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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
28
Oliver Stone's Untold History of the United States [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:22,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 17. Mai 2014
Eine absolut empfehlenswerte Dokumentation, welche einen allerdings am Verstand der Menschheit zweifeln lässt. Nach etwa 10 Stunden Elend, Lügen und Barbarei stellt man sich unweigerlich die Frage, ob unsere sogenannte "Zivilisation" nicht ganz zu Recht und wohlverdient ihrem Untergang entgegen steuert! Menschlichkeit findet sich in diesen 430 Minuten nur äußerst selten. Wenn, dann stammt sie zudem von den Politikern, die vom gleichen System, bzw. der Zivilisation ermordet wurden. Informativer und deprimierender Geschichtsunterricht, der in der Gegenwart seine Fortsetzung findet.
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am 21. April 2015
„Untold History of the United States“ ist eine 10 teilige Dokumentationsreihe von Oliver Stone. Dieser hat sich ja schon des öfteren mit der amerikanischen Geschichte und Politikern beschäftigt (Richard Nixon, JFK - Tatort Dallas).

Oliver Stone erzählt anhand bekannter und weniger bekannter Ereignisse, wie Personen die Geschichte der USA teilweise neu. Er dokumentiert diese dabei nicht nur sondern kritisiert bestimmte Entscheidungen auch sehr offensiv und versucht mögliche alternativen aufzuzeigen.

Das Augenmerk liegt dabei bei jeder Dokumentation auf ein bestimmtes Ereignis wie den daraus resultierenden Ereignissen. In den ersten vier Folgen geht es um den zweiten Weltkrieg wie dessen Folgen u.a. den Beginn des Kalten Krieges und dem Korea Krieg, sowie der Atombombe begonnen von der Entwicklung sowie den Folgen dieser.
In den späteren Folgen geht es um die Allgemeine Entwicklung der amerikanischen Politik (innen wie aussen), dem Krieg in Vietnam, weiteren militärischen Einmischungen wie z.B. in Panama und dem Umgang mit der Sowjetunion und später Russland.
Bei den Personen liegt das Augenmerk natürlich auf die jeweiligen US Präsidenten also von Roosevelt bis Obama aber immer auch Personen die weniger bekannt sind.

Zur kurzen Übersicht über die Blu-Ray und den Folgen.
Man bekommt hier 10 Dokumentationen (ca. 42-43 Minuten) verteilt auf drei Blu-Rays. Auf der ersten Blu-Ray findet man die Folgen 1.4, auf der zweiten die Folgen 5-7 und auf der dritten Blu-Ray die Folgen 8-10.

Zur längeren Übersicht über die Folgen bei der ich etwas ausführlicher auf die Inhalte der jeweiligen Folge eingehe. Bei einer Serie könnte man auch von einem Spoiler sprechen. Ich denke aber bei einer Doku ist es OK.

Die zu lesende Meinung, in der Info zu den einzelnen Folgen ist nicht meine eigene Meinung sondern die Meinung die Oliver Stone in der Doku dem Zuschauer vermitteln will und selber vertritt.

Folge 1: Der zweite Weltkrieg

Zu Beginn der ersten Folge wendet sich Oliver Stone direkt an den Zuschauer und erklärt wieso er diese Doku gemacht hat und was er damit bezweckt. Er erläutert das er hier die amerikanische Geschichte so erzählen will, wie sie noch nie erzählt wurde. Er helfen will sich vorzustellen wie unbekannte Menschen für ihre Überzeugungen litten und bekannte Persönlichkeiten zu entlarven. Und das immer durch Fakten.

Richtig anfangen tut die Doku mit der Entwicklung der Atombombe. Es wird beschrieben wie diese das erste mal getestet wird. Es ist das Ereignis das die USA zur führenden Militärmacht aufsteigen lässt.
Der zweite Weltkrieg wird beleuchtet. Es wird gezeigt und beschrieben wie er begann, in Europa und Japan. Es werden die ersten Schritte dahin beschrieben wie z.B. die Besatzung des Rheinlandes und dazu die schwachen Internationale Reaktionen, die Hitler und die Nazis noch ermutigten. Auch der Bürgerkrieg in Spanien ist Thema. Es werden die Reaktionen der Westmächte wie Stalin gezeigt und wie Europa und die Welt immer mehr in einen Krieg schlittern.

Oliver Stone zeigt auf wie sich das Zweck Bündnis zwischen den USA, Großbritannien und der Sowjetunion entwickelt. Und wie unterschiedlich die USA, die Sowjets und die Engländer zu Beginn noch reagieren. Und blickt auch immer wieder auf die Taten und Reaktionen von Nazi Deutschland wie auch das Japanische Kaiserreich.

Folge 2: Roosevelt, Truman und Wallace

In diese Folge geht es nicht nur um die Ereignisse in Europa und Asien sondern auch um Ereignisse in den USA.

Das Alliierte Bündnis bröckelt und das obwohl sich gerades Roosevelt und Stalin in vielen einig sind. Anders als z.B. Churchill und Stalin. Doch macht Roosevelt in dieser Zeit einen innenpolitischen Fehler. Und innerhalb der USA gibt es auch kritische Stimmen zur englischen Kolonialpolitik.

In den USA stehen zu dieser Zeit wichtige Ereignisse an. Kurz vor den Wahlen wird Theodor Roosevelt wenig überraschen erneut zum Präsidentschaftskandidaten für die Demokraten nominiert. Doch sein Vizepräsident Henry A. Wallace hat diese Unterstützung nicht. Dieser wird erfolgreich verhindert und der bisher vollkommen unbekannte Truman wird nominiert und gewählt. Der Neue Vize Präsident Truman wird 82 Tage später nach dem Tod von Roosevelt auch der neue US Präsident.

Truman wiederum ist gerade zu Beginn alles andere als ein selbstbewusster US Präsident. Ganz anders, er scheint des öfteren überfordert zu sein und hat zum Problem das er in Entscheidungen der Regierung weder einbezogen noch informiert wurde. Sein Verhältnis zu den Sowjets und gerade zu Stalin ist weniger gut als des das bei Roosevelt war. Truman versucht härte zu zeigen und scheitert ein um das andere mal.

Folge 3: Die Bombe

In dieser Folge geht es zentral um die Entwicklung der Atombombe sowie die Auswirkungen die daraus resultieren.

Am 6 August 1945 wird zum ersten mal eine Atombombe abgeworfen. Diese wird auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen. Bis zu 200.000 Menschen sterben.

3 Monate nach dem Ende der Kampfhandlungen in Europa neigt sich auch der Krieg in Asien dem Ende entgegen. In der Folge wird gezeigt wie die Amerikaner die Japaner verachten. Und sich so das Mitleid für diese in Grenzen hält. Der Krieg zwischen den USA und Japan ist unbeschreiblich verlustreich für beide Seiten. Die Kamikaze Attacken der Japaner schockieren die Amerikaner besonders. Daraus resultiert die Ansicht das eine Einnahme Japans nur mit hohen Verlusten verbunden wäre. Im zweiten Weltkrieg ist die moralische Hemmschwelle immens gesunken. Das wird anhand der Bombardierung vieler Großstädte im zweiten Weltkrieg gezeigt. Wo zuerst nur strategische Ziele bombadiert wurden, werden sie später flächendeckend ausgeweitet. Und so ganze Städte zerstört. So hat man Nazi Deutschland letztendlich u.a. geschlagen. Und man übernimmt diese Strategie auch gegen Japan. Die Atombombe ist nach solchen Luftschlägen die logische Variante.

Im Sommer 1945 bereitet die Sowjetunion ihren Kriegseintritt gegen Japan vor. Die Japaner wiederum müssen so einsehen das der Krieg nicht zu gewinnen ist und so bitten sie darum in Friedensverhandlungen treten zu können. Truman wiederum will Stalin bei der Konferenz in Potsdam über die Entwicklung der Atombombe informieren sowie über den ersten erfolgreichen Test der stattgefunden hat. Zwischen Truman und Stalin wird so aber immer mehr misstrauen gesät. Die Japaner wollen Kapitulieren doch wollen sie das ihr Kaiser unangetastet bleibt also die Bedingungen verhandelt werden, was man in Washington weiterhin ablehnt. Truman entscheidet sich so die Bombe einzusetzen.

Der Krieg wird aber nicht durch die Bombe beendet sondern dadurch das die Sowjets in den Krieg eingreifen und die Japaner angreifen. Diese verlieren in dieser Schlacht hunderttausende von Menschen. Die Japaner sind dadurch verunsichert und wollen kapitulieren da sie Angst haben das die Sowjets Japan erreichen könnten und den Kaiser absetzen könnten. Truman lässt sich trotzdem für seine Entscheidung feiern.
In den USA und innerhalb der amerikanischen Regierung wird diese Entscheidung aber kontrovers diskutiert. Nur Truman hinterfragt sie nicht. Die Folge ist u.a. der Korea Konflikt.

Henry A. Wallace Wirtschaftsminister unter Truman muss zurück treten nahem er den Umgang mit der Sowjets durch Truman kritisiert hat. Er kandidiert 1948 für das Amt des Präsidenten mit einer dritten, der Progressiven Partei, bekommt aber nur 3% der Stimmen. Danach zieht er sich aus der Politik zurück und stirb 1965. Zum Schluss stellt Oliver Stone die Frage wie vieles wohl verlaufen wäre wenn Wallace und nicht Truman Präsent geworden wäre.

Folge 4: Der Kalte Krieg

Die USA haben den Krieg gewonnen. Und das nicht nur politisch. Sie gelten auch als moralischer Sieger und die amerikanische Wirtschaft wächst doppelt so viel wie vor dem Krieg.

Aber es gibt auch in den USA Negative Stimmen die die Lage in der Welt sehr negativ beschreiben und eine weniger rosige Zukunft thematisieren. Ein neuer britischer Premier verzichtet auf den Glanz der Empires. Und dessen Zerfall ist sowieso nicht mehr aufzuhalten. Gleichzeitig zerbröckelt die Kriegsallianz endgültig da Truman sich mehr auf die britische als auf die Sowjetische Seite schlägt.

Die Blöcke entfremden sich immer mehr. Dem ehemaligen britischen Premier Churchill spielt das in den Karten, da er den britischen Einfluss aufrecht erhalten will. Und die Konfrontation sucht und findet. Der erste Kampf ums Öl in Iran eskaliert beinah.

Im Westen verfestigt sich immer mehr das Bild des bösen Sowjets. Und in Ländern wie z.B. Griechenland kommt es zur Konfrontation mit den Kommunisten. Und beide Seiten mischen sich ein.

Die USA beginnen damit Europa und auch Deutschland und Japan wieder aufzubauen. Der Marshall Plan. In Moskau ist man beunruhigt. In der Tschechoslowakei kommt es zu weiteren Konfrontationen. Der Kalte Krieg ist endgültig voll im Gange. Der Aufbau Westdeutschlands schreitet voran und die Teilung Deutschlands wird vorerst endgültig. 1949 wird die Nato gegründet. Truman schafft es 1948 wiedergewählt zu werden. Und wird das Amt 4 Jahre später so unbeliebt verlassen wie es nur nicht George W. Bush ebenfalls geschafft hat. Auch die Sowjets schaffen es die Atombombe zu bauen und 1949 wird China Kommunistisch. 1950 beginnt der Korea Krieg mit den Einmarsch der Nordkoreaner in Südkorea. Truman schickt US Truppen die zusammen mit südkoranischen Truppen gegen den Norden kämpfen.

Oliver Stone versucht zu zeigen wieso und wie der Kalte Krieg entstand und wie alle Seiten eine Schuld daran zu tragen hatten.

Folge 5: Die Fünfziger Jahre: Eisenhower und die Bombe

In dieser Folge geht es u.a. um die Anfänge der Präsidentschaft von Eisenhower. Stalin stirbt und die neue russische Regierung will die Beziehung zum kapitalistischen Westen verbessern. Gleichzeitig geht es um die Nukleare Gefahr die durchaus erkannt aber nicht gebannt werden kann sowie dem Krieg in Korea und den fortschreitenden Kalten Krieg. Auch die McCarthy Ära in den USA der 50er Jahre wo auf Kommunisten in Amerika Jagd gemacht und Misstrauen gesät wurde wird thematisiert. Auch wird hier aufgezeigt wie diese Jagd bestimmte politische und gesellschaftliche Instrumente in den USA bis heute geschädigt haben. Gezeigt wird hier auch wie aus dem Hoffnungsträger Eisenhower der Kalte Krieger Eisenhower wurde.

Folge 6: JFK

Zu Beginn dieser Folge wird kurz der Wahlkampf zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon thematisiert.

Danach wird die Präsidentschaft von Kennedy thematisiert. Dabei werden auch die Entscheidungen und das Verhalten bestimmter Mitglieder seines Kabinetts wie z.B. Verteidigungsminister Mc Namara thematisiert / hinterfragt. Die Kuba Krise ist Thema und wird sehr ausführlich angesprochen. Es wird gezeigt wie das Scheitern in Kuba die Außenpolitik Kennedys veränderte. Beim Treffen zwischen Kennedy und Chruschtschow in Wien wird auch die Lage in Deutschland und besonders Berlin zum Thema. Es wird gezeigt wie die Atomare Gefahr die Politik wie die Gesellschaft in den USA veränderte und wie Personen mit verschiedenen Ansichten innerhalb der US Regierung um eine gemeinsame Linie ringen. Das Thema Kuba ist dabei immer Präsent. Auch wie in der vorherigen Folge wird der Vietnam Krieg und seine Anfänge nochmals thematisiert. Das Thema Kuba gipfelt in der Kuba Krise die hier sehr ausführlich beleuchtet wird. Gegen Ende der Folge wird eine Veränderung bei Kennedy in seinen letzten Monaten gezeigt. Dabei wird angesprochen das Kennedy anscheinend dabei war seine und die amerikanische Politik im Allgemeinen zu hinterfragen und umzudenken und den kalten Krieg und die Aggressionen beenden zu wollen. Er war sogar bereit Castro persönlich zu treffen. Er wollte die Beziehungen zu den Sowjets stabilisieren.

John F. Kennedy wurde kurze Zeit später in Dallas erschossen. Oliver Stone wird hier sehr direkt und zeigt das nicht nur er Zweifel an der offiziellen Theorie hat. Und das Kennedy sich genug Feinde gemacht hat.

Folge 7: Johnson, Nixon und Vietnam

In dieser Folge wird gezeigt wie schnell Jonsson nach seiner Vereidigung die Beschwichtigung Politik von Kennedy änderte. Diktaturen wurden wieder unterstützt, die Demokratien in Lateinamerika fallen mit amerikanischer Hilfe und ein ende des Vietnam Kriegs ist in weiter Ferne. Johnson kommt dabei sehr schlecht weg. Auch in Griechenland kommt das Militär an die Macht und ein CIA Agent wird hier Ministerpräsident. Es wird gezeigt das sich Johnson als Man des Friedens präsentierte und doch ganz anders handelte. Neben dem Vietnam Krieg werden aber auch innere Unruhen in den USA thematisiert. Nachdem Jonson nach viel Kritik gerade am Vietnam Krieg und sinkender Beliebtheitswerte erklärt nicht für eine 2. Amtszeit zu kandidieren macht das die USA für viele führerlos. Die Anti Kriegs Bewegungen in den USA werden auch thematisiert gerade auch wie sie bekämpft werden. Hier werden auch die Figuren Hoover, Martin Luther King und McNamara näher beleuchtet. Danach wird gezeigt wie Bobby Kennedy bei den Vorwahlen der Demokraten kandidiert und ermordet wird. In vielen Ländern u.a. auch den USA kommt es zu Unruhen die auch gewaltsam niedergeschlagen werden.

Nixon wird in dieser Situation nur mit einer knappen Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Seine Präsidentschaft wird auch sehr kritisch thematisiert. Diese dreht sich größtenteils um den Vietnam Krieg und dem übermäßigen harten Vorgehen der US Soldaten dort.

Folge 8: Reagan und Gorbatschow

In dieser Folge geht es allein um die Ära Reagan und wie rechtsgerichtete Kräfte hier die US Politik stark mitbestimmen konnten.

Zu Beginn dieser Folge wird gezeigt wie Nixon liberale Reformen umsetzte und es sich so mit den rechten Flügel seiner Partei verscherzte. Es wird gezeigt das als Folge dessen rechts orientierte Netzwerke begannen sich zu organisieren um ihre Politiker und Ansichten durchzusetzen. Gemäßigte Republikaner werden durch rechte ersetzt. Namen wie Rumsfeld, Cheney, Bush werden das erste mal genannt.
Doch zuerst wird erst eimal Jimmy Carter der neue Präsident. Er möchte die USA verändern, militärische Einsäte verringern und nur wenn unbedingt notwenig einsetzen sowie das moralische ansehen der USA im Ausland wieder stärken. Erfolge werden kurz gezeigt. Doch durch einen Konserativen Aussenpolitischen Berater kehrt auch unter Carter die kalte Krieg Aussen Politik wieder zurück. Carter sich von seinem Berater die Außenpolitik und auch Militär Einsätze diktieren.

Nach Jimmy Carter wird Ronald Reagan US Präsident. Ein Erz konservativer Republikaner. Es wird gezeigt wie unter Reagan die USA sich wieder vermehrt in die Belange verschiedner Länder einmischten und u.a. auch nicht davor zurück schreckten brutale Diktatoren und Regime zu unterstützen. Zusammen mit Oliver North wird ein unglaubliches Geschäft verwirklicht (Wurde auch schon mal bei „American Dad“ thematisiert).

Unter Reagan waren die Beziehungen zwischen den USA und der Sowjetunion nie schlechter. Doch in Moskau verändert sich etwas. Gorbatschow heißt der neue Machthaber im Kreml und dieser erkennt die Realitäten und vollzieht eine Kehrtwende. Auch wenn sich Reagans Sicht nicht groß ändert, verändert sich das Klima unter den beiden Staatsmännern. Die Chance der totalen Atomaren Abrüstung war noch nie so nah und ist doch letztendlich gescheitert. Skandale verhageln Reagan seine letzten beiden Amtsjahre.

Die Namen Barack Obama und Osama Bin Laden fallen hier das erste mal. Und auch Afghanistan ist hier schon Thema. Allerdings führen hier noch die Sowjets hier einen Krieg.

Folge 9: Bush und Clinton

Diese Folge beginnt mit einem Rückblick auf die 80er Jahre.

Kriege und Krisen scheinen zu verschwinden. Die politische Lage beginnt sich zu stabilisieren. Auch Gorbatschow ist ein Teil davon. Er zeigt eine Positive Vision für die Zukunft.

In den USA kämpft George Bush gleichzeitig um das Amt des US Präsidenten. Es wird Bushs und besonders die Vergangenheit seines Vaters beleuchtet. Sowie sein Umfeld das Konservativ und Anti Sowjetisch ist. Es werden die Unterschiede zwischen Gorbatschow und Bush gezeigt. Gorbatschow will Veränderungen und setzt diese teilweise auch schon um. Bush wiederum zögert und zaudert. Der Streit um die Nato Ost Erweiterung wird hier auch kurz angesprochen.
Der Panama, wie Irak Konflikt wird erklärt und thematisiert. Es werden Bushs Versäumnisse hinsichtlich der Beziehungen zu den Sowjets angesprochen.

Mit dem Ende der Sowjetunion ist auch Gorbatschows Ende gekommen. Und Jelzin heißt jetzt der starke Man in Moskau. Und George Bush verliert die Wahlen gegen den Demokraten Bill Clinton. Allerdings schaffen es die Republikaner Clintons Politik wo es nur geht zu torpedieren.

Die USA wie Russland rücken politisch weiter nach Rechts. Es wird gezeigt wie in Russland eine kleine Elite unglaublich Reich wird und das Volk immer weiter verarmt. Es wird gezeigt wie Jelzin die junge Demokratie in Russland beerdigt und die Menschen dazu bringt sich nach den alten Zeiten zu sehnen.

Die USA bekommen es derweil mit einen neuen Feind zu tun. Dem Terroristen Osama Bin Laden.

Nach Bill Clinton soll sein Vize Al Gore folgen doch zieht stattdessen George W. Bush ins Weiße Haus ein. Die Präsidentschaftswahlen sind aber mehr als skandalös. Unglaublich ist es auch wie es Bush gelang seine autoritären Ansichten zu verbergen.

Folge 10: Bush und Obama

Die letzte Folge beginnt mit den Anschlägen am 11. September 2001 und zeigt das Bush und Cheney hier auch eine Chance sahen eine neue Neo Konservative Leitlinie durchzusetzen.

Und es zeigt sich das man noch am selben Tag noch damit begonnen hatte auch den Irak ins Visier zu nehmen. Das Handeln der US Regierung zu dieser Zeit wird sehr kritisch thematisiert. Der Afghanistan Feldzug, die neuen Anti Terror Maßnahmen, die Misshandlung von Gefangenen (u.a. in Guantanamo) es wird gezeigt das die USA zum wiederholten Male jegliche Maße verloren. Und es zeigt sich das die US Regierung anscheinend ganz andere Ziele verfolgte. U.a. einen Einmarsch in den Irak. Doch vor dem Irak Feldzug gibt es Auseinandersetzungen, u.a. mit Frankreich, Deutschland und Russland. Die Bush Regierung tut alles um den Krieg zu rechtfertigen und schreckt auch vor manipulierten Beweisen nicht zurück. Erschreckend ist auch was noch kommen sollte. Der Irak soll nicht das ende sein. Es sollten u.a. Syrien und der Iran folgen. Doch das Debakel im Irak stoppt diese Pläne.

Nach Bush zieht Obama ins Weiße Haus ein. Obama will Veränderungen (Change) und verkörpert ein anderes Amerika. Doch die Mittelschicht schrumpft. Bewegungen wie Ocupie oder die Tea Party Bewegung werden thematisiert. Obama wandelt sich vom Reformer zum Kriegspräsidenten. Bei ihm geht vieles weiter wie bisher. Es wird weiter abgehört und Attentäter werden mithilfe von Drohen gejagt und getötet. Gleichzeitig gelingt es ihm nicht sich bei den Militär durchzusetzen. Obama will die US Truppen in Afghanistan verringern und stockt sie am Ende sogar auf. Die Kriege in Afghanistan und dem Irak werden immer verlustreicher. Aber wenigstens der Irak Krieg endet, wie er begonnen hat mit einer Lüge.

Zum Schluss wird die Lage in Asien beleuchtet. Neben den USA wird China hier immer wichtiger. Und scheut auch die Konflikte mit seinen Nachbarn nicht.

Zum Schluss wendet sich Oliver Stone nochmal an den Zuschauer und versucht ein Resume zu ziehen. Er erklärt das gerade der zweite Weltkrieg entstand weil es nicht gelungen ist Deutschland und Japan in die damalige Globalisierte Welt zu integrieren. Und warnt diesen Fehler mit China zu wiederholen.

Die Geschichte hat gezeigt das die Chance die Welt zu verbessern (Henry Wallace 1944 (wäre beinah Präsident geworden) Kennedy und Chruschtschow, Bush und Gorbatschow und die Wahl von Obama) immer wieder kommt, man muss sie nur endlich mal ergreifen.

Oliver Stone ist mit „Untold History of the United States“ eine informative Dokumentation gelungen in der man auch als politisch wie geschichtlich interessierter Mensch noch eine menge neue Fakten lernen kann.

In einer Rezension gab es den Vorwurf das der Zweite Weltkrieg und / oder Geschehnisse daraus inhaltlich alle zehn Teile der Doku dominieren würden doch ist das falsch. In den ersten Folgen ist es u.a. natürlich ein großes Thema immerhin beschäftigen diese Teile sich mit der Zeit direkt nachdem Ende des zweiten Weltkrieges und Ereignisse oder Entscheidungen können sich hier sogar vor oder während des Krieges gebildet haben und viele folgende Entscheidungen beruhen auf Zusammenhängende Ereignisse dieses Krieges.
In den späteren Teilen, die die 60er, 70er, 80er, 90er und 2000er Jahre abdecken, spielt der zweite Weltkrieg direkt so gut wie keine Rolle mehr (von kurzen Erwähnungen mal abgesehen).
Erst in den beiden letzten Teilen ist es häufiger mal wieder Thema wenn auch kein dominierendes. Man nimmt aber auch hier mehr Bezug oder Vergleicht aktuelle Ereignisse mit Ereignissen oder Entscheidungen von damals.

Oliver Stone ist es gelungen eine unglaublich kritische Dokumentation zu schaffen. Er beschönigt nichts und versucht immer einen kritischen Blick auf die Präsidentschaften, die Präsidenten und deren Entscheidungen zu legen. Er kritisiert den Umgang mit den Sowjets besonders mit Chruschtschow und Gorbatschow. Sowie die vielen unnötigen Kriege (Vietnam, Korea, Panama, Irak und Afghanistan), sowie die allgemein sehr dominierende und aggressive Aussenpolitik der USA. Er zeigt auf das so gut wie alle Präsidenten mächtige Mitarbeiter hatten die es allzu oft für nicht nötig hielten sich an Gesetze zu halten.
Dieser kritische Blick wird besonders bei der Ermordung von JFK deutlich. Hier merkt man einfach der Oliver Stone mit der aktuellen Version der Ereignisse rund um die Ermordung nicht einverstanden ist.

Im englischen Original werden die Texte von Oliver Stone selber gesprochen, in der deutschen Übersetzung ist ein Synchronsprecher zu hören.

Die Dokumentation sind so aufgebaut das sie sich an den jeweiligen Präsidentschaften orientieren. Dabei werden nicht nur die Präsidenten und ihre Entscheidungen thematisiert sondern auch die von engen Mitarbeitern. Regelmäßig wird auch die Rolle der Sowjetunion beleuchtet.

Als Extra gibt es Interview mit Oliver Stone und dem Historiker und Co. Autoren Peter Kuznick zu sehen.

Die Bild und Ton Qualität der Dokus sind sehr gut. Die Blu-Rays lassen sich leicht entnehmen und das Menue ist übersichtlich und einfach gestaltet. Man hat die Auswahl zwischen den Folgen zu wählen oder alle hintereinander anzusehen.
Eine Übersicht über die Folgen findet man auf dem Rücken der Blu-Ray Amaray Hülle, aber nicht den Hinweis welche Folge sich auf welcher Blu-Ray befindet.

Oliver Stone hat hier eine tolle und interessant Doku Reihe geschaffen. Und die kritischste die ich über die USA jeweils gesehen habe. Den Vorwurf er war nicht kritisch genug mit den USA und ihrer Politk kann man ihm hier sicher nicht machen.
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am 23. Februar 2018
Sicherlich eine 5 Sterne Dokumentation , nur bei der deutschen Ausgabe fehlen 2 Episoden , die die Zeit von 1900 bis zum zweiten Weltkrieg behandeln , die in der US-Ausgabe als Prequel A und B bezeichnet wurden . Für mich waren das fast die interessantesten Folgen . Wär gut Englisch kann sollte sich die original US-Ausgabe kaufen und dabei auch noch Geld sparen , aber erfordert den entsprechenden Player wegen des Regionalcodes !
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am 23. Januar 2018
Sehr wichtige Stone Doku über die politische Geschichte der USA der letzten 70 Jahre.
Diese Serie sollte im Geschichts- / Politikunterricht gezeigt werden. Dann können sich die jungen Menschen endlich besser informieren und eine friedliche Haltung für die Zukunft entwickeln.
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am 30. Dezember 2015
Die Doku ist genau dass was ich gesucht habe, endlich mal eine vernünftig aufgearbeitete Sammlung an Informationen die man nicht lesen muss!
So kann man auch mal Freunden und bekannten endlich ein wenig das Thema näher bringen ohne diesen mehrere 500 Seiten Bücher auf den Nachttisch zu legen.

Die Doku muss viele Aspekte stark verkürzen und einige sogar ausblenden aufgrund des großen zu betrachtenden Zeitraums, trotzdem bietet Sie ein umfangreiches Bild der Geschehnisse.

Wer noch Ergänzungen zu dem Thema wünscht ohne sich wieder direkt nur um die USA zu drehen dem sein Scholl Latours Buch "Zwischen den Fronten" aus 2008 ans Herz gelegt, der auf den ersten 100 Seiten sich auch mit der Innenpolitik der USA beschäftigt sowie auf Trumann, Rosevelt, Nixon und Co. eingeht, teilweise auch deutlich freundlicher als Oliver Stone.
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am 4. November 2014
Die amerikanische Geschichte, insbesondere die außenpolitische wird hier auf eine sehr kritische und überwiegend überzeugende Weise dargestellt. Das Handeln der UDSSR wird dabei leider etwas naiv und unreflektiert dargestellt. Wer aber die heutigen politischen Verhältnisse verstehen möchte, kommt um diese Dokumentation nicht herum. Sollte eigentliche Pflicht für den Geschichtsunterricht der Mittelstufe sein.
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am 16. Januar 2015
Für mich einer der besten Dokus bisweilen, weil sie zum nachdenken anregt und die letzten 75 Jahre aus einem etwas anderen Blickwinkel zeigt, natürlich muss man nicht alles glauben, aber wie gesagt es regt dazu an etwas skeptischer zu sein und nicht alles zu glauben was uns, auch noch heutzutage, die Medien und Weltpolitik präsentiert.

Es ist nicht alles Schwarz und Weiß.

Klare Kaufempfehlung für all die, die offen für eine neue Betrachtungsweise sind.
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am 27. Juni 2017
Diese Dokumentaltfilm sollte von alle gesehen werden!!!
Dann seine Vorstellungen über die Weltgeschichte während und nach der 2-te Weltkrieg überdenken
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am 29. Mai 2014
Eine erstklassige Dokumentation über die Geschichte Amerikas, die versucht das wahre amerikanisches Gesicht zu zeigen. Die Geschiche muss man kennen, um die Gegenwart richtig wahrnehmen zu können. Denn die Medien zeigen nur das was gezeigt werden soll, medien-luegen.blogspot.de.
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am 15. Mai 2017
Eine ausgezeichnete Darstellung der US Geschichte bzw. des Wirkens der USA in der Weltgeschichte. US-kritisch, aber faktengetreu. Hervorragend aufbereitet, Geschichtsunterricht ohne Langeweile.
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