Hier klicken May Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited SUMMER SS17

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 29. Juli 2013
Ich habe mich lange mit dem Thema Magersucht beschäftigt und bin durch das Fernsehen auf dieses Buch aufmerksam geworden.
Es ist absolut ergreifend die Geschichte von Hanna mit zu verfolgen und man hofft mit jedem gelesenen Kapitel, dass sie es schafft
ihre Krankheit zu besiegen.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, dass es einen völlig neuen Einblick in die Magersucht bietet.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. September 2016
Naja, sehr konstruiert geschrieben. Alle haben ja soooooooo viel Verständnis für einander, dass die Seite vor lauter Zuckerguß zusammen kleben.
Das schlechteste Buch über Magersucht das ich je gelesen habe. Schade.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. April 2013
Beschreibung:
“Mit 16 Jahren beginnt Hanna-Charlotte Blumroth vom Lehn, ihr Essverhalten strengstens zu kontrollieren und immer mehr abzunehmen. Obgleich sie lange Zeit abstreitet, magersüchtig zu sein, muss sie eines Tages einsehen, dass sie so nicht weitermachen kann.
Ihr Zustand ist lebensbedrohlich, als sie in eine Klinik eingewiesen wird. Dort beginnt sie die Arbeit an ihrem Buch Kontrolliert außer Kontrolle, in dem sie ihre Krankheit beschreibt und nach den Gründen für ihre Essstörung sucht.
Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeigen auf sehr eindringliche Weise, wie sie sich immer wieder in den gefährlichen Zwangsgedanken der Magersucht verliert, aber auch versucht, gegen ihre Krankheit anzukämpfen und ihre Lebensfreude wiederzugewinnen.”

Meinung:
Ich habe vor längerer Zeit eine Reportage über Hanna Blumroth bei Stern TV gesehen. Ich habe schon etliche Bücher über Essstörungen gelesen und musste mir dieses Buch auch zulegen. Warum? Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass es die ganzen Teenymagersuchtsgeschichten übertrifft und wirklich mal ein “erwachsenes” Buch über die Thematik ist. Das war es aber ganz und gar nicht. Man sollte meinen, dass ein 20 Jähriges Mädchen doch anders mit dem Thema umgeht, als eine 14 Jährige. Da lag ich wohl ziemlich falsch. Hanna ist so verfahren in ihrer Situation und so uneinsichtig. 4mal geht sie in eine Klinik und 4 mal bringt es nicht wirklich etwas. Hanna hintergeht alle nach Strich und Faden. Sie sagt zwar immer, dass sie gesund werden will, doch davon sieht man überhaupt nichts. Wenn man gesund sein will, reicht eben ein BMI von 15 nicht. Man muss mitmachen, sich auf die Therapie einlassen und sich auch nach der Entlassung daran halten. Es bringt nichts, alle zu belügen und immer weiter abzunehmen. So landet man wieder in der Klinik – ob man will oder nicht. Volljährigkeit ist da auch kein Hindernis – wie Hanna feststellen musste. Ein BMI von 12 kann keiner mehr verantworten und da wird man zwangseingewiesen, ob man will oder nicht. Hanna ist sehr uneinsichtig, kindlich, weinerlich und vor allem sehr egoistisch. Sie ist nur auf sich bedacht. Wie es ihrer Familie damit geht ist ihr vollkommen egal. Hannas Mutter leidet. Immer wieder muss sie mitansehen, wie ihr Kind sich Richtung Tod hungert, sie anmault, wenn sie helfen will, wegläuft, um unter Druck zu setzen. 4 mal hat sie Hanna in eine Klinik gebracht und 4mal kam Hanna wieder raus und hat absolut nichts geändert. Dazu muss man sagen, dass die ersten 3 Versuche gegen Hannas willen waren. Man kann seine Magersucht nur überwinden, wenn man das auch selber möchte. In der Klinik können sie dich zwar auf einen bestimmten BMI bringen, aber es bringt langfristig nichts, wenn du nicht selbst einsiehst, dass du etwas verändern musst. Irgendwann geht Hanna mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Das finde ich einerseits sehr mutig, auf der anderen Seite finde ich die ganze Geschichte sehr verantwortungslos. Hanna wollte anderen Mut machen. Womit den? Sich weiter in der Krankheit zu suhlen? Ich finde es sehr interessant, auch die kranke Seite kennenzulernen. Es ist verblüffend, wie ich Hannas Gedankengänge nachempfinden kann. Verblüffend und gleicherweise verängstigend. Ich kenne mich mit diesen Thema aus und ich weiß, wie schwer es ist, die Krankheit loszulassen. Ich denke ganz loslassen kann man sie nie. Sie wird dich immer ein Stück begleiten. Du wirst wahrscheinlich nie vor dem Spiegel stehen und zufrieden sein. Nicht mit 48 Kilo (was gerade mal die Untergrenze zum Normalgewicht ist), nicht mit 40 und auch nicht mit 35 Kilo. Du bist immer unzufrieden und musst dir immer wieder bewusst machen, dass du ein verzerrtes Selbstbild hast und dass du nur vernünftig Leben und auch glück sein kannst, wenn du ein gesundes Gewicht hast. Denn mal ganz ehrlich. Was bleibt dir mit 35 Kilo? Nichts. Du bist magersüchtig; wunderbar. Aber du siehst doch auch, was die Magersucht dir alles kaputt macht. Hanna ist nur auf ihr Gewicht fixiert. Gewicht, Kalorien, Schummeln, Einsparen, Fasten, Essen. Sie hat gar keinen Platz mehr für andere Sachen. Sie schafft es zwar in dieser Zeit ihr Abi zu machen (was ich sehr bewundernswert finde), doch ist ihr von ihrem Sozialleben nichts geblieben. Als sie nach ihrem letzten Klinikaufenthalt einen Studienplatz in München bekommt, hat sie die Chance in eine Betreute WG für Essgestörte zu gehen. Doch auch diese Chance ergreift sie nicht. Sie zieht zwar dort ein, aber sie hält sich an keine Regeln. Wofür zieht sie dann dorthin und nimmt anderen den Platz weg? Auch ihrer Mitbewohnerinen tun mir leid. Sie leiden alle an ihrer Essstörung, doch sie kämpfen und machen mit. Es ist auch für sie nicht einfach, doch sie haben eingesehen, dass das der richtige Weg ist. Wie schlimm muss es dann sein, wenn eine andere neben dir sitzt und nur eine Tomate isst? Ganz ehrlich? Ich wäre wohlmöglich ausgeflippt. Natürlich besteht Hanna die Probezeit nicht und muss gehen. Auch die nächste Chance nutzt sie nicht. Man sieht sehr klar, dass Hanna noch ganz tief in ihrer Magersucht gefangen ist und eigentlich auch keine Lust hat, wirklich etwas zu verändern. Das finde ich persönlich sehr schade. Sollte so ein Buch den betroffenen nicht zeigen, dass man gekämpft hat und dass man weiter macht? Ich finde es gerade für betroffene Patienten kein geeignetes Buch, weil Hanna überhaupt kein Vorbild ist. Im Gegenteil.

Fazit:
Ein ehrliches Buch über die Magersucht der Autorin. Jedoch nicht dafür geeignet zu lesen, wenn man selbst betroffen ist, denn die Autorin bestärkt immer wieder die kranke Seite, anstatt sich endlich mal zusammen zu nehmen und zu zeigen, dass man seine Magersucht bekämpfen kann. Es hat mich teilweise mitgerissen, da ich mich in einigem wiederfinden konnte, jedoch hatte ich am Ende nur noch Wut auf Hanna. Was wollte sie mit diesem Buch? Bloß an die Öffentlichkeit und sich selbst darstellen? Dafür ist dieses Thema meiner Meinung noch zu heikel.
11 Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2016
Nun habe ich schon einige Bücher über Anorexie gelesen und habe mich dabei oft auf englischsprachige Autoren fixiert. Um mal wieder etwas von einer deutschen Autorin zu dem Thema zu lesen, folgte ich der Empfehlung einer Bekannten und lud mir ,,Kontrolliert außer Kontrolle" von Hanna-Charlotte Blumroth vom Lehn als E-Book herunter. Ich lese normaler Weise lieber ,,Papier", aber bei Büchern, die ich vielleicht nicht ganz so dringend physisch im Regal stehen haben muss, darf es auch mal die elektronische Variante sein.

Das autobiographische Werk thematisiert Hanna von Blumroths Leben mit der Magersucht. Die junge Frau ist 16, als sich die Krankheit bei ihr entwickelt. Die Mutter ist schnell besorgt und versucht, Hanna zur Therapie und zu Klinikaufenthalten zu bewegen, aber es dauert sehr lange, bis Hanna die ersten Anzeichen von Einsicht an den Tag legt. Auch dann ist der Weg zur Heilung nicht in greifbarer Nähe, denn die Krankheit wird schnell zu Hannas persönlicher Identität.
Besuche bei Ärzten, Aufenthalte in Kliniken und der gute Wille ihrer Mitmenschen geht an Hanna vorbei. Oft nimmt sie sich vor, morgen alles besser werden zu lassen - aber es gelingt ihr nicht, dem essgestörten Denken zu entkommen. Bei einem extrem niedrigen Körpergewicht und einem Alltag, der sich eigentlich nur noch ums Essen und Nicht-Essen dreht, versucht Hanna noch ihre Schule abzuschließen und sich mit Zukunftsplanung zu beschäftigen. Ihre Familie leidet extrem unter ihr.

,,Kontrolliert außer Kontrolle" ist literarisch für mich nicht auf einem unglaublich hohen Niveau, aber es ist sehr, sehr ehrlich. (Vermutlich eher) unbewusst beleuchtet Blumroth hier auch stark das Leiden ihrer Familie - schon allein dadurch, dass die im selben Haus wohnenden Geschwister so gut wie nie Erwähnung finden. Stärker wird das Leiden ihrer Mutter thematisiert, die permanent zwischen Wut und Verzweiflung hin und her gerissen ist, während sie ihrem eigenen Kind beim langsamen Suizid zusehen muss und immer wieder hofft, dass Hanna ihre Versprechungen wahr macht und beginnt, an ihrer Heilung mitzuarbeiten.

Das Buch macht deutlich, wie sehr eine Heilung von Anorexie davon abhängt, dass der Leidende die Heilung wirklich will und zeigt gleichzeitig, dass eine magersüchtige Person ständig gegen eine zweite Stimme im Kopf ankämpft, die den Weg zur Heilung verwehrt und dafür sorgt, dass die kaum richtig ,,wollen" kann.
Schockierend mag es für manche Leser sein, wie ehrlich Hanna Blumroth ihre Gedanken schildert. Da nimmt sie kein Blatt vor den Mund und schreibt selbst die Gedanken nieder, die nicht-betroffene Leser für vollkommen idiotisch erachten mögen. Manchmal ist bei dem hart geschriebenen Buch schwer zu schlucken, wie egoistisch sie erscheint. Mitbetroffene in der Klinik, Mitbewohnerinnen in der WG für Essgestörte und auch andere Mitmenschen finden nur wenig Beachtung von der Autorin und man fragt sich eben doch beim Lesen, wie viel von dieser absoluten Fokussierung auf sich selbst durch die Krankheit kommt, und wie viel davon Teil ihrer Persönlichkeit ist.
Diesen fragwürdigen Eindruck unterstützt auch das Ende, welches nicht klar macht, ob die Autorin bereit ist auch nur irgendeinen Schritt in Richtung Heilung zu gehen.

Für Betroffene ist dieses Buch gerade durch dieses Ende nur bedingt hilfreich. Die detaillierten Beschreibungen des Essverhaltens sind vermutlich eher triggernd und es ist kein nennenswerter Heilungswille und nicht genug Empathie da, um dem hinsichtlich der Gesamtmoral des Buches entgegenzuwirken.
Insgesamt aber lesenswert, sehr ehrlich und interessant.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 2016
Das Buch "kontrolliert außer Kontrolle" von Hanna-Charlotte Blumroth von Lehn ist 352 Seiten lang und bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen.

Das Softcover hat eine mittelgute Qualität, mit schönem Foto von Hanna. Innen sind zu jedem Kapitel zusätzliche Fotos von Hanna zu finden.

Die Biographie von Hanna zeigt wie stark man in der Krankheit Anorexie gefangen ist und wie schwer man wieder aus der Essstörung hinauskommt. Hanna Blumroth kennen einige vielleicht aus Spiegel TV, wo sie zu Gast war. Sie hat dort über ihre Essstörung gesprochen und es wurde ihr Weg in eine Klinik und von mehreren Umzügen begleitet. Sie hat für Betroffene und Angehörige dieses Buch geschrieben, um den Menschen Mut zu machen und zu verdeutlichen wie man sich als Essgestörte fühlt und wie stark man mit sich hadert. Hannas Leidensweg beginnt mit 16 Jahren, wobei sie fast an der Erkrankung stirbt. Es folgt eine Klinikeinweisung und weitere drei stationäre Aufenthalte, sowie Wohngruppen usw. Im Buch erfahren wir von den widersprüchlichen Seiten Hannas, die gesunde Seite die unbedingt leben möchte und die kranke Seite die Hanna immer wieder zuflüstert das sie nicht essen darf.

Das Buch kann ich jedem Betroffenen und Angehörigen oder Menschen die sich weitergehend mit der Essstörung auseinandersetzen wollen, ans Herz legen. Hanna schreibt weder negierend noch beschönigend. Sie schafft es ihr Leben mit der Essstörung absolut authentisch einzufangen ohne dabei zu triggern. Immer wieder kämpft sie gegen sich und ist gefangen zwischen der Seite die gesund werden möchte und die Seite die krank bleiben will. Dieses Buch zeigt die Gedanken, die Gefühle und der Kampf mit sich selbst. Man fühlt sich beim Lesen verstanden und nicht mehr allein auf der Welt. Es zeigt ein Leben mit Anorexie, welche einen Süchtigen das ganze Leben lang begleitet.

Fazit: Ein sehr schön geschriebenes, authentischen Werk, welches das Leben mit Anorexie und den inneren Kampf wunderbar wiedergibt und verdeutlicht. Absolut lesenswert!
review image
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2013
Vorab: es gibt einen Punkt Abzug von mir, da ich finde, dass es Magersüchtige selber nicht lesen sollten. Mir als Freundin einer Magersüchtigen hat es geholfen, einige ihrer Handlungen und Gedanken nun zu "verstehen", soweit man das als gesunder Mensch kann. Den Punktabzug begründe ich damit, dass ich finde, dass die Tipps, wie man Ärzte hereinlegen kann und sich ums Essen drückt, oder beim Wiegen betrügt, nicht weiter gegeben werden sollten. Das Buch ist meiner Meinung nach für Magersüchtige keine Hilfe um die Krankheit zu besiegen, sonder eher um weiter zu tricksen. Das Ende der Geschichte, das ich hier nicht verraten möchte, ist nicht das, was ich erwartet hätte. Das Buch ist gut geschrieben, ich hätte es in einem Rutsch durchlesen wollen, hätte ich es nicht mehrmals Tränenaufgelöst und fertig zur Seite legen müssen. Es geht sehr unter die Haut. Aber am Ende bleiben viele Fragen offen. Und einige Themen erwecken den Anschein, dass sie doch nicht sooo offen über alles reden mag, denn der neue Freund der Mutter scheint eine gewichtigere Rolle zu spielen, als sie es darstellt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Januar 2013
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich einmal die Gedankengänge einer Magersüchtigen verfolgen wollte (ich selbst bin nicht magersüchtig, aber im Bekanntenkreis gibt es 2 Fälle). Ich wollte einfach mal lesen, was in einem Kopf einer 30-Kilo-Frau vorgeht. Und nach über 230 Seiten bin ich froh, dass ich diese Welt wieder verlassen darf... Hannah Blumroth schreibt ganz unverblümt, wie es ihr und ihrer Familie/Umfeld mit der Magersucht ergeht. Sie schreibt knallhart, was ich sehr gut finde, denn sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. Am Anfang habe ich totales Mitleid mit der jungen, zarten Hanna. Aber umso mehr ich in dem Buch lese, umsomehr wird aus meinem Mitleid eher Unverständnis und zum Schluss das Gefühl "selbst Schuld, sie will es so". Sie kommt zur Magersucht, wie die Jungfrau zum Kind. Sie muss schwere Schicksalschläge erleben (Verlust von geliebten Menschen), und fängt dann irgendwann mit dem diäten an, bis es ein Ausmaß annimmt, das mich als Leserin zum einen schockiert zum anderen total anekelt (sie beschreibt, wie sich sich nach dem Essen Finger in den Hals steckt, sie isst teilweise nur Eiswürfel mit ein paar Kuchenkrümel, sie nimmt Abführmittel, dass sie sich leicht wie eine Feder fühlt). Nach einer gewissen Intervalle wiederholen sich die Kapitelinhalte (was halt die Krankheit so an sich hat, da es wie ein Teufelskreis ist und immer wieder von vorne beginnt, also sprich sie nimmt ein bisschen zu, sie nimmt stark ab, sie nimmt ein bisschen zu, sie nimmt stark ab). Ich dachte, dass ihre Geschichte ein Happy End hat, aber leider ist dem nicht so. An dem letzten Kapitel angekommen, stößt man schon wieder auf eine ihre Aussagen "ich weiß nicht, wie es mit mir weiter geht. Ich weiß nicht, ob ich Magersüchtig bleibe oder nicht". Also für mich scheint es so, als wäre sie nach 4 Klinikaufenthalten immer noch nicht genesen und sie dreht sich dadurch immer im Kreis. Was mich auch total nervt (meine persönliche Meinung) ist, dass man immer wieder raushört, dass sie eigentlich mit ihrem tiefsten Gewicht von 29 kg sehr zufrieden war und eigentlich besteht ihrerseits kein großes Interesse, zu zunehmen. ich finde es daher persönlich schade, wie viel Geld man durch sie in Klinkaufenhalte von mehreren Monaten gesteckt hat, wie viel Zeit und Aufwand Therapeuten, Ärzte, Familienangehörige in sie gesteckt haben, aber leider alles letztendlich ohne Erfolg, weil sie bereits beim Entlassen aus der Klinik wieder als erstes darüber nachdenkt, wie sie schnell wieder abnehmen kann. Sie lernt nix... gar nix aus ihren endlosen Gesprächen mit der Mutter, Ärzten, Therapeuten, Psychologen. Ich habe die Aussage auch schrecklich gefunden, dass sie nicht "normal" sein will, sonder lieber die magersüchtige Hanna. Insofern sieht man, dass sie in ihrer Denkweise nix geändert hat und vom Anfang des Buches bis zum Schluss des Buches kein Umdenken, keine Einsicht vorhanden ist. Wenn ein Leser selbst von Magersucht betroffen ist, und durch dieses Buch Antworten geschweige dem eine Lösung sucht, wird hier NICHT fündig. Alles in einem finde ich das Buch sehr ehrlich geschrieben, man bekommt Einblicke in den Alltag einer Magersüchtigen, aber mehr auch nicht. Schade.
55 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2012
Das Buch "Kontrolliert außer Kontrolle" ist für Menschen geeignet, die die Gedanken Magersüchtiger verstehen möchten, sich in sie hineinversetzen möchten. Die junge Frau hat viel durchgemacht und es ist sehr interessant für Betroffene, wie mich, zu lesen, wie es ihr ergangen ist, da man Parallelen aufbauen kann und sich, in meinem Fall, mit ihr identifizieren kann. Inhaltlich also super.

Doch ihr Sprachstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Vieles wiederholt sie, auch wenn das die Spirale ist, aber irgendwann wird es langweilig, da man den Text fast auswendig kann. Schade finde ich auch, dass sie so gut wie nur von ihrer Krankheit erzählt, und nicht weiter ihr Privatleben bis auf die Beziehungen innerhalb ihrer Familie. Mich hätte z.B. auch interessiert, wie sie in der Schule zurecht gekommen ist etc.

Fazit: Für Menschen, die ein literarisches Meisterwerk erwarten, ist dieses Buch nichts. Da es aber sehr persönlich ist und Angehörigen/Betroffenen eine Hilfe sein kann, würde ich das Buch nur bedingt empfehlen.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Dezember 2012
Nachdem ich die sternTV-Reportagen über die Autorin verfolgt hatte, habe auch ich dem Buch mit großem Interesse entgegengesehen. Nicht zuletzt aufgrund einer vorangegangenen persönlichen Erfahrung mit Essstörungen. Resümierend komme ich jedoch zu einer eher negativen Kritik.

Stilistisch habe ich zwar kein Meisterwerk erwartet, da sie keine professionelle Autorin ist. Allerdings gehe ich bei einem erwachsenen Mensen mit Abitur doch von etwas mehr Eloquenz und der Fähigkeit aus, sich mit der Theorie des Schreibens zu befassen. Es wimmelt nur so Capslock-Sätzen und permanenten Wiederholungen. Auch ein paar Rechtschreibfehler sind mir aufgefallen (das liegt jedoch sicherlich nicht an der Autorin, sondern am Verlag) Auch bei den Schilderungen über ihren Krankheitsverlauf drückt sie sich meiner Meinung häufig ziemlich „ungeschickt“ aus.

Inhaltlich ist das Buch sehr oberflächlich, denn die Autorin fokussiert sich primär auf Gewicht, Abnehmmethodik, Möglichkeiten zum Schummeln bei Ärzten, Klinikpersonal und Eltern und ihre strikte Antihaltung gegen einen Klinikaufenthalt und sekundär, allenfalls am Rande, auf ursächliche Faktoren. Es wird deutlich, dass sie familiär wohl starken psychischen Belastungen ausgesetzt war, aber auch hier bleibt sie ziemlich oberflächlich in ihren Schilderungen. Auch wird ersichtlich, dass die Essstörung für Hanna eine Kompensationsmethode für ihr geringes Selbstbewusstsein darstellt, auch wenn sie dies nicht deutlich zum Ausdruck bringt. Ich finde gerade nicht, dass es sich hierbei um ein sonderlich hilfreiches Buch handelt, da es Betroffene, die noch in der Essstörung stecken, genau wie ihre sternTV-Auftritte, vielmehr in ihrer Position bestärken wird, als zu helfen. Auch Angehörige oder Menschen, die sich mithilfe des Buches eine Perspektive in die (Gedanken-)Welt Magersüchtiger verschaffen wollen, werden wohl enttäuscht sein, denn Hanna berichtet wenig reflektiert über ihre Situation. Eher wirkt sie, genau wie im Fernsehen, pubertär, bockig und selbstgerecht. Nach meinem Dafürhalten ist Hanna einfach noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem es „klick“ gemacht hat und daher ist sie m. E. wohl noch zu krank, um als hilfreiches Vorbild in den Medien fungieren zu können.

Als positiv empfinde ich ihrer Schilderungen über den inneren Konflikt der gesunden und der kranken Seite/Stimme, oder wie auch immer man es bezeichnen möchte. Sie bringt durch ihre kontroversen Gedanken sehr gut auf den Punkt, welcher Kampf sich in einem anorektischen Kopf abspielt. Schockierend finde ich auch, wie leicht sich Ärzte und Klinikpersonal bei der Gewichtskontrolle täuschen lassen. Selbst nachdem es etliche Berichte Magersüchtiger über manipulatives Verhalten gibt.

Abschließend wünsche ich Hanna natürlich alles Gute und hoffe, dass es irgendwann auch bei ihr „Klick“ machen wird.
0Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Dezember 2012
Dieses Buch ist unglaublich ehrlich. Ehrlich was die Gedanken und die Gefuehle betreffen, nicht nur die der Anorexie sondern auch die ihres Privatlebens. Es wird hier sehr schoen dagestellt , dass die Anorexie und das "Privatleben" ineinanderfliessen, so sehr man sich auch selbst vormacht alles unter Kontrolle zu haben. Was es wirklich heisst magersuechtig zu sein. Ich denke jeder Betroffene findet sich in diesem Buch ein bisschen wieder. Das Buch ist auch Angehoerigen zu empfehlen, da es oft sehr schwierig ist ,die Gedanken und Empfindungen eines Betroffenen nur ansatzweise zu verstehen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)