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am 8. Mai 2017
Als Liebhaber der frühen Behemoth habe ich Behemoth für viele Jahre aus den Augen verloren. Erst mit Evangelion wurde mein
Interesse wieder geweckt. The Satanist ist weder wie die frühen Alben, noch wie Evangelion. Es ist extrem tiefgründig, aufwendig und
auch nicht gerade eingänglich. Aber wenn man sich die Zeit nimmt und die Stimmung aufnimmt, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass
dies eines der besten Alben der Band überhaupt ist. Wenn nicht das beste! Ich bin noch immer überwältigt und kann dieses Album nur jedem empfehlen.
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am 10. Juni 2017
Super item. In my opinion The best album till now from Behemoth. Insane lyrics and music on a deep level Also ordering true Obsessed-Records GmbH was a great experience. Good communication and on time. Thx so much
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am 3. März 2017
Was soll man sonst noch drüber sagen. Nicht nachdenken, kaufen, kann man nicht viel mit verkehrt machen. Behemoth in Best Form
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am 23. April 2014
Zur neuen Scheibe von Behemoth scheiden sich die Geister. In den Musik-Magazinen überschlägt man sich vor Lob, und die Band scheint auch so einige neue Fans zu gewinnen, die vorher nichts mit ihr anfangen konnten. Die eingefleischten Fans ihrer technischeren, sehr death-metal-lastigen Prügelalben scheinen zum Teil aber eher enttäuscht.
Schon beim Genuß der vorab im Internet kursierenden Songs "Blow Your Trumpet, Gabriel" und "Ora Pro Nobis, Lucifer" wird auch klar, warum. Die Songs sind geradliniger, simpler und - man möchte in diesem Zusammenhang fast das böse Wort "kommerzieller" nennen - eingängiger als man es von den Vorgängeralben gewohnt ist. Von den brutalen Death Metal Elementen hört man nicht mehr viel, die Songs gehen sehr viel mehr wieder in Richtung Black Metal und setzen mehr auf eine düstere, melancholische Grundstimmung denn auf Geknüppel a la Morbid Angel. Durch die Produktion, die immer noch nach typisch Behemoth klingt, kommt der Sound trotzdem druckvoll und alles niederwalzend aus den Boxen.
Wie klingt das restliche Album?
Wie die beiden bereits vorher bekannten Songs vermuten ließen, bewegt man sich tatsächlich überwiegend im Midtempobereich, auch wenn mit "Furor Divinus" und "Amen" dann doch zwei Nummern in gewohnter Blast-Beat-Manier daherballern und auch die restlichen Songs nie ganz ohne schnellere Teile auskommen. Ansonsten setzt man sehr viel mehr als vorher auf die Erzeugung von Stimmung und Theatralik - was ja auch zum Bühnenkonzept der Band passt. Aber manch einem Fan der gewohnten Kost mag das sauer aufstoßen und auch ich fand nicht sofort Zugang zu dem Album.
"Messe Noire" zum Beispiel erschloss sich mir zunächst gar nicht - das Stück wirkt für die Band sehr experimentell und gerade der Chorus kam mir zunächst total unmusikalisch und unkreativ vor. Erst nach mehreren Hördurchgängen empfand ich das Stück wie eine Art Soundtrack in einem Theaterstück - man schafft es, Bilder vor dem inneren Auge des Hörers entstehen zu lassen und ihn ein Stück weit in eine Art düstere Traumwelt hineinzuziehen.
Der Titeltrack "The Satanist" kommt schon fast balladesk daher - melancholisch, sehr ruhig gehalten, sich zum Ende hin dann doch noch hymnisch steigernd. In "Ben Sahar" fallen mir als einziges die von Behemoth in den letzten Jahren so gern verwendeten orientalischen (?) Anleihen auf, dennoch reiht sich der Song dann ebenfalls in das Konzept dieses Albums ein und versucht nicht, wie alte Taten zu klingen. Und mit "O Father, O Satan, O Sun" klingt die Scheibe mit einer langen, sehr geil melancholisch-schleppenden Hymne langsam aus.
"The Satanist" ist also ein Album geworden, mit dem die Band etwas Neues gewagt hat. Man hat nicht das Rad neu erfunden, aber es gewagt, sich selbst neu zu definieren statt ein Auf-Nummer-Sicher-Album aufzunehmen. Und wenn ich an "Evangelion" zurückdenke, das mich bereits nicht mehr so mitreissen konnte, wie noch seinerzeit "Demigod" und auch noch "The Apostasy", dann glaube ich, daß es auch an der Zeit dafür war, einen frischen Wind in Behemoths Musik zu bringen.
Meiner Meinung nach ist ihnen das gelungen. Vielleicht fehlt die Brutalität von vorher, vielleicht wird das Album durch simplere Songstrukturen eingängiger - ob es dadurch massentauglicher wird, weiß ich nicht und es ist mir auch egal.
Aber dafür wird eine Atmosphäre geschaffen, die den Hörer in ihren Bann zieht und für eine Weile in dunkle Träumerei abdriften lässt. Bedenkt man Behemoths Sinn für Theatralik, so finde ich, daß dies eine neue, aber sehr passende Seite der Band ist, die sich auch gut mit ihrem bisherigen Schaffen zusammenfügt.
Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich das Album selber anzuhören, sich sein eigenes Bild zu machen und nicht unbesehen jede Kritik enttäuschter Fans zu glauben - aber auch nicht voreilig den Lobhudeleien zu viel Gehör zu schenken. Dieses Album ist sehr stimmungsabhängig - aber wenn man sich darauf einlassen kann, dann wird es zünden!
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am 7. Februar 2014
Wenn das initial schon für den Herbst 2013 angekündigte, zehnte Album der polnischen Extremmetaller Behemoth nun endlich auf den Markt kommt, ist die Erwartungshaltung groß, nicht zuletzt weil bereits im Vorfeld der Veröffentlichung ein ziemlicher Hype veranstaltet wurde. Und um es vorweg zu nehmen: Die Band enttäuscht nicht! Irgendwo zwischen Black und Death Metal angesiedelt, liefern die Musiker um den zwischenzeitlich an Leukämie erkrankten Adam Michal "Nergal" Darski mit "The Satanist" eines der ersten Meisterwerke des Jahres 2014 ab. Denn die CD ist anders als erwartet und dabei unglaublich gut.

Wenn ich die melancholische Grundstimmung des Albums in einem Wort beschreiben müsste, so würde ich es DRAMATISCH nennen. Denn obwohl natürlich Härte und Tempo, einschließlich Blast-Beats und Doppelbass enthalten sind, dominieren hier zwischen kraftvollen Growls, technisch anspruchsvollem Riffing, komplexer Bassbegleitung und fetzigen Guitarrensoli nicht die zornigen Gewaltorgien, sondern stimmungsvolle, vielschichtige eher Mid-Tempo-Songs in technisch makelloser Brillanz, in denen im Hintergrund mitunter Streicher, Chöre und Bläser wogen. Viel Abwechslung wird auf diesem Album geboten. Und so wächst der Hörgenuss mit jedem Durchgang.

Kein wie auch immer geartetes Intro, Behemoth kommen direkt zur Sache: Der Eröffnungssong "Blow Your Trumpets Gabriel" startet mit einem markanten Riff und entwickelt sich zu einem schwarzmetallischem Requiem mit theatralischen Blechbläsern, das sofort klar macht, dass Behemoth stilistisch nicht einfach sklavisch ihre Vorgängeralben kopieren, sondern sich weiter entwickelt haben. Erst "Furor Divinus" und "Messe Noir" bieten zunächst akustisch schwer verdauliches Chaos, wobei letzterer in beinahe schon klassische Heavy-Metal-Riffs, einschließlich Solo übergeht. Es folgen mit "Ora Pro Nobis Lucifer" der geradlinigste Song des Albums mit durchgehendem Double-Bass-Gewitter und das knüppelnde Brett "Amen", das als einziges Stück so auch auf eines der letzen Alben gepasst hätte. Danach kommt mit dem Titellied "The Satanist" ein Track, der mehr tiefschwarzen Hardrock als Metal bietet, und einen echten Höhepunkt darstellt, welcher zu Posaunenklängen trotz Blast-Beat-Finale eher als behäbiger Trauermarsch endet. Das sich anschließende, arabisch angehauchte "Ben Sahar" bietet dann wieder ordentlich Zündstoff für die Ohren, während "In The Absence Ov Light" mit einem akustischen Mittelteil samt Saxophon-Solo überrascht. Die epische, doomige Hymne "O Father O Satan O Sun!" schließt das Album dann mit einer nachdenklichen Stimmung ab und schafft es, gleichzeitig brutal und verletzlich zu klingen.

Inhaltlich ist der Albumtitel Programm, wobei Nergals persönliche Erfahrung mit einer potentiell todbringenden Krebserkrankung, verbunden mit der Erkenntnis, dass alles vergänglich ist, der Band scheinbar zusätzliches (Höllen-)Feuer verliehen hat. Zu jedem Song gibt es im Booklet — neben den teils schwer lesbaren, weil kalligraphischen Lyrics — auch ein zugehöriges Bibelzitat und einen kurzen erklärenden Begleittext. Die Handschriften und die mystische Albumkunst stammen von dem Russischen Maler Denis Forkas und runden das stimmige Gesamtbild ab.

Zusammenfassend haben sich Behemoth mit "The Satanist" ein Stück weit neu definiert und dabei ein zutiefst organisches, vielseitiges und dabei düsteres Abum erschaffen, das keine erkennbaren Schwächen zeigt. Es ist kein Spaß-Album, sondern hat eine zutiefst schwarze Seele. Die Messlatte für 2014 liegt damit sehr hoch.
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am 28. Februar 2014
Eindeutig das beste Behemoth Album und absoluter Pflichtkauf. Was einem hier geboten wird ist eine tödlich brutale Mischung aus Watain und Dissection Einflüssen mit der Brutalität für welche Behemoth bekannt sind. Für mich sind die ersten beiden Lieder die "schwächeren" aber trotzdem guten Lieder wenn man vergleicht was einem danach alles geboten wird. Der Rest des Albums ist meiner nach an Epik-Faktor nicht mehr zu überbieten. Auf einmal servieren Behemoth unerwartet melodische Soli und der Bass ist sowieso das Sahnehäubchen aller Tracks genauso wie das Drumming, welches dem ganzen einen zusätzlichen brutalen Wumms gibt. Mich hat kein Drumming im Black Metal Bereich zuletzt so fasziniert außer "In Storm of the Lights Bane", bei dem ich mir mit meiner Meinung immer etwas alleinstehend vorkam. Einfach Alben bei denen mich allein Drumming in jedem Track vollstens unterhält.
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am 9. Februar 2014
Ich habe das Genre bisher gemieden. Aber im Black gibt wohl nicht nur Gekreische und Orgel/Keyboardlastige Musik ala "Cradel of Filth". Ich bin auf dieses Album neugierig geworden, da es auf Metal.de 10/10 Punkte erhielt. Kein brutales gekloppe, aber immer hart und düster. Wahnsinns Bassparts in ruhigeren Passagen. Die DVD ist sehr gut, bietet die die Band nicht kennen einen guten Überblick in toller Tonqualität.
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am 27. März 2014
Ob dieses Album überhaupt irgendwann einmal erscheinen würde, war für lange Zeit so ungewiss wie der Gesundheitszustand von Behemoth's Frontmann Adam "Nergal" Darski. Zwei Jahre, nachdem dieser den Kampf gegen die Leukämie nun aber (vorerst einmal) gewonnen hat, präsentieren die polnischen Death-Metaller den Nachfolger zu Ihrem 2009er-Werk "Evangelion". Wirkten viele Songs auf diesem Album noch wie Stillstand auf hohem Niveau, erfinden sich Behemoth mit "The Satanist" fast schon neu. Vor allem in Sachen Produktion hat man sich um Welten verbessert. Wirkte diese auf den letzten Langspielern oft sehr klinisch und überproduziert, klingen Behemoth anno 2014 entkernt und aufs Wesentliche reduziert - was gleichzeitig nicht heißt, dass man auf atmosphärisch prägende Elemente wie Chöre oder Bläßer im Hintergrund verzichtet. Darüber hinaus gelingt es der Truppe um Nergal erneut, ein packendes Album voller Hits zu schreiben. Jeder Song bietet Stellen, an die man sich noch Stunden nach dem Hören erinnert. Seien es der epochale Beginn von "Blow Your Trumpets Gabriel", das Percussion-Intermezzo in "Amen", die ungewöhnlich rockige Gitarrenarbeit im Titeltrack oder das ausladene Finale in "Ben Sahar" - kein Lied gleicht dem nächsten, so abwechslungsreich und intensiv hat man Behemoth noch nie gehört. Wer der Meinung war, die Polen wären mit "Evangelion" in eine Sackgasse gefahren, wird hier eines Besseren belehrt. "The Satanist" ist eine Rückkehr nach Maß, an diesem Album werden sich alle Death-Metal Alben des Jahres messen lassen müssen.
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am 29. Juni 2015
Bis heute gibt es eine Unmenge an Veröffentlichungen aus der Sparte "Death/Black Metal", doch ungewöhnliche Werke die sich aus der großen Masse hervor heben, sind meiner Ansicht nach nicht oft gekommen. "Behemoth" ist für mich eine Band die mir nicht zu 100% gefallen, irgendwie war in ihren Platten der Vergangenheit immer etwas, was mich langweilte. Bis auf dieses Ding (The Satanist) hier! Ich würde anhand meiner Informationen die ich selbst habe und den Worten des Bandkopf (aus Interviews) sagen, die Wissen sehr genau was sie hier in Musik gesetzt haben. Die Platte strotzt vor düsterer Zuneigung und Inspiration, den Tatsachen der Nebengöttlichkeit in Gotteswelt zu frönen, Akustisch ein Ohrenschmaus düsterer Elemente, die nunmal auch Teil dieser Welt sind. Ob es ein Meisterwerk ist oder nicht, mein Gefühl sagt mir es liegt sehr dicht in dieser Richtung. Habe sie jetzt bestimmt 50 x gespielt und Langeweile kommt vorn und hinten nicht im geringsten auf. Um die Musikalität zu beschreiben, würde ich es so schildern...Heftige Riffs aus dem Bereich des Death/Black Metal sind oft vorhanden, experimentelles, mit vielen Feinheiten untermalt, geschickt gesetzt und ezzentiell mit brachialem Gesang, der wie eine schwarze Rose aufblüht. Sie ist harmonisch fliessend, magisch in ihrer Botschaft einem Schlüssel den jeder selbst hören kann...eben wie auf dem Cover zusehn ist. Ich denke der Band ist es gelungen über den Teufel zu singen... zu musizieren...es mit fein bis krachend spielenden Instrumenten verständlich zu machen...wie sich tiefe Schwingungen ausdrücken. Ist ein echt heftiges Ding... "The Satanist"!!!
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am 14. Februar 2015
…kommt “The Satanist“ daher. Die Grundstimmung der gesamten Platte ist absolut böse, dabei aber (wie bereits schon erwähnt) äußerst atmosphärisch.

Behemoth bedienen sich in vielen Stücken unterschiedlichster Instrumente und variieren häufig im Tempo. Dadurch verliert die Platte letztlich über die gesamte Laufzeit nichts an der Spannung, die bereits mit dem kuriosen Opener “Blow your Trumpets Gabriel“ aufgebaut wird.

Klar verfallen die “Düsterheimer“ (wie in z.B. “Messe Noire“) zeitweise wieder in ihre kunstfertige Death-Metal-Raserei zurück, diesmal wirken die spielerisch extremen Stücke aber besser als auf den vorherigen Releases, weil sie sich hier nicht einfach nur aneinander reihen, sondern zwischen den variableren und mehr auf Atmosphäre setzenden Tracks klare Akzente setzen.

Besonders hervorzuheben ist der druckvoll dynamische Sound, der weitaus weniger steril klingt als auf den unmittelbar vorherigen Veröffentlichungen und der als organisches Fundament das Gesamtkonzept der Platte gut untermauert.

Denn dieses Album zielt in der Tat darauf ab, (nennen wir es mal) spirituell zu klingen. Dieses wird in etlichen Songs, vor allem aber in “O Father, O Satan, O Sun“ sehr deutlich. Generell geht das Konzept auch auf, wirkt dabei aber stellenweise zu plakativ satanisch. Dieser Eindruck spiegelt sich vor allem in den Texten wieder und würde das Album an den aüßeren Rand der Authentizität zwingen, wenn es im Ganzen betrachtet nicht so stimmig klingen würde.

Abgesehen davon ist die Scheibe aber durchaus gelungen und überzeugt mit abwechslungsreichen, atmosphärisch dichten und musikalisch virtuos gespielten Songs in einem starken Soundgewand.
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