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Kundenrezensionen

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am 27. Mai 2014
Obwohl schon so viele Rezensionen zu diesem Buch geschrieben wurde, konnte ich es einfach nicht lassen, hier auch meine Meinung abzuladen. Honigtot ist seit langem das ergreifendste Buch das ich zwischen die Finger bekommen habe. Die Autorin führt einen durch gekonnte Sprache durch die Geschichte und lässt dabei Spannung, Hintergründigkeit und geschichtliche Aspekte nie zu kurz kommen. Dieses Buch ist eine wunderbare Mischung aus historischem Roman, Liebesgeschichte und Krimi. Trotz seiner vielen Seiten wurde mir nie langweilig beim Lesen. Fünf lange Abende bescherte mir Honigtot deshalb ein wahres Lesevergnügen bei dem nebenbei einige Schokoladentäfelchen dran glauben mussten. Für mich also prima für den Zeitvertreib aber schlecht für die Hüften :-D dieser Roman.
Ich möchte allen die auf eine weit verwobene und toll geschriebene Geschichte Lust haben dieses Werk von Hanni Münzer ans Herz legen. Über den günstigen Preis müssen wir dabei sowieso nicht reden.
Danke an die Autorin für ihre Geschichte.
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am 17. Februar 2014
Ich bin jemand, der gerne und viel liest, aber meistens Bücher aus dem Genre SciFi und Phantasie, gerne auch mal Krimis und Thriller. Insofern war ich fast etwas skeptisch, habe mich aber aufgrund der vielen positiven Rezensionen und der Möglichkeit, das Buch per Prime auszuleihen, für einen Versuch entschieden.
Selten bin ich so positiv überrascht worden!
Bei aller Sparsamkeit mit Superlativen, aber dieses Buch ist schlicht und ergreifend ein kleines Meisterwerk. Ich hoffe, die Autorin findet einen Verlag für eine Printversion, damit auch Nicht-Kindle-Besitzer in den Genuss kommen.
Aber jetzt zum Buch: Zunächst lässt sich das Werk nicht fest einer Kategorie zuordnen: Ist es ein Krimi, eine Liebesgeschichte oder ein historischer Roman zur Zeit der Naziherrschaft?
Vermutlich von allem ein bischen und das ist wohl eines der Merkmale, die das Buch zu fazinierend machen. Die geschichtlichen Ereignisse sind zwar jedem bekannt, der nicht 100% des Geschichtsunterrichtes geschwänzt hat. Aber diese dunklen Zeiten aus der Sicht einer Familie mit jüdischem Vater und deutscher Mutter zu erleben, sind etwas besonderes. Sehr bedrückend, das menschenverachtende Gebaren der Nazis aus dieser Sicht zu erleben.
Trotzdem kommen auch Fans von Liebesgeschichten und Krimis auf ihre Kosten, da es die Autorin auf geschickte Art versteht, ein stimmiges Bild mit sehr sorgfältig gezeichneten Charakteren und einer tollen Story zu schaffen.
Ich will nicht zuviel verraten, daher sei die Rezension damit beendet. Ich hoffe, dem potentiellen Leser das Buch schmackhaft gemacht zu haben - es lohnt sich wirklich :-).
77 Kommentare| 348 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2014
Dieses Buch ist ein Juwel. Selten hat mich eine Geschichte so emotional berührt und mitgenommen. Es beinhaltet alles, was einen großen Roman ausmacht. Unvergessliche Charaktere, die einem so nahe kommen, als würde man sie persönlich seit langem kennen, eine faszinierende und wunderbar gefühlvoll umgesetzte Geschichte, die trotzdem von einer Spannung getragen wird, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Tatsächlich hat mich dieses Buch um meinen Schlaf gebracht, denn ich habe ununterbrochen gelesen. Und das passiert mir nur sehr sehr selten.
Ich habe die Geschichte als Elisabeth miterlebt und dann als deren Tochter Deborah. Ich bin mit Ihnen von München nach Berlin, von Zürich bis nach Wien und Krakau gereist. Ich habe mit ihnen geliebt, gelitten und gehasst und ich habe gelacht und sogar geweint. Auch Marlene, Deborahs Freundin, kam mir unheimlich nahe. Ihr Mut und ihre Tatkraft haben mich beeindruckt. Und es gibt einige herrlich tragikomische Situationen in diesem Buch, wie zum Beispiel die Begebenheit mit dem alten General, die mit das Beste und Lustigste sind, das mir je untergekommen ist.
Beeindruckt hat mich auch die historisch genaue Rahmenhandlung, die mir noch etwas Neues vermitteln konnte. Doch noch mehr hat mich der ausdruckstarke Schreibstil überrascht. Manche Passagen sind von einer solchen Tiefe und trotzdem so voll einfacher Wahrheit, dass sie mich sprachlos zurückließen, ich sie mehrmals gelesen und dabei genickt habe und ich mir anschließend Notizen gemacht habe. Das passierte mir zuletzt bei Kehls Vermessung der Welt."
Die Geschichte von Moriah, der ersten Ameise, die von Adam im Paradies getötet wird und die Gustav seinem kleinen Sohn Wolfgang erzählt, könnte von Saint-Exupéry stammen. Sie ist so zauberhaft schön, dass ich mich zunächst wunderte, dass ich sie noch nicht kannte, dabei ist sie von der Autorin selbst verfasst worden - wie ich nach nochmaliger Lektüre der Widmung feststellte. Ebenso wie das Gedicht "Honigtot".
"Honigtot" ist ein aufwühlender Roman, der noch lange in mir nachwirken wird. Nein, das stimmt nicht. Er wird mir unvergesslich bleiben. Jetzt, da ich Hanni Münzer für mich entdeckt habe, werde ich auch alle ihre anderen Bücher lesen. Danke für diesen Lesegenuss!
2020 Kommentare| 488 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2015
Leider habe auch ich mich von den vielen positiven Rezensionenen blenden lassen. Abgesehen davon, dass die Geschehnisse in diesem Buch teilweise völlig absurd sind, wurde es mehrfach als sprachlich herausragend beschrieben. Um mal zwei Textbeispiele zu nennen: " Dann hatte er sie ganz fest in die Arme genommen und sie hatten schwebend den Raum verlassen und sich zusammen im Elysium verloren..." oder auch schön "Bald war Elisabeth nicht nur am durchdrehen, sondern steckte im Kreisel des Wahnsinns fest"....Das ist schlimmster Groschenroman, wie man ihn in den 70er Jahren an jedem Kiosk kaufen konnte. Und diese krude Sprache wird benutzt, um Judenverfolgung und zweiten Weltkrieg schaurig-schön zu beschreiben. Die Absurditäten reihen sich nur so aneinander (die Protagonistin Elisabeth, sinkt auf der Suche nach dem verschollenen jüdischen Arzt-Ehemann ständig ohnmächtig in die Arme von SS-Leuten, die sowohl ihren Schmuck als auch die verschwundenen halbarischen Kinder zurückbringen. Das Verlassen Deutschlands wir wird durch die Schwangerschaft des Dackels verhindert usw) . Dieses Buch ist einfach nur eine Zumutung und ich weiss nicht, wie ich es geschafft habe, auch nur die Hälfte davon zu ertragen.
Ich würde gerne null Sterne vergeben. Leider ist das nicht möglich.
66 Kommentare| 210 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juli 2014
Es gibt Bücher die gut sind, Bücher die schlecht sind ... und dann gibt es Bücher die so miserabel sind, dass sie besser nie geschrieben worden wären. Dieses Buch gehört leider in die letzte Kategorie.

Es ist reine Zeitverschwendung näher auf die Handlung einzugehen. Die ist ein nicht einmal mittelmäßiger Groschenroman mit einem Mix aus Rosamunde-Pilcher-Dramatik, billigem Krimi und 0-8-15-Spionage. Peinlich nur, dass diese Mixtur - um sie überhaupt verkäuflich zu machen - im 3. Reich angesiedelt wurde.

Für die Biografie des fiktiven Hauptakteurs Brunnmann musste ganz offensichtlich Adolf Eichmann herhalten - der Rest dann wieder rein erfunden. Zwischendurch dann nach belieben andere Akteure wie Göring, Schindler usw. Spätestens als dann angeblich das Protokoll der Wannsee-Konferenz in einer Aktentasche in Krakau rumliegt, darf man das Buch getrost in den Rundordner legen und der Altpapiersammlung übereignen. Spätestens hier zeigt sich die absolute Ahnungslosigkeit der Autorin, da die wenigen Protokolle unter strengstem Verschluss waren, vor Kriegsende vernichtet wurden und das einzige Exemplar von Unterstaatssekretär Luther erst nach dem Krieg entdeckt und zu diesem Namen kam. All das interessiert die Autorin aber nicht - was nicht passt, wird eben passend gemacht.

Die hochpeinliche Handlung, die miserable Recherche der Autorin, der unsensible Umgang mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wirft die Frage auf, wie diese Buch überhaupt den Weg in die Druckmaschine zurücklegen konnte. Der Tod von Millionen Menschen wird zur Nebenkulisse. Die lächerliche Geschichte verhöhnt die Opfer und auch die Leistungen des polnischen, französischen und deutschen Widerstands.
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am 14. August 2014
Das ist wirklich unterste Schublade. Die Sprache strotzt vor Ausdrücken, die mit Sicherheit nicht zur Zeit passen, über die die Autorin vermeintlich schreibt. Der Stil entspricht den Groschenromanen, die früher an Bahnhöfen und Kiosken verkauft wurden. Recherche mein Hanni Münzer dafür noch gemacht zu haben... na ja... sie hat wohl einige Sachverhalte in Wikipedia nachgeschlagen.

Wer historische Romane liebt und zum Beispiel Stefan Zweig ernsthaft gelesen hat, wird sofort merken, was für einen Käse man sich da auf seinen Kindle heruntergeladen hat.

Ich rate lebhaft davon ab. Was ich gelernt habe bei diesem Buch: Amazon-Rezensionen muss man auch mit Vorsicht geniessen!!!
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am 8. Februar 2016
In eine dramatische Rahmengeschichte eingebettet, wechselt sich Geschichtsunterricht mit Mainstream-Literatur ab: Eine emotional verwirrte Jungmedizinerin verlässt ihren höchstattraktiven und liebenswerten Partner, um in einem Krisengebiet ihr neu erlerntes Wissen anzuwenden. Da verschwindet ihre Mutter, die sich nach kurzem Hin und Her in Rom wiederfindet, wo sie ihren mutmaßlich düsteren Wurzeln auf den Grund geht. Lauter Zufälle machen es möglich, dass ein junger Priester die auf hebräisch verfassten Memoiren der Großmutter übersetzt, welche ein kaum zu überbietendes Drama preisgeben: Sie, Deborah, hat unter dem NS-Regime durch unzählige Pechsträhnen nacheinander Vater, Mutter, Heim, Geliebten, Dackel samt Welpen und - mutmaßlich - Bruder verloren, unterdessen eine Borderline-Störung entwickelt, anschließend eine sadomasochistische Beziehung zu ihrem Stiefvater aufgebaut (, der, wie sich später herausstellt, den Tod ihres Vaters und zig Tausender weiterer Juden zu verantworten hat,) - mit dem sie dann auch aus der Not heraus einen im Detail geschilderten flotten Dreier schiebt, unmittelbar bevor sie ihrem wahren Sexgott, dem Kopf des jüdischen Widerstands in Polen, begegnet, der aber dann kurz darauf zu Tode gefoltert wird... Alles in allem etwas anstrengend, sehr unrealistisch, deutlich voyeuristisch, mit einigen dürftig ausgearbeiteten Details.
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am 19. Mai 2015
Es ist auch mir ein absolutes Rätsel, woher die vergleichsweise zahlreichen, guten Einschätzungen für dieses Buch kommen. Eine aus dem Dritten Reich erzählte Geschichte gewinnt nicht per se an Qualität, sondern sie sollte auch inhaltlich stimmig sein. Bei diesem Buch handelt es sich um ein verworrenes, inhaltlich flaches, sprachlich simples und technisch schlecht abgefasstes Machwerk.
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am 19. November 2015
Von einer Freundin als absoluter pageturner angepriesen habe ich mich voller Erwartung ans lesen gemacht.....Das Thema hätte gut verpackt werden können. ..leider hat Frau Münzer es als Schmonzette verarbeitet...Fazit: ein umfangreicher "Groschenroman"
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am 18. Juli 2015
Und wieder ist es passiert: Ich dachte ernsthaft, über 1000 5-Sterne-Bewertungen, das kann nur ein tolles Buch sein. Leider übersah ich dabei die Vielzahl der 1-Sterne-Bewertungen, bzw. las ich diese erst, nachdem ich das Buch hochmotiviert begonnen hatte zu lesen und stutzig wurde. Nun ja, Geschmäcker sind verschieden, aber dieses Buch ein Juwel zu nennen, eine wunderbare Geschichte usw., verwundert mich schon. Einige Rezensenten haben es eigentlich schon vor mir auf den Punkt gebracht. Das Buch ist in der Art eines Heftchenromans geschrieben. Ganz schrecklich finde ich die Art und Weise, wie die Frauen dargestellt werden, als schwache Personen, dem Mann untergeordnet und so unfassbar schlicht, naiv und völlig ahnungslos. Nicht zu vergessen, gut im Bett und immer bereit, die Vorzüge des weiblichen Körpers geschickt einzusetzen, um eigene Interessen durchzusetzen und das selbst im Krankenbett! Klischeehaft eben. Die Gräuel des Dritten Reiches und des zweiten Weltkrieges werden mal so nebenbei eingeflochten. Es gibt viele bewegende Bücher über dieses Thema, dieses hier zählt leider nicht dazu. Besonders ab der Stelle, als begonnen wurde, aus Deborahs Sicht zu erzählen, wurde es mitunter doch sehr absurd. Als dann auch noch diese wirre Spionagegeschichte ins Spiel kam, wollte ich schon abbrechen. Auch die Darstellung der so genannten Widerstandskämpfer war einfach nur peinlich. Hab dann auch eine Weile gebraucht, um mich durchzukämpfen, aber irgendwie will man ja doch wissen, wie es endet. Die Rahmenhandlung war meiner Meinung nach übrigens völlig unnötig.
Positiv bemerken möchte ich jedoch, dass sich das Buch durchaus flüssig lesen ließ. Aber was nützt das, wenn Spannung und eine durchgängig gute Handlung fehlen?
Als Fazit bleibt für mich, immer alle Bewertungen vor dem Kauf lesen, dann kann man sich ein besseres Gesamtbild machen. Nicht alles, was super bewertet wird, ist sein Geld wert.
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