dem die Geschichte ja spielt, sondern die Geschichte war irgendwie zeitlos, sie hätte auch früher oder später spielen können.

Das hat aber dem Lesespaß keinen Abbruch getan – die Geschichte hat mich gefesselt und ich fand die Kombination aus Abenteuerroman vor historischer Kulisse mit romantischen Elementen sehr gelungen. Vor allem hat mir gefallen, dass es zu keinem Zeitpunkt kitschig oder unglaubwürdig würde. Und so hat auch das Ende des Buches gut zur Geschichte gepasst.

Mein Fazit
Ein spannender und fesselnder Roman, der Abenteuer, Historie und Liebesgeschichte geschickt miteinander verwebt, ohne dabei jemals kitschig zu werden. Liebenswerte und sehr gut gezeichnete Charaktere in einer ungewöhnlichen Geschichte – das Ganze lebendig geschrieben und angenehm zu lesen. Für mich ein Abenteuerroman für Erwachsene, den ich gerne empfehle.
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am 2. August 2014
Ich war schon vom Cover begeistert und hatte daher schon eine gewisse Erwartung an das Buch , und es hat mich nicht enttäuscht .
Das Buch ist wirklich toll geschrieben , es geht um Leidenschaft , Liebe und Abenteuer und kommt wirklich nicht kitschig rüber.
Sarah die nach einem Schiffbruch gerettet wird und auf einem Schiff ( Robbenschoner ) unter Männern eine nicht ganz so einfache Zeit verbringt.
Wäre da nicht Svensson der sich in sie verliebt , wäre es noch schwerer für sie . Diese Liebe macht aber Svensson angreifbar und es bleibt immer
spannend . Sarah ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen und die Geschichte hat mich gefesselt . Svensson hat mich durch seinen Mut begeistert
und mit ihm habe ich gekämpft und auch gezittert. Keine einfache Zeit damals und die Autorin schafft es , das man ins 19. Jahrhundert abtaucht.
Ein wirklich spannender Roman , den ich in 2 Tagen gelesen habe und das einzige was mich etwas enttäuscht hat , war das es irgendwann zu Ende war.
Dieses Buch würde ich ohne Bedenken weiter empfehlen und von mir die volle Sternchenzahl , die es auch verdient hat !
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am 26. September 2014
Meine Meinung zum Buch Die Sehnsucht der Albatrosse:

Ich bin aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden, weil es mir Spannung und Freiheit versprochen hat.

Das Buch selbst ist auf eine ganz besondere Art und Weise geschrieben, diesen Stil finde ich einfach total klasse. Karin schafft es, mich von der ersten Seite an, in den Bann des Buches zu ziehen. Es ist zwar durchdrungen von Worten, die ich noch nie vorher hörte und die alle mit der Schifffahrt zu tuen haben, aber das ist nicht so tragisch, denn manche Wörter werden von selbst im Text erklärt.

Ich bin mit Sarah auf einem Robbenfänger gelandet und lerne die Männer auf dem Schiff kennen, manche sehr liebenswert, andere dagegen sind nicht wirklich meine Favoriten. Sarah stellt fest das sie den Kapitän vom Schiff kennt, denn er ist ihre Vergangenheit.
Doch kann die Vergangenheit auch Zukunft werden? Hier baut die Autorin auf absolute Spannung und Gefühle mit in ihr Buch ein.
Das Spaß machte zu lesen.
Auch finde ich klasse wie Karin mir die Zeit von damals gut vor die Augen führt, und ich das Gefühl habe, wirklich in dieser Zeit zu stecken.

Das einzige was ich wirklich zu bemängeln habe ist, dass manche Begebenheiten sehr langatmig ausgebaut werden, manche Charaktere nicht wirklich griffig für mich waren, andere dafür umso mehr.

Ich empfehle das Buch denjenigen, die es lieben Gefühle in einem Buch zu finden, und der auf lange Liebesgeschichten und Wirrungen und Irrungen steht.

Ich gebe 4 Sterne für dieses schöne Buch von Karin Seemayer
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am 25. September 2014
Die Opernsängerin Sarah kommt aus reichem Haus und führt ein sorgloses Leben, doch immer öfter hat sie Probleme beim Singen. Als sie bemerkt das ihre Stimmprobleme immer stärker werden, beschliesst sie eine Auszeit zu nehmen und unternimmt alleine eine Reise nach Hawaii. Auf dem Weg dorthin gerät ihr Passagierschiff in einen Sturm und kentert. Doch Sarah und ein Teil der Crew werden von einem Robbenfänger aufgenommen.
Allerdings sieht der Zeitplan der Robbenfänger nicht vor in nächster Zeit an Land zu segeln und so wird Sarah gezwungen an Bord zu bleiben.
Sie arrangiert sich mit dem Leben unter Männern, auch wenn es für beide Seiten nicht einfach ist, denn nicht alle Besatzungsmitglieder sind mit der Entscheidung des Kapitäns, eine Frau mit an Bord und auf die Jagd zu nehmen, einverstanden.
Im Laufe der Zeit lernt Sarah die Crew näher kennen und auch, dass bei einem Leben unter Männern und auf See ganz andere Regeln gelten. Aber irgend etwas kommt Sarah an dem Kapitän merkwürdig vertraut vor, aber eigentlich kann das ja gar nicht sein, denn die Seeleute kommen ja immerhin aus ganz anderen Kreisen...

Karin Seemayer entführt einen in das Jahr 1904 und auf die grausame Robbenjagd. Die Geschichte ist gut recherchiert und sehr lebendig. gleichzeitig ist sie aber auch mit viel Herz geschrieben und das merkt man direkt beim Lesen. Die Charaktere empfand ich als vielschichtig, interessant und gut greifbar.

Das Cover fand ich sehr ansprechend und selten fand ich Cover passender als dieses! Für meinen Geschmack harmonisieren Cover, Titel und Geschichte richtig gut miteinander.
Das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen und hatte es in 2 Tagen durchgelesen. Es hat sich einfach so weggelesen und ich dachte immer "ach ein Kapitel musst du jetzt noch lesen" und dann war es auf einmal (leider) zu Ende.

Wer sich auf eine spannende Lesereise begeben möchte, der macht mit diesem Buch wohl nicht viel falsch. Für dieses wunderschöne Buch gibt es von mir eine volle Leseempfehlung und 5 Sterne!
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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2014
Manchmal erinnert "Die Sehnsucht der Albatrosse" ein wenig an Jack Londons "Seewolf" (bzw dessen Verfilmung von 1971)! Schließlich wird auch in diesem Klassiker der Abenteuerliteratur ein Schiffbrüchiger von einem Robbenfänger aufgelesen, gezwungen, an Bord zu bleiben, und arbeitet später mit dem grimmigen Smutje in der Bordküche. Also genau das, was Sarah hier passiert!

Und so, wie Londons Held Humphrey im hartherzigen Kapitän Larsen einen alten Jugendfreund erkennt, findet Sarah in Kapitän Brandon ihre einstige Jugendliebe wieder. Auch im "Seewolf" gab es schon eine romantische Dreieckskonstellation zwischen Kapitän Larsen, dem Helden Humphrey und der Schiffsbrüchigen Maud - hier sind es Kapitän Brandon, der Matrose Peer Svensson und die Protagonistin Sarah Tanner.

Vielleicht liegen diese Übereinstimmungen unter Anderem daran, dass sowohl Jack London als auch Karin Seemayer von Kapitän Alexander McLean inspiriert wurden, einem berühmten, real existierenden Robbenjäger? Auf jeden Fall gibt es neben den Gemeinsamkeiten genug Unterschiede, um das Buch zu mehr als nur einem Abklatsch des Klassikers zu machen! Ja, auch hier gibt es Abenteuer, Gefahren, romantische Verwicklungen und man erfährt viel über das harte Leben der Männer, die ihr Geld mit der Robbenjagd verdienten... Aber alleine schon dadurch, dass wir die Geschehnisse hauptsächlich aus weiblicher Sicht sehen, hat "Die Sehnsucht der Albatrosse" eine ganz andere Atmosphäre, die Schwerpunkte liegen auf anderen Aspekten und die Liebesgeschichte ist zentraler und sowohl romantischer als auch zartfühlender geschrieben.

Karin Seemayer schreibt über starke, zwiespältige Charaktere, die sich nicht so einfach in gut oder böse einteilen lassen. Kapitän Brandon ist hart und manchmal sogar grausam, kann selbstsüchtig und skrupellos sein, aber er ist auch intelligent und hat durchaus die Kapazität für Mitgefühl und mitmenschliches Verständnis. Durch Sarah erfährt man, wie schwer sein Leben in seiner Jugend war, und man kann sich denken, wie sehr ihn das zweifellos abgehärtet und gestählt hat...

Sarah selber wollte eigentlich Ärztin werden und war als junge Frau fest entschlossen, für ihr Ziel zu kämpfen - und doch war ihr Leben geprägt von Kompromissen, so dass sie sogar einen Mann heiraten musste, den sie nicht liebte. Statt Ärztin zu werden, konnte sie ihrer Familie nur eine Karriere als Opernsängerin abtrotzen, und dass auch nur unter der Bedingung, dass sie nicht unter ihrem echten Namen auftritt. Eine interessante Mischung aus Selbstbewusstsein und Zweifeln, rebellischer Freigeistigkeit und Standesbewusstsein machen sie zu einer ungewöhnlichen Frau, die mir mehr und mehr ans Herz gewachsen ist.

Peer Svensson ist von der ersten Seite an ein sympathischer junger Mann, der einerseits durch und durch zuhause ist in der rauen Männerwelt der Seefahrt und sich andererseits als sensibler, emotionaler Mensch mit einem stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn herausstellt.

Sogar der sadistische Widerling Andersen, der Sarah, Peer und dem armen Schiffsjungen Willy das Leben zur Hölle macht, ist nicht nur böse - wobei die Autorin das eher andeutet und es dem Leser überlässt, sich den Rest zu denken. Von den Nebencharakteren sind manche sympathisch, manche eher nicht, aber bei den meisten kann man zumindest erahnen, dass sich hinter dem ersten Eindruck mehr verbirgt und dass sie komplexe Charaktere mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen sind.

Ich fand die Geschichte sehr spannend. Zum einen wollte ich wissen, wie Sarah sich an Bord zwischen all den rauhbeinigen Matrosen behaupten würde, und dann wollte ich natürlich sehen, wie sich ihre Beziehung zu ihrer ehemaligen großen Liebe, Kapitän Brandon, entwickeln würde - und die zu Peer Svensson, der so überhaupt gar nicht ihrem Stand entspricht, aber ihr Herz zum Singen bringt. Außerdem möchte man als Leser erfahren, warum der Schiffsjunge Willy so verschreckt ist, warum der Schiffskoch überhaupt nicht kochen kann, und ob es Peer gelingen wird, sich gegen Steuermann Andersen zu behaupten... Viele kleine und große Dinge, die die Geschichte abrunden und vielschichtiger machen. Dazu kommt noch, dass die Robbenjagd nicht gut läuft und Brandon gefährliche, illegale Maßnahmen in Erwägung zieht, was wiederum beinahe zu einer Meuterei führt!

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist bildhaft und lässt wunderbar die Welt an Bord der Victory vor dem inneren Auge auferstehen. Das Knarzen des Schiffs und das Heulen des Windes, der salzig-bittere Geruch der Brandung und der süßliche Gestank von Blut... Der Schreibstil spricht alle Sinne an.

Die Liebesgeschichte fand ich rührend und richtig schön. Dabei ist die Atmosphäre an Bord eines Robbenfängers alles Andere als romantisch, und dann gibt es auch noch einen ganzen Haufen anderer Hindernisse und sogar Gefahren! Dazu kommt noch, dass Sarah als Tochter aus gutem Hause ganz andere Vorstellungen von Romantik hat als ein einfacher Seemann, dessen Kontakte zu Frauen sich normal auf kurze Bordellbesuche beschränken... Aber gerade dieser Kontrast sorgt für zusätzliche Spannung und macht die Liebesgeschichte außergewöhnlich und interessant! Außerdem gleitet sie dadurch nicht in kitschigen Schmalz ab...

Fazit:
Eine junge Opernsängerin findet sich jäh wieder unter rauhbeinigen Matrosen und erlebt ein spannendes Abenteuer voller Gefahren, Intrigen, Seemannsgarn - und Liebe. Auch wenn ich mich öfter an Jack Londons "Seewolf" erinnert fühlte, hat die Geschichte doch genug originelle Einfälle und farbenfrohe Charaktere, um Leser etwas ganz Eigenes zu bieten.
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TOP 1000 REZENSENTam 8. September 2014
Meine Meinung:
Spannend und bewegend, das fällt mir als erstes zu dem Buch ein, wenn ich es kurz beschreiben sollte.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1904 und Sarah erlaubt sich etwas, was in ihren Kreisen nicht gut angesehen ist. Sie will alleine nach Hawaii reisen, um sich dort zu erholen. Sie ist eine mutige und tapfere Frau, sie setzt sich durch und startet ihre Reise. Leider gerät das Schiff in einen zu dieser Jahreszeit ungewöhnlichen Taifun und sie wird über Bord gespült. Glücklicherweise werden sie und zwei Männer, Mitarbeiter des Schiffes von den Matrosen eines Robbenschoners gerettet.
Damit beginnt für die an Erfolg und an Luxus gewöhnte Sarah eine ganz neue Zeit. Sie hat es nicht leicht als einzige Frau an Bord, es stellen sich für sie ganz neue Herausforderungen, die sie mehr oder weniger gut erfüllt.

Karin Seemayer schildert sehr fesselnd das Leben an Bord dieses Schoners. Den Beteiligten hat sie sehr interessante Charaktere zugeordnet, die ich alle auch realistisch finde. Denn ich kann mir schon vorstellen, dass das Leben damals kein Zuckerschlecken war und der Kapitän oft Entscheidungen treffen musste, die ihm selber nicht so gut gefallen haben.

Für Sarah änderte sich durch den Aufenthalt einiges, was sie vorher bedenkenlos hingenommen hatte, stellte sie jetzt in Frage. Sie musste auch eine wichtige Entscheidung für ihre Leben treffen, die mir sehr gut gefallen hat.

Mich hat das Lesen auch etwas nachdenklich gemacht. Wir wissen gar nicht so richtig zu schätzen, in welch einer Zeit wir jetzt leben. Sarah konnte damals nicht einfach mal zu Hause anrufen und mitteilen, dass sie überlebt hat. Monatelang musste sie darauf warten und ihrer Familie ging es ebenso. Lange galt sie ja als vermisst.

Wenn sich jetzt jemand fragt, was dies alles mit Albatrossen zu tun hat, wird dies zum Ende des Buches wissen. Ich kann nur sagen, es passt! Das Buchcover gefällt mir übrigens sehr gut!

Fazit:
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich empfehle es wirklich gerne weiter.
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am 5. Januar 2016
Sarah beschließt eine Pause als Opernsängerin zu machen und begibt sich auf eine Kreuzfahrt um wieder zu sich selbst zu finden. Nachdem sie Schiffbruch erleidet, wird sie von der rauhen Crew eines Robbenschoners aus dem Meer gefischt und findet sich in einer für sie völlig fremden Welt. Doch der Schein trügt... Nicht alle Personen sind fremd für Sarah, der Kapitän des Schiffs lässt eine alte Vertrautheit in ihr auflodern. Doch inmitten des ehrlichen und harten Klimas an Board der Victory erkennt Sarah wofür ihr Herz schlägt.

Ein sehr schönes Buch, dass den Leser mit auf die weite See nimmt. Die harte Arbeit an Board eines Robbenschoner um 1905 wird zur Realität und bettet den Leser in ein aufregendes Abenteuer. Das Lesevergnügen wird durch die geschickt in die Erzählung eingeflochtenen Informationen über das Leben auf See und die Robbenjagd zu einem wunderbaren Ausflug in längst vergangene Zeiten. Am meisten bewundere ich jedoch, dass es der Autorin gelungen ist, eine so gefühlvolle Liebesgeschichte zu erzählen, ohne kitschig zu werden.
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