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am 7. April 2014
US Infanterie Brigade War Dog Two wird aus dem Irak abgezogen, zu einer Sicherungsmission in New York City. Nach dem Ausbruch des Virus Lyssa ist es ihre Aufgabe ein Krankenhaus zu beschützen, damit Zivilisten nicht unbefugt auf das Gelände strömen, bzw. nur die wirklich Infizierten in das Gebäude kommen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ausmaß der Infektion, bzw. die Gefährlichkeit der Infektion noch nicht bekannt. Nachdem klar ist, dass Lyssa auch zu irrationalen Verhalten führen kann und immer mehr Zivilisten an der aggressiven Form leiden und andere anfallen, wächst sich das Ganze zu einem Kriegseinsatz im eigenen Land aus. Als die Ordnung mehr und mehr zusammenbricht, wird War Dog Two zu einer Rettungsmission in ein Seuchenforschungszentrum beordert, um eine Wissenschaftlerin mit dem Wissen um einen Impfstoff zu evakuieren.

Craig DiLouie schafft es phänomenal, dass man mit den Infanteristen fühlt. Ein Soldat beschreibt den Irak als Spaziergang und den Einsatz im eigenen Land als die Hölle. Diese Zusammenfassung trifft es ganz gut, wenn nicht sogar perfekt. Ich für meinen Teil konnte meinen Kindle nicht mehr aus der Hand legen, um jede noch so feine Nuance des Grauens, das die Soldaten empfinden, im Kampfeinsatz gegen die eigene Bevölkerung, nachzufühlen. Spannend, actiongeladen, so präsentiert sich des Autors Vision vom Ende der Welt, wie wir sie kennen. Fassungslos fiebert man mit War Dog Two im Einsatz gegen eine Bedrohung, auf die sie weder der Einsatz im Irak, noch die Grundausbildung vorbereiten konnten.

Für mich persönlich bedeutete dieses Buch absolut frischen Wind im Zombiegenre. Weg vom Kampf einzelner Überlebender, hin zu teilweise überforderten Soldaten, die noch einen letzten Rest Ordnung, Zivilisation und zum Teil auch Menschlichkeit aufrecht erhalten wollen.
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am 11. Juni 2017
Da ich total auf Zombiebücher stehe habe ich mir gedacht - why not? Und ich wurde nicht enttäuscht.

Was ich sehr toll fand war, das man mit den Soldaten mitfühlt. Man lernt sie kennen, auch wenn erstmal viele sind und man sie nicht automatisch alle auseinander halten kann. Sie treffen nachvollziehbare Entscheidungen, was ein großer Pluspunkt ist, da ich oft das Gefühl habe, das die Autoren in Zombiebüchern entweder allesamt Kriegsmaschinen erfinden oder das die Charaktere dort zu... eintönig sind. Sie handeln von Anfang bis zum Ende hin gleich. Hier? Hier entwickeln sich die Charaktere und wachsen an der Aufgabe.

Man merkt direkt, wer hier die Oberhand hat, auch, wenn es immer wieder knapp wird und die Seiten oftmals gleichauf sind oder zumindest so wirken. Es ist super interessant mal was aus der Sicht des Militärs zu lesen. Nur leider sind die vielen Militärränge oftmals verwirrend - und dann werden auch noch einige von denen befördert.

Absolute Kaufempfehlung für jeden der gerne ungeblümte Zombieaction lesen will.
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am 6. März 2014
»I am tired and sick of war. Its glory is all moonshine. It is only those who have neither fired a shot nor heard the shrieks and groans of the wounded who cry aloud for blood, for vengeance, for desolation. War is hell.«

Sicherlich gibt es an der Meinung des Generals William Tecumseh Sherman, welcher die berühmten Worte »War is hell« formulierte, auch aus heutiger Sicht nichts hinzuzufügen. Sherman war als ein leidenschaftlicher Heerführer – manche würden tyrannisch sagen -, der im September 1864 die Order erteilte, die Stadt Atlanta evakuieren zu lassen und danach einzunehmen. Trotz Bitten seitens einiger Bürger Atlantas einschließlich Hinweisen, dass es für ältere Menschen und schwangere Frauen schwierig und sogar lebensgefährlich sein würde, die Stadt zu verlassen, war Shermans Entscheidung endgültig. Er wandte sich persönlich in einem Brief an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder der Stadt, die am 3. September 1864 die Kapitulation vollzogen.

»… But, my dear sirs, when peace does come, you may call on me for any thing. Then will I share with you the last cracker, and watch with you to shield your homes and families against danger from every quarter …«

Autor Craig DiLouie positioniert seine Geschichte um einen Trupp Soldaten, der mit anderen Einheiten aus dem Nahen Osten zurückbeordert wurde, und verlegt diesen in das Zentrum von New York City. Ein Virus macht die Runde. Das Militär ist erforderlich, um wichtige Eckpfeiler der Infrastruktur in der Stadt zu schützen. Die Sterblichkeitsziffer erhöht sich von Stunde zu Stunde, die Zahl der Infizierten übersteigt die Möglichkeiten der Krankenhäuser und anderer medizinischer Einrichtungen. Das Virus gerät schließlich völlig außer Kontrolle. Lieutenant Todd Bowman gelangt mit seinen Männern zu einem Forschungslabor, welches nach einem Mittel gegen das Virus sucht. Es gibt Hoffnung, das zu retten, was von der Gesellschaft noch übrig geblieben ist.

Die Phrase »War is hell« ist im Verlauf der Zeit in vielerlei Hinsicht als eine Möglichkeit, Gefühle zu Gewalt, Zerstörung und Tod zu beschreiben, verwendet worden. Auch heute werden wir fast täglich mit militärischen Auseinandersetzungen, Scharmützeln und lokalen Kriegen in Zeitungen, im Rundfunk und Fernsehen sowie im Internet konfrontiert. Als Fan des Horrorgenres schrecken wir kaum vor blutigen, ekelhaften und schrecklichen Szenarien zurück, zu denen die Menschheit selbst fähig ist. Die Realität fordert ihren Tribut auf unterschiedliche Weise und zwingt uns zu Handlungen, um überleben zu können.
»Mit Zähnen und Klauen« ist äußerst unterhaltsam, aber meiner Meinung nach eine andere Art von Unterhaltung. Der Roman unterscheidet sich von denjenigen Zombiebüchern, die ich bisher gelesen habe, und wirkt sehr realistisch. Beim Lesen kam es mir zugute, dass ich mich sehr schnell in militärische Kommandostrukturen und Kommunikationsprotokolle sowie in die Wirkung eingesetzter Waffensysteme hineinversetzen konnte. Ich fühlte mich durch die sehr realistische Beschreibung und Ausgewogenheit der Charaktere inmitten eines scheinbar echten Kampfes und sah das Chaos durch die Augen der Männer des Second Platoon der Charlie Kompanie.
Das Geniale an »Mit Zähnen und Klauen« ist die Tatsache, dass der Autor Craig DiLouie die Zombiethematik mit einer medizinischen Pandemie kombiniert und ein Szenario entwickelt, welches angesichts des heutigen biotechnischen Entwicklungsstandes zumindest vom Ansatz her so ähnlich verlaufen könnte. Obwohl einige Zombie-Puristen sicherlich die Meinung vertreten werden, dass es sich in »Mit Zähnen und Klauen« nicht wirklich um Zombies handelt, sondern eher um Virusinfizierte, welche gewalttätig werden, ist für mich die vom Autor gewählte Abkehr vom metaphysischen Zombiebild legitim. In diesem Punkt lasse ich den Roman für sich selbst sprechen. Vor allem sind es sowohl Aspekte eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs als auch persönliche Entscheidungen, die man treffen muss, um in einer Situation wie dieser überleben zu können, welche mich in den Bann gezogen haben.

Der vorliegende Roman hat mich überzeugt und bestens unterhalten. Ich mag das Zombiegenre, gepaart mit Military-Fiction und schneller Storyline. Und dies findet man in »Mit Zähnen und Klauen« von der ersten bis zur letzten Seite. Kann man nur hoffen, dass es in nächster Zeit wieder einen ähnlich gelagerten Roman aus der Feder von Craig DiLouie geben wird.
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am 18. Juli 2015
ich habe mich von den vielen guten Rezessionen blenden lassen. Entweder sind die gefaked,oder die Leute haben noch nie ein wirklich gutes Zombiebuch gelesen.
Allein schon die Gegenwartsform im Schreibstil nervt. Eine Geschichte muss meiner Meinung nach erzählt werden.
Dann wird viel zu viel Technisches aus dem Militär erklärt,wie soll da Spannung aufkommen? Die Soldaten philosophieren mir viel zu viel. Insgesamt totaler Mist,hab's im Kindle nur bis 54% geschafft. Komplette Zeitverschwendung.
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am 5. Juli 2014
Nachdem ich von DiLouie "Dead Teil 1" gelesen hatte - was ich sehr gut fand - bestellte ich auch "Mit Zähnen und Klauen".

Die Geschichte wird aus Sicht des Militärs geschildert und besitzt dadurch eine sehr einseitige Sichtweise auf die Ereignisse. Zumal hier seitenlang auf Militärtaktiken und Militärphilosophie eingegangen wird, die vielleicht interessant für Militärfans sind, aber nicht für Zombiefans, die Action erwarten, so wie ich.

Fazit: Leider kommt das Buch bei weitem nicht an "Dead" heran. Obwohl der Inhalt eine sehr interessante Zombievariante erhält, konnte mich das Buch zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln - vielmehr musste ich mich durch die einzelnen Abschnitte durchquälen. Viele habe ich nur quergelesen, weil seitenlang Dinge geschildert wurden, die gar nichts zur Geschichte oder etwa einem Spannungsbogen beitragen konnten.

Als Kurzgschichte wäre der Plot besser aufgehoben gewesen. Für den Plot als solches gibt es den einen Stern.

Leider ein klarer Fehlkauf für immerhin fast 14 €...
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am 4. März 2014
Den Horror-Thriller “Mit Zähnen und Klauen” muss man entweder lieben oder man hasst ihn. Ein Mittelding wird der Leser nicht finden können. Dieses Buch ist etwas für alle mit entsprechend starken Nerven und auf der anderen Seite doch einfach nur ein normales Horror-Buch, welches man nicht zu ernst nehmen sollte. Oder etwa doch?

Eine hoffentlich niemals in real eintretende Geschichte ist es und doch kann man durch die realen weltpolitischen Züge annehmen, dass einen der mit Tollwut besessene Zombie von Mensch gleich abholen wird. Die Spannung entsteht nur, wenn sich der Leser wirklich in das Geschehen hineinversetzen kann. Starke Nerven sind Voraussetzung, denn die Geschehnisse werden sehr detailliert beschrieben. Gemetzel, Blut, Krieg und Action sollte das innere Auge verarbeiten können. Der Schreibstil ist gut gewählt, sodass das Buch in einem Zug durchgelesen werden kann ohne groß darüber nachdenken zu müssen, was geschehen ist.
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am 9. April 2014
Wir sind die Army Hu-ah!
Und wir treten jedem in den Ar... Hu-ah!
Sollen sie nur kommen – der mächtigste Kriegsapparat der Welt wird mit allem fertig!

Mit allem? Wirklich mit allem? Was, wenn die Bedrohung nicht greifbar wäre? Wenn sie weder Angst noch Schmerz kennt? Was wäre, wenn für diese Bedrohung Begriffe wie Moral, Gewissen oder Mitleid völlig bedeutungslos wären? So bedeutungslos wie ein trockener Furz auf dem Mars! Eine Bedrohung, die alles verschlingt, die niemals aufhört bis es nichts mehr weiter zu vernichten gibt – sich jeden Fetzen Fleisch einverleibt: Mit Zähnen und Klauen!

Als ich das Cover zu diesem Buch sah, war mir klar: Das könnte interessant werden. Ein krankes Gesicht, alles fleckig und blutverschmiert. Hmm lecker – genau nach meinem Geschmack. Definitiv mein nächstes Objekt im Regal. (Anmerkung von Horror and more: Das Cover wurde von Timo Kümmel gestaltet.)

Der Klappentext verrät noch nicht zu viel: Eine Tollwut-ähnliche Pest ist in Amerika ausgebrochen. Die Opfer der Pest verhalten sich extrem gewalttätig. Eine Kompanie unerschrockener Soldaten, angeführt von Lieutenant Todd Bowman, soll eine Forschungseinheit sichern, in der ein angebliches Heilmittel schlummert.

Was hilft gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit? Ein paar Granatwerfer, .30-Geschosse, aber ein M4-Karabiener tut's zur Not auch.

Gleich vorweg: Dieses Buch ist sehr militärisch angehaucht. Wer hier die übliche Story a la „versprengte-Gruppe-ängstlicher-Zivilisten-bahnt-sich-den-Weg-durch-Zombietown“ sucht, liegt mit der Wahl dieses Buches vollkommen daneben. Bis auf wenige Nebenhandlungen wird hier fast alles aus der Sicht einer US amerikanischen Kompanie erzählt.

Mittlerweile gibt es Zombie-Schinken wie Sand am Meer – und ich habe viele davon verschlungen. Während sich der Großteil dieser Schmöker um eine möglichst düstere Stimmung bemüht und den Leser in tiefste Depressionen stürzen lässt, wird man hier einen Einblick in die Naivität, Selbstüberschätzung und zu guter Letzt der Hoffnungslosigkeit des amerikanischen Militärs erhalten. Wir erleben, wie Hochmut schnell zu Fall kommt, wie junge Bürschchen mit Helm und Sturmgewehr plötzlich erwachsen werden und angesichts des nicht endenden Grauens das Strahlen in ihren Augen verlieren.

Der Autor spielt mit der Urangst der Amerikaner: Der Zerfall des mächtigsten Landes der Welt. Dieser Gedanke ist so ungeheuerlich – absolut ABSURD. Und doch erlebt die hier schon erwähnte amerikanische Einheit um Todd Bowman genau das.
Wir haben es hier mit im Irak erprobten Kampfeinheiten zu tun, die sich plötzlich gegen ihre eigenen Landsleute zur Wehr setzen müssen. Anfangs geht man noch von ein paar infizieren Irren aus, deren Erschießung in Notwehr für heftige Diskussionen und moralische Zeigefinger innerhalb der eigenen Reihen sorgt. Es dauert eine Weile bis auch die Letzten in der Einheit begriffen haben, dass hier Moral absolut fehl am Platz ist. Dass die Infizierten sich erschreckend schnell vermehren und – allein gelassen vom Oberkommando – bald um das eigene Überleben kämpfen müssen.

Um jetzt nicht den Diesel aus dem Motor zu lassen, mag ich nicht weiter auf die Story eingehen, denn wer mag schon Spoiler? Es sei aber gesagt: Hier geht es zum Teil recht rasant zu. Wer auf Untergangsszenarien mit militärischer Note steht, für den ist dieses Buch ein absolutes Muss! Hat ein wenig was von Last man standing. Für die holde Jugend ist das Buch weniger geeignet. Hier werden bergeweise Körperteile auf 399 blutgetränkte Seiten verteilt. So viel Blut, dass ich am Ende des Buches selbst schon ein wenig abgestumpft wirke...

Gastrezension von Th. Lo Zito, zu lesen auf meiner Homepage und veröffentlicht mit der Genehmigung des Verfassers.
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am 8. Juli 2014
Über den Inhalt wurde ja schon zu genüge geschrieben: die Welt wird von Zombies - oder besser Infizierten - überrannt, die jede Verteidigungslinie vernichten, die sich ihnen in den Weg stellt. Die Infizierten leiden an einer besonderen Form der Tollwut, die sie, wie man es von neueren Zombiefilmen und -romanen kennt, zu blutrünstigen, nur noch von primitiven Instinkten geleiteten, Bestien macht, die nur dem Zweck des Virus dienen, sich zu verbreiten.

Während aber bei den meisten anderen Büchern in der Richtung der Fokus auf den Zivilisten liegt und die Soldaten entweder alle gestorben sind oder sich später als Gefahr für die Überlebenden herausstellen, versucht Craig DiLouie das Schicksal einer Kompanie zu schildern, die aus ganz normalen, jungen Männern bestehen, die von ihren Vorgesetzten alleine gelassen werden in einer apokalyptischen Welt, die sie selbst nicht verstehen und gegen die sie sich auch nicht wirklich zur Wehr setzen können.

"Mit Zähnen und Klauen" ist blutig, düster, pessimistisch, sarkastisch und trotz des schnellen Tempos, in dem immer wieder auch zeitliche Sprünge gemacht werden, dennoch nicht so oberflächlich, dass man nicht mit den einzelnen Charakteren mitleiden würde - auch wenn sie nicht sonderlich tief gezeichnet sind. Aber DiLouie schafft es, die zunehmende Verzweiflung, die Ausweglosigkeit und auch die Sehnsüchte der einzelnen Personen zu schildern, wobei er keine Partei für irgendwen ergreift - auch nicht für Deserteure, Selbstmörder oder Ar***löcher in den eigenen Reihen.

Insgesamt ein etwas anderer aber auf seine Art packender und fesselnder Zombie-Roman, der zwar mehr Wert auf Action legt als etwa die "Herbst"-Reihe von D. Moody, der aber dennoch Klasse besitzt und kein reiner Zombie-Gore-Porn ist. Dieser Spagat ist sicher nicht ganz leicht!

Das Einzige, was mir etwas gefehlt hat, war eine kleine Übersicht über die Kommandostrukturen der beteiligten Army-Truppen, ein Namensverzeichnis und/oder ein Glossar mit den weniger gängigeren Slang-Ausdrücken und Spitznamen. Das hätte hier und da das Lesen vielleicht etwas vereinfacht, aber es geht auch ohne.
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am 8. März 2014
Der apokalyptische Horrorroman "Mit Zähnen und Klauen" war mein erstes Buch vom amerikanischen Autor Craig DiLouie. In Deutschland erschien die Geschichte im kleinen, feinen Luzifer-Verlag. Ich hatte das Glück, ein Exemplar als Ebook zu gewinnen und machte mich sogleich an die Lektüre.

Im Großen und Ganzen lässt sich das Buch mit dem fies-genialen Cover problemlos in das Untergenre der Zombie-Fiction einordnen, obwohl es sich hier streng genommen nicht um Zombies handelt, die die Menschheit bedrohen. Wir befinden uns in New York. Erst wird die Zivilisation von einer Art fieser Grippe namens "Hongkong Lyssa" dahingerafft, dann mutiert die Seuche zur nächsten Stufe: Die Tollwütigen kommen. Und sie zerfetzen alles, was ihnen zwischen die Zähne und in die Klauen kommt - sprichwörtlich.

Wir verfolgen die grauenhaften Geschehnisse aus Sicht einer Militäreinheit, die gerade erst frisch aus dem Irak abkommandiert worden ist, um ihr Land nun vor der eigenen Haustür zu verteidigen - gegen einen schier übermächtigen Feind. Einen eindeutigen Protagonisten gibt es nicht, stattdessen wechselt die Perspektive ständig zwischen einer Handvoll ausgewählter Charaktere hin und her. Das und die Tatsache, dass ich absolut keine Ahnung von Militär, militärischen Fachausdrücken und Rängen habe, machte es mir vor allem anfangs etwas schwer, in die Handlung reinzukommen. Wer ist wer? Wer hat etwas zu sagen, wer trifft die Entscheidungen? Was genau ist die Mission, und wer legt sie fest? Irgendwann aber gelang es mir, mich einfach auf die Geschichte einzulassen. Spätestens ab den Ereignissen in dem Forschungslabor war ich mittendrin und verfolgte atemlos, wie New York einfach überrannt und ausgelöscht wird.

Seltsam distanzierter Stil, der aber zu faszinieren und zu bannen weiß, gewürzt mit einem Schuss Zynismus und dezent garniert mit ein wenig Gesellschaftskritik. Lässt sich sehr gut lesen, und man muss auch nicht unbedingt Experte für Militär und Waffenkunde sein. Verdammt hart und düster und deshalb definitiv nichts für Feingeister und Lebensbejaher, die auf ein Happy End beharren, so viel darf ich verraten. Ich entdecke ja die Zombieliteratur gerade erst für mich und glaube, mit Craig DiLouie einen der beeindruckendsten Autoren dieses Genres gefunden zu haben.

Ich verleihe diesem Buch 4 von 5 bluttriefenden Punkten.
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am 22. Juli 2014
Eine seltsame Krankheit hat die große Teile der Zivilisation infiziert.

Man denkt ständig an die Tollwut, die sich wie die Grippe überträgt.

Das Buch liest sich sehr schnell und sehr hart. Als Leser wird man praktisch sofort in die Handlung gestoßen und eine Pause gibt es nicht.

Tatsächlich werden die Figuren nicht sonderlich ausgearbeitet, was dem Leser elend lange Beschreibungen der Gefühle etc. erspart, und trotzdem handeln die Charaktere logisch und der Leser kann die Handlugen verstehen und nachvollziehen.
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