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Kundenrezensionen

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am 19. Februar 2014
Mittlerweile mein drittes Buch von Franziska Hille. Mit einer Enttäuschung habe ich nicht gerechnet, aber auch nicht unbedingt damit, dass es mich auf ganz eigene Art fasziniert.

Das bereits im Rezensionstitel erwähnte britische Flair. Lord, Lady, Earl, Bedington Hall, Butler Franklin. Das mag sich für den ein oder anderen Leser etwas staubig und langweilig anhören, steif britisch eben. Aber ich muss zugeben, ich mag diesen Hauch von Adel, Extravaganz und gehobenem Lebensstil. Familiengeheimnisse, alte Häuser und deren Geschichten haben ihren ganz eigenen Reiz.

Ein britischer Exzentriker mit kühlen, arroganten, teilweise sogar jähzornigen Verhaltensweisen trifft auf eine amerikanische Frau mit Temperament und Selbstbewusstsein. Simon und Samantha sind wie Feuer und Wasser, Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Interessanterweise hat die jüngere Generation keinerlei Probleme miteinander, ganz im Gegenteil. Henry und Tess verstehen sich auf Anhieb prächtig, und das hat seinen Grund.

Frau Hille hat sich da eine ganz besondere Geschichte ausgedacht. Wer glaubt, dies wäre eine einfache Liebesgeschichte ohne viel Anspruch, der irrt. Sicher, das Hauptthema: Sie streiten, aber lieben sich, das ist nicht neu. Ebenso erahnt man recht schnell die verschwiegenen Geheimnisse der Hauptprotagonisten. Aber: In diesem ersten Band beginnt im Hintergrund die Geschichte der Familie Bedington, die wohl in den weiteren Bänden fortgeführt wird. Und genau das macht auch den Reiz dieser Devon Cream Tea-Reihe aus. Dieser Band jedenfalls schließt nicht mit einem Cliffhanger ab, kann also ohne weiteres für sich allein stehen.

Der Schreibstil lässt keine Wünsche offen, flüssig und herrlich mitziehend. Very british, very Romance. Fast so, als hätte die Autorin nie etwas anderes geschrieben, als wäre diese Form des Liebesromans ihr Zuhause. Und vor allem eines: kein Kitsch, kein Liebesschmalz. Eine Wohltat, und für mich die Bestätigung, dass ein guter Liebesroman weder Schnörkel, noch Herzchen in den Augen braucht.
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am 24. Februar 2014
Nachdem ich Werbung für das Buch in einem Lese-Forum entdeckt hatte, habe ich ein kleines Weilchen überlegt, ob das was für mich sein könnte?
Cover und Titel als Basis nehmend wäre die Antwort eindeutig "Ja", die Kategorisierung "Romance" sprach eher dagegen, da man hier etwas Kitschiges erwartet. Die Inhaltsangabe wiederum trifft mein Faible für englische Klassiker mit Adel und alten Häusern...

Die Unschlüssigkeit wurde von Neugier besiegt und ich habe das Buch an einem Sonntagnachmittag angefangen und am Sonntagabend war ich durch (sind ja nur ca. 250 Seiten).

Mein Fazit (Langfassung):

1. Das Buch hat mich einige Stunden sehr gut unterhalten! Und das ist das Wichtigste :)
2. Ein bißchen kitschig ist es schon - aber das hat kein bißchen gestört :)
3. Die Hintergründe (die ich jetzt nicht spoilern will) werden dem geneigten Leser schon relativ zeitig klar, würde mich interessieren, ob das so gedacht war? Nicht, dass es mich gestört hätte, das war schon ok so.
4. Es sind auffallend viele "Schicksale" in den relativ wenigen handelnden Personen vereint. Das fand ich ein kleines bißchen "too much", aber falls es sich hier um den Beginn einer Reihe handelt, dann könnte zumindest eine Erklärung sein, dass schon mal eine Grundlage für weitere Irrungen und Wirrungen gelegt wird...

Mein Fazit (Kurzfassung): Lesen! Bei einer Tasse Tee. ^^
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am 2. Mai 2014
Die Liebesgeschichten von Franziska Hille haben mich verzaubert. Das setzt sich mit diesem Buch fort, dem Beginn eines Vierteilers um Liebe, Streit und Familiengeheimnisse im britischen Devon.

INHALT:
Die US-Amerikanerin Samantha ist durch das Testament ihres verstorbenen Mannes gezwungen, mit ihrer Tochter ein Jahr lang auf dem Anwesen des britischen Earls of Bedington zu verbringen. Der allerdings lässt sie von Anfang an spüren, dass ihm das Arrangement völlig zuwider ist. Samantha geht es ähnlich. Wie sollen sie die ihnen aufgezwungene Zeit durchstehen?

MEINUNG:
Der Inhalt klingt ganz einfach und lässt ein ebensolches Ende vermuten, doch was die Autorin vor den Augen ihrer Leser entwickelt, ist das genaue Gegenteil. Sie entblättert die Geschichte einer Familie, deren Tragik mal mehr, mal weniger deutlich zwischen den Buchstaben hervorlugt. Der Earl und seine Schwester sind gebrochene, aber liebenswerte Figuren, denen ich jedes bisschen Liebesglück von ganzem Herzen gegönnt habe. Aber es sind immer nur Bröckchen, die ihnen die Autorin zugesteht. Samantha geht es dabei nicht wesentlich anders, wenn auch aus anderen, nicht minder dramatischen Gründen. Das ergibt eine Fülle von Liebesverwicklungen, großen Gefühlen und alten Verletzungen, die Franziska Hille in ihrer unverwechselbaren Sprache vor dem Leser ausbreitet.
Die Sprache der Geschichte passt ganz hervorragend zum Setting einer englischen Grafschaft. Die Dramaturgie ist perfekt, denn sie lässt den Leser bis zum Ende nicht vom Haken. Die Beschreibungen von Haus und Natur laden zum Träumen und Verweilen ein und sprechen alle Sinne zugleich an. Und die Figuren könnten in ihrer Gebrochenheit nicht tragischer angelegt sein.
Ein einziges kleines Fragezeichen hinterließ bei mir die Ausgestaltung des britischen Frühstücks mit Käse und Wurstaufschnitt, was ich in dieser Form in Großbritannien selbst nicht erlebt habe. Natürlich habe ich nie in einem adligen Haushalt logiert, nur bei einfachen Gastfamilien. Wie gesagt, dieser Punkt macht mich ein wenig unsicher.

WERTUNG:
Die Story hat mich rundum gut unterhalten und mich mit ihren Geheimnissen so fasziniert, dass ich das Buch gleich zwei Mal hintereinander weg gelesen habe. Da kann ich einfach nur mein persönliches „Sehr gut“ und fünf Wertungspunkte geben. Und natürlich bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzungen.
Mein Fazit: Wundervoller Auftakt einer Romanreihe im englischen Landadel: Liebe, Geheimnisse und Familientragödien, bis das Herz blutet.
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Natürlich ist es ein Liebesroman und alle Figuren passen dann am Ende perfekt zueinander und alle finden sich, wie es sein soll, der Idealfall. Trotz einiger kitschiger und schmalziger Momente hat die Autorin einen guten und niveauvollen Stil, der einen weiterlesen lässt. Sehr bildlich sind ihre Beschreibungen über die englische Landschaft, das Landhaus, die Einrichtung. Man geht förmlich leibhaftig durch die einzelnen Räume, wenn sie diese beschreibt. Das britische Flair kommt perfekt rüber.

Eine junge Witwe von 36 Jahren verlässt zusammen mit ihrer Tochter die USA, denn an der Erbschaft hängt eine Bedingung: Die Tochter muss innerhalb eines Jahres gut verheiratet sein, sonst bekommt sie das vermögen ihres Vaters nicht. So schickt der Verstorbene sie per Verfügung zu seinem männlichen Kontakt, einen Lord, der für ihn wie ein Sohn ist, nach GB.
Natürlich gibt es etliche Verwicklungen, aber am Ende löst sich alles im Licht der Liebe und Begierde auf.
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Im ersten Band der Reihe “Devon Cream Tea” geht es um die amerikanische Witwe Samantha, die zusammen mit ihrer Tochter Tess in Devon eintrifft, um ein Jahr lang in Bedington Hall zu wohnen. Zumindest wenn es nach dem letzten Willen ihres verstorbenen Mannes geht, der mit dem Earl of Bedington befreundet war. Der exzentrische Earl ist davon gar nicht begeistert, auch weil er lieber in Ruhe gelassen werden möchte und seit langem sein Anwesen nicht mehr verlässt. Samantha und Tess wirbeln das Leben in Bedington Hall tüchtig durcheinander, es kommt zu Verwicklungen und auch das eine oder andere Geheimnis lüftet sich …

Ich mag Großbritannien, daher habe ich auch auf eine schöne englische Atmosphäre mit dazu passenden Eigenheiten gehofft. Und auch bekommen! :) Der Lebensstil ist gehoben, es gibt einen wunderbar steifen Butler und – vielleicht als Ausgleich – eine ungewöhnliche Köchin. Beide waren mir übrigens sehr sympathisch. Bedington Hall wurde sehr bildhaft und stimmungsvoll beschrieben, ich hatte das Gefühl wirklich dort zu sein und durch die einzelnen Räume zu streifen.

Die Geschichte hat mich schnell mitgerissen und dafür gesorgt, dass ich alles um mich herum vergessen habe. Simon, der Earl of Bedington, ist für mich eine großartige Figur mit einer besonderen Ausstrahlung, denn trotz all der Tragik seiner Vergangenheit schlummert in ihm Leidenschaft und Romantik. Die temperamentvolle, starke und gleichzeitig sanfte Samantha habe ich als den perfekten Gegensatz zu ihm empfunden. Aber Achtung: Ihr Fluchen kann ansteckend sein! Wer weiß, vielleicht lerne ich das nun ja doch noch … Ein wenig. ;)

Ich habe mich beim Lesen aber nicht einfach nur wohl gefühlt, sondern war auch begeistert von den vielen Themen, die mit in die Geschichte eingeflossen sind. “Mein” Earl ist nämlich Schriftsteller, so dass es dazu nicht nur einige Andeutungen gibt, sondern auch ein größeres Problem. Und ein besonderes Buch, das sich nicht gut verkauft, aber Samantha sehr für sich einnimmt. Es geht um die Vergangenheit, um Familiengeheimnisse und das seltsame Testament. Um die Frage, wie der Adel seinen Lebensunterhalt verdient – denn ein Titel bedeutet ja nicht automatisch finanzielle Sicherheit. Um die verschiedenen Schicksale, die auf Bedington Hall aufeinander treffen, und die wir in den Folgebänden begleiten dürfen.

Sehr angetan hat es mir ja auch der Park! Der war so gelungen beschrieben, dass ich die verschiedenen Blüten gerochen und die sanft hügelige Rasenfläche gefühlt und den Bachlauf gehört habe. Am liebsten hätte ich mich ja in das eine oder andere Eckchen zurückgezogen, um die Umgebung einfach nur zu genießen.
Einige Entwicklungen der Geschichte kann man sicherlich leicht erahnen, aber für mich gab es auch ein paar Überraschungen und Figuren, die mich zum Spekulieren gebracht haben. Ich bin schon gespannt, wie es beispielsweise mit Lady Margaret und Bertie weitergeht.

“Die Englische Hochzeit” ist eine stimmungsvolle, emotionale und abwechslungsreiche Geschichte mit intensiven Bildern und wunderbaren Figuren, die mich begeistert hat. Mit soviel Wärme geschrieben, dass ich Herzchen in den Augen hatte! Ich freue mich schon riesig auf die nächsten Teile …
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am 6. Juni 2015
das ist jezt das dritte Buch von Franziska Hille, das ich jetzt gelesen habe und bin einfach nur begeistert. Sie lässt ihre Geschichten immer in anderen Ländern spielen wie z. B. Italien, Frankreich oder auch England und man immer irgendwie das Gefühl das Erlebte mitzuerleben. Selbst bei dieser steifen englischen Adelsgeschichte wirkte es total authentisch und nicht kitschig. Absolute Leseempfehlung.
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am 22. Juni 2014
England, 21. Jahrhundert.

Ein wenig verwirrt steigt man in die Handlung ein, denn im Gegensatz zu den ersten drei Worten wusste ich nicht, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Ein wenig irritiert las ich dann die Worte "Laptop" und "Handy", da dämmerte es mir langsam, dass ich mich nicht im 18. oder 19. Jahrhundert, sondern in der Gegenwart befinde. Macht nix, englichen Adel erlebte ich trotzdem. ;D

Die Figuren sind relativ einfach gestrickt. Jede hat eine mehr oder weniger unschöne Vergangenheit hinter sich und sein Päckchen zu tragen. Einige Schicksale lassen sich sehr schnell voraussagen, von anderen wird man gegen Ende des Buches dann doch ein wenig überrascht. Ansonsten zeigen die Figuren im ersten Teil noch keine großartigen Veränderungen, aber da die Reihe ja noch einiges zu bieten hat, lasse ich mich da noch gerne überraschen, immerhin ist das Buch mit noch nicht mal dreihundert Seiten auch nicht wirklich dick. :)

Sam und Simon sind die Hauptpersonen des ersten Teils. Teilweise drehten sie sich mir ein wenig zu lange im Kreis herum und das Auf und Ab fand ich streckenweise anstrengend zu lesen. Da kriegt man ja beim Lesen schon Herzrasen bei, ich will gar nicht wissen, wie die beiden das meistern! ;) So fand ich das Ende dann auch ein wenig ruckartig und war ein wenig verwirrt, dass es schon zu Ende war. Schwups, und die Seiten waren weg - ich hätte mit ein wenig mehr Zeit, die noch vergeht gerechnet.

Toll fand ich die Nebenpersonen. Die haben dem Buch eine angenehme Würze gegeben und es wird bestimmt spannend, deren weiteren Lebensweg in den anderen Büchern zu verfolgen. Vor allem Midge und Bertie waren große klasse und bieten sehr viel Potenzial.
Durch den flotten Schreibstil lesen sich die Bücher auch gut weg. Also, ein gutes Buch um abzuschalten, wenn die Welt um einen herum gerade tobt. Wer allerdings ein Buch mit Tiefgang sucht, sollte erstmal nach einer anderen Lektüre greifen.
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am 29. Dezember 2014
Nachdem ich von ihrer "toskanischen Verführung" sehr begeistert war, war ich doch sehr gespannt auf Weiteres aus der Feder Franziska Hilles und las im Anschluss gleich "Die englische Hochzeit", den ersten Teil ihrer Devon-Cream-Tea-Reihe, welcher aber durchaus in sich abgeschlossen ist: Die im zweiten Teil folgende Erzählung wird zwar bereits angerissen, doch ohne dabei allzu reißerisch zu sein; einen cliffhanger gibt es hier nicht, lediglich ein sanftes "an den Schultern fassen und in Richtung des Nachfolgebands drehen". Dieses Unaufdringliche empfand ich nun als sehr angenehm.

Auch "Die englische Hochzeit" war durchaus angenehm zu lesen, auch wenn mir hier etwas vom Düster-Atmosphärischen aus der "toskanischen Verführung" fehlte, welche ich zudem als deutlich spannender empfand: Das Ende der "englischen Hochzeit" war für mich relativ früh abzusehen und ein wenig fehlte mir hier ein echter Überraschungsmoment bzw. eine unerwartete Wendung innert der Erzählung.
Nicht, dass der Roman deswegen nun langweilig gewesen wäre: Ich fühlte mich durchaus gut unterhalten und mochte auch die Erzählweise sehr gerne, die hier ebenfalls dazu führte, dass die Geschichte zeitgleich äußerst lebendig in meinem Kopfkino abgespielt wurde; Franziska Hilles bildhafte Art des Erzählens zog mich auch hier wieder in ihren Bann, aber mir fehlte doch etwas "Bewegung"; manchmal war mir der britische Adel hier auch einfach zu steif.

Insgesamt hat mir Hilles "Die toskanische Verführung" da doch noch etwas besser gefallen, aber wer sich für Romanzen in Adelskreisen begeistert, dessen Herz wird sicherlich auch für "Die englische Hochzeit" schlagen können!
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am 12. September 2015
Nach dem Tod ihres Ehemannes kommt Samantha mit ihrer Tochter Tess nach Devon. Testamentarisch angeordnet soll sie ein Jahr bei Lord Bedington, einem alten Freund des Verstorbenen, leben und einen geeigneten Ehekandidaten für Tess finden.

Lord Bedington ist ein Eigenbrötler, der über den Besuch nicht gerade erfreut ist und aus seiner Abneigung gegenüber Samantha keinen Hehl macht.

Intrigen, dunkle Geheimnisse, Missverständnisse und andere Verwicklungen machen die Lektüre interessant, unterhaltsam und spannend. Immer wieder überrascht die Handlung mit neuen Wendungen. Ein Buch zum Schmunzeln, Mitfühlen, freuen und Leiden, mit Leseempfehlung für Mußestunden.
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am 28. März 2014
Meinung
„Die Englische Hochzeit“ war mein erster Ausflug zu Franziska Hille und ihren Büchern. Und es war mit Sicherheit nicht der Letzte! Als LiRo-Fan ;-) bin ich gar nicht an diesem Buch vorbeigekommen und kaum angefangen zu lesen konnte ich nicht mehr aufhören. Ob das von der Autorin so gewollt war? Wollen wir es hoffen, denn leider bekommt man beim Lesen keinen Mokka aus dem Reader. Es gab schon lange kein Buch mehr, dass mich so dermaßen gefesselt hat, dass ich es nach dem Lesen am liebsten noch mal gelesen hätte. Und noch mal. Und noch mal. Und … na, ihr wisst schon.

Diesmal wird es keine Rezension, wie ich sie sonst verfasse. Ich will euch gar nichts über das Buch verraten, ich will die Figuren nicht aufzählen und auseinander nehmen und ich will auch nicht die Handlung analysieren. Ich möchte, dass ihr diese Geschichte lest und hinterher genauso verheult und begeistert seit wie ich. Warum ich das möchte? Weil es die Autorin mit ihren Worten schafft, dass die Geschichte noch Tage nach dem Lesen in meinem Kopf abläuft und sie eure Begeisterung genauso verdient hat, wie meine!

Gefühlschaos und Tränenflut
Schon auf der ersten Seite packte mich Franziska Hille, zog mich mitten ins Geschehen und ließ mich als Leserin erst wieder aus ihren Fängen, als ich wirklich zu Ende gelesen hatte. Ihre Beschreibungen der Umgebung, der Menschen und des Gefühlschaos sind so real, fast schon greifbar, dass ich dieses und jenes Taschentuch nass geweint habe. Dagegen konnte ich rein gar nichts machen, denn der Schreibstil der Autorin geht mitten ins Herz und setzt sich in meinem Kopf fest, sodass sich die Geschichte wie von selbst las.
Bilder kamen und gingen.
Ich roch den umgegrabenen Garten, die Rosen und den Regen auf dem Land. War ergriffen von der Aussicht und lachte über die Irrungen und Wirrungen, in welche Franziska Hille ihre Protagonisten warf. Simon und Samantha waren für mich vom Leben gezeichnete Menschen, die zwar viel durchgemacht, aber dennoch den Glauben noch nicht ganz verloren haben. Das, was sie erlebten, hat sie zu den Menschen gemacht, die sie nun sind und auch hier hat die Autorin bewiesen, dass sie es einfach kann.
Die zwei sind wie Feuer und Wasser und ich habe sie beide von Anfang an geliebt! Natürlich war dadurch in meinen Augen die Geschichte viel zu kurz und hätte durchaus noch gefühlte 100 Seiten länger sein dürfen. :-D Aber auch gute Geschichten müssen einmal zu Ende sein. Und eigentlich ist sie das ja nicht, denn ich hoffe, in den Fortsetzungsteilen hin und wieder auf alte Bekannte zu treffen.

Whiskey und Bissspuren
Die Handlung als solche war mir schnell klar, auch wenn die ganzen Gründe, die dorthin geführt haben, bis zum Ende recht neblig bleiben und auch erst dann endgültig aufgelöst werden. Geschrieben ist die Geschichte einmal aus Sicht der weiblichen Protagonistin, einmal aus Sicht des männlichen Protagonisten. Als Leser sieht man beide Seiten, kennt die Hintergründe für deren Handeln und weiß, was sie sich gegenseitig verschweigen.
Zwischendurch hatte ich mehrmals das starke Bedürfnis, die beiden zu schütteln oder wahlweise den Whiskey selbst zu trinken. Die Autorin sorgt so gekonnt für Verwirrung und schafft Stolperfallen (oder Fettnäpfchen, wie man es sieht), sodass mir die Protagonisten an manchen Stellen schon eher leid taten.
Natürlich alles im positiven Sinne, denn es ist erstaunlich, wie das Phänomen die Sicht auf die Geschichte ändert. Ich als Leser wusste, was los ist, aber die Figuren streiten und zoffen und schreien sich an. Ich stand daneben und fühlte mich, als wäre ich stumm. Als hätte mir die Autorin verboten, ihnen einen Tipp zu geben. Ich dachte immer wieder „Jetzt macht doch die Augen auf! Seht ihr denn nicht was los ist?“. Vielleicht weißt mein Reader nun auch einige Bissspuren auf. ;-) Auf jeden Fall wird es an keiner Stelle langweilig, denn auch ruhige Szenen, in denen nicht gebrüllt oder gewütet wird, sind erstklassig und sorgen für noch mehr Tiefe bei den Figuren. Sofern das überhaupt noch möglich ist.

Realität oder nicht, Mylord
„Die Englische Hochzeit“ ist kein historischer Roman, denn „Holy S***“ kannten die alten Engländer wohl kaum. Und hier macht es die Mischung. Der Lord, sein Butler und der ganze blaublütige Anhang haben ihre eigene Sprechweise und klingen stellenweise sehr gehoben, aber nie arrogant. Sie reden so, wie ich mir das Sprechen von englischem Landadel vorstelle. Irgendwie weich und fließend. Soweit man sich das vorstellen kann, aber irgendwie geht das ja immer. :-D Zwischendurch wird aber immer wieder gern und herzhaft geflucht, sodass ich als Leser wieder Erinnerung gerufen bekam, das wir eben nicht im alten England sind, sondern hier und jetzt und das die Menschen einfach nur Menschen sind. Zwar sind sie Lord und Baroness (und weiß der Geier wie viele Titel die alle mit sich rumschleppen), aber genauso ein Mechaniker oder ein einfacher Anwalt. Das Geld kommt nicht allein von einem Titel auf das Konto und diesen Umstand beschreibt die Autorin, ohne ihn direkt zu erwähnen. Die Mischung aus gekonnt gehobener Sprache und menschlichen Fehlern macht die ganze Geschichte so glaubhaft, als würde sie wirklich existieren. Wer weiß, vielleicht tut sie das ja? ;-)

Gravitätischer Auftakt
„Die Englische Hochzeit“ ist der Auftakt für eine vierteilige Reihe und mit dem Einbringen von sehr interessanten und eigenwilligen Nebenfiguren ist der Weg dafür bestens geebnet. Die reisewütige Schwester, die zankenden Verlobten oder auch der gravitätische Butler (Ja, warum denn nicht?!). Sie sind alle mit einer Liebe zum Detail gezeichnet wurden, dass man meinen könnte, es wären echte Menschen, die der Autorin hier Vorbild standen.
Zu einigen dürfen wir uns also noch auf Irrungen und Wirrungen nicht nur in Liebensdingen gefasst machen. Mädels, zückt schon mal die Taschentücher! Ich will die Autorin ja nicht mit zu viel Lob überschütten ^^, aber sind nicht die besten Geschichten die, bei denen der Leser gar nicht mitbekommt, dass er zwischen den Seiten gefangen ist und plötzlich am Ende angelangt?

Das Ende könnte der Anfang sein
Das Ende ist leider das Ende. Jedenfalls für diese Geschichte. Das Zusammenspiel von Sam und Simon kommt zum Abschluss. Alle Fragen sind gelöst, neue stellen sich und Franziska Hille darf diese gerne im nächsten Teil beantworten. Ich werde gespannt warten und der Autorin den zweiten Band dann sofort aus den Händen reißen, wenn er fertig geschrieben ist. Also, meine liebe LiRo-Autorin, die Irre vor deinem Fenster, die auf die imaginäre Uhr an ihrem Handgelenk klopft, bin ich.

Fazit
Falls das noch nicht richtig rübergekommen ist: Ich war von Anfang bis Ende sowas von begeistert, dass ich am Anfang der Rezension dachte, nicht genügend Worte dafür zu finden. Von wasserfallartiger Tränenflut über Herzklopfen, dass nach einem Whiskey verlangte bis hin zu überschäumenden Begeisterungsrufen, all das hat die Autorin ohne Probleme bei mir hervorgerufen. Jeder, der bei einem Liebesroman genau das erleben will, sollte diese Geschichte lesen. Ich bin nur froh, dass sich eBooks beim Lesen nicht abnutzen! Eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und mehr gibt, als sie verspricht!

Bewertung
Tja, was soll ich da noch sagen. Natürlich gibt es hier von mit 5 von 5 Marken. Dazu bekommt Franziska Hille noch eine neue, übermäßig begeisterte Leserin, die nun die anderen Bücher auch noch verschlingen muss! Ach, und „gravitätisch“ ist ein wirklich gravitätisches Wort! Mein persönliches „Wort des Monats“. Solche Wörter sollte man öfter lesen. Aber das nur nebenher. ;-)

Liebe Grüße
Tilly
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