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TOP 500 REZENSENTam 28. August 2013
Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht Michael Caine vor der Kamera und dürfte mit nach wie vor mehreren Filmen pro Jahr einer der meistbeschäftigten Schauspieler seiner Generation sein.
Da er in den letzten Jahren jedoch nur noch selten in Hauptrollen zu sehen war, ist Sandra Nettelbecks Film "Mr. Morgan's Last Love" nach dem Roman "La douceur assassine" ("Die letzte Liebe des Monsieur Armand") von Françoise Dorner für Fans natürlich Pflichtprogramm.

Als Matthew Morgan verkörpert Caine einen seit dem Tod seiner Frau vor über drei Jahren vollkommen isoliert in Paris lebenden Amerikaner.
Bereits in den ersten Szenen des Filmes schafft es Nettelbeck, die Einsamkeit des Witwers ganz ohne Worte greifbar zu machen:
Im Flur stapeln sich die offenbar ungelesenen Zeitungen von Monaten, wenn nicht gar Jahren, im Ehebett schläft Matthew nach wie vor nur auf seiner Seite, wir sehen seinen halbherzigen Versuch, eine Handvoll Tabletten zu schlucken, die er jedoch sofort wieder ausspuckt und wenn Matthew alleine durch die Straßen geht oder auf einer Parkbank sitzt und dabei an seine verstorbene Frau Joan (Jane Alexander) denkt, visualisiert die Kamera gelegentlich seine Erinnerungen:
Da sitzt Joan auf einmal neben Matthew auf der Parkbank oder - noch rührender - wir sehen, wie sich auf einmal eine Hand in die des einsam durch die Straßen gehenden Matthew schiebt - herzzerreißend.
Zu seinen beiden in den USA lebenden Kindern hat er keinen besonders engen Kontakt, mit seiner einmal wöchentlich erscheinenden Putzfrau spricht er nur das nötigste und auch seine regelmäßigen Treffen zum Mittagessen mit einer Bekannten haben einen eher distanzierten Charakter.
Die Tatsache, daß er nach all den Jahren in Paris noch immer fast kein Wort Französisch spricht und sogar beim regelmäßigen Baguettekauf darauf angewiesen ist, auf die eine Verkäuferin zu warten, die Englisch versteht, macht die Sache dabei nicht einfacher.
Als er jedoch eines Tages im Bus die junge Pauline (Clémence Poésy) kennenlernt, scheint sich für Matthew alles zum Positiven zu verändern.
Schnell stellen die beiden fest, daß sie denselben Beruf, nämlich Lehrer, haben - um bereits beim nächsten Satz feststellen zu müssen, daß ein Philosophie-Professor doch etwas anderes ist als eine Cha-Cha-Cha-Lehrerin.
Dennoch freunden sich die hartnäckig hilfsbereite junge Frau und der alternde Eigenbrötler an und unterhalten sich bei Hotdogs im Park, Champagner im Edelrestaurant und Ausflügen aufs Land über Gott und die Welt, das Leben, die Liebe, Freundschaft und Familienbande.
Dabei enthalten ihre Gespräche zwar einige altbekannte Weisheiten wie "Es ist nie zu spät, um etwas zu lernen", überraschen aber oftmals auch mit wunderbaren Erkenntnissen und Sätzen wie dem aus Leonard Cohens "Anthem", den ich als Rezensionsüberschrift gewählt habe und wenn Matthew später einmal unter Bezugnahme darauf zu Pauline sagen wird "Du bist der Riss in meiner Welt", dann ist das eine der schönsten Liebeserklärungen, die ich seit langem auf der Leinwand gesehen beziehungsweise gehört habe.
Der große Altersunterschied zwischen den beiden, der ihrer Beziehung aber zu keinem Zeitpunkt im Wege steht, wird dabei nie verbal thematisiert, sondern offenbart sich ganz nebenbei in unterschiedlichsten Kleinigkeiten; so muss Matthew erst überredet werden, sich von einer Frau rudern zu lassen und staunt darüber, daß Pauline noch nie von George Hamilton gehört hat.
Neben aller leisen Melancholie kommen jedoch auch die heiteren Momente nicht zu kurz, wobei vor allem Matthew alias Michael Caine einen sehr feinen, trockenen Humor beweist:
"Wollen Sie auf Französisch bestellen, um ein wenig zu üben?" -
"Nicht, wenn Sie Hunger haben."

Daß der wunderbare, inzwischen 80-jährige Michael Caine, der zwar nie wirklich weg von Fenster war, sondern noch immer regelmäßig filmt, in den letzten Jahren jedoch überwiegend in mehr oder weniger großen Nebenrollen zu sehen war, noch immer problemlos einen ganzen Film tragen kann, daran hatte ich von vornherein keinerlei Zweifel.
Sehr positiv überrascht hat mich jedoch die mir zuvor gar nicht so bewusst bekannte Clémence Poésy, die nicht nur sehr charmant und natürlich spielt, sondern ihrem berühmten Partner auch in puncto Ausstrahlung in nichts nachsteht, so daß die beiden ein wirklich rundum stimmiges Pärchen abgeben.
Dazu gibt es einige sehr schöne Außenaufnahmen von Paris und Umgebung und einen sparsamen, aber sorgfältig ausgewählten Soundtrack.

Das Ende, welches hier natürlich nicht verraten wird, hätte ich mir zugegebenermaßen anders gewünscht, aber rückblickend betrachtet muss man anmerken, daß es von Beginn an konsequent vorbereitet wird und somit nicht nur bewegend, sondern auch absolut stimmig und dazu überraschend mutig daherkommt.

Fazit: Ein wunderbar lebenskluger Film über das Leben, die Liebe, Freundschaft, Familienbande und den Tod, hervorragend gespielt, wunderschön gefilmt und tief bewegend - Taschentücher bereithalten!
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am 20. September 2013
Aus meiner Sicht gibt es gleich mehrere Gründe, sich diesen Film unbedingt mal anzusehen. Da wäre erstens die fantastische Leistung von Michael Caine, der so ziemlich alle Facetten seines schauspielerischen Vermögens aufweist. Der gesamte Cast weist eigentlich stark zu überzeugen. Neben Caine brilliert auch die Junge Darstellerin Clémence Poésy. Zweitens: wie dieser Flair von Paris (zumindest in der ersten Hälfte des Films) ohne jedes kitschige Klischee, und das auch noch von einer deutschen Regisseurin, eingefangen wird, ist phänomenal. Wie diese kleinen Details des Alltags dort, die wohl kaum einem nicht-Pariser auffallen wird, auf Zelluloid verbannt wird, find ich richtig toll. Drittens ist die Leistung der Regisseurin Sandra Nettelbeck selbst zu erwähnen. Eine emotionale Tragikomödie zu drehen ist immer sehr, sehr schwierig. Wenn eine Spur zu viel Emotionen eingespannt wird, driftet der Film in die schwülstige, ja kitschige Richtung; ist eine Spur zu wenig Emotion, um dies zu vermeiden, dann wirkt der Film motivationslos, blutleer, ja banal. Diese äußerst schmale Gradwanderung meistert sie scheinbar mit so einer Leichtigkeit, wie es große und namhafte Kollegen ihres Fachs nur sehr selten bis nie schaffen. Chapeau, Madame Nettelbeck!

Ich persönlich wäre überhaupt nicht überrascht, wenn Caine für seine Darstellung zumindest eine Oscar-Nomminierung erhalten sollte.

Ich empfehle jeden diesen Film weiter, der einen zum größten Teil federleichten Film mit genügend bodenständiger Tiefgründigkeit sehen möchte, ohne jeden Kitsch oder Banalität.
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am 13. Januar 2016
Obwohl mich die Thematik genau so verlockte wie Paris als Schauplatz, war ich enttäuscht über diesen Film. Zunächst musste ich mich an die störende pathetische Filmmusik gewöhnen, die stellenweise selbst während der Dialoge gnadenlos weiter- und weitergniedelte. Berührt hat mich dennoch nichts. Selbst die in warme Goldtöne getauchten Bilder können diesen Film nicht retten, dessen Drehbuch - gerade zum Schluss, den ich hier leider nicht spoilern kann - weder mitreißt noch überzeugt. Für mich stimmt auch die Chemie zwischen den Figuren nicht, ihr Handeln ist teilweise weder nachvollziehbar noch authentisch, was man eher einem amerikanischen als einem europäischen Film nachsagen würde.

Zum Themenkreis "Alter/Sterben/Witwenschaft/Familienkonflikte" empfehle ich dagegen lieber Werke wie "LIEBE", "ULZHAN", "MY OLD LADY" und "STRAIGHT STORY", das sind alles ebenfalls ruhige Filme mit ungleich überzeugenderer emotionaler Wucht.
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TOP 500 REZENSENTam 10. September 2013
Wenn man es nicht wüsste, so würde man nach diesem Film Michael Caine für einen absolut genialen Schauspieler halten, dem man diese Rolle auf den Leib geschrieben hat.

Nach dem Tod seiner Frau Joan, fällt der seit Jahren in Paris lebende Amerikaner Matthew Morgan in eine tiefe Depression. Seine Kontaktaufnahme beschränkt sich auf einige Wort , die er mit seiner Putzfrau wechselt, die einmal die Woche kommt und mit einer Schülerin, mit der er einmal die Woche essen geht und Konversation betreibt, allerdings auf Englisch, denn trotz jahrelangem Aufenthalt in Paris, sprich Matthew kaum ein Wort französisch. Auch zu seinen in Amerika lebenden Kindern hat er keinen Kontakt, denn der Kinderwunsch des Ehepaares war einseitig und so war Matthew zeitlebens ein unerreichbarer und desinteressierter Vater, was die Belange der Kinder anging.
gleich zu Anfang des Filmes, wird dem Zuschauer, durch einen Selbstmordversuch Matthews, die Ausweglosigkeit seiner Situation offenbart und die Bilder des herbstlichen Paris unterstreichen dieses Gefühl. Auf einem seiner Busfahrten lernt er eines Tages die junge Tanzlehrerin Pauline kennen und das was keiner zuvor schaffte, gelingt ihr durch ihr lebensbejahendes Wesen. Matthew beginnt wieder Spaß am Leben zu haben und lernt sogar in Paulines Tanzstudio Cha-cha-cha. Ob es Pauline gelingt Matthew, trotz des großen Altersunterschiedes, als Freund zu behalten und wie sich die Beziehung weiterentwickelt, sei hier natürlich nicht verraten. Aber sie können gewiss sein ,einen wunderschönen, atmosphärischen Film mit glänzender schauspielerischen Leistung und emotionalen und auch witzigen Dialogen zu sehen, der ihnen lange im Gedächtnis bleiben wird.
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am 1. Mai 2014
Dieser Film erzählt mit sehr viel Kraft, von verlorener und beginnender Liebe. Dabei ist es Sandra Nettelbeck gelungen ungewöhnlich viele magische Momente einzufangen. Durch den guter Soundtrack, die sehr gute Kamera, eine spannende und kluge Geschichte, sowie zwei überragende Schauspieler, wird Mr. Morgan`s Last Love zu einem Kino-Highlight.

Dafür benötigt der Film erstaunlich wenig: ein altes Auto, einen Bäckertresen, eine Wohnung, einen Park und ein altes Haus mit Meerblick. Die Aktion beschränkt sich auf den Kopf der Zuschauer, es gibt keine Verfolgungsjagten, kein Blut und die Schauspieler zeigen wenig nackte Haut.

Clémence Poésy und Michael Caine zeigen dafür ein berührendes aber nie Kitschiges Schauspiel. Der Film selbst hat nicht nur einen sehr feinen Humor sondern auch richtig gute Dialoge. Die Geschichte bietet einige Überraschungen, dabei bewahren die Brüche und Unzulänglichkeiten der Charaktere die Glaubwürdigkeit der Geschichte.

Das Bild fand ich für eine DVD sehr gut, auch die Tonspur ist endlich mal gelungen und verständlich. Gillian Anderson und Justin Kirk besetzen die Nebenrollen wie ich finde weit über Durchschnitt. Das die Hauptperson, anders als im Roman von Francoise Dorner, ein Amerikaner und kein Franzose ist, finde ich sehr gelungen. Sonst gäbe es die grandiosen Szenen am Bäckertresen nicht. Alleine diese Szenen wären für mich ein guter Grund, diesen Film zu sehen.
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am 21. März 2014
Ich bin auf Sir Michael Caine erst so richtig aufmerksam geworden durch die neuen Batman Verfilmungen.
Eher beiläufig schaute ich mal bei "Harry Brown" rein und war angenehm überrascht.
Aus diesem Grunde war ich auf seinen Neuen Streifen recht gespannt.

Mr. Morgans Last Love fängt sehr ruhig an und entwickelt langsam eine eigene Dynamik.
Dabei weiß man nie so wirklich, wo die Geschichte hin will aber das macht nichts.
Das Leben steckt voller Überraschungen.

Schlussendlich saß ich, ohne es zu merken, mit einem Taschentuch in der Hand auf der Couch.
Und das will was heißen :-)

Wärmstens zu empfehlen.
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am 27. Oktober 2014
A wonderful film.....and cast.....
Once again it has been shown that under our rigid armour of pre-conceptions and unsaid words...lies a life long tonne of grief, hurting and regrets.
Brilliant film...sad...deep and wonderful again.
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am 25. Februar 2016
Durch die positiven Rezensionen ermuntert habe ich mir diesen Film bestellt. Leider hat er mich gar nicht so berührt. Die Geschichte an sich wäre nicht schlecht und die Hauptdarsteller sind auch nicht ohne, aber es kommt beim Anschauen einfach nicht so viel rüber. War nicht mein Fall.
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am 31. Januar 2014
Wenn sie das hinbekommen, können sie Sandra Nettelbecks -Mr.Morgan's Last Love- in den Player schieben und die Bilder und Worte des Films hereinlassen. Sie werden eine Menge Platz brauchen, um all diese wunderbaren Gefühle, poetischen Sätze und anrührenden Bilder unterzubringen; aber: Es wird sie bereichern. Auf jeden Fall! Michael Caine ist ein Schauspieler, der auf eine Vielzahl von außergewöhnlichen Filmen zurückblicken kann. Wenn Mr. Caine irgendwann einmal Geschichte ist, wird man sich aber vor allem an -Mr. Morgan's Last Love- erinnern. Da bin ich mir ziemlich sicher...

Der Amerikaner Matthew Morgan lebt allein in Paris. Der ehemalige Philosophieprofessor hat vor drei Jahren seine über alles geliebt Frau Joan(Jane Alexander) an den Krebs verloren. Jetzt treibt er ziellos durch eine Stadt, deren Sprache er nicht spricht und deren Menschen er nicht kennt. Zu seinen Kindern Karen(Gilian Anderson) und Miles(Justin Kirk) hat Matthew kaum noch Kontakt. Eines Tages lernt er, während einer Busfahrt, die junge Tanzlehrerin Pauline(Clemence Poesy) kennen. Pauline fühlt sich zu Matthew hingezogen. Er ist der Vater, den sie seit langem vermisst. Die beiden Menschen kommen sich näher und in Matthews dunkles Leben fallen wieder ein paar Lichtstrahlen ein. Matthew genießt einige unbeschwerte Tage im Alter und erkennt dann, dass es so nicht weitergehen kann. Er beschließt, sich umzubringen. Der Versuch misslingt und ruft die zynische Karen und den, sich in einer Lebenskrise befindenden, Miles auf den Plan. Die verstehen die Beziehung zwischen Pauline und Matthew genau so wenig, wie Matthew und Pauline selbst. Es wird Zeit, zu reden. Das ist schwerer als gedacht. Vor allem, weil all die Gespenster und Dämonen, die im hintersten Winkel der Erinnerungen versteckt waren, wieder ans Tageslicht drängen. Am Ende kann es nur die Liebe schaffen, aus einer zerstreuten Handvoll von Menschen eine Familie zu machen...

Perfekt! Das ist eigentlich alles, was ich zu -Mr. Morgan's Last Love- sagen kann. Nach dem Roman "La Douceur Assassine" von Françoise Dorner, hat Sandra Nettelbeck einen poetischen Film der Güteklasse 1 A auf die Filmrolle gezaubert. Ich erinnere mich gern an das Jahr 2001. Da hat Sandra Nettelbeck mit -Bella Martha- schon einmal gezeigt, dass sie zu außergewöhnlichen Filmproduktionen fähig ist. Noch immer ist die Geschichte der Köchin, die plötzlich Ersatzmutter wird, für mich sehr präsent. War es damals Martina Gedeck, die Nettelbecks Filmträume genial umsetzte, so ist es diese Mal ein Michael Caine, der wie ein Fels in der meterhohen Brandung steht. Jede Miene, jeder Satz, jede Bewegung ist traumhaft gut. Begleitet von einer starken Clemence Poesy, einer Gilian Anderson in Spiellaune und einem nachdenklich agierenden Justin Kirk hat Nettelbeck ein brillant funktionierndes Ensemble für -Mr. Morgan's Last Love- zusammen.

-Mr. Morgan's Last Love- ist einerseits ein Märchen, schippert andererseits aber mitten durch den Ozean der Realität. Es geht um die beherrschenden Themen des Lebens: Die Liebe und den Tod. Wenn Nettelbeck ihren Matthew in imaginären Traumbegegnungen auf seine Joan treffen lässt, geht einem das ans Herz. Wenn Pauline und Matthew Line-Dance üben, werden unsere Lachmuskeln angespannt. Wenn Karen und Miles sich über die Familie unterhalten, fühlen wir uns wie zu Hause. Es ist dieser gnadenlose Bezug zur eigenen Realität, der Nettelbecks Film so unglaublich sehenswert macht.

Am Ende von -Mr. Morgan's Last Love- ging mir nur ein einziger Gedanke durch den Kopf: "Ich möche gern wissen, wie diese Geschichte weitergeht." Da der Film in sich komplett abgeschlossen ist und nach keinerlei Fortsetzung schielt, war das schon ziemlich merkwürdig. Aber vermutlich läuft es genau so, wenn eine Regisseurin es schafft, einem Zuschauer ihre Figuren ganz nah ans Herz zu legen. Sandra Nettelbeck hat das in beeindruckender Art und Weise geschafft. Ihr -Mr. Morgan's Last Love- wird einen ganz festen und sicheren Platz bei "Den besten Filmen aller Zeiten" reserviert bekommen. Das steht für mich felsenfest...
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am 8. September 2015
Zu diesem Film wurde sicher schon genügend geschrieben. Ich will mich nicht wiederholen. Aber es gibt Filme, die brauchen keinen Klamauk um zu überzeugen. Eine gute Geschichte, verkörpert durch mitreissende Schauspielkunst und mit klasse Dialogen. Das reicht schon. Und ein spannender Filmabend (-nachmittag?) ist garantiert!!
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