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(Filmbesprechung)

Was braucht es, um ganz oben im Rampenlicht zu stehen? Können? Glück? Bestimmung? Der Film geht diesem Geheimnis nach und findet letztendlich keine Antwort.

Llewyn möchte mit seinen Lieder einfach seinen Lebensunterhalt bestreiten. Doch er scheint umfassend vom Pech verfolgt. Trotz seines unerschütterlichen Willens, geht so ziemlich alles schief, was überhaupt schiefgehen kann. So ist er gefangen in potentieller Obdachlosigkeit, im Wohlgefallen seiner Freunde, ihm einen Schlafplatz anzubieten, der Willkür von irgendwelchen Talentförderern und seiner tiefen Melancholie, die wohl daher rührt, dass sein Folksong-Partner sich von der Brücke gestürzt hat.
Doch er hat durchaus die Fähigkeit, sich um einen ausreißenden Kater zu kümmern, seinem dementen Vater eine kleine Freude zu bereiten und seine schwangere Freundin nicht gänzlich im Regen stehen zu lassen. Erfolg hat wohl nichts mit Gutmütigkeit zu tun.....

Verschroben – eigenwillig – tiefgründig – melancholisch – berührend … das sind Attribute, mit denen ich dieses neue Werk der Coen-Brüder titulieren würde. Sie haben ihren ganz eigenen Humor diese Jungs, und obwohl es sich sicherlich vordergründig rein gar nicht um eine Komödie handelt, gab es im Kino so viele Momente des Lachens, wie sonst selten. Es sind diese kleine Augenblicke der diffizilen Situationskomik, gepaart mit einer bewegenden Geschichte, die für mich den Film umfassend sehenswert machen.

Oscar Issac verkörpert die Rolle des Llewyn einfach großartig. Justin Timberlake erkannte ich erst auf den zweiten Blick und war von seiner Wandlungsfähigkeit überrascht.

Irgendwie ziehe ich Parallelen zum deutschen Film "Anleitung zum Unglücklichsein", der jedoch in einer anderen (unteren) Liga spielt. Es geht letztendlich um das Glück im Leben. Llewyn koppelt es untrennbar mit seinem Erfolg als Sänger und verliert dabei die anderen Bereiche seines Daseins aus den Augen. Ein ganz schön aktueller Film, wenn man den heutigen Irrsinn bezüglich DSDS und ähnlichen Formaten in den Fokus nimmt.

Die Ausstattung des Filmes ist übrigens perfekt. Man fühlt sich direkt in die frühen 60iger des letzten Jahrhundert zurück versetzt.

Fazit: Das Besondere sehenswert
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am 11. Mai 2015
Story (5)
Und wieder einmal haben es die Coen-Brüder geschafft, aus einer an sich unscheinbaren Story ein Meisterwerk zu machen.

Llewyn Davis ist einer jener typischen Coen-Antihelden, die, egal was sie anpacken, immer alles verkehrt machen. Je besser sie es meinen, um so übler spielt das Schicksal ihnen mit.
Selbst als er ganz unten angekommen zu sein scheint und seine Karriere als Folk-Musiker endgültig an den Nagel hängen will, um wieder zur See zu fahren, bleibt ihm sogar das verwehrt.

Mit viel Liebe zum Detail, wunderschönen Bildern und zuweilen sehr langsam inszenierten Szenen, gelingt es den Coens, das unglaublich trostlose und deprimierende Leben des Llewyn Davis bis zur Perfektion zu zelebrieren.
Entstanden ist ein sehr vielschichtiger und tiefsinniger Film, der vollgepackt ist mit Anspielungen und Folk-geschichtlichen Details.
Oscar Isaac als Llewyn Davis macht seine Sache sehr gut und wird eigentlich nur von John Goodman als Roland Turner in den Schatten gestellt. Letzterer gehört allerdings mittlerweile auch zum Coen-Inventar. Sowas wie einen roten Faden gibt es dann auch noch in Form einer Katze, die sinniger Weise Odysseus heisst...

Llewyn Davis ist der Anti-Dylan, der den Durchbruch nie geschafft hat, weil er die falschen Entscheidungen traf, mit den falschen Leuten verkehrte oder ganz einfach gerade verprügelt wird, während Bob Dylan seinen Auftritt hat.
Und da das Leben ein einziger Kreislauf ist, dem unser geschlagener Held nicht entfliehen kann, endet die Geschichte eben so wie sie begonnen hat.

Bild (4)
Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.85:1 ( 13:7 US WideScreen ) vor.
Die Farben wirken recht blass und etwas ausgewaschen, können aber die 60er-Jahre gut vermitteln. Die Grundschärfe ist gut aber nicht überragend. Vor allem bei Totalen wirkt es zuweilen schon recht weich. Der Schwarzwert bewegt sich ebenfalls am oberen Mittelmass, wie auch die Kontraste.
Ein übermässiges High-Def-Feeling kommt hier nicht gerade auf. Im Grossen und Ganzen wirkt aber alles recht stimmig und stilecht.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.
Eine recht gute Tonumsetzung wird uns hier geboten. Die Dialoge sind jederzeit gut zu verstehen und auch die Dynamik ist im sehr guten Bereich. Es handelt sich aber im Grossen und Ganzen um eine eher ruhige Umsetzung, die ohne grosse Surround-Atmosphäre auskommt.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Für Coen-Fans ein Pflichtkauf und auch sonst für jeden zu empfehlen, der gutes Autoren-Kino zu schätzen weiss.
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Joel Coen: „Das, was wir heute mit den 60er Jahren verbinden, begann tatsächlich erst später.“

Anspruch und Unterhaltung ist das Markenzeichen der Coen-Brüder. Vielleicht sind ihre Filme meist deswegen das, was man etwas wolkig mit „Kult“ zu etikettieren pflegt. Dieser hat ebenfalls das Zeug dazu. Er erzählt davon, dass es ein (Folk)leben bereits zu Beginn der 1960er Jahre gab. (Und lange davor. Ein Folksong altert nicht, weil er nie neu war. Llewyn Davis) Der Hauptdarsteller, eben (der fiktive) Llewyn Davis (Oscar Isaac), ist eine klassische Coen-Figur. Eigentlich hat sie alles, um als Musiker Erfolg zu haben: Talent, Stimme, markantes Aussehen und eine melancholische Psyche. Dennoch, und das kann man verraten, ohne den Filmgenuss zu schmälern, ist und bleibt sie erfolglos. So ist das manchmal im Leben, zur falschen Zeit am richtigen Ort oder umgekehrt, und die Coen-Brüder, die erfolgreichen, sind darauf spezialisiert, dies ins Kino zu bringen und uns dabei zuzuwispern, dass Erfolg vielleicht, unter Umständen, gar nicht so wichtig ist. (Wichtig ist nur, dass ein guter Film entsteht.) Und wir lachen wieder einmal, obwohl uns doch zum Heulen zumute ist.

Winter 1960/61. Wir zittern uns mit dem glücklosen Llewyn Davis durch ein bitterkaltes, wunderbares Sehnsuchts-Greenwich Village, in dem natürlich die Feuerleitern nicht fehlen dürfen, begleiten ihn auf die Bühne des Gaslight Cafés, sehen ihn beim Schlafen auf zu Gästebetten umfunktionierten Sofas zu und machen uns mit ihm auf den Weg nach Chicago, wo es womöglich noch kälter ist als in New York und unser Loser auch keinen nassen Fuß auf den Boden bekommt. Hier wird der Musikfilm für eine Weile zum Road Trip, der für sich gesehen bereits ein Film im Film ist, den man nicht versäumen möchte. Phantastisch, der übergewichtige, zynische und Folk verachtende Jazzmusiker Roland Turner (John Goodman), ein Wrack, und sein wortkarges Mädchen für alles, Johnny Five (Garrett Hedlund), der so gar nichts Poetisches ausstrahlt. In diesen Szenen packt uns wieder einmal der Sog der Highways, der sich durch Ziehen in der Magengegend bemerkbar macht. Wir wollen uns einen dieser Oldtimer schnappen und unbedingt durch dieses Vintage-Amerika fahren, ziellos, nur manchmal an einer dieser so perfekt in Szene gesetzten Tankstellen halten, wo das Tanken so wenig gekostet hat, dass noch genügend Dollars für Cola, Burger und ein paar Songs aus der Jukebox übrig geblieben sind. Bevorzugter Schauplatz: Eine Bar oder ein Diner am Straßenrand. Die sehr amerikanische Art der Meditation eben. Aber nur selten verlässt die Kamera seinen Hauptdarsteller, wenn auch manchmal die Katze (Kater?) Odysseus (ihr/ihm gehört ein intellektuelles Ehepaar) im Mittelpunkt steht, deren Perspektive wir hin und wieder einnehmen dürfen, und um die wir uns, je nach Neigung, ständig Sorgen machen müssen. Dauernd haut das liebenswerte Vieh ab oder wird im Stich gelassen, für Katzenfreunde harter Tobak. Allerdings bin ich mir sicher, dass dem Tier im richtigen Leben nicht ein Haar gekrümmt wurde, auch wenn es ein sehr eigenwilliger Darsteller war, der so manche Szene beim Drehen geschmissen haben soll. Am meisten werden wir jedoch in diesem großartigen, vielschichtigen Film, der keinen Plot im eigentlichen Sinn hat, sondern lediglich eine Woche im Leben eines Musikers portraitiert, mit dessen Scheitern konfrontiert. Er ist einer, der knapp vor Dylan da war, es aber dennoch nicht geschafft hat. Da kommt das reale Vorbild Dave Van Ronk und seine tatsächlich existierende, namensgebende Platte „Inside Dave Van Ronk“ (auf dem er und eine Katze zu sehen ist) ins Spiel, dessen Songs vom zeitgenössischen Folk-Star Marcus Mumfort neu arrangiert und von T. Bone Burnett produziert wurden. Gesungen werden alle Folksongs tatsächlich von den Darstellern. Wir erleben neben dem sehr bemerkenswerten Oscar Isaac Justin Timberlake (Jim) im Duett mit Carey Mulligan, die Jean verkörpert, (Peter, Paul & Mary – Feeling) und in einer kleinen Rolle Adam Driver, den man hier gesehen haben muss, um zu glauben, dass man den albernen Song „Please Mr. Kennedy“ tatsächlich ein zweites und vielleicht sogar drittes Mal hören will, vorausgesetzt, man darf ihn dabei beobachten.

Leitmotivisch zieht sich das Thema Tod durch den Film. Davis Freund und Partner hat sich zwar von der falschen Brücke gestürzt, ist aber dennoch gestorben, sein Vater und der alte Jazzmusiker werden es nicht mehr lange machen, ein entstehendes Leben bekommt vermutlich keine Chance und selbst die Katze springt nur mit viel Glück dem Tod von der Schippe. „Hang me, oh hang me, I’ll be dead and gone“ klagt Llewyn Davis zum Auftakt und am Ende des Films, in dem nicht nur Folkstücke zu hören sind. Klassische Musik, die wir mit Tod und Trauer in Verbindung bringen, ist immer wieder im Hintergrund zu hören. Bob Dylan wird in diesem Film im Gegensatz zu Elvis nicht erwähnt, aber vielleicht ist er derjenige, mit dem Llewyn Davis sich in der am Ende gleich des Refrains eines Songs sich wiederholenden Szene zusammengeschlagen wird, mit dem er sich in dieser unwirtlichen Nacht den Hut teilen muss.

Inside Llewyn Davis wurde zum ersten Mal am 19. Mai 2013 auf dem Filmfestival in Cannes öffentlich gezeigt und gewann dort verdient den Großen Preis der Jury. So wollen wir Scheitern sehen. Sie sind uns doch viel näher, diese Loser, als die großen Sterne am Musik- und Filmhimmel. Die Coen-Brüder, Tausendsassas, die Regie geführt haben, für das Drehbuch und Schnitt verantwortlich zeichnen und ihren Film mitproduzierten, erweisen sich einmal mehr als Großmeister des amerikanischen Kinos mit stets stilsicherem Händchen und eigenwilligem Humor. Wie alle großen Filme, gehört er natürlich vor allem auf die Kinoleinwand, aber zum wiederholten Anschauen ist es ein verdammt gutes Gefühl, ihn in seiner Sammlung zu haben.

Helga Kurz
1. Februar 2014
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am 9. November 2015
Es wurde eigentlich schon alles geschrieben zu diesem Film. Wie immer spalten die Coen Brüder ihre Zuschauer. Handwerklich und künstlerisch wertvoll ist der Film ohne Zweifel, aber ist er deswegen lohnenswert anzuschauen? Letztenendes muss das wohl individuell jeder für sich entscheiden, sodenn gebe ich hier nur eine kurze Beschreibung meines persönlichen Filmerlebnisses:

Ich habe schon Coen-Filme gesehen, die mich begeisterten genauso wie solche, die in mir Entgeisterung auslösten. Deswegen habe ich diesem hier auch eine echte Chance gegeben, zumal ich neugierig auf die Musik war (Vor-Beatles-Ära, etwas bieder und langatmig die Folk- und Pop-/Rockmusik, aber interessante Texte, jedoch für mich nicht so hochwertig und einnehmend wie im Vergleich zum handwerklich einfacher umgesetzten Film "Once"). Der Humor kam bei mir nicht so richtig an, zu zerstörisch und gehässig fand ich den Umgang vieler Charaktere mit Llewyn Davis.

Ich fand den Erzählweise relativ zäh und monoton im Spannungsbogen und in der Charakterentwicklung, die fast nicht stattfand (bei keinem der Darsteller). Allerdings ist es ja auch nur eine Woche im Jahr 1961. Ich war dennoch neugierig genug, um den kompletten Film einmal ganz und am Stück anzuschauen. Nochmal werde ich dies allerdings nicht tun. Leider lief dann auch immer alles schief und schien letzlich hoffnungslos für den fatalistisch-melancholischen, aber niemals aufsteckenden und grundehrlichen Llewyn Davis. Wieso diese ganzen Missverständnisse, das viele Misstrauen und die miesen Typen, mit denen er zu tun hat?

Da insgesamt nichts Wesentliches passierte, habe ich mich unfreiwillig an der künstlerisch weichgezeichneten Optik gestört, die hollywood-typisch sehr sauber daher kam. Alle Menschen waren stets perfekt rasiert und gestylt, hatten absolut saubere und faltenfreie Kleidung, und das insbesondere bei einem armen, obdachlosen Schlucker wie Llewyn Davis, der mit Klamotten auf fremden Couches schläft und am nächsten Morgen / auf der nächsten Reise ein neues T-Shirt zu tragen schien!? Realismus durfte man hier wohl nicht erwarten, die Spießigkeit der frühen 60er Jahre kam dafür aber sehr überzeugend rüber. Ein bisschen farb- und einfallslos, passend zur Tristesse des gutmütigen Hauptcharakters (der meiner Meinung nach manchmal etwas ungeschickt ist, aber nicht wirklich sein Schicksal in den eigenen Händen hält)...

Mehr kann ich zu dem Film auch nicht sagen. Eine klare Empfehlung für oder gegen das Anschauen des Werkes kann ich nicht geben. Ein Blick lohnt aber insbesondere, wenn man sich für das Jahrzehnt, seine Musik und insbesondere für Dramen à la Coen-Brüder interessiert!
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am 1. August 2014
"Inside Llewyn Davis" ist sicherlich kein einfacher Film.
Das hat zum einen damit zu tun, dass die Coen-Brüder dafür verantwortlich zeichnen, was für mich zwar ein Qualitätssiegel ist, für viele aber die Warnung impliziert, dass man durchaus auch Probleme mit dem Film haben könnte.
"Inside Llewyn Davis" ist im Endeffekt ein typischer Coen-Film, was Dramaturgie, Bilder, Soundtrack und Atmosphäre angeht. Dementsprechend viel macht er in meinen Augen auch richtig und bleibt mir somit auch in positiver Erinnerung.

Während den ca. 100 Minuten, die der Film dauert, lernt man als Zuschauer Llewyn Davis kennen, einen zweifellos talentierten aber hoffnungslos mittellosen Amateurmusiker (gespielt von Oscar Isaac, u.a. bekannt aus "Drive" & "Die zwei Gesichter des Januars"), der mangels Gagen und kommerziellen Erfolgs seiner selbst aufgenommenen Platte von Tag zu Tag hier und dort bei Freunden und Bekannten aufkreuzt, um überhaupt ein Bett zum Schlafen zu haben. Schnell wird klar, dass Davis ein besonderer Musiker ist, dem allerdings nicht nur seine eigene, tragisch verlaufene musikalische Vergangenheit, sondern auch die knallharte Realität des Alltags wie eine brandende Wellt entgegenschlägt.
In mehr oder weniger einer Woche, die der Film abdeckt, wird man Zeuge vom Leben eines Musikers, wie es ihn wahrscheinlich aberhunderte Male da draußen gibt. Gut, aber nicht massentauglich. Musikalisch vielversprechend, privat aber eine einzige Katastrophe. So eben auch der gewissermaßen trödelige, lethargische Davis, der sich auf einmal einer möglichen Schwangerschaft seiner Ex-Freundin, die ihn nicht nur deshalb mit Verachtung straft, und diversen anderen, gestörten Bekanntschaftsverhältnissen konfrontiert sieht.
Das Einzige, was ihm bleibt, ist die Musik. Und die sorgt auch hauptsächlich dafür, dass dieser Film mit seiner berührend traurigen, aber teilweise auch heiteren Art und Weise das Herz des Zuschauers erreicht.

Die meisten Songs sind von Isaac selbst eingesungen. Und er entpuppt sich als wahnsinnig toller Sänger mit einer unverwechselbaren Folk-Stimme, die perfekt auf den Charakter und seine Musik zugeschnitten ist. Auch erweist sich Isaac als respektabler Gitarrist. Musikalisch stellen ihm die Coen-Brüder keinen anderen als den früheren Boygroup-Teenieschwarm Justin Timberlake zur Seite, der in einer Nebenrolle als Lebensgefährte von Davis' Ex-Freundin (Carey Mulligan) überzeugend agiert. Zusammen mit Adam Driver bilden die drei in einer Szene ein wunderbares musikalisches Trio, bei dem man nicht anders kann, als über beide Ohren zu grinsen.
Ansonsten ist der Soundtrack - das Herzstück dieses Films - verhalten und eher ruhig, die Folk-Songs, die Isaac zum Besten gibt, erzeugen Sehnsucht und Melancholie, womit sie also alles richtig machen. Besonders gut gefielen mir die Tracks "Hang me, oh hang me", das zu Beginn und am Ende des Films läuft, sowie der Song, den Davis beim Vorspielen bei einem Plattenproduzenten spielt: "The Death of Queen Jane".

Wie schon angesprochen ist "Inside Llewyn Davis" auch von der Kameraarbeit und den gezeigten Bildern her absolut überzeugend und auf gewohnt hohem Niveau wie andere Coen-Filme.
Besonders gut gefielen mir auch die fein gestreuten Bildmetaphern, die immer wieder auftreten und echte "Running Gags", wie Davis' tierischen Begleiter filmtechnisch großartig ergänzen.

Insgesamt kann ich an dem Film also eigentlich kaum was aussetzen, überzeugt er doch vollends durch seine Musik, seine guten Darsteller und dichte Atmosphäre. Auch mit seiner ruhigen Art und wortkargen Dialogszenen komme ich prima klar, da vor allem letztere dennoch echte Topmomente des Films darstellen, z.B. Davis' Besuch bei seinem Vater oder seine Begegnung mit dem Jazzmusiker Roland Turner (großartig gespielt vom alten Coen-Weggefährten John Goodman).

Ich kam beim Anschauen allerdings nicht umhin, den Film mit einem anderen, "Inside Llewyn Davis" sehr ähnlichen Werk zu vergleichen, nämlich mit "Once". Keine Frage - musikalisch sind beide Filme über alles erhaben und nehmen sich kaum etwas. Auch in anderen Punkten gefallen mir sie erstaunlich identisch gut.
Nur was die Handlung, und hier vor allem die besondere "Aussage" angeht, fehlt mir bei "Inside Llewyn Davis" einfach das gewisse Etwas.
Wo "Once" am Ende einfach eine fabelhafte, charmant gelöste Antwort auf eine der großen Fragen des Lebens liefert, lässt "Inside Llewyn Davis" den Zuschauer beim Beginn des Abspanns ein bisschen - ich nenne es einfach mal - einsam zurück. Das dürfte durchaus im Interesse von Ethan und Joel Coen gewesen sein, ist mir als Zuschauer allerdings gerade im Direktvergleich mit "Once" etwas zu dürftig. Vielleicht bin ich aber in solchen Fällen einfach zu altmodisch und kitschig. Sicherlich nicht jeder braucht am Ende noch den großen Wink mit dem Zaunpfahl.

Unterm Strich ist für mich "Inside Llewyn Davis" aber auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film. Für alle Fans der Coen-Brüder sowieso, für Liebhaber von Musikfilmen und Folkmusik ebenfalls und ganz im Speziellen auch für alle, die "Once" großartig fanden.
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am 28. Dezember 2014
Der Film zeigt eine doch sehr traurige Woche aus dem Leben eines Folk-Musikers. Diese Woche beginnt damit das Llewyn Davis im Greenwich Village zusammengeschlagen wird. Was in der Woche davor im Leben des Davis (Dave Van Ronk) geschah zeigt dieser Film.

In dieser Woche passiert doch sehr viel, obwohl es dem Zuschauer nicht so vorkommt. Es gibt eine aberwitzige Odyssee mit einer Katze, bei der ein Scrotum verschwindet. Eine völlig surreale Reise nach Chicago. Einen Besuch beim Vater, der zum Scheißen nicht mehr aufstehen muss. Davis organisiert eine Abtreibung und erfährt dabei, dass diese vor zwei Jahren schon bezahlt wurde. Es gibt einige schlecht bezahlte Gigs. Dabei sieht der Zuschauer auch zu dieser Zeit noch unbekannte, später aber sehr erfolgreiche Musiker. Für Folk Fans hält dieser Film einige sehr feine und versteckte Anspielungen bereit. So verpasst Llewyn während er zusammengeschlagen wird den Auftritt vom noch unbekannten Bob Dylan.

Die Coen Brüder erzählen sehr unkonventionell und kompromisslos eine Geschichte von einem Anti-Dylan. Nur der sehr feine Humor und die wirklich tollen Bilder mindern die Härte der Erzählung. Selbst an der Musik scheint Llewyn Davis keinen Spass zu haben. Er sieht Musik lediglich als seine Arbeit die nicht genug abwirft. Für seine Platte bekommt er einen Wintermantel und weil er sich keine Wohnung leisten kann schläft er fast jede Nacht bei anderen Bekannten.

Für mich war diese Woche doch zu düster. Es fehlen ein paar Dinge die Davis auch gehabt haben muss um zu überleben. Es fehlt die Leidenschaft für Musik, Spielfreude und es fehlt die Liebe, die Freundschaft.

Die Coen Brüder leisten sich in diesem Film einen seltenen Luxus. Der Film buhlt nicht um Sympathie, für seinen Hauptdarsteller. Auch erzählt dieser Film, die wohl schlimmste Woche im Leben eines Musikers. Dabei traut sich dieser Film komplett ungefällig zu sein. Den Coen Brüdern war es egal was andere von diesem Film halten. Die Botschaft ist klar und für einen relativ erfolglosen Musiker auch überaus stimmig.

Was dennoch sehr gefällig geraten ist an diesem Film sind die Bilder, der Humor, die Atmo, die Tonspur, Szenenbilder, Kameraeinstellungen etc. Mit Oscar Isaac, Carey Mulligan, Justin Timberlake und Ethan Phillips ist dieser Film auch was das Schauspiel betrifft richtig gut geraten. Das Booklet fand ich nicht so prickelnd, die Zeitschriftenwerbung versaut das Bild. Dafür ist die echte Doku Another Day/Another Time, in den Extras der Special Edition enthalten. Diese zweite Blu-ray relativiert den Eindruck des Fims. Spätestens bei Rhiannon Giddens springt dem Zuschauer die pure Musik und eine gewaltige Überdosis Spielfreude in das Wohnzimmer. Für mich liefert die Blu-ray ein hervorragendes Bild, auch an der Special Edition führt wegen Another Day/Another Time, kein Weg vorbei. Ich würde jedem Zuschauer dringend davon abraten Another Day/Another Time nicht zu sehen.

Auf den ersten Blick hätte ich Inside Llewyn Davis eher drei Sterne gegeben. Das hätte aber mehr mit meinen Sehgewohnheiten als mit der Qualität des Films zu tun. Auf den zweiten Blick zeigt der Film bewusst, den wohl tiefsten Punkt im Leben von Dave Van Ronk. Mir persönlich hat Another Day/Another Time viel besser als Inside Llewyn Davis gefallen. Das wäre dann auch der Soundtrack meiner Wahl. Nur das es diesen ohne Inside Llewyn Davis nie gegeben hätte. Auf den zweiten Blick ist Dave Van Ronk, als Musiker auch sehr viel wichtiger gewesen, als es den Anschein hat. Einige später sehr erfolgreiche Musiker wurden von Ronk gefördert oder beeinflusst(Dylan,Mitchell,Cohen). Auch gilt Ronk als einer der Ersten, die traditionellen Jazz und Ragtime auf der Akustikgitarre spielten. Vielleicht sind unsere Maßstäbe (Wohlfühlfaktor, Zuschauerzahlen und Oscars) für die Qualität eines Films eher unwichtig. Was die Musik betrifft möchte ich Otis Taylor zitieren: "Just Live Your Life".
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am 3. Mai 2014
Weiss der Kuckuck, was den Vertrieb geritten hat, bei der Menge Speicherplatz auf der Disc auf die englischen Untertitel zu verzichten (ja, es gibt Leute, die schauen sich Filme in Originalsprache mit Untertiteln in Originalsprache an, weil insbesondere im Dialekt nicht immer alles sofort verstanden wird). --> UK version kaufen, z.B. bei Amazon.co.uk
1010 Kommentare| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 26. September 2014
Ganz so schlimm steht es sicherlich nicht um den Folk-Musiker Llewyn Davis (Oscar Isaac), der im Jahre 1961 in Greenwich Village versucht, eine Solokarriere aufzubauen, nachdem sein Partner Mike vor einiger Zeit von der George Washington Bridge gesprungen ist, aber der Erfolg, von dem er träumt und der ihm ein finanziell einigermaßen sicheres Leben würde bereiten können, wird wohl ausbleiben.

Joel und Ethan Coen haben mit „Inside Llewyn Davis“ (2013) einen noch ruhigeren Ton angeschlagen, als sie es in ihren letzten beiden Filmen – „True Grit“ (2010) und „A Serious Man“ (2009) taten, was diejenigen unter ihren Fans, die die beiden Regisseure eher mit skurrilen Komödien – warum eigentlich? Ist man noch immer nicht über „Arizona Junior“ (1987) hinweg? – in Verbindung bringen, vielleicht sogar verprellen könnte. „Inside Llewyn Davies“ hat eigentlich keinen richtigen Plot, und wenn wir uns das überraschende Ende sowie das resignierte „Au revoir“, mit dem Llewyn uns aus dem Film entläßt, vergegenwärtigen, könnten wir sogar die narrative Linearität, mit der eine Woche im Leben dieses Folk-Musikers dargestellt wird, überhaupt in Frage stellen. Wie aber könnte es wohl Linearität geben im Leben eines Mannes, der – nach der Aussage einer wütenden Ex-Geliebten – sich keine Gedanken um seine Zukunft macht und dem der Spatz in der Hand immer näher zu sein scheint als die Taube auf dem Dach? Llewyns Ansprüche an die Zukunft sind eigentlich hoch: Er möchte leben, und nicht nur existieren wie sein Vater und seine spießige Schwester dies seiner Meinung nach eben tun. Leben kann er durch die und in der Musik, und nachdem sein Partner Mike in den Freitod gegangen ist, ist Llewyn festentschlossen – ob aus Ehrgeiz oder aber aus Kummer über den Verlust, bleibt unklar –, eine Solokarriere in Angriff zu nehmen. Die Frage eines Studiobosses in Chicago, ob er bereit sei, mit anderen Musikern zusammen eine Gruppe zu gründen, verneint er kategorisch. Doch die Coens machen immer wieder deutlich, daß Llewyn wohl nichts Bleibendes hinterlassen wird: So ist seine Ex-Geliebte Jean (Carey Mulligan), die nun glücklich mit dem Musiker Jim (Justin Timberlake) zusammenlebt, entschlossen, das Kind, das sie erwartet, abzutreiben, weil es von Llewyn sein könnte und weil sie auf keinen Fall ein Kind von ihm austragen möchte. Später wird Llewyn erfahren, daß eine andere Frau, der er die Abtreibung finanzierte, ihr Kind geboren hat, ohne ihn davon zu unterrichten – und als er während seiner Rückkehr aus Chicago an dem Ort vorbeikommt, in dem sie und sein Sohn nach Aussage des Arztes leben, scheint Llewyn nur einen kurzen Augenblick lang darüber nachzudenken, die Abfahrt zu nehmen, bevor er sich schließlich eines anderen besinnt und alles so läßt, wie es ist. Bezeichnenderweise wird Llewyn auch dem Studioboss in Chicago mit „The Death of Queen Jane“ ein Lied vorspielen, daß von einer schwierigen Geburt handelt, in deren Verlauf die Mutter, Jane Seymour, sterben sollte, so als ahne er schon das vernichtende Urteil des Musikproduzenten.

Dem Zuschauer wird es wahrlich nicht einfach gemacht sich zu entscheiden, ob ihm Llewyn sympathisch ist oder nicht. So ist die Selbstverständlichkeit, mit der er sich durchs Leben schnorrt und, nachdem er alle ihm bekannten Couches in seinem Freundes- und Verwandtenkreis abgeklappert hat, sich kurzerhand bei einem Musiker, den er gerade erst kennengelernt hat, einquartiert, alles andere als einnehmend. Auch seine Besorgnis um die Katze der Gorfeins (Ethan Phillips und Robin Bartlett), eines wohlhabenden, kunstinteressierten Ehepaars, das sich regelmäßig seiner annimmt, scheint nur der Besorgnis um einen potentiellen Schlafplatz geschuldet zu sein. Zudem ist seine Arroganz etwas, das er sich eigentlich nicht leisten kann, und seinen moralischen Tiefpunkt erreicht er wohl, als er die Katze, die er statt der Gorfein-Katze aufgelesen hat, zusammen mit einem schlafenden, drogenabhängigen Wrack von Jazzmusiker (John Goodman) im Auto zurückläßt. Doch kann man andererseits auch mit Llewyn mitfühlen – nicht nur dort, wo er sich gegen die zynischen Bemerkungen des abgehalfterten Jazzmusikers Roland Turner erwehren muß, sondern auch wenn er sich gegen die Versuche der Gorfeins verwahrt, ihn zur Unterhaltung ihrer Gäste bei Tisch aufspielen zu lassen. Wie ergreifend seine Musik jedoch eigentlich ist, kann man in der Szene sehen, in der es ihm gelingt, seinen demenzkranken Vater durch seine Interpretation des irischen Liedes „The Bonny Shoal of Herring“ für einen kurzen Moment ins Leben zurückzuholen.

Aber Llewyn ist eben zur falschen Zeit am richtigen Platz, und wahrscheinlich auch mit der richtigen Art von Musik. Ihm bleibt nichts, als sich mit Musiksessions in der Kneipe von Pappi Corsicato (Max Casella) über Wasser zu halten, wo er seinen Hut unter den Gästen herumgehen lassen kann, und ironischerweise teilt er sich zum Ende (oder Anfang?) des Filmes seinen Hut mit niemand Geringerem als Bob Dylan, der zu jener Zeit gerade sein Debut in der Folkszene gab.

Die Coens erzählen diese Nicht-Geschichte, in der es nur einem Kater namens Ulysses gelingt, irgendwie wieder zu Hause anzukommen, während Llewyns Odyssee weitergeht, gänzlich unaufgeregt und mit einer Behutsamkeit, die ihrem Sujet sehr entgegenkommt. Fast immer werden die Songs, die wir zu hören bekommen, in ihrer Gänze ausgespielt, so daß die Musik selbst – ähnlich wie in einem John-Ford-Western oftmals die Landschaft – zur heimlichen Hauptdarstellerin aufsteigt. Der einzige Musiker, von dem wir nichts hören, ist der verbitterte Mr. Turner, und das sagt in einem Film wie „Inside Llewyn Davis“ schon sehr viel aus. Kameramann Bruno Delbonnel filmt die Woche aus dem Leben eines glücklosen Musikers in sehr gedämpften Farbtönen, was den Eindruck einer längst vergangenen Zeit sowie die Melancholie des Filmes unterstreicht. Doch sollte diese Gedecktheit der Farben nicht darüber hinwegtäuschen, daß es auch viele Momente eines leisen Humors gibt, der sich mitunter recht unerwartet Bahn bricht, wenn beispielsweise Mrs. Gorfein erkennt, daß Llewyn ihnen eine falsche Katze untergejubelt hat, und, anklagend die Katze in die Luft haltend, ruft: „Where’s his scrotum?“ Zudem gibt es auch eine Vielzahl typisch coenesker seltsamer Nebenfiguren, wie etwa die Dinnergäste der Gorfeins, die Gorfeins selbst und den von Goodman gespielten Jazzman. Mindestens ebenso beeindruckend sind allerdings die schauspielerischen Leistungen der Hauptfiguren: Da werden vielsagende Blicke ausgetauscht, mal anklagend, mal verwundert, ein stetiges Mißverstehen, wie man es auch dem richtigen Leben kennt. Und so wird denn deutlich, daß die Coens mal wieder, leicht verfremdet, aber unverkennbar, ein Stück aus dem richtigen Leben abgebildet haben.
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am 28. August 2015
Vorweg: Dieser Film hat sehr gute Momente. Die Kameraführung ist spitze und bringt eine düstere Stimmung auf die Leinwand. Zudem ist die Tonspur immer wieder mit schönen Folksongs aufgeheitert. Der Hauptdarsteller bringt eine solide Leistung.
Aber was soll ich aus dem Film mitnehmen? Soll ich denken, dass Musik ein hartes Business ist? Ich musste mich den ganzen Film über aufregen über den Loser, der zwar gute Musik macht, sein Leben allerdings nicht auf die Reihe kriegt. Der nach großem Mist immer noch größeren Mist baut uns so nach und nach seine letzten Freunde verschreckt und abstößt? Sicher nicht.
Passieren tut den ganzen Film über sehr wenig. Kann man auch darauf verzichten.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2015
Die beiden Brüder sind die besten Bilder-Geschichtenerzähler in diesen Jahren.
Melancholisch, düsteres Portrait eines Künstlers wie es sie auch heute noch gibt.
Gespickt mit wunderbarem Wortwitz und tollen Songs.

Leider gibt es hier rezensierende Vollidioten die den Film mit Fargo oder Burn After Reading vergleichen wollen und Ihn zerreißen...Pff
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