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am 5. März 2014
Det. Insp. Edmund Reid, ein ruhiger aber energischer Charakter. Ein Polizist und Gentleman, genauer Beobachter und analytischer Geist. Ein aufrechter Verfechter von Recht und Ordnung auf scheinbar verlorenem Posten im düsteren, von Gewalt und Verbrechen regierten Londoner Eastend. Die ruppige Polizeiarbeit seiner Epoche nicht ablehnend, doch stets aufgeschlossen neuen kriminalistischenTechniken und Ideen gegenüber, eckt er immer wieder bei seinen Vorgesetzten oder gar den Kollegen von Scotland Yard an, denen der Eifer und die unorthodoxe Beflissenheit des Whitechapel-Polizisten bisweilen ein Dorn im Auge sind. Dennoch ist der Inspektor auch Ehemann und Vater mit einem düsteren Geheimnis und gezeichnet von schmerzvollen Narben, nicht nur auf seiner linken Schulter sondern auch auf seiner Seele.

Unterstützt wird Reid von dem schweigsamen und bärbeißigen Det. Sgt. Bennet Drake, einem loyalen Mitstreiter im Kampf gegen das Verbrechen, der als Ägypten-Veteran im Krieg Dinge gesehen und getan hat, welche er lieber vergessen würde. Der tätowierte, sehnige Haudegen mit der Physiognomie eines verbeulten Dampfkessels und dem Gemüt eines Kettenhundes nimmt es als rasender Berserker mal mit einer Übermacht an Gegnern auf oder prügelt in düsteren Kerkerzellen Geständnisse aus beinahe bemitleidenswerten Ganoven heraus, mal wirbt er mit nahezu tapsiger Schüchternheit um die Hand einer Angebeteten. Knorrig wie eine verwitterte Eiche stellt er sich vor seinen Vorgesetzten oder jene, die ihm wichtig sind, teilt für diese aus oder steckt für sie ein.

Zuletzt Cpt. Homer Jackson, ein amerikanischer Militärarzt und ehemaliges Mitglied der legendären Pinkerton-Detektei. Ein zwielichtiger Lebenskünstler, Trinker und Spieler, der über ein erstaunliches medizinisches Fachwissen auf diversen Ebenen verfügt, welches nicht nur offenbar wird, wenn er in Reids Auftrag Leichen obduziert. Immer wieder überrascht der geckenhafte Captain mit verborgenen Talenten, ob nun als fähiger Chemiker, Scharfschütze oder Spion. Doch wie sicher kann man der Vertrauenswürdigkeit und Treue eines Mannes sein, der scheinbar gar nicht existiert und im Bordell der raubeinigen 'Long Susan' residiert, mit der er eine mysteriöse Vergangenheit teilt, welche ihn immer wieder einzuholen droht?

Um dieses Trio gegensätzlicher Charaktere sowie einen stimmigen Reigen aus Nebenrollen, Sidekicks und real-historischen Personen dreht sich 'Ripper Street', ein schillerndes Juwel unter den aktuellen Krimiserien.
Angesiedelt im Londoner Stadtteil Whitechapel des späten 19. Jahrhunderts, nur wenige Monate nach der Mordserie Jack the Rippers, entfaltet sich das dunkle Herz des Britischen Empires.

Im Wirbel einer sich im Umbruch befindenden Welt auf der Schwelle zur Moderne agieren die - nicht gerade makellosen - Helden häufig nur noch mit dem schieren Mut der Verzweiflung, wenn sie sich im Unrat und Elend der düsteren Gassen dem Verbrechen entgegenstemmen. Psychopathische Mörder und Menschenhändler, Korruption und Standesdünkel, brutale Kinderbanden und radikale Anarchisten, Geheimdienste und wütende Veteranen machen ihnen dabei das Leben schwer.
Man sieht sofort, diese Serie verharrt nicht in dickensianischer Melancholie oder steifen Sherlock Holmes-Klischees (auch wenn die Optik der Produktion eindeutig von Guy Ritchies Filmen um den Meisterdetektiv inspiriert wurde), sondern bringt frischen Wind ins Genre.
Was z.B. von den damaligen Zeitgenossen, wenn überhaupt zur Sprache gebracht, nur angedeutet wurde (Homosexualität, Pornographie, Drogensucht, etc), wird hier schonungslos und offen in die Handlung mit einbezogen, ohne diese jedoch zu überfrachten, sondern um das Porträt des pulsierenden Lebens im Schatten der Metropole organisch zu vervollständigen.
Und auch, wenn die Helden keine Berührungsängste haben sich der modernsten, damals verfügbaren kriminaltechnischen Methoden zu bedienen, so scheuen sie dennoch nicht davor zurück, auch auf das 'bewährte' aber scheußliche Mittel physischer Gewalt zurückzugreifen, um Informationen oder Geständnisse aus vermeintlich Schuldigen herauszufoltern.
Dabei wird dies jedoch nicht geschönt oder gar als positive Alternative zu moderner Verhörtechnik dargestellt, sondern hart und häßlich als das letzte Mittel, welches dem Verhörenden bisweilen selbst zusetzt, wenn er z.B. einen ehemaligen Kameraden, dessen Taten zwar illegal aber allzu verständlich für ihn sind, auf Befehl durchprügeln muss.

'Ripper Street' zeichnet in üppiger aber niemals überschwappender Fülle ein facettenreiches Bild der viktorianischen Ära. Grimmig, unkonventionell, manchmal ironisch und bisweilen sehr persönlich ohne gefühlsduselig zu werden.
Die Serie ist eben nicht einfach nur 'CSI Whitechapel' sondern eine eigene Gattung des historischen Krimis mit glasklaren Kanten und beinahe dokumentarischen Zügen. Getragen von großartigen Schauspielern in sich entwickelnden, abgründigen Charakterrollen und vom Kostüm bis zur Baumaschine, vom Wohnzimmermobiliar bis zum Obduktionssaal höchst liebevoll ausgestattet, erweckt 'Ripper Street' die präzise und äußerst lebendige Vision einer Zeit die zwar schon lange vergangen aber doch bisweilen erschreckend 'nahe' scheint.
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Bis zum Blu-ray Release auch von mir an dieser Stelle nur eine Empfehlung aufgrund des Serieninhaltes und der Qualität.
Die Serie ist zeitlich (wie auch örtlich) einige Wochen nach den bekannten Rippermorden angesiedelt und thematisiert diese nur am Rande, sozusagen als gemeinsames Bindeglied vieler Protagonisten. Gezeigt wird die Polizeiarbeit der Londoner H-Division, einer Polizeitruppe, die in einer der elendsten Gegenden des viktorianischen Molochs London, dem East End, ermittelt.

Historisch sehr akkurat, dramaturgisch natürlich sinnvoll den modernen Sehgewohnheiten angepasst, könnte man die Serie als ein good old Europe Pendant zu "Copper" betrachten. Wer also Interesse und Freude am Thema der "1880er" hat, wer einerseits schon sehr modern denkende, aber oft hoffnungslos in den sozialen Zwängen ihrer Zeit gefangene Menschen erleben möchte, wer neben Armut, Grausamkeit und Horror auch Liebe in den Zeiten des Typhus, warmherzige Prostituierte, knallharte Cops, die im Zeifel dann doch ihr Gewissen wiederentdecken, Verschwörer, Betrüger, Manchesterkapitalisten, soziale Spannungen, Edelmut und Armseligkeit glaubhaft inszeniert sehen will, wer in jeder Folge Wert auf gelungenen Plots und glaubhafte Kulissen legt, der liegt hier genau richtig.

Die Darsteller sind in jeder Rolle großartig, gute und kluge britische Serien setzen hier nach wie vor Maßstäbe. So auch diese hier. Ripper Street besticht zudem durch ihre Ausstattung und das überaus gelungene Entführen des Zuschauers in ein London, in dem Licht und Schatten oft nur eine Messerkligne voneinander entfernt liegen. Die einzelnen Folgen sind zwar zumeist in sich abgeschlossen, mehrere große, folgendübergreifende Geheimnisse halten das Interesse an der Handlung und der Entwicklung der Charaktere beständig hoch.

Ich erfreue mich gerade an der zweiten (und leider letzten) Staffel der Serie und kann die erste Staffel angesichts ihrer Qualität in Inhalt und Ausstattung ohne jede Einschränkung empfehlen.
22 Kommentare| 97 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juli 2016
Vorab, was Ripper Street sehr gut macht und was mir wirklich sehr gut gefällt ist, ein glaubwürdiges Bild des spätvictorianischen Londons zu zeichnen.
Man kann förmlich den Schmutz und Schweiß in den Straßen des Slums Whitechapel riechen. Die Schauspieler bringen die Faszination mit dem Rapiden technischen Fortschritt und den massiven sozialen verwerfungen dieser Zeit wirklich sehr gut rüber.

Ich fand die Englische Version hervorragend - allerdings ist es wirklich schwer zu verstehen gerade am Anfang - die Deutsche Synchronisation habe ich nicht ausführlich geschaut scheint aber in Ordnung zu sein.

Was ich eher schlecht finde, ist das bei mir immer das Gefühl aufkommt, dass durch die einzelnen Episoden etwas gehetzt wird - zum einen sind fast immer alle Personen die vorkommen irgendwie miteinander und mit dem aktuellen Fall verknüpft - was sich aber immer ein bisschen konstruiert anfühlt (für mich).
Für mich schafft Ripper Street es auch nicht ganz sich richtig zwischen Serial und Episodenorientierter Serie einzuordnen - vordergründig gibt es eine starke Episode-Orientierung und parallel wird versucht die Hintergrundhandlung schnell vorwärts zu treiben - das führt für mich dazu, dass in kaum eine Episode eines von beiden gut funktioniert.

Alles in allem - Ripper Street ist eine gute Serie mit guten Schauspielern - wenn man komplexes Britisches Englisch mag, sich für das später 19. Jahrhundert interessiert oder gerade ein paar Sherlock Holmes gelesen hat - unbedingt anschauen!
Der ganze Rest - reinschauen und gucken ob man etwas damit anfangen kann, es ist nicht perfect und nicht unbedingt "must see" aber gute Unterhaltung allemal.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Box enthält auf 3 DVDs alle 8 Folgen mit je ca. 60 Minuten der ersten Staffel einer BBC-Serie aus dem Jahr 2012. Sprache ist Englisch mit englischen UT. Das Englisch ist in Wortwahl und Grammatik z.T. recht elaboriert und dadurch nicht ganz einfach (nicht ganz so verschlungene Sätze wie in "Deadwood", aber es geht manchmal in die Richtung) und auch das Vokabular ist manchmal jenseits des üblichen Schul- und Business-Englisch (Beispielsatz: "Unless you rescind, consent to silence, he will concoct a premise for your disgrace and expulsion."). Manche Figuren sind auch in der Aussprache recht undeutlich. Auch mit UT ist es für den Nicht-Profi eine der anspruchsvolleren Serien und erfordert Konzentration.

Die Serie spielt im Jahr 1889, sechs Monate nach den Morden von Jack the Ripper. Im Mittelpunkt steht die Polizeistation im Londonder Stadtteil Whitechapel, die den Ripper vergeblich gejagt hat. Hauptpersonen sind der Leiter der Station Inspector Reid (Matthew Macfadyen), sein Sergant Bennet Drake (Jerome Flynn) und Pathologe ein Captain Homer Jackson (Adam Rothenberg). Alle drei sind eigenwillige Charaktere mit schillernder Vergangenheit, die im Laufe der Episoden enthüllt wird und immer mehr im Vordergrund steht. Reid schwankt zwischen sensiblen und durchdachten Verhalten einerseits und moralgesteuertem Zorn andererseits; seine Ehe leidet unter einem erlittenen Verlust. Drake war Soldat, ist tendenziell aufbrausend und aggressiv (in der Zusammenarbeit mit Reid auch der Mann fürs Grobe), versucht aber seine einfühlsameren Seiten zu entwickeln. Er trägt alte Kriegsgeschichten mit sich rum. Jackson ist ein etwas verkommener, aber hochintelligenter Amerikaner, lebt in einem Bordell, ist ehemaliger US-Armee-Chirurg und Pinkertonagent. Man fragt sich aber, was er früher wirklich so gemacht hat.

Die Staffel erzählt einen Fall je Episode. Es geht z.B. um geheimnisvolle Krankheitsfälle in Whitechapel, einen toten Mieteintreiber oder Unruhen im Rahmen eines Arbeiterstreiks. Anspielungen auf den Ripper und mögliche weitere Taten oder dessen Identität kommen immer mal wieder vor, spielen aber nur eine sehr kleine Rolle. Die persönlichen Geschichten der drei Hauptpersonen werden am Anfang eher angedeutet und stehen später im Mittelpunkt von Episoden, wo dann der aktuelle Fall auch mal fast in den Hintergrund gerät. Die geschehen Verbrechen sind ihrem Ausmaß und ihrer Ausgestaltung sehr modern und nicht period-like, könnten auch in einem aktuellen Cop-Film oder 24 spielen. Auch wird die Enwicklung moderner Technik und Forensik immer mit eingewoben (Kino, U-Bahn, Mikroskope, Schiffahrt, etc.), ebenso mal historische Hintergründe wie den Russland-England-Konflikt der Zeit.

Die Stimmung ist düster und dicht, die Machart oft schnell (aber nicht immer) und in stampfenden Sound und Bildern intensiv. Es erinnert an Guy Ritchies "Holmes" und "From Hell", in Gewaltanwendung und deftigen Bildern aber auch mal an Deadwood oder Jack Bauer in 24. Die Atmosphäre und die Charaktere der drei Hauptpersonen sind ebenso wichtig, manchmal gar wichtiger als die eigentlich Story.

Die Serie ist schwer zu beurteilen, da sie einen ziemlichen Genre-Mix mit sich bringt und rechten Schwankungen unterlegt. Es beginnt sehr schnell und impulsiv, dass man zwischen Begeisterung und dem Gefühl überfahren zu werden schwankt. Dann beruhigt es sich etwas und die Handlung je Episode entwickelt sich etwas langsamer, verwendet mehr Zeit für soziale Fragen. Dann gibt es den deutlichen Schwenk zu den Hintergrundgeschichten der Hauptpersonen, und es wird mehr dunkles Seelendrama mit viel Tragödie und ein bisschen Rächer-Western. Man hat das Gefühl, dass die Serie viel will, viel verschiedenes, dabei punktuell auch erreicht, aber in der Gesamtschau dann mal den Faden und die Form verliert.

Begeisternd ist die dichte Atmosphäre, das sehr aufwendige und detailgetreue Setting in Ausstattung und Kulisse und das intensive und präsente Spiel der Hauptakteure, aber auch zahlreicher starker Nebenfiguren (ein schmieriger Journalist, eine russische Kinderheimbetreiberin, Reids moralischer Ehefrau, etc.). Die Nebenfiguren sind stark angelegt, stark gespielt, aber es gibt fast ein wenig zu viele, so dass sie keine Zeit haben sich zu entwickeln und auch öfters mal zu lange in der Versenkung verschwinden.

Die Machart mit schnellen Bildern, stampfender Musik und viel Blut und Gewalt ist ein bisschen Geschmackssache. Ich habe nichts prinzipiell dagegen, aber öfters mal war es mir zu plakativ, auf den Effekt schielend. Im Gegenzug und nicht harmonisch mit den schnellen Anteilen, gibt es v.a. in der zweiten Hälfte immer mal wieder länger gestelzte Dialoge, die zu lang werden und auch etwas bemüht wirken. Durchgehendes Problem ist, dass man bei 60 Minuten je Episode und viel Zeit für Zeichnung von Figuren und Szenerie weniger für die Fortentwicklung der Handlung hat und diese daher öfters mal durch starke Zufallsfunde oder unglaubwürdige Schlussfolgerungen oder Ideen künstlich wirkend vorangetrieben werden muss.

Fazit: Durch den nicht ganz harmonischen Genre-Mix, die gestelzten Dialoge und die Überbetonung der Geschichten der Hauptpersonen war ich immer mal wieder für ein paar Minuten gelangeweilt und selten wirklich gepackt. Subjektiv würde ich drei Sterne empfinden. Aus Respekt für die technisch wirklich aufwendige und starke Leistung und das gute Schauspiel vergebe ich aber vier.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Mai 2016
Ich mag die victorianische Zeit im alten England sehr und liebe auch gute Sherlock-Holmes-Filme. Mit Ripper Street steht nun eine Serie zur Verfügung, welche die damaligen Verhältnisse wirklicht - zumindest für heutiges Verständnis - sehr gut, hart und überzeugend widerspiegelt. Die meisten Geschichten spielen sich eben in der ärmlichen Gegend um Whitechapel ab, wo einst der Ripper sein Unwesen trieb, was auch im ersten Fall noch mal eine Rolle spielt, dann aber nur noch am Rande. Was mir besonders gefällt ist die intelligente Art des Chefs Ried, gepaart mit der Schnoddrigkeit des amerikanischen Pathologen und wie beide eine Art Wegbereiter der modernen Krimis darstellen mit ihren ausgefeilten Analyse- und Aufklärungsmethoden bei denen man sich der damals zur Verfügung stehenden Chemie und Physik bedient. Die Serie nimmt sich auch immer wieder die aufkeimende Technik (Elektrifizierung, Motorisierung etc) als Aspekt für Kriminalfälle. Außerdem haben die Macher wohl gut recherchiert, was so alles um die Zeit allgemein so los war und man bekommt dadurch auch immer wieder einen gewissen historischen Lerngenuss dazu geliefert. Das mündet dann in gewisse geschichtliche Nebenbei-Ausflüge: Man lernt etwa Joseph Merrick, den Elefantenmensch kennen (Es gab in den 80ern einen guten Film über diesen tragischen, übelst missgebildeten Mann) oder man nimmt sich in der zweiten Staffel etwa auch mal der irischen Widerständler an, die sich damals nicht in der IRA sondern in der IRB organisiert haben und erste primitive Elektronik fürs Bomenbasteln verwendeten. Was mir aber manchmal nicht so gefällt ist die durchaus grausame Behandlung von verhörten Verdächtigen, bei der vor allem der durchaus als Bluthund bezeichenbare Detective Drake die Fäuste kreisen lässt. Aber damals war man wohl nicht zimperlich und das wurde wohl auch nicht geahndet. Kein Wunder, dass die Truppe allgemein nicht beliebt war bei der armen Bevölkerung.
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am 10. Dezember 2015
Die Serie habe ich mir angesehen, weil ich mich für diese Zeit interessiere und wohl so ziemlich alles dazu schon angesehen habe.

Die Serie überrascht durchaus mit einer sehr liebevollen Gestaltung, trotz all der Grausamkeiten und Morde. Für Ripper-Fans ein Muss, diese Serie mal anzusehen. Die Ausarbeitung der Charaktere nimmt erst im Laufe der ersten Staffel seine Züge an, d.h. etwas Geduld ist gefragt. Aber
es lohnt sich.

Was mit bisher fehlt (1. Staffen nur gesehen) sind langfristige Bösewichte und ich hoffe, sie kommen noch. Ich meine damit solch Bösewichte, die über mehrere Folgen hinweg ihr Unwesen treiben, ähnlich wie bei US Krimis, wo manch ganz fieser Typ auch ab und an wieder auftaucht.

FSK:
Ich würde sagen unbeaufsichtigt und je nach Gemüt könnte die Serie ab 14 freigegeben sein. Es kommt zwar Blut und Huren usw. vor, dennoch ist die historische Platzierung sehr fern von der heutigen Realität.

Fazit:
Ich schaue mir auch die nächsten Staffeln an. 4 Sterne weil ich noch Potenzial nach oben sehe insbesondere in der Produktionstechnik.
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am 31. März 2015
Seit ein paar Monaten bin ich Amazon-Prime-Kunde und durch Zufall auf diese Serie gestoßen. Was für eine Entdeckung! Hier wurde der viktorianische Krimi gepaart mit hinreißender Musik, einer intelligenten Story und absolut perfekt besetzten Charakteren. Herausgekommen ist eine Krimi-Serie, die ihresgleichen sucht. Die erste Staffel verdient die volle Punktzahl von fünf Sternen, die zweite Staffel haben wir eben erst begonnen - und wenn sie sich so weiterentwickelt, hätte sie auch sechs Sterne verdient. Ich hoffe sehr (Hallo Amazon!!!), dass es auch die dritte Staffel für Kunden in Deutschland zu sehen gibt.
"Ripper Street" ist eine Perle im öden Einheitssumpf der Serienlandschaft, ein Diamant, der von Folge zu Folge besser wird. Please - let the show go on!
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am 18. April 2015
Das ist wirklich eine Super Polizeiserie !
Geschichte, Atmosphäre und Darsteller überzeugen auf ganzer Linie.
Beim Zusehen fühle ich mich in den rauhen Strassenaltag Londons gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts zurückversetzt.
Besser als alle CSI-Serien !
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am 12. Februar 2016
Absolut der Hammer! Atmosphärisch dicht, tolle Schauspielleistung und überzeugende Charaktere. Der eine oder andere könnte man selbst auf den Mond schiessen, dennoch sind auch die bösen Jungs toll gespielt. Absolut realistisch dargestellt. Man sieht direkt Jack the Ripper um die Ecke biegen.
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TOP 500 REZENSENTam 2. März 2014
1889/Whitechapel/London: Knapp 6 Monate ist es her das Jack the Ripper die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte.
Nun taucht wieder eine Leiche auf die alle Merkmale der Ripper-Opfer vereint.
Inspector Edmund "Ed" Reid und Sergeant Bennet Drake von der H-Division werden mit der Aufklärung des Falls betraut.
Beide waren auch schon bei den Ursprünglichen Ripper-Ermittlungen dabei unter ihrem Chief Inspector Fred Abberline der daran zerbrach.
Reid findet schnell heraus das es sich um einen Trittbrettfahrer handelt und beginnt in eine andere Richtung zu ermitteln.
Damit zieht er sich den Unmut einiger zwielichtiger Gestalten und seiner Vorgesetzten zu.
Unterstützung findet er zunächst lediglich in der Person des Amerikaners und Ex-Pinkerton Agents Homer Jackson der in der Hauptsache ein hervorragender Pathologe ist.
Dieser Fall bildet aber nur den Auftakt zu einer Odyssee durch Whitechapel's dunkle Gassen und blutige Geheimnisse.

Ripper Street ist eine Wucht!!!!!!
Roh, dreckig und packend zieht diese Serie den geneigten Zuschauer ins Geschehen ohne Rücksicht auf Verluste.
Atmosphärisch grandios, Austattungs-technisch brillant und spannend ohne Ende entfalten die diversen Handlungsstränge und Storylines ihre Wirkung.
Gespickt mit stimmigen Dialogen, herausragender Charakterzeichnung und Story-tiefe begeistert dieser Mix aus Thriller und Dramaserie von der ersten Minute bis zur letzten.

Das es dabei gerne auch mal etwas derber zur Sache geht liegt in der Natur der düsteren und makaberen Geschichten.
Dabei wirkt alles so authentisch das man fast den ekligen Geruch der Strassen und Gassen in der Nase hat wenn die Kamera selbige bildgewaltig einfängt.
Faszinierend wie die Ermittler mit den mehr als beschränkten Mitteln ihrer Zeit versuchen müssen den teils übermächtigen Gegnern Herr zu werden.

Auch Darstellerisch wird hier aller feinste Arbeit abgeliefert.
Bis in die Nebenrollen überzeugen alle Schauspieler.
U.a. dabei: Matthew Macfadyen, Jerome Fleming, Adam Rothenberg, MyAnna Buring, David Dawson und Jonathan Barnwell.

Ripper Street ist also kein leichter Happen in Serienform für zwischendurch sondern wie der Moloch in dem er spielt: Erbarmungslos, Komplex und Düster......
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