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am 4. Februar 2017
"Grand Piano" ist nicht nur ein im wahrsten Sinne des Wortes großer Titel, sondern er passt obendrein nahezu perfekt zum Film, denn trotz aller Dialogpracht zwischen Cusack und Wood, ist er, der er sich spielen lässt, der eigentliche Star des Werkes: der Flügel!

Die über weite Strecken wenig logische, vielmehr recht konstruierte Symphonie der Angst beginnt, doch da ich stets ein Gefühlsmensch bin, entziehe ich dem Werk mitnichten seinen fünften Stern, denn mögen Ungereimtheiten auch entstehen, entstand in meinem Falle insgesamt ein hervorragender Eindruck. Sollte jemand die Wertung somit für nicht gerechtfertigt halten, so kann ich jener Person diesbezüglich bedauerlicherweise keineswegs behilflich sein - und vernichtende Kritiken existieren bei DIESEM Film nun wirklich zur Genüge.
Im Rahmen des Klappentextes heißt es, es handle sich um eine Mischung aus Argento, De Palma und Hitchcock und mögen selbige Ankündigungshöhepunkte auch weit hergeholt erscheinen, wirken sie auf mich dennoch nicht gänzlich aus der Luft gegriffen.
Die Titelsequenz bereits bedrohlich untermalt und in ihren musikalischen Mordansätzen, wenn man sie so zu nennen gewillt ist, erinnert sie mich nostalgischerweise ein wenig an die Columbo-Episode "Mord nach Takten", obgleich es sich auch um einen Zufall handeln kann.
Gar das faszinierende Innere eines Flügels ist zu sehen, beinahe zur Hauptfigur werdend, denn das Werk LEBT von ebendiesem klanglich so erhabenen Instrument der Liebe - oder des Hasses, wenn der Protagonist von Elijah Wood einen spielerischen Fehler begeht, doch dazu kommen wir später.
Er ist ein Starpianist, wie er jedoch seit Jahren nicht mehr vor Publikum spielte, ja eben dieser Abwesenheit wegen, ist seine Gattin gewillt ihn wieder an einer öffentlichen Klaviatur Hand anlegen zu lassen, des Mannes Fingerspitzengefühl drohe sonst einzurosten.
Seine Herzdame ist ebenfalls ein Geschöpf des Berühmtseins, allerdings auch noch gegenwärtig, was sich in erster Linie auf kinematographischer Ebene widerspiegelt - ich fühle mich, als seien es diese Film-im-Film-Filme, die mich zunehmend zu verfolgen scheinen...
Mehr oder weniger gegen seinen Willen entsteht sein großer Abend, auf welchen er sich nur sehr schwer nervlich vorzubereiten imstande ist, selbstverständlich wird er im Vorfelde auch gefragt, ob er nervös sei, was natürlich allzu förderlich sein dürfte für sein Glück.
Die Rede ist zudem vom "unspielbaren Stücke", ein Werk wie nur ein Meister seines Fachs ihm gerecht wird - wenn überhaupt.
Gewünscht wird ihm von mehreren Seiten Hals- und Beinbruch, als Sprichwort versteht sich, doch wörtlich genommen wäre es ihm tatsächlich lieber zum gegenwärtigen Zeitpunkt - alles sei angenehmer als aufzutreten, zumal am selben Flügel, der damals sozusagen zum falschen Tone führte...
Versagensängste und Lampenfieber prägen nunmehr die innere Unruhe unseres Pianisten, auch die Zeit wird zu seinem allgegenwärtigen Feindbild großen Unbehagens, der Saal bereits gefüllt und er noch so unentschlossen - noch ist ihm nicht bewusst, dass im Publikum auch ein ganz gewisser Jemand platzgenommen hat, der ihn, spielt er auch nur eine falsche Note (!), umzubringen droht...
Wer sich für Phänomene des Nervösseins, für Druck, Angst, sagen wir "Unannehmlichkeiten" interessiert und diese hautnah beobachten möchte, sich schlicht und ergreifend mit dem menschlichen Verhalten in extremen Stresssituationen zu beschäftigen gedenkt, für den ist der Film wahrlich ein Juwel - gleichwohl wir über dessen "Realismus" trefflich streiten könnten, da ließe sich sicher einiges finden, das man drehbuchtechnisch noch geschickter hätte lösen können...
Zunächst scheint Wood die Drohung für einen makabren Scherz seiner ihn nach Jahren wieder willkommen heißenden Kollegen zu halten, doch es verbirgt sich in der Tat mehr dahinter.
Der Scharfschütze dosiert seine warnenden Aussprüche zunächst nicht, sondern treibt die seelische Grausamkeit vergnügt auf die Spitze, dabei bleibt er stets diplomatisch-ruhig und leise, formuliert sehr hübsch und ist erst später ein wenig aus der Fassung zu bringen.
John Cusack ("Adult World") stellt für die Rolle des Unruhestifters die ideale Besetzung dar, wir erfahren hinsichtlich seines Protagonisten zwar wenig bezüglich dessen Tatmotivationsbild, doch das ist auch nicht immer zwingend notwendig, zumindest NOCH nicht.
Der Pianist steht unter vollkommener und allgegenwärtiger Beobachtung, seine Gemahlin befindet sich unwissenderweise in Gefahr, die Waffe des nun den Ton angebenden Mannes ist faszinierend leise und präzise, jeder verpasste Spieleinsatz an den Tasten, jedes Fehlen von Konzentration, würde nicht nur seine makellose Darbietung musikalischer Kunst beenden, sondern gleichsam sein Leben und unter Umständen jenes der Lebensgefährtin, sofern wir Cusack Glauben schenken.
Jeder Finger ist darauf angewiesen, einem grenzenlosen Agilsein zu dienen, gar Perfektion an den Tag zu legen und derweil ist sozusagen der Tod sein Publikum.
Dem Pianisten gelingt es - was auch merkwürdig wäre - während des Spielens nicht (direkt), einen Freund zu erreichen, denn dessen Freundin, wie sie ihn herumkommandiert, stünde einer Unterhaltung im eigentlichen Sinne im Wege, drum führt es den jungen Mann hinaus - doch nicht etwa ins Jenseits, oder?
Oh, wie schade, bedauerlicherweise womöglich doch...
Die originelle Handlung ist für Hochspannung prädestiniert, nicht dass es ihr immer allzu sehr gelingen würde, doch das Potential ist vorhanden, erzeugt zudem durchaus eine gewisse Atmosphäre.
Ein geschickter Einsatz von Splitscreentechnik etwa, ermöglicht nach klassischer De Palma Manier das, was ich mir im Thriller-Genre vorzustellen vermag.
Etwas albern muten später die Geschehnisse "von oben" an, auch das Ende nimmt sich das Recht, so frei zu sein, in eine etwas unglaubwürdige Richtung zu gehen, doch glücklicherweise sind wir noch lange nicht dort angelangt.
Zuweilen verkauft sich Cusack sozusagen als Retter und Heldenfigur, tut eher als sei es die Frau des Pianisten, die diesen zerstöre, wo doch er, der er in Bälde Geschichte schreiben soll, der eigentliche Herr aller Geniestreiche sei.
Während jemandem sozusagen die Kehle geteilt wird, folgt ein sehr geschickter Schnitt, direkt hin zu einem Streichinstrument, welches ebenfalls sehr scharf schneidet - SO stelle ich mir kunstvollen filmischen Umgang mit unschönen Morden vor, auch wenn diese stilvollen Ansätze prätentiöser wirken als sie es sein mögen, nun gut, grandios genug für ein Lob, ist dieser Szenenwechsel allemal, zweifelsohne einer der Höhepunkte.
Während unser aufgrund aller Geschehnisse wenig erfreuter Pianist nun endlich eine Pause "genießt", trifft er u.a. auf seine Frau, ZUGLEICH auf den Handlanger Cusack's.
Der das Verbrechen geplant habende Mann möchte Geschichte schreiben, so viel steht zweifelsfrei fest, selbst der Flügel scheint mehr Tasten zu haben und wir werden in nicht allzu ferner Bälde in Erfahrung bringen dürfen, weswegen dem so ist.
Des Weiteren verhält es sich so, dass sich unser Cusack als das versteht, was man als einen kreativen Visionär bezeichnen würde, ein Künstler der mitnichten das Werk anderer wiedergibt (was aber auch Kunst sein kann), sondern etwas Ureigenes erschafft.
Der Pianist scheint fortan nicht mehr zu bremsen zu sein, doch inwieweit der Schlosser innerhalb des Flügels "seine Spuren" hinterließ, wissen wir bislang noch nicht - wird das Stück womöglich doch erstmals als vollendetes Kunstwerk vor- und aufgeführt worden sein und wäre ein winziger Fehler überhaupt zu bemerken?
Wie dem auch immer sei, war Cusack jedenfalls mysteriöserweise sehr lange Zeit über nicht zu sehen, wir wissen zwar ob seiner Identität beziehungsweise Existenz, haben allerdings noch kein konkretes menschliches Bild vor Augen.
In einer ergreifenden, fast schon einem John Woo zu Ehre gereichenden Kombination aus opernhafter Schönheit und nackter Bereitschaft zur Gewaltanwendung, neigt sich das "Spiel" langsam seinem Ende, Emma (Ehefrau des Pianisten) gibt sich währenddessen der Gesangskunst hin und ihr mögliches Unglücksschicksal bleibt ungewiss - nichts ist sicher, nichts von vollkommener Klarheit geprägt, doch das Rätsel das kein Rätsel ist, wird mehr oder weniger aufgelöst...

Das Ende ergibt sich zwar weitestgehend im Zuge sinnentstellten Unfugs, aber auf der anderen Seite thematisiert es irgendwo auch gekonnt, wie die Aufmerksamkeit einer Zuschauerschaft auf ein bestimmtes Ereignis gerichtet sein kann, sodass währenddessen freie Bahn für andere Missetaten entsteht.
Des Pianisten Künstlerseele verlangt nach einem etwas "klavierlastigen" Ende danach, die fehlenden Takte, inzwischen auf einem demolierten Flügel, der sich in einem desolaten Zustand befindet, doch noch zu erleben.
Und mag die Musik auch nun ihrer "Flügel" beraubt worden sein, so sind es die letzten Takte, die gleichsam für das Ende eines trotz gewisser Mängel magisch guten Films stehen, wie ich ihn zwar nur eingeschränkt und bedingt weiterempfehle, jedoch sehr schätze.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 18. Mai 2014
Der von Lampenfieber geplagte Ausnahme-Pianist Tom Selznick hat nach Jahren der Abwesenheit wieder einen Auftritt.
Zuletzt scheiterte er mit einer als unspielbaren geltenden Symphonie seines Mentors.
Nach dessen Tod möchte er nun selbigen Ehren und einige andere Stücke von ihm spielen.
Aber es kommt anders als gedacht.
Ein Mann gibt ihm via Nachrichten in der Partitur und später via In-Ear Ohrhörer Anweisungen.
Befolgt er selbige nicht wird Tom's Frau, die auch im Publikum sitzt, erschossen.
Nun muss Tom sich etwas einfallen um ihr Leben zu retten und dabei muss er unter anderem darauf achten keine Note falsch zu spielen denn das ist die Hauptforderung des Mannes.
Zu allem Überfluss muss er dann auch noch die unspielbare Symphonie spielen........

Naja...dieser Thriller erinnert in weiten Teilen an "Nicht Auflegen" mit Colin Ferrell.
Nur das Grand Piano zu keinem Zeitpunkt die Klasse und den Thrill von diesem erreicht.
Das ganze ist etwas zäh und langatmig geraten.
Die Dialoge wirken etwas hölzern und die ganze Story konstruiert und lahm.
Es fehlt einfach das gewisse etwas und schöne klassische Musik alleine trägt den Film leider nicht.
Mit dabei sind u.a.: Elijah Wood, John Cusack und Dee Wallace.
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am 18. Januar 2015
Elijah Wood kann nicht nur einen Hobbit spielen.
Er stellt, für mich überzeugend, einen Pianisten dar. Der von einem verrückten (John Cusack) erpresst wird, ein unspielbares Stück auf dem Klavier zu spielen, das er bis jetzt noch nie fehlerfrei gespielt hat. Wenn er sich verspielt oder weigert wird seine Frau erlegt. Wozu das Ganze? Dafür müsst ihr schon den Film schauen.
Der Film wird komplett von dem Schau- und Klavierspiel von Elijah Wood getragen. John Cusack hat sehr wenig Zeit auf der Leinwand und bevor er richtig anfangen kann zu spielen, ist er auch schon wieder weg, schade, da wäre mehr drin gewesen.

Trotz allem ist es ein solider Thriller, der die gesamte Spielzeit spannend bleibt.
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am 2. Januar 2016
Nun, wer Klavier spielt, wird wissen das das so nicht funktioniert. Noten lesen und gleichzeitig lesen, bei einem Konzert mit extremer Angst vor auftritten.

Davon abgesehen ist der Film spannend und interessant, und auf jeden Fall es wert gesehen zu werden.
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am 21. Januar 2016
Watched the movie in English and I enjoyed it a lot! I actually loved the voice play of Cusack and of course the performance of Elijah is breathtaking!
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am 2. Juni 2014
Und das ist es auch, was mich bis zum Schluss am Ball gehalten hat.
Elijah Wood war für mich nicht unbedingt der Magnet, der mich dazu brauchte, den Film zu schauen - ich bekomme bei ihm einfach nicht diesen "Der Ring muss in diesen heißen Krater und ich leide" Blick aus dem Kopf; auch, wenn ich seiner schauspielerischen Leistung damit Unrecht tue.
Eine gute Wahl also vom Regisseur, dass Wood auch in diesem Film so schön leiden darf. ;)
Zur Handlung hatte ich auf ein wenig mehr Action gehofft - bei der Kurzbeschreibung musste ich an eine Kurzgeschichte von King denken, in der einem Mann dadurch das Rauchen abgewöhnt werden soll, dass immer, wenn er sich heimlich ein anzündet, seiner Frau etwas zustößt ... aber diese Richtung ist von Grand Piano meilenweit entfernt; die Freigabe ab 16 täuscht hier dann doch ein wenig.
Statt dessen wird hier die Spannung durch das Klavierspielen getragen, das somit gleichzeitig Soundtrack und als Untermalung der Stimmungen / Spannungsbögen, aber auch als eigentliches Hauptelement dient.
Und diese Verknüpfung ist so gut gelungen, dass es von mir vier Sterne gibt.
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am 3. April 2014
In "Grand Piano" lernt Elijah Wood was es heißt, Lampenfieber auf der Bühne zu haben. Eigentlich schade dass es "Grand Piano" nur in wenige Kino’s, und auch hierzulande nicht in die Kino’s geschafft hat. Den "Grand Piano" ist das beste Beispiel dafür, wie man eine simple Story clever, effektiv und mit Stil umsetzen kann.

Der Film handelt von Tom Selznick (Wood), der nach 5 Jahren wieder einen großen Auftritt plant. Der leidenschaftliche Konzertpianist ist sichtbar nervös und das zurecht; im Publikum sitzt nämlich ein bewaffneter Unbekannter, der von Tom verlangt eines der schwierigsten Stücke zu spielen. Macht er einen Fehler, stirbt seine Frau. Beim zweiten Fehler soll der Pianist selbst dran glauben. Wohin das ganze führt, erfahren wir erst in letzter Sekunde…
Zugegeben, die Handlung erinnert ein wenig an "Phone Boot" (2002). Hier wird der Terror aus der Telefonzelle in einem Theater, voll mit klassischen Musikliebhabern, übertragen. Regisseur Eugenio Mira punktet auch diesmal wieder mit Optik. Kinematographie, Schnitt und Kameraführung sind ein wahrer Augenschmaus und sorgen im allgemeinen für Spannung. Auch die passende (meist klassische) Musik trägt zur düsteren Stimmung bei. Wenn z.B in einer Mordszene von einer eingesetzten Waffe plötzlich nach einem speilenden Instrument geschnitten wird, wirken die morden fast schon künstlerisch inszeniert. Viel Blut oder Leichen gibt es zwar nicht, aber Bild und Sound sind aussagekräftig genug.

Loben muss ich auch die Dialoge, die mit ihren Andeutungen, den Film einen leicht Schwarzhumorigen Unterton verleihen, was der Unterhaltung nur zum guten kommt.
Elijah Wood gibt als Pianist alles. Auch John Cusack, Kerry Bishé und andere Nebendarsteller wirken in ihren Rollen überzeugend, und tragen somit am Spannungsbogen bei.

"Grand Piano" erinnert an Hitchcock oder Brain de Palma. Filme wie sie heute nur seltener gemacht werden.
Auch wenn ich selber kaum Ahnung von klassischer Musik habe, konnte mich der stilvolle Thriller fesseln und unterhalten.

Neben guten Kritiken, war das Publikum bis jetzt geteilter Meinung. Vielleicht weil der Film in einigen Foren und VOD-Diensten als Horror eingestuft wurde. Teils zurecht, aber - wie ein Vorredner schon gesagt hat - könnte man den Film besser als klassischen Thriller beschreiben. Für wen sich dass jetzt zu langweilig anhört, sich aber doch für einen musikalischen Horrorfilm interessiert, könnte das Slasher-Musical "Stage Fright" (2014 - kein Remake von "Deliria") eine nette Alternative bieten. Dennoch würde ich von diesen spannenden und unterhaltsamen Thriller nicht abraten.
"Grand Piano" zeigt mir wieder, das nicht nur ein guter Plot einen Film ausmacht, sondern auch die Umsetzung. Und alles wurde hier Visuell, Musikalisch und Schauspielerisch toll umgesetzt.

4/5 Sternen: Ein "klassischer" Thriller im wahrsten Sinne des Wortes.
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am 9. Mai 2014
Wer schonmal auf einer Bühne war und etwas vor Publikum ohne Begleitung vorspielen musste, kennt das Gefühl: Licht in den Augen, leicht Schwitzige Hände, ein Raum voller Erwartungen und ein Klops im Magen, der einen daran erinnert das man sich gleich sehr leicht blamieren könnte. Man kann sich also gut vorstellen, wie viel schlimmer das Lampenfieber für Pianist Tom Selznick, gespielt von Elijah Wood, sein muss. Vor 5 Jahren hatte er auf der Bühne einen Aussetzer beim versuch, ein 'unspielbares' Stück aufzuführen. Nun, nach 5 Jahren Pause, spielt er wieder vor großem Publikum, als Hommage an seinen kürzlich verstorbenen Mentor und auf dessem privaten Klavier. Trotz seiner Nervosität verläuft der Abend gut - bis er fremde Nachrichten auf seinen Notenblättern findet, die sich bald als sehr ernste Drohung herausstellen.

Grand Piano ist kein besonders langer Film, was aber auch nicht notwendig ist, denn das Tempo der Erzählung ist selber ein wenig wie die gebotene Musik: Ein schneller Anfang, spannender Mittelteil, der sich nach und nach zum Finale hin aufbauscht.
Das Grundgerüst der Geschichte ist zwar nicht unbedingt neu, doch durch die Umsetzung und vor allem die großartige Schauspielerische Leistung wird soviel Spannung aufgebaut, dass man mitfiebert. Elijah Wood zeigt hier wieder, dass er sehr gut Rollen spielen kann, die unsicher und verletzlich sind - und hinzu kommt dass er auch selber sehr gut Klavier spielt.

Für Fans von gut gemacht Thrillern und für Fans von Klaviermusik oder klassischer Musik allgemein ist Grand Piano ein sehr empfehlenswerter Film.
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Wenige Filme überraschen mich wirklich und leider ziehen mich auch immer weniger sofort in ihren Bann. "The Grand Piano" zählt zu den wenigen Streifen, denen das schon nach ein paar Minuten gelang.

Inhalt

Tom Selznick (Elijah Wood) - ein berühmter Pianist - wurde vor Jahren von einem akuten Anfall von Lampenfieber heimgesucht als er "das unspielbare Stück" wiedergeben wollte. Diese Peinlichkeit verfolgt ihn seit Jahren. Er vermeidet es, wieder aufzutreten.

Endlich wagt er das Comeback. Diesmal verfliegt sein Lampenfieber schnell, denn er wird ganz real mit dem Tode bedroht. "Spiel eine falsche Note und Du stirbst". Und der Unbekannte scheint nicht zu spaßen.

Meinung

Der Film mag vielen nicht gefallen (da bin ich mir sicher und man liest es aus den Rezensionen), man sollte ihm aber wirklich eine Chance geben.

Elijah Wood gefällt in einer ungewohnten Rolle, die das "Nicht Auflegen" Szenario auf einen Konzert Pianisten während der Vorstellung überträgt.

Mich faszinierte, wie der Film seine "Spannungsquelle" verschiebt. Von der Frage, nach der realen Gefahr der Bedrohung, zur Unklarheit über den Bedroher und seiner Motive. Letztendlich - was kann Tom schon tun, während er spielend am Flügel sitzt?

Das Ende (damit meine ich wirklich die letzten Minuten) empfand ich als schwächer gegenüber dem Rest des Films. Elijahs Performance (er und der "Unsichtbare" bleiben mehr oder weniger die einzigen wichtigen Akteure dieses Kammerspiels) überzeugt und macht den Film für mich zu einem netten kleinen Geheimtipp.

Am Ende des F1lms: ein bemerkenswerter Film mit kleinen Schwächen.

Wer diesen Film mochte, wird auch "Nicht auflegen" mögen.

Tipp zum Angucken der Trailer: wiedereinmal finde ich, verraten die meinsten zuviel. Wer maximal überrascht werden will, sollte nur meist so nach 30-40s aufhören zu schauen!

Meinungen zu Filmen sind absolut subjektiv. Ich versuche, ab und zu ein paar Filme aus der "Kiste" zu ziehen, die vielleicht bisher untergingen, aber doch "bemerkenswert" sind ("hilfreich" Bewertungen ermuntern mich, das weiter zu betreiben). Wer mehr zu meinem Geschmack wissen will (suchen Sie nach "Zerobrain filmkritiken").
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am 20. April 2014
Grand Piano richtet sich ganz klar an Fans die
a) sich gerne Thriller der "ruhigeren" Art anschauen mit wenig Kulissen Wechsel
b) an Fans von Klaviermusik...
Ich muss schon zu geben, dass der Film sehr gewöhnungsbedürftig ist und ich ihn nur angeschaut habe, wegen der hervorragenden Schauspieler die hier mitwirken. John Cusack bekommt der Zuschauer den ganzen Film über zu hören, sehen wird man ihn aber leider nur zwei Minuten. Die hier gebotene Idee kennt man zwar bereits aus anderen Filmen, nur diesmal wird einem ein anderer Schauplatz geboten. Grand Piano" ist sehr gut in Szene gesetzt aber war leider überhaupt nicht mein Fall. Ich kann mit der hier gebotenen Musik nichts anfangen, aber leider macht dies einen Großteil des Films aus. Spannung und Unterhaltung der anderen Art..

Pro:
- eine typische Story teilweise gut in Szene gesetzt
- beide Hauptdarsteller können überzeugen
-- der eine durch seine schauspielerische Leistung
-- und der andere durch seine Stimme, die dem Film einen gewissen Charme verleiht
- Blu Ray Umsetzung ist gelungen, Bild und vorallem Sound sind hervorragend

Contra:
- hat teilweise seine Längen
- einige Szenen wirken wie lieblosen Lückenfüller
- richtet sich eher an Klavierfans, oder Fans die ruhige Thriller bevorzugen
- Filmende ist sehr lasch und enttäuschend
- schwache, typische Charaktere
- Bonusmaterial, nur Kinotrailer

Bonusmaterial:
- Trailer

Fazit:
Der Film richtet sich zu sehr an Klavierliebhaber. Das finde ich leider sehr schade, man hätte den Film garantiert etwas unabhängiger in Szene setzen können, ohne aber das Merkmal "Musik" zu vernachlässigen!

Die Blu Ray kann natürlich voll punkten wenn es um den Sound geht, leider aber bietet sie nur einen Trailer als Feature.

- starke Darsteller, leider aber werden typische Klischees bedient und das Ende ist mehr als schwach und vorhersehbar inszeniert! Sehr schade...
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