Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic BundesligaLive longss17

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
197
4,7 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. Oktober 2016
A great film let down by a very very poor transfer. In desperate need of a proper restoration. If any film deserved to get the Criterion treatment it's this George Pal classic.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2012
Bereits 1895 schrieb H.G. Wells die literarische Vorlage zu diesem sensationellen Klassiker der Filmgeschichte. Das muss man sich mal vorstellen: 1895 !
Natürlich hält sich Regisseur George Pal in der Umsetzung des Stoffes nicht 1:1 an die Vorlage, aber er baut äußerst interessante Dinge mit ein, bei denen er selbst mit der Vergangenheit und der Zukunft spielt. So stoppt der Zeitreisende bei 2 Weltkriegen, die aus der Sicht des Entstehungsjahres des Films in der Vergangenheit lagen, baute aber die zum damaligen Zeitpunkt bestehende Angst vor einem Atomkrieg geschickt ein. Diesen ließ er nur 6 Jahre nach Veröffentlichung des Films auf die Menschheitsgeschichte los, was den damaligen Ernst der Lage einmal mehr verkörperte.
Doch letztendlich landet er im Jahr 802701 und läßt hier den größten Teil des Films spielen.
Im Buch geht es nach dieser Szenerie noch weiter in die Zukunft, worauf der Film aber verzichtete.

Als Kind saß ich mit leuchtenden Augen vor dem Fernseher. Wahrscheinlich ähnlich strahlend wie die von den Morlocks, nur das ich dabei keinen Appetit auf Menschenfleisch verspürte. Aber die Aufregung war immens und auch heute denke ich noch gerne an diese Jahre zurück, als Science Fiction das absolut größte für mich war. Die riesigen Früchte, die Sirenen und auch das Wort "Entwarnung", mit dem ich wahrscheinlich erstmalig in diesem Film zu tun hatte und was mich wohl genauso irritierte wie die Eloi. Damals achtete ich auch nicht auf die Logikrater im Film, die größer sind als die Pyramiden der Morlocks. Oder auf die klar erkennbaren Modelle, wenn die Lavaströme durch die Stadt fließen. Heute sehe ich sie, nehme sie wahr und blende sie erfolgreich aus. Sie sind mir herzlich egal und niemals würde ich den Film dafür kritisieren, der für herrliche Kindheitsträume verantwortlich war. Kindheitsträume die ich mit in die Zukunft retten konnte, weshalb meine nostalgisch verklärte Sicht niemals die Beziehung zur Zeitmaschine trüben könnte.
Aber selbst objektiv betrachtet gibt es hier eine unglaubliche Anzahl von tollen Ideen, an denen ich mich nicht satt sehen kann.
Seien es die erwähnten Weltkriege oder aber auch die niemals alternde Schaufensterpuppe. Die Darstellung der Eloi oder die Verwesung einer Leiche im Blick durch die Zeit. Alles wundervolle Ideen, die in einer prächtigen Ausstattung umgesetzt wurden. Wundervoll fand ich auch die Aufschrift auf der Zeitmaschine selbst, die ich aber erst in späteren Jahren entdeckte: Manufactured by H. George Wells

Absolut hervorragend sind auch die beiden Hauptdarsteller. Rod Taylor, den ich ebenfalls in "Die Vögel" als ein äußerst wichtiges Element erachte, spielt die Rolle des Helden fantastisch und wird für mich immer ein Zeitreisender bleiben, aber auch Yvette Mimieux als Weena, spielt ihre Rolle als naive Schönheit aus der Zukunft perfekt und dürfte wohl als Kind meine erste Traumfrau gewesen sein. Unvergessen sind natürlich die Auftritte von Alan Young der als Filby eine Doppelrolle hatte und eine unglaubliche Wärme ausstrahlte. Besonders sein schottischer Akzent im O-Ton ist wunderbar, wobei ich auch seine Synchronstimme (Alfred Balthoff) als absolut perfekt erachte.

"Die Zeitmaschine" wird für mich immer einen besonderen Platz einnehmen und zählt definitiv zu meinen Lieblingsfilmen. Mit Sicherheit gehört er auch zu den Filmen die ich am häufigsten gesehen habe. Als Kind dürfte ich keine Fernsehaustrahlung verpaßt haben und da gab es wahrscheinlich eine Menge von. Durch den Videorecorder konnte mich der Film auch in meiner Jugend begleiten. Selbst die DVD rotierte seit dem Erwerb mehrfach im Player, weshalb er auch in dieser Disziplin ziemlich weit vorne liegen könnte. Somit ist der Film für mich ein ständiger Begleiter, der wie die Schaufensterpuppe bei Filby`s niemals altert.
11 Kommentar| 51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 31. Januar 2017
George fühlt sich als wenn er nicht in seine Zeit gehören würde. Nach seiner Ansicht - es herrscht derzeit der Burenkrieg - haben die Menschen nichts anderes zu tun, als immer modernere Waffen zu erfinden um sich damit gegenseitig ins Nirvana zu befördern (diesbezüglich ist der Film leider immer noch hoch aktuell). Daher beschäftigt er sich fortwährend mit der vierten Dimension, durch die er zu reisen gedenkt. Vor Abschluss des letzten Tages des Jahres 1899 gelingt ihm dies.

Er führt seinen Freunden eine kleine Modellvariante vor, die vor deren Augen verschwindet. Alle halten das für einen Trick bis auf den einen oder anderen wie insbesondere Filby (Alan Young) oder Bridewell (Tom Helmore), die sich aufrichtig Sorgen machen. George indes verspricht dem besorgten Filby das Haus nicht zu verlassen, da er weiß, dass er die Räumlichkeit selbst, also die ersten drei Dimensionen nicht verlassen wird. Er wird in dem gleichen Raum bleiben, nur zu einer anderen Zeit. Filby, der diese Anspielung nicht versteht, zieht etwas beruhigter vondannen als er die Freunde für die nächste Woche zum Dinner einlädt. Sodann begibt sich George in die Zeitmaschine und tritt eine unglaubliche Reise an...

- Dass George seine eigene Erfindung selbst nicht so ganz verstanden hat, zeigt sich daran, dass er seine Freunde erst eine Woche später einlädt, als wenn er eine Reise antritt, die mit seinen Verkehrsmitteln auch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte. Dabei könnte er binnen eines Wimpernschlages ja eigentlich zu dem Zeitpunkt wieder auftauchen kurz nachdem er abgereist ist. Außerdem kann er für eine kurze Zeit nicht ganz begreifen, dass er nicht seinen Freund, sondern dessen Sohn 1917 vor sich hat. Auch wenn er sich äußerst viktorianisch verhält reift seine Figur jedoch im Laufe des Films und macht einige charakterliche Veränderungen durch.

"Die Zeitmaschine" mit Rod Taylor ist ein echter Evergreen, denn wie die Schaufensterpuppe und er als Zeitreisender in der Maschine altert der Film nicht. Für das Jahr 1960 ist es eine unvorstellbare Leistung einen frühen SF-Film mit derartigen Effekten auszustatten (1961 daher zu Recht mit dem Oscar prämiert), Zeitraffer und der Vorstellung über die Zukunft (Atomkrieg 1966). Sich über die Maschine selbst solche Gedanken zu machen, die nicht einfach nur dahingeklatscht ist, sondern wo man sich wirklich Gedanken gemacht hat, eine Art Zündung, die George immer mitnimmt, wenn er die Maschine aufgrund ihres Gewichts stehen lassen muss, das große Rad und achten Sie mal auf die drei Lampen der Maschine und auf die Schalttafel. Die Schalttafel hat zur Lampenfarbe korrespondierende Elemente, nämlich Tag, Monat, Jahr. Wenn George den Hebel langsam nach vorne drückt, leuchtet die Lampe für Tag nur einmal im Laufe der Zeitreise. Reist er schneller voran, leuchtet sie unentwegt, der Monat leuchtet häufiger und ab und an das Jahr. Bei einer Zeitreise in das unvorstellbare Jahr 802.701 hätten alle drei Lampen eigentlich fortwährend leuchten müssen, aber alleine der Einfall war genial und es wurde schon einigermaßen darauf geachtet. Der Film gilt wohl auch angesichts der gleichnamigen schönen Maschine (die übrigens in dem einen oder anderen Film einen Gastauftritt hatte) mit viel viktorianischem Dekor als einer der Urgesteine der Steampunk-Bewegung. Abgerundet wird dies durch die eingängige, etwas wehmütige Musik, die dem ganzen eine gewisse Tragik gibt.

Entlehnt ist die Geschichte aus H. G. Wells gleichnamigen dystopischer Zukunftsroman, der allerdings nicht die verwässernde Botschaft des Films hat. Denn in dem Moment, in dem der Zeitreisende (im Roman unbenannt) im Film die ferne Zukunft betritt, mutiert das Ganze eigentlich zur "Held rettet blonde und tumbe Maid (niedlich: Yvette Mimieux) vor den bösen Bestien"-Story. Allerdings ist auch im Film anhand der sprechenden Ringe zu erfahren, wie sich das Menschengeschlecht in zwei Spezies voneinander unterschiedlich entwickelte.

Die unvorstellbare Zeitspanne von 800.000 Jahren dürfte durchaus reichen um auch derartige Mutationen hervorzubringen. Auch insofern war Wells seiner Zeit weit voraus. Die Eloi sind im Roman Nachfahren der tumben Ausbeuterklasse, die sich immer schön hat bedienen lassen. Nunmehr ist der Mensch total verblödet, kümmert sich um nichts und niemanden mehr, faulenzt und lebt in den Tag hinein - und wird bevor er alt und tranig wird verspachtelt. Der Morlock hingegen ist die Arbeiterschicht auf dessen Rücken es sich die Vorfahren der Eloi immer schön bequem gemacht haben. Sie sind nicht die "Bösen", der Film verfälscht natürlich diese Aussage.

Die Blu-ray hat ein knackiges Bild in dem die bunten Farben (Samt des Kästchens oder ähnlicher Bezüge) des Technicolor schön satt wirken. Allerdings sieht man bei der Schärfe des Bildes auch teilweise die angemalten Morlocks wenn dann mal die Hose rutscht, das da nicht alles grün ist. Auffällig ist, dass der Film für das Jahr ziemlich blutig wirkt und Gore-Effekte wie den sich zersetzenden Morlock anbieten kann, die es in 1960er Filmen nicht so häufig gab. Der Ton ist auch schön klar. Es werden die gleichen Specials angeboten, die es bereits auf der DVD gab. Der Film gehört definitiv in jede private Filmsammlung. Wunderbar!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Oktober 2015
Zum Film selbst braucht man wohl kaum etwas zu sagen. Ein Klassiker und die bislang beste Zeitmaschine Verfilmung, wenn auch Äonen von der Vorlage entfernt. Die Blu-Ray Umsetzung ist gut, aber nicht überragend. Lohnt sich ein Umstieg von DVD auf Blu-Ray? Nun, hat man einen guten Blu-Ray Spieler mit einer ordentliche Aufwärts-Skalierung, dann wäre ich beinahe geneigt die Frage zu verneinen. Es gibt zwar einen Qualitätsunterschied, aber ob er eine erneute Geldausgabe lohnt? Ich kann's beim besten Willen nicht sagen - und ich bin ein Blu-Ray Fanatiker.
Wer den Film allerdings noch nicht sein eigen nennen sollte, dem sei die Blu-Ray auf jeden Fall empfohlen.
Wünsche ein nostalgisches Filmvergnügen,
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2001
Ich dachte auch nur: WOW! Nach 40 Jahren kommt diese Perle des Films nun auf DVD. Anfangs habe ich nur gehofft: hoffentlich, hoffentlich wird die Umsetzung einigermaßen!
Aber nun? Ich bin überrascht, total begeistert... das Bild ist super klasse in 16:9.. die Farben sind bunt und satt, wie man es von dieser Zeit gewohnt ist. Es passt einfach alles und man denkt, man reist zurück in die Zeit in die 60er Jahre. Nun gut, der Ton ist nicht so toll wie das Bild, aber trotzdem noch sehr gut.
Das ist ein Klassiker, wie er in jedes Regal gehört und wer den Film kennt, der sollte sofort zuschlagen und wer ihn nicht kennt auch, ihr werdet nicht enttäuscht sein!!!
So muss eine tolle DVD Umsetzung aussehen!
0Kommentar| 44 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 7. Juli 2012
. Januar 1900: Die vielen Uhren im Haus des Wissenschaftlers George (Rod Taylor) schlagen gerade 8 Uhr, seine Freunde David Filby (Alan Young), Dr. Philip Hillyer (Sebastian Cabot), Anthony Bridewell (Tom Helmore) und Walter Kemp (Whit Bissell) warten auf den Gastgeber, doch er scheint nicht da zu sein. Immerhin hat Georges Haushälterin Frau Watchett (Doris Lloyd) bereits aufgetragen und sie gilt als aussserordentlich gute Köchin.
Plötzlich geht die Türe auf und George taumelt erschöpft und völlig zerzaust ins Zimmer.
Was ist passiert ? Der Wissenschaftler erzählt seinen Gästen dann die unglaubliche Geschichte seiner Zeitreise, die er beim letzten Trefen der Männer am Silvesterabend 1999 unternommen hat.
Da hat George den staunenden Gästen ein kleines Modell seiner Zeitmaschine vorgestellt. Er führte ihnen vor, dass sich die kleine Maschine in der vierten Dimension fortbewegen kann und sollte der Versuch gelingen, dann wäre das Modell für alle Zeiten verloren. Ein Druck auf den Star genügt, das wie ein Spielzeug aussehende Gerät setzt sich in Bewegung - die Leuchter fangen an zu wackeln und plötzlich ist das Versuchsobjekt verschwunden.
Die Männer glauben George kein Wort, als er sagt, dass die Maschine nicht fort wäre, sondern sich nur in einer anderen Zeit am gleichen Ort befindet und daher im Hier und Jetzt nicht sichtbar.
Klar, dass George im Arbeitszimmer das größere Modell stehen hat. Und voller Neugier verlässt er seine Zeit, die ihm so gar nicht gefallen will, hält zwischenzeitlich 1917 und 1966 an und reist dann weiter, weil der Mensch immer noch Kriege führt. Gerade fällt die Atombombe. Nichts wie weg mit der Zeitmaschine. George wird von Feuer umringt, Lava bedeckt die Maschine, er muss sehr weit in die Zukunft reisen, bis er wieder den Himmel über sich sehen kann - die Maschine hält am 12. Oktober 802701 an.
Vor ihm eine paradiesisch anmutende Landschaft, er beobachtet dort eine Gruppe von jungen Menschen, die am am Flussufer sitzt und wähend des Nichtstun Früchte isst.
Bald findet er heraus, dass die Menschen dieser Zeit sehr willenlos agieren, er lernt die hübsche Weena (Yvette Mimieux) kennen, die ihm etwas über ihr Volk, den Eloi, erzählt. Aber auch über die unterirdisch lebenden Morlocks, die scheinbar die friedfertigen Eloi in ihrer Gewalt haben...
"Die Zeitmaschine" ist ein Lieblingsfilm meiner Kindertage und ich liebe ihn heute noch genauso wie früher.
Damals jagten mir diese Morlock Biester einen großen Schrecken ein, so fürchterlich fand ich dieses Kreaturen.
Aus heutiger Sicht muss ich natürlich auch ein bisschen über die damals so furchterregenden Gestalten schmunzeln.
Grandios ist aber die Geschichte und vor allem die erlesene Ausstattung von ArtDirector und Szenenbildner William Ferrari. Auch die Kameraarbeit von Paul C. Vogel und die perfekt dazu passende Musikuntermalung von Russell Garcia sind sehr gut.
Unvergessen bleibt auch Rod Taylor in der Rolle des Wissenschaftlers, es ist neben "Die Vögel" seine beste Rolle.
Natürlich ist George Pals Film für heutige Verhältnisse irre altmodisch, aber in einem sehr positiven Sinn. Die Detailfreude ist in jeder Szene zu spüren und ist bis heute einer der schönsten Science Fiction Filme geblieben.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2017
Nachdem ich das Buch "Die Zeitmaschine" gelesen hatte, war ich gespannt, wie die Geschichte im Film umgesetzt wurde. Oft wird ja dann alles Mögliche draus gemacht und von der eigentlichen Geschichte bleibt nicht mehr viel übrig. Umso interessanter fand ich diese Verfilmung von 1960, die sich sehr nahe an das Buch von Wells hält. Der Zeitreisende ist ein fortschrittlicher Mann, der davon überzeugt ist, dass die Menschheit immer intelligenter und reifer werden wird und es irgendwann keine Kriege mehr gibt. Aber die Zukunft, in die er schließlich reist, hält für ihn so einige Überraschungen bereit...

Einiges ist sogar noch eindrücklicher in Szene gesetzt als im Buch-Original, so dass weniger Fragen offen bleiben. Der Film ist interessant und spannend, nebenbei macht er natürlich nachdenklich. Die Grundidee von Wells bleibt bestehen und ist sogar noch gut ausgebaut worden. Für einen "alten" Film ist alles wunderbar umgesetzt, manches sogar recht witzig für heutige Verhältnisse. Einzig die Liebesgeschichte hätte nicht unbedingt sein müssen, aber da kann man wohl mit einem Schmunzeln drüber hinwegsehen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2010
>>> ZUM FILM <<<
Vermutlich geht es mir wie vielen anderen, wenn ich sage, dass die Morlocks bei mir quasi ein frühkindliches Trauma ausgelöst haben. Ich weiß jedenfalls nicht mehr, wie zahlreich die Nächte waren, in denen sie mich in meinen Albträumen heimgesucht haben. Inzwischen sind mehrere Jahrzehnte vergangen, die Welt hat sich weitergedreht, Special Effects wurden perfektioniert und mir sind in Filmen inzwischen zahlreiche Monster begegnet, gegen die die Morlocks geradezu lächerlich wirken.... aber trotzdem: "Die Zeitmaschine" zählt nach wie vor zu einem meiner "all time favorite movies".

Im Gegensatz zu modernen Special Effects-Filmen, bei denen die Handlung hinter den Effekten oftmals nicht mehr zu erkennen oder höchstens zu erahnen ist, steht hier die Story im Vordergrund. Die Handlung ist nicht schmückendes Beiwerk, sondern zieht den Zuschauer schnell in ihren Bann. Dazu tragen die Charaktere bei, die - abgesehen von den Morlocks - durchweg sympathisch rüberkommen. Selbst in Georges kritischer Herrenrunde hat jeder Charakter Eigenschaften, die ihn irgendwie sympathisch erscheinen lassen. Ganz besonders gilt dies für Georges besten Freund, David Filby, den für mich heimlichen Helden des Films.
Das Production Design wurde mit viel Liebe zum Detail bewerkstelligt. So wird in den ersten Minuten die Atmosphäre im London der Jahrhundertwende sehr gut wiedergegeben. Die entsprechende Ausstattung begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Und das Setting der Welt im Jahre 802701 ist phantsievoll und fremd genug, um faszinierend und glaubwürdig zugleich zu wirken.
Getragen wird der Film von Russell Garcias wundervollem Soundtrack. Schon das Titelthema und "Filby`s Theme" gibt ganz zu Beginn einen Vorgeschmack auf die sehr guten und ausgefeilten Kompositionen, die den Film begleiten. Es folgen noch zahlreiche Stücke, die wunderschön sind und gleichzeitig zur besonderen Atmosphäre des Films beitragen. Meiner Ansicht nach ist dieser Soundtrack einer der schönsten, die jemals komponiert wurtden.

Natürlich gibt es auch offensichtliche Schwächen: Die Effekte wirken heute mehr als angestaubt. Auch dürften die Morlocks bei den meisten Zuschauern unserer Tage, die mindestens das Schulalter erreicht haben, vermutlich eher Gelächter als Grusel auslösen. Und blonde Haare wirken in dem Film zumeist wie das was sie sind: Perücken. Und trotzdem versprüht "Die Zeitmaschine" auf mich auch heute noch einen Charme wie nur wenige Filme außer ihm.

>>> ZUR DVD <<<
Die Qualität der DVD ist okay, reißt jedoch nicht wirklich vom Hocker.
Das Bild zeigt immer wieder wieder deutliche Unschärfen. Auch sind regelmäßig Kratzer oder Verschmutzungen zu sehen.
Enttäuschend ist der deutsche Monoton, der hinter dem englischen Dolby Digital-Sound um Welten zurück bleibt. Vor allem der Soundtrack geht dabei beinahe vollkommen unter. Als einzig nennenswertes Extra kann der in den 90ern produzierte Beitrag "The Journey Back" empfohlen werden. Rod Taylor selbst führt durch dieses Special, in dem nochmals auf die Entstehung des Films und auch auf die Zeit danach eingegangen wird.

>>> NACHTRAG - BLU RAY <<< (am 31.07.2014 veröffentlicht):
Die HD-Bildqualität kann nicht mit der Qualität aktuellerer bzw. sehr gut gemasterter Produktionen konkurrieren. Doch ich bin von der Bildqualität positiv überrascht! Vor allem in dunkleren Szenen - z.B. zu Beginn im viktorianischen London oder später in den Morlock-Höhlen - weiß der Transfer zu gefallen. Bei Tageslichtaufnahmen hingegen werden Details nicht immer überzeugend dargestellt. Ebenfalls angenehmen: Das Filmkorn ist stests sichtbar, ohne störend zu wirken.
Die Detaildarstellung mag nicht perfekt sein, sie ist jedoch der sehr bescheidenen DVD-Qualität bei weitem überlegen. Im Vergleich zur bisherigen DVD-Veröffentlichung stellt die Bildqualität der Blu Ray insgesamt eine DEUTLICH SICHTBARE Verbesserung dar.

Beim Ton gilt dasselbe wie schon bei der DVD: Die englische Tonspur ist der deutschen auf jeden Fall vorzuziehen. Vor allem Russel Garcias Soundtrack-Kompositionen profitieren von der Mehrkanalfassung ungemein.

>>> FAZIT <<<
Das Remake aus dem Jahre 2002 hatte außer einer interessanten Ausgangssituation, einem sehr guten Soundtrack und zeitgemäßen Effekten leider sehr wenig zu bieten. Er war kurzweilig und unterhaltsam, doch leider fehlte ihm der Charme des Originals.

Ich für meinen Teil kann daher George Pals Original nur jedem ans Herz legen!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2015
Wie schon in der Headline geschrieben, bewerte ich NUR die Blu-Ray. (Der Film an sich ist sowas von genial und verdient 5 Sterne. )

Wie bei einigen meiner alten Lieblingsfilme, (u.a. Halloween, Fürsten der Dunkelheit oder auch the Thing), überlege ich mir ab und an von der DVD auf die Blu-Ray upzugraden, so auch bei die Zeitmaschine.

Ein Upgrade lohnt sich m.E, auf jeden Fall, das Bild ist definitiv besser, als das der DVD.

Wer den Film noch nicht hat, kauft auf jeden Fall gleich die BR, aber auch für Upgrader ist die neue Fassung mehr wie interessant.

Fazit: Vier Sterne für die BR und fünf Sterne für den Film an sich.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Februar 2007
Der Gebrauch des Begriffs "Klassiker" ist in den letzten Jahren in der Filmbranche geradezu inflationär geworden: Jedes Studio, das seine alten Filme auf DVD neu rausbringt, bezeichnet diese durchweg als "Klassiker". Dabei sind diese sog. "Klassiker" in 99% aller Fälle eben doch nur alte, mittlerweile fast vergessene Filme; mehr nicht!

Die wirklichen Klassiker hingegen kennt fast jeder Mensch, und sei es, wenn er sie noch nicht gesehen hat, nur vom Hörensagen her: Eine berühmte Szene, ein Zitat, ein Schauspieler, eine Titelmelodie: "King Kong", "Vom Winde verweht", "Bambi", "Casablanca", "Psycho"... um nur ein paar echte Filmklassiker zu nennen, und natürlich "Die Zeitmaschine"...!

Allein der Titel lässt uns sofort wieder vor unserem inneren Auge den Mittelpunkt des Films, eben jene unvergessliche, fantastische Maschine, erscheinen: Viktorianisch, verschnörkelt, Messing, Kristall und Edelholz... und weckt auch Erinnerungen, als wir diesen herrlichen Film zum ersten Mal sehen durften... vielleicht schon als Kind im TV oder gar noch im Kino, und jene fantastische Reise, die alle unsere wildesten Phantasien sprengte und uns ins Jahr 802701 entführte...

Denn George Pals Film erfüllt mit Bravour alle Kriterien, die echte Klassiker auszeichnet: Vor allem Glaubwürdigkeit. Glaubwürdigkeit selbst in den eigentlich unglaublichsten Situationen! Und Zeitlosigkeit! Gerade bei diesem Film nicht nur ein Wortspiel!

Dabei bleibt der Film sehr nah an H.G. Wells Buchvorlage, ohne sich dem Buch sklavisch unterzuordnen. Änderungen, die die Stärken des Mediums Film ausnutzen (z.B. ein Filmhöhepunkt), sind passend und überzeugend ausgeführt, der Geist des Buches blieb voll erhalten. Perfekt sind Handlung, Hintergrund und Filmmusik verwoben und erschaffen eine eigene, plausible, glaubwürdige, und doch etherische und fantastische Welt.

Der Film erschafft nicht nur durch die (nicht nur nach damaligen Verhältnissen) tricktechnisch herausragende Reise durch die Zeit jenes Fluidum, das ein anderer grosser Filmemacher, Walt Disney, einmal "die plausible Unmöglichkeit" nannte: Wenn George seine Maschine startet und sich die Welt auf bisher ungesehene Weise zu verändern beginnt... wenn, statt Soundeffekte, Russell Garcias etherische Komposition die Reise instrumental begleitet... wenn dann die Zwischenstops in der Zukunft den Zeitreisenden wie "Dorothy im Zauberland Oz" verblüffen, und wenn schliesslich das Jahr 802701 erreicht wird, und wir die fremde Pflanzenwelt sehen und die unheimlichen Geräusche unbekannter Lebewesen hören... und wenn endlich der Zeitreisende zum erstenmal (unterlegt von Garcias phantastischen Crescendo) vor dem geborstenen Kuppeldom steht... dann hat er uns gepackt, der Film! Dann fühlen wir (obwohl wir wissen, das alles nur ein Film ist) wirklich die zeitliche Schlucht von über 800000 Jahren!

Und unter der so einfach erscheinenden Oberfläche der Geschichte ist auch ein gehöriges Stück Allegorie über uns Menschen und das Menschlich-sein versteckt: Was sind wir denn heutzutage? Die eine Seite unseres Wesens representieren die friedfertigen Eloy, die wie scheue Gazellen wirken: So wollen wir gerne sein. Edel, sanft, in Harmonie mit der Umwelt und den Mitgeschöpfen lebend... doch da steckt in jedem von uns auch noch der dunkle Morlock: Der Wolf, das hungrige Raubtier mit langen Zähnen und gelben Augen... das aber auch nur tötet, um zu überleben... und auch wenn diese unsere beiden Wesenszüge heute noch nicht so klar getrennt sind wie im Jahr 802701, so ist doch das eine vom anderen abhängig.

Fazit: Ein Klassiker, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient! Danke, Mr. Pal, für diesen grossartigen Film!
1212 Kommentare| 79 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken