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am 27. Januar 2014
Es ist für mich nicht das erste eBook dieser Autorin, jedoch das erste des Genres Steampunk. Und ich bin begeistert von dieser erdachten Welt, die Faszination dafür hat mich voll erwischt.

Ein fiktives Cöln im Jahr 1898, jedoch mit realen Problemen, Gefühlen und Geschehnissen. Die Protagonisten sind wirklich sehr gut beschrieben, bereits auf den ersten Seiten beginnt der Film zu laufen, das Kopfkino beginnt. Die Begebenheiten der Stadt, der Ober- und Unterwelt, man findet sich schnell zurecht. Ebenso auch mit den typischen Steampunk-Elementen, dampfbetriebene Fahrzeuge, Strahlenschutz, Tiefdruck, Ruß und natürlich auch die Quantenmagie. Nichts bleibt verworren, durch exakte Beschreibungen und unauffällige Erklärungen fühlt man sich auch als Neuling dieses Genres gleich sehr wohl, mittendrin statt nur dabei.

Inhaltsmäßig möchte ich zum ersten Fall des Kommissärs Guy Lacroix nicht zuviel verraten, ein schwerer Schicksalsschlag wirft den erfolgreichen Kommissär fast aus der Bahn, beeinflusst auch seine Tätigkeit als ermittelnder Beamter in einem recht bizarren Mordfall, der zum Ende dieses Bandes vollständig aufgeklärt wird. Parallel dazu beginnt auch die Geschichte von Absolon Quast, einem Alchemisten, der auf der Suche nach einer Heilmethode für seinen todkranken Meister ist. Seine Geschichte endet nicht in diesem Band, von daher bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ebenso interessant sind die Verknüpfungen der einzelnen Personen der Oberwelt mit jenen, die im Untergrund leben, denn das Böse existiert überall.

Das Cover ist schlichtweg der Hammer, ein absoluter Eyecatcher. Orthografisch einwandfrei, sehr bildhafte Beschreibungen der Charaktere und der örtlichen Begebenheiten. Simone Keils Schreibstil hat mich völlig eingefangen und in eine fiktive Welt mitgenommen, die mich absolut fasziniert. Clockwork Cologne ist ein tolles Projekt, und ich möchte um nichts in der Welt auch nur einen Teil dieser Reihe verpassen. Großartig!!
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am 9. März 2014
Cover
Das Cover ist der Hammer. Ich kann es nicht anders sagen, aber schon allein wegen des Covers würde ich mir das Buch kaufen, selbst wenn ich nicht wüsste, ob mich der Inhalt anspricht oder eben nicht. Jedes Mal, wenn ich es mir ansehe, entdecke ich etwas Neues, was mir vorher noch nicht aufgefallen ist. Jacqueline Spieweg hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Falls ihr es noch nicht gemerkt habt: Von diesem Cover bin ich wirklich mehr als begeistert!

Inhaltsangabe/Meinung
Auf eine separate Inhaltsangabe verzichte ich an dieser Stelle, da ich finde, die Kurzbeschreibung verrät schon genug. Außerdem sollt ihr, liebe Leser, das Buch ja auch noch lesen, ohne zu wissen, was genau passiert. Genau aus diesem Grund wird auch innerhalb der Rezension nicht viel auf den Inhalt eingegangen.
An dieser Stelle erst einmal vielen Dank an Simone Keil für das e-Book Rezensionsexemplar. Ich hab mich wirklich darüber gefreut!
Und nun fangen wir mal an. Mit Guy Lacroix fand mein dritter Ausflug in das Steampunk-Genre statt. Bis jetzt war ich tierisch begeistert und habe immer wieder neue Aspekte innerhalb des Genres gefunden. Ob Clockwork Cologne meinen Begeisterungsschalter umgelegt hat und ich jetzt nur noch heißen Dampf ausspucke? Finden wir es heraus …

Der Protagonist – geheimnisvoll und mysteriös

Guy Lacroix, Hauptkommissär (ist kein Rechtschreibfehler – so heißt es tatsächlich im Buch ^^), Ehemann, Mensch. Nach den ersten Seiten hatte ich (seltsamerweise) ein wirklich interessantes Bild von ihm im Kopf. Ein kleiner, dicker Mann, mit Nickelbrille und Bierbauch. Fragt mich nicht, wie ich darauf gekommen bin und keine Sorge, das Bild hat sich schnell verflüchtigt. Der Hauptkommissär ist eine wirklich tiefgründige Figur. Er liebt, lebt und arbeitet immer mit vollem Herzen, auch wenn ihm viele Steine in den Weg gelegt werden. Wirkt er anfangs recht ruppig und ziemlich unfreundlich, sodass er mir kurzzeitig doch etwas unsympathisch war, änderte sich das Bild recht schnell wieder. Die Autorin schafft es, dem Leser immer wieder kleine Einblicke in das Gefühlsleben von Guy Lacroix werfen zu lassen, während er gleichzeitig in einem verdammt interessanten Fall ermittelt. Dennoch hat der Hauptkommissär noch genügend Geheimnisse, um mysteriös und rätselhaft zu wirken, genau die richtige Mischung, damit er als Figur interessant bleibt und der Leser unbedingt wissen will, wie sich Guy Lacroix weiter entwickelt.

Ein Sack voller Nebencharaktere

Neben dem Hauptkommissär bringt die Autorin einige, ebenfalls sehr interessante Figuren ins Spiel. Da dieses Buch der erste Teil einer Serie ist, erfährt man als Leser natürlich nicht die ganze Lebensgeschichte von ihnen. Einige der Nebencharakteren tauchen nur ganz kurz auf, andere haben einen längeren Auftritt. Nichtsdestotrotz schafft es die Autorin auch hier, dass man als Leser einfach mehr wissen will. Es werden gerade genug Informationen innerhalb der Handlung eingebaut, um den Figuren Tiefe zu verleihen, sie lebendig zu machen, aber ohne das sie sich in den Vordergrund drängen. Der Hauptkommissär bleibt der Leitfaden, denn auch wenn Szenen mit anderen Figuren gerade eine Rolle spielen, führt es am Ende doch zu Lacroix zurück.
Es fällt mir wirklich schwer, nichts über die Nebencharaktere zu verraten. Wie soll man eine Rezension schreiben, wenn ein Wort schon eins zu viel sein könnte? Lasst euch einfach gesagt sein, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Jede Figur, auch wenn sie nur Tee serviert oder den Wagen fährt, scheint einen ganz Sack voll Geheimnisse mit sich rumzuschleppen, die nur darauf warten, von dem Leser entdeckt zu werden. Jeder einzelne Charakter hat so viel Vergangenheit, dass man mit ihm selbst ganze Bücher füllen könnte. Woher ich das weiß? Es liest sich aus jeder einzelnen Szene, aus jedem gesprochenen Wort und aus jeder Handlung heraus, die die Figuren machen.

Die Handlung und die Welt

Die Handlung spielt in einer eigenen, fiktiven Welt: Cöln im Jahre 1898. Ein quantenmagischer GAU hat Europa in die Knie gezwungen und nun, 40 Jahre danach, müssen sich die Menschen immer noch von den quantenmagischen Strahlen erholen. Eine Kuppel über Cöln schützt die Menschen darunter, doch dadurch sind sie den Erschaffern ausgeliefert und können durch ihre Angst problemlos kontrolliert werden. Als ich die Kurzbeschreibung gelesen habe, war ich schon Dampf und Kohle für die Geschichte. Und es wird nicht zu viel versprochen. Durch viele Kleinigkeiten bringt die Autorin den Leser in diese andersartige Welt ein, und ohne dass sie es dauern erwähnen müsste, hat man schnell ein Bild vom Leben in Cöln. Schutzmasken, Sicherheitsbrillen, stinkender Qualm, es ist allgegenwärtig und ich glaube, ich habe während des Lesens mit den Figuren zusammen husten müssen.
Die Geschichte als solche beginnt mit ganz viel Liebe, sie sprang mir fast ins Gesicht und ich war positiv überrascht, denn wenn man die Umstände innerhalb der Welt beachtet, könnte man nicht denken, dass so viele Gefühle noch möglich sind. Und auch hier sind es wieder die kleinen Gesten, die zeigen, wie tief die Liebe zwischen Guy und seiner Frau ist. Es gibt so viele Emotionen in einer schmutzigen und kalten Umgebung, dass ich zugeben muss, ich habe nach einer bestimmten Szene die eine oder andere Träne verdrückt.
Schnell nimmt die Handlung Fahrt auf, der Leser findet sich zwischen so viel kleinen Andeutungen wieder, nur um am Ende plötzlich einen Mörder vorgesetzt zu bekommen. Natürlich könnte man jetzt sagen: „Was ist das bitte für ein Ende?“ Aber weit gefehlt. Ich erinnere hier gerne noch mal an die vielen Geheimnisse, die sich zwischen jeder einzelnen Zeile verstecken und ich bin mir sicher, dass auch das Ende als solches nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Da es eine Reihe ist, gibt es auch noch ganz viele offene Fäden, die weiter geführt werden (müssen!), das Kernproblem der Geschichte ist aber, für mich, zufriedenstellend gelöst worden.

Dies und Das

Clockwork Cologne brilliert nicht nur durch einen mysteriösen Hauptkommissär und geheimnisbeladene Nebenfiguren. Die Stadt Cöln, die Welt unterhalb des Schutzschirms ist genauso vielschichtig wie die Menschen, die in ihr leben. Katzen mit einem eigenen Willen, blaue Lichter, verwirrende Signaturen und zwischen alldem dieses Steampunk-Gefühl. Wissenschaftlicher Fortschritt trifft auf rußgeschwärzte Technik trifft auf Figuren mit Vergangenheit und verdammt viel Eigenleben. Ich konnte das Klappern und Zischen der Apparaturen förmlich hören, den Geruch riechen (auch wenn er nicht immer angenehm war) und die Unzufriedenheit spüren, die an einigen Figuren anhaftete. Vielleicht geht meine Fantasie auch mit mir durch, vielleicht interpretiere ich in jede Figur zu viel rein, aber ist das nicht genau das, was die Autorin damit erreichen wollte? Simone Keil hat mich nach Cöln geführt und mir die Menschen vorgestellt, ich habe mit ihnen (kurz) gelebt, ich war ein Teil von ihnen. Nicht nur als Zuschauer, sondern als Mitspieler! Hervorragende, schriftstellerische Arbeit!

Fazit
„Guy Lacroix: Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder (Clockwork Cologne)“ hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Glaubhafte, tiefgründige Charaktere treffen auf eine Welt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Simone Keil hat mit dem ersten Teil eine Vorlage für eine Reihe geschaffen, die man im Auge behalten sollte, denn ich bin überzeugt davon, dass wir uns mit Clockwork Cologne noch auf einige Überraschungen gefasst machen dürfen. Mitreißend, faszinierend und alles andere als langweilig!

Bewertung
Die Geschichte um Guy Lacroix bekommt von mir 0 von 5 Marken … kleiner Scherz am Rande ;-).
Natürlich vergebe ich hier ganze 5 von 5 Marken und dazu eines unserer seltenen Sternchen für die Erschaffung einer Welt, die ihresgleichen sucht!

~ Tilly Jones
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am 7. April 2014
Gekauft habe ich das ebook nicht zuletzt wegen dem genialen Cover.
Feinster Steampunk, nicht nur von Außen:
Die Geschichte spielt in Cöln, im Jahr 1898. Die Stadt liegt nach einem 40 Jahre zurückliegendem Gau unter einem dampfmagischen Schutzschirm, kein Ort, an dem ich leben wollte,(aber sehr gut beschrieben)...
Es gibt eine Ober- und eine Unterwelt. Guy Lacroix, ein kaiserlicher "Kriminalkommissär" lebt in der Oberwelt und ermittelt u.A. in undurchsichtigen Mordfällen.
Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet, die Story ist gut durchdacht, ich konnte den Reader kaum aus der Hand legen.
Eine Krimireihe mit Suchtfaktor, denn auch wenn der erste Mordfall aufgeklärt wird, nicht jedes Rätsel ist gelöst, es geht weiter mit dem "Kommissär".
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am 30. Juni 2014
Inhalt
Im fiktivem Cöln im Jahre 1898 lebt Kommissär Guy Lacroix. Er tut alles für Recht und Ordnung, auch wenn die Welt, in der er lebt, eher im Chaos zu verschwinden scheint. Nach einem schweren Schicksalsschlag übernimmt er die Ermittlungen bei einem seltsamen Mordfall, der ihn vor einige Rätsel stellt. Das Opfer wurde augenscheinlich mit einem Rosenkranz erwürgt und die Augen verbrannt. Und Kommissär Guy Lacroix kennt diesen Mann, denn er hat ihm zuvor einen unschönen Besuch abgestattet. So versucht er den Mord aufzuklären und gerät dabei immer mehr in Gefahr.

Meine Meinung
Da ich zwischendurch sehr gerne Steampunk-Bücher lese und dieses Buch mir durch das Cover ins Auge gesprungen ist, war ich sehr neugierg auf die Abenteuer von Kommissär Guy Lacroix.

Der Einstieg ist mir dann allerdings nicht so ganz einfach gefallen, weil es verschiedene Perspektivwechsel gibt und zuerst nicht unbedingt klar ist, was die verschiedenen Personen miteinander zu tun haben. Dazu ist das fiktive Cöln in der der Plot spielt ganz anders, als man zuerst denkt und die Welt in der alles spielt wirft einige Fragen auf, die teilweise nach und nach geklärt werden. Doch bis zum Ende gibt es offene Fragen und daran merkt man, dass es sich hier um eine Reihe handelt.
Die Menschen kämpfen mit der Strahlenbelastung, die durch den Quantenmagischen GAU enstanden ist und der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet und am Anfang hatte ich echte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen. Dennoch gefällt mir der Weltenentwurf außerordentlich gut.
Der Steampunk-Anteil dabei ist relativ gering, sodass auch Leser, die Steampunk nicht mögen ihren Spaß an diesem Buch haben könnten.

Doch nachdem meine anfänglichen Schwierigkeiten überwunden waren, war ich völlig in die Geschichte vertieft.
Simone Keil versteht sich darauf mit Sympathien und Antipathien zu spielen. Kein Protagonist ist einem durchgehend sympathisch, nicht mal Kommissär Guy Lacroix. Jeder hat seine Schattenseiten, was ich sehr authentisch finde. Nach und nach lernt man verschiedene Protagonisten kennen, die ich unterschiedlich gerne mochte. Die Fülle an Protagonisten lässt auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen.

Der Fall rund um den Mord und verschiedene andere Handlungsstränge greifen erstklassig ineinander über und durch lebhafte Beschreibungen konnte ich mir Cöln sehr gut vorstellen. Der Plot ist spannend und bietet so einige Überraschungen.
Simone Keils Schreibstil ist dabei leicht und locker zu lesen und passt zu der von ihr kreierten Welt und zu den unterschiedlichen Protagonisten.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, lässt aber wie erwähnt noch einige Fragen offen, was ich aber nicht weiter schlimm fande. Der erste Fall von Kommissär Guy Lacroix konnte mich auf jeden Fall fesseln und mir einige wenige schöne Lesestunden bescheren, denn viel zu schnell war dieses Buch schon wieder zu Ende.

Fazit
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich der erste Fall von Kommissär Guy Lacroix komplett fesseln und überzeugen. Auch Leser, die kein Steampunk mögen, könnten durch den geringen Steampunk-Anteil Spaß an diesem insgesamt sehr gelungenem Buch haben. Der Fall von Kommissär Guy Lacroix ist spannend und die Welt in der alles spielt interessant.
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am 11. Juli 2014
Dies war mein Einstieg in die Welt von Clockwork Cologne. Ich bin ein rechter Neuling, was Steampunk angeht, aber ich mag diese Mischung als altem Schick, Gaslaternen, Dampftechnik und Magie.
Simone Keil hat die düstere Atmosphäre dieser kranken, dreckigen Stadt unter der Kuppel sehr gut rübergebracht. Kommissär Lacroix ist für mich ein typischer Bewohner, eine Art Mensch, die dort zwangsläufig entstehen muß. Er ist verschlossen, melancholisch bis schwermütig und läßt sich nur äußerst ungern in die Karten blicken.
Leider bleibt die Autorin bei der Entwicklung ihrer Charaktere im ersten Band dieser Serie noch ziemlich an der Oberfläche. Ich kann die Darsteller noch nicht einschätzen, und ich habe auch noch keine liebevolle Verbindung zu ihnen.
Die Mischung aus Ermittlungsarbeit und Magie, die wir hier serviert bekommen, schmeckte mir sehr gut. Es entstand für mich nicht der Eindruck, daß die Magie lediglich dazu da war, Lücken in der Handlung zu schließen, sondern daß sie ihren ganz eigenen, wichtigen Platz in der Geschichte einnimmt.
Leider war es viel zu schnell vorbei. Ich hätte gerne mehr über die Zusammenhänge und das große Ganze erfahren. Aber dafür ist es eben der Auftakt einer Serie, da muß ich mich gedulden.
Aufgrund der Kürze und der noch fehlenden Charaktertiefe geben ich deshalb hier auch nur 3 von 5 Sternen.
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am 10. Juni 2014
„Die Jagd nach dem Rosenkranzmörder“ ist der erste Band für eine vierteilige Krimireihe, die aufeinander aufbauen, daher wird der aktuelle Fall auch nicht vollständig aufgeklärt, es bleiben einige Fragen zurück; das hat mich aber nicht gestört, da die Bücher nicht sehr umfangreich und schnell gelesen sind.

Der Leser wird allmählich in die Welt von Cöln im ausgehenden 19. Jahrhundert eingeführt, vieles klärt sich erst im Laufe der Lektüre auf. Aber auch das hat mich nicht gestört, denn die Informationen, die für das Verständnis relevant sind, werden zeitnah aufgeführt. Die Stadt befindet sich unter einem Schutzschirm, um sie vor quantenmagischer Strahlung zu schützen, die aufgrund eines Unfalls, der 40 Jahre zurückliegt, den halben Kontinent verseucht hat; diese Information findet sich übrigens im Anhang. Die Dampfmagische Gesellschaft hält den Schutzschirm aufrecht und kann damit die Bürger kontrollieren.

Die Beschreibungen der Verhältnisse im damaligen Cöln sind teilweise sehr düster, ekelerregend und geheimnisvoll – ich bin sehr neugierig, mehr über die Stadt zu erfahren. Häppchenweise führt die Autorin den Leser in die Gepflogenheiten der Stadt und ihre Infrastruktur ein, so daß der Leser allmählich immer ein besseres Bild von Cöln erhält. Das Buch enthält natürlich Steampunkelemente, jedoch halten sich die technischen Beschreibungen in Grenzen.

Im Mittelpunkt steht der langjährige Kommissär Guy Lacroix, der, im Gegensatz zu einigen Kollegen, nicht korrupt ist und seine Arbeit sehr ernst nimmt. Durch den persönlichen Schicksalschlag droht er abzustürzen, kann sich aber aufgrund seiner Arbeit wieder fangen. Er ist in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen und daraus die korrekten Schlüsse zu ziehen, allerdings steht ihm manches Mal seine Ungeduld im Wege.
Ihm wird von der Dampfmagischen Gesellschaft Martha Kühn zur Seite gestellt, die den Mord auf magische Spuren untersuchen soll. Da Lacroix einige Vorbehalten gegenüber der DMG hat, ist er über die Marthas „Einmischung“ alles andere als erfreut. Frl. Kühn war mir von Anfang an sehr sympathisch, nicht nur, weil sie clever ist, sonden auch weil sie sich von Lacroix nicht einschüchtern läßt und ihm seine Abneigung ihr gegenüber nicht allzu krumm nimmt. Auch wenn sie durch ihre Position eigentlich über ihm steht, setzt sie lieber auf Zusammenarbeit. Zumal die Beiden eine Gemeinsamkeit haben: sie sind an der Wahrheit interessiert und nicht daran, sie zu vertuschen.

Mit Spannung werde ich nun den zweiten Band lesen und hoffe, daß Band 3 und 4 ebenfalls bald erscheinen werden.
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am 25. Juni 2014
Freie Reichsstadt Cöln, 1898

Bei einem Polizeieinsatz wird unglücklicherweise die Frau von Guy Lacroix durch einen Querschläger getötet. Kommissär Lacroix hat nun genau 2 Möglichkeiten: Sich in seinem Schmerz zu Hause vergraben oder sich in die Arbeit zu stürzen. Er wählt letzteres und übernimmt die Ermittlungen in einem Mordfall. Das Opfer wurde mit einem Rosenkranz erwürgt und auf merkwürdige Art und Weise sind die Augen des Opfers verbrannt.

Der tote Havener war Drogendealer, er handelte mit der seltenen Droge Ambrosia. Bei der Untersuchung durch die Kaiserliche Kriminalpolizei findet sich in einem geheimen Zimmer in Haveners Wohnung ein Kind. Was hatte Havener mit dem Kind zu tun und warum spricht der Junge nicht? An seinem Hals finden sich mathemagische Zeichen –magische Manipulationen.

Wer ist der Rosenkranzmörder und welche Rolle spielt das Kind dabei ?

Mein Fazit:

Die Jagd nach dem Rosenkranzmörder ist der 1. Teil der Steampunk- Reihe „Clockwork Cologne“ von Simone Keil.

Die Serie spielt in einem fiktiven Cöln im Jahr 1898. Vor ca. 40 Jahren ereignete sich ein quantenmagischer Gau bei dem so viel Strahlung freigesetzt wurde, daß Europa sich noch immer nicht erholt hat. Über Cöln hat die Dampfmagische Gesellschaft einen Schutzschild erreichtet, aber leider tut sie das nicht aus Nächstenliebe sondern dieser Schutz hat einen hohen Preis. Die DMG kontrollier und manipuliert die Bürger.

Cöln besteht aus 2 „Ebenen“ – der Oberstadt und der Unterwelt. In die Unterwelt haben sich die Quantenmagier geflüchtet. Allerdings befindet sich dort auch die Kanalisation und allerlei zwielichtige Gestalten. So wie Absolon der eine ganz besondere Materie erfinden möchte – Frankenstein lässt grüßen. Aber auch in der Oberstadt ist nicht mehr alles ganz so sauber, Korruption und Verbrechen nehmen stetig mehr zu.

Das Buch ist mein 1. Ausflug in den Steampunk und ich muss gestehen, ich wusste vorher überhaupt gar nicht was das ist und daß es das überhaupt gibt. So kam es dann auch, daß sich in meinem Kopf viele Fragezeichen breit machten weil ich manches so gar nicht verstand. Zum Beispiel was Mathemagie ist und warum die Sängerinnen (Primadonnen) der Oper manipulierte Stimmbänder haben. Und auch am Ende des Buches haben sich noch nicht alle Fragezeichen verflüchtigt. Das macht aber nix denn die Lösung dieser Fragen hat nicht unbedingt etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun, das war nämlich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur toll geschrieben.

Kommissär Lacroix ist ein Protagonist den man einfach mögen muss. Manchmal etwas ruppig zur Damenwelt, aber im tiefsten Inneren ein richtig feiner Kerl. Nach dem Unfall bei dem seine Frau ums Leben kam kann man sogar verstehen, daß er manches Mal schlecht gelaunt ist. Trotzdem macht er seinen Job – präzise, unbeirrt und vor allen Dingen ist er nicht korrupt. Das unterscheidet ihn von einigen seiner Kollegen weswegen er auch unter genauer Beobachtung der Dampfmagischen Gesellschaft steht. Diese stellt ihm dann zur Lösung des Falles dann auch noch die magisch talentierte Martha Kuhn zur Seite.

In unserer Leserunde, begleitet von Autorin Simone Keil, haben wir dann auch gleich im Anschluss den 2. Teil gemeinsam gelesen.

Die Rezension dazu folgt umgehend.

Ganz besonders gefreut habe ich mich über eine signierte Ausgabe des Buches im Printformat.

Nochmals herzlichen Dank liebe Simone, darüber habe ich mich sehr gefreut!
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am 3. Januar 2016
Dieses Buch habe ich an einem Abend durchgelesen ( okay, es ist nur ca. 170 Seiten dick ☺).
Ich habe das Steampunk-Genre für mich neu entdeckt und liebe es.
Dieses Büchlein kann ich bedenkenlos empfehlen.
Ein schöner Kriminalfall im Steampunk-Mantel verpackt, mit einem glaubwürdigen Protagonisten in einer abgefahrenen Welt.
Jeder der mal etwas anderes lesen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.
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am 9. Februar 2015
3,5 Sterne

Meine Meinung

Ich habe mich ja sofort in das Cover verliebt ♥ Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich mich noch nicht mit dem Genre Steampunk beschäftigt und war sehr neugierig, wie mir das ganze gefallen könnte.

Mit 180 Seiten ist die Geschichte recht schnell gelesen. Simone Keil hat es verstanden, flüssig und ohne Firlefanz eine düstere Vergangenheit zu kreieren, die mich überrascht hat und in den Bann ziehen konnte. Anfangs wirkte das ganze auf mich noch etwas konfus - teils vom Schreibstil her und auch die vielen Charaktere und Handlungsstränge haben mich etwas irritiert. Ich musste mich in der für mich fremden Welt erstmal zurechtfinden, denn von Mathemagiern und Blausteinen hab ich bisher nichts gelesen. Die eigenwillige Schreibweise war manchmal etwas zackig, an anderen Stellen dafür aber sehr bildhaft und detailliert. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, was mir geholfen hat, mich den Figuren näher zu bringen.

Da wäre einmal der Hauptkommissär Guy Lacroix. Ein aufgeräumter, charmanter Kerl, der einen eher beschwingten Eindruck auf mich gemacht hat. Ganz im Gegenteil zu der Beschreibung

"Lacroix war aufbrausend, ungeduldig, schlecht gelaunt, unhöflich, ganz und gar unausstehlich, aber er war einer der besten Kriminalbeamten der Cölner Polizei." S. 93

Erst im Laufe der Ermittlungen kamen einige unerfreuliche Charakterzüge zum Vorschein, aber so richtig greifbar ist er für mich nicht geworden. Auch konnte ich ihn nicht mit dem Bild auf dem Cover in Einklang bringen. Dann gibt es noch die etwas verkniffen wirkende Dame vom Sicherheitsdienst der DMG (Dampfmagischen Gesellschaft), Martha Kühn, die ihre magischen Fähigkeiten zur Aufklärung einsetzt. Sie wird zu dem Fall des Rosenkranzmörders hinzugezogen und dabei treten sich die beiden Ermittler gegenseitig ständig auf die Füße.
Vor allem Absolon hat mich fasziniert. Ein sehr kurioser, bedauernswerter Charakter, dem gegenüber jeder einen abstoßenden Ekel empfindet. Um seine Einsamkeit zu ertragen sammelt er sinnliche Eindrücke wie Gerüche, Geräusche und das Anfühlen von Dingen, die er tief in seinem Gedächtnis vergräbt. Auch arbeitet er im Geheimen an verbotenen Experimenten, die er nur in der Unterstadt durchführen kann - dem Sammelsurium sämtlicher suspekter Gestalten und Gesetzesbrecher.

Etwa ab der Hälfte bin ich dann richtig im Buch angekommen. Gerade die Welt, wie sie Simone Keil geformt hat, fand ich sehr spannend! Dampfmagier arbeiten an geheimen Experimenten, ein Schutzschild über der Stadt hält tödliche Strahlungen fern, um an wertvolle Blausteine für die Droge Ambrosia zu gelangen wird über Leichen gegangen und das ganze wirkt viel düsterer und zwilichtiger, als ich es mir vorgestellt hatte. Einige Orte werden sehr anschaulich beschrieben, die Stadt Cöln an sich blieb mir leider hinter all dem magischen Qualm und Rauch verborgen.

Da ich doch etwas längere Bücher gewohnt bin, kam das Ende dann doch ziemlich schnell. Gerade, als ich mitten ins Geschehen eintauchen konnte und sich die Spannung erhöht hat, war auch schon wieder alles vorbei. Die Aufklärung war dementsprechend überraschend erledigt und fühlte sich etwas "aus der Luft gegriffen an", nichtsdestotrotz schlüssig. Allerdings gab es so viele verschiedene Hinweise und Zusammenhänge, die am Ende dann doch keine Rolle gespielt haben - das fand ich etwas schade.
Es gibt noch einiges, das angesprochen, aber nicht weitergesponnen wurde und ich hoffe mal auf den zweiten Teil, der etwas mehr Licht ins Dunkle bringt :)

Fazit

Für mich ein ungewohnter Ausflug in ein spannendes Genre, das ich sicher noch weiter verfolgen werde. Da ich etwas gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, kam das Ende ziemlich abrupt, aber ich werde in der Fortsetzung hoffentlich noch mehr in die Atmosphäre und den Charakter der Figuren eintauchen können.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Clockwork Cologne

"Guy Lacroix" von Simone Keil
1 - Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder
2 - In den Klauen des Metamorphen

"Magnus" von Susanne Gerdom
1 - Der blaue Tod
2 - Das chinesische Mysterium

"Boris und Olga" von Selma J. Spieweg
Tod dem Zaren (3 Teile)
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am 24. September 2014
Diese Geschichte spielt wieder in der Paralellwelt in Köln.. Colon und für mich ist es das zweite Buch, das in dieser Welt spielt - und das erste von Simone Keil. Die Geschichte ist nicht ganz so gut wie "Der blaue Tod", aber trotzdem sehr gut geschrieben.
Guy, die Hauptfigur, ein Kommisär... Ermittler in Kriminalfällen, dem nach einem schrecklichen Geschehen ein Mordfall zugeteilt wird, der ihm aus gutem Grund unheimlich ist... Aber das ist ein Teil der Geschichte - also selber Lesen. :)
Die Handlung spielt in einem Teil der abgeschirmten Stadt, der weitestgehend "offiziell" und an der Oberfläche ist. Gut bürgerlich, sagt man wohl - im Gegensatz zur vielschichtigen Unterwelt. Und man erhält neue Einblicke in das Wesen dieser Welt, dieser fremden und doch vertrauten Welt - Bürokraten scheint es wohl überall zu geben...
Was mich nicht ganz gefiel ist, das in der Geschichte der Suche nach dem Mörder einiges zu fehlen scheint. Logische Verbindungen... Und auch das Eingreifen der DMG scheint unmotiviert. Darum nur vier Sterne.

Aber trotzdem eine gute Empfehlung. :)
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