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am 7. März 2014
Hannes Grossmann. Hinter diesem Namen versteckt sich nicht (nur?) der freundliche Nachbar von nebenan sondern (zusammen mit Marco Minnemann) der aktuell versierteste deutsche Schlagwerker. Freunden (extremer) progressiver Klänge sind Obscura, Necrophagist und Blotted Science mehr als nur ein Begriff – bilden sie doch die Speerspitze im technischen (Death-) Metal. Der Mann ist mit seinen 31 Lenzen eine Legende!!!

HG hat im Vorfeld über das www Fans und Freunde aktiviert seinen musikalischen Solo-Plan finanziell zu unterstützen. Crowdfunding nennt man das… Und ja, das Unterfangen war erfolgreich. Nicht nur, dass er wegen seiner Reputation für “The Radial Covenant” eine erlesene Schar an Gästen gewinnen konnte (Kostprobe??? Jeff Loomis (Ex-Nevermore, Conquering Dystopia), Per Nilsson (Scar Symmetry), Christian Münzner (Obscura, Spawn of Possession), Fountainhead, Danny Tunker (Aborted, Ex-God Dethroned), Ron Jarzombek (Watchtower, Blotted Science, Spastic Ink), Jimmy Pitts Morean (Dark Fortress, Noneuclid), V. Santura (Triptykon, Dark Fortress) und Linus Klausenitzer (Obscura, Noneuclid)) - eine amtliche Produktion und ansprechende Verpackung sind i-Tüpfelchen auf meinem bisherigen persönlichen Highlight in 2014.

Geboten wird also höchst technisch versierter in progressive Songstrukturen eingebetteter Death Metal. Neben typischen Growls wird auch teils klar gesungen. HG selbst bedient in den sechs alles niederwalzenden Stücken partiell die Gitarre und prügelt mit seinen Drum-Stöcken technische Delikatessen runter das einem die Kinnladen ausgehängt werden. Das Rad selbst wird natürlich auch hier nicht neu erfunden. Gedanken wie „wo hab ich das schon mal gehört?“ verpuffen angesichts der Ideendichte immer wieder schnell. Natürlich schweben Obscura und Blotted Science über allem, aber auch Morbid Angel (Gateways to Annihilation), Nocturnus (wegen des latenten SciFi-Anstrichs), Pestilence (die sphärischen Keys von Testimony Of The Ancients) und Opeth (wegen der Atmoshäre und des zum Teil schleppenderen Tempos im Titelsong) klingen immer wieder mal kurz durch. Richtig großes Tennis wird’s dann wenn wie bei Solar Fire Cells zwischen zwei Blastspeed-Parts Flamenco einschließlich rhythmischer Klatsch-Performance zu hören ist, The Voyager teils in jazzigen Gefilden flaniert oder hammond-artige Keys das dargebotene Gehirnzellen-Massaker auflockern. Aber auch wenn in technischen Extrembereichen musiziert wird, berauschen einen die vielfältigen Gitarrensoli von Loomis/Jarzombek oder wird man förmlich weggeblasen von den Double-Bass Attacken (die mich wie beim angegebenen Morbid Angel Album an einen landenden Hubschrauber erinnern).

Mit all seinen Irrungen und plötzlichen Wendungen darf man sich nie sicher fühlen. Ja, The Radial Covenant ist richtig abwechslungsreich und will erforscht werden. Das gilt selbst für den instrumentalen Rausschmeißer Euclidean Elements wo gezeigt wird wie ein OBSCURA Stück in der Klavierversion klingt.

Lange Rede kurzer Sinn: HAMMER!!!
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