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am 18. Februar 2015
seit der Jury ist einige Zeit vergangen, so richtig kapital konnte er aus dem Prozess nicht schlagen und so kommt ein Erbschaftsstreit, der mehrere Millionen wert ist gerade recht, wie auch unerwartet in seinen Briefkasten geflattert.

Im Laufe des Gerichtsverfahrens werden die Personen und Charaktere glaubhaft beschrieben, so dass man als Leser wenig Probleme hat sich die Schauplätze mitsamt handelnder Personen bildlich vorzustellen, während man doch erstaunlich flott durch die Seiten liest.

Am Ende dieser gelingt es Grisham erneut einen spannenden, interessanten Gerichtsthriller abzuliefern, dem an einigen Ecken aber ein gutes Stück auf die Jury fehlt, sei es was den Reiz und die Tiefe einzelner Charaktere angeht, aber vor allem dass die ein oder andere Wendung nicht unbedingt glaubwürdig ist bzw. "mal eben aus dem Ärmel geschüttelt" wirkt.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. März 2014
Es ist eine Rückkehr zu den Anfängen, eine Rückkehr ins Mississippi der 80er Jahre, als der Rassenhaß noch lange nicht ausgemerzt war, eine Rückkehr nach Ford County, wo bereits der Roman "Die Jury" spielt und eine Rückkehr zu Jake Brigance, dem mutigen Anwalt aus "Die Jury".

Seth Hubbard ist gestorben und hat einen Tag vor seinem Selbstmord per handgeschriebenen Testaments seine farbige Hausangestellte Lettie Lang als Erbin von 90 % seines 24 Mio.umfassenden Vermögens eingesetzt. Seine Kinder und Enkel hat er enterbt. Jake Brigance soll dafür sorgen, dass sein "letzter Wille" respektiert wird. Natürlich fechten seine Kinder das Testament an und berufen sich auf ein Testament, das ein Jahr vorher bei einer Anwaltskanzlei hinterlegt wurde und sie als Alleinerben vorsieht.

So sind wir mittendrin in einem Gerichtsthriller, wobei Thriller nicht das richtige Wort ist.Anwälte, Verteidiger, Richter, Auswahl der Jury, Kreuzverhöre, überraschende Zeugen, es ist alles enthalten, was das Herz derjenigen erfreut, die gerne Gerichtsverhandlungen verfolgen.

Dinge, die man schon öfters bei Grisham gelesen hat ( die Auswahl der Jury z.B. oder David gegen Goliath bei "Der Regenmacher"), aber Dinge die Grisham einfach unnachahmlich erzählen kann und begeistern.

Einen Stern ziehe ich aber trotzdem ab, weil es dieses Mal ein bißchen zu sehr in die Länge gezogen wurde.
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am 2. März 2014
Im Süden Amerikas in den 80ziger Jahren. Kurz bevor Seth Hubbard , ein self-made Millionär der Südstaaten Amerikas, sich erhängt, ändert er sein Testament und beauftragt den Anwalt Jake Brigance schriftlich mit der Vertretung seiner Interessen. Anstelle seiner Kinder und Enkel erbt seine schwarze Haushälterin Lettie Lang nahezu sein gesamtes Vermögen, im Süden ein no-go. Dieses letzte Testament widerspricht einem früheren, das seine Kinder zu Haupterben erklärte. Der Kampf ums Geld beginnt.
Grisham erzählt den Erbschaftsstreit um ein Millionenvermögen kurzweilig und interessant. Man lernt sehr viel über das amerikanische Rechtssystem , den amerikanischen Süden und man fiebert sicherlich mit Jake und Lettie mit Ein Krimi ist das Buch jedoch nicht. Abseits jeder Spannung halte ich diese Buch mehr für eine Sozialstudie . Der Autor schildert intensiv, den noch immer herrschenden Rassismus der 80 ziger Jahre, so wie die Gier nach Geld der amerikanischen Anwaltschaft. Ansprechend ,aber nicht mitreißend.
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am 31. März 2016
Entweder wird alles nur noch von Mietschriftstellern geschrieben oder Grisham selber versucht krampfhaft was künstlerisches herzustellen.
Solange ich denken kann, habe ich alle Grisham Bücher gelesen, aber was in den letzten Jahren kam war teilweise so ein Schrott..
Hier kann man noch sagen, das es zumindest spannend und interessant anfängt. Später verliert sich die Geschichte und endet im Negativen.
Es mag sein, das man damit etwas künstlerisches Ambiente erzwingen kann. Ich habe aber Grishams gelesen um unterhalten zu werden und anschliessend entspannt einzuschlafen, weil der Held gewonnen hat.
Zusammenfassung: Von der ursprünglichen "Anwaltsgeschichte" kann man hier sogar tatsächlich noch von einem Grisham reden. Ab dem letzten Drittel ist es vorbei. Andere Bücher, die in den letzten Jahren erschienen sind, waren sogar noch schlechter. Von daher ist es evtl sogar einen Blick wert.
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Für die Leser, die auch schon "Die Jury" gelesen haben, gibt es ein Wiedersehen mit dem Anwalt Jack Brigance, doch es ist nicht nötig, das Buch vorher zu kennen.

Die Story spielt in Mississippi, Mitte der 80er Jahre, als es immer noch ziemliche Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen gab.

Jack Brigance bekommt einen eigenartigen Brief zugestellt, der ein persönliches Schreiben und ein Testament enthält. Jack soll als Testamentsvollstrecker eingesetzt werden. Der Absender ist, der ihm unbekannte, schwerreiche und todkranke Seth Hubbard, der kurz vor Eintreffen des Briefes Selbstmord beging.

Haupterbin soll Hubbards schwarze Hausangestellte Lettie Lang sein, seine Kinder und Enkel gehen leer aus.

Natürlich wird das von der Familie nicht einfach so hingenommen und sie setzen mit ihren Anwälten alles dran, Seth Hubbard als nicht zurechnungsfähig hinzustellen.

Jack dagegen nimmt seinen Auftrag ernst und versucht, das Testament so durchzusetzen, wie es Seth Hubbard gewollt hat.

Auch in diesem neuen Grisham geht es wieder um Prozessabläufe, Zusammentragen der Beweise, Suchen nach Zeugen, Verhandlungen und Absprachen.

Doch auch die verschiedenen Privatleben kommen nicht zu kurz, sodass die Story immer wieder aufgelockert wird.

Seth Hubbards letzte Tage werden rekonstruiert, Letties Vorleben und das ihrer Familie wird durchleuchtet, damit vor Gericht keine unangenehmen Überraschungen auftauchen, die den Prozess gefährden könnten.

Wie immer zieht Grisham das eine oder andere Ass aus aus dem Ärmel, mit dem der Leser nicht rechnet.

Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, welche Seite gewinnen würde, denn beide Parteien gelangen an wichtige Informationen, die sie vor Gericht ausspielen können. Wem wird die Jury glauben ?

Jack Brigance ist ein sehr sympathischer Protagonist, Lettie Lang bedient das Klischee der einfachen, schwarzen Bediensteten und auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben.

Grisham bietet uns ein facettenreiches Bild der Bewohner Mississippis in den 80er Jahren.

Spannend beschreibt er die Suche nach Hubbards Bruder, der ebenfalls im Testament bedacht wurde. Was dabei zutage kommt, übertrifft alle Erwartungen.

Manche Leser empfinden Grishams Romane etwas langatmig, aber das kann ich von mir nicht behaupten. Ich habe mich während der 700 Seiten keine Sekunde gelangweilt, sondern habe es nicht erwarten können, weiterlesen zu dürfen.

'Die Erbin` ist ein typischer Grisham; ein perfekt ausgearbeiteter Plot, bis ins kleinste Detail durchdacht, mit einigen unvorhergesehenen Wendungen und zum Schluss ein geniales Finale.

Ich bin von dem Buch total begeistert und wer gerne Gerichtsthriller liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen .
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TOP 500 REZENSENTam 21. April 2015
Der Autor schafft es immer wieder mich in seien Bann zu ziehen. Auch hier ist ihm erneut gelungen, so dass ich das Buch in jeder freien Minute gelesen habe. Zum Inhalt habe ich mich bewußt nicht geäußert, da man darüber anderweitig Infos erhält. Eine klare Kaufempfehlung!
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am 25. Juni 2015
Das Buch war, nach einem kurzen Durchhänger, wieder ganz großes Kino. John Grisham schreibt, so Bildhaft, dass man kaum dass man begonnen hat zu lesen, auch schon die Figuren und Schauplätze vor Augen hat.
Natürlich merkt man, dass er als Anwalt tätig war. Zu gut kennt er die Materie, und so bleiben auch bei diesem Titel letztendlich keine Fragen offen.
Das Buch spielt in den achtziger Jahren und damals wie auch heute tritt der Rassismus offen zu Tage.
Ihm gelingt wie nur wenigen Autoren die Spannung auf einem von Anfang an recht hohem Niveau zu halten. Und so war es nur zu natürlich, dass mich das Buch fesselte und ich es innerhalb von nur dreieinhalb Tagen gelesen hatte. Es ist nicht nur ein Buch das unterhalten soll, es regt auch zum Nachdenken an. Insbesondere die Menschen in den Südstaaten der USA sind für mich nun Thema, sprich ich möchte noch mehr über die Menschen und den Allgegenwärtigen Rassismus dort lesen und erfahren. Ich weiß nicht wie es anderen bei der Lektüre erging, ob sie ähnlich wie nun ich neugierig sind mehr zu erfahren, aber mich hat das Thema absolut geflasht.
Der Schreibstil von John Grisham ist so schön, ich denke selbst ein Sachbuch würde man ihm aus den Händen reißen. Wie gesagt nach einem Durchhänger von ihm, war ich erst am Zweifeln ob ich das Buch denn nun wirklich lesen soll. Aber ich bin absolut begeistert und meiner Meinung nach ist das wieder ganz der Alte John Grisham.
Vom mir sind das ganz klare und verdiente 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung!
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am 21. September 2014
Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich ein Buch von John Grisham gelesen habe. Eher zufällig sah ich "Die Erbin" in einer Buchhandlung und habe blind zugegriffen.
Es war unverhofft und schön, neues aus dem Leben der Protagonisten aus "Die Jury" zu lesen. Aber damit hatte es sich auch schon, denn das Buch wirkt auf mich steril und verkrampft-bemüht. Hier fesselt kein Geschichtenerzähler seine Zuhörer/Leser mit einer spannenden Justiz-Geschichte, sondern hier beschreibt ein Anwalt den lesenden Laien sachlich einen Streitfall.

Ich fand den Fall recht interessant, das Ende etwas anders, als ich es beim Lesen erwartet hatte, aber alles sehr, sehr klischesiert (David-Goliath-Prinzip, natürlich wieder der Rassenkampf, natürlich wieder viele Ereignisse, die die Ausgangslage immer aussichtsloser erscheinen lassen sollen) und zu glatt konstruiert, denn die Puzzleteilchen (Beziehung zwischen Jake und ausgewählten Anwälten, dem Richter und dem Sheriff; die Tochter der Quasi-"Mandantin" als talentierte, attraktive Gehilfin und das einzige intelligente Familienmitglied; das neue Haus, etc.) passen einfach zu glatt ineinander.

Ich fühlte mich leider zu keinem Zeitpunkt von der Handlung gefesselt. --> Gefällt mir nicht = Zwei Sterne.
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am 5. Juni 2014
Wer Grisham und Justizthriller mag, wird bei " Die Erbin" voll auf seine Kosten kommen.Es kommen alle Grisham Themen zu Einsatz: Rassismus in den Südstaaten, gierige Anwälte, das US Justizsystem usw...
Der Plot ist schnell erzählt: schwarze Haushälterin wird von Südstaaten Millionär vor dessen Selbstmord zur Alleinerbin gemacht. Seine Familie wird enterbt. Jake Brigance der bereits in der "Jury" für das Recht der Schwarzen gekämpft hat, wird vom Erblasser zum Testamentsvollstrecker ernannt und muss erwartungsgemäß zahlreiche Hindernisse überwinden um den letzten Willen seines Klienten durchzusetzen.
Spannend, gut geschrieben ...eben ein typischer Grisham.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2015
John Grisham ist selbst Jurist und so ist es verständlich, dass seine Romane in diesem beruflichen Umfeld spielen. Der Autor hat mittlerweile eine große Anzahl an Romanen geschrieben, wobei seine großen Erfolge wie " Die Firma ", " Das Urteil "," Das Testament" zu nennen sind. Zwischendurch hatte er meiner Meinung nach einen kleinen Durchhänger, vielleicht war es zu viel , dass der Verlag jedes Jahr ein Buch verlangte. Doch seine neuen Bücher können mich wieder begeistern , wie auch sein neuer Roman " Die Erbin ".

Dieser Roman spielt in den achtziger Jahren in Mississippi, einem Staat im Süden der USA, der zum Teil noch mit der Problematik der Rassentrennung in den Köpfen der Menschen zu kämpfen hat.
Seth Hubbard, ein Einzelgänger aus Clanton , einem kleinen Ort in Ford County , wird eines Tages an einem Baum erhängt vorgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er an Lungenkrebs erkrankt war und nicht mehr lange zu leben hatte. So ist sein Selbstmord zu erklären. Was allerdings auf Unverständnis stößt , ist sein Testament, das Jack Brigance, ein Anwalt aus Clanton, eines Morgens vorliegt mit dem Auftrag, dieses Testament durchzubringen, denn der Inhalt ist brisant. Hubbard widerruft sein vorheriges Testament, in dem er seine Kinder und Enkelkindern als Erben eingesetzt hatte und vermacht in dem neuen Testament 90% seines 24 Millionenerbes an seine schwarze Haushälterin Letti, die ihn das letzte Jahr vor seinem Tod gepflegt hat. Dass dieses Testament angefochten wird , ist John Brigance klar. Ärger ist vorprogrammiert.

Sicherlich schreibt ein "alter Hase" wie John Grisham routiniert, doch dieses Buch hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Es ist flüssig zu lesen, den Plot finde ich fantastisch und für mich war es sehr spannend zu erfahren, wie dieser Prozess um das Millionenerbe ausgeht. Grisham hat dies meiner Meinung nach sehr gut in Szene gesetzt, indem er ein Ende ausgesucht hat, was man nicht erahnen konnte und das mehr als spektakulär ist. Die siebenhundert Seiten dieses Buches waren für mich schnell gelesen , was für mich immer ein Hinweis auf gute Unterhaltung ist. Trotzdem dieses Buch ein Roman und kein Thriller oder Krimi ist, war das Buch für mich spannend. Sicherlich erschlägt einen zu Angang die Menge an Personen, die Grisham ins Geschehen bringt. Da wäre ein Personenverzeichnis am Ende oder Anfang des Buches von Nutzen gewesen und auch seine juristischen Erläuterungen können manchen Leser abschrecken. Ich fand sie aber nützlich, weil sie für das Verständnis dieses Prozesses nötig waren und wer die Bücher von John Grisham kennt weiß, dass das in seinen Büchern immer der Fall ist.
Für die eine oder andere Länge und das fehlende Personenverzeichnis gibt es Abzug in der B- Note um 0,5 %, ansonsten habe ich " Das Erbe " als eines sehr besten Bücher empfunden und empfehle es gerne weiter.
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