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am 19. Juni 2014
Wie in der Beschreibung des Buches zu lesen ist, handelt Schwungfeder von zwei sich optisch fast gleichenden, jungen Frauen, die sich zufällig in der chinesischen Metropole Shanghai treffen. Der außergewöhnlichen Begegnung erst kaum Beachtung schenkend, leben die beiden Frauen ihr Leben weiter, bis sie drastische Veränderungen schließlich dazu veranlassen, den Kontakt wieder aufzunehmen. Der anschließende Tausch der Identitäten weckt Hoffnung und ermöglicht die Realisierung von lang ersehnten Träumen. Der Weg der Selbstfindung und die respektive Suche nach einem Platz in der Welt wird jedoch jäh unterbrochen.
Der fatale Höhepunkt ist gleichermaßen erschreckend wie auch in seiner schicksalhaften Konsequenz fast befriedigend. Als wäre auf der einen Seite eine grausame Notwendigkeit eingetreten, die auf der ihr gegenüberliegenden Seite Erlösung ermöglicht.

Das Buch erzählt die Erlebnisse der beiden Protagonistinnen teilweise so detailgetreu, dass man autobiographische Bezüge vermuten kann. Besonders gelungen sind die atmosphärisch dichten Beschreibungen der Stadt Shanghai und der Gefühlswelt, die solch eine Megalopolis evoziert. Surreale und - im positiven Sinne - schwindelerregende Impressionen werden vermittelt.
Die Autorin Zoe Ann stammt selbst aus China und hat erst später ihre Heimat in Deutschland gefunden. Aus dieser Biographie heraus ist der Leser angeregt, kulturelle und philosophische Unterschiede, die bis in basale Kategorien des Denkens hineinreichen, selbst zu interpretieren. Exemplarisch dafür ist der scheinbar allem zu Grunde liegende unerschütterliche Pragmatismus, der von einigen Charaktären des Buches an den Tag gelegt wird. Dies gepaart mit dem rigoros materiellen, kapitalistischen Denken rüttelt den Leser wach und deutet mit einer eisigen Hand auf eine Welt, die der mitteleuropäischen fremder nicht sein könnte. Die Abwechslung zwischen melancholisch-bittersüßer Schilderung der Stadt Shanghai sowie den Schauplätzen des Buches und dem - aus europäischer Sicht - unterkühlten, jedoch authentischen Verhalten einiger Charaktäre ist spannend und wirkt eindrucksvoll.
Die Autorin spielt gekonnt mit Symbolik und erzeugt dadurch angenehme Reminiszenz.

Der Erzählrhythmus des Buches ist gleichmäßig und angenehm, die Gliederung und Abfolge natürlich und überzeugend.

Besonders interessant ist Schwungfeder für die Leser und Leserinnen, die ihren kulturellen Horizont um eine authentische Perspektive einer fremden Lebenswelt bereichern wollen. Es werden Einblicke angeboten, die sich jenseits des Alltäglichen und zum X-ten Mal in der Literatur Recycelten befinden.
Sehr zu empfehlen.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 21. Juni 2014
Selten hat mich eine Geschichte so emotional berührt und mitgenommen. Es beinhaltet alles, was einen großen Roman ausmacht. Unvergessliche Charaktere, die einem so nahe kommen, als würde man sie persönlich seit langem kennen, eine faszinierende und wunderbar gefühlvoll umgesetzte Geschichte, die von einer Spannung getragen wird, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Tatsächlich hat mich dieses Buch um meinen Schlaf gebracht, denn ich habe ununterbrochen gelesen. Und das passiert mir nur sehr sehr selten. Ein Kauf der sich für mich gelohnt hat. Das Buch erhält einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Juni 2014
Ein Buch, das eine Atmosphäre erzeugt und Dich einfängt. Es stößt auf angenehm subtile Art Fragen an, die manch einer zu umgehen versucht, weil sie an den Urzweck Deines Lebens heranreichen. Zoe Ann gelingt es, schonungslos und klar eine Welt, ihre Heimat in China, aus der Perspektive zweier völlig unterschiedlicher Frauen darzustellen - bar jeglicher Klischees. Die Konflikte, die das Aufprallen beider Leben hervorruft, spiegeln wider, wie schwer die Definition „Lebensglück“ fällt. Man würde dem Buch keinen Gefallen tun, würde man es als Roman kategorisieren: Der leichte philosophische Hauch würde so keine Würdigung erhalten. Absolut empfehlenswert.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 6. Juli 2014
Beim Lesen eines Buches habe ich mir angewöhnt, den Schluss vorweg zu lesen. Bei diesem Buch habe ich das zum ersten Mal bereut. Damit habe ich mir viel Spannung genommen.

Die Idee der Autorin, zwei junge Frauen im Wechsel erzählen zu lassen, hat mir gut gefallen. Deren Geschichten haben mich von Anfang an interessiert und neugierig bis zum Ende weiterverfolgen lassen. Dass die beiden Roman-Hauptfiguren gleich aussehen, hat mich inspiriert über die Möglichkeit nachzudenken, was wäre, wenn wir an verschiedenen Orten gleichzeitig leben könnten. Mit den dazugehörigen Chancen und Grenzen. Spannende Vorstellung.
Da ich selbst schon ein paar mal in China war, habe ich einiges wiedererkannt. Das quirlige, schillernd bunte und laute Treiben in Shanghai, das beschaulichere Leben außerhalb der Großstädte im Landesinneren und die Armut, der man auch begegnen kann.

Ich habe den Roman in ganz kurzer Zeit durchgelesen, habe mich von der Geschichte berühren lassen und empfehle sie sehr gerne weiter.
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am 27. Juni 2014
Ursprünglich hatte ich an die chinesische Version des "Doppelten Lottchen" o.ä. gedacht. Aber weit gefehlt. Die Geschichte ist spannend und immer wieder überraschend. Der Autorin ist es gut gelungen, die Darstellung der beiden Welten mit einander zu verknüpfen. Das Buch wirkt sehr realitätsnah.
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am 28. Dezember 2014
Dieser Roman hat es in sich. Wieder einmal hat sich für mich bestätigt, wie gut ist, unbekannte Autoren zu lesen. Diese Geschichte gehört unbedingt dazu. Bitte mehr von dieser Autorin!!!!
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am 21. Juli 2014
entweder liegt es an der Übersetzung, oder ein Schüler aus der der Mittelstufe hat das Buch geschrieben.
Obwohl die Geschichte inhaltlich interessant sein könnte ist es so holperig ... einfach sehr schlecht geschrieben und verdirbt so
das Lesevergnügen .
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am 27. Juni 2014
Ein schönes Buch ... Ungewöhnlich mal etwas anderes ... Empfehle es sehr gern weiter ... Habe es in einem Rutsch durchgelesen...
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am 21. Juni 2014
Eine neue Autorin am Self-Publishing Himmel. Und – meine Erwartungen wurden übertroffen!
Wer glaubt, die Self-Publishing Schiene ist für Schnellschüsse geeignet mag richtig liegen, aber Zoe Ann hat mit SCHWUNGFEDER einen durchdachten, intelligenten Roman vorgelegt, der einen bis zum Ende fesselt. Obwohl er im Wesentlichen in China spielt, kommen einem die Charaktere vertraut vor, angefangen bei den beiden Protagonistinnen, bis hin zu den Nebenfiguren. Auf den ersten Blick ein wenig ungewohnt ist die bildhafte Sprache der Autorin, die man aber im Laufe der Lesezeit nicht mehr missen mag!
Weiter so! Ich bin sehr auf den Nachfolger gespannt, den es hoffentlich bald geben wird!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. Oktober 2014
In diesem Erstlingswerk scheint die Autorin sich doch zu hohe Ziele gesetzt zu haben. Der Versuch zweier Selbstfindungsgeschichten, dazu die Schilderung unterschiedlicher Milieus, etwas chinesische Zeitgeschichte und landeskundliche Informationen ergeben für meinen Geschmack in diesem Fall leider keinen gelungenen Roman. Die Geschichte zieht sich teilweise so, dass es mir schwer fiel, doch noch weiter zu lesen. Leider erfüllte sich meine Hoffnung, dass aus der Idee des Rollentausches noch etwas Tolles erwachsen würde, nicht.
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