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am 3. März 2014
Womit fange ich eigentlich an, vielleicht einfach damit, dass ich, bisher, mit den Platten des Künstlers überhaupt nichts anfangen konnte. Und es ist nicht so dass ich es nicht versucht hätte. Irgendwie muß ich wohl an die falschen Songs geraten sein.

Nun also der nächste Versuch. Angesprochen vom bunten und schönen Cover und dem Albumtitel nahm ich mir vor im das Teil reinzuhören. Freitag Morgen also mit einer Tasse Kaffee auf die Couch und über ein bekanntes Streamportal angefangen zu hören.

Tja, und da ist es passiert. Schon nach den ersten Tönen des Intros und des darauffolgenden Morning war ich einfach nur gefangen. Und das Gefühl steigerte sich von Song zu Song. Beck macht auf dieser Platte einfach verdammt viel richtig, das fängt beim starken und sehr abwechslungsreichen Songwriting an und wird über den, für mich, perfekten Gesang weiter getragen.

Einzelne Songs herauszuheben lohnt sich in diesem Falle nicht, das Teil am Stück genießen ist in diesem Fall eigentlich das beste. Fantastisch auch welche Bandbreite auf der Platte abgedeckt ist. Da sind zum einen diese schönen, Oldschoolmäßigen und folkigen Singer/Songwriterperlen wie Don't let it Go, gegenüber dessen steht ein, opulent, Instrumentiertes Stück wie Wave.

Und trotzdem gehen die Songs eine Symbiose ein, passen, auch in der Reihenfolge, perfekt zueinander und machen, trotz der, sehr ruhigen, Ausrichtung, ne Menge Spaß.

Für mich eine tolle Entdeckung und die Erkenntnis dass man manchen Künstlern einfach mehrere Chancen einräumen sollen. Ich werde mich jetzt nochmals an älteren Werken versuchen. Falls das dann wieder nichts wird, tja, dann hab ich wenigstens, diese eine, wundervolle Platte und für mich alles richtig gemacht

Fünf Sterne und damit natürlich mehr als eine Kaufempfehlung.

Zum Vinyl. Hierbei handelt es sich um eine, einzelne, 180 Gramm Platte die einen sehr, sehr schönen Klang hat. Ein Downloadcode wird mitgeliefert, falls jemand nicht den Cloudplayer Amazons nutzt.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Februar 2014
Schon erstaunlich, mit welcher Sicherheit Beck Jahr um Jahr zwei sehr unterschiedliche Stilrichtungen zu bedienen vermag. In guter Erinnerung ist sein letztes Album „Modern Guilt“, elektrifizierter Schrammelpop mit einer Fülle bemerkenswerter Einfälle, ebenso noch im Ohr die wunderbare Kooperation „IRM“ mit Schauspielerin Charlotte Gainsbourg, auch diese mit allerlei klugen, oftmals synthetischen Klangspielereien gefüttert. Kein Geheimnis ist es dagegen, dass mit dem aktuellen Werk eher eine Art Fortsetzung des grandiosen „Sea Change“ aus dem Jahr 2002 zu hören ist, klassische, meist akustische Arrangements, Songwriting ohne große Ausschmückungen, also, wenn man so will: Liedermacherkunst.

Wer mag, darf die elf Songs des Albums als verlängerte Aufwachphase interpretieren, eine Zeit, den Gedanken nachzuhängen, ein Zwischenfeld aus verblassendem Traumgespinst und heraufdämmernder Alltagsrealität: „When the memory leaves you, somewhere you can't make it home, when the morning comes to meet you, open your eyes with waking light“. „Morning“ und „Waking Light“ schließen sich sanft um eine Mischung aus abgebremstem Countryrock, Folkballaden und dem einen oder anderen schleppenden Bluesakkord – laut oder ungestüm wird es hier nicht. Mit dem zart gewirkten „Heart Is A Drum“ kommt der Kreislauf in Schwung, das klagende „Blue Moon“ ist schon dichter und drängender und ein episches „Unforgiven“ führt zum betörenden Höhepunkt: „Wave“ erinnert mit seinem dunklen Glanz und auch durch die Stimmfärbung eigentümlicherweise an einige späte Stücke von Dead Can Dance.

Diese Art von fast schon sakraler Anmutung bleibt aber die Ausnahme, der Großteil der Stücke ist von unprätentiöser Schlichtheit. Trotz der durchweg melancholischen Besinnlichkeit hat man nicht den Eindruck, Beck hänge auf ungesunde Weise selbstquälerischen Gedanken nach. Ernüchtert, vielleicht auch traurig mögen seine Betrachtungen über Einsamkeit, Verwundungen und Enttäuschungen klingen, aber verzweifelt sind sie nicht. Wo der Mann seiner Seele Ausgleich verschafft, darf man anhand seiner etwas widersprüchlichen Vita nur vermuten, dem Zuhörer jedenfalls werden ein paar dieser neuen Songs zum Trost reichen: „These are some faults we found, hollowed out from the years, don't let them wear you out, don't let them turn your mind inside out. Don't let it go, don't let it go away“ – wir werden uns bemühen… mapambulo:blog
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am 23. Februar 2015
Was für geschmacksverirrte Menschen muss es geben, die diesem Album einen Stern geben? Bestimmt Kanye-West-Fans... Lol.
Egal, Beck ist mit Morning Phase ein grandioses Album gelungen, dass dieser Mann von vorne bis hinten konzipiert, größtenteils selbst eingespielt und arrangiert hat. Dieser Mann ist für mich ein Genie, das zeigt sich durch seine Bandbreite, seine Musikstile und nicht zuletzt durch dieses Songwriting, das seinesgleichen sucht. Ich kann dieses Album nur jedem ans Herz legen, der Musik mag. Nach Sea Change dachte ich, Beck hätte das Singer-Songwriter-Konzept schon perfektioniert, doch mit Morning Phase hat er sich noch einmal gesteigert, noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Die Songs sind einfach wunderschön, Melodien, die den Hörer nicht mehr los lassen. Melancholisch, gleichzeitig aber positiv in ihrer Geradlinigkeit. Zudem singt Beck hier einfach in jedem Song wunderschön. Morning Phase wurde mit Blood On The Tracks verglichen, welches natürlich ebenfalls ein Geniestreich ist. Doch ich persönlich ziehe Becks Album vor, denn dieser Mann kann im Gegensatz zu His Bobness singen... Ich hoffe, es wird noch ein drittes Album in diesem Stil von Beck geben, denn so sehr ich seine anderen Alben wie Odelay, Mutations, Guero, Midnite Vultures und auch Modern Guilt mag, Morning Phase und Sea Change sind unübertroffen.
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am 4. April 2015
Ich kannte Beck vor zwei Jahren kaum bis gar nicht, eine Zeitungskritik machte mich neugierig.
So hörte ich 2014 in diese CD hinein und sie lief...tja ein geschätztes halbes Jahr mit wenigen Unterbrechungen jeden Abend zum Einschlafen!
Und das "zum Einschlafen" ist wahrlich nicht ironisch gemeint. Die Wirkung war ungeheuer,die Stücke machten mich ruhig und melancholisch-friedlich, gleichzeitig konzentriert. Da sie wie aus einem Guss komponiert und aufgebaut scheinen, blieb mir meist keine Wahl: ich hörte die CD regelmäßig komplett durch - und dann wurde es doch wieder spät :-).
Dann machte ich eine Pause, andere Favoriten kamen und ich hörte sie kaum noch.
Jetzt nach zwei Jahren nahm ich sie auf meine Ehrenliste ins iphone auf: ihre Kraft ist unverändert, super, toll, ein Meisterwerk.
P.S.
Meine Rezension schrieb ich am 18.5.2016
Keine Ahnung warum amazon sie zurückdatiert.
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am 28. Februar 2014
Die Musik entfaltet eine atemberaubende atmosphärische Dichte und Intensität, die den Hörer sofort für sich einnimmt. Der melodische - mit sakral anmutendem Hall unterlegte - Gesang und die intelligenten effektvollen Arrangements prägen den getragenen melancholischen Charakter der Songs, zwischen denen hier und da klassisch inspirierte Streichereinlagen den Bogen spannen. Anspieltipps gibt es für dieses exzellente und geradezu stilbildende Album, das sich wohltuend vom gefühlten Einerlei des Mainstreams abhebt, eindeutig nicht. Sich allen Songs nachdenklich hinzugeben: dieses Bedürfnis stellt sich schon nach wenigen Takten unwiderstehlich ein ... und der eine oder andere nimmt vielleicht die Repeat-Taste ins Visier. I'm in love with this album.
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am 26. Juli 2014
Endlich ist der alte Beck wieder da- bombastisch, sphärisch und eingängig. Nur fehlt mir so ein wenig das "Verbrauchte". Morning Phase ist - ein Freund von mir hat das passende Wort gefunden- "überproduziert".
Trotzdem großartig! ****
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am 15. März 2014
also ich höre schon seit sehr vielen jahren den klängen von beck zu,und kann verstehen das manch ein eingefleischter beck fan dieses album zu kritisieren vermag,aber ich persöhnlich finde es wirklich gelungen.es ist ruhig und sehr melodisch,zumindest im vergleich was beck vor 10-15 jahren so an musik geschaffen hatt.es ist nichtmehr viel von anarchy und chaos geblieben,aber ich sage das kommt mit dem alter und der persöhnlichen erfahrung des künstlers.anstatt mit einer täglichen dosis dope in irgendwelchen kneipen aufzutretten wie es früher war zeigt uns dieses album eine andere seite,eine sehr ergreifende seite,voller melodic und in trance dahinschwindender töne.ich bin ein großer fan von symphonie orchestra,und was beck mit dem titel wave gezaubert hat ist einfach umwerfend.ich sage wer auf ergreifende ruhige musik steht kann dieses album ohne bedenken kaufen und wird froh sein es gekauft zu haben.wer es zu lahm findet sollte bei den alten liedern von beck bleiben (die auch weltklasse sind)
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am 9. Oktober 2014
...beim ersten Hören hat es mich noch nicht überzeugt, das Album wirkt aber bei häufigerem Hören einfach klasse und ist nicht mehr aus den Gehörgängen herauszubekommen. Besonders gut gefällt mir Wave, aber Morning ist auch klasse. Sehr schön ist auch, dass bestimmte Elemente immer wieder aufgenommen werden. Es handelt sich nicht um eine Aneinanderreihung von Songs, sondern ist eine Albumkomposition. Allerdings braucht es halt ein bißchen, damit es wirkt. Nach einmal Hören war ich noch nicht überzeugt.
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am 15. März 2014
Habe diese CD aufgrund einer sehr positiven Rezension im SPIEGEL gekauft. Ich kannte Beck vorher überhaupt nicht und bin äußerst angenehm überrascht. Es sind die leisen Töne und die wundervoll entspannte Stimmung, die mich überzeugen.
Mit sparsamer Instrumentierung, hier ein paar Streicher dort ein sanfter Synthesizer, sehr melodischem Gesang sowie einer eher einfach aber effektvoll gehaltenen Bass/Schlagzeug Grundlinie und einer perlenden akustischen Gitarre erzeugen die Songs eine Rundum-Wohlfühl-Atmosphäre.
Wer knallharte Rhythmen, schwere Rock-Motive oder bombastischen Sound erwartet, wird enttäuscht sein. Ich kann aber nur dazu raten, sich auf diese CD einzulassen und genau hinzuhören. Jedes Stück bietet kleine musikalische Perlen, die sich durch die Hintertür fast unbemerkt einschleichen und keine Langeweile aufkommen lassen. Von der Menge der aktuellen, häufig eher belanglosen Musik hebt sich dieses Werk deutlich ab und ich kann es nur empfehlen. Mit 18 hätte ich das nicht gemocht, jetzt zaubert es mir ein heiteres Lächeln ins Gesicht... .
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am 16. November 2014
Beck hat sich mit "Morning Phase" selbst übertroffen. Das Album knüpft atmosphärisch an "Sea Change" an; es ist ihm sogar so ähnlich, dass er die beiden CDs als ein Doppelalbum hätte veröffentlichen können.

Beck zeigt sich schmerzhaft introspektiv, hochmelodiös und meditativ. Akustikgitarren, Mandolinen und dichte Soundteppiche prägen die Songs. Die Texte sind suggestiv und lassen dem Hörer viel Raum zur Interpretation.

"Morning Phase" wächst. Nach dem ersten Hören war ich nicht überzeugt. Schon bald stellte sich heraus, dass "Blue Moon" ein Meisterwerk ist. Spätestens nach dem fünften Mal fügte sich diese Ansammlung von Ohrwürmern zu einem großartigen Gesamtbild zusammen. Mit "Morning Phase" hat Beck Bemerkenswertes geleistet. Es steht in einer Reihe mit seinen besten Werken.
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