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am 12. Juli 2014
Man muss schon ins Jahr 2009 zurückgehen, zu Cecilia Bartolis "Sacrificium", um ein vergleichbares Album wie "La Signora Regale" von Anna Bonitatibus zu finden. Und zwar sowohl bezüglich der opulenten und liebevollen Ausstattung, wie auch wegen der klugen und wohl überlegten Konzeption. Kaum zu glauben, dass noch niemand zuvor auf die Idee gekommen ist, sich mit der antiken Herrscherin Semiramis zu beschäftigen und mit den vielen Opernstoffen, deren Heldin sie ist. Die italienische Mezzosopranistin Anna Bonitatibus hat hier eine offensichtliche musikalische Lücke geschlossen - und wie sie das getan hat! Endlich erleben wir wieder einmal eine Sängerin mit einem ganz und gar unverwechselbaren Timbre und nicht eine der heute leider oftmals üblichen "Einheitsstimmen", von denen eine klingt wie die andere. Ich kann Johannes Saltzwedel im "Spiegel" nur zustimmen, wenn er entzückt vom "leichten Flackern raffinierten Vibratos" spricht. Ich würde sogar noch weiter gehen und eine unüberhörbar erotische Komponente in dieser Prachtstimme entdecken - prädestiniert für die verschiedensten "Semiramide"-Vertonungen von Porpora bis zu Rossini. Man weiß gar nicht, welche Arie man herausheben soll - alle sind sie wunderbar gelungen. Eines der Highlights für mich: ein wunderschönes Gebet aus der Semiramis-Vertonung von Manuel García. Der Spanier war sowohl Sänger (er war der erste Graf in Rossinis "Il Barbiere di Siviglia" und außerdem der Vater der später berühmten Sängerinnen Maria Malibran und Pauline Viardot-García) wie auch ein begabter Komponist. Das besagte Gebet überrascht durch eine ungewohnte, nur den Bläsern zugewiesene Begleitung und den wunderbar getroffenen Tonfall berührender Schlichtheit. Eine Entdeckung! Ansonsten wird auf dem Album geweint und gejubelt, das Blut kommt mehr als einmal in Wallung. Jeder Stimmung kann Bonitatibus klug entsprechen. Und als intelligente Sängerin weiß sie: Zu Kunst gewordene Emotionen entstehen im Kopf, nicht im Bauch. Absolute Kaufempfehlung!
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am 30. Oktober 2014
Allein schon die Idee,eine CD ausschließlich mit Musik zur legendären Semiramis zu produzieren,verdient größte Anerkennung.Dass diese Idee wohl auf Anna Bonitatibus zurück geht,die in Museen und Antiquariaten verschollene bzw.vergessene Partituren aufstöberte,ist sehr bemerkenswert,kennt man Beschäftigungen dieser Art von aktiven Sängerinnen doch eher nicht.Dass sich dhm zum Glück auch für Frau Bonitatibus als Künstlerin entschieden hat,ist ein Hochgenuss nach der neuerdings inflationären Überschwemmung durch Countertenöre bei Opern des 17.und 18.Jahrhunderts.Nichts gegen einen großartigen Valer Sabadus oder Terry Wey,aber nach einigem Hören sehnt man sich buchstäblich mal wieder nach einer weiblichen Stimme,zumal dem samtigen,warm timbrierten Mezzo von Bonitatibus.Das leichte Tremolo verleiht ihrer Stimme einen gewissen Reiz an Sinnlichkeit und Ausdrucksstärke - dies als bereits altersbedingtes Vibrato zu titulieren, lässt vielmehr auf Gehörschädigungen im fortgeschrittenen Stadium schließen.Koloraturen kommen geschmeidig und eher dezent beim Hörer an - nicht wie bei einer Signora Bartoli,die diese derart übertrieben und hyperaktiv angeht,dass man den Eindruck gewinnt,einer Koloraturmaschine gegenüber zu sitzen. Mit einem Wort: Hochgenuss! Dass es zudem noch ein Beiheft zu dieser Doppel-CD gibt,welches auf 130 Seiten reichhaltige,lesenswerte Informationen, untermalt mit herrlichem Bildmaterial ,liefert,ruft wunderschöne Erinnerungen wach an Deccas Glanzzeiten unter Bonynge/Sutherland,als LP-Gesamtaufnahmen noch mit prächtigen Beiheften ausgestattet waren. Semiramide - La Signora regale ist für mich bis jetzt die beste CD des Jahres 2014.
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am 27. Juni 2014
Am Vibrato scheiden sich die Geister- als wohldosiertes stimmliches Ausdrucksmittel an besonders expressiven Stellen war es bereits zur Barockzeit üblich und kann im besten Fall eine gesteigerte emotionale Wirkung hervorrufen, ein zu starkes Vibrato wurde schon seit eh und je als geschmacklos oder Zeichen stimmlichen Verfalls gesehen. In der ersten Hochphase der historischen Aufführungspraxis verbannten Sängerinnen wie Emma Kirkby das Vibrato nahezu völlig aus dem Katalog der stimmlichen Möglichkeiten. Cecilia Bartoli bewies dann ab den 1990ger Jahren, wie wohltuend und erfreuend sinnlich das gekonnt eingesetzte Schweben der Stimme sein kann. Anna Bonitatibus, über deren Alter das Internet trotz intensiver Suche nichts preisgibt, jedoch will oder kann dieses Stilmittel nicht mehr befriedigend und wohldosiert einsetzen, was ihr z.B. in Händels Tolomeo vor 6 Jahren noch einwandfrei möglich war. Leider wird im vorliegenden Fall das permanente Vibrato fast durchgehend zu einem äußerst unschön flackernden, sehr schnell regelrecht penetranten Tremolo, das wie die Karikatur einer alternden Operndiva wirkt und mir ein durchgehendes Anhören der CD verleidet hat. Das ist umso bedauerlicher, als die Bonitatibus in diesem hochinteressanten, mit nicht weniger als 14 Ersteinspielungen aufwartenden Album ansonsten über hervorragende Technik, ein großes dynamisches Spektrum und stilsichere emotionale Darstellungskraft, die sie in der Figur der „Signora reale“ äußerst glaubwürdig erscheinen lässt, verfügt. Die editorische Idee, der Figur der Semiramis vom Barock bis zur Frühromantik eine musikalische Referenz zu erweisen und dabei dem heutigen Hörer hervorragende Musik von so entlegenen Komponisten wie Bernasconi, Borghi oder Nasolini zu präsentieren ist großartig. Die dreisprachige, prächtig bebilderte und historisch bestens recherchierte Edition trotzt beeindruckend der grassierenden billigen Downloadpraxis, doch das schönste „Artwork“ nützt nichts, wenn der musikalische Anteil so wenig überzeugend wie im vorliegenden Fall ausfällt- schade!
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