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am 9. März 2014
Ohne dass die zentrale Figur des Geigenbauers Jakob Stainer wirklich zu einem Sympathieträger wird, frisst man sich mit Vergnügen durch die historischen Kapitel des Romans und verfolgt sein Schicksal von der Lehrbubenzeit bis ins Alter. Hervorragend recherchiert und durch das Hineinzoomen in die Wendepunkte dieses Lebens spannend erzählt.
Der Handlungsstrang in der Gegenwart des Jahres 2012 erinnert den Kenner der Szene – natürlich rein zufällig, wie der Autor versichert – an den Fall des im Knast sitzenden Spitzen-Geigenhändlers Machold. Während Reporter-Detektiv Rudi Meier atemlos der letzten original erhaltenen Stainer-Geige hinterher ist, klären sich für den Leser en passant jede Menge wissenswerter Details zum Geigenbau und zu der gewollten Mythenbildung im Handel mit alten Instrumenten. Der heutige Journalismus bekommt auch noch ein paar Seitenhiebe ab.
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Der Leser sollte sich nicht von dem etwas unspektakulären Cover abschrecken lassen, denn dahinter verbirgt sich eine tolle Story mit hochinteressantem Inhalt.

Der Journalist Rudi Meier arbeitet an einem Artikel über antike Geigen. Dabei erhält er Informationen, die eine berühmte alte Geige betreffen. Es geht um die letzte Geige, die Jakob Stainer im 17.Jahrhundert gebaut haben soll.

Unter mysteriösen Umständen verschwand das kostbare Instrument vor einiger Zeit aus einem Museum und es erweckt den Anschein, als wäre niemand interessiert, es wiederzufinden. Der Händler Machinger erzählt Rudi eine Geschichte um einen geheimnisvollen Zettel, der in der Geige versteckt gewesen sein soll, höchstwahrscheinlich eine Nachricht des Meisters selbst.

Rudis journalistisches Interesse ist sofort geweckt, als er den Auftrag bekommt, das Instrument auf dubiosen Wegen wieder zu beschaffen.

Durch Rudis Recherchen bekommt der Leser so einige interessante Enblicke in die kriminellen Machenschaften rund um den Handel mit antiken Geigen.

In einem zweiten Handlungsstrang versetzt uns der Autor zwischendurch immer wieder in das 17.Jahrhundert; in die Zeit, in der Jakob Stainer lebte und arbeitete. Seinen ganzen Werdegang vom Lehrjungen in Tirol und Venedig, bis hin zum anerkannten Geigenbauer dürfen wir miterleben.

Das alltägliche Leben und den Handel im 17 Jahrhundert beschreibt der Autor ausführlich und authentisch und man kann als Leser wirklich in die Geschichte abtauchen.

Ich muss gestehen, dass mir der Name Jakob Stainer bisher nichts sagte, aber es macht den Eindruck, dass Heinz Peller sehr intensiv recherchiert hat.

Obwohl er in beiden Handlungssträngen ziemlich detailliert über Geigenbau und Geigenhandel berichtet, wurde es mir keine Minute langweilig. Ich fand das Thema hochinteressant und gepaart mit einem flüssigen Schreibstil, haben mich die modernen, als auch die historischen Kapitel, jedesmal gefesselt.

Das Buch ist eine perfekte Mischung aus modernem Krimi und vergangenen Ereignissen, die aber gekonnt miteinander verstrickt sind.

Wer sich für das Thema interessiert und auch gerne historische Romane liest, sollte unbedingt zu `Stainers letzte Geige`greifen.
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am 30. März 2014
Ein Romanautor, der auf sich hält, erzählt nicht einfach eine verwickelte Geschichte. Ohne sie ordentlich zu verwickeln, kann man sich heute nicht auf den Markt trauen – geschweige denn ins Reich der ernsten Literatur. Dass mit mehreren Perspektiven und Zeitebenen gearbeitet wird, wird schon Schülern eingebläut. Sie sollen komplexe Strukturen entschlüsseln und als Qualitätskriterien goutieren lernen.
Da hat Peller nicht nur sein Handwerkszeug gelernt, er weiß es auch sinnvoll einzusetzen. So reißt er die Zeitebenen nicht bloß willkürlich auseinander. Es lässt sich sehr wohl ein System erkennen. Die "alte" Geschichte (17. Jahrhundert) des Geigenbauers Jakob Stainer und die aktuelle des Journalisten Rudi Maier stehen im engen inhaltlichen Bezug. Die Entschlüsselung von Stainers Leben und die Enthüllung der "Machinger"schaften des modernen Instrumentenhandels, laufen nicht nur nebeneinander her, sie sind beständig aufeinander bezogen. Die Unterbrechungen dienen nicht – wie so oft – nur billiger und lästiger Spannungserhöhung. Sie sind so gesetzt, dass die Ebenen sich gegenseitig erhellen. Läppische Irreführungen des Lesers spart sich der Autor konsequent. Während die Investigationsgeschichte streng chronologisch vorgeht, ist die historische Ebene durch Vorgriffe und Rückblenden gekennzeichnet. Das ist nur auf den ersten Blick Willkür: Sowohl die Geschichtsschreibung über Stainer wie auch die Figur Stainer selbst sind sich ihrer Sache nicht sicher. Zum einen gibt es nationalhistorisch gefärbte Legenden und eine unklare Quellenlage. Zum andern verliert der geniale Stainer ja ob der ihm nicht gerade freundlich gesonnenen Zeitläufte laufend seine Selbstbeherrschung und wohl auch zunehmend seinen Verstand, wobei nicht sicher ist, ob er die Welt oder sie ihn nicht versteht. Gerade in den Schlusspassagen, in der seine Fixierung auf Vollkommenheit und Einzigartigkeit zunimmt, springt auch die Erzählung recht wahnsinnig hin und her.
Im Wesentlichen konzentriert sich der Autor auf die Perspektive des Geigenbauers und des Enthüllungsjournalisten. Deren Bewusstseinsströme erlauben Einblick in ihre kritische Stellung zur Welt, ohne sie damit in ihr zu kompromittieren. Bei Stainer geht's dabei um Kopf und Kragen, bei Rudi Meier um recht billige Rache an der Entscheidung seines Arbeitgebers, ihn künftig deutlich billiger für sich zu nutzen: Er will sich damit durch einen Griff in die Spesenkasse entschädigen. Diese beiden Perspektiven werden meist konsequent durchgehalten. Nur selten bekommt man auch den einen oder anderen heimlichen Fetzen anderer Figuren zu lesen.
Ganz offensichtlich ist Leonie Hull als Wiedergängerin Stainers konzipiert: Beide bauen Spitzengeigen, ziehen das Bein nach und stehen im Verdacht mit dem Teufel zu paktieren (womit wir uns in der seligen deutschen Faust-Tradition wiederfinden). In Stainers Zeit kennt Peller sich offenbar dank seiner Recherchen recht gut aus. Was die jüngere vergangenheit betrifft, hat ihm jedoch seine Erinnerung einen Streich gespielt – trotz seiner Menschenkunde als Münchner Taxifahrer: der Chinesische Turm im Englischen Garten heißt nicht "Englischer Turm".
Eine lässliche Sünde angesichts einer insgesamt vergnüglichen und spannenden Lektüre!
Toni Spöttl
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am 25. März 2014
Auch als Musikfreund befasst man sich üblicherweise nicht intensiv mit der Technik des Geigenbaus und seiner Geschichte. Der historische Roman "Stainers letzte Geige" weckt aber auf geschickte Weise das Interesse an dieser Materie: Er konstruiert eine spannende Kriminalgeschichte um das letzte von Jakob Stainer gebaute Musikinstrument, das im heutigen Handel zweifelhafte Geschäftsinteressen auf sich zieht. Dabei erfährt man viel Neues und Interessantes über geschäftliche und auch kriminelle Machenschaften rund um die namhaften alten Instrumente und folgt so dem Autor auch bereitwillig in die Entstehungszeit der legendären Geige und das bewegte Leben Stainers. In den Rückblenden des Romans spielt das Venedig des 17. Jahrhunderts eine zentrale Rolle, die Erzählung gefällt hier ganz besonders, weil sie es sehr gut versteht, durch detail- und kenntnisreiche Darstellung das Leben der Stadt und ihrer Handwerkskünstler recht lebendig zu machen.
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am 12. April 2014
Ich habe dieses Buch in einem Zug durchgelesen und bin davon begeistert. Gut schon die Idee, das Thema auf zwei Handlungsebenen darzustellen. Die historische Handlungsebene bringt uns das äusserst interessante Leben des bis anhin eher unbekannten Tiroler Geigenbauers Jakob Stainer näher. Sie schildert die verschiedenartigen Personen, die ihn umgaben und beeinflussten, zum Teil auch behinderten, und die oft widrigen Umstände, unter denen er leben musste und denen zum Trotz er phantastisch klingende Geigen und andere Streichinstrumente baute. Aber auch die zweite, die moderne Handlungsebene liest sich spannend, ist süffig geschrieben und vermittelt viele interessante Details zum Geigenbau und zum Geigenhandel. Für Liebhaber der Kulturgeschichte des späten Mittelalters, der klassischen Musik und des Geigenspiels im speziellen ist das Buch ein Muss, dessen Lektüre ihnen viel Freude bereiten wird.

Markus Bürgin, Binningen/Schweiz
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am 5. Mai 2014
Man kann sich der Faszination - vor allem der historischen Ebene des Romans - kaum entziehen. Obwohl dabei immer der Eindruck verbleibt, die Fakten sind genauestens recherchiert und vollständig, wird die Geschichte damit nie erschlagen, sondern bleibt immer sehr lebendig und spannend.
Auch die - parallel zur Biographie Stainers - erzählte Kriminalgeschichte hält sich mit Faktengrundlagen nicht zurück. Man muss selber kein Fachmann für antike Instrumente sein um die angedeuteten Zusammenhänge eines Marktes für alte Meisterinstrumente als realistisch nachvollziehen zu können.
Insgesamt also ein lesenswertes Buch, das Neugier auf weitere Werke des Autors macht.
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am 3. Juni 2014
Es ist schon selten,das ein Buch gleichsam spannend und lehrreich ist.Dadurch das die Geschichte
sowohl in der Vergangenheit alsauch in der Gegenwart spielt wird es noch interessanter.Kann dieses
Buch nur weiterempfehlen und wird den Leser,der sich für geschichtliches und fachliches interessiert,
Fesseln.
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am 2. Juni 2014
Selten so ein fesselndes und zugleich informatives Buch gelesen. Der Autor lässt einen sowohl in die Welt des Geigenbauers im 17.Jhdt eintauchen als auch in die "Machenschaften" der heutigen Versteigerer/ Verkäufer. Sehr gelungen und ich freue mich schon auf Fortsetzungen.
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am 25. Juni 2014
Wenigen Autoren gelingt es, Information und Spannung so gekonnt zusammenzuführen. Habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen! Für alle an Streichinstrumenten Interessierten unbedingt zu empfehlen!
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