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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:22,99 €


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am 14. Februar 2014
Dieses Buch ist mit Sicherheit das tiefgehendste, das ich bisher zum Thema Burnout gelesen habe - es braucht aber den richtigen Leser.
Der „Über“titel ist leider irreführend, denn “Hilfen zur Selbsthilfe“ gibt es hier so gut wie gar nicht und ist auch überhaupt nicht die Intention des Autors, der in der Vorbemerkung schreibt: “Nicht beabsichtigt: Lebenshilfe“. Desweiteren gibt es zwar tatsächlich Fallbeispiele, unter “zahlreich“ stelle ich mir aber doch etwas anderes vor. Aber: “Theorie der inneren Erschöpfung“ trifft den Nagel auf den Kopf.

Matthias Burisch nähert sich dem Thema von allen denkbaren Seiten; so nimmt er sich viel Zeit für die Definition des Begriffes Burnout, was gar nicht so einfach ist - Burisch stellt unterschiedlichste Annäherungen ausführlich vor, beleuchtet sie kritisch und schlägt eine Brücke zur Vergangenheit. Vorgestellt werden aktuelle Forschungsergebnisse, auch zu benachbarten Forschungsgebieten wie z.B. die Psychosomatik.
Wie kommt es zu Burnout, gibt es konkrete Auslöser? Lässt sich eine allgemeingültige Burnout-Theorie formulieren? Welche Bewältigungsstrategien konnten in Studien überzeugen? Burisch berichtet auch von seinen persönlichen Erfahrungen und stellt einige ausgewählte Therapieformen vor, die nach seiner Auffassung besonders geeignet sind, um Burnout zu überwinden.

Für wen ist also nun dieses Buch geeignet bzw. nicht geeignet?
Das Buch ist sprachlich wie inhaltlich anspruchsvoll, sehr umfangreich und sehr fundiert - ein schnelles Lesen ist hier kaum möglich, da die Informationsdichte unwahrscheinlich hoch ist. Es braucht also Zeit und Konzentrationsfähigkeit, um dieses Buch durchzuarbeiten und vielen Lesern dürfte das Werk zu detailliert sein und zu sehr in die Tiefe gehen. Burisch setzt viele Vokabeln voraus, und obwohl ich wahrscheinlich behaupten kann, mich relativ gut auszukennen, war mir nicht alles geläufig (und nicht alles hat mich interessiert). Der Autor gibt in seiner Vorbemerkung den folgenden Tipp: “Überspringen Sie bitte ohne schlechtes Gewissen, was Sie zu schwer verdaulich finden (z.B. den Abschnitt Messung von Burnout, → Kap. 2.2.2). Fachbücher - auch dieses - sind Steinbrüche, aus denen man abschleppt, was man gebrauchen kann. Den Rest lässt man liegen. Man kann ja jederzeit wiederkommen.“ Diesem Vorschlag kann ich mich nur anschließen.
Der Leser sollte also im Idealfall ein tiefgehendes Interesse mitbringen sowie die Fähigkeit, Unverständliches ohne schlechte Gefühle zu überspringen.

Nicht zu erwarten sind also kurze und leicht verständliche Informationen, die einen schnellen Überblick liefern. Außerdem handelt es sich wie bereits erwähnt nicht um einen Selbsthilfe-Ratgeber, in dem man praktisch anwendbare Hilfestellungen findet, um aus dem Burnout herauszufinden.
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am 15. August 2014
Nach wie vor rollt die Burnout-Welle durch unser Land. Doch der Ton hat sich etwas verändert: das Ausbrennen nervt, wird lästig. Die Berichterstattung wird zunehmend zynisch. Das passt zum Thema Burnout wie die Faust aufs Auge: Zynismus ist eines der klassischen Burnout-Symptome. „Noch jemand ohne Burnout?“ lautete der Leitartikel der ZEIT vom 1. Dezember 2011. Und das Satire-Magazin TITANIC bietet im gleichen Monat Tipps und Selbsttests an, die gar nicht so weit entfernt von den Inhalten der ernstgemeinten Magazine sind.

Viele Coaches, Berater, Ärzte und Heilpraktiker entdecken einen riesigen neuen Markt für sich. Burnout-Fortbildungen und -Coachings werden angeboten. Alle sind plötzlich auf Burnout spezialisiert. Auch die, deren Spezialisierung noch vor einem Jahr eine ganz andere war.

Ich lese irritiert jeden neu erscheinenden Artikel über Burnout und wundere mich, wann mal die wirklichen Experten zu Wort kommen: die, die schon seit vielen Jahren zum Thema Burnout forschen und schreiben – und nicht erst in den letzten zwei, drei Jahren auf den Zug aufgesprungen sind.

Einer der wenigen wirklichen Burnout-Experten ist Prof. Dr. Matthias Burisch von der Uni Hamburg, dessen Buch ich als Fachbuch für Leser, die sich tiefer mit dem Thema Burnout beschäftigen wollen, uneingeschränkt empfehlen kann. Die erste Auflage dieses Titels erschien bereits 1989.

Wer weniger tief einsteigen möchte: als Ratgeber für Burnout-Gefährdete empfehlenswert sind die Bücher von Dr. med. Dagmar Ruhwandl - ebenfalls inhaltlich fundiert, mit einer Fülle an Anregungen - noch dazu gut geschrieben, leicht zu lesen.

Auch Buch hat eine wunderbare Schreibe: leicht verständlich, oftmals mit einem Augenzwinkern. Immer ehrlich: auch gerade dann, wenn es um die Klarstellung geht, was sich in den letzten Jahren im Thema Burnout verändert hat - und was nicht. Sehr empfehlenswert!
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am 27. Januar 2014
Um das Thema „Burnout“ wurde ein großer Hype gemacht, der zurzeit gerade wieder etwas abflacht. Letztendlich handelt es sich angeblich ja doch „nur“ um eine Erschöpfungsdepression, die den Betroffenen den Ruf verleiht, DIE LEISTUNGSTRÄGER unserer Gesellschaft zu sein. Es wird viel Geld damit verdient, Unternehmen dahingehend zu beraten, wie sie präventiv dagegen vorgehen und ihre Mitarbeiter vor einer langfristigen Krankschreibung bewahren können. Dass dabei auch viel Unsinn gemacht wird und falsche Annahmen über dieses Phänomen weit verbreitet sind, wird schnell deutlich, wenn man sich eingehender mit der Thematik befasst. Wer dies tun möchte, dem sei das bereits 1989 und nun in der 5. Auflage erschienene Buch von Prof. Dr. Matthias Burisch empfohlen, das einen sehr fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand gewährt sowie alles Wissenswerte über dieses komplexe Störungsbild beinhaltet. Insbesondere ätiologische Aspekte, die im ICD-10 (International Classification of Diseases) nicht berücksichtigt werden, spielen bei der Unterscheidung zu anderen Krankheiten eine wesentliche Rolle und geben Hinweise, worauf eine therapeutische Behandlung abzielen sollte. Obwohl anzunehmen ist, dass dieses Störungsbild weit verbreitet ist, taucht es dort bislang lediglich als Zusatzdiagnose (Z73.0) mit der lapidaren Erläuterung „Zustand der totalen Erschöpfung“ auf. Die Unterschiede zu einer Depression sind aber beachtlich: Während sich die Auslöser bei depressiven Menschen oftmals schwer finden lassen, sind sie beim Burnout relativ klar ersichtlich. Ausbrenner (vor allem im Endzustand) kämpfen und neigen dazu, Ihre Kräfte zu überschätzen. Depressive tendieren eher zu Resignation und Selbstunterschätzung. Zwar hegen auch die „Selbstverbrenner“ oftmals fundamentale Grundannahmen, die zu selbstschädigendem Verhalten führen, wie zum Beispiel jene, keine Fehler machen zu dürfen. Diese lassen sich allerdings vergleichsweise schnell ausfindig machen und können dann entsprechend modifiziert werden. Überwiegen hingegen äußere Faktoren, ist eine Veränderung der Lebens- bzw. Arbeitsbedingungen – anstatt einer Therapie – das Mittel der Wahl. Während bei Depressiven die Emotionen Melancholie und Trauer vorherrschen, sind es bei Burnout Wut und Angst, die sich auf diese Weise vermindern oder sogar auflösen lassen.

Um auch jenen von Ihnen das Buch schmackhaft zu machen, die es bereits in einer älteren Auflage besitzen, möchte ich hier aus dem Vorwort des Autors zitieren:

„Vorbemerkungen zur 5. Auflage
Nun also doch eine „nur“ überarbeitete Neuauflage des Burnout-Syndrom. Eigentlich hatte ich geplant (und auch in der 4. Auflage angekündigt), eine neue Ausgabe erst dann herauszubringen, wenn es beim Thema Burnout neue Erkenntnisse gäbe, die das Wort Durchbruch rechtfertigen würden. […] Und es gab weitere Gründe, die nunmehr vergriffene letzte Version von 2010 nicht einfach nachzudrucken: […] Was biologische Forschungsansätze gibt, galt es eine Fehleinschätzung meinerseits zu revidieren. Vor allem aber: In Deutschland droht eine seit Mitte 2011 vor allem in den Populärmedien geführte Debatte den Begriff Burnout nachhaltig zu diskreditieren; dazu möchte ich an dieser Stelle auch meine Meinung sagen. […] Noch ein Grund für eine Neuauflage: Die ersten Auflagen haben mir viel erfreuliche Leserpost und einige positive Rezensionen eingebracht. Eine häufige Aussage lautete etwa so: „Beim Lesen dachte ich oft, Sie müssen mich gekannt haben!“ Es scheint mir, der ich die Sache eingestandenermaßen von innen kenne, also gelungen zu sein, Wiedererkennungserlebnisse auszulösen. Und das, so bilde ich mir ein, nicht nur mit den einfachen Mitteln der mittlerweile überbordenden Ratgeberliteratur. […] Dieses Buch will Burnout in erster Linie verstehbar machen. Wenn schon das Lösungsideen liefert, wenn sich daraus Wegweiser für das eigene Fortkommen zimmern lassen – auch solche Zuschriften habe ich erhalten -, dann freut mich das besonders. Aber in der Regel kann ein Buch eine individuelle Beratung oder gar eine Therapie nicht ersetzen. Alles andere wäre Etikettenschwindel und Scharlatanerie.“

Das integrierende Burnout-Modell, das Prof. Dr. Burisch im 4. Kapitel erläutert, stellt aufgrund seiner Differenziertheit vieles in den Schatten, was man sonst über dieses Phänomen liest oder hört. Einen Grund, sich das Buch zu besorgen, sieht der Autor zudem in den Schlusskapiteln, in denen es um den aktuellen Forschungsstand, den neuen Trend zur „freiwilligen Selbstausbeutung“ sowie um konkrete Hilfestellungen und Therapiemöglichkeiten geht. Hier finden sich zahlreiche Hinweise, die man nicht schon 1000mal gelesen hat. Dass das tatsächlich so ist, möchte ich hiermit bestätigen!
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am 29. März 2014
Ein großartiges Buch, primär für Fachleute, welches einen fundierten und detaillierten Überblick über die vergangene und aktuelle Burnout-Forschung vermittelt. Matthias Burisch leiht uns "seine Brille", um Zusammenhänge, Differenzierungen und Querbezüge rasch zu verstehen.
Die langjährige Erfahrung und Kompetenz, sowie der Trieb eines "Schatzsuchers", welcher sich wiederum mit den Tiefen der Thematik auseinandergesetzt hat, machen auch die 5. Auflage zu einem "must have" für Fachleute und alle, die nebst der "leichten" Ratgeberliteratur auf wissenschaftlich fundiertes Material zurückgreifen wollen.
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am 14. Dezember 2013
Burisch forscht sein Urzeiten über Burnout und trägt alle relevanten Kenntnisse aus der vergangenen und aktuellen Wissenschaftsdebatte in seinem Buch zusammen. Das könnte trocken werden, wenn Burisch nicht einen sehr humorvollen, lockeren Schreibstil hätte.
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am 23. August 2015
Das Buch beinhaltet die wichtigsten Details über das Burnoutsyndrom.
Es ist gut verständlich geschrieben und führt einige Fallbeispiele mit auf!
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am 6. Februar 2014
Ich halte dieses rd. 300-seitige Buch für einen schwerverdaulichen Wissenschaftseklektizismus und habe es daher nur journalistisch quergelesen.

Gegen Ende des Buches werden Therapiemethoden - eigentlich der wichtigste Teil für einen Burnoutbetroffenen -in einer unverantwortlichen Kürze und Unzulänglichkeit dargestellt, dass es den Kaufpreis nicht wert war.

Der Autor hat sich zwar - den unzähligen Quellenangaben zu schließen - fanatisch viel Arbeit angetan (dafür 2 Sterne) und scheint dabei den Blick aufs Wesentliche verloren zu haben, den Wald vor lauter Bäume nicht mehr klar zu erkennen. Hilfsreich für einen Burnoutbetroffenen ist diese Lektüre auf Grund der Art ihrer Gestaltung wohl kaum mit einem Sammelsurium von wissenschaftlichen und meist eher pseudowissenschaftlichen Erkwenntnissen und Theorien, am Ende steht man erst wiederum ratlos da mit dem Gefühl, Opfer eines Zeitdiebstahles geworden zu sein.
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