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am 15. Mai 2016
"Mörderische Cote d`Azur" ist der erste Fall des Kommissars Leon Duval, der sich nach Scheitern seiner Ehe von Paris nach Cannes (seinem Geburtsort) versetzen lässt. Kaum angekommen, muss er den Mord an einem berühmten Filmregisseur aufklären, der während des bekannten Filmfestivals während einer Aufführung erschossen wird. Von neuen Kollegen argwöhnisch als "Pariser" beäugt und von Vorgesetzten unter großen Erfolgsdruck gesetzt, nimmt er die Ermittlungen auf. Als diese weit in die Vergangenheit des Opfers führen, wird Duval massiv in seiner Arbeit behindert und fängt an, eigenmächtig zu handeln. Das Ganze wird von der Autorin unaufgeregt und gut lesbar erzählt und vermittelt einen sehr anschaulichen, Einblick in die regionale Lebensweise, Geografie und Küche. Der Fall selbst ist weder hochdramatisch noch spektakulär, wird aber solide aufgeklärt und lässt blutrünstige Beschreibungen erfreulicherweise aus. Der Kommissar erinnert in seiner moralischen Aufrichtigkeit, Zielstrebigkeit und Freude an gutem Essen durchaus an den Brunetti von Donna Leon. Auch die Ermittlungsinhalte könnten so bei Brunetti vorkommen. Das Buch macht Appetit auf eine Fortsetzung und braucht sich insbesondere hinter den hoch gepriesenen Bretagne-Krimis von Ballanec nicht zu verstecken.
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am 16. April 2016
Kommissar Duval muss an der Cote d'Azur, in die er sich von Paris versetzen ließ, den Mord an einem sich intensiv für den Regenwald einsetzenden Filmemacher aufklären, dabei entdeckt er nicht nur die gewisse Leichtigkeit des Lebens an der blauen Küste, sondern er muss tief in menschliche Abgründe eintauchen, bis er endlich den Täter überführen kann.

Für mich muss Kommissar Duval noch ein bißchen Gestalt annehmen .... fällt gegen Commissaire Dupin aus der Carmargue oder Madame le Commissaire aus der Provence etwas ab.
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am 12. April 2016
Hatte schon den 2. Fall von Kommissar Leon Duval gelesen und wollte nun auch den "Einstieg" des ehemaligen Pariser Kommissars an der Cote dÁzur kennenlernen. Der Krimi ist spannend geschrieben und liest sich leicht und schnell- immer mit einem Bezug auf die schöne Mittelmeerlandschaft. Macht Lust auf Urlaub oder man schwelgt in Urlaubserinnerungen.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Februar 2014
Kommissar Duval, gerade von Paris nach Cannes versetzt, wird gleich am ersten Arbeitstag ins kalte Mittelmeerwasser geworfen: Ein prominenter Naturfilm-Regisseur wird im Palais des Filmfestivals während einer Vorführung erschossen. Die Presse ist heiß auf Informationen, seine Vorgesetzten auf Ergebnisse, und das, bevor er sein Büro zum ersten Mal von innen gesehen hat. Es ist das exakte Gegenteil von dem Sommer-Sonne-Strand-Posting, über das sich seine ehemaligen Pariser Kollegen lustig gemacht hatten.

Dass das Mordopfer nicht der Öko-Strahlemann ist, wie die Öffentlichkeit glaubt, sondern eine sehr dunkle Seite hat, erkennt man als Leser relativ früh, jedenfalls viel früher als der arme Duval. Die Geschichte entwickelt sich dann aber doch ziemlich überraschend und beschränkt sich durchaus nicht aufs whodunnit. Justiz, Wirtschaft und gesponsorter Umweltschutz werden kräftig abgewatscht, und dass deren Vetreter nicht sonderlich subtil gezeichnet sind, mag man der Autorin verzeihen.

Hingegen fand ich es etwas bemüht, in der Übersetzung lokales Flair durch kursiv gesetzten französischen Originalton herzustellen: Dass der Roman in einem exotischen Ambiente stattfindet, wäre mir auch bewusst gewesen, wenn die Leute sich nicht immer mit Monsieur und Madame angeredet, bonjour und alors gesagt und im Restaurant einen café bestellt hätten. Da hatte ich doch erheblich mehr Vergnügen an der Beschreibung der grandiosen südfranzösischen Küche, die der Neu-Cannois Duval ebenso genießt wie der deutsche Leser.

Alles in allem eine flotte Geschichte mit einem sympathischen, leicht verwuschelten Monsieur le Commissaire, einem weniger sympathischen Mordopfer und einer ziemlich gesellschaftskritischen Story, die man diesem auf Riviera-Reiseführer gestylten Regionalkrimi - ein Eindruck, der vom Foto der Autorin kräftig unterstrichen wird! - gar nicht zugetraut hätte.

- Kostenloses Rezensionsexemplar -
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am 17. Februar 2014
Commissaire Léon Duval ist gerade von Paris nach Cannes in das ehemalige Haus seines Vaters gezogen und mitten im Renovieren, als ein Mord geschieht und er überstürzt seine neue Arbeitsstelle antreten muss. Während der Filmfestspiele in Cannes wurde im Festspielpalast ein bekannter Dokumentarfilmer erschossen. Duval steht gleich unter großem Druck, denn die Filmfestspiele müssen trotz allem weiter gehen und ein Eklat verhindert werden. Außerdem muss Duval nicht nur mit neuen Kollegen sondern auch Vorgesetzten fertig werden.
Der Krimi beginnt temporeich und erinnert an den Stil französischer Filme, schnell geht der Geschichte jedoch die Luft aus, sie verliert sich in Nebensächlichkeiten und ausufernden Dialogen. Zwar greift die Autorin brisante und politische Themen wie die Ausbeutung des Regenwaldes, Korruption bei Hilfsorganisationen und Kindesmisshandlung mit auf, das ganze wirkt allerdings sehr halbherzig. Der Glamour von Cannes und die vielfältigen Möglichkeiten dort gut essen gehen zu können, stehen im Vordergrund. Französische Polizisten scheinen gut zu verdienen, wenn sie zweimal täglich schick essen gehen können, und dass obwohl sie gerade von ihrer Familie getrennt leben. Über Duval lässt die Autorin durchblicken, dass amerikanische Krimiserien ein unrealistisches Bild der Polizeiarbeit zeigen, wirklich glaubwürdiger sind ihre Ausführungen nicht. Die Charaktere wirken flach, Spannung sucht man vergebens. Ich war mehrfach kurz davor, dass Buch beiseite zu lesen, es hat mich nicht wirklich interessiert, wer den Filmemacher warum ermordet hat.
Statt spannender Ermittlungsarbeit geht es vordergründlich um Formalitäten, Befragungen und Besprechungen strotzen von leeren Floskeln. Das mag näher an der Realität der Ermittlungsarbeit sein, erzeugt aber beim Leser gähnende Langeweile. Teilweise verpasst die Autorin Chancen Spannung aufzubauen, in dem sie beispeisweise von der Befragung Majas nur im Rückblick erzählen lässt. Auch in der Auflösung der Tat wird nur in Rückblenden berichtet, der Leser ist so nicht in der Geschichte drin, hier wäre wesentlich mehr Spannung und Dramatik möglich gewesen. Nach einem vielversprechenden Beginn war das Buch für mich eine Enttäuschung.
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am 17. Februar 2014
Das Buch "Mörderische Côte d'Azur" von Christine Cazon ist im Februar 2014 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Der Untertitel ist "Der erste Fall für Kommissar Léon Duval", es hört sich also an wie der Beginn einer neuen Krimi-Reihe.
Kommissar Duval hat sich von Paris nach Cannes versetzen lassen, wo er das Haus seines Vaters geerbt hat. Doch mitten im Einzugsstress klingelt schon sein Telefon und ruft ihn zu seinem ersten Fall am neuen Einsatzort. Ein sehr prekärer Fall, denn in der Stadt finden gerade die Filmfestspiele statt und der Tier- und Naturfilmer Serge Thibaut ist während der Presse-Vorführung seines neuen Films erschossen worden. Im Zuge seiner Ermittlungen lernt Duval den Ort, seine Arbeitskollegen, und die örtlichen Institutionen kennen, vom Bürgermeister bis zum Kioskbesitzer.
Das Cover schmückt eine Ansicht Cannes vom Hafen aus gesehen und der Himmel scheint leicht düster zu sein, ansonsten kann man dem Cover keinen Krimi ansehen. Es wirkt eher wie Urlaubslektüre und das ist es auch, aber keine schlechte.
Duval ist ein Kommissar mit Ecken und Kanten, der aber noch einen Sinn für Recht und Unrecht hat. Ein sehr sympathischer Protagonist. Die Autorin beschreibt alles sehr genau, man kann sich die Personen, den Ort, die Situationen sehr gut vorstellen. Ein Erzähler, der nicht am Geschehen teilnimmt, lässt die Geschichte für den Leser wie einen Film ablaufen. Das macht Spaß, ist wie entspannter Kino-Genuss!
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, obwohl ich anfangs Probleme hatte, mich einzufinden, die vielen französischen Ausdrücke haben mich verwirrt. Nachdem ich aber geklärt hatte, dass die Mairie das Bürgermeisteramt ist, fand ich mich ein und das Lesen fiel leicht. Die vielen französchen Worte mögen Geschmackssache sein, aber mir hat es gefallen. Man fühlte sich wie im Urlaub und es wirkte auch sehr authentisch. Manchmal holperte der Satzbau für unsere Ohren ein wenig, aber es hörte sich irgendwie südländisch an.
Christine Cazon ist ein Krimi gelungen, der ein Krimi und kein Thriller ist. Wer Blut und Ekel erwartet, ist hier falsch. Wer aber ein Buch lesen möchte, das viele Charaktere zeigt, einen Mord aufklärt (auf verschlungenen Wegen) und dazu noch Lust auf Urlaub macht, der wird hier nicht enttäuscht.
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Dieser Krimi ist in Cannes, eine der bekanntesten Städte in Südfrankreich angesiedelt. Berühmt natürlich auch wegen des alljährlichen Filmfestivals und genau dieses steht im Fokus dieses Erstlings.

Der berühmte Regisseur Serge Thibaut wird während der Vorführung seines Filmes auf seinem Platz erschossen. Kommissar Léon Duval, gerade erst aus Paris in Cannes eingetroffen, hat seinen ersten Fall und sollte den besser schon gestern als heute aufgeklärt haben, denn "The Show must go on". Viele Hindernisse wie Grösse des Festivals, eine nervende Staatsanwältin, grosses Verkehrsaufkommen/Stau stellen sich ihm in den Weg, doch sein neues Team steht hinter ihm und ermittelt ihm zuliebe teilweise auch inoffiziell.

Das "unentwirrbare Dickicht" aus dem Klappentext empfand ich nicht unentwirrbar (Duval macht seinen Job gut!), indes erfährt der Leser einiges über die Grösse und Organisation des Filmfestivals wie auch über die Korruptheit einiger Firmen im Umweltschutz-Bereich. Die Aufklärungsarbeit und das gute französische Essen natürlich kommen jedoch nicht zu kurz. Duval macht auch bereits kleine Fortschritte im "Savoir vivre" - sein Assistent Villiers macht es ihm vor. Auf die weitere Zusammenarbeit der beiden bin ich gespannt.

Sehr gut gefallen hat mir der Tatort - das Filmfestival. So hat man neben dem Mordfall an sich einige Fakten über das Festival mitbekommen.
Kurz gesagt: ein unterhaltsamer ruhiger, aber dennoch spannender Krimi, in dem nicht bereits auf Seite 55 klar ist, wer der Täter ist. 4 Punkte.
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Kommissar Léon Duval hat sich von Paris nach Cannes, seiner früheren Heimat, versetzen lassen, um Abstand von seiner Ehe zu bekommen. Noch vor seinem offiziellen Arbeitsbeginn wird er mit den Ermittlungen zu einem brisanten Mordfall beauftragt.

Mitten im Trubel der Filmfestspiele wurde ein bekannter Filmmacher für Naturfilme während seiner eigenen Filmvorführung erschossen. Die Ermittlungen verlaufen zunächst recht zäh und sind schwierig. Und das, wo doch Duvals Vorgesetzte auf eine rasche, unkomplizierte und wenig Aufsehen erregende Aufklärung drängen. Die Filmfestspiele und damit die VIPs dürfen nicht gestört werden, alles muss reibungslos weiter laufen.

Doch als Duval erste Spuren entdeckt, gibt es Interessenten, die deren Weiterverfolgung verhindern wollen. Warum ? Was soll unter den Tisch gekehrt werden und vor allem in wessen Interesse? Mit Hilfe seines Kollegen Villier und einer jungen Journalistin deckt er schließlich Ungeheuerliches auf.

Die Krimihandlung als solches ist eher ruhig und gemächlich, regelrecht unspektakulär. Die Geschichte kommt meines Erachtens nur langsam in Schwung und richtige Spannung habe ich bis zum Schluss vermisst.

Eigentlich mag ich diese Art von unblutigen Krimis sehr, wenn das Hauptaugenmerk auf der Ermittlungsarbeit und in den Charakteren der Hauptprotagonisten liegt. Nur leider erschien mir gerade dies in diesem Buch auch eher durchschnittlich.

Kommissar Duval kommt zwar recht sympathisch herüber, mit kleineren Ecken und Kanten, aber insgesamt ist mir die Darstellung der einzelnen Personen noch zu oberflächlich geblieben.

Die Ermittlungsarbeit selbst ist zwar ganz solide geschildert, aber Überraschungen gab es auch hier nicht. Vieles ist vorhersehbar und läuft nach vielbewährtem Muster ab.

Dennoch sehe ich in der Gesamtanlage dieser neuen Krimi-Reihe durchaus Potential, welches sich in weiteren Fällen hoffentlich noch entwickelt. Gerade in der Figur des Kommissars könnte meines Erachtens noch viel mehr stecken.

Auch beim Schreibstil lässt sich sicher noch das ein oder andere verbessern. Es gibt sehr viele, sehr anschauliche und detaillierte Beschreibungen. Zwar vermitteln diese eine gute Vorstellung des Ambiente – insbesondere hinsichtlich der Einblicke in die Filmfestspiele -, aber andererseits waren diese minuziösen Schilderungen teilweise einfach zu lang. Da das Buch insgesamt ja nicht besonders umfangreich ist, nehmen derartige Betrachtungen ( zu Lasten der Spannung ) einfach zu viel Raum ein.

Ich hoffe der Autorin gelingt es, dies in evt. Folgebänden zu verbessern. Dann könnte sich in meinen Augen eine durchaus lesenswerte Krimi-Reihe entwickeln. Ich würde einem 2. Teil auf jeden Fall eine Chance geben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Februar 2014
Nach der Leseprobe war ich schon skeptisch, bzw. nur mäßig interessiert. Ich hoffte darauf, dass das Buch als Ganzes noch etwas herausreißen könnte. Ich möchte der Autorin nun keineswegs zu nahe treten, und auch nichts unbegründet "verreißen". Tatsache bleibt aber, dass ich mich bei diesem Buch, so leid es mir tut, größtenteils einfach nur gelangweilt habe.

Mein erster Kritikpunkt: ich finde, die Personen werden durch die Bank ein wenig lieblos beschrieben. Jeder bekommt hübsch brav eine Macke angedichtet, und das war's dann. Und - natürlich! - hat der Kommissar ein privates Familienleben, das man nur als desaströs bezeichnen kann. Manchmal habe ich mir die Haare gerauft, etliche Sätze waren das reinste Klischee! Überhaupt hat mich insbesondere die Schilderung der Männer oft gestört, ja sogar verärgert. Es muss doch wohl mehr über französische Männer zu sagen geben, als dass sie anzügliche Witze über Frauen reißen, ständig "oh là là" sagen und hemmungslos flirten...?!

Der Fall an sich plätschert so dahin, und strotzt wieder nur so vor Klischees, die man allenthalben in Krimis schon gelesen hat. Der Vorgesetzte, der Druck macht. Der Bürgermeister, der wichtig tut. Die Akte, die "rein zufällig" verschwindet. Die Richterin, die verärgert ist. Gäääähn... Und der entscheidende Hinweis zur Lösung des Falles kommt nicht mal vom Kommissar, sondern von einer Journalistin. Eigentlich hat sie die wichtige Arbeit getan.

Über die Sprache habe ich mich auch oft gewundert. Aber das kann ja ein Problem der Übersetzung sein. Ich fand befremdlich, wie auf Teufel komm raus "französisiert" wurde. "Monsieur le commissaire", das geht ja noch. Aber "Commissaire Duval"? Und ständig diese französischen Begriffe in Kursivschrift, das sollte dem Ganzen wohl Flair verleihen. Flic, fric, oh là là, merde... wirkte alles sehr gewollt auf mich. Das hätte man "eindeutschen" können. Und dann auch noch diese ständigen Konjunktive! Im Französischen ist der Konjunktiv viel häufiger, ja, das stimmt. Aber im Deutschen wirkt das sperrig, vor allem, wenn gleich im nächsten Absatz Ausdrücke wie "sich verdünnisieren" oder "Dampf ablassen" vorkommen... nein, das hat alles nicht gepasst.

Halbwegs gefallen hat mir die Schilderung von Cannes, und dem ganzen Drumherum des Festivals. Das war fast schon interessanter als das Verbrechen! Ich habe ja einen Verdacht: die Autorin hat eigentlich "nur" ein Buch über ihre Heimatstadt verfassen wollen, und da ist dann mehr oder weniger zufällig ein Krimi draus geworden. Und auch noch einer mit einem - letztendlich - eher abgeschmackten Tatmotiv.

Nun gut - man kann dieses Buch wohl lesen, wenn man unbedingt möchte. Aber in der Liga wirklich guter Krimi-Autoren wird Frau Cazon, pardonnez-moi, noch länger nicht mitspielen.
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am 24. März 2014
Kommissar Duval ist gerade aus Paris in seine alte Heimat Cannes zurückgezogen. Er hat sich von seiner Frau und den beiden Kindern getrennt, ist in das Haus seines verstorbenen Vaters gezogen und versucht, ein neues Leben zu beginnen. Er ist noch mitten im Renovieren, da ereilt ihn ein Anruf und er muss sofort seinen ersten Mordfall übernehmen. Bei den Filmfestspielen wurde ein bekannter Regisseur namens Thibaut ermordet, mitten in der Vorstellung seines neuen Films über Umweltschutz und Regenwald wird er erschossen. Duval beginnt mit den Ermittlungen und wird erst einmal nur teilweise begeistert aufgenommen. Seine Kollegen sehen in ihm erst mal einen „Großstadt-Pariser“, die Staatsanwältin will sofort informiert werden und die Ermittlungen kommen nur langsam in Gang.
Genau das ist auch ein wenig im Buch zu spüren. Die Autorin beschreibt ausführlichst – für mich manchmal zu ausführlich – Cannes, die Häuser, Straßen, Plätze, das Essen, die Restaurants usw. Für jemanden, der sich in Cannes auskennt, macht es sicher Spaß, das zu verfolgen. Man hat sofort Bilder vor Augen. Für jemanden, der noch nie in Cannes war, ist die Ausführlichkeit manchmal ein wenig zu viel und hemmt den Fortgang der Geschichte. Es fehlt ein wenig die Spannung, auch wenn das Ende dann ganz interessant gelöst ist.
Gut gelungen war für mich die Person des Kommissars Duval. Er hat dienstlich wie privat einige Ecken und Kanten, ist manchmal unbeherrscht und auch unkonventionell. Aber er ist durchweg sympathisch und auch glaubwürdig. Man kann den Ermittlungen gut folgen und die Entscheidungen nachvollziehen und verstehen.
Insgesamt war das Buch für mich gut und flüssig zu lesen, hat aber noch Entwicklungspotential. Zusammenfassend schätze ich ein: ein guter solider Krimi, dem ein wenig mehr Spannung gut getan hätte, bei dem ich aber auch eine Fortsetzung gern lesen würde.
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