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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
37
4,4 von 5 Sternen
Format: Vinyl|Ändern
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am 2. September 2014
Dies ist nicht nur musikalisch eine wunderwunderschöne Schallplatte, sondern auch optisch, haptisch, olfaktorisch und erlebnistechnisch: Die Ultra-LP mit zwei verschiedenen Anfängen für die zweite Seite, rückwärts gespielter erster Seite, Loops und hidden tracks und Hologramm...
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am 12. Juli 2014
...Jack White's Musik hat Seele, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es macht einfach Laune ihm zuzuhören. Alle Daumen hoch
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Das Album startet mit einem verzerrten Orgel-Riff in den klassischen 12-Bar-Blues „Three Women“, sehr gut. Song und Gesang könnten ein wiederentdeckter Beatles Outtake sein, die Instrumentierung und das Arrangement warten aber mit den mittlerweile typischen Jack White Bestandteilen auf: Überverzerrte E-Gitarre, röhrende Orgel, abgehalftertes Honky-Tonk-Klavier, sowie sehr viele gute Riffs und unvorhersehbare musikalische Fills. Es folgt der bluesrockige Titelsong des Albums „Lazaretto“ mit der Textzeile „My veins are blue and connected, every single bone in my brain is electric“, starker Song, der in der zweiten Hälfte etwas freier wird und dadurch ein klein wenig verliert, weil sich der Kreis nicht mehr schließt. „Temporary Ground“ ist mit Fiddle, Steel-Guitar und Akustikgitarre wie ein klassischer Countrysong instrumentiert. „Would you fight for me?“ eine Minioperette im Morricone-Sound wirkt wie prädestiniert als Soundtrack für den nächsten Tarantino-Film. Als nächstes das Instrumental „High Ball Stepper“, das schon vorab als Single veröffentlicht wurde, sehr gut, sehr eigen, fällt gar nicht weiter auf, dass kein Gesang dabei ist. „Just one drink“ könnte ein unentdeckter Buddy Holly Song sein, wie in den meisten anderen Songs des Albums singt White die Vocal-Harmonies gleich selbst. „Alone in my room“ ist akustisch und sehr klavierlastig, netter Song, könnte von den Everly Brothers sein. „Entitlement“ sehr folky mit Mandonline und stark verhallter Steel-Guitar. „That Black Bat Licorice“ dann wieder herausragend, sehr groovy, gute Riffs, Jack White als Sprechsänger. „I think I found the Culprit“ mit Harfe, Klavier und Steel-Guitar ist eine kleine, mit guter Musik unterlegte Geschichte. „Want and Able“, das Krähenstück, Jack White singt zweistimmig zur einfachen Klavierbegleitung, „who is the who, telling who what to do“.

Mit 11 Titeln und knapp 40 Min Spielzeit ist das Album knackig, hätte aber gerne 1-2 Songs mehr haben können. Es schießt stilistisch nahtlos an das Solo Debutalbum „Blunderbuss“ an. White hält das hohe musikalische Niveau und scheint nun endgültig seinen Signature-Sound gefunden zu haben.
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am 13. August 2014
Es ist zu dieser LP schon viel geschrieben worden, deshalb erspare ich mir Wiederholungen
und / oder weitere Rezessionen zu den Songs und zum Musikstil usw.

Aber, da ich nun 2 Exemplare gekauft habe (beide nagelneu und eingeschweißt), möchte ich
alle Käufer ein wenig in puncto Qualität sensibilisieren:

Möglich, dass der Herstellungsprozess schwierig ist, aber dass das Mittelloch auf beiden LP's
unsauber ausgestanzt ist und der Händler mit ausdrücklich bestätigte, dass das bei allen diesen
Platten so sei, ärgert mich schon.

Auch kleinere Scratches auf der Einlaufrille auf Seite 1 -
also innen in diesem Fall, da die Scheibe auf der A-Seite "rückwärts" läuft, also von innen nach
außen, sollte das beim Abspielen nicht weiter stören, aber optisch stört das pingelige Sammler
wie mich schon sehr...

Ferner haben die Innenhüllen bei mir "Eselsohren" und die Liedblätter haben jeweils Druckstellen
bzw. sichtbare Spuren !

Wer das akzeptieren kann, bekommt hier eine interessante LP zu einem normalerweise
günstigen Preis zwischen ca. 21 - und 27 EUR.
Da die Platte aber vielerorts ausverkauft ist, sind die Preise hier und da schon heftig angezogen.

Die DREI STERNE sind ein Mittelwert aus der schlechten Qualität einerseits und andererseits
einer wirklich interessanten und innovativen LP.

Hinweis: Da auf Seite 2 DREI verschiedene Abspielgeschwindigkeiten vonnöten sind, kann ich
z. B. den letzten Song mit 78 UPM gar nicht abspielen... ;-)
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am 4. Januar 2015
Die Lieferung ging relativ schnell. Die Ware war auch unbeschädigt.
Ich bin ein super großer Jack White Fan. Auf Lazaretto gibt es super geniale Lieder, allerdings sind das gerade mal 4 Lieder. Ich persönlich finde das "Blunderbuss" Album besser.

Kleiner Tipp am Rande: Jeder der Jack White's Musik auch super findet, hört euch mal "The Raconteurs" an. Diese Musik ist suuuuper ;)
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am 12. Dezember 2016
Ich hatte viel positives über die Disk gehört. Leider packt mich diese Musik nicht. Ich kenne einige Jack White Alben die mir sehr gut gefallen.
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am 6. Juni 2014
Ich habe nicht mehr erwartet als das abgefahrenste Vinyl aller Zeiten.

Mit Freudentränen las ich die Ankündigung bei TMR. [...] den 10.6. habe ich mir im Kalender angestrichen und mir den Tag freigehalten. Gestern Abend kam die E-Mail, dass die Platte unterwegs sei - und tatsächlich: 4 Tage vor der offiziellen Veröffentlichung liegt dieses Schmuckstück auf meinem Plattenteller. Danke Amazon!

Angekündigt wurde eine Ultra LP, welche die Musik die auf sie gepresst ist wert sei. Und diese LP ist ULTRA!

Doch ACHTUNG: Wer diese Platte einfach auf den Teller legen, sie zwanzig Minuten später umdrehen und weiter hören will, wird hier enttäuscht, denn zum Hören ist (Hand-)Arbeit gefragt. Wessen Plattenspieler also AutoStop und Automatische Anfahrt der Nadel hat, wird in den (hoffentlich vorhandenen) manuellen Modus schalten müssen. Für mich kein Problem denn ich habe bei meinem Plattenspieler auf jeglichen Schnickschnack verzichtet.

ULTRA Vinyl:
180g Vinyl: Okay, nichts neues und wenn auch nicht unbedingt bei allen aktuellen Vinyl-Veröffentlichungen Standard, so zumindest bei allen TMR Scheiben die bei mir im Regal stehen.

Seite A wird von Innen nach Außen abgespielt: JA! Das ist schon was. Wie gesagt: Manuelle Positionierung ist hier gefragt, zumal man den Anfang des ersten Lieds nur selten zu hören bekommt, denn es gibt keine Einlaufrille: Die Nadel setzt bestenfalls im ersten Takt auf. (Hier mein erster Punktabzug)

Zwei Anfänge für das erste Lied auf Seite B: Auch wenn die Rillen am Rand der Platte so aussehen, als würden sie einmal um den Rand der Platte herum gehen, braucht man nicht am äußeren Ende anfangen, hier ist großzügiger Platz, der auf der anderen Seite fehlt. Doch spätestens hier hat sich der Vinyl Kauf gelohnt! Ein elektrisches und ein akustisches Intro für "Just one Drink", je nachdem wo die Nadel aufsetzt. In der Mitte treffen sich die beiden Rillen, sodass das Lied gemeinsam endet.

Ein mattiertes Finish auf der B-Seite, so dass die aussieht wie eine ungespielte 78-RPM Platte: Hatte so was noch nie in der Hand, kann das also nicht beurteilen, es sieht jedenfalls edel aus.

Beide Seiten enden nicht mit dem üblichen Knacken, sondern mit sich wiederholenden Geräuschen: Seite A endet mit einem Gitarrengeräusch, das von Links nach Rechts wandert. Seite B mit recht anstrengenden Vogelgeräuschen. Das letzte Lied fängt mit diesen Geräuschen an. Hab mich jetzt schon zweimal dabei erwischt zu denken, dass die Platte schon wieder vorbei sei. Auf die Dauer ist zumindest das Geräusch auf Seite B genauso anstrengend wie das Klackern bei normalen Platten.

"Vinyl pressed in seldom-used flat-edged format": Was auch immer das flat-edged format ist...

Der unbespielte Bereich auf Seite A hat ein "hand-etched hologram by Tristan Duke of Infinity Light Science" und dies sei für Schallplatten wohl einzigartig. Es Abzuspielen hat Wenig Sinn: Ich hielt es zuerst für eine ausgefallene Idee einer Einlaufrille, aber ist die Nadel einmal dort, bleibt sie auch dort und hüpft von Rille zu Rille.

Keine (Audio-)Kompression beim Mastering: Passt zu TMR und Jack White.

Andere Trackreihenfolge als CD und Digital Media: Ja wenns denn sein muss...

Die LP ist anders abgemischt als die CD: Auch dass ist nichts besonderes. Besonders ist eher, dass es offiziell angegeben und nicht nur von Vinyl-Narren behauptet wird.

Bonus Tracks:
Diese Platte hat UNTER den Labeln jeweils einen Bonus-Track versteckt. Der eine wird mit 45, der andere mit 78 RPM abgespielt.

Ich bringe es nicht übers Herz die Label abzukratzen. Aber sie sehen so aus, als wäre da tatsächlich etwas "drunter".

Wie auch immer: Auf den Labeln, weiter außen zwischen Copyrighthinweis und dem normalen Bereich sind weitere deutlich sichtbare Rillen. Um dort etwas zu hören, musste ich das Label jedenfalls nicht abkratzen, Auf der B-Seite konnte ich bei 45 RPM Kinderstimmern hören, die auch zwischen drin mal singen. Auf der A-Seite jemanden der Spricht, aber halt sehr langsam denn mein Plattenspieler kann nicht mit 78 RPM abspielen.

Vielleicht traut sich ja jemand sein Label abzukratzen und zu Berichten was man dort hört, denn wenn dort noch mehr Bonus ist, dann wäre das was auf den Labeln zu hören ist ein Unbekannter-Hidden-Bonus-Track.

Die Musik ist letztendlich das was hier den Stern Abzug gibt, denn auch wenn die Texte qualitativ hochwertig und wie ich finde auch besser als bei Blunderbuss und den alten White Stripes Sachen sind, kommt White musikalisch immer weiter vom Blues (der Grund weshalb ich ihn so schätze) ab und landet immer häufiger bei Folk und Country. Auch wenn ich diese Genres schätze, muss ich mich doch zuerst daran gewöhnen das White sich weiter entwickelt hat. Es ist nicht schlechter geworden - Nur anders. Wahrscheinlich werde ich in ein paar tagen den Letzten Stern hinzufügen, wenn ich mich weiter hineingehört habe.

Ein Traum, wer einen Plattenspieler hat, sollte sich dieses Juwel auch auf Vinyl gönnen!
1616 Kommentare| 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. Juni 2014
Blau/schwarz bleibt also seine Lieblingskombi, jetzt, da rot/weiß endgültig ausgedient hat. Jack White, der gerade erst die Black Keys abgebügelt hat, weil sie seiner Ansicht nach eine weichgespülte und darum kaum brauchbare Version der White Stripes abgäben, kommt mit einem weiteren Analogfetisch aus dem Hobbykeller seiner legendären Vinylmanufaktur daher und wie schon der fabelhafte Vorgänger „Blunderbuss“ hört sich auch diese Platte an die eine betrunkene, zerrupfte Krähe, die jederzeit in der Lage ist, einem ohne Vorwarnung ein Auge auszuhacken. White zelebriert eine Art von derangierter Rohheit, einen Sound, der wild, ungeschliffen und anarchisch klingt, und von dem man doch weiß, dass Detroits derzeit bekanntester Showact als Kontrollfreak mit Sicherheit jeden einzelnen Takt und Ton bewusst an die richtige Stelle gesetzt hat.

Er hätte es sich deutlich einfacher machen können, hätte einfach nur zehn, zwölf von diesen elektrifizierten Bluesrockstampfern aus dem Ärmel schütteln müssen und ein jeder hätte vor Ehrfurcht geschwiegen. Wollte er aber nicht. Die eigentümliche Mischung Marke Tom Morello meets Axl Rose hat er so spielend drauf, die macht er live aus dem Handgelenk, eine Herausforderung ist das beileibe keine mehr. Für’s Titelstück rappt sich der bleichgesichtige Junge mal eben durch die gniedelnden Akkorde, „That Black Bat Licorice“ und „I Think I Find The Culprit“ scheppern auch schon gewaltig und als wollte er allen Besserwissern eine Nase drehen, läßt er das bissigste, derbste Stück „High Ball Stepper“ ganz ohne jeden Text von der Leine. Da hört man schon die Bedauerungsadressen aus dem Off – „Och, schade, hat er aber hergeschenkt, so als Instrumental…“

White ist nun mal kein Nachmacher, am wenigsten, wenn es um ihn selbst geht. Und so sind die spannendsten Nummern die souligen, die schon bei „Blunderbuss“ für Stimmung sorgten. „Three Women“ knarzt, rüttelt und orgelt ganz wunderbar, „Would You Fight For My Love“ klagt er später und weiß doch schon die Antwort – die logische Folge also „Just Another Drink“: „You drink water, I drink gasoline, one of us is happy, one of us is mean…“ Country, Funk, Soul, Punk, viele Geigen, viele Tasten, White läßt sich schon lange nicht mehr nur auf die Gitarre festlegen wie noch zu Zeiten der White Stripes, nachträglich müssen ihm diese wie eine unnötige Selbstbeschränkung vorkommen. Und auch wenn nicht jeder Song von „Lazaretto“ mit eine Top-Rating davonkommt – der Mann und seine Musik werden von Mal zu Mal interessanter. mapambulo:blog
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am 22. August 2014
Die Platte wurde fast 3 Wochen später als geplannt geliefert. Das Resultat war ein Geschenk, dass jetzt bei mir im Schrank liegt. Ich hatte Besuch vom Ausland und wollte die Platte schenken und aufgrund der Verspätung war das nicht mehr möglich. Abgesehen davon muss ich sagen, dass die Platte super eingepackt war und im perfekten Zustand angekommen ist.
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am 15. Juni 2014
Waren die White Stripes und das erste Soloalbum "Blunderbuss" schon grandios, hat sich Jack White diesmal endgültig ein Denkmal geschaffen. Das gesamte Album klingt so herrlich unverbraucht, so dreckig, so ehrlich, so tief aus dem Herzen, dass man jedem geneigten Rock-, Rock'n'Roll- und Blues-Fan nur empfehlen kann, es in WM-freien Momenten mindestens 2-3 Mal in Ruhe rauf und runter zu hören.

Kein einziger Track fällt negativ aus dem Rahmen. Keine einzige Schwachstelle. Der Meister kehrt sein Innerstes nach außen - in harten, wie in sanften Tönen. Besonders hervorzuheben ist hier wohl der folklastige Song "Temporary Ground" mit Lily Mae als Duett-Partnerin, die Meg - Jacks Ehemalige - endgültig vergessen macht.

Für mich ist "Lazaretto" schon jetzt nicht nur einer der Höhepunkte der diesjährigen Album-Veröffentlichungen, sondern der Rock-Geschichte generell. Würde John Lennon noch leben - ich bin sicher, er würde sich vor Jack White verneigen.
33 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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