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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
52
4,3 von 5 Sternen
Die Comancheros [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 7. August 2016
"An alle Texas Ranger, der Staat Louisiana sucht Paul Regret, wegen Mordes".

Beim anlegen des Flussdampfers, verhaftet der Texas Ranger Jake Cutter (John Wayne) den flüchtigen
Paul Regret (Stuart Whitman) wegen Mordes.
Auf dem Weg zur Rangerstation, entkommt Regret dem Ranger, doch der Zufall will es,
dass Cutter ihn bald wieder in seinen Fängen hat.

Als bei einem Komanchen-Überfall Regret Hilfe holt und so eine ganze Familie das Leben rettet,
wird er durch illegalen richterlichen Beschluss und unter Aussage von 12 Meineids der Ranger,
zum sofortigen Texas Ranger ernannt.

Somit machen sich Cutter und Regret auf, undercover ins Lager der Comancheros zu reiten,
um dem Anführer die gerechte Strafe zukommen zu lassen.
Ein waghalsiges Unternehmen.

Wieder ein echter John Wayne Western der es in sich hat. Spannend, unterhaltsam und
mit humorvollen Einlagen.
Darsteller:
John Wayne, Stuart Whitman, Ina Balin, Joan O'Brian, Nehemiah Persoff, Michael Ansara, Patrick Wayne,
Bruce Cabot, Jack Elam und Lee Marvin als Tully Crow

Sehr gutes Bild und Ton in Deutsch Dolby Digital 1,0 mono
kein Wendecover
als Extras:
Die Comancheros und der Kampf um den Südwesten,
The Duke at Fox - die Filmographie John Wayne's, vom ersten seiner Filme, über die Billigwestern,
über den ungeliebten Wayne bis zum Durchbruch mit "Ringo" und "Red River" und bis zum Weltstar,
des wohl größten und berühmtesten Schauspielers der Filmgeschichte.
eine Unterhaltung mit Stuart Whitman (Audio ohne UT)
Audiokommentar mit Stuart Whitman, Nehemiah Persoff,Michael Ansara und Patrick Wayne (ohne UT)
Original Kinotrailer
Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel. Deutsch & Französisch, Englisch für Hörgeschädigte.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Dezember 2012
Für Bill und alle, die Western lieben ! rezensiert am 06.06.2014

Die "Comancheros" war der letzte Film von Regisseur Michael Curtiz und wie in seinen besten Filmen sind auch hier Spaß und Spannung immer identisch.
Die beiden gegensätzlichen Parts der beiden - erst "Feind- dann Freundprotagonisten" John Wayne und Stuart Whitman, setzt Curtiz gekonnt in Szene. Paul Regret (Whitman) ist der Südstaaten-Monsieur, Jake Cutter (Wayne) nennt ihn auch immer Monsieur, was jedesmal ein Schmunzeln beim Zuschauer dieses schönen Westerns hervorruft. Regret, immer gut angezogen, mit feinen Manieren ausgestattet, zieht die Blicke der Frauen auf sich. Er hat nur ein Makel das er mit sich rumträgt, er wird in einigen Staaten, unter anderm in Texas, wegen eines illegalen Duells gesucht, bei dem er seinen Konkurrenten erschossen hat, ihn eigentlich aber nur verwunden wollte. Captain Cutter von den Texas-Rangers, der ihn festnehmen soll, ist das krasse Gegenteil. Ohne jegliche Manieren, unerbittlich und mit seinem ihm eigenen trockenen Humor ausgestattet. Wer könnte sowas besser verkörpern als Cowboy Nr. 1 John Wayne.
Seine weibliche Hauptrolle besetzte Regisseur Curtiz mit der bis dahin relativ unbekannten, schönen Ina Balin, die ein bischen an die junge Katy Jurado erinnert, und ähnlich den herrlich fotografierten Landschaftsaufnahmen als Augenweide dient.
Auf landschaftsähnliche Westerngesichter in den Nebenrollen, braucht der Westernfan natürlich auch nicht zu verzichten, die sind in Form von Bruce Cabot, Edgar Buchanan, Jack Elam und vor allem von Lee Marvin als "Grow", der eine Galavorstellung abliefert, reichlich vorhanden.
Der einducksvollste Trumpf allerdings, der, außer "Big John", in Erinnerung bleibt, ist die wundervolle Musik von Komponist Elmer Bernstein (Die glorreichen Sieben), die sich immer wiedermal durch den Film zieht und einem von Anfang bis zum Schluß begeistert mitzureißen versteht.

Fazit: ein zügiger, stets actionsreicher und vergnüglicher Western, den man in jede "Top-100" Westernliste einreihen kann, erstrahlt in neuem Glanz.

Dank der neuen veröffentlichten Bluray, hat man den berühmten Drehort "Castle Valley in Moab, Utah noch nie deutlicher gesehen, es sei denn, man war schon mal dort...
Das Bild der Bluray ist hervorragend, der Ton klar und deutlich in deutsch - und in der Originalfassung sogar mit 5.1 DTS HD Master Audio + 4,0 Surround.
Audio-Kommentare einiger Darsteller, Original Kinotrailer, Extras über "The Duke" und "Fox tönende Wochenschau" runden eine, auch für diesen Preis, gelungene "blaue Scheibe" dieses Klasse-Westerns ab.
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am 5. Juli 2016
Ich hatte den Film noch nie vorher gesehen, und erwartete eigentlich nicht viel. Was die Filmkritik ueber den Film zu sagen hat liest sich meist unbeschwert, so als sei das ganze wohl unterhaltsam aber nichts besonderes.

Gut, und sicher ist der Film kein grosses Meisterwerk. Aber er unterhaelt vortrefflich, ist keine Minute langweilig und hat Tempo. Er zerfaellt so'n bisschen in einzelne Episoden, und der Handlungsverlauf hat etwas Comic-Haftes, ist ein bisschen wirr und entbehrt Tiefe. Letzteres mutet manchmal etwas seltsam an, besonders wenn es tragische Todesfaelle gibt und Wayne und seine Jungs einen Augenblick spaeter wieder bei bester Laune sind. Auch wurde nicht auf Details geachtet, die guten verwenden Gewehre und Pistolen die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht erfunden waren...Aber was solls - hier war nichts anderes als reine Unterhaltung geplant. Und das reicht doch manchmal. Dazu all diese wundervollen Landschaftsaufnahmen und die praechtigen Farben.

Und die kommen auf dieser wirklich ausgezeichneten Blu Ray fantastisch rueber. "Die Comancheros" zeigt mal wieder, was man aus einem ueber 50 Jahre altem Film HD maessig rausholen kann. Vom allerfeinsten. Also, auch wenn der Film nicht gerade zu den "grossen" Wayne Filmen gehoert ist er uneingeschraenkt zu empfehlen! Das ist einfach unbeschwerte Western-Unterhaltung, mit Top Stars und erstklassig produziert. Toller Film! Ein wuerdiger Abschluss der Karriere von Regisseur Curtiz, der bei den Dreharbeiten schon so krank war das Wayne einige Teile selbst inszenierte.
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am 21. Dezember 2006
Ein Western wie er im Buche steht, mit einer spannenden Story, bei der gleichsam der Faktor Humor eine tragende Rolle spielt. Die beiden Protagonisten John Wayne und Stuart Whitman verstehen es glänzend, diesen permanenten Balanceakt zu bewältigen, ohne dadurch an Glaubwürdigkeit zu verlieren oder den Film in eine billige Komödie abdriften zu lassen. Die Handlung entstand nach einer Romanvorlage von Paul Iselin Wellman, aus der James Edward Grant und Clair Huffaker schließlich das Drehbuch adaptierten. Ein Jahr zuvor schrieb Grant bereits das Drehbuch für das Western-Epos ALAMO (1960).

Brilliant fotografiert von Kameramann William H. Clothier, d e m Spezialisten des Genres für farbige Außenaufnahmen in Cinemascope. Der Zuschauer reitet buchstäblich selber mit durch das Terrain dieses weiten Landes, so plastisch erscheint das Panorama. Das in einem Tal gelegene Hauptquartier der Comancheros ist ein weiterer Augenschmaus durch die Linse Clothiers. Der fulminante Notenreigen von Elmer Bernstein rundet den Gesamteindruck harmonisch ab. Für Regisseur Michael Curtiz sollte dies jedoch die letzte Arbeit werden. Durch sein Krebsleiden war er bereits so stark geschwächt, daß der DUKE häufiger auf dem Regiestuhl einsprang, um das Projekt nicht zu gefährden. In den Credits des Films ist davon jedoch nichts erwähnt, denn Wayne verzichtete darauf zu Ehren des großen Regisseurs.

Die DVD ist erschienen in der Twentieth Century Fox-Serie GROSSE FILM-KLASSIKER. Sie enthält zwei kurze Sequenzen, die in Deutschland geschnitten waren, daher nur im Originalton mit festen deutschen Untertiteln vorliegen. Die Bildqualität erscheint recht gut, jedoch ist ausgerechnet die deutsche Tonspur über Strecken das reinste Elend. Wurde der Ton im englischen sogar auf Dolby 4.0 restauriert, hat man sich mit der deutschen Fassung keinerlei Mühe gemacht. Im Gegenteil. Beim ersten Drittel des Films wurden einfach die Klanghöhen runtergedreht, um das Leiern und Schwanken der Tonspur ein wenig zu kaschieren. Ab dann wird es zumindest erträglich. Es handelt sich dabei um die originale Synchronisation aus dem Jahre 1961. John Wayne hier mit der bekannten, für ihn aber nur selten verwendeten Stimme des Synchronschauspielers Curt Ackermann zu hören. Kollege Michael Chevalier sorgt für die markige deutsche Vertonung von Stuart Whitman.

Fazit: Spannend-humorvoller Western, der ins Regal jedes Genre-Liebhabers gehört. Trotz allem Bonus für Schauspieler, Entstehungsgeschichte und Story, kommt man um einen Punktabzug wegen der miesen deutschen Tonspur leider nicht umhin.
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am 2. Juni 2017
Cooler oldschoolwestern, mit einem grandiosen selbstironischen John Wayne!
Gehört für mich zu den absoluten Klassikern...und gehört in die Sammlung jeden
echten Fans!
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am 25. Februar 2007
Der Texas Ranger Jake Cutter (John Wayne) soll den Falschspieler Regret (Stuart Whitman) seiner angemessenen Strafe zuführen. Vorher haben sie jedoch den Comancheros den Kampf angesagt. Die Comancheros verkaufen Waffen und Whiskey an die Indianer.

Die Comancheros ist ein sehr guter und kurzweiliger Western, der seine Werte in Spannung und Wortwitz findet. Der Film zählt definitiv zu einem der Besten seines Genres. Die englische Tonspur ist hervorragend, wer der englischen Sprache nicht mächtig ist; muss eben mit der deutschen Mono- Spur Vorlieb nehmen. Als Extras gibt es der Original- Trailer.

Fazit: Für Freaks und alle die es werden wollen voll zu empfehlen.
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am 12. September 2006
Comancheros würde ich mit zu den besten John Wayne Filmen zählen. Der Film bietet alles was ein guter Western braucht.Eine Männerfreundschaft,Indianer,Gesetzeshüter,Gangster und natürlich eine kleine Liebesgeschichte.

John Wayne spielt einen Texas-Ranger der Inkognito versucht eine Bande Weißer Gangster aufzuspüren , die mit den Indianer gemeinsame Sache machen.

Der Farbfilm bietet neben tollen Landschaftsaufnahmen eine überzeugende Handlung unterlegt von einer tollen Filmmelodie.

Das Bild ist akzeptabel(der Film ist schließlich schon älter),der Ton ist etwas mickrig und etwas zu leise.

Man muß den Fernseher oder die Home Cinema Anlage schon etwas aufdrehen um was zu hören.

Die DVD enthält ein Booklet sowie eine Postkarte mit dem Covermotiv.Für John Wayne und Western -Fans sowie Sammler ist die DVD auf jeden Fall empfehlenswert.

Wegen des schwachen Tons gebe ich allerdings nur 4 Sterne.

Fazit: Abwechslungsreicher Spitzenwestern = Kaufen !
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. August 2015
…mit allem, was in diesem minimal vergifteten Kompliment so steckt. Jedenfalls ein Zeichen, dass letzte Filme nicht immer schwache "Alterswerke" sein müssen. Michael Curtiz drehte ihn, kurz bevor der Krebs ihn endgültig besiegen sollte. Da hatte er schon beinahe 50 Jahre Filmerfahrung hinter sich und so einige Klassiker wie Robin Hood (1938) und natürlich Casablanca (1942) gedreht. Und da besann er sich seiner (Sekundär-)Tugenden, ohne freilich die Kraft der früheren Meisterwerke ganz zu erreichen, aber immerhin: Gute Unterhaltung, ein paar krachende Actionszenen, garantiert nicht zu hohen Anspruch, aber dennoch eine gewisse Kritik an dem Strafverfolgungs- und Justizsystem. Ein Genrefilm, mit allem, was dazugehört, aber ohne alles, um die Grenzen des Genres zu sprengen. Dafür: Die Pracht der Landschaften. Die Lässigkeit, gepaart mit Edelmut, eines John Wayne. Die wunderschöne Outdoor-Fotografie des großen Outdoor-Kameramannes William Clothier, der Wolken, Sonne, Erde kombinieren kann wie kein Zweiter. Die Rhythmen eines Elmer Bernstein, synkopisch, und die Melodien, glorios, wie in seinem berühmten Track für Die Glorreichen Sieben. Einige wenige erkennbare Rückprojektionen fallen da kaum ins Gewicht.

Und dass das Ganze letztlich auf bekannten Strickmustern beruht, stört auch nicht weiter. Zwei geographisch wie sozial grundverschiedene Typen (Wayne und Stuart Whitman) müssen sich zusammenraufen, werden von Gegnern zu Partnern zu Freunden und zusammengeschweißt gegen einen gemeinsamen Feind. Die angeblich mal existente "gute alte Zeit" ist nicht mehr: Die Komantschen sind, verdorben durch weiße Waffen- und Alkoholhändler, zu einer mordlüsternen Bande geworden (so ungefähr jeder "Winnetou" lässt grüßen), der von Wayne gespielte Farmer hat schon vor Jahren seine geliebte Frau verloren und wurde ein Texas Ranger. Auf seiner Reise in die Vergangenheit findet er auf der Farm nur noch Trümmer und die Leichen seiner Nachfolger vor. Also muss er weiterreisen, in die Finsternis der USA (bzw. des zur Zeit der Geschichte noch nicht dazugehörenden Texas). Nicht ohne am Ende ein Stück weit die gute Ordnung wiederhergestellt zu haben, wobei recht sympathisch ist, dass der Abspann sehr plötzlich kommt und nicht noch "Jetzt wird alles wieder gut"-Reden geschwungen werden.

Neben hohem Unterhaltungswert gibt es ein paar Höhepunkte: Der kurze, aber sehr wirkungsvolle Auftritt von Lee Marvin als Waffenhändler, der selbst stockbesoffen noch extreme Gefährlichkeit hinter der raubeinigen Jovialität aufblitzen lässt, zählt unbedingt dazu – er und Wayne kloppen sich beinahe so nonchalant wie in "Donovan's Reef"; die beiden Männer haben einfach Präsenz und eine im scheinbar Lockeren unglaublich perfekte Körpersprache. Waynes Jungspund-Begleiter Whitman (Monsieur Regret aus Louisiana, was Wayne immer falsch ausspricht) wird nicht nur erwartungsgemäß vom Zocker und Casanova zum aufrechten Helden reifen, sondern auch ein paar interessante Erfahrungen mit der Liebe machen. Die geheimnisvolle Pilar (Ina Balin), in die er sich einmal unsterblich verliebt hatte und die er erst gegen Ende – dann aber in wichtiger Rolle – wiedersehen wird, wird nämlich immer ein wenig geheimnisvoll bleiben, möglicherweise ist sie auch durchtrieben und abgeklärt: "Es sagen überall auf der Welt andauernd Männer 'ich liebe Dich', wenn sie doch meinen 'ich begehre Dich'." Die Liebe wird letztlich als etwas zwar Existentes beschrieben, aber auch als Risiko: Man könne, heißt es später, einander ja nicht beweisen, dass die berühmten drei Worte wahr seien, man müsse einander vertrauen. Und so geht Whitman nicht nur durch sein Zusammenreiten mit Wayne gegen einige böse Buben ein Risiko ein, sondern auch durch den unvermeidlichen Initiationsritus: Vom reichen Südstaatenschnösel zum Westerner mit Bohnen und Speck in der Wüste statt vom Diener servierten X-gängigen Menü. Vom 300-Dollar-Anzug zu Staub und Dreck. Vom Mann, der vom Wilden Westen keine Ahnung hat (dies wird teils recht spaßig gezeigt) zu einem, der in die Landschaft passt und der sie sich wie eine Haut erst anlegen muss. Und natürlich vom Casanova zum Liebenden, wo wir doch noch gar nicht wissen, ob wir Pilar trauen können: Sie wird schließlich in einem Konflikt zwischen ihrer Liebe, ihrem Eigensinn und ihrem Vater landen, von dem sie diesen Eigensinn beigebracht bekommen hat. Das ist zwar ebenfalls altbekannt, findet hier aber in einem äußerst interessanten Umfeld statt. Im letzten Akt haben es Wayne und Whitman tatsächlich in das Lager der "Comancheros" geschafft, die mit den Komantschen die erwähnten Geschäfte machen. Und "Lager" wäre untertrieben. Das ist ein Staat im Staate; wie nach der klassischen "Der-Elemente-Lehre" ist alles da: Staatsgebiet (hermetisch abgeriegelt und bis kurz vor Ende den offiziellen Behörden unbekannt), Staatsvolk (inklusive Frauen und Kindern im Sinne einer Schicksals- statt nur Zweckgemeinschaft), Staatsgewalt (eigenes Werte- und [Un-]Rechtssystem). Ja, sowas ist im Gelobten Land möglich, sagt der Film. Neudeutsch eine Parallelgesellschaft; so weit ausbuchstabiert hat man das in einem klassischen Western noch nicht gesehen.

Vom Stil her lässt Curtiz es flott, aber im besten Sinne konventionell angehen; die schnellen Schnitte, ungewöhnlichen Perspektiven und irren Spiegelungen der früheren Jahre findet man hier nicht. Dafür schlägt die Handlung eine Kapriole nach der anderen, sodass es recht lange dauert, bis die klassische Undercover-Mission eines Rangers und eines Noch-nicht-ganz-Rangers bei den Comancheros in Gang kommt. Langweilig wird es dennoch nicht. Sicherlich nicht Curtiz' bester Film, aber ein würdiger Abgang eines Mannes, der zeitlebens ein Arbeitstier war und fast ein "Mann, der in Stiefeln stirbt". Er hatte sich wie gesagt nicht etwa zur Ruhe gesetzt, sondern so lange gedreht, wie es ihm sein Gesundheitszustand erlaubte, auch im Alter immer noch mindestens einen Film pro Jahr. Wenige Monate nach den Comancheros war er tot. Sein Werk bleibt.

Die DVD hat eine gute Bild- und Tonqualität, aber keine erwähnenswerten Extras. Da meine Version ein anderes Cover hat als die hier abgebildete, kann ich dafür aber nicht garantieren und bitte insoweit um die Lektüre der anderen Rezensionen.
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am 19. Dezember 2016
DIE COMANCHEROS ist für mich der drittbeste Film John Waynes in den Sechzigern. Dass er nicht an die allerbesten, DER MANN DER LIBERTY VALANCE ERSCHOSS und EL DORADO, heranreicht liegt auch am Sideman Stuart Whitman, der bei Weitem nicht das Charisma von Jimmy Stewart und Robert Mitchum besitzt, doch als französischer Dandy "Paul Regret" recht gut besetzt ist. Allerdings kommt dessen Verwandlung zum Texas-Ranger-Rekrut etwas zu plötzlich und nicht sehr glaubwürdig daher. Auch die Rolle der "Pilar" ist arg konstruiert, wenn auch gut gespielt
Herausragend ist jedoch Lee Marvin, dessen "Tully Crow" die Blaupause für den ein Jahr später verkörperten "Liberty Valance" darstellt, inklusive Wutausbrüchen, Ochsenziemer und Streifenhose. In seinen wenigen Szenen haut er Wayne nicht nur an die Wand, sondern spielt ihn auch an dieselbe, was möglicherweise auch an dem lächerlichen Hut liegen mag, den man den Duke zu tragen genötigt hat.
Michael Curtiz zitiert in der Flussdampfer-Szene eine ähnliche mit Gregory Peck im ein Jahr zuvor entstandenen Monumental-Epos DAS WAR DER WILDE WESTEN, an THE SEARCHERS erinnert ein Close-Up Waynes, das demjenigen Ethan Edwards exakt nachempfunden ist, als er das traurige Schicksal seiner Familie erahnt, das Auftauchen des Komantschen-Stamms auf dem Bergkamm und die Verwüstung der Ranch; leider ohne Fords diskretes Nicht-Zeigen der Opfer, die hier ziemlich voyeuristisch zur Schau gestellt werden. Keine schlechten Vorbilder also.
Des Weiteren bietet dieser Film einen fantastischen Score von Elmer Bernstein, eine herausragende Kameraarbeit vom bewährten
William H. Clothier und das beeindruckende Set des Banditenschlupfwinkels, eine Art Pueblo mit eigener Regierung, Gesetz, Justiz und Vollzug. Ein Staat im Staate also, wie Tonio es treffend genannt hat. Outlaws kann man die Bewohner also nicht gerade nennen.
Leider hat John Wayne nach DIE COMANCHEROS keinen Film mehr mit Curtiz machen können und Ford und Hawks standen nach den genannten Meisterwerken nur noch für DONOVANS REEF und RIO LOBO am Set, die für sich betrachtet sicherlich nicht schlecht sind, doch angesichts ihrer vorzüglichen Vorgängerfilme arg schwächeln. Sein nachmaliger Stammregisseur Andrew V. McLaglan war hingegen lediglich ein solider Handwerker mit bisweilen reaktionärer Botschaft.
DIE COMANCHEROS jedoch sind jedem Westernfreund und Duke-Fan vorbehaltlos zu empfehlen.
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am 15. September 2011
Was braucht ein Western, um gut und unterhaltsam zu sein?

Da wäre an allererster Stelle zu nennen die wundervolle Landschaft, durch welche die Helden des öfteren reiten. An zweiter Stelle stehen die Helden selbst, in diesem Film verkörpert von John Wayne und Stuart Whitman. Und an letztem, nicht unwichtigstem Posten befindet sich die Handlung, die Landschaft und Darsteller miteinander verknüpft und nicht zuletzt zerfurcht ist von Konflikten der unterschiedlichsten Couleur.

John Wayne spielt in "Comancheros" einen Texas Ranger, der den Auftrag bekommen hat, einen berüchtigten Falschspieler, Glücksritter und - durch einen Unfall beim Duell - Mörder festzunehmen. Auf dem Ritt durch die Weiten des Westens lernen sich die beiden Männer näher kennen und als Paul Regret (der Falschspieler) schließlich entscheidend dazu beiträgt, einen Indianerüberfall auf eine einsame Außensiedlung abzuwehren, entscheidet sich Cutter (der Ranger) dazu, dafür zu sorgen, dass Regret nicht abgeurteilt wird. Dies gelingt ihm auch und auf diesem Wege wird Regret in den Kreis der Texas- Rangers aufgenommen.

Der nächste Auftrag führt die beiden noch weiter in unkontrolliertes Gebiet: Sie sollen einer Bande von weißen Banditen das Handwerk legen, die sich selbst als "Comancheros" bezeichnen. Das liegt daran, dass sie illegalerweise die Indianer mit Waffen versorgen. Im Hauptquartier der Comancheros in der Wüste angekommen, werden die beiden Agenten Cutter und Regret aber von der Tochter des Banditenbosses, mit der Regret früher ein Verhältnis hatte, erkannt und überführt. Als die Stunde ihrer Vernichtung immer näher rückt, beschließen Cutter und Regret, alles auf eine Karte zu setzen...

Der Film ist - wie viele der Western von John Wayne - nicht unbedingt als Meilenstein anzusehen; dennoch bietet er beinahe pausenlos gute Unterhaltung und Spannung bis zur letzten Sekunde. Auch wenn John Wayne sich wie immer selber spielt, schafft er es zusammen mit seinem Kollegen, der Freundschaft zwischen Cutter und Regret Glaubwürdigkeit zu verleihen, was insofern schwierig ist, da sich ihre Beziehung ja zunächst aus bitterer Gegnerschaft heraus entwickelt. Insgesamt aber ein wunderschön anzusehender, rühriger Western, den man mit Sicherheit als "sehenswert" empfehlen kann.
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