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Kundenrezensionen

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am 21. März 2014
Im Juni 42 – gerade sechs Monate nach dem Angriff auf Pearl Harbor - überfällt Japan das Atoll Midway. Diese westlichsten der nordwestlichen Hawaii-Inseln waren damals der am weitesten im Westen liegende Aufklärungsstützpunkt der amerikanischen Streitkräfte im Zentralpazifik. Die verlustreiche Gegenoffensive der Amerikaner wird zu einem Wendepunkt im Kampf um den Pazifik.

Die Schlacht bei Midway vom 3. bis 7. Juni 1942 war militärhistorisch vor allem bedeutend, weil allein Flugzeuge und Flak bei dieser Trägerluftschacht in Aktion traten. Kein einziger Schuss wurde von der Schiffsartillerie abgefeuert. Die USA verloren den Träger Yorktown, die Japaner vier Träger und einen Kreuzer. Tausende Soldaten wurden auf beiden Seiten getötet. Diese erste japanische Niederlage bestärkte die Alliierten in ihrer Kampfmoral. "Wir haben wieder Vertrauen gewonnen", sagte daraufhin der britische Premierminister Winston Churchill.

Das von Regisseur Jack Smight („Der Etappenheld“, 1967) genau rekonstruierte Geschehen dieser vier Tage - teils unter Verwendung von atemberaubendem Originalmaterial - pendelt zwischen der Admiralität auf beiden Seiten und den Kriegshandlungen. Das packende, Actionreiche Weltkriegsschlachten-Epos beschreibt die persönlichen Schicksale der Männer, die diese Konfrontation ausfochten. Der Film thematisiert auch das Misstrauen zwischen den Menschen, zum Beispiel zwischen den Amerikanern und den ihrem Land gegenüber loyalen Japanern(innen).

In der Tradition der großen Hollywood-Kriegsepen der 60er und 70er Jahre („Der längste Tag“, „Die Brücke von Arnheim“), die die Schlachten der Alliierten im Zweiten Weltkrieg thematisieren, inszenierte auch Jack Smight dieses realitätsnahe und aufwendige Schlachtengemälde mit der Topriege der Traumfabrik: Neben den "Oscar"-Preisträgern Charlton Heston und Henry Fonda sind Glenn Ford, Robert Mitchum und James Coburn als US-Befehlshaber zu sehen, zudem Toshiro Mifune als japanischer General. In einer Nebenrolle ist auch Tom Selleck in einem seiner ersten Filme zu sehen. Für US-Schauspieler galt es lange Zeit als Auszeichnung in (mehr oder minder die Gewalt verherrlichenden) Weltkriegsfilmen mitspielen zu dürfen. "Schlacht um Midway" bescheinigt das "Lexikon des Internationalen Films" dagegen eine "vergleichsweise sachliche Darstellung" der Ereignisse.

So spielt Henry Fonda bei Jack Smight den legendären Admiral Nimtz, der während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber der alliierten Marine im Pazifik war. Dies war bereits sein zweiter Auftritt in dieser Rolle: Schon 1965 stellte Fonda ihn in Otto Premingers Inszenierung "Erster Sieg" an der Seite von John Wayne dar.

Apropos John Wayne: Dessen frühe Synchronstimme (Wolfgang Lukschy) gab man hier in der deutschen Sprachfassung dem japanischen Vize-Admiral Nagumo (James Shigeta), während Waynes Synchronsprecher aus späteren Filmen (Arnold Marquis) diesmal seine Stimme Robert Mitchum (als Vize-Admiral Halsey jr.) leiht. Weitere Synchronsprecher der original deutschen Tonspur von 1976 sind Hellmut Lange (Charlton Heston als Marineflieger Matt), Wilhelm Borchert (Henry Fonda) und Edgar Ott (James Coburn als Capt. Maddox)

An Extras hat der Silberling umfangreiche Zusatzinformationen zu bieten, die Genre-Fans begeistern dürften: Neben den Kinotrailern (Deutsch/Englisch) gibt es ein deutsch untertiteltes „Making Of“ (ca. 39 Minuten), ein Feature über die Filmmusik von John Williams (ca. 7 Minuten), alternative Szenen der TV-Fassung (ca. 11 Minuten), eine Dokumentation mit Charlton Heston „Sie waren dabei – Die Männer von Midway“(ca. 7 Minuten), eine deutsch synchronisierte Super-8-Fassung in Ausschnitten (ca. 18 Minuten), eine Bildergalerie und – ganz wichtig - Hintergrundinformationen u.a. von Producer Walter Mirisch und Regisseur Jack Smight zum verwendeten Sensurround-System (ca. 4 Minuten).

Sensurround war ein in den 1970er Jahren in den Universal-Studios entwickeltes neues Sounddesign, um das akkustische Kinoerlebnis multidimensionaler und authentischer zu machen Mit einem Tieffrequenz-Rauschgenerator wurde der Film mit Geräuschen und Vibrationen so intensiv und laut unterlegt, dass diese Geräusche im Kinosaal nicht nur zu hören, sondern als Vibrationen auch zu fühlen waren. Obwohl 1975 „Oscar“-prämiert, konnte sich das Tonformat aber nach nur wenigen Filmen wie beispielsweise „Erdbeben“ (1974), „Midway“ (1976), „Achterbahn“ (1977) oder „Kampfstern Galactica“ (1978) nicht etablieren.

Also nicht vergessen den Subwoofer einzuschalten! Der voluminöse Ton bringt das Schlachtengetümmel sauber rüber. Zu dem auf dem Cover ausgewiesenen (eventuell irreführenden) Tonformat DTS HD-Master Audio 5.1 und dem laut Setup-Menü (nur) erhältlichen 2.1-Format erklärt Koch Media: „Tatsächlich ist es so, dass die BD im 5.1 Format erschienen ist, jedoch nur die beiden vorderen Kanäle bedient werden (und der Subwoofer). Das entspricht dem Original-Tonformat, wie es damals auch im Kino verwendet wurde.
Technisch gesehen muss die BD im Tonformat DTS-Master Audio 5.1 erscheinen, da es sonst sein könnte, dass die Disc von einzelnen neuen Playern nicht akzeptiert wird.“

Das Bildformat 2.35: 1 (1080p / 24 Hz) erstrahlt in klarem, detailreichem und farbintensivem HD und macht das Wiedersehen dieses 38 Jahre alten Klassikers, der einst noch an den Kinokassen floppte, im Zusammenspiel mit dem Sensurround-Klang heute zu einem spannenden Seh- und Hörerlebnis!
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TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2014
Die "Schlacht um Midway" ist ein aufwendiger, handwerklich perfekter Kriegsfilm, mit einer sachlichen Darstellung aus Sicht beider Seiten, der Seeschlacht bei den Midwayinseln im Juni 1942, der die Wende im pazifischen Krieg herbeiführte.

Der hochkarätig prominent besetzte Film von Regisseur Jack Smight beeindruckt nicht nur in seinen hervorragend arrangierten Action-Szenen, es wurde sogar auch teilweise atemberaubendes Original-Material verwendet, sondern auch durch die ausgewogenen, interessanten Darstellungen so großartiger Filmstars wie Charlton Heston, Henry Fonda, Robert Mitchum, Glenn Ford, James Coburn, Robert Wagner, Toshiro Mifune und Hal Holbrook, die allein schon bei ihrem jeweiligen erstmaligem Erscheinen während des Films, das Interesse des Zuschauers, in den Atempausen des Geschehens, hochhalten und eine glaubhafte Wirklichkeitsnähe vermitteln.

"Universal" scheute im Jahr 1976 keine Kosten, sie betrugen am Ende 43 Millionen Dollar, für damalige Zeiten, unerhört hohe Produktionskosten ! Gedreht wurde auf Navy-Basen in Los Angeles, Long Beach-Kalifornien und in Pensacola,Florida. Die großartigen Flugzeugträger-Szenen, auch die der japanischen Seite, wurden auf der "USS Lexington" gedreht.

Damals im Kino, war der Film schon eine Wucht, auch dank seines neuen "Sensurround-Tonverfahrens, das in besonders ausgerüsteten Kinos zu Einsatz kam, welches ein besonders authentisches, geradezu körperliches Empfinden der Schlachtgeräusche vermittelte. Später in TV Ausstrahlungen kam das nie mehr so rüber - aber jetzt in neuer High-Definition Blu-ray Qualität, wie geschaffen für einen solchen Film, erstrahlt dieser Kriegsfilm-Klassiker, was Bild-(16:9 - 2.35:1) und Tonqualität(DTS-HD 5.1) betrifft, in neuer sehens-und hörenswerten Pracht , sowie man es damals im Kino empfand, aber mit noch klarerem Bild.
Zusätzliche tolle Extras sind aufgespielt, was die Scheibe, für den relativ günstigen Preis (12,99 Euro) noch interessanter macht, als er eh schon ist. Als da wären:
Deutscher und amerikanischer Kinotrailer - Making of von 40 Minuten -Featurette über die Musik - Featurette zum Sensurround-Ton - Geschnittene Szenen der TV-Version - Doku-Special "Sie waren dabei" mit Charlton Heston - Super 8-Fassung, ca. 18 Minuten - und eine schöne Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.

Flimherz, was willst du mehr...?...Absolute Kaufempfehlung !
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Oktober 2015
Mit dem japanischen Überraschungsangriff auf den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, ohne vorherige Kriegserklärung, haben die Japaner die USA für einige Monate im Pazifik erheblich geschwächt, und die Vorherrschaft über diesen Raum übernommen. Doch dieser japanische Sieg war ein Pyrrhus-Sieg und entwickelte sich schon bald zu einem Bumerang für das japanische Reich. Nur einen Tag nach dem verheerenden Angriff auf seine Militärbasis sind die USA, bis dahin noch weitgehend neutral, in den 2. Weltkrieg eingetreten. Während die Schlacht im Korallenmeer (7./8. Mai 1942) noch mit einem Patt endete (Die USA verloren einen Flugzeugträger, einen Zerstörer, einen Tanker und 540 Soldaten, Japan: einen Flugzeugträger, einen Zerstörer, sowie 3500 Soldaten), endete die Schlacht um Midway (4. – 7. Juni 1942) mit einer vernichtenden Niederlage der japanischen Marine (Verluste auf US-Seite: 1 Flugzeugträger, 1 Zerstörer, 98 Trägerflugzeuge und 307 Soldaten; Japan: 4 Flugzeugträger, 1 Zerstörer, 300 Trägerflugzeuge und ca. 4800 Soldaten), was die Wende im Pazifik Krieg brachte, und letztendlich wohl schon entscheidende Weichen stellte für den Ausgang des Weltkrieges. (Quelle: Wikipedia, „Schlacht um Midway“ (Film).

Nachdem bereits Regie-Legende John Ford, der 1942 Leiter der Field Photo Unit an Bord eines der US-Schiffe war, einen ca. 18 minütigen Dokumentationsfilm mit dem Titel „The Battle of Midway“ drehte, (für den er 1943 mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde), begann sich Mitte der 70er Jahre einer der erfolgreichsten amerikanischen Filmproduzenten, Walter Mirisch (Die glorreichen Sieben, 1960; West Side Story, 1961; In der Hitze der Nacht, 1967), für diesen Stoff zu interessieren, und produzierte mit einem für damalige Verhältnisse unglaublichen Aufwand und einem unerhört hohen Budget von 43 Mio. USD (Quelle: Wikipedia, Seite „Schlacht um Midway“ (Film)) den ausgesprochen ausgewogenen und realistisch inszenierten Kriegsfilm Klassiker „Schlacht um Midway“ mit einem einzigartigen All-Star Cast, was schon ein Who ist who der damaligen Filmszene war. Für die Inszenierung verpflichtete Mirisch den Regisseur Jack Smight (Giganten am Himmel, 1974; Straße der Verdammnis, 1977), für den dieser Film sicherlich der Höhepunkt seines Schaffens war. Neben den beiden Top-Stars Charlton Heston (Ben Hur, 1959; El Cid, 1961; Sierra Charriba, 1964) und Henry Fonda (Die 12 Geschworenen, 1957; Spiel mir das Lied vom Tod, 1968; Am goldenen See, 1981) konnte Mirisch auch noch Toshiro Mifune (Die sieben Samurai, 1954; Rivalen unter roter Sonne, 1971; Shogun, TV-Serie 1980), James Coburn (Die glorreichen Sieben, 1960; Pat Garrett jagt Billy the Kid, 1973; Steiner – Das eiserne Kreuz, 1977), Robert Mitchum (Fluß ohne Wiederkehr, 1954; Der längste Tag, 1962; El Dorado, 1964), Robert Wagner (Die gebrochene Lanze, 1954; Der rosarote Panther, 1963; Flammendes Inferno, 1974), Glenn Ford (Gilda, 1946; Das kleine Teehaus, 1956; Die unteren Zehntausend, 1961), Robert Webber (Die 12 Geschworenen,1957; Das dreckige Dutzend, 1967; Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia, 1974), Edward Albert (Schmetterlinge sind frei, 1974; Das Domino Komplott, 1977; Planet des Schreckens, 1981), Hal Holbrook, Cliff Robertson, Pat Morita und auch den jungen Tom Selleck verpflichten.

Statt einen der typischen amerikanischen actionbeladenen Propagandafilme zu drehen, entschied sich Walter Mirisch den Film möglichst ausgewogen, realistisch und an historische Fakten haltend, zu produzieren. Um keinen reinen Dokumentarfilm zu drehen, hat man die fiktive Figur des Captain Matt Garth (Charlton Heston) geschaffen, der mitten in den Vorbereitungen auf den erwarteten neuerlichen japanischen Angriff auf seinen Sohn (Edward Albert) trifft, der sich als Fliegerpilot an den Stützpunkt Midway versetzen hat lassen, um seine japanisch stämmige Verlobte wieder zu sehen, die dort mit allen anderen Japan-Amerikanern interniert wurde. Auch hier hat sich Mirisch an ein heißes Thema herangetraut, ist doch die Internierung der Japanstämmigen Amerikanern nach dem Angriff auf Pearl Harbor bis heute ein dunkles und unrühmliches Kapitel amerikanischer Geschichte.
Mirisch zeigt in der ersten Hälfte seines Films die Vorbereitung auf die Schlacht aus der Sicht der Generäle, und zwar nicht nur aus amerikanischer Sicht, sondern auch aus japanischer Sicht. Damit bekommt der interessierte Zuschauer einzigartige Einsichten in die strategischen Vorbereitungen dieser Schlacht. Mit größtmöglicher Detailtreue werden die Vorbereitungen von beiden Seiten in einer verdichteten Form dargestellt. Um dies möglichst authentisch darstellen zu können konnte Mirisch sogar auf die Archivaufnahmen der amerikanischen Navy zurückgreifen, und hat diese Aufnahmen und Sequenzen in einer brillanten Art und Weise mit den Filmaufnahmen kombiniert. Darüber hinaus wurden aber auch noch Aufnahmen aus anderen Filmen wie beispielsweise „Tora! Tora! Tora!“ verwendet, um einen einzigartigen Film zu schaffen, der noch deutlich größer aussieht, als das mit dem damals schon mehr als außergewöhnlich hohen Budgets möglich war. Von besonderer zusätzlicher Bedeutung war das eingesetzte Sensurround-Tonverfahren, das in einigen Kinos für ein nie zuvor erlebtes Klangerlebnis sorgte. Nicht zu vergessen ist schließlich auch der geniale Score von John Williams, der diesem Film noch einmal seine eigene Note verleiht. Abschließend sei vermerkt, daß die ausgesprochen ausgewogene und respektvolle Darstellung der Japanischen Seite dem Film auch einen großen Erfolg in Japan bescherte.

Die Blu-Ray Veröffentlichung von Koch Media aus dem Jahr 2014 ist ausgesprochen gut und sehr zu empfehlen. Es mag sein, daß der eine oder andere meint, daß das Bild zu viel Filmkorn aufweist, bzw. einige Sequenzen schwammig und unscharf sind, doch das liegt am ursprünglich verwendeten Material. Wie bereits erwähnt, haben Mirisch und Smight Archivmaterial der US Navy verwendet, was nur auf 8 mm Film gedreht wurde, und schon beim Dreh auf 16 mm Film aufgeblasen werden musste. Dies macht sich in der HD Version natürlich um so mehr bemerkbar. Jedoch ist das sonstige Bild ausgesprochen gut, sowohl in den Farben, als auch Kontrasten. Das Bildformat ist im ursprünglichen 2.35 : 1 Format. Als Sprachoptionen gibt es Deutsch und Englisch, jeweils im Tonformat DTS-HD Master Audio 5.1. Dazu gibt es noch optionale Untertitel in Deutsch und Englisch. Die Extras der Blu-Ray sind schlichtweg umwerfend. Neben einem fantastischen Making of (ca. 39 Min) gibt es noch Featurettes über die Musik (ca. 6 Min), zum Sensurround-Ton (ca. 4 Min), interessante geschnittene Szenen einer TV-Version (ca. 11 Min), Doku-Spezial „Sie waren dabei“ mit Charlton Heston (ca. 6 Min), die Super 8-Fassung (ca. 18 Min.), eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, sowie den deutschen und amerikanischen Kinotrailer. Eine einzigartige Veröffentlichung, die mit nichts weniger als fünf Sternen bewertet werden kann. Ich habe den Film nach nahezu 30 Jahren erstmals wieder gesehen und bin schwer beeindruckt von dieser Veröffentlichung.
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am 8. März 2010
Zwei Dinge sind an diesem Film bemerkenswert: Die schiere Anzahl der mitwirkenden Hollywood-Legenden, tatsächlich liest sich der Cast zu SCHLACHT UM MIDWAY fast wie eine Komplettliste der damals verfügbaren Schauspieler. Na ja, etwas übertrieben, aber mit Henry Fonda, Toshiro Mifune und Charlton Heston sind schon einmal drei Darsteller darin, die auch einzeln, jeder für sich, die Zuschauer damals in die Kinos gezogen hätten. Der Streifen wimmelt darüber hinaus jedoch nur so von kurzen Auftritten bekannter Filmgrößen.

Die zweite relevante Eigenschaft, so finde ich, ist die relativ akkurate historische Verarbeitung der Story. Okay, einmal das heroische Geseiere der amerikanischen und japanischen Kontrahenten sowie die in damaligen Filmen wohl obligatorische, aber eher unwichtige kleine Liebesgeschichte beiseite gelassen, ist der Ablauf der Schlacht um Midway ziemlich genau dargestellt worden. Unterstrichen wird dies noch durch einige originale Aufnahmen der tatsächlichen Operation, in die Story eingestreut, aber dennoch seltsam passend. Hier hat sich Jemand viel Mühe gemacht, die Filmaufnahmen und Modelltricks den wackeligen Wochenschaufilmchen anzugleichen, das Ergebnis sieht passend aus.

Die Ausstattung liefert ein drittes Plus: Wie oft muß man in derartigen Filmen beobachten, wie ein angeblich authentischer Jäger in Wahrheit nur ein verkleidetes Privatflugzeug ist? In SCHLACHT UM MIDWAY gibt es so etwas nicht. Alle eingesetzen Flugzeuge (und das sind zuweilen eine ziemliche Menge!) sind echt, ich vermute, Überlebende des Krieges, die irgendein Enthusiast restauriert hat und die nun im Film eingesetzt wurden. Ich kenne nur noch einen anderen Film, der das noch toppen kann und das ist LUFTSCHLACHT UM ENGLAND, in welchem faszinierend viele originale Spitfires, Me 109 und Me 110 zu sehen sind.

In diesem Zusammenhang noch ein Gedanke am Rande: Die Produzenten des Midway-Films hätten sicher Schiffbruch erlitten, wenn das US-Militär nicht bereit gewesen wäre, ihre teuren Schlachtschiffe, Kreuzer und Flugzeugträger für den Streifen zur Verfügung zu stellen. Man kann über Militärs denken, was man will, aber so etwas ist nicht bezahlbar. Da darf auch die eine oder andere Hurra-Werbung für die Streitkräfte verziehen werden.

Mich hat der Film unterhalten, nur minimal geärgert und vor allem keine Sekunde gelangweilt - und das ist das Wichtigste, finde ich.
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am 20. Juli 2008
Es gibt bei Amazon derzeit mehrere Varianten dieses Fimes. Ich habe mir die neueste zugelegt. Diesen Film habe ich schon im Kino gesehen - damals ein gewaltiges Ereignis mit Sensorround-Sound. Die Kinosessel vibrierten bei den Explosionen.
Aus heutiger Sicht betrachtet erscheint der Film natürlich technisch recht einfach. Aus rigorosen Einspargründen wurden damals viele Szenen aus anderen Produktionen (z. B. 'Tora,Tora,Tora') gekauft und an passender Stelle in den Film eingebaut. Ebenso wurden zahlreiche Originalaufnahmen aus dem Pazifikkrieg (besonders die Actionszenen) aus den Archiven der US-Navy verwendet. Teilweise wurden manche Szenen sogar mehrfach eingebaut wie z. B. Flottensichtungen vom Flugzeug aus und manche Absturzsequenzen. Der Film wurde ziemlich unverändert belassen.

Der Spannung tut das aber keinen Abbruch. Ich war auch jetzt wieder
gefesselt von dem Film. Historisch hält sich der Film ziemlich genau an die tatsächlichen Ereignisse des 4.Juni 1942, als in einem beispiellosen Schlagabtausch der Flugzeugträger von USA und Japan die Wende im Pazifikkrieg herbeigeführt wurde.
Kurzer Abriss: Japan beabsichtigt die für beide Parteien strategisch wichtige entlegene Midway-Insel einzunehmen. Als Vorbereitung der Besetzung wird ein Trägerverband entsandt, dessen Flugzeuge die US-Basis (mit Flugplatz) sturmreif bomben sollen.
Durch geheimdienstliche Tätigkeit werden die Absichten der Angreifer jedoch rechtzeitig bekannt und die USA entsenden ebenfalls einen Trägerverband in Richtung Midway. Von diesem wissen die Japaner
nichts und wähnen die amerikanischen Träger weit weg in Pearl Harbor...
mehr wird nicht verraten!
Neben historischen Grössen wie z. B. dargestellt durch Robert Mitchum und Henry Fonda spielt Charlton Heston eine fiktive Hauptrolle.

Der Unterhaltungswert ist gut und die DVD-Extras kann man weitestgehend vergessen. Die zusätzlichen Filmszenen sind überwiegend langweiliger Natur und fehlen nicht wirklich. Was wäre wohl eine Neuverfilmung mit den heutigen technischen Möglichkeiten für ein gigantisches Spektakel...
Wer sich nicht für historische Details interessiert braucht jetzt nicht mehr weiterzulesen.

Etwas getrübt hat meinen Genuss lediglich die Tatsache, dass bei den historischen Ausstattungs-Details nicht immer sehr authentisch vorgegangen wurde.
Wer sich historisch damit auskennt (wie ich), dem fällt sehr schnell auf dass Flugzeuge im Spiel sind, die es im Juni 1942 noch gar nicht gab.
Während die Flugzeuge der Japaner noch weitestgehend als historisch richtig durchgehen, kann man das von den US-Maschinen nicht behaupten.
Hier stimmen oft weder Flugzeugtypen (Curtiss Helldiver, Grumman Hellcat,
Vought Corsair, trägergestützte Grumman Avenger - gab es alles bei Midway noch nicht) noch deren Markierungen (Hoheitsabzeichen von Ende 1943). Von den Kennungen der Maschinen will ich gar nicht erst anfangen. Offensichtlich hat man alles in den Fim hineingeschnippelt, was so irgendwie passen könnte, egal ob historisch richtig oder falsch. Das führt zu 'Pannen' wie US-Torpedobombern (Douglas Devastator) an denen überhaupt keine Torpedos hängen! Die sah man nämlich in Wirklichkeit alle unten an der Maschine. US-Sturzkampfbomber (Douglas Dauntless) werden später durch genau dieselbe Szene dargestellt, logischerweise falscher Flugzeugtyp ohne sichtbare Bombe.
Man sieht in einem Atemzug wie ein US-Flugzeug in Brand geschossen wird, auf die Spielfilmszene folgt dann unmittelbar eine eingefügte Originalaufnahme vom Absturz eines Flugzeugs ganz anderen Typs. So z. B.
beim Abschuss von Commander Waldrons VT-8 Torpedobomber (Devastator)- die Maschine brennt und stürzt unmittelbar danach - wundersam verwandelt - als Hellcat oder Corsair mit Markierungen von 1943 ins Wasser. Gleiches kommt bei Trägerstarts usw. häufig vor. Originalaufnahmen zeigen japanische Träger während eines Luftangriffs, die im Film jedoch US-Träger sein sollen. Die Liste liesse sich endlos verlängern...
Schon ziemlich heftig wenn man sich da auskennt. Die zwei Kamikaze-Sequenzen sind zwar spektakulär aber ebenfalls historisch falsch. Bei Midway gab es keine Kamikaze-Angriffe. Von den gezeigten Schiffs- und Flugzeugträgertypen will ich nicht auch noch berichten.

Okay - alles in allem trotzdem vier von fünf Punkten. Für einen alten Schinken immer noch ziemlich unterhaltend.
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am 27. August 2008
Schlacht um Midway
Der Kriegsfilm "Schlacht um Midway" schildert - auf recht sachliche und doch spannende Art - die entscheidende Schlacht des Pazifikkrieges, die wie nur wenige andere Gefechte der Weltgeschichte binnen Stunden den Fortgang eines ganzen Krieges umkehrte. Dass dabei auf Seiten der Amerikaner vor allem unerhörtes Glück und nicht nur die Waffenkünste der US-Soldaten eine wesentliche Rolle spielten, wird nicht geleugnet und verleiht dem Film dadurch eine sehr viel realistischere Atmosphäre als manch andere US-Produktion jüngeren Datums.

Natürlich ist der Film ein Kind seiner Zeit und kann technisch nur leisten, was damals möglich war. Das erklärt historische Ungenauigkeiten bei der Auswahl der Original-Filmsequenzen aus dem Krieg und die für den heutigen Betrachter primitiv wirkende und sofort als Kulisse erkennbare Hintergrundgestaltung der japanischen Szenen (die Amerikaner konnten dabei auf echte Schiffe zurückgreifen) sowie der Nahaufnahmen der Luftkämpfe. All das tut der Qualität des Films allerdings keinen Abbruch: Die Originalaufnahmen zeigen auf beklemmende Weise echte Kämpfe und damit indirekt auch echtes Leid, und es wird dem Zuschauer durch das hautnahe Miterleben der Führungsentscheidungen beider Seiten die Dramatik der Entwicklung effektvoll nahegebracht. Angenehm ist auch die völlige Gleichstellung der Japaner mit den Amerikanern; diese Form von Unparteiigkeit ist vielen späteren Filmen (genannt sei nur Pearl Harbor von 2001) leider völlig fremd.

Einzig störend an dem Film war für mich die etwas gekünstelt eingebaute Liebesgeschichte, der ich nur insofern etwas Positives abgewinnen kann, dass sie (ein US-Pilot liebt eine japanische Internierte auf Hawaii) ein Zeichen gegen Rassimus setzt. Für den flüssigen Aufbau und Ablauf der eigentlichen Handlung hingegen ist sie eher etwas störend - daher nur 4 Sterne.

Alles in allem aber ein wirklich gelungener Film, der historisch Fundiertes auf sachlicher und doch spannender Ebene präsentiert. Ebenso muss an dieser Stelle auch die beeindruckende Starbesetzung (allen voran Charlton Heston und Henry Fonda, aber auch Robert Mitchum, Robert Wagner und Glenn Ford) erwähnt werden, die dem Film zusätzlich Klasse verleiht. Nicht nur für Freunde der Thematik und des Genres also absolut empfehlenswert!
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am 10. Oktober 2003
Dieses eine Mal im Kampf "David gegen Goliath" spielen die Amerikaner den "David" gegen einen materialmäßig weit überlegen wirkenden Feind: Wenige Monate nach Pearl Harbour plant die japanische Marine einen erneuten Überraschungsangriff auf einen amerikanischen Stützpunkt. Drei Schiffsverbände mit insgesamt 6 Flugzeugträgern, 11 Schlachtschiffen, 10 schweren Kreuzern, 4 leichten Kreuzern, 55 Zerstörern, 15 Transportschiffen, 2 Seeflugzeugtendern, 7 Minensuchschiffen, 15 U-Booten und 2 Schnellbooten werden Ende Mai 1942 in Bewegung gesetzt. Das Ziel sind die Midway-Inseln. Doch diesmal sind die Amerikaner vorge-warnt, und der Schaden der ersten Angriffswelle hält sich in Grenzen. Einige von Midway gestartete amerikanische Maschinen unternehmen sogar einen selbstmörderischen Gegenangriff. Vizeadmiral Nagumo, der die Trägergruppe befiehlt, trifft daraufhin eine fatale Entscheidung: um die Verteidigung von Midway ganz auszuschalten, lässt er seine Flugzeuge für einen erneuten Bombenangriff umrüsten. Kurz darauf erreicht ihn die unerwartete Meldung, dass sich amerikanische Flugzeugträger seinem Verband nähern. Nun gilt es, die Maschinen wiederum mit Torpedos zu versehen. Wertvolle Zeit verstreicht. Gerade in dem Augenblick, als die Flugzeuge zum Start auf die Decks gehievt werden, tauchen die Sturzkampfbomber des Feindes auf. Innerhalb weniger Minuten werden die Träger "Akagi", "Soryu" und "Kaga" versenkt; nur von der "Hiryu" aus gelingt noch die Bombardierung der "Yorktown", bevor auch dieser große Träger untergeht. Nach diesem entsetzlichen Debakel, bei dem auch 2.155 Mann der Besatzung umkommen, bricht die japanische Admiralität die "Schlacht um Midway" ab. Der halbdokumentarische Film vermittelt ein sehr realitätsnahes und gleichzeitig episches Bild vom Wendepunkt des Pazifikkrieges. Dazu tragen einerseits atemberaubende Originalaufnahmen bei, andererseits die renommierte Besetzung. Natürlich tritt die amerikanische Perspektive hier in den Vordergrund, es ist nun aber einmal ein US-Film (das Pathos hält sich aber wohltuend in Grenzen).
- Optimal wäre eine Special-Edition mit ausführlicher Dokumentation und Analyse auf Extra-DVD.
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am 20. Oktober 2015
Das verfilmte Geschehen ist die Fortsetzung des Angriffs der Japaner auf Pearl Harbor. Also am besten erst die Disc "Pearl Harbor" anschauen; dann kommt man schnell nach der ersten Szene rein. Besonders wertvoll wird der Film durch die Integration von Originalmaterial. Die hochkarätige Rollenbesetzung gewürzt mit einer Liebesbeziehung zwischen einem amerikanischen Kampfpiloten und seiner japanischen Geliebten bedient neben knallharten Kampfszenen auch das Herz.

Der Zuschauer wird Zeuge beim Wendepunkt im Kampf um die Vorherrschaft im Pazifik. Das amerikanische Unternehmen war riskant und hätte auch ins Auge gehen können. Dem Zuschauer wird dies auch vermittelt. Danach sind im Kampf Freund und Feind im Wechsel klar zu unterscheiden - was heutzutage nicht mehr so klar erkennbar ist. Der Eroberungswahn der Japaner - wie auch der Deutschen damals - erhält einen entscheidenden Dämpfer. Diese Lehre wird vermittelt als der Lohn für Mut und Opferbereitschaft.
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am 17. Oktober 2015
Ich schließe mich hier meinen Vorrednern an.
Sechs Monate nach der Zerstörung der US-amerikanischen Pazifikflotte in Pearl Harbor, fanden die Amerikaner heraus, dass die Japaner einen Angriff auf ihren Militärstützpunkt auf der Insel Midway planten, einem idealen Ausgangspunkt für eine Invasion Hawaiis, wenn nicht sogar des amerikanischen Festlandes. Zahlenmäßig haushoch unterlegen, gelang den Amerikanern ein Überraschungssieg. Das Rückgrat der kaiserlichen japanischen Flotte war vernichtend geschlagen.
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am 10. Dezember 2014
Dieser Film die Schlacht um Midway habe ich in meinem Leben x-mal angesehen und werde ihn auch immer wieder mal ansehen.
Deshalb habe ich ihn mir für meinen DVD Schrank jetzt selbst gekauft. Und vor allem ohne WERBUNG !!!!!!!!!!
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