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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 13. Januar 2005
Noch einmal zieht Quatermass in den Kampf gegen Aliens. Diesmal ist es eine Bedrohung aus der Vergangenheit, die im Untergrund Londons schlummerte und bei Tunnelarbeiten zutage kommt.
Ganz neu ist, dass dieser Film der einzige der Reihe ist, der in Farbe gedreht wurde. Neu ist vor allem aber auch, dass Brian Donlevy nicht mehr in der Rolle des Professors steckt, sondern dass es nun Andrew Keir ist. Keirs Quatermass ist weniger ruppig als Donlevys Quaermass, wodurch die Geschichte einen leicht anderen Ton erhält. Ich persönlich bevorzuge Keirs Darstellung. Dennoch erreicht der Film selbst nicht die Klasse von "Feinde aus dem Nichts", dem zweiten Quatermass-Abenteuer. Aber man kann trotzdem wohl sagen, dass "Das grüne Blut ..." immerhin noch ein wirklich sehr guter, bisweilen richtig schön gruseliger Steifen ist, der ungefähr qualitativ wie der erste Quatermass-Film ("Schock") ausfällt.
Oftmals wird in der Geschichte ein Lovecraft`scher Touch gesehen, und ich denke auch, dass dem wohl so ist. Jedoch empfinde ich dies nicht als so überdeutlich, dass man hier wirklich von einer Beeinflussung der Geschichte durch das Werk Lovecrafts sprechen könnte. Obschon in anderer Hinsicht doch ein deutliches Horrorelement in den Film eingeflossen ist (das Spukhaus etc.). Auf jeden Fall eine gelungene Mischung aus SF und Horror, die auch (erfolgreich) versucht, alte Überlieferungen und Ur-Erinnerungen der Menschheit in eine nachvollziehbare Handlung einfließen zu lassen.
Dieser Film wird oft unterschätzt. Ich halte ihn für sehr sehenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Juli 2014
"Das grüne Blut der Dämonen" ist ein britischer Hammerfilm, der ein den Hawks und Carpenter Klassikern "Das Ding" nicht unähnliches Horrorszenario vorstellt, dass Ausserirdische schon seit Ewigkeiten hier vergraben sind und nur darauf warten, dass wir sie wieder ausgraben - nur wird nicht in der einsamen Antarktis gegraben, sondern im London der 60er Jahre. Roy Ward Baker führte Regie in diesem Film, desssen Ausgangsgedanke sich auch in einem der besten ScienceFiction Filme aller Zeiten wiederfindet: In Kubricks genialer Bilder-Mediation "2001 - Odyssee im Weltraum" - auch dort scheint es eine ausserirdische Intelligenz zu gebne, die unsere haarigen Vorfahren die Evolutionsleiter etwas hinaufgeschbus haben. Allerdings geht es in einem Hammermovie wesentlich bodenständiger zu, heißt im Original "Qutermass and the Pit" und ist somit Fortzsetzung der beiden früheren Quatermass Filme "Schock" und "Feinde aus dem Nichts".
Bei Grabungen in der Londoner U-Bahn werden nahe der Station "Hobbs End" Skelette einer unbekannten menschlichen Frührasse gefunden. Die Species ist klein und erinert vom Aussehen her an einen Kobold. Dr. Matthew Roney (James Donald), der Paläontologe, schätzt das Alter der Funde auf ca. 5 Millionen Jahre. Weitere Grabungen bringen weitere Funde mit sich. Es wird ein Objekt freigelegt, dass man zuerst für einen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg hält. Doch die Bombe erweist sich bei ihrer Freilegung als sonderbares Flugobjekt. Colonel Breen (Julian Clover) und Prof. Bernard Quatermass (Andrew Keir) sind sich allerdings uneinig in der Bewertung des Fundes. Der Soldat denkt stur an eine unbekannte Geheimwaffe aus dem 3. Reich, für Qutermass ist das "Ding" ein Unbekanntes Flugobjekt, dass hier vermutlich schon Millionen von Jahren unter der Erde steckte. Gemeinsam mit Barbara Judd (Barbara Shelley) versucht er seine These zu beweisen, hilfreich erweisen sich dabei alte Aufzeichnungen und Überlieferungen aus früheren Epochen. Es soll an diesem Ort immer wieder Geister gegeben haben. Als dann noch heuschreckenartige Wesen bei den weiteren Grabungen freigelegt werden, wird auch eine unvorstellbare Energie präsent..
Ein Film, bei dem die Wissenschaft - vertreten durch Quatermass - die Aufgabe hat, die dunklen Realitäten, die uns umgeben, ohne dass wir es ahnen würden, ans Tageslicht zu bringen. Doch die Wahrheit ist nicht unbedingt für alle vorteilhaft. Die Insekten sind evolutionsauslösende Aliens auf der Suche nach Sklaven, der einen Entwicklungssprung unserer Urahnen zur Folge hatte. Eine Antwort auf die Frage warum wir gewalttätig sind und warum der Stärkere den Schwächeren bezwingen will ist in der Geschichte ebenfalls zu finden. All dies verleiht dem Film eine subversive Wirkung, die sowohl unheimlich wie verstörend entfaltet wird. "Das grüne Blut der Dämonen" ist ein sehr einflussreicher Klassiker des Science Fiction Genres.
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am 8. Januar 2014
Hammer, eine Firma die aus dem Horrorgenre nicht mehr wegzudenken ist. Doch neben den ganzen Dracula und Frankenstein Filmen gilt es noch weitere Schätze im Hammer Archiv zu entdecken. Anolis Entertainment brachte bereits eine ganze Reihe dieser kleinen vergessenen Perlen auf DVD heraus. Einer dieser Filme war „Das grüne Blut der Dämonen“, doch inzwischen bekommt man diese DVD nur noch zu horrenden Preisen und da trifft es sich hervorragend, dass Anolis nun eine Reihe ganz ähnlich der bereits auf DVD bekannten Hammer Reihe herausbringt. Der Clou daran ist allerdings, dass diesmal die Filme auf Bluray erscheinen. Was damals die letzte Veröffentlichung war, nämlich „Das Grüne Blut der Dämonen“ stellt nun den Beginn der neuen Reihe dar. Aber lohnt sich der Film denn überhaupt?

In einer Londoner U-Bahn Station stoßen Bauarbeiter bei ihren Arbeiten auf Skelette 5 Millionen Jahre alter Menschen. Dr. Roney und sein Team sind sofort vor Ort und können es gar nicht fassen, dass sie diesen erstaunlichen Fund in Händen halten können. Ganz neue Einblicke in die Entwicklung des Menschen sind nun möglich. Doch irgendetwas stimmt nicht und bei weiteren Ausgrabungen stoßen die Forscher auf etwas viel Größeres. Was zunächst als Bombe bezeichnet wird ist in Wirklichkeit etwas ganz anderes und nur Professor Quatermass und das Team von Dr. Roney erkennen was wirklich dahinter steckt. Doch keiner ahnt was auf die Menschlichkeit zukommt, das Grauen kommt und es macht vor nichts und niemandem halt!

Die Geschichte von „Das Grüne Blut der Dämonen“ kommt zunächst wie eine simple Forscherstory daher. Doch immer wieder verspürt man als Zuschauer ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Man fragt sich die ganze Zeit was wirklich vor sich geht. Je weiter der Film voran schreitet, umso klarer wird auch, dass die Bombe doch nicht das ist, was man zunächst denkt. Und darüber hinaus beginnen auch die Menschen, die mit diesem Koloss in Berührung gekommen sind, sich zu verändern. Das Grauen manifestiert sich unsichtbar in London und die Ignoranz der Beteiligten macht die Lage für die Menschheit nicht besser.

An dieser Stelle muss man auch sagen, dass einige Charaktere sehr klischeehaft agieren. Das beste Beispiel dafür ist das Militär, vertreten durch Cl. Breen und die Politik. Statt den Forschungen von Dr. Roney und Prof. Quatermass Glauben zu schenken, versuchen Sie lieber die Ereignisse mit relativ sinnfreien Erklärungen schön zu reden. Die Schauspieler liefern aber allesamt eine hervorragende Leistung ab. Allen voran Andrew Kier als Prof. Quatermass, der hier wahrlich die Verkörperung eines leicht verrückten, exzentrischen Forschers perfektioniert. Er strahlt eine Präsenz aus, derer sich die anderen Akteure geschlagen geben müssen. Sobald er im Bild ist, zieht er die Blicke auf sich und der Zuschauer kann nicht anders, als interessiert dem zu lauschen, was Quatermass als nächstes plant und erkennt.

Doch ein Hammerfilm lebt nunmal von seiner Atmosphäre und die ist wie bereits angesprochen stets unheilvoll und faszinierend. Allein die Szene in der Prof. Quatermass, Barbara und ein Polizist in einem verlassenen Haus sind und man versucht das plötzliche Verlassen der Gegend um 1927 herum zu erklären, kann nicht anders als perfekt beschrieben werden. Der Polizist, welcher sich in der Gegend auskennt und dort aufgewachsen ist verströmt förmlich den Aberglauben der Menschen dort und so verwundert es nicht, dass er sich sofort unwohl fühlt. Dieses Gefühl überträgt sich unweigerlich auch auf den Zuschauer. Prof. Quatermass und Barbara agieren hier als standhafte Gegenpole, da sie als Forscher eben nicht an Übernatürliches glauben können und dürfen. Genau so sagt es später auch Quatermass selber. Aber die Nerven des Zuschauers sind dennoch bis zum Reißen gespannt und als sich die Tür langsam und quietschend schließt muss man einfach zusammenzucken. Doch das war bei weitem noch nicht alles und erst der Beginn dieser Tour de Force.

Mit einfachsten Mitteln schafft es Hammer hier, dem Zuschauer immer wieder das Fürchten zu lehren. Und genau das ist es was den Filmfan so fesselt. Er wartet nur darauf was als nächstes passiert und spätestens das hervorragend durchdachte und schauerhafte Ende muss man einfach gesehen haben, um zu wissen zu was Hammer fähig war. Die Musik hält sich während des gesamten Filmes stets zurück, doch durch kleinere Sounds hier und da, schraubt sich die Anspannung des Zuschauers immer weiter in die Höhe. Was bleibt ist das Gefühl des Grauenvollen, doch nie Fassbaren.

Fazit: Das Grüne Blut der Dämonen ist ein wahres Juwel unter den ganzen Dracula und Frankenstein Verfilmungen und basiert darüber hinaus auf einer TV-Serie. Die Umsetzung ist hervorragend gelungen und dank der tollen Cast und der interessanten und spannende Story vergehen die 97 Minuten wie im Flug. Ein Film den man als Horrorfan unbedingt gesehen haben sollte und den man so schnell nicht vergessen wird.

Zur Veröffentlichung: Wie bereits angesprochen startet Anolis Entertainment gerade die Hammer Bluray Reihe und dieser Film ist die erste Auskopplung daraus. Neben der normalen Bluray, gibt es darüber hinaus noch ein wunderschön gestaltetes 1 Disc Mediabook mit einem Booklet, welches den Kauf allein schon rechtfertigt. Sehr informativ bekommt man hier alle Infos rund um die Entstehung und den Hintergrund des Filmes geliefert und es lohnt sich auf jeden Fall das Booklet bereits vor der ersten Sichtung zu lesen, da es ohne große Spoiler auskommt, aber gleichzeitig die perfekte Einstimmung für das Kommende liefert. Die Bluray selber bietet den Film in einer grandiosen Bildqualität die bei einem solchen Film wirklich Referenzwert hat. Der Ton ist klar und neben dem deutschen Ton in 7.1 bekommt man noch den englischen Ton geboten. Darüber hinaus gibt es gleich 2 Audiokommentare, entfernte Szenen, eine Super 8 Fassung des Films und ein paar Trailer. Besser geht es nicht und Anolis beweist erneut warum die Hammer Filme bei Ihnen genau an der richtigen Stelle sind. Großes Lob und weiter so.
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am 26. Dezember 2013
Die Hammer Studios hatten eine lange Tradion in der Herstellung von Horror- und Science-Fiction Filmen. 1967 widmete man sich mit dem Film "Das grüne Blut der Dämonen" dann dem Okkulten und Mystischen. Und ich finde, das ist äußerst gut gelungen. Obwohl einige der Vorrezensenten geschrieben haben, das es sich hier um den dritten und schlechtesten Film aus der Quatermass-Reihe handelt, finde ich ihn ausgesprochen gut.

Zum Film: Bei Bauarbeiten im U-Bahn-Tunnel von London machen die Arbeiter einen makabren Fund: Einen Skelettschädel und das Skelett einer menschenähnlichen Spezies. Während das Interesse der breiten Öffentlichkeit geweckt ist, versuchen die Wissenschaftler Dr. Rooney (James Donald) und Prof. Quatermass (Andrew Keir) etwas über die Herkunft der offensichtlich ein paar Millionen Jahre alten Ur-Menschen herauszufinden. Als man bei weiteren Grabungen ein seltsames metallisches Objekt findet, das für eine vermeintliche Bombe gehalten wird, schaltet sich auch das Militär ein. Die vermeintliche Bombe entpuppt sich schließlich als ein Raumschiff. Während man versucht, mit Bohrern ins Innere des Raumschiffs zu gelangen, ereignen sich eine mysteriöse Dinge. Als das Raumschiff sein Inneres schließlich selbst freigibt, ist das der Beginn einer Reihe von merkwürdigen und bizarren Begebenheiten, die schließlich in einer Katastrophe für London münden...

Was mir bei diesem Film besonders gut gefällt, ist, das die Spannung Schritt für Schritt aufgebaut wird. Die Atmosphäre des Films, das Zusammenspiel der Charaktere, das Mystische der Szenen und der paranormale Aspekt - diese Elemente werden durchgehend in diese sehr spannenden Geschichte einbezogen.

Zur Blu Ray: Der Transfer liegt hier im Format 1.66:1 vor und es wird durchgehend ein sehr gutes HD-Bild geboten. Verschmutzungen und Dropouts konnte ich keine feststellen. Die Farben werden stets sehr natürlich präsentiert. Filmkorn ist stets präsent und sorgt für einen typischen 60er Jahre britischen Kinolook. Ein sehr gutes HD-Bild also.

Die Tonformate sind Deutsch in 2.0 Mono und Englisch in 2.0 Stereo (steht so auf der Hülle) Der Ton klingt ausgesprochen gut.

Als Bonusmaterial gibt es - in den Tonformaten anzuwählen - Audiokommentare von Roy Ward Baker (Regisseur) und Nigel Kneal (Drehbuchautor)und Dr. Rolf Giesen, dazu noch Trailer in Deutsch und Englisch, TV-Spot, Interviews mit Julian Glover, Joe Dante u. a., für Fans von alten Filmmaterialen gibt es ein komplette Super 8-Fassung des Filmes (auf Deutsch) u. eine Bildergalerie

Was den FSK-Flatschen betrifft: Es gibt ein Wendecover!

Für diesen ausserordentlich spannenden, mysteriösen Thriller spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus!!
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TOP 500 REZENSENTam 12. August 2016
Beim Ausbau einer U-Bahn Station werden seltsame Skelette gefunden.
Alles deutet darauf hin das es sich um eine Frühform des Menschen handelt.
Dann aber wird ein merkwürdiges Objekt gefunden das ganz andere Schlüsse zulässt.
Es muss sich um Außerirdische handeln...aber woher kamen sie und warum strandeten sie auf der Erde?
Professor Bernard Quatermass und seine Helfer beschleicht ein grauenhafter Verdacht aber die Obrigkeiten ignorieren die Warnungen.
Die Folgen sind Fatal.....

Alles Neu in diesem Abschluss der Quatermass Trilogie aus dem Jahr 1967.
Der erste Film der Reihe in Farbe, Quatermass wird von Andrew Keir gespielt statt von Brian Donlevy und der Regisseur heißt Roy Ward Baker statt Val Guest.
Das hat dem Film aber nicht geschadet.
In gewohnter Quatermass Manier baut sich der Plot auf um dann förmlich zu explodieren.
In Sachen Ekel und heftigeren Szenen hält sich Teil 3 bis kurz vor Schluss nobel zurück aber auch das ist kein Nachteil.
Der Plot ist nämlich einfach nur Klasse.
Beständige Spannung, Wendungen, für die damalige Zeit gelungene Effekte und überraschend Komplex ist das Ganze geworden was beste Unterhaltung garantiert.

Für mich persönlich ist Teil 3 mit Teil 1 gleichzusetzen...aber das ist wie so oft Geschmackssache.
Dialoge, Settings und Soundtrack sind Spitze und die Atmosphäre schlicht Brillant.
Wer solche Sci-Fi Classics mag und ein Hammer Studio Freund ist sollte mal Reinschauen.
Neben Andrew Keir u.a. dabei: James Donald, Julian Glover, Barbara Shelley und Bryan Marshall.
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am 1. Juni 2015
Ein alter aber sehr spannender Film. Ich hatte den Film mal als jugendlicher gesehen, und bin jetzt doch sehr überrascht wie fesselnd dieser alte Hammer Film ist. Spannend, gruselig und die Bildqualität ist auch OK.
Deshalb volle Punktzahl.
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am 12. Januar 2010
Bei diesem Film handelt es sich um den dritten Teil der Hammer'schen Quatermass-Trilogie. Die ersten beiden Teile stellen für mich eine Ausnahme bei Hammer-Produktion dar, sind sie in meinen Augen nicht gerade spannungsgeladen und energetisch - zugegeben, mit dieser Meinung stehe ich ziemlich alleine da. Deswegen stand der dritte Teil auch lange in meinem Regal und musste warten, bis er endlich mal den Weg in meinen DVD-Player fand.

Es erwartete mich ein grandioser Science Fiction Film mit lovecraftschen Horrorelementen, dessen Wirkung ich keineswegs so gut beschreiben könnte, wie es Uwe Somerlad in dem Booklet macht.

Also nur kurz: ein genialer Andrew Keir als Quatermass, Barbara Shelley in ihrem (leider) letzten Hammer-Film und eine Geschichte, so aufregend, dass man anfängt, die Fußnägel abzuknabbern, weil man an den Händen nichts mehr findet. Dass da technische Details ein wenig frei in Szene gesetzt werden, ist tatsächlich egal.

Bild und Ton sind, dem Alter des Filmes entsprechend, überdurchschnittlich gut - nichts anderes kennen wir von EMS.

9 von 10 Punkten: das war ne schöne Überraschung, noch einen so guten Hammer-Film im Regal stehen zu haben. *grins*
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Anolis Entertainment startet seine neue HAMMER Blu-ray-Edition mit dem dritten Quatermass-Film „Das grüne Blut der Dämonen“. Das ist insofern nicht weiter tragisch, da die Filme keinen direkten Bezug untereinander haben (bis eben auf die Figur des Bernard Quatermass) und der vorliegende Film der erste der Reihe ist, der in Farbe gedreht wurde. So kann die Blu-ray ihre optischen Vorteile gegenüber der DVD voll ausspielen, was sich natürlich in der Bildqualität niederschlägt. Der Film stammt aus dem Jahr 1967, besitzt aber, aufgrund der hochwertigen Abtastung ein gestochen scharfes Bild, das ruckel- und flimmerfrei abläuft.
Der deutsche Titel ist ein wenig Irreführend und sollte wohl auch oder vor allen Dingen die Horror-Fans in die Kinos locken. Denn „Das Grüne Blut der Dämonen“ wird lediglich in einer Szene erwähnt, hat aber für den eigentlichen Handlungsverlauf keinerlei Bedeutung, es sei denn man versteht den Titel im übertragenen Sinne, wozu die Geschichte natürlich unweigerlich einlädt. Der Zuschauer bleibt nämlich immer auf dem Kenntnisstand der Protaognisten und die Handlung entwickelt sich für ihn ebenso überraschend wie für Quatermass und Co. Der wird übrigens sehr überzeugend von Andrew Keir verkörpert, den HAMMER-Fans unter anderem als Abt Shandor aus „Blut für Dracula“ kennen. Dieser Film wurde übrigens von Anolis für das Jahr 2014 angekündigt.
Dr. Matthew Roney wird sehr gekonnt und souverän von James Donald dargestellt, einem schottischen Theater-Schauspieler, der hier das einzige Mal für einen Genre-Film dieser Machart vor der Kamera stand. Ganz im Gegensatz zur weiblichen Hauptdarstellerin Barbara Shelley, die ebenfalls in dem oben genannten Dracula-Film mit von der Partie ist und auch in dem Science-Fiction-Klassiker „Dorf der Verdammten“ aus dem Jahr 1960 bekleidet sie die Hauptrolle. Obwohl auch die restlichen Akteure eine sehr gute Arbeit ablieferten, verblassen sie gegen dieses schauspielerisch glänzende Dreigestirn. Obwohl die Story keine offenkundigen Schockmomente vorweisen kann, besitzt der Film aufgrund der Erwartungen des Zuschauers eine subtile Spannung, die sich bis zum Finale hin steigert. Viel Wert wurde dabei auf die geschliffenen Dialoge gesetzt. Dabei darf man nicht vergessen, dass die HAMMER-Studios zu dieser Zeit noch qualitativ hochwertige Produktionen ablieferten und noch nicht auf den Sex- und Kunstblut-Zug aufgesprungen waren, der in den späten 60er und 70er Jahren das Portfolio der Produktionsfirma bestimmte. Die Story von „Das grüne Blut der Dämonen“ wird gerne mit H.P. Lovecraft verglichen, nicht ganz zu unrecht, wie ich finde. Denn auch bei Lovecraft findet sich oftmals eine außerirdische, dämonische Präsenz als omnipräsente Bedrohung und die Geschichten des amerikanischen Schriftstellers leben häufig von, im wahrsten Sinne des Wortes, unbeschreiblichen Schrecknissen und Gräueln, die die Protagonisten heimsuchen. Der Horror läuft bei vielen Erzählungen Lovecrafts im Kopf ab, so wie auch im vorliegenden Film. Es geht weniger darum was gezeigt wird, sondern um das was nicht gezeigt wird. Dadurch besitzt der Film zwar durchaus auch seine Längen, doch im Endeffekt ergibt die Geschichte von vorne bis hinten Sinn und verschreckt den Zuschauer nicht durch billige Kostüme und unnötige Brutalität.

Die Blu-ray besitzt eine Fülle von Extras, die allein schon eine Anschaffung lohnenswert machen, angefangen bei Audiokommentaren des Regisseurs, bis hin zu Interviews mit den Darstellern und bekannten Größen des Genres (Joe Dante, Kim Newman, etc.). Neben den obligatorischen Extras wie Trailer und Bildergalerien, enthält diese Version auch einen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, der den Film aus der kulturwissenschaftlichen Sicht bewertet.
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am 23. Januar 2008
10 Jahre nach "Feinde aus dem Nichts" machten sich die Hammer Studios 1967 daran, einen weiteren Quatermass Film zu produzieren, und Andrew Keir trat als Quatermass in die Fußstapfen von Brian Donlevy.

Ich persönlich halte den Film für den besten der Quatermass-Trilogie, er ist sehr unterhaltsam und voller Atmosphäre. Die Story (erneut nach einem Drehbuch von Nigel Kneale) wird packend erzählt, und die Besetzung ist ebenso gut (u.a. Barbara Shelley). Regisseur Roy Ward Baker liefert wie üblich handwerkliche Routine (er drehte für Hammer später unter anderem "Dracula-Nächte des Entsetzens" und "Gruft der Vampire").

"Das grüne Blut der Dämonen" ist dem Grusel näher als der Science Fiction, und die typisch englische Stimmung des Filmes gefällt auch. Ein wirklich guter Film, der nicht nur Hammer-Fans gefallen dürfte.
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am 2. September 2014
"Das grüne Blut der Dämonen" wird zurecht als ein außergewöhnlicher Film der "Hammer" Studios bezeichnet.
Die kultische Verehrung die dieser dritte farbige Teil der Quatermass Reihe" erfährt, soll hier auch nicht geschmälert werden. Wer's denn mag!
Doch bei jeder Lobeshymne, die der Film gerade aufgrund seiner filmhistorischen Bedeutung bekommt, kann nicht verschwiegen werden, daß es sich bei "Quatermass and the Pitt" doch aus meiner Sicht um eines der drögesten Werke der legendären Studios handelt.
Wie konnte das geschehen, spielt der Film doch mit spannenden Themen rund um fremde Invasionen, Hysterie, Paranoia im Angesicht von fremden , feindlichen Organismen und reflektiert somit ganz nebenbei ein gesellschaftliches Angstgefühl, das als phantastisch überhöhtes Spiegelbild des realen Unbehagens zur Zeit des kalten Krieges angesehen werden darf.
"Hobbs End" heißt die verwinkelte, uralte U-Bahn Station mitten im Herzen von London, ( der Name wird übrigens als augenzwinkernde Hommage Jahrzehnte später in John Carpenters "Mouth of Madness" wieder auftauchen) in der bei Renovierungsarbeiten tief in den unteren Schächten ein seltsam anmutendes, halb menschliches Skelett gefunden wird.
In billig anmutenden wackeligen Studiokulissen , die diesmal jedoch wenig überzeugend eine reale Architektur verkörpern sollen findet sich bei weiteren Ausgrabungen auch noch ein, zuerst fälschlicherweise als Bombe identifiziertes, außerirdisches Raumschiff.
Keine Möglichkeit gibt es die metallische Außenhülle des seltsamen Objektes zu öffnen.
Doch scheint das UFO über seltsame Kräfte zu verfügen.
Die Menschen in der nächsten Umgebung fangen an zu halluzinieren.
Die Bahn-Station wird weiträumig abgesperrt. Die ersten aufgeregten Schlagzeilen geistern durch die Presse.
In den eiligst zusammengesetzten Krisenstäben von Militär und Regierung kursieren die wildesten Vermutungen. Handelt es sich um einen Blindgänger der Deutschen aus dem Zweiten Weltkrieg- eine damalige unbekannte Wunderwaffe ?
Der renommierte Professor Quatermass soll nun die weiteren Nachforschungen übernehmen.
Bald wird man der schrumpeligen, toten Besatzung, die das Raumschiff beherbergt ansichtig.
Giftgrüne verstorbene Marsbewohner, knusprig grossen Heuschrecken ähnlich, die hier nun aus dem als Ufo gezogen und einer genauen Obduktion unterzogen werden.
Die Erklärung der spukhaften Vorgänge gipfelt in einer eigentlich aufsehenerregenden Theorie , bei der Erich van Däniken wahrscheinlich vor Entzücken einen Marsriegel quer geschluckt hätte..
Mars macht mobil. Die Marsianer kolonialisierten unseren Planeten, und die gesamte Menschheit ist eigentlich Teil eines perfiden außerirdischen Sozialdarwinismus.
Sprich, wer sich schon immer im normalen Alltag ständig als halber Alien fühlte zwischen all den anderen verstrahlten Saftpressen an der Bushaltestelle , bekommt hier nun die einleuchtende Erklärung für sein Unwohlsein.
Doch damit nicht genug "Das grüne Blut der Dämonen" beglückt uns noch mit treuherzig putzigen finalen zwanzig Minuten mit drei gezündeten Knallerbsen, einem phänomenalen Tischfeuerwerk zwischen rumpelnden Pappfelsen der berstenden Sperrholz- Kulisse, einem gesichtsspezifisch durchgepflügten Army -Oberst, einem im wabernden Mondlicht deppert blickenden Teufelskopf am Himmel und mit einer YPS- Heft Demonstration des faradayschen Käfigs nebst Playmobil Kran und abgebrannten Wunderkerzen. Bumm- Bumm- Peng
Schuster bleib bei deinem Leisten, könnte man den "Hammer"Studios zurufen. denn wer nur ein spärliches Budget zur Verfügung hat sollte sich tunlichst überlegen, inwieweit er sich mit aufgesetzten und knackalbernen Spezialeffekten selbst ein Aliengrab schaufelt.
Auch wenn der selbsternannte und selbst schon etwas im geistigen Orbit schwebende allseits geschätzte Rolf Giesen nicht müde wird die phänomenale Wichtigkeit des Films im Audiokommentar herunterzubeten, bleibt ein Gefühl unglaublicher Billigkeit, Lächerlichkeit und vor allem geradezu astronomisch anmutender Langeweile.
Was nutzen die aufregendsten Ideen , wenn ein Film nicht die Möglichkeit hat sie in eine spannende Geschichte, in eine packende Atmosphäre einzubetten ?
Die endlosen Debatten, Theorien, die aufgesetzten angstvollen Prophezeiungen des überforderten Expertengremiums verpuffen im Nichts wird man mit einer solch durchhängenden Dramaturgie und darüberhinaus mit einem Set- Design penetriert, das soviel Authentizität und Unbehagen transportiert wie das Schlafzimmer von Ernie und Bert.
Ein Filmplot , der ernst genommen werden will, sollte mehr Raffinesse in der Auswahl der Mittel zeigen.
Wie viel kraftvoller packender und nachhaltiger sind da die wahren Invasions -Klassiker der fünfziger, sechziger Jahre. Allen voran natürlich Siegels "Die Dämonischen" oder " Das Dorf der Verdammten".
Selbst "Krieg der Welten" wusste seine für damalige Zeit spektakuläre Ausstattung besser zu nutzen.
Wenn nicht die technische Möglichkeit besteht Tricks adäquat auf die Leinwand zu bringen, muß das Drehbuch andere, hintergründigere Wege gehen.
Hier versagt "Das grüne Blut der Dämonen" auf ganzer Linie.
Todernst werden uns die knackig, klapperigen Heuschrecken- Hoppler vom Mars präsentiert und allen ernstes geglaubt damit Bedrohung erzeugen zu können.
Ein in Raserei verfallenes hysterisches London, das viel mehr das ständige Gefühl einer erweiterten Wohnzimmerdeko offeriert, bei der man Angst haben muß, daß die Pappkarton -Häuserwände dieser Modellbauplatte nicht umfallen.
"Hammers" grosse Leistung bestand auch immer darin, Studiokulissen und künstliches Interieur mit phantasievoller glaubhafter Atmosphäre zu füllen.
Das gelingt hier mit fast nur einem Schauplatz, der Lego U- Bahn des Grauens, so gut wie überhaupt nicht.
Dramatische Szenen, packende Gefahr nicht vorhanden.
Herzliches Lachen, putzige Anteilnahme oder enervierendes Schlafbedürfnis sind die Folge.
Fazit: " Grünes Blut der Dämonen" krankt an zu hochtrabenden Ideen , die in keiner Weise mit einer gekonnten Visualisierung einhergehen.
So bleibt nur das Gefühl von Trash anstelle von Eindrücklichkeit.
Hinzu kommt ein fades zähes Drehbuch, das erst in den letzten zwanzig Minuten wenig überzeugend an Fahrt aufnimmt.
Im Jahre 1967 , mehr als 10 Jahre vor einem ewigen Klassiker wie Scotts "Alien", war die Tricktechnik und die dynamische Kameraarbeit noch nicht in dieser Richtung ausgereift.
Das muß kein Manko sein, denkt man an die besagten ähnlichen Filme.
Doch fehlt hier jede Fähigkeit eine Atmosphäre unabhängig von Plastik- Trickeffekten aufbauen zu können.
Heutzutage ist das Drama ein anderes: Es ist möglich alles und jede Idee computertechnisch zu visualisieren, dafür sind aber fast alle guten Drehbuchautoren schon vor Jahren auf einen unbekannten Planeten entführt worden.
Es ist ein extraterrestrischer Jammer.
So bleibt "Das grüne Blut der Dämonen" ein skurriler, exzentrischer S.F.- Ausflug der "Hammer Studios", jedoch kein überzeugender.
Rolf Giesen möge es mir verzeihen.
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