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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 3. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Wie so viele Leser hat auch mich das Cover und der Titel des Buches angezogen. Die Geschichte klang geheimnisvoll und spannend.

Der arbeitslose Clay findet einen Aushilfsjob in einer geheimnisvollen Buchhandlung und kommt einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur.

Zu Beginn war ich auch noch ganz begeistert. Die Beschreibung von Mr. Penumbras Laden war atmosphärisch, die Stammkunden interessant. Am Anfang mochte ich sogar die Mischung aus verstaubter Buchhandlung und der Technikbegeisterung des Protagonisten sehr gern. Doch bald beginnt das ständige Product-Placement zu nerven. Google hier, Apple da, Kindle überall. Das liest sich wie die Werbeprospekte in der Sonntagszeitung.
Ich habe versucht darüber hinweg zu lesen, aber auch die Handlung des Buches wurde nach und nach immer abstruser und trotzdem nicht spannender.

Die ersten 100 Seiten habe ich mit Neugier und Interesse gelesen, danach habe ich mich eigentlich nur noch durch das Buch gequält ohne wirklich weiter lesen zu wollen. Das Buch gehört leider zu den Büchern, die man begeistert anfängt doch dann immer öfter aus der Hand legt und irgendwann halb gelesen auf dem Nachtisch vergisst. Schade! Ich hatte mir von diesem Buch so viel mehr versprochen.
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am 6. April 2014
Viele Menschen, die Bücher lieben, lesen auch gerne Bücher über Bücher. Schon Cover und Titel dieses Buches von Robin Sloan deuten an, hier solch ein Buch gefunden zu haben. Es handelt wirklich über Bücher und eine spezielle Buchhandlung. Eben jene sonderbare Buchhaltung des Herrn Penumbra. Diese Buchhandlung will eigentlich nicht wirklich Bücher verkaufen, obwohl sie im Dreischichtbetrieb geöffnet hat. Clay Jannon, ein arbeitsloser Webdesigner, bekommt den Job in der Nachtschicht. Viel hat er nicht zu tun, denn nur wenige Menschen besuchen die Buchhandlung und die meisten leihen sich nur ein Buch aus dem hinteren Bereich aus. Diese Bücher – so die Anweisung des Besitzers darf er sich nicht ansehen, sondern nur heraussuchen und an die Leser abgeben. Zu jedem Besucher muss ein subjektiver Eintrag in das Logbuch hinzugefügt werden. Doch Clay hält sich nicht an diese Vorgaben und schaut in eines der Bücher. Der Inhalt besteht nur aus einer scheinbar willkürlichen Anordnung von Buchstaben. Worte oder gar Sätze sind nicht zu entziffern. Die Bücher sind chiffriert. Er entdeckt, dass diese Buchhandlung nur Teil einer ganzen Kette ist und das Frontend einer Geheimgesellschaft darstellt. Seine Neugier ist geweckt und er wird in ein unglaubliches Abenteuer verwickelt. Denn die Geheimgesellschaft ist auf der Suche nach dem letzten Geheimnis und dieses soll sich im chiffrierten Buch des ersten Verlegers der Menschheit, Aldus Manutius, befinden.
Dieser Roman ist wirklich ein Buch über Bücher, doch damit wird man ihm nicht gerecht. Denn es geht nicht nur um Bücher, sondern um Inhalte, um Ideen, deren Aufbewahrung und Auswertung. Google mit all seinen Facetten spielt eine große Rolle im Buch. Google ist nicht nur eine Suchmaschine, sondern viel mehr. Google selbst verwaltet nicht nur Informationen, sondern erschafft auch Daten. Mit Hilfe der Infrastruktur von Google versucht der Protagonist, das Buch des Aldus Manutius zu entschlüsseln.
Robin Sloan gelingt es mit diesem Roman, die Informationsgesellschaft zu hinterfragen. Es gibt viele Leser, die nur ein Buch als Print für ein wirkliches Buch halten. Andere haben sich vom Papier gelöst und lesen nur elektronisch. Andere lesen gar nicht mehr selbst und lassen sich die Bücher vorlesen. Sloan sieht hier aber „entweder – oder“, sondern läßt alle Formen des Lesens gelten. Er warnt allerdings schon auf der ersten Seite vor einen nicht zielgerichteten Umgang mit Informationen – sprich dem Internet. Schnell verliert man sich in der Vielzahl von Informationen und Links und wird von dem, was man eigentlich suchen wollte, abgelenkt. Jeder Link führt im Netz zu einer neuen Anzahl von weiteren Links.
Aber auch das Gegenteil, wie der „Erste Leser“ der Geheimgesellschaft, der keine Computer für die Entschlüsselung des Buches von Manutius zuläßt, ist auch nicht der richtige Weg. Auf die richtige Kombination kommt es an. Der Autor erzählt eine spannende Geschichte, aber ohne erhobenen Zeigefinger.
Das Buch schildert aber auch eine Quest. Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten treffen sich, um auf eine Reise zu gehen und eine wichtige Aufgabe zu lösen. Manchmal verlieren sie dabei die Richtung, aber dennoch werden sie das Ziel erreichen. Und eine fiktive Trilogie einer Quest spielt im Roman eine wichtige Rolle, die „Drachenlied-Chroniken“. Sie bringt Clay Jannon auf die richtige Spur.
„Die sonderbare Buchhandlung“ ist ein intelligentes und dabei unterhaltsames Buch und es macht richtig Spaß in die verschiedenen Ebenen der Handlung einzutauchen. Der Erzählstil ist kurzweilig und modern und die Charakterisierungen der Personen glaubhaft. Die Handlung wirkt sehr gut recherchiert, denn der Autor hat selbst in der Online-Branche gearbeitet.
Wer mehr lesen möchte oder das Prequel zuerst, kann sich „Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra“ auf seinen Reader laden. Aber diese Kurzgeschichte gibt es nur als e-book…
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Es gibt Bücher, bei denen bleibt es einem persönlich immer unerklärlich, warum sie völlig unterschiedliche Resonanz finden. Man findet sowohl Lobeshymnen und empörte Verrisse, schlägt sich selbst auf eine Seite und vermag – trotz genannter Argumente – gedanklich nicht nachvollziehen, was denn die Gegenseite zu solch diametralen Urteil bewegte. Und es gibt Bücher, da ist der Grund ganz offensichtlich, auch wenn sich dies mancher Rezensent selbst nicht eingestehen mag. Zu den letzteren zähle ich Robin Sloans Roman „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra.“

Ich erachte diesen Roman nicht literarisch, jedoch in Hinblick zu der vermittelnden Einsicht für schlichtweg genial. Kein mir bekannter Roman versteht es bislang auf so unterhaltsame, amüsante und kluge Weise, die Parallelität zweier Medienrevolutionen gegenüber zu stellen und den aktuellen, unsinnigen Glaubenskrieg ihrer Evangelisten zu entlarven.

Auf der einen Seite der elitäre Zirkel der Bibliophilen, die sich hinter ihren Bücher-Barrikaden verschanzen und einzig ihr hart erworbenes, dechiffriertes Wissen, das in den vergangenen Jahrhunderten zwischen zwei Buchdeckel gepresst wurde, als legitim und wertvoll zu erachten.

Ihnen gegenüber die selbstgefälligen jugendlichen Revoluzzer, denen nichts Elitäres heilig ist, die eine sozialistische Allwissenheit auf Touchscreen propagieren und das bislang noch Unerklärliche in der Welt einzige nur als zu decodierende Knobelaufgabe verstehen.

Beide Seiten sind sich mit ihrer Allmachtphantasie und Alles-ist-Möglich-Philosophie verdammt ähnlich. Und beide Seiten sind im Roman mit einem Blick aus kritischer Leserdistanz einfach nur krude Nerds – viele davon sind liebenswert und verschroben, doch einige so fanatisch (auch gegenüber ihren Feindbildern), dass es beängstigen sollte. Doch vom Glauben an die Macht der Bücher beseelt und zur Bibliophilie bekennend gibt es offenbar auch viel schwer enttäuschte Leser. Man lese hierzu nur die negativen Rezensionen auf amazon.

Robin Sloan, der hier trotz seines beruflichen Silicon Valley Hintergrunds, sehr liebevoll beide Seiten gleichberechtigt karikiert, wird von Seiten der buchliebenden Leser Googlianismus vorgeworfen. Denn während der im Roman benannte Geheimbund des ungebrochenen Buchrückens mit seiner Parole „Festina lente“ (Eile mit Weile) frei erfunden ist, lässt der Autor das reale Google als zeitgemäßen Gegenspieler auftreten. Und der Konzern und seine Repräsentanten werden für viele offenbar nicht ausreichend dämonisiert. So beschreibt sie der Autor ebenso leidenschaftlich begeistert von der aktuellen Technologie wie es wohl vor gut 500 Jahren auch die historisch realen Begründer des Geheimbundes waren, der Typograf Francesco Griffo und der Drucker und Verleger Aldus Manutius. Solch eine vergleichende Gegenüberstellung erachten einige Mitglieder der Gemeinde der Buchliebhaber als ketzerisch.

Angesichts des schönen, bibliophilen Schutzumschlags verlockt, waren nicht wenige furchtbar geschockt, dass in dem Roman auch seitenlang auf die heutigen digitalen Errungenschaften und ihre faszinierenden Möglichkeiten eingegangen wird. Ja, diese verführen sogar Mitglieder des Geheimbundes (u. a. den Buchhändler Penumbra) sich ihrer zu bedienen, um einem ewigen Rätsel – der Dechiffrierung eines Buches des Gründers – auf die Spur zu kommen. Bei Erfolg verspricht das den lebenden Mitgliedern ewiges Leben und den schon verstorbenen die Auferstehung. Doch ähnliche Wunschphantasien treiben auch die Googlianer im Roman um.

Die ganze Geschichte wird launisch aus der Perspektive des sympathischen Ich-Erzählers Clay Jannon erzählt, einer von vielen wohl unzähligen in San Franzisco lebenden Webdesignern. Er ist der einzige, dem nichts Nerdiges anhaftet und von dem sich der Leser herrlich wundernd durch diesen Kosmos an skurrilen Typen geleiten lassen könnte – wäre da nicht des bibliophilen Lesers eigene Skurrilität. Die lässt ihn an keiner Buchhandlung vorbeiziehen ohne sich dankbar davor zu bekreuzigen. Und die Frage, ob er sich nicht doch mal einen eReader zulegen möchte, angesichts der hunderten an Devotionalien in seinem heimischen Regal, verstünde er als Aufforderung zur Blasphemie.

Wohl deshalb hat sich Robin Sloan noch mal einen eigenen Spaß gemacht. Er hat noch eine kurze Vorgeschichte über seine Romanfigur Mr. Penumbra geschrieben und veröffentlich – doch die kann man nur als € 0,99 eBook erwerben ;-).

Es ist auch ein kleines Vergnügen die von Robin Sloan gewählten Chiffren zu decodieren. Eine eigene englischsprachige Page gibt hier schon einige Hinweise. So spielt im Roman die Schrifttype Gerrit Gerritszoon eine bedeutende Rolle. Der Name der Type ist auch der holländische Geburtsname Erasmus von Rotterdam, der wiederum tatsächlich ein Freund des Verlegers Manutius war. Oder auch der Name „Penumbra“ (Halbschatten). Er steht sowohl für ein Fantasy-Computerspiel als auch medizinisch für den Teil des Gewebes, das bei einem Hirninfarkt nur teilgeschädigt ist. Nicht zuletzt lohnt es die Biografien und kulturhistorische Bedeutung von Aldus Manutius und dem Typografen Griffo zu recherchieren. Denn das sowohl deren Ambitionen damals als auch deren Start-Up „Buchdruck“ Parallelen zu Google und seinen Gründern heute aufweist, ist offensichtlich. Nur damals war „global“ eben noch auf einen kleinen Kulturkreis an „Usern“ in Mitteleuropa beschränkt, von denen nur wenige das gedruckte Wissen dechiffrieren, sprich lesen und verstehen konnten.

Robin Sloan liefert mit seinem Roman eine grandiose Satire, die nicht nur humor- und liebevoll die oben beschriebenen verfeindeten Jünger zweier Glaubensbekenntnisse persifliert, sondern es ist ihm zugleich gelungen einen wirklich spannenden Fantasy-Thriller ohne magische Effekthascherei zu schreiben, der sehr plausibel den aktuellen Clash der Medienkulturen beschreibt. Für mich war es ein großer, sehr empfehlenswerter Spaß.
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am 25. Mai 2014
Der arbeitslose Webdesigner Clay Jannon nimmt einen Aushilfsjob in einer alten Buchhandlung an. Auch wenn er in den vorherigen Jahren ziemlich selten etwas aus Papier in der Hand hatte, so hat er doch in seiner Jugend gerne gelesen. Schon bald merkt er jedoch, dass sich diese Buchhandlung von anderen unterscheidet. Es gibt nur recht wenige Bücher, die tatsächlich verkauft werden können. Der Großteil steht in enorm hohen Regalen und wird ausschließlich von Mitgliedern einer besonderen Vereinigung ausgeliehen. Neugierig geworden beginnt Clay nachzuforschen und stellt fest, dass sämtliche Bücher in einem Geheimcode verschlüsselt sind, den die Mitglieder zu knacken versuchen. Und dies schon seit Jahrhunderten...

Der Klappentext versprach "Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher", zeigte auf dem Cover ein gut gefülltes Bücherregal und wies mit dem Titel deutlich auf eine Buchhandlung hin. Für mich als großen Anhänger des gedruckten Wortes war klar: Ein Buch über Bücher und eine ganz besondere Buchhandlung - das muss ich lesen! Leider hat der Titel mich ziemlich in die Irre geführt.

Bücher spielen in diesem Buch nur eine Nebenrolle. Sämtliche Kapitel sind überaus techniklastig, selbst der alte Buchhändler nennt mehrere E-Reader sein eigen und die Mitglieder der Vereinigung leihen sich ständig Bücher aus, um den ominösen Code zu knacken - und nicht, weil sie gerne lesen. Es geht um Programmiersprachen, Dateien, Scanner, Datenvisualisierung und und und.

Allerdings wäre es ungerecht zu sagen, dass die Technik über alles gestellt würde. Wenn über viele Seiten hinweg beispielsweise der Google-Campus beschrieben wird, dann findet sich in diesen Beschreibungen einiges an Ironie. Dazu gibt es sehr nette Textstellen wie beispielsweise: "Kat hat eine New York Times gekauft, aber nicht herausbekommen, wie man sie bedient." An einigen Stellen konnte ich mich wirklich gut amüsieren, aber im Ganzen gesehen waren es für meinen Geschmack - trotz Ironie - einfach zu viel Technik und zu wenig Bücher.

Der Schreibstil war angenehm, die Handlung interessant und spannend aufgebaut. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der ein oder andere Leser bei der Vielzahl an technischen Begriffen und Abläufen immer mal wieder auf - natürlich - Google zurückgreifen musste, um sich diese Begriffe erklären zu lassen. Und ohne eine bestimmte Altersschicht (zu der ich ja auch gehöre) diskriminieren zu wollen, habe ich hier noch ein passendes Zitat aus dem Buch: "Wen das jetzt beeindruckt, der ist über dreißig."

Ich kann gut verstehen, dass andere Leser das Buch toll finden, es hat wirklich seine Qualitäten. Zu meiner Welt gehören auch PCs und Technik, ich arbeite den ganzen Tag damit und treffe mich hier via PC mit anderen Bücherfreunden. Aber was Bücher angeht, bin ich altmodisch und liebe meine gedruckten Seitlinge - trotz hoffnungslos überfüllter Regale, Schränken und zu voll gepackten Handtaschen. Und daher war ich für dieses Buch einfach die falsche Zielgruppe.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
… auch das Buch ist sonderbar. Robin Sloan will Bücherwelt und neue Informationswelt miteinander versöhnen. Die Geschichte, die er sich dazu ausgedacht hat, dreht sich um ein Rätsel, das nun schon seit der Renaissance auf seine Lösung wartet.

Clay, arbeitsloser Werbedesigner, heuert in der obskuren Buchhandlung eines Mr. Penumbra an. Rund um die Uhr geöffnet, aber quasi ohne echte Kunden, bis auf die, die Bücher ausleihen, die aus schwindelerregenden Höhen der Regale geholt werden müssen, die sich Clay aber nicht anschauen darf. Verbote wollen umgangen werden, Clay findet kryptische Zeichenfolgen in den Büchern. Mit Kat, einer Google-Mitarbeiterin und seinem gestaltungsfreudigen Freund Neel, versucht er das Geheimnis zu lösen, das mit uralten Schrifttypen zusammenhängt.

Es knistert nicht, in Clays Roman, Spannung kommt nicht wirklich auf. Das Scheitern der Neuen Welt beim Lösen der Aufgabe, ist zwar ganz nett, aber die neue Technikwelt bestimmt mir trotzdem zu sehr dieses Buch, in dem es eigentlich um Bücherwelten gehen sollte. Die Ausgangsidee ist interessant, das was Clay daraus macht gut lesbar, aber nicht lesenswert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das Buchcover und der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen. Wer ein Bücherfreund ist, den ziehen Bücherregale magisch an und wenn im Buchtitel noch das Wort Buchhandlung auftaucht, dann ist es fast schon Pflicht, das Buch zu lesen.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut und es ging auch ganz spannend und interessant los. Leider hielt sich diese Lesefreude nicht so lange. Die Geschichte verlor ihren Charme als die Computer und die Scanner die Macht übernahmen. Die Spannung verpuffte mit jedem weiteren "Google"-Wort und so zog sich das Lösen des Rätsels über die Seiten und schaffte es leider nicht mehr mich zu fesseln.

Auch die Figuren waren mir zu sehr Nerd und zu sehr in ihrer eigenen Welt gefangen. Sie waren, für mich, zu oberflächlich und ohne Ecken und Kanten. Ich konnte keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen und fand mich auch in ihrer Welt nicht wieder. Mir fehlte auch die versprochene Liebeserklärung an die Welt der Bücher. Ich fand sie leider nicht.

Letztendlich war ich froh, als die Geschichte zu Ende war. Leider kein Buch über Bücher, deren Geheimnisse und spannenden Inhalt. Es wäre schön gewesen. Schade.
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am 8. Januar 2015
Dass auch Google nicht alles weiß, finde ich erstmal beruhigend!
Im Buch treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander: Da ist die etwas verstaubte, fast sektenartige Welt einiger eingeweihter Büchernarren und andererseits die hochtechnisierte Welt von Google. - Beide Weltanschauungen werden zusammengeführt und mit viel Fantasie gemischt.
Dieses Buch hat mir (auch optisch) sehr gut gefallen, es hat einen ansprechenden Umschlag und ist aufwändig gebunden (sogar mit Lesebändchen)
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Gut fand ich an Robin Sloans Roman „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ eigentlich nur eines – nämlich, daß die rund 350 Seiten relativ schnell durchgelesen waren und nicht allzu viel Lebenszeit kosteten. Das ein oder andere Mal war ich versucht, das Buch zur Seite zu legen – oder, um eine größere Entfernung zwischen mir und ihm zu schaffen, zu werfen, aber ich wollte fair sein und ihm bis zum letzten Kapitel die Chance geben, mit einer überraschenden Wendung oder einem erlösenden Schluß aufzuwarten. Doch es blieb sich selbst treu …

Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Webdesigner namens Clay Jannon, den die Wirtschaftskrise arbeitslos gemacht hat und der durch einen Zufall eine Stelle in einer seltsamen Buchhandlung in San Francisco ergattert, die rund um die Uhr geöffnet hat und die von einem mysteriösen, aber nicht unsympathischen alten Mann, Mr. Penumbra, geführt wird. Hier gibt es seltsam codierte Bücher in absurd hohen Regalen, die von einer Handvoll kauziger Typen entliehen werden – immer eines nach dem anderen, so als handele es sich bei dem ganzen Tun um eine Schnitzeljagd. Mit der Zeit wird Jannon natürlich neugierig und möchte wissen, was der Sinn dieser geheimnisvollen Vorgänge ist, und mit Hilfe seiner Freunde – an vorderster Stelle ein reicher Jungunternehmer, eine findige Google-Mitarbeiterin und ein Special Effects Man – beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen.

Das klingt erst einmal sehr verheißungsvoll, und Umschlaggestaltung sowie Klappentext suggerieren eine Geschichte, in der es um geheimnisvolle Bücher und philosophische Gedankenspielereien geht. Allerdings wurde ich von diesem Buch in jeglicher Hinsicht enttäuscht.

Zunächst einmal ist „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ nicht wirklich spannend, denn an keiner einzigen Stelle geraten die Hauptfiguren des Romans wirklich einmal in eine ernstzunehmende Gefahr oder an einen bedrohlichen Widersacher, sondern sie haben für jedes Problem und jede Herausforderung immer gleich eine einfache Lösung parat. Das hat damit zu tun, daß einer der Freunde des Protagonisten ein mehr als wohlhabender Jungunternehmer ist, mit dessen Hilfe sich Reisen und Ausrüstung bezahlen lassen, und daß Jannons Freundin bei Google arbeitet und alle Ressourcen ihres Arbeitgebers mal eben so ausnutzen kann. Mußte ein Sherlock Holmes noch vor Ort nach Spuren suchen und über Zusammenhänge nachdenken, so wird bei Jannon & Co. munter das Internet benutzt – sowohl für das Suchen als auch für das Denken. Da diese jungen Technik-Recken es eigentlich nie mit einem wahren Gegner zu tun haben, wird ihre Schnitzeljagd denn auch sehr schnell langweilig.

Doch Sloan ödete mich auch dadurch an, daß ungefähr die gefühlte Hälfte seines Buches sich wie eine Werbebroschüre für Google liest. Falls Sie es noch nicht wußten, Google sammelt sein Wissen über alles und jeden aus rein altruistischen Motiven, nämlich um das Leben für uns alle leichter und besser zu machen. Fortschritt ist ja schon deshalb gut, weil alles schneller und einfacher geht. Außerdem ist Google ein Musterbeispiel an Demokratie, Vernunft und Aufklärung, was man selbst an den Salaten, die den Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, erkennen kann. Ein kritisches Innehalten und die Frage, welche unerwünschten Folgen sich aus der Macht dieser Firma ergeben könnten – das ist Sloans Sache nicht. Wen all das immer noch nicht langweilt – und vielleicht sogar auch nicht ärgert –, der ist sicher auch gegen die Belanglosigkeit eines Großteils der Dialoge zwischen einigen der Figuren gefeit.

Am schlimmsten aber finde ich die Lebenseinstellung, die mit diesem Buch vermittelt werden soll und die mit dem Habitus der Figuren korrespondiert. Nehmen wir mal Kat Potente – sie scheint wirklich so zu heißen –, die Google-Mitarbeiterin: Google ist schlichtweg ihr Lebensinhalt, aber auch die Verbesserung der Menschheit, die Erweiterung ihrer technischen Möglichkeiten und die Vereinfachung der Verfügbarkeit von Wissen. Garniert ist dieser unreflektierte Verbesserungswahn denn auch mit einer gehörigen Portion Selbstgerechtigkeit, die sie dazu bringt anzunehmen, sie könne den Code, um dessen Entschlüsselung Hunderte von Menschen seit Generationen ringen, mit den Ressourcen Googles an einem Freitagmorgen knacken. Nicht nur scheint in dieser Haltung eine gewisse Hybris durch, sondern sie ist auch symptomatisch für den Mangel an intellektueller Ehrfurcht gegenüber jeglichem Bemühen, sich Wissen Stück für Stück zu erarbeiten und sowohl dem Wissen als auch den Methoden seiner Aneignung und des Verstehens Respekt zu zollen. Für Kat und Ihresgleichen muß alles stets ohne große Mühe verfügbar sein, und ein intimes, d.h. durch eigenes Nachdenken und den Austausch mit Gleichgesinnten gekennzeichnetes Ringen um Erkenntnis, ein philosophisches Verstehen und nicht unmittelbar nutzbringendes Wissen dürfte bei Ihresgleichen nur ein Kopfschütteln hervorrufen. Diese eigentlich kleinkindhafte, verzogene, oberflächliche und egozentrisch-selbstgerechte Haltung kennzeichnet nicht nur Kat, sondern alle ihrer Generation entstammenden Figuren des Romans, was mich dieses Buch schon nach kurzer Zeit mit einem gewissen Widerwillen lesen ließ, halte ich es doch eher mit sympathischen Losern in der Tradition angelsächsischer Schelmenromane – Sloans Buch fing zwar in diesem Duktus an, doch überwogen recht bald die unsympathischen Züge seiner Figuren.

Wenn Sie dann noch wissen wollen, wie sich ein Angehöriger dieses hedonistischen und oberflächlichen Menschenschlages das Paradies vorstellt, dann sollten Sie unbedingt das letzte Kapitel lesen, denn hier wird in geradezu naiver Aufdringlichkeit eine Ode an das Kleingeld besungen, das uns den Himmel auf Erden bereiten kann.

Insgesamt kann ich von der Lektüre dieses Romans nur abraten, denn erstens fand ich ihn alles andere als spannend und zweitens besingt er eine Lebenseinstellung, die mir einfach zuwider ist.
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TOP 500 REZENSENTam 14. März 2014
Inhalt:
Clay Jannon ist wegen der Rezession arbeitslos geworden. Als seine Ersparnisse zur Neige gehen und er einfach keinen neuen adäquaten Job als Webdesigner finden kann, übernimmt er notgedrungen die Nachtschicht im rund um die Uhr geöffneten Buchladen von Penumbra. Schon rein äußerlich wirkt der Laden sonderbar, aber die „Kunden“ sind noch viel sonderbarer. Es gibt nur wenige, die sich in die Buchhandlung verirren, und die „Stammkunden“ kaufen keine Bücher, sondern leihen sie nur aus und machen dabei meist einen sehr gehetzten Eindruck. Mit Hilfe seiner Freunde will Clay herausfinden, welches Geheimnis die Bücher bergen.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt relativ gemächlich, und über sehr, sehr viele Seiten wusste ich nicht, in welche Richtung sie eigentlich führen wird. Handelt es sich einfach um ein Buch über Bücher, um einen Krimi, eine Liebesgeschichte, einen Fantasyroman? Es hätte alles sein können, und ich will hier zukünftigen Lesern nicht den Spaß nehmen, es selbst herauszufinden. Mir wäre es allerdings lieber gewesen, ich hätte das Ziel schon früher gekannt, dann hätte ich besser mit den Protagonisten mitfiebern können. Das Buch hätte mich dann mehr mitgerissen, nehme ich an. So dümpelte es anfangs etwas vor sich hin.

Allerdings machte es trotzdem viel Spaß, es zu lesen, denn Robin Sloans Sprachstil ist einfach toll. Hier liefern sich bildhafte Beschreibungen, poetisch anmutende Formulierungen und humorige Szenen ein Duell, das der Leser gewinnt.

Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, allen voran der etwas unsichere Clay, der aber schließlich über sich hinauswächst. Auch die „Googlerin“ Kat Potente, die zwar nicht hundertprozentig sympathisch erscheint, ist mit ihrem Arbeitseifer super dargestellt. Und nicht zu vergessen Mr. Penumbra, der geheimnisvolle Besitzer der Buchhandlung mit seinen seltsamen Regeln. Er hat mich im Lauf der Geschichte eigentlich am meisten überrascht, da seine Handlungen absolut nicht vorhersehbar waren. Abgerundet wird die Personenliste von Clays Freunden, die auch alle irgendwie schräg und besonders sind, und den seltsamen Mitgliedern eines alten Buchclubs.

Wie nicht anders zu erwarten, spielen in einem Roman über eine Buchhandlung Bücher die Hauptrolle, und zwar ganz besondere Bücher. Doch Sloan hat auch die aktuelle Entwicklung mit eingebaut, daher ist auch viel die Rede von E-Readern, einer großen Internet-Suchmaschine und der Firma mit dem angebissenen Apfel als Logo. Dadurch wirkt der Roman stellenweise recht nerdig und zum Teil war mir das auch ein bisschen zu viel Werbung.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Besonders das letzte Viertel war einfach klasse. Der Schluss ist eine runde Sache und ausführlich ausgearbeitet. Alle Handlungsstränge werden zu Ende geführt. Vor allem die Quintessenz der Geschichte fand ich ganz wunderbar.
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am 7. Januar 2015
Das Buch legt wirklich einen guten Start hin.Es stellt sich eine angenehme Atmosphäre beim Lesen ein.Alles bis dahin " So weit-so gut. " Aber bereits gegen Ende des ersten Viertels verblassen die Charaktere,werden immer farbloser und in ihrem Auftreten für mich nicht nachvollziehbar,ja regelrecht grotesk .Wenn ich ehrlich sein soll habe ich selbst nach dem Lesen des Buches alles noch nicht so richtig einordnen können.Große Teile der Handlung sind zu aufgesetzt,einfach nicht authentisch.Zu verstrickt und abstrus ist die Geschichte um den Verschlüsselungscode.Oftmals wirkt alles gewaltig an den Haaren herbeigezogen.Die sehr ins spezielle gehende Darstellung computertechnischer Möglichkeiten war für mich sehr interessant. Dies hilft dem Buch in seiner Gesamtheit allerdings nicht wirklich weiter.Aus der Grundidee des Buches,( wie auf dem Buchcover sehr vielversprechend beschrieben ) hätte man viel mehr machen können.Schade... um das verschenkte Potential des Buches.
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