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am 7. Juni 2017
Ich finde das Buch toll und lesenswert
Eine altruistische Einstellung wird oft als Fehler gesehen hier wird beschrieben das Sie nicht nur zum Vorteil sein kann sondern es wird hinterlegt mit menschlichen Beispielen und Fakten. Es wird auch dargestellt sie man als Altruist seine Fähigkeit geben zu wollen positiv nutzen kann ohne sich gleich von jedem ausnutzen zu lassen
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am 9. Mai 2017
Das Buch gibt einem eine neue Perspektive auf die Welt. Wirtschaft, Gesellschaft, Karriere und vielleicht auch eine Anleitung um in der heutigen Gesellschaft ein wenig Glückseligkeit zu finden.
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am 29. Februar 2016
Der Autor unterscheidet zwischen Gebern und Nehmern.

GEBER
In der Arbeitswelt sind GEBER eher selten, so der Autor. GEBER ziehen es vor, mehr zu geben als zu bekommen. Sie helfen anderen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.Geber teilen ihre Kraft, ihre Zeit, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten, Ideen und Kontakte großzügig mit anderen Menschen, die davon profitieren können.
Geber räumen diesen Werten den Vorrang ein:
- Verantwortung
- Verlässlichkeit
- Soziale Gerechtigkeit (sich um Benachteiligte kümmern)
- Mitgefühl (auf die Bedürfnisse anderer eingehen.

NEHMER
Nehmer möchten mehr bekommen als sie geben. Sie sorgen dafür, dass sich die Gegenseitigkeitswaage zu ihren Gunsten neigt, indem sie ihre eigenen Interessen über die Bedürfnisse anderer stellen. NEHMER glauben, dass die Welt von Konkurrenz geprägt ist und jeder nur an sich selber denkt.

NEHMER bevorzugen diese Werte:
- Rechtum (Geld, Besitz)
- Macht (Dominanz, Herrschaft über andere)
- Vergnügen (das Leben genießen)
- Siegen (besser sein als andere)

TAUSCHER
Es gibt noch eine dritte Kategorie: Die TAUSCHER. Am Arbeitsplatz verhalten sich nur wenige von uns ausschließlich als Geber oder Nehmer, eher schon nach dem dritten Verhaltensmuster. TAUSCHER streben nach einem Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Sie orientieren sich am Prinzip Fairness: >Wie du mir, so ich dir<.

Wissenschaftliche Studien
Der Autor bezieht sich bei seinen Erkenntnissen hauptsächlich auf Studien, Erhebungen und Erfolgschichten von GEBERN: Unternehmer, Finanzberater oder Drehbuchautoren. Eigene Erfahrungen aus der Arbeitswelt hat er so gut wie keine, wenn man einmal von seiner wissenschaftlichen Laufbahn absieht. Adam Grant ist Jahrgang 1982, mangelnde Lebenserfahrung kann man ihm nicht vorwerfen. Seine Erkenntnisse müssen deshalb nicht falsch sein.
Adam Grant hat bei seinen Studien herausgefunden, das sich GEBER was ihre Produktivität angeht am unteren Ende der Erfolgsskala befinden. Das überrascht nicht. Überraschend dagegen ist, dass am oberen Ende der Erfolgsskala ausschließlich GEBER sind. NEHMER und TAUSCHER landen in der Mitte.
Auch andere Studien bestätigen das, zum Beispiel bei Verkaufspersonal. Die unproduktivsten Mitarbeiter hatten um 25% höhere Geber-Werte als der Durchschnitt. Doch dieser Wert traf auch auf die produktivsten Mitarbeiter zu. Die beste Leistung erbrachten GEBER: Im Durchschnitt 50% mehr Jahresumsatz als die NEHMER und TAUSCHER zusammen.
Warum ist das so? GEBER müssen weder besonders nett noch selbstlos sein. Sie erziele ihre Ziele nur auf eine andere Art und Weise. Der Erfolg von GEBERN, so der Autor, erzeugt einen Welleneffekt, der den Erfolg der Menschen in ihrer näheren Umgebung stärkt. Der Erfolg muss demnach nicht auf Kosten anderer gehen. Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen ist typisch für die erfolgreichen GEBER.

Auch GEBER scheitern
Der Autor weist auf drei große Fallen hin. Manche GEBER sind
- zu vertrauensvoll
- zu einfühlsam
- zu schüchtern.
Außerdem gibt es auch unverträgliche GEBER.

Der Autor plädiert für ein großzügiges Tit-for-Tat-Verhalten, eine klare Tauschstrategie: Zuerst wird kooperiert, bis der Partner konkurriert. Dann passt man sein Verhalten an und konkurriert ebenfalls. Das sei eine extrem erfolgreiche Form des Tauschens, meint der Autor.

Fazit
Alles in allem ein interessanter Ansatz, den Adam Grant vertritt. Was will der Autor? „Geben ist seliger denn nehmen?“ Nein. Der Autor vefolgt kein moralisches Ziel. Sein Ziel ist der beste Weg zum Erfolg in einer Wettbewerbsgesellschaft.

Es gibt andere Modelle, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, wie zum Beispiel das der deutschen Neurowissenschaftlerin Tania Singer. Ihr Ziel ist der moralische Wandel, wie sie im Interview mit der ZEIT (29.5.13) sagt. Der Mensch sei kein Homo oeconomicus, der nur seine eigenen Bedürfnisse kennt. Tania Singer spricht von caring (einfühlsam, fürsorglich, mitfühlend), das genauso wie die Leistungsmotivation die Basis für ein Wirtschaftssystem werden könne. Die reine Ausrichtung auf Wettbewerb und Macht sei das Problem. „Wir müssen immer besser, effizienter und schneller sein als die andern.“
Singer geht einen Schritt weiter als Grant. Sie ist davon überzeugt, dass sich Hirnstrukturen durch Erfahrungen verändern lassen.

Auch ein interessanter Ansatz.
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am 27. April 2017
Geben und Nehmen hat mich sehr begeistert. Schon lange habe ich kein Buch mehr mit solchem Genuss gelesen. Zahlreiche interessante Studien werden zur Begründung der Argumente zitiert. Die große Klammer über allem ist: Es gibt Geber, Tauscher und Nehmer um uns herum. Dabei werden zwei Typen von Gebern unterschieden: die selbstlosen und die fremdbezogenen. Während die erste Gruppe ausgenutzt wird, ist die zweite Gruppe erfolgreicher, weil sie gleichzeitig mit dem Geben ihre eigenen Ziele nicht außer Acht lässt.

Zwei Beispiele für Forschungsergebnisse mit interessantem Ergebnis:
1. Warum wurden weltberühmte Konzertpianisten und Tennisspieler so erfolgreich?
Weil ihre ersten Lehrer den Spaß am Klavierspielen und Tennisspielen vermittelt haben, ohne dass die Lehrer selbst unbedingt zu den Besten in ihrer Disziplin gehörten. Der Rest war sehr viel Üben.

2. Können die besten Herzspezialisten und die besten Finanzanalysten ihre guten Ergebnisse bei einem Job-Wechsel mitnehmen und anderswo genauso gute Ergebnisse abliefern?
Nein. Sie brauchen ihr Team. Nur wenn das ganze Team bei komplexen Aufgaben mit wechselt, bleibt die Performance gleich. Erst mit dem Aufbau des neuen Teams kann wieder dieselbe Performance abgerufen werden.
Das ist eine klarer Hinweis für Fußballvereine, die über einen Trainerwechsel nachdenken!

Mit Hilfe eines kostenlosen Tools im Internet kann jeder selbst herausfinden, wie hoch der eigene Geberquotient ist.

Im Buch wird erklärt, was ein Reziprozitätsring ist und wie dieser eingerichtet werden kann. Wer zum Einstieg lieber einen Hollywood-Film dazu anschauen will, dem empfehle ich den Film: „ Das Glücksprinzip“ mit Helen Hunt und Kevin Spacey aus dem Jahr 2000.

Die weiterführenden Links im letzten Kapitel ermutigen zur Eigeninitiative und runden dieses Buch ab. Darin sehe ich das Alleinstellungsmerkmal im Unterschied zu den vielen anderen sehr interessanten Büchern, welche spannende Forschungsergebnisse darstellen.
Richtig. Es gibt Bücher von anderen Autoren, die eigene oder fremde Forschung ebenfalls spannend erzählen. Das Besondere in diesem Buch ist die Vielfalt der Beispiele, die abgeleiteten Ratschläge für Geber und die vielen Hinweise im letzten Kapitel „Richtig handeln“. Hier werden Möglichkeiten genannt, selbst das Geben zu üben und Freude dabei zu haben.
Fazit: Du kannst zum Geber werden! Geben muss geübt werden!

Das Buch ist ein klares Muss für alle, die in ihrer täglichen Arbeit mit Personalentscheidungen zu tun haben. Absolut inspirierend!
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am 1. Dezember 2015
Eins vorneweg. Die Übersetzung lässt sehr zu wünschen übrig, was das Leseabenteuer etwas trübt. Aber auch sonst braucht der Autor hier eine ganze Menge Seiten, um auf den (wichtigen) Punkt zu kommen: Geber sind überaus erfolgreich, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten. Das Buch plädiert für Geben statt Nehmen und stellt Strategien vor, mit denen Geber am Schluss dennoch die Gewinner anstatt die Verarschten sein sollen. Ob das immer gelingt, darf bezweifelt werden. Zumindest klingen die meisten Überlegungen recht plausibel und werden anhand zahlreicher (leider auch allzu ausufernder) Beispiele illustriert. Trotz der Minuspunkte ein wichtiges Buch, das hoffentlich mehr Menschen dazu bewegen wird, mehr zu geben als zu nehmen, die Arbeits- und Wirtschaftswelt - und damit auch das Leben ihrer Kolleginnen und Kollegen - auf eine positive Weise zu verändern und zu beeinflussen.
Also: Etwas mühsam, aber lesenswert.
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am 22. Juni 2017
„Mancher, der jemandem eine Gefälligkeit erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm in Rechnung zu stellen; ein anderer ist zwar dazu nicht sogleich bereit, denkt sich aber doch denselben in anderer Hinsicht als seinen Schuldner und hat den geleisteten Dienst immer in Gedanken. Ein Dritter dagegen weiß gewissermaßen nicht einmal, was er geleistet hat; er ist dem Weinstocke gleich, der Trauben trägt und nicht weiter will, zufrieden, dass er seine Frucht gegeben hat.“

…zitiert Adam Grant den großen Philosophenkaiser Marc Aurel auf Seite 387 in seinem Buch „Geben und Nehmen“. Ein faszinierendes Werk, das einem aufzeigt, dass die guten Typen nicht immer das Nachsehen haben und diese sogar zu den erfolgreichsten der Welt gehören.

Jeder der sich in irgendeiner Weise Erfolg in seinem Leben erhofft oder verspricht sollte zu diesem Buch greifen, denn die Welt braucht Leute, die anderen helfen und diese zu einem besseren Ort machen wollen.

Es kommen Themen vor wie die machtlose Kommunikationen, gemeinnützige Arbeit, Welleneffekt des Gebens und auch das Spenden – genau wie zum Beispiel auch Bodo Schäfer sagt vermehrt sich nämlich das Einkommen, wenn man spendet.

Eine ganz klare Leseempfehlung!
Geben und Nehmen: Warum Egoisten nicht immer gewinnen und hilfsbereite Menschen weiterkommen
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am 11. Oktober 2013
Wie das gekommen ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Jedenfalls hatte ich schon in meiner Kindheit immer mehr Freude daran, anderen etwas zu geben, als selbst zu nehmen. Zum permanenten Entsetzen meiner Mutter, die darauf zu sagen pflegte: „Für die anderen fängt er Ratten und für sich selbst nicht mal eine Maus.“

Ich habe das immer mit einem Achselzucken überhört, denn ich fand es richtig, was ich tat und konnte und wollte es auch nicht ändern. Schlecht ist es mir dabei bis hin zu einer langen, sehr befriedigenden Berufstätigkeit als Pfarrer, Seelsorger und Berater nie gegangen. Im Gegenteil.

Als ich das vorliegende Buch des Organisationspsychologen Adam Grant las, musste ich häufig an Situationen aus meinem Leben denken, wo ich auf eine tiefe und sinnvolle Weise die Weisheit jenes Satzes aus der Bibel erfahren konnte: „Geben ist seliger denn nehmen.“ (Apg. 20,35)

Adam Grant zeigt an vielen Beispielen aus unterschiedlichen Unternehmen, dass die lange Zeit gültige Auffassung, dass der Geber schwach und der Nehmer in der Beziehung der Starke ist als überholt betrachtet werden kann. Zwar trifft es nach wie vor zu, dass Menschen mit Nehmercharakteren schnell aufsteigen und auch Erfolg haben, dennoch sind sie bei ihren Mitmenschen und Mitarbeitern so beliebt wie Bauchweh. Menschen mit Gebercharakteren hingegen, so zeigt er, haben die besten Erfolgsparameter. Sie sind in einem sehr hohen Maße für ihre Geschäftspartner und Mitarbeiter glaubwürdig, weil sie immer versuchen, partnerschaftlich zu handeln. Geber sind Menschen, die mit dem Ziel arbeiten und verhandeln, alle vom Sinn und Nutzen eines gemeinsamen Ziels zu überzeugen.

Während der Nehmer auf die günstige Gelegenheit wartet, das Schnäppchen, das ihn in Vorteil bringt und die anderen zurücklässt, ist der Geber ein Mensch, der ständig selbst die Initiative ergreift, nach neuen Wegen und Lösungen sucht. Wenn er Erfolg hat, profitieren immer andere mit.

Viele Menschen ganz unterschiedlicher Professionen werden in diesem Buch vorgestellt, deren oberstes Ziel nicht die Befriedigung ihres Egos ist, sondern die Zufriedenheit, Sinn und auch Glück daraus schöpfen, anderen von Nutzen zu sein. Sie setzen das, was sie haben zum Vorteil vieler, wenn nicht aller ein, haben damit Erfolg und soziale und menschliche Anerkennung.

Es ist gut, dass es solche Menschen gibt. Und es ist gut, dass sich die Parameter anscheinend zu wandeln beginnen und auch im harten Berufsalltag über diese schon in der Bibel gepriesene Fähigkeit nachgedacht wird.
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*

Erfolgreich sein durch Geben!? Bislang waren es eher die Ellbogentypen, die Raubtiere, die Unverschämten, die Charakterlosen, die es ganz nach oben geschafft haben, also diejenigen, denen altruistischen Denken völlig fremd ist.

Der Autor des vielbesprochenen Buches "Geben und Nehmen", Adam Grant, 32, ist der jüngste Professor an der Wharton School, einer renommierten Wirtschaftsfakultät der University of Pennsylvania. Die Business Week zählt ihn zu den Top 40 der Wirtschaftswissenschaftler unter 40. Mehr als sieben Jahre lang hat er alle Hinweise auf den Wandel in der Arbeitswelt gesammelt und ausgewertet. Grant steckt in seinem Raster alle Berufstätigen in drei Schubladen:

- die Nehmenden (sie möchten möglichst viel erhalten)
- die Vergleichenden (sie geben, wollen aber auch Gegenleistungen)
- die Gebenden (sie geben ohne Gegenleistung)

Bislang dachte man, dass die Gebenden eher ausgenutzt werden und an der Karriereleiter unten hängen bleiben. Grant fand heraus, dass es tatsächlich so ist, aber genau dieser Typus auch wieder ganz oben auf der Karriereleiter auftaucht. Der Gebende hat andere Netzwerke: die meisten seiner Verbindungen sind zwar eher locker, doch »während enge Kontakte verpflichten, bauen lose Kontakte die Brücken«, schreibt Adam Grant. Die Kontakte von Gebenden würden langer halten und auch in Verhandlungen überzeugen letztendlich die Gebenden mehr als die selbstsicheren Nehmenden.

Diese Theorie ist alles andere als neu. Es gibt sie in verschiedenen Religionen und viele psychologische Testreihen hatten sich bereits mit ähnlichen Typologien befasst. Während deutsche Unternehmen bislang kaum Anstrengungen machen, Gebende zu identifizieren und zu fördern, haben amerikanische Firmen den Wert dieser Charakterausrichtung seit Langem erkannt. In den USA fördert man die Gebenden-Attitüde schon während der Schule und des Studiums. Auch Unternehmen helfen ihnen inzwischen gezielt beim Aufstieg. Denn für die Führung scheinen Gebende eben besonders geeignet zu sein. Sie vergeben Vertrauensvorschüsse, glauben in ihre Mitarbeiter und schaffen so eine positiv ausgerichtete Arbeitsatmosphäre.

+++ Meine Meinung zum Buch

Es sind sicherlich interessante Gedankenansätze, denen auch langwierige, wissenschaftliche Studien zugrunde liegen. Nur halte ich eine schmale Kategorisierung von nur 3 "Schubladen" als nicht wirklich repräsentativ für alle Arbeitnehmer. Zum anderen stelle ich den "jungfräulichen" Charakter des Gebenden im Spitzenmanagement ein wenig in Frage. Denn auch aus einem verbissen kämpfenden Haifisch kann im obersten Stockwerk ein nettes Lämmchen werden, wenn er sein letztmögliches Ziel erreicht hat. Oder aber der Haifisch ist besonders gerissen und spielt den großzügigen Gebenden, ab dem Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr mit Dutzenden von Konkurrenten herumschlagen muss.

Die sozialen Strukturen Deutschlands sind mit denen der USA nur schwer zu vergleichen, so dass es einige Anpassungen im Buch bedürft hätte, wie z. B. Beispiele aus der deutschen Arbeitswelt. Auch wird er sicherlich keinem Berufsanfänger empfehlen wollen, im harten Alltag alles zu geben und nichts zu erwarten.

Adam Grant rüttelt mit seinem Buch an den Säulen des Managements und versucht die Menschlichkeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu propagieren. Eine interessante, sehr löbliche Theorie, die hoffentlich etwas bewirken kann!

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In bester amerikanischer Sachbuchmanier stellt Adam Grant - spannend und lesenswert geschrieben - eine Vielzahl von Studien zusammen, die nicht nur im Detail die alte Weisheit belegen,derzufolge „Geben seliger macht als Nehmen", sondern darüberhinaus vielfältige Einsichten und Hinweise vermittelt, wie wir erfolgreich sein können, ohne andere zu schädigen.

Grant unterscheidet mit Geber, Nehmer und Tauscher drei grundlegende Handlungstypen, die unsere Persönlichkeit und unser Verhalten bestimmen. Er beschreibt deren Vor- und Nachteile und belegt mit Hilfe ausgewählter Studien und packend geschriebener Fallstudien, warum und auf welche Weise Geber in vielen Fällen nicht nur erfolgreicher sind, sondern darüberhinaus uns alle bereichern. Seine Analysen und Beispiele zeigen, dass Geberverhalten in Führung, Beratung, Verkauf, Politik, Unterricht und Erziehung und vielem mehr in der Regel zu besseren Ergebnissen für alle Beteiligten führt.

Mit seinen durchweg überzeugend vorgetragenen und überwiegend wissenschaftlich belegten Beispielen, liefert er Denkanstöße, die uns dazu motivieren sollen, im Privatleben und im Berufsalltag stärker Geberverhalten auszuüben. Zehn Tipps für den Transfer in die eigene Praxis mit vielen Hinweisen und links zu hilfreichen und zum Teil faszinierenden Projekten versehen geben weiterführende Anregungen.

Insgesamt also ein ausgezeichnetes Sachbuch, das fundiertes Wissen, intellektuellen Tiefgang mit einem hohem Unterhaltungs- und Praxistransferwert verbindet.

Einziger Minuspunkt: Für deutsche Leser sind die Beispiele aus der amerikanischen Baseballwelt bisweilen ermüdend. Ebenso nervig ist die einseitige Fokussierung auf überragende Erfolgstypen aus dem Business. Der „normale“ Mensch taucht bei Grant kaum auf.

Fazit: Brillante Analyse der Arbeitswelt – Spitzensachbuch mit hohem Erkenntniswert

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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am 1. Juli 2014
Ich habe mir dieses Buch auf Empfehlung gekauft. Nach den ersten Seiten konnte ich der Empfehlung zunächst entsprechen und habe die Seiten "verschlungen". In diesem Buch wird an vielen manchmal zu langartmigen Beispielen die Zielstellungen des Buches dargestellt. Interessant ist die Gegenüberstellungen von Nehmern und Gebern in der Wirtschaft. Wer eine fundierte wissenschaftliche Analyse erwartet wird enttäuscht sein. Eine Darstellung von Beispielen wie Nehmer und Geber in der Wirtschaft agieren wird in einer leichten Art vorgenommen. Es werden allerdings nur reine amerikanische Beispiele (meistens aus dem Bereich von Sport und Filmindustrie) vorgenommen, keine internationale Wirtschaftslenker. Das gute an diesem Buch ist eine Sensibilisierung zu diesen Thema. Es ist dafür gut geeignet seine eigene Position und seine eigenen Interessen zu überdenken und im Sinne der Gemeinschaft neu zu überlegen.
Fazit: Empfehlung ja, aber mit der Einschränkung. Eine praxistauglichen Anwendung kann durch dieses Buch nicht abgeleitet werden. Ein Handbuch ist es gewiss nicht. Aber es ist hilfreich sich selbst in seiner eigenen Wahrnehmung zu prüfen.
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