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am 7. September 2011
Erzählt wird die Geschichte eines Teenagers, der zwar keine großen Katastrophen erlebt hat, den aber die kleinen Unwegbarkeiten des Lebens und des Erwachsenwerdens so aus der Bahn werfen, dass er sich selbst in die Psychiatrie einweist. Diese Entscheidung ermöglicht ihm Begegnungen mit Menschen, die einen großen Einfluss auf sein Leben haben werden.

Erfreulich ist erstmal, dass ein halbwegs realistischer Blick auf die Psychiatrie und auf therapeutische Prozesse geworfen wird, wenn dies auch im Rahmen eines Spielfilms nicht sonderlich tiefschürfend sein kann. Der Film ist ruhig erzählt, hat sehr dramatische Anteile, aber auch durchaus komische Szenen. Der Ton ist insgesamt optimistisch und lebensbejahend, ohne jedoch zu seicht zu werden. Ein kleines Manko sehe ich persönlich im Finale, das hier und da etwas dick aufgetragen ist. Die Erzählweise jedoch ist dabei so frisch und originell, dass man auch darüber hinwegsehen kann. Alles in allem also ein sehenswerter Film. Zudem darf Zach Galifianakis zeigen, dass er nicht nur Comedy beherrscht, sondern auch im Charakterfach gut aufgehoben ist.

Bild- und Tonqualität sind wunschgemäß, die Specials allerdings wenig sehenswert. Wie bei vielen DVDs bestehen die Features im Wesentlichen darin, dass sich die am Film Beteiligten gegenseitig über den grünen Klee loben. Das ist zwar nett, aber nicht sonderlich informativ.
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am 29. Januar 2017
"It's kind of a good movie", wäre wohl ebenfalls ein passender Titel gewesen, so gestaltete sich mein Gedanke, nachdem ich mir dieses recht liebevolle Juwel, gleichwohl es alles andere als perfekt ist, endlich habe zu Gemüte führen dürfen - Freunde von Emma Roberts ("Nancy Drew", "Adult World" u.a.) sollten wahrlich gewillt sein, einen Blick zu riskieren, in diesem Film spielt sie die herzergreifende Rolle der Noelle, doch wir beginnen zunächst anderswo...

Die Grundgeschichte eines sich doch tatsächlich freiwillig selbst einweisen lassenden jungen Mannes, ist insofern auf psychologischer Ebene als interessant und lobenswert zu bezeichnen, als dass diese reflektierte Art mit sich selbst umzugehen recht ungewöhnlich sein dürfte.
Zumal:
Ich persönlich glaube auch kaum an Erfolg, wenn sich ein Patient mit der ihm aufgezwungenen Patientenrolle nicht identifizieren kann, somit scheint unser Protagonist für eine Heilung prädestiniert zu sein - zudem dachte er erst, es sei ein Schnelldurchgang von nur einem Tag, motiviert widmet er sich seinen motivationslosen Seiten.
Ein einsichtiger Patient, ist weniger unheilbar als ein dortiger Zwangsgast, in jedem Falle ist die Grundidee recht erfrischend.
Laut Aussage der Suizidhotline seien die Samstage am stärksten überlastet, das mag ironisch klingen, aber offenbar lockt es gerade an diesen vermeintlichen Partytagen zahlreiche Menschen in unbequeme Richtungen, was in Anbetracht der dementsprechenden Freud' anderer auch nachvollziehbar ist, denn wer gefährdet ist, fühlt sich hier nun umso einsamer.
Bedauerlicherweise sind diese Szenen des Telefonats aus dem Film herausgeschnitten worden, das eigentliche Werk beginnt anderswo und das erste sichtbare Bild ist in diesem Falle eine Brücke, ähnlich wie in "The girl on the bridge" bittet diese geradezu darum, für einen Selbstmord genutzt werden zu können.
Dass unser Junge diesen Balanceakt zwischen Leben und Tod in dieser Szene jedoch "nur" im Traume vollführt, erkennen wir nicht sofort.
Craig ist sein Name und nicht nur in ebendiesem Traum äußern seine Eltern Taktloses, ja insbesondere der Vater erlaubt sich unschöne Bemerkungen, womöglich fast am laufenden Bande.
Craig verspürt mehr als nur die Verbindungen zu seinen unangenehmen Träumen, vielmehr betritt er die klinisch anmutende Einrichtung und auf sein "Ich will mich umbringen" folgt nur ein bürokratisch kühles "Füll das aus", sogleich telefoniert die Empfangsdame munter weiter, wohl wissend wer vor ihr steht, doch dort sei dergleichen ja 'nichts Besonderes'...
Er trifft nun einen Fremden, dieser funktioniert beziehungsweise denkt etwas ähnlich wie Craig und im Rahmen der (wie ich finde krank MACHENDEN) klinischen Umgebung könnte man ihn anfangs auch für einen Arzt halten - was er im übertragenen Sinne durchaus ist, sein eigentlicher Anwesenheitsgrund ist jedoch sein Beziehungs- und Tochtersschicksal, auch er ist somit ein Patient.
Craig trägt uns seine Gedanken direkt vor, spricht in gewisser Weise zu seinem ihn begleitenden Publikum, zumindest kommt es uns der natürlichen Art wegen so vor.
Den eigentlichen (ersten) Arzt wird er recht klar von seinen Gedanken überzeugen müssen, ironischerweise ist es abermals er, der er sich bemüht überhaupt dort angenommen zu werden, fürwahr wirkt er rein äußerlich auch nicht sonderlich auffällig, die Düsternis der Situation verbirgt sich demzufolge im erst auf den zweiten Blick zu ergründenden Detail.
Als er seinen neuen "Mentor", den jungen Mann den wir für einen Arzt hätten halten können, in fragender Form darauf anspricht weswegen er ebenfalls hier sei, trifft Craig bei selbigem bedauerlicherweise einen etwas wunden Punkt, eine Wunde wie sie auch in einer Klinik nicht heilt, ganz im Gegenteil.
Nachdem nun sonnenklar ist welch Zeitaufwand einzukalkulieren ist, von ihm der Umstände wegen peinlich seienden Schulversäumnissen ganz zu schweigen, möchte Craig die Einrichtung schnellstmöglich verlassen - doch gestattet man es ihm nicht, zudem wäre da ja alsbald noch eine gewisse Noelle (Emma Roberts, einer der "teenie crush's" meiner Kindheit).
Die Tatsache dass Craig sich schämen muss, spricht mitnichten gegen ihn, vielmehr sagt es sehr viel über unsere diesbezüglich nicht ausreichend aufgeklärte Gesellschaft aus - und dass obwohl es in den USA hinsichtlich Psychologie vergleichsweise recht reife Thematisierung dessen gibt, hierzulande entsteht die dementsprechende Akzeptanz (in Ansätzen) erst zum gegenwärtigen Zeitpunkt...
Seine (ich möchte nicht sagen etwas einfältige, sagen wir lieber leicht naiv anmutende) Mutter scheint den Ärzten nach dem "Es-sind-ja-schließlich-Ärzte"-Motto etwas zu sehr zu vertrauen, ich weiß auch nicht weswegen stets von "professioneller" Hilfe die Rede ist, Hilfe (hoffentlich) reicht doch vollkommen aus.
Glücklicherweise gerät Craig hier tatsächlich an keinen Scharlatan, sondern an eine durchaus verständnisvolle und auch die Kunst des Zuhörens beherrschende Dame, die auch etwas Humor hat: "Ich bin Psychiaterin, also muss ich Sie früher oder später nach Ihren Eltern fragen", entgegnet sie einer seiner Fragen, fast als sei sie selbst ein Stück weit genervt von den allgegenwärtigen Standardmethoden.
Seine beruflichen im Vorfeld entstehenden Vorstellungen und Phantasien für die Zukunft, erstrecken sich gar über das gesamte Land, er sieht sich als Redner im Rahmen der Politik, redend über die Welt und Diplomatie anwendend, gehobene Einfälle herbeiführend und womöglich auch zu viel von sich selbst verlangend, vielmehr täte er gut daran sich zunächst auf die Gegenwart zu konzentrieren - und das tut er ja auch durchaus, außerdem können einen die Zukunftsvisionen zumindest vorläufig am Leben erhalten.
5-30 Tage könnte die Therapiephase stationärer Art in Anspruch nehmen, was wahrlich eine lange Zeit sein kann, zudem entstehen innere Unruhen in ihm, denn er befindet sich sonst stets in einer Schule, welche dafür bekannt ist besonders realitätsferne Höchstleistungen zu erwarten, emotionales Ungleichgewicht erheblichen Drucks herbeiführend.
Craigs Mentor neigt bisweilen dazu, die Propaganda und uns gemachte Vorschriften kritisch zu hinterleuchten, die Konsumfluten unseres Zeitalters sagen ihm keineswegs zu - des Weiteren eine Leistungsgesellschaft, die sich zunehmend zu Tode beschleunigt, burnouts seien vorprogrammiert...
Ebendieser Mentor wird in Bälde dem Druck eines Vorstellungsgespräches unterliegen, eine Angst entsteht, gleichwohl sich der Termin nicht auf seine berufliche Zukunft bezöge.
Überhaupt herrscht in der Klinik ein gewisser Druck, hier wären wir wieder bei den Schwierigkeiten, sich mit der Patientenrolle identifizieren zu können, zudem sind die dortigen "Gäste" zahllosen Gruppensitzungen ausgesetzt, wie sie zwar der Resozialisierung dienlich sein sollen, jedoch den einen oder anderen Patienten ein wenig überfordern, da sich das Muster dieser Zusammenkünfte zudem stark wiederholt...
Des Mentors Helfer wird Craig sein, Stichwort Wohngruppe, hier wird auch endlich die den wundervollen Namen Noelle tragende Emma Roberts auf ihn aufmerksam...
Aufbauen kann Craig den Mann mit den Worten, er sei "pragmatisch", kurz darauf sehen wir Craig auch im Alter von nur fünf Jahren, anfangs irritierenderweise gar vom selben Schauspieler verkörpert, anschließend hingegen nicht mehr.
Seinem besten Freund, wobei Freund ein dehnbarer Begriff zu sein scheint, verrät er zunächst nichts, doch dieser wird alles erfahren und obendrein ist er mit Craig's bisherigem Traummädchen zusammen, gibt sich jenem Vergnügen hin, von welchem Craig bislang nur träumt.
Diesem Kameraden, der anfangs sehr negativ auf sich aufmerksam macht (abfällig unbedacht von "Irrenanstalten" spricht und Gelächter hervorruft), scheint wahrlich alles Glück zuzufliegen, und obwohl auch er nicht gänzlich frei von Problemen ist, fehlt es ihm zunächst sehr an Feingefühl, ihm mangelt es an Verständnis.
Derweil dringen wir auch tiefer in die Psyche von Mentor Bobby ein, dessen Freundin VOR deren (beider) Tochter Furchtbares über ihn zu sagen wagt, was dem Inneren des Mädchens wohl kaum wird gut tun können!
Die eigentliche Ärztin von Craig, ist wie bereits erwähnt vergleichsweise mehr als ein Glücksfall, sie weiß sich ihrer Tätigkeit auf fairer Ebene hinzugeben und in ihrem Beisein redet Craig beispielsweise über sein Gefühl, dem vollkommenen Mangel an Zeit ausgesetzt zu sein, ein allgegenwärtiger Missstand, über welchen wohl die meisten Menschen ein Liedchen singen können...
Bobby beneidet Craig zwar nicht allzu direkt, sagt selbigem aber:
"Ich würde an deiner Stelle einfach leben, als würde es einen Sinn haben."
Der eigentliche sich ergebende Sinn des Lebens dürfte wohl der sein, einen Sinn zu suchen - und mag man auch nicht fündig werden, doch die Suche nach Sinnen vollendet den Zauber unseres Daseins.
Ein running gag ist innerhalb des Films zweifelsohne der über etwas empfindliche Ohren verfügende Zeitgenosse, der in gefühlt jeder Szene in den Worten "Könntet ihr bitte etwas leiser sein?" auftaucht, hier findet It's kind of a funny story durchaus die Balance, den Humor zu offenbaren, ihn aber nicht zu sehr auf Kosten unlustiger Themen aufzubauen, denn das filmische Feingefühl bleibt mehr oder weniger vorhanden.
Nachdem sich der Schwarm von Craig, noch nicht Noelle, vielmehr ihre "Vorgängerin" und einstmals mit dem besten Freund zusammen gewesene Schönheit, nun "endlich" von ihrem Begleiter hat trennen können, ist sie frei für Craig und verdeutlicht ihm selbiges in äußerst einladender Weise - gleichwohl: was wirklich in ihm vorgeht, vermag sie wahrhaftig nicht zu verstehen...
Durch eine unglückliche Momentaufnahme, seine Gefühle treten nun sozusagen nachträglich hervor, verliert er Noelle und seine ursprüngliche Herzdame vorläufig auf einen Schlag, simple Mathematik der Zyniker, gar nach "Aus-zwei-mach-null"-Prinzip - prachtvoll ist diese Situation mitnichten, wie wird er die zauberhafte Noelle zurückzugewinnen imstande sein?
Tatsächlich findet er fürwahr erneut zu Emmas Herz, hier offenbart sich eben doch irgendwo der ein happy end herbeiführende Hollywoodcharakter, für welchen ich bei einem eigentlich komplexe Themen behandelnden Film fast einen Stern abziehen würde.
Interessanterweise, und obwohl er sieht dass sie sich ritzt, hält er sich gänzlich zurück im Bezug auf die Frage, weswegen sich Noelle ebenfalls in der Klinik befindet, vermutlich weiß sie diese Sensibilität seinerseits zu schätzen, wodurch er mit seinen 16 Jahren auch eine gewisse Reife offenbart.
Ob die damals bereits 19 Jahre jung gewesene Miss Roberts noch als dessen Mädchen durchginge, darüber ließe sich streiten, doch für mich bleibt sie sowieso für immer Addie Singer aus "Unfabulous" - und "unfabulous" ist eben auch das Leben der Protagonisten dieses Films, doch selbst wenn es nur einen Tag in der Woche "fabulous" ist, so erscheint das doch erfreulich!

Nachdem die Aufseher und dergleichen offenbar erkennen und wahrnehmen, dass die Romanze lieblich anmutende Gestalt annimmt, scheint man die beiden Turteltauben nun unbeaufsichtigt auf das Dach gehen zu lassen, ironischerweise zum Selbstmordort schlechthin, zur Lokalität der Sprünge...
Schnürsenkel werden Patienten des potentiellen Strangulierens wegen abgenommen, doch das Dach stellt offenbar keine Problematik dar, oh welch wundervolle "Logik", wie man sie wohl nur einer frohsinnigen US-Produktion problemlos verzeiht - doch diese kleinen Ungereimtheiten machen irgendwo auch den Zauber aus.
Auch der geradezu gemein (eher aus Unwissen und kompensatorischen Gründen womöglich) gewesene Kamerad erweist sich im Rahmen seiner Entschuldigungsrede doch noch als Freund, nach dieser Versöhnung und nicht zuletzt der Liebe zur Zaubergestalt Noelle, ließe sich sagen, dass selbst ein solch klinisch angehauchter Ort inneren Unbehagens als Bühne des Schicksals geeignet sein kann, förderlich für einen Effekt der Kunst des Kennenlernens.
Interessant auch seine gegen Ende in Ansätzen an "Trainspotting" erinnernden Aufzählungen künftiger Vorhaben, in resümiert zusammengefasster Form allumfassender Beobachtung:
Es geht um das Leben!
Im Gesamtbilde ist It's kind of a funny Story kein Meisterwerk und in Anbetracht der Grundgeschichte wäre mehr Tiefgang begrüßenswert gewesen (wer einen WIRKLICH psychologischen Film sehen möchte, sollte sich wohl eher an unvergessliche Werke wie "naked" von Mike Leigh heranwagen), dennoch handelt es sich um ein sehenswertes Werk mit wunderbaren Schauspielern, allen voran "meine" liebe Lotusblüte Emma Roberts, wie sie sich darstellerisch entfaltet wie eh und je.
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am 20. September 2012
Story (5)
Ich habe selten einen Film gesehen, der ein so heikles Thema mit so viel Witz, Charme, Wärme und ehrlichem Ernst behandelt hat ohne dabei ins Lächerliche oder Kitschige abzugleiten. Obwohl er sich einiger Klischees bedient, versteht er sie auch immer wieder zu brechen und dem Zuschauer den Spiegel vor zu halten. Auch die schauspielerische Leistung kann nicht hoch genug gelobt werden.
Ein Streifen, der einfach nur Spass macht beim zusehen und der es versteht intelligent zu Unterhalten - was man beileibe nicht von vielen Filmen der Gegenwart behaupten kann...

Bild (4)
Eine sehr gute Bildqualität wird einem hier geboten. Die Farben sind natürlich und die Close-Ups sehr scharf und mit gutem Kontrast. Bei den (wenigen) Aussenaufnahmen wird das Bild etwas weicher. Der Schwarzwert ist sehr gut und auch bei dunklen Szenen bleibt das Bild im guten Bereich.

Ton (5)
Der Film ist ausgesprochen dialoglastig und trotzdem hat man es ausgezeichnet verstanden eine Surround-Atmosphäre aufzubauen: Etwas das Schnarchen des Zimmernachbarn, das aus dem rechten Front-Lautsprecher kommt etc. Auch der absolut geniale Soundtrack wurde super in den Film integriert. Die Dialoge sind sehr gut zu verstehen. Ich wüsste nicht was man Tontechnisch hätte besser machen können.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt ein Wende-Cover

Fazit: Für mich eine kleine Filmperle, die ich jedem, der Tragikkomödien mag, wärmstens empfehlen kann!
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am 10. Dezember 2014
Sehr schöner, frischer Film über Schwere und Leichtigkeit des Lebens... Melancholische, heitere, schöne und schmerzhafte Momente die ein Teenagerleben blockieren und vorantreiben. Egal wie alt man zu sein scheint, jeder bleibt doch irgendwie Teenager.. Sehenswert!
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am 31. Mai 2015
Excellently cast, written and directed. Do not miss it! Full of unexpected moments that surprise. I wondered if such a film could be made that would not insult or deride the idea of mental health issues. This film paralleled "One Flew over the Cuckoo ' s Nest." Great original story and acting!
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am 22. Oktober 2011
Es sind Filme wie diese, für die man immer wieder in die Videothek geht und die man doch so selten findet - Filme, die man danach sofort selbst bestellt.

Die Verfilmung eines sich vernachlässigt fühlenden, selbstmordgefährdeten Jugendlichen, der in einem schwachen Moment Hilfe in der Psychiatrie sucht und dann gegen seinen Willen für einige Tage unter Beobachtung gestellt wird, ist eine Sensation.
Denn zu allem Überdruss wird die Jugendpsychiatrie gerade renoviert, weswegen sie kurzzeitig mit der Erwachsenen-Psychiatrie zusammengelegt wurde.
Hier begegnet Craig (großartig: Keir Gilchrist) allen möglichen Menschen, die umgangssprachlich gesehen "einen Schaden haben", über die in diesem Film aber nur ein wenig gelacht wird - in den meisten Fällen vielmehr mit ihnen.

Da ist zum Beispiel sein "Mentor" Bobby (ungewohnt leise: Zach Galifanakis), von dem man sich lange fragt, weswegen um alles in der Welt er überhaupt in der Psychiatrie ist, bis sich herausstellt, dass er mit seinem Leben nicht klarkommt und bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich hat.
Oder jemand, der einen Drogentripp zu viel hinter sich hat und seitdem nicht mehr derselbe ist.
Oder der apathische Ägypter, der seit Jahren kaum sein Bett verlässt und mit dem Craig sich nun das Zimmer teilen muss.
Und natürlich Noelle (Emma Roberts), das sich ritzende Mädchen in seinem Alter, in das er sich langsam verliebt.

Es sind aber auch die Menschen außerhalb der Psychiatrie aus Craigs Umfeld (z.B. seine Eltern und Freunde), die so überzeichnet dargestellt werden, dass man im Grunde kaum noch einen Unterschied zwischen beiden Personengruppen ausmachen kann.

In diesen wenigen Tagen in der Psychiatrie wird man nun also ein Zeuge von vielen skurrilen Momenten, einer sich anbahnenden Romanze und einem schleichenden Sinneswandel bei Craig.
Zum Glück geht der Film nicht in die Klischeefalle, wenn Craig am Ende das Resumee zieht: "Okay, ihr denkt: Was soll das? Der Junge geht ein paar Tage in die Klinik und schon ist er geheilt? Das bin ich nicht. Das ist erst der Anfang."
Der Film endet also mit vielen offenen Fragen. So ist es ein genialer Moment, als Craig zu Noelle sagt, sie werde ihm sicher schon sagen, warum sie sich ritzt, wenn sie so weit ist - der Zuschauer wird es nie erfahren. Man freut sich einfach mit Craig über den Beginn eines neuen Lebens. Und nimmt nicht zuletzt viele Dinge zum Nachdenken für sein eigenes mit.
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am 30. Juli 2011
Der Film sagte mir zunächst mal gar nichts, ich hab' mich vor dem Kauf blind auf die bisherigen, positiven Rezessionen verlassen. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht. Ich wurde vielmehr überrascht von einem ruhigen, dennoch fesselnden Film, der eine kleine Geschichte aus dem Leben eines Teenagers erzählt, die so belanglos wie dramatisch, und so einfach wie auch außergewöhnlich ist. Die Darsteller sind durch die Bank top, und Zach Galifianakis zeigt hier mal eine ganz andere, ganz besondere Seite seines Könnens.
Endlich mal wieder ein Film, bei dem man sich Zeit genommen hat, die Charaktere herauszuarbeiten.
Endlich mal wieder ein Film, der sich Zeit für die Geschichte nimmt.
Endlich mal wieder ein Film, der eine Geschichte beschreibt, die tatsächlich so hätte passieren können.
Und endlich mal wieder ein Film mit einem ordentlichen Ende, das einem mit einem Lächeln im Gesicht noch den Abspann verfolgen lässt.
Auf den Punkt gebracht: Ich habe den Film mit Staunen verfolgt, ganz toll, wirklich empfehlenswert.
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am 5. September 2011
"Wer sich nicht ständig neu erschafft, ist bald des Todes" - dieses Bob Dylan Zitat ist die Essenz der Botschaften, die dieser zauberhafte, nachdenklich-stimmende, hoffnungs-spendende Film in wunderschönen, poetischen, dabei aber stets erfreulich un-kitschigen Bildern (sowie einem grandiosen Soundtrack) an seinen Betrachter heranträgt, und zu Tränen rührt.

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens lassen sich nicht in lauten, schnellen Schnitten und Fließband-Gags vermitteln - die entscheidende Bedeutung der Sichtweise auf die Dinge, der Wahrnehmungsgewohnheiten, der Achtsamkeit und der Fähigkeit loszulassen von Zwängen, gesellschaftlich konstruierten Schemata und Schablonen, schlicht - die Bereitschaft und der Mut, sich auf die Liebe, die Kunst, das Dasein in all seinen Facetten und Potenzen einzulassen: Dafür möchte uns dieser Film sensibilisieren - und es gelingt ihm mit unverkrampftem Augenzwinkern und stillem Zauber.

Eine Empfehlung? Ein Meisterwerk.
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am 3. August 2011
Verregneter Sonntag Part II (der Sommer lässt dieses Jahr wirklich zu wünschen übrig, macht aber auch nichts, da man den gesamten Tag praktisch nicht aufstehen muss). Wieder ein Film für die gesamt versammelte Mannschaft. Und eigentlich hatte ich ein mulmiges Gefühl im Vorweg, schließlich ist es so eine Sache mit Filmen in denen Zach Galifanakis mitspielt. Während mir das schrullige Roadmovie Hangover seinerzeit überaus gut gefiel und ich mich köstlich amüsierte, fand ich Stichtag einfach nur grottenschlecht, langweilig und noch eine Menge Dinge mehr, nur nicht lustig. Der Umstand, dass Ryan Fleck jedoch mit an der Regie arbeitete und ich zum Beispiel Half Nelson großartig fand, versprach "It's kind of a story" zumindest für diesen "Tag - vor - dem - Montag" zu einer potentiellen Erfolgsstory zu werden. Und so kam es dann auch.

Craig ist ein überpannter und irgendwie durchgeknallter Teenager, der mit seiner Gefühlswelt nicht so wirklich im Reinen zu sein scheint. Seine Familie scheint an der Misere nicht ganz unschuldig. Selbstmordgedanken übermannen ihn von Zeit zu Zeit, allerdings springt er dem Tod immer von der Schippe, so richtig Lust zu sterben hat er nämlich nicht und so weist er sich am Wochenende selbst in die psychatrische Abteilung eines Krankenhauses ein und bittet um Behandlung. Allerdings wird ihm offeriert, dass der Aufenthalt mindestens eine Woche betragen wird, was Craig sich so auch nicht gedacht hat. Neben einer ganzen Reihe von skurilen Menschen lernt er unter anderem Bobby kennen. Bobby ist ne ganze Ecke älter als Craig und im Gegensatz zum Teenager versuchte er sich in der Vergangenheit weit ehrgeiziger das Leben zu nehmen. Die beiden freunden sich an, was den Psychatrieaufenthalt insgesamt aufregender gestaltet. Richtig erträglich indes wird die Woche, nachdem Craig Noelle kennenlernt, die sich ritzt und Wunden zufügt. Die beiden kommen sich näher, auch wenn sich das eigentliche Augenmerk Craigs auf die Freundin seines Kumpels richtete, einem Alleskönner, der alles zu Gold werden lässt, was er anfässt. Die nahende zärtliche Bande zu der genannten Kumpel - Freundin endet aber ziemlich schnell, aufgrund eines, nennen wir es mal "Kotzproblems".
Insgesamt gesehen geht die Woche im selbstverordneten Zwangsurlaub, aufgrund gemeisnamen Musizierens oder der Entdeckung der eigenen kreativen Fähigkeiten, recht schnell vorbei und endet mit einer Pizzaparty und Craigs Gewissheit, dass sein Leben im Gegensatz zu anderen gar nicht so perspektivlos ist und das Menschen, die sich um einen herum bewegen zwar irgendwie nicht so normal sein müssen, um trotzdem Sinnhaftigkeit zu stiften und zu verbreiten.

"It's kind of a funny story" ist eine unterhaltsame Indie - Drama - Komödie über Freundschaft und junge Liebe, die eindeutig von den verschiedenen ulkigen Personen lebt. Auch wenn einige Szenen meiner Meinung nach bei Einer flog über das Kuckucksnest geklaut wurden, schmälert das nicht den amüsanten Charakter dieses kleinen Films, den man sicherlich in einiegr Zeit mal wieder sehen kann. Am Ende des Streifens hörte es übrigens auf zu regnen. Inwieweit das metaphorisch zu betrachten ist, sollen andere entscheiden.
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am 27. Juli 2015
..." Ich will mich umbringen. " - " Füllen Sie das aus. "
Nun ja- Craig bestand darauf, dass er ernstgemeinte Hilfe benötigt.......
obwohl er ja morgen wieder in die Schule muss.
Jetzt wurde er auf eigenen Wunsch eingewiesen. Und in die Obhut von
Doc Smitty und den liebenswerten Insassen gegeben.
" Was ist mit dem? " - Der ist schizophren. "
" Ist das hier `ne Irrenanstalt?? "
Tja, ist es eine?
IT`S KIND OF A FUNNY STORY, das ist es. Und sollte man durchaus ernst nehmen.
Auch wenn Ärzte, Patienten und sonstiges Rumgehopse es mir schwer machten,
das Lachen zu verkneifen. Klasse und bewegend gespielt vermittelt dieser Film
einen kleinen Einblick in die verschiedensten Gemütszustände von Menschen,
die in ihrer Kranken- Akte wohl überwiegend den Vermerk " verrückt " als Stempelaufdruck
stehen haben. Aber ist das wirklich wahr?

" Herr, gib mir die Kraft, das zu ändern, was ich ändern kann. Die Gelassenheit,
das Unabänderliche zu ertragen- und die Weisheit, die beiden zu unterscheiden. "
" Wir sind alle irre. Jeder hat ein Problem. Egal, ob er es zugibt oder nicht. "

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Story:

Manchmal ist das, was in deinem Kopf so vorgeht, gar nicht so abgedreht,
wie du denkst. Das findet zumindest Craig ( Keir Gilchrist ) heraus.
Craig ist ein überspannter Teenager, der sich selbst in eine psychiatrische
Klinik einweist, um ein paar Tage wieder runterzukommen. Doch das ist ein
Fehlgedanke- statt Ruhe erwarten ihn scheinbar völlig durchgeknallte Typen,
eine mögliche Romanze.....und die Chance, ganz von vorn zu beginnen......
............................................................

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Fazit:

Der kleine Unterschied zu " Einer flog über das Kuckucksnest " ist meiner
Meinung nach nicht überdimensional groß.
IT`S KIND OF A FUNNY STORY ist eben so tragisch, amüsant und interessant.
Nur eine Nummer seichter. Ohne die brutale Härte, die Nicholson erlebte, aber
deswegen nicht minder erschreckend. Wer bestimmt eigentlich den schmalen Grat
zwischen verrückt und normal? Die " Verrückten " oder die " Normalen " ?
Knallen die perfekt gestylten Sicherungen einfach so oder aus Überforderung durch?
Überfordert durch die sogenannten " Normalen " ?
IT`S KIND OF A FUNNY STORY eröffnet teilweise sonderbare, neue Gedanken- denn....
verrückt sollte man nicht so leichtfertig als " verrückt " abtun.
" Was machst du hier? " - " Ich mache Urlaub hier...erhole mich. "

" Wer sich nicht ständig neu erschafft, ist bald des Todes. Kannste mir glauben. "

IT`S KIND OF A FUNNY STORY ist schlichtweg ein Besuch in der Welt der Andersdenkenden,
wo die Gespräche nicht unsinniger sind als die in der Welt der angeblich seelisch Gesunden.
Zu keiner Zeit kitschig und über die Hauptrollen- Keir Gilchrist ( Serienstar ), Jeremy Davies ( Lost ) ,
Lauren Graham ( Gilmore Girls ), Zach Galifianakis ( Hangover, Love Vegas ) , Emma Roberts ( Blow )-
hinaus auch mit den Nebendarstellern einwandfrei und prima besetzt.
Von der ersten Minute an saß ich mit in der " Anstalt "...sowieso. :-))

*****

Lauflänge: 98 Minuten!

Extras:

- Unveröffentlichte Szenen= 9 Minuten!

- Verpatzte Szenen= 11.25 Minuten! Sehr lustig!!

- Ein Einblick in " It`s Kind of a Funny Story= 3.12 Minuten!

- It`s Kind of a Funny Story- Premiere in New York= 2.30 Minuten!

Ehrliche Anschau- Empfehlung! Und natürlich fünf ehrliche Sterne!
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