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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
3
3,7 von 5 Sternen

am 3. August 2014
Das Buch geht schon so ziemlich am Anfang damit los, dass eine Prostituierte auf dem Weg vom Grundstück des Drogen-Bosses (a.k.a. der männliche Protagonist) erschossen wird. Unser männlicher Hauptcharakter findet das nicht weiter schlimm. Ist halt so in seiner Welt. Das mag zwar sein, aber damit wird er für mich nicht unbedingt sympathischer. Die weibliche Hauptfigur ist einem am Anfang schon sympathisch und man meint auf den ersten Seiten noch, dass sich hieraus eine gute Geschichte entwickeln könnte. Dem ist leider nicht so. Die Protagonistin wird auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann entführt und gerät vom Regen in die Traufe. Je nach Standpunkt aus eventuell auch von der Traufe in den Regen, denn die Entführer, allem voran unser männlicher Protagonist, können ihrer Ansicht nach nicht so schlimm sein wie ihr Mafia-Boss-Ehemann. Die Entführer selber erwarten sich Vorteile beim Drogenhandel, indem sie den Ehemann der Entführten mit ihr unter Druck setzen.

So weit so gut. Dann geht es aber Seite um Seite weiter mit Situationen von denen man sich fragt, wie hier eine Liebesbeziehung entstehen kann. Das lässt sich psychologisch gesehen meines Erachtens nicht einmal über das Stockholm-Syndrom erklären. Er ritzt ihr munter seinen Namen in den Rücken (als kleines Geschenk für ihren Ehemann). Reue zeigt er dabei nur, weil er einmal als Lektion für den unkooperativen Mafia-Ehemann der Entführten doch etwas tiefer ritzen muss und damit die wunderschöne Symmetrie der Narben stört. Häh?????? Übertroffen wird das ganze dann nur noch von der Mutter der Protagonistin, die dem Entführer in dessen tiefsten Inneren einen als einen guten Menschen wahrnimmt. Wie bitte? Ich habe leider nichts lesen können, woraus sich dies erklären ließe. Allenfalls aus seiner angeblichen "Gangster-Ehre". Aha.

Ich geben zu, nach etwa 50% des Buches konnte ich es nicht mehr aushalten und habe den Rest nur noch überflogen. Vielleicht habe ich die Charakterentwicklung auch einfach überlesen, aber der Weg einer Person, die es zulässt, dass teilweise wahllos Menschen auf ihrem Grundstück erschossen werden zu einem adäquaten Partner in einer gesunden Beziehung ist hier nicht gelungen. Zumal ich nicht wirklich Reue gefunden habe.
Das Potential war da, aber ich hätte mir ehrlich gesagt gewünscht, die Protagonistin wäre mit ihren Eltern aus dem Land geflohen und hätte sich ihren eigenen Weg gesucht - ohne störende psychisch gestörte männliche Kriminelle.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Juni 2014
Achtung, Dirty Angels ist ein Spin Off der The Artists Trilogy

Als Luisa sich dazu bereit erklärt hat, Salvador Reyes zu heiraten, wollte sie damit eigentlich nur sich und vor allem ihren Eltern ein besseres Leben ermöglichen. Schließlich reicht das Geld hinten und vorne nicht mehr, seit ihr Vater an Alzheimer erkrankt ist und ihre blinde Mutter diese Last kaum noch schultern kann. Luisa wusste von Anfang an, dass Salvador kein guter Mensch ist, aber wenigstens kann sie durch ihn für ihre Eltern sorgen.
Doch sie hatte keine Ahnung, worauf sie sich da wirklich eingelassen hat. Denn Salvador ist niemand anderes, als der Boss des mächtigsten Drogenkartells ganz Mexikos. Für ihn ist Luisa nichts weiter, als ein hübsches Gesicht, das er seinen Geschäftspartnern zeigen und Zuhause misshandeln kann. In nur drei Monaten ist Luisa am Ende ihrer Kräfte - und versucht zu fliehen.
Tatsächlich gelingt es ihr auch, sich in den Dschungel um Salvadors Anwesen durchzuschlagen. Doch kaum in der Freiheit, wird sie auch schon wieder aufgegriffen. Doch nicht von Salvadors Leuten. Stattdessen hat sich ein anderer Drogenboss die schöne, junge Ehefrau des Reyes Kartells unter den Nagel gerissen: Javier Bernal.
Javier hat große Pläne für seine Organisation und Luisa ist das perfekte Druckmittel, Salvador eine seiner Importquellen abzunehmen. Doch Luisa ist nicht das einfache Opfer, das er erwartet hat und macht seinen Erpressungsversuch zu einem Kräftemessen. Und bald schon stellt sich die Frage, wer hier wessen Willen brechen wird...

Dirty Angels von Karina Halle ist ein Buch, vor dem ich mich ehrlich gesagt ein wenig gefürchtet habe. Nachdem ich Javier in The Artists Trilogy kennengelernt habe, hatte es damals keine fünf Seiten gedauert und ich habe ihn aus tiefster Seele gehasst. Wie kann also ein Buch aus seiner Sicht für mich (und viele, viele andere Leser, denen es ähnlich erging) also funktionieren? Wie sich herausstellte erstaunlich leicht.
Denn zu meinem absoluten Horror musste ich im Laufe des Buches feststellen, dass ich mich Javier gegenüber erweichen ließ. Ich habe mich wirklich dagegen gewehrt, aber irgendwie hat er mich am Ende doch gekriegt. Das liegt in erster Linie daran, dass Dirty Angels zumindest in Teilen aus seiner Perspektive geschrieben ist. Javier ist immer noch derselbe Psychopath, den wir in Sins & Needles kennengelernt haben und seinem Charakter im Großen und Ganzen treu geblieben. Aber wenn man sich in seinem Kopf befindet, ergeben viele seiner Handlungen auf morbide Weise plötzlich Sinn.
Eines sollte man sich deshalb am besten gleich aus dem Kopf schlagen - nämlich, dass Dirty Angels eine simple Liebesgeschichte ist. Es erwartet den Leser definitiv keine nette, kleine Romanze. Javiers Welt ist knallhart und er selbst spielt ganz vorne mit. Es gibt gleich mehrere ziemlich brutale Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. Deshalb liegt es dieses Mal tatsächlich eher an der Gewalt, als an den Sexszenen, dass ich dieses Buch nicht für Leser unter 18 Jahren empfehlen würde. Doch auch viele der erotischen Szenen haben es in sich. Sex und Gewalt liegen in Dirty Angels nah beieinander, was aber sehr gut funktioniert.
Doch das Buch lebt nicht nur von Javiers seelischen Abgründen. Luisa kann sich als Charakter absolut gegen ihn behaupten. Tatsächlich ist es ihr zu verdanken, dass mich dieses Buch von Anfang an fesseln konnte. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die aufgrund ihres Aussehens immer unterschätzt wurde. Luisa hat eine sehr ruhige Art, hinter der aber ein feuriges Temperament schlummert. Wie sie sich und diese verzwickte Situation und ihre Kidnapper handhabt hat mir sehr gut gefallen und sie hat eine Menge Respekt dafür verdient.
Karina Halle gibt sich viel Mühe, die Schattenseiten Mexikos darzustellen und spinnt damit eine sehr spannende, dichte Geschichte. Zwar handelt Dirty Angels primär von Javiers und Luisas persönlicher Entwicklung, trotzdem spielen die Kartelle, Kriminalität und Mexiko selbst ebenso eine sehr gewichtige Rolle.

Einen halben Stern musste ich allerdings abziehen. Nicht etwa wegen Javier, sondern weil Luisa eine gewisse Entwicklung durchmacht. Die ist im Grunde auch sehr glaubhaft gelungen. Dennoch ist der letzte Sprung dann doch etwas zu plötzlich und extrem geraten. Mit dem Endergebnis bin ich zwar zufrieden, etwas gradueller hätte das aber dennoch geschehen können..

Insgesamt konnte mich Dirty Angels von Karina Halle aber dennoch sehr positiv überraschen. Nein, Javier ist immer noch nicht mein Lieblingscharakter und wird es auch nie werden. Aber das muss er auch gar nicht. Er ist faszinierend genug, um der "Held" dieser Geschichte zu sein. Wer eine spannende und schonungslose Story will, bei der aber auch die Gefühle nicht zu kurz kommen, dem kann ich Dirty Angels nur ans Herz legen. Starke Nerven sollte man wie gesagt aber dennoch haben und mit Folter, Gewalt und etwas härterem Sex klar kommen.

Dirty Angels kann übrigens alleinstehend gelesen werden, auch wenn man The Artists Trilogy nicht kennt. Außerdem ist die Geschichte der Bernals noch nicht ganz vorbei. In Dirty Deeds und Dirty Promises, die ebenfalls einzeln gelesen werden können, werden wir bestimmte Charaktere der Familie wiedersehen.
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am 27. August 2015
Nach dem Klappentext und der Warnung, nichts für schwache Gemüter, hatte ich doch etwas Respekt vor diesem Buch, aber ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen, war spannend und ich muss die nächsten Teile auch noch unbedingt lesen! Luisa ist ein sehr starke, und dabei liebevolle Person und ich habe starken Respekt vor ihr, was sie alles für ihre Eltern getan und wie sie die Behandlungen ihres Mannes überstanden hat! Salvadore kommt richtig fies rüber, Javier jedoch hat mir von Anfang an gefallen und ich fand sein Verhalten Luisa gegenüber teilweise richtig süß! Ich hätte echt schlimmeres erwartet, aber es war gut so wie es ist! 5 Sterne von mir!
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