Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Backparty BundesligaLive 20% Extra Rabatt auf ausgewählte Sportartikel



am 3. Oktober 2016
für mich ihre bis jetzt beste CD, wunderschöne Lieder die einen dahin tragen einerseits zum träumen, andererseits zum nachdenken anregen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. März 2015
Tarja eben. ich denke mehr braucht man dazu nicht zu sagen und der Preis war natürlich auch ausschlaggebend. Warten lohnt sich.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. August 2013
Tarjas bestes Album mit dem besten Track aller Zeiten: DELIVERANCE. Klanggewalt pur!!! Ansonsten ein fantastischer Mix bisheriger Klang- und Stimmungswelten. Für Fans dieses Genres ist das Album ein absolutes Muss!!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 12. November 2013
Da meine bessere Hälfte Finnin und absoluter Tarja Fan ist, war das Box Set von Tarjas neuem Album natürlich am Veröffentlichungstag bei uns zuhause, dafür nochmal danke an Amazon. Mein Schatz fand die CD von Anfang an absolute Klasse,während bei mir erst mal Ernüchterung eintrat. Das gehörte war ganz klar als nett und gut gemacht einzustufen, aber irgendwie setzte sich bei mir kein Lied dauerhaft in Erinnerung.

Mein Problem mit Tarja`s Soloalben bis jetzt war, das zwar immer gute Songs auf den Alben waren, aber man mehr als deutlich hören konnte, das diverse verschiedene Songwriter für Tarja am Werk waren. So konnte bs jetzt nicht wirklich eine durchgängig hohe Qualität beim Songwriting sichergestellt werden und alles hörte sich stilitisch irgendwie zu bunt zusammengewürfelt an. Nächstes großes Problem das Tarja nach wie vor am US Nu-Metalschrammelgitarrenstil von Alex Scholpp festhält. Der Mann lindert den Hörgenuss ganz eindeutig, anstelle vor sich hinzuschrammeln sollte der Kerl mal hin und wieder ein Solo spielen oder melodiöses Riffing lernen, das er es besser kann zeigt er regelmässig bei den Liveshows von Tarja. Nun gut, genug gemeckert.

Durch die Dauerbeschallung von Colours in the Dark durch meine bessere Hälfte ( Auto, Wohnung,.... ) war ich allerdings gezwungen, das neue Album doch sehr sehr oft zu hören und mich genauer mit ihm auseinander zu setzen. Und siehe da, nach einigen Hörgängen hakten sich doch die ersten Songs in meinen Gehörgängen fest ( 500 Letters, Mystic Voyage & Medusa ). Zugegeben, Tarja singt nach wie vor wie eine Göttin, man kann sich bei genauerem hinhören Ihrer Stimme nicht entziehen. Bei den nächsten Hördurchläufen offenbarten sich die nächsten musikalischen Perlen und auf einmal gefiel mir das Album durchgängig und selbst das erwähnte Gitarrengeschrammel von Alex Scholpp hält sich auf diesem Album in erträglichen Grenzen. Tarja hat sich bereits mit dem Vorgängeralbum deutlich aus dem Schatten als ehemalige Sängerin von Nightwish herauskatapultieren können und mittlerweile schafft sie es, völlig alleine ganz großes Kino zu bieten. So mausert sich das Album von Durchlauf zu Durchlauf und irgendwann stand mein Schatz grinsend im Wohnzimmer und fragte was denn hier passiert sei, das trotz meines anfänglichen Gemeckers Colours in the Dark auf einmal auf Dauerrotation läuft. So schnell kanns gehen. Und mittlerweile ist es soagr mein liebstes Soloalbum von Tarja. Man bekommt es kaum noch aus dem Player raus. Deshalb sollte man das Album möglichst nicht nur einmal anhören, man läuft sonst Gefahr etwas wirklich großes zu verpassen.

Zur Box selbst, es liegt ein schönes Booklet und ein tolles Shirt dabei und die CD als tolles Digipack dabei, das passt also alles. Nur eins bleibt noch wehmütig festzustellen und zwar die Erkenntnis das Colours in the Dark insgaesamt meiner Meinung nach viel zu kurz ist :( Ein oder zwei weitere Songs hätten hier sicher nicht weh getan und die Fans sehr gefreut.

Als Abschluß muß ich noch kurz das Tarja Konzert von letzter Woche aus dem Kölner Gloria erwähnen, bei dem die Fans für deutsche Verhältnisse völlig ausgeflippt sind.Es gab massig Tarja Sprechchöre zwischen und während den Songs und die Fans haben teilweise die Melodien mitgesungen und was bezeichnend ist - speziell die neuen Songs wurden deutlich abgefeiert, da hat die junge Dame wohl alles richtig gemacht. Woroauf ich hinaus möchte, Colours in the Dark - sowohl das Album als auch die Tour darf man nicht verpassen. Ganz große Klasse. Kiitos Tarja !
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. Mai 2014
Sie gewinnt nach und nach ihre Selbständigkeit,
kann sich von ihrer Vergangenheit lösen.
Mit jedem Album wird sie einen Tick besser,
einfach Tarja!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 1. September 2013
Spätestens mit diesem Album lässt sich Tarja nicht mehr auf ihre nunmehr bereits acht Jahre zurückliegende Zeit bei Nightwish reduzieren; sie ist längst weit mehr als die Ex-Sängerin dieser führenden Symphonic Metal-Band. Ihre drei Rock-Soloalben lassen sich als Lern- und Entwicklungsprozess hin zu einem eigenen, unverwechselbare Stil lesen – und anders als seine Vorgänger darf „Colours in the Dark“ als erstes ausgereiftes Album gelten: Tarja ist „angekommen“. Was sie von nun an tut, sollte nicht mehr mit Nightwish in Verbindung gebracht werden.

Zu den Titeln:

„Victim of Ritual“ ist ein klassischer Opener mit Drive und Ohrwurmcharakter, der aber dennoch durch seine Komplexität zu überzeugen vermag; das eingesetzte Bolero-Motiv ist zwar etwas abgegriffen, aber das hat man nach wenigen Sekunden vergessen. Um inkonsequenter Weise doch noch mal den Vergleich zu den alten Nightwish-Zeiten zu bemühen: Dieser Song schlägt den Gassenhauer „Nemo“ eigentlich um Längen, auch was Radiotauglichkeit angeht (von der reinen Songdauer mal abgesehen, aber da könnte man ja ein Radio-Edit draus machen). Inhaltlich geht es um das Aufbrechen erstarrter Routinen, die unser Leben zur farblosen Hölle machen können.

„500 Letters“ ist vermutlich als Single gedacht. Ein eingängiger, netter, aber musikalisch auch durchaus harmloser Song, den man gerne hört und pfeift, auf Dauer aber auch wieder vergessen wird. Macht nichts, Tarja muss ja auch Platten verkaufen und GEMA-Gebühren generieren. Inhaltlich geht es weit weniger harmlos zu – Thema Stalking.

„Lucid Dreamer“ ist ein erster Hinweis auf das, was ich mit einem „ausgereiften“ Stil bezeichne. Tarja liebt es, sphärisch-elektronische Arrangements mit Nu Metal-Gitarren-Klangteppichen und der für sie charakteristischen, erzählenden Singstimme zu verknüpfen. In den Vorgängeralben traten diese Elemente oft noch nach Songs getrennt auf; z.B. erinnert an diesem Titel manches an „Naiad“ aus ihrem zweiten Album „What Lies Beneath“, wobei nun aber die symphonischen Elemente und die Gitarrenuntermalung integriert sind. Das harmonische Zusammenspiel dieser stark kontrastierenden Stilelemente macht den ausgereiften Tarja-Sound aus. Noch etwas unausgewogen erscheint mir allerdings der (zu?) ausführliche elektronisch-sphärische Mittelteil, der ein wenig an jenen aus „Echoes“ von Pink Floyd erinnert, sich aber nicht so gut wie dort in die Gesamtstruktur des Songs einfügt; da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Inhaltlich geht es um Klarträume.

„Never Enough“ betont nun wieder den krachenden Metalsound und gehört zu den einfacher gestrickten Songs; vor allem die fast endlos repetierenden Metal-Riffs am Schluss machen den Song sperrig und werden manche Fans abstoßen. Ich finde es aber gut, dass nicht alles bei Tarja in Harmonie und Melancholie endet, sondern auch mal so ein Stachel gesetzt wird. Auch das hat für mich etwas mit Ausgewogenheit zu tun, die eben genau nicht Langeweile meint.

„Mystique Voyage“ beginnt mit einer gesprochenen Einführung Tarjas, die nicht so meine Sache ist. Danach aber entfaltet sich ein verschnörkelt-barockes musikalisches Kleinod mit einer wunderschönen Melodie, das Tarjas klassische Gesangsstimme gut zum Ausdruck bringt und wieder in einem elektronischen Klangteppich a’la „Naiad“ endet; für den charakteristischen Kontrast zu diesem Arrangement sorgt hier der Schlagzeugrhythmus, was man beim ersten Hören vielleicht gar nicht so richtig bemerkt. Inhaltlich will Tarja uns mit diesem Song in die Welt ihres inneren Erlebens mitnehmen.

Das Cover von Peter Gabriels „sinistrer Großtat“ (Markus Bellmann in seiner Tarja-Rezension auf plattentest.de) „Darkness“ wird Tarja mal wieder furchtbar übel genommen werden; war ja beim „Poison“-Cover von Alice Cooper nicht anders. Ich hab mir beide Versionen (Original und Cover) mehrere Mal abwechselnd angehört und kann nichts Skandalöses feststellen. Im Gegenteil: Der Song fügt sich wunderbar in dieses Album ein und Tarja experimentiert dabei mit einer äußerst reizvollen elektronischen Stimmverzerrung, die wir sicher künftig noch häufiger von ihr hören werden und die es bislang bei ihr so nicht gab. Peter Gabriels großartige lyrics über die schwierige psychische Integration albtraumartiger „Flashbacks“ und eines die bewusste Identität unterminierenden Begehrens in eine reife Charakterform, in der ICH meine Ängste zulasse und „habe“, sie also nicht mehr MICH in Besitz nehmen können, gehören ohnehin zum Besten, was 50 Jahre Rock-Geschichte in dieser Hinsicht hervorgebracht haben.

Was nun aber folgt, ist aus meiner bescheidenen Sicht der absolute Höhepunkt des musikalischen Schaffens Tarjas: „Deliverance“ stellt sich mir als vielschichtiger, großartiger, epischer Song über den Weg zur Metamorphose und individuellen Ganzwerdung, Sehnsucht, Liebe und inneren Befreiung dar: Symphonic Metal at it’s very best! Einfach reinhören, immer und immer wieder hören und genießen! Schon alleine für dieses Stück hätte das Album 5 Sterne verdient. Tränen kommen mir ansonsten eigentlich eher beim Zwiebelschneiden, aber dieses textlich-musikalische Gesamtkunstwerk hat sie reichlich fließen lassen. Aber genug, das ist ja alles auch sehr subjektiv gefärbt.

Der Übergang zu „Neverlight“ könnte schroffer nicht sein. Ein Metal-Kracher – musikalisch wie auch textlich extrem sperrig, obwohl er eine klare Struktur und eine gute Melodieführung beinhaltet; „Ciaran’s Well“ aus dem ersten Album „Winterstorm“ kommt dem als Vergleich wohl am nächsten. Der Text kann von vielem handeln, ich assoziiere damit aber am ehesten die Erfahrung drohender psychischer Dissoziation und Dekompensation. Auffallend ein großartiges symphonisches Arrangement im Mittelteil, das aber leider nur sehr kurz aufflackert.

„Until Silence“ kommt als klassische Power-Ballade daher, die als einziger Song ebenso gut aus alten Nightwish-Zeiten stammen könnte; ich komme einfach nicht drauf, welchem NW-Song sie derart stark ähnelt. Textlich enthält sie das Motiv des Albumtitels „Colours in the Dark“ und handelt von ewig währender Liebe, Abschied und Tod. Ein durchaus schöner Song, bei dem man aber den Eindruck gewinnt, Derartiges von Tarja in ihren Nightwish-Zeiten schon häufiger gehört zu haben – dass dies nur für einen Song auf dem gesamten Album gilt, ist eigentlich schon Beweis genug für dessen Originalität und Kreativität.

„Medusa“ bildet als längster Song den würdigen Abschluss dieses großartigen Albums. Textlich verarbeitet es die griechische Sage um Medusa, deren Antlitz jeden Mann sofort zu Stein erstarren ließ. Sehr schönes Duett mit dem offen mit seinen psychischen Problemen umgehenden Sänger und Multitalent Justin Furstenfeld (Blue October), der dabei wohl den Medusa-Bezwinger Perseus gibt, welcher seiner „Heldentat“ (er köpfte Medusa) nur dadurch fähig war, dass er lediglich eine Reflektion der Medusa in seinem verspiegelten Schild anschaute, nicht sie selbst. Ein atmosphärischer, als Klanggemälde angelegter Song mit gelegentlichen kontrastierenden Gitarrenriffs, der mich gesanglich ein wenig an „White Water“ von Epica erinnert.

Wow, was für ein abwechslungsreiches und dennoch in sich stimmiges Album. Das Beste, was ich in den letzten Jahren im Bereich Rockmusik gehört habe! Tarja hat den Mut zu komplexeren Kompositionen und auch schlicht längeren Songs gefunden, die im Genre eigentlich üblich sind, bei ihr bislang aber eher die Ausnahme bildeten. Aber klar, man muss dieses Genre an sich – und den ihm eigenen Hang zu Pathos und Epos – mögen, was ja bei vielen Metal-Anhängern nicht der Fall ist und Tarja auch darüber hinaus den Weg zur Massenkompatibilität versperrt. Wer aber Symphonic Metal mag, kommt an diesem Album nicht vorbei. 5 Sterne sind eigentlich zu wenig.
22 Kommentare| 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 5. Mai 2014
Wer Tarja und ihre Art von Musik mag, wird auch von diesem Album begeistert sein.
Waren es beim ersten anhören gefühlt zwei bis drei gute Lieder auf dem Album, sind es beim
mehrmaligen anhören doch fast alle Lieder, welche mir sehr gut gefallen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 31. August 2013
Drei Jahre nach dem erfolgreichen und von Kritikern insgesamt sehr positiv aufgenommenen "What lies beneath" liegt nun das neue Werk der finnischen Sopranistin Tarja Turunen vor. Hinsichtlich der Instrumentierung ist es dem Vorgänger sehr ähnlich. Dementsprechend spielen Metal-Gitarren eine wesentliche Rolle, wohingegen Orchestereinlagen recht stark zurücktreten.

Besteht hinsichtlich der Instrumentierung Ähnlichkeit, weist eine Durchsicht der Trackliste und ein Blick auf die jeweiligen Spielzeiten auf ein deutlich verändertes Konzept hin. Und in der Tat: In seiner Konzeption sowie der Mikro- und Makrostruktur weicht "Colours in the dark" stark von seinem Vorgänger ab. Die Titel sind melodisch weniger eingängig und erzeugen eine insgesamt sehr viel düstere Stimmung. Unmittelbar fällt das Fehlen eindeutig positiv gestimmter Titel auf. Zugleich sind diese anders – kleinteiliger und gewagter - strukturiert. Ist "What lies beneath" problemlos als Gesamtkunstwerk zu erfassen, kann man das von "Colours in the dark" zumindest nicht sofort sagen. Für steht das Album nahe der Grenze zwischen Gesamtkunstwerk und einer Collage mehrerer teilweise extrem starker Stücke, die nur durch ihre düstere Stimmung und eine ähnliche Instrumentierung miteinander verwandt zu sein scheinen. Interessant ist in diesem Kontext auch, dass die meisten Titel zwar durchaus konventionell aufgebaut sind (Refrain-Strophe-Refrain-Zwischenspiel-Refrain-Outro), dies jedoch durch Büche in Instrumentierung und Tempo teilweise sehr stark verdeckt wird. Die Unzugänglichkeit wird durch die Texte unterstützt, die insgesamt deutlich abstrakter sind als auf den Vorgängern, wo vielfach sehr klare Aussagen bzw. Geschichten vorgetragen werden. Zu guter Letzt erscheint die Melodik deutlich weniger "populär", sondern stark in Richtung Filmmusik orientiert.

Der als erste Single ausgekoppelte Opener "Victim of ritual" ist die einzige up-tempo-Nummer, eine beeindruckende Kombination aus schöner Melodie, kraftvoller Instrumentierung sowie mitreißendem Gesang und vereint in gediegener Weise künstlerischen Anspruch mit rascher Eingängigkeit. Und gerade die Eingängigkeit hebt den Titel deutlich von seinen Nachfolgern ab. Er ist auch der einzige, der in seiner Gesamtheit mit denen des Vorgängers vergleichbar ist. Ich sehe ehrlich gesagt einige Probleme für die Wahl einer zweiten Single, da mir die Konzepte der meisten Lieder fürs Radio zu schwierig erscheinen.
"500 letters" führt die Stärken des Openers mit gedrosseltem Tempo und einer anderen Stimmung fort, wirkt aber etwas konventioneller. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungener Titel mit einem ebenso klaren wie interpretationsfähigem Text. Wer könnte gemeint sein?

Das nun folgende "Lucid dreamer" ist ein echter Killer. Der erste Titel mit dieser kleinteiligen Mikrostruktur, die das Album insgesamt kennzeichnet. Der Refrain ist melodisch unglaublich schön, während Frau Turunen dem Ganzen mit ihrer Stimmarbeit in einer Art Lebendigkeit verleiht, dass es mir die Sprache verschlägt. Hinzu kommt die überaus interessante Unterteilung in einzelne Abschnitte. Strophen und Refrain weichen stark voneinander ab und ergänzen sich doch perfekt. Das Zwischenspiel könnte zunächst überlang, irritierend und unpassend wirken, entfaltet jedoch einen besonderen Reiz und erfüllt die hier sehr wichtige Funktion des Atemholens vom dem Endspurt.

Demgegenüber erscheint "Never enough" wieder deutlich konventioneller. Und auch deutlich schwächer. Besonders die Melodik erscheint mir untypisch stark zurückgesetzt. Der Titel ist, in seinem Tempo deutlich gesteigert, zwar stimmungsvoll und elegant, wird jedoch am Ende durch das schief klingende, sich mehrfach wiederholende Gitarrenmotiv etwas nervig.

Das folgende "Mystique voyage" mit einigen gesprochenen Wortgruppen eingeleitet. Interessant, die Sprechstimme Frau Turunens auf einem Studioalbum zu hören. Was folgt ist wieder ein äußerst stimmungsvoller Titel, der, obwohl recht weit weg von konventionellen Gewohnheiten, sehr eingängig und melodisch ausnehmend schön ist. In seiner Gesamtheit weicht er stark von Vorgänger und Nachfolger ab und wirkt deutlich länger, als er es ohnehin schon ist.

Das Peter-Gabriel-Cover "Darkness" besticht durch einen ausgefeilten Wechsel zweier sehr unterschiedlicher Motive. Das erste ist, mit einer Art von Fast-Sprechgesang vorgetragen, depressiv und bedrohlich, das andere wirkt mit der sanfteren Rockstimme leicht, weich und hoffnungsvoll. Dunkles Feuer und kühle, hellere Entspannung. Der Gegensatz zwischen lauterer erster und ruhigerer zweiter Hälfte ist für sich sehr interessant, fungiert aber auch als eine Art Anlauf für das was jetzt kommt.

"Deliverance" ist ein einziger langer, epischer Höhepunkt. Melodisch außerordentlich schön und zur Abwechslung weitgehend durch das Orchester dominiert. Frau Turunens Stimmenbeherrschung ist beeindruckend und liefert der gewaltigen Instrumentierung einen würdigen Widerpart. Ein wahrhaft ehrfurchtgebietender Titel, der zudem um ein vielfaches länger wirkt, als er es tatsächlich ist. Hinsichtlich der Konzeption wie auch seiner Bedeutung für das Album insgesamt fühle ich mich an das herrliche "Ghost love score" erinnert.

Leider kann der Nachfolger diese extrem hohe Qualität nicht halten. "Neverlight" erhöht das Tempo, zelebriert mit ziemlich harten Gitarrenrifts eine raue Eleganz und ist durchaus sehr stimmungsvoll, erscheint jedoch hinsichtlich der Melodik wie "Never enough" vergleichsweise schwach.

Demgegenüber ist "Until silence" ungleich stärker. Als einziger Titel des Albums verbreitet er Ruhe und Sinnlichkeit, die erst zum Ende hin durch eine Steigerung des Instrumenteneinsatzes etwas relativiert wird. Klavier und Streicher dominieren, während geschickt eingewobene elektronische Klänge im Hintergrund für einen starken sphärischen Eindruck sorgen. Wunderschön, aber trotz seiner Qualitäten auch eine Überleitung zum letzten Akt.

"Medusa" scheint Endzeitstimmung zu zelebrieren. Hinsichtlich Melodik und der daraus resultierenden Stimmung drängt sich ein Verweis auf "Crimson deep" auf. Wo dieses – selbst hervorragend – noch auf dem Weg zur Grenze zu sein schein, möchte ich meinen, dass "Medusa" sie passiert. Auch hier sticht wieder die geschickte Unterteilung in einzelne Abschnitte hervor, die den melodisch überaus schönen Titel extrem spannend macht. Die Stimme des Sängers erscheint wie seine Leistung angemessen. Nur in wenigen Augenblicken singen Turunen und Furstenfeld gemeinsam, oder besser gesagt zugleich. In meinen Ohren gehen bzw. gestalten sie den Weg ins Nichts nicht gemeinsam, sondern jeder für sich. Ein wirklich erhabener Abschluss.

In seiner Gesamtheit erscheint "Colours in the dark" düsterer, minimal schneller, vor allem aber variabler, gewagter und nicht zuletzt auch interessanter als seine beiden Vorgänger. Die deutlich abweichende Melodik, die kleinteilige Strukturierung mit teilweise ungewohnter Detailgestaltung sowie die insgesamt geringere Eingängigkeit könnten für Irritationen sorgen. Insgesamt fordern die Lieder sehr viel mehr...Aufmerksamkeit als es noch auf den Vorgängern der Fall war, da deren Melodien nicht nur sehr schön, sondern auch schnell eingängig waren. Ist man allerdings in der Lage, diese Aufmerksamkeit aufzubringen, offenbart sich "Colours in the dark" als ein Werk von ausnehmender Schönheit, das seine beiden Vorgänger in vieler Hinsicht übertrifft. Frau Turunen ist es gelungen, ihren künstlerischen Weg in beeindruckender Weise fortzusetzen. Möglicherweise ist der Titel aus der Klein- und Feinheit der Lied- wie auch Albumstruktur abzuleiten. Denn tatsächlich wirken die einzelnen Lieder in sich sowie in Wechselwirkung miteinander bunt – vor einem sehr dunkeln Hintergrund. Für mich hätte es großen Reiz, wenn einige Lieder, z.B. als Zugaben auf kommenden Singles, auschließlich in orchestraler Instrumentierung präsentiert würden.

Wie dem auch sei: Von mir eine klare, drängende Empfehlung.

4,75 Sterne
11 Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. September 2014
Ein weiteres tolles und abwechslungsreiches Album von Tarja.
Einzigartige Melodien - unglaublich starker Gesang.
Eine tolle Frau - weiter so!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 11. September 2014
Tarja liefert mit diesem Album ein absolutes Meisterwerk ab. Für Fans der Finnin ein Muss! Tarja hat ihren eigenen Stil gefunden!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden