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am 30. August 2014
Ich bin sowohl ein Fan von David Levithian und John Green und musste dieses Buch einfach lesen. Es war sehr unterhaltsam.
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am 12. Mai 2014
Das Buch habe ich verschenkt an ein Mädchen (14 Jahre) und mir wurde von ihr berichtet, es war interessant und hat sich über das Buch gefreut. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen aber es empfiehlt sich somit als Geschenk
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TOP 500 REZENSENTam 18. Mai 2017
Die Wirren der ersten Liebe

Inhalt:
Will Grayson lebt nach seinen beiden Regeln: Mund halten und nicht auffallen. Er hat nur einen richtigen Freund, Tiny Cooper. Tiny ist entgegen seinem Namen sehr groß, sehr laut, sehr extrovertiert, sehr homosexuell, jeden Tag sehr in einen anderen verliebt. Und dann ist da noch Jane, die Will mag, aber mehr ist da nicht, oder doch?

Durch einen blöden Zufall trifft Will Grayson eines Abends auf einen anderen Jungen, der ebenfalls Will Grayson heißt. Dieser ist in der Stadt, um endlich seinen Internetfreund Isaac zu treffen, nachdem sie ein Jahr lang nur gechattet haben.

Beide Wills sind siebzehn und leben in Chicago. Doch ansonsten sind sie grundverschieden. Trotzdem beeinflussen sie sich ab jetzt gegenseitig.

Meine Meinung:
„Will & Will“ ist ein gelungenes Gemeinschaftswerk des Autorenduos. Sowohl John Green als auch David Levithan konnten mich schon jeder für sich von ihrem Können überzeugen. Im vorliegenden Roman übernimmt jeder der Autoren die Perspektive eines Wills, wobei sie sich kapitelweise abwechseln. Schon anhand des Schreibstils erkennt man sofort, von welchem Will man gerade liest, obwohl beide in der Ich-Form erzählen. Während der erste Will einen ganz normalen fortlaufenden Text hat, sind beim zweiten die Dialoge in Chatform aufgebaut. Außerdem benutzt er keinerlei Großbuchstaben. Das war für mich schon sehr gewöhnungsbedürftig und hat meinen Lesefluss öfter unterbrochen, weil ich unwillkürlich dachte: Schon wieder ein Rechtschreibfehler, das schreibt man doch groß! Von der Idee her ist es aber natürlich gut nachzuvollziehen.

Ich fand die Charaktere sehr gut ausgearbeitet, vor allem die beiden Wills und Tiny. Am Schluss hatte ich das Gefühl, diese drei schon ewig zu kennen, so intensiv haben sich die Autoren mit ihnen befasst. Manchmal hätte ich sie alle drei gerne einfach in den Arm genommen, manchmal wollte ich sie in den Hintern treten. Aber verstanden, warum sie so handeln, wie sie es nun mal tun, habe ich immer.

Ein großes Thema dieses Romans ist die Homosexualität. Hier ist der Umgang damit erfrischend normal. Zwar werden Probleme des Coming out erwähnt oder Mobbing, aber es wird auch gezeigt, dass es eben auch ganz anders geht.

Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch über die erste (homo- und heterosexuelle) Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2014
Story:
Will Grayson und Will Grayson sind 17 Jahre alt, wohnen beiden in Chicago und kämpfen mit dem Gefühlschaos der ersten Liebe, die ihr Leben ziemlich auf den Kopf stellt. Der einzige Unterschied ist, dass einer der beiden Jungs homosexuell ist und eine Onlinebeziehung mit dem dubiosen Isaac führt, während sich der andere nicht so recht entscheiden kann, ob er in seine Freundin Jane verliebt ist oder nicht. Hinzu kommt Tiny Cooper, bester und ebenfalls schwuler Freund des heterosexuellen Will und dank seiner offenen, lautstarken und extrem offensiven Art, eine Naturkatastrophe auf zwei Beinen. Dass Tiny an einem Musical arbeitet, dass sein Leben beleuchtet und bei dem sein Freund Will ebenfalls eine tragende Rolle spielen soll, ist für diesen erschreckend und beängstigend.

Als der schwule Will Grayon bei seiner ersten realen Verabreduung erfährt, dass Isaac nicht existiert, sondern von seiner Freundin Maura erfunden wurde, bricht für ihn eine Welt zusammen. Noch am selben Abend trifft er in einem Sexshop auf den anderen Will Grayson, der soeben mitbekommen hat, dass sich Jane für einen anderen Jungen interessiert. Und plötzlich ändert sich die Welt der beiden Jungen – Will stellt seinem Namensvetter seinen besten Freund Tiny Cooper vor und die beiden verstehen sich auf Anhieb. Und während sich Tiny um den betrogenen Will Grayson kümmert und sich die beiden näher kommen, versucht der andere die Fehler bei Jane wieder gut zu machen und sie für sich zu erobern …

Eigene Meinung:
„Will & Will“ stammt von den Autoren John Green und David Leviathan. Während sich letzterer der Perspektive des schwulen Wills angenommen hat, konzentriert sich John Green gänzlich auf die des heterosexuellen Wills und seiner Probleme mit seiner Freundin Jane. Die Autoren wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab, so dass der Leser zunächst zwei unterschiedliche Handlungsbögen verfolgt, die schließlich zusammengeführt werden, als sich die beiden Wills in dem Sexshop über den Weg laufen. Ab da gibt es für die Geschichte einen gemeinsamen Faktor – Tiny Cooper, der fast zu einer dritten Hauptperson mutiert, insbesondere da ihm am Ende des Romans sehr viel Platz und Handlungsspielraum eingeräumt wird. Nichtsdestotrotz stehen die beiden Wills im Zentrum. Sie dienen sinnbildlich für die heutige Jugend und zeigen, dass die Probleme nahezu identisch sind, egal ob man nun auf Jungs oder Mädchen steht. Beide müssen erwachsen werden und ihre ersten guten und schlechten Erfahrungen machen. Somit ist „Will & Will“ ein Alltagsroman über das Erwachsenwerden, das einen guten, authentischen Einblick in die heutige Zeit und Jugend gibt.

Die Charaktere sind hierbei teilweise realistisch und authentisch, teilweise extrem abgehoben. Während der schwule Will depressiv und selbstzerstörerisch ist, legt der andere Wert darauf nicht zu engen Kontakt zu anderen Personen zu haben, um nicht verletzt zu werden. Im Gegenzug dazu ist Tiny Cooper exzentrisch, schrill, laut und stellt die eigentlichen Hauptfiguren problemlos in den Schatten. Mit seiner mitreißenden Art reißt immer wieder die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und treibt so die Handlung voran. Hin und wieder wirkt er fast schon zu extrem, doch das gleicht sich dank der beiden Wills problemlos wieder aus. Zusammen mit den übrigen Charakteren wie Jane, Maura und den Mitschülern ergibt sich eine ziemlich chaotische und liebenswerte Mischung.

Stilistisch ist die „Will & Will“ Geschmackssache. Wer bereits Bücher von John Green und David Leviathan kennt, wird wissen, dass die beiden Autoren einen ungewöhnlichen, aber auch jugendlichen Stil haben. Beide Autoren schreiben aus der Ich-Perspektive, was dafür sorgt, dass sich der Leser gut in die Gefühls- und Gedankenweilt der beiden Figuren hineindenken kann. Während die Kapitel von John Green recht angenehm und übersichtlich geschrieben sind, sind die Passagen von David Leviathan extrem gewöhnungsbedürftig. Angepasst an den schwulen Will Grayson sind die Einblicke in dessen Leben knapp und im Chatstil geschrieben. Alle Worte sind klein geschrieben, Dialoge sind wie in einem Drehbuch abgefasst, ohne direkte wörtliche Rede und erklärende Beschreibungen. Das mag auf der einen Seite sehr authentisch und in gewisser Weise nah an der Jugend sein, ist auf Dauer jedoch sehr anstrengend zu lesen. Nichtsdestotrotz ist das gewählte Stilmittel nicht verkehrt, da sich der Leser auf diesem Weg gut in die unterschiedlichen Persönlichkeiten hinein versetzen kann.

Fazit:
Insgesamt ist "Will & Will“ ein gutes und authentisches Jugendbuch, dass den Eindruck vermittelt, die beiden Autoren seien selbst kaum älter als die Protagonisten. Die Geschichte ist interessant aufgebaut, bietet jedoch wenig Neues und konzentriert sich ein wenig zu sehr auf Tiny Cooper. Darüber hinaus ist der Schreibstil Geschmackssache, doch wer offen für Geschichten ist, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen und wem bereits die anderen Bücher der beiden Autoren gefallen haben, kann einen Blick riskieren. Alle anderen sollten sich vorab die Leseprobe zu Gemüte führen …
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am 7. Juni 2012
Wer mit dem Stil von John Green vertraut ist, merkt sofort während des ersten Kapitels, das dieses von ihm stammen muss. Er erzählt die Geschichte von Will Grayson, heterosexueller Freund vom homosexuellen Tiny Cooper. Und der ist der eigentliche Star dieses Romans. Tiny ist ein wahrer Riese. Er ist immer fröhlich, sehr auf sich bezogen, jeden Tag neu verliebt, total abgedreht und plant gerade, seine Lebensgeschichte als Musical an seiner Highschool auf die Bühne zu bringen. Will ist eher ein stiller Mitläufer, dem die Extravaganzen und das Schrille von Tiny zeitweilig zu viel werden, ist doch eines seiner Mottos "Shut up". Nur kein Risiko eingehen, nur nicht auffallen. Das gilt auch für Mädchen. Aus der Ferne bewundert er sie gern, aber nur nicht zu nah an sich ran kommen lassen. Er kommt daher ganz schön in Bedrängnis, als Tiny versucht, ihn mit Jane zu verkuppeln.
Der zweite Handlungsstrang ist von David Levithan erzählt. Auch er erzählt die Geschichte von Will Grayson. Nur handelt es sich um einen ganz anderen Jungen. Ein schwarzer, trauriger Typ, der nur wenig Kontakt mit anderen hat. Meistens ist er mit dem Mädchen Maura zusammen, erzählt aber nichts von sich. Dass er schwul ist, hat er bisher keinem gesagt, bis auf seinem Internetfreund Isaac. Ohne ihn kann er sich das Leben nicht vorstellen. Isaac schlägt vor, sich endlich mit ihm zu treffen. Als er beim vereinbarten Treffpunkt ankommt, findet er aber nicht Isaac, sondern den anderen Will Grayson. Und natürlich nimmt sich Tiny sofort seiner an und bringt Sonne in sein Leben. Aber Will muss erkennen, dass zu viel Sonne einfach nicht in sein dunkles Leben passt.
Und nebenbei geht es die ganze Zeit um das Musical.
Das Problem an diesem Buch ist, dass man die Handlung sehr schlecht kurz zusammenfassen kann. Es geschieht zu viel ohne richtiges Thema, was überhaupt nicht schlimm ist. Es ist einfach eine Geschichte über eine bestimmte Zeit mit wunderbaren Figuren, ihrem Zusammenspiel, über die Tragik und Komik des Lebens, über Liebe, Trauer, Freundschaft, Außenseiter und allem anderen, was im Leben passiert. Es ist hervorragend geschrieben, was Sprache und Stil angeht. Ein wirklich wunderbares Buch bis zum letzten Kapitel. An dem hätte man allerdings noch etwas arbeiten können.
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am 5. Juli 2012
Zwei Autoren, zwei Perspektiven, zwei Will Graysons . . .

Will 1 lebt nach seinen eigenen Regeln: 1.) Lass nichts zu nah an dich ran und 2.) Maul halten. So lebt er im Schatten seines einzigen wirklichen Freundes Tiny Cooper, der alles andere als "tiny" ist. Im Gegenteil: Er ist riesig, laut, emotional, immer gut gelaunt und schwul. Tiny arbeitet an seinem eigenen Musical, in dem auch Will vorkommt, was diesem alles andere als gefällt. Und dann sind da auch noch die plötzlich aufkeimenden Gefühle für Jane, die er sich gar nicht erklären kann, denn eigentlich möchte er das doch gar nicht.

Will 2 nimmt Tabletten gegen Depressionen und lebt alleine mit seiner Mutter zusammen, besser gesagt sie leben nebeneinander. Er fühlt sich im Internet wohler als im wirklichen Leben und hält sich sehr oft im Chat auf. Da hat er sich in Isaac verliebt und die beiden planen ein erstes Treffen. Im realen Leben hat Will 2 nur Maura, die sich mit ihm abgibt, doch sie ist ihm zu aufdringlich.

Die beiden Will Graysons kennen sich zu Beginn des Buches nicht. Sie wohnen beide in Chicago und treffen per Zufall aufeinander. Obwohl sie total unterschiedliche Charakteren sind, plagen die zwei ähnliche Probleme. Nach dem Treffen gehen sie wieder auseinander und sehen sich eigentlich nicht mehr. Und trotzdem beeinflussen sie sich gegenseitig und sie beginnen anders über ihr Leben nachzudenken.

Die Autoren Green und Levithan erzählen abwechselnd von "ihrem" Will. Auch stilistisch sind die Kapitel der beiden klar getrennt. Die Kapitel von Will 2 sind wie im Chat - also alles klein - geschrieben.

Zu Beginn hatte ich ein bisschen Mühe in die Geschichte reinzukommen, mich in die männlichen Jugendlichen einzufühlen. Dazu beigetragen hat wohl auch die recht flapsige Jugendsprache, die so wohl nur von männlichen Teenagern verwendet wird und eine sehr spezielle Wortkreation, die Undsoalso heisst. Dieses mir neue Wort taucht mehrfach im Buch auf und hat mich recht irritiert.

Es dauerte aber nicht lange, bis ich an dieser Geschichte um Freundschaft, erste Liebe, Vertrauensbruch und weitere typische Teenie-Probleme grossen Gefallen fand. Das Buch lebt ganz klar von den Charakteren und der direkten Erzählweise der beiden Autoren. Sie schaffen es, diese ernsten Themen emotional mitreissend, einfühlsam und mit viel Wortwitz rüberzubringen. Beim Lesen kam mir mehrfach ein Begriff in den Sinn: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt . . . So habe ich mit Will & Will Höhen und Tiefen durchlebt, wollte lachen und gleichzeitig weinen.

Die Charakteren haben Stärken und vor allem auch Schwächen. Genau diese heben sie von den meist heldenhaften und perfekten Protagonisten, in anderen Jugendbüchern ab und macht sie sehr authentisch. So konnte ich gut mit ihnen mitfühlen, denn nichts mag ich weniger als perfekte Protagonisten. Will und Will sind beide sehr vielschichtig. Sie kämpfen mit dem Erwachsen werden und versuchen herauszufinden, was sie wirklich im Leben wollen.
Aber auch die Nebencharakteren sind sehr facettenreich, allen voran Tiny Cooper. So eine Persönlichkeit ist mir wohl in meiner ganzen Lesekariere noch nie aus dem Buch gesprungen. Er ist wirklich toll ausgearbeitet, konnte mich von der ersten Begegnung an begeistern und ist ein richtiges Unikat.

Ein grosses Thema in "Will & Will" ist die Homosexualität, denn Tiny und auch Will 2 sind schwul. Und ich muss wirklich sagen, dass Green und Levithan dieses heikle Thema sehr einfühlsam und ganz ohne Vorurteile angehen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen.

Fazit:
Ein Jugendbuch mit viel Tiefgang, facettenreichen, interessanten Charakteren und trotz oftmals bedrückender Atmosphäre viel Wortwitz.' "Will & Will" hebt sich von der Masse ab und ist ein eindrückliches Leseerlebnis.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. April 2012
Der erste Satz: Als ich klein war, hat mein Vater immer zu mir gesagt: "Will, du kannst dir deine Freunde aussuchen und du kannst bei dir in der Nase bohren, aber in den Nasen deiner Freunde hat dein Finger nichts zu suchen."

Will Grayson und Will Grayson kennen sich nicht. Sie wohnen beide in Chicago und staunen nicht schlecht, als sie sich unter genauso komischen, wie tragischen Umständen in einem etwas prekären Laden über den Weg laufen. Beide plagen ähnliche Sorgen, auch wenn ihre Lebenssituation und -Ausrichtung komplett unterschiedlich ist. Auch nach dem dem Treffen werden sie nicht direkt Freunde, bzw. sehen sie sich nicht mehr. Und doch beeinflusst jeder Will Grayson das Leben und die Entscheidungen des anderen.

Das Autorenduo Green und Levithan greifen in ihrem Jugenddrama ein allgegenwärtiges und nie abnehmendes Grundsatzthema auf. Das der (ersten) Liebe unter Jugendlichen. Dieses Thema wird bei Jugendlichen immer aktuell sein, und somit treffen Green und Levithan mit ihrer Geschichte den Nagel - wie selbstverständlich - auf den Kopf.

Dabei könnten diesen Liebesgeschichten nicht unterschiedlicher ausfallen. Will #1 kommt aus einer gut situierten Familie mit bodenständigen Eltern und einem vorgefertigten Lebensweg. Er mag Mädchen, geht mit seinen (wenigen) guten Freunden aus und führt das "normale" Leben eines Teenagers. Dabei zählen für ihn im Moment vordergründig seine Auf und Ab-Gefühle für Cliquenfreundin Jane, wobei er sich schön sicher im Hintergrund hält um seinem Lebensmotto 1.) Lass nichts zu nah an dich ran und 2.) Maul halten (S. 9) treu zu bleiben.
Will #2 wohnt bei seiner alleinerziehenden Mutter. Er ist depressiv, nimmt Medikamente dagegen, und hat keine wirklichen Freunde, eher Bekanntschaften. Er mag Jungen, hat sich aber noch nicht geoutet, und sein einziger Lichtblick sind seine stundenlangen Gespräche mit Schwarm und Chatfreund Isaac. Sein Verhältnis zu seiner Mutter gestaltet sich in etwa so:

S. 45
mom: wie war's heute bei dir?
ich: mom, ich schaue fern.
mom: in einer viertelstunde gibt's abendessen.
ich: mom, ich schaue fern!
mom: dann deck doch schon mal den tisch, wenn die werbung kommt.
ich: JAAA.

Die Unterschiede der beiden Wills hätten die Autoren nicht deutlicher darstellen können, auch visuell. In der Ich-Form erzählen beide Will Graysons je ein Kapitel im Wechsel. Dabei wechselt mit jedem Erzähler nicht nur der Sprachstil, sondern auch die visuelle Umsetzung. Während die Kapitel von Will #1 normale Schrift und Kommunikation enthalten, sind die Kapitel von Will #2 komplett in Kleinschrift (Chatschrift) geschrieben. Kommunikation wird erzählt oder findet nach dialogartigem Muster (wie oben mom/ich) statt. Das ist sehr besonders und fordert vom Leser eine kurze Eingewöhnung. Danach kommt man aber schnell zu dem Schluss, dass es genau so perfekt gelungen ist, sich in beide Wills komplett hineinzuversetzen.

Das Hauptaugenmerk des Romans liegt eher auf der Geschichte des schwulen Will Grayson. Zum einen, weil die Handlung über einen gemeinsamen (schwulen) Freund zusammenläuft, zum anderen vielleicht, weil diese Thematik bei Jugendlichen leider immer noch sehr problembelastet ist.

Auch wenn die Erzählungen viel Dramatik und Probleme behandeln, strotzen sie aber gleichzeitig vor sarkastischem Wortwitz und Situationskomik ([...] roger, unser quadratschädeliger chef, erzählt groß rum, dass er und seine frau es sich an diesem wochenende >zu zweit so richtig gemütlich machen wollen< - zwinker zwinker, schnalz schnalz, popp popp, kotz kotz. S. 75/76). Ein echtes charkterliches Original ist Will #1 Freund, Tiny Cooper, den man getrost zur 3. Hauptperson küren könnte. Er sorgt, alleine durch sein Auftreten, für Schmunzler am laufenden Band. Das macht das Lesen, obwohl die Situation beider Wills bedrückend genug ist, leicht und auch sehr spaßig. Will Grayson und Will Grayson kämpfen sich durchs Leben und sind stärker, als sie sich selbst zutrauen.

Am Ende scheint jeder Will seinen Weg in dieser Geschichte gefunden zu haben. Überraschenderweise rückt der Schluss gar nicht mehr so sehr die beiden Will Grayson in den Vordergrund. Dafür ist das Ende sehr originell-lustig, wunderschön und stimmt dabei auch nachdenklich. Eine Leseerfahrung, die man nicht mehr missen möchte.

Persönliches Fazit
"Will & Will" stand zurecht auf der Top Ten Liste für die romantischsten Bücher des Jahres - auf seine Weise! Das Buch ist aktuell, originell und längenlos-alltäglich, ohne erzwungene Action oder falsche Dramatik. Ich fühlte mich oft niedergedrückt von den Gemütszuständen beider Will Grayson, musste aber gleichzeitig ständig schmunzeln und war am Ende seltsam bewegt. Man könnte fast meinen, die Autoren wären selbst noch siebzehnjährig, so authentisch liest sich "Will & Will". Jugendliche und Erwachsene - unbedingt lesen! 5 ge"will"te Sterne!
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am 12. Januar 2015
Will Grayson: 17 Jahre alt, bester Freund von Tiny Cooper, den er sich nicht ausgesucht hat, glücklich mit seinem Leben, das perfekt funktioniert, wenn er seine zwei Regeln befolgt: Maul halten und nichts zu nah an sich ran lassen.

will grayson: arm, keine freunde, ebenfalls 17, depressiv und mit isaac befreundet, den er endlich kennenlernen will, weil er so in ihn verliebt ist.

Die Unterschiede zwischen Will & Will sind groß, doch sind sie sich auch ähnlich, denn beide wissen sie nicht so recht, wie sie ihr Leben jetzt angehen sollen. Und beide werden bald erkennen müssen, dass ihr Leben nicht so funktioniert wie sie sich das vorstellen.

Ich habe mir das Buch auf Empfehlen einer Freundin gekauft, die dermaßen davon geschwärmt hat. Und sie hat Recht behalten, denn mit Will & Will gelang John Green und David Levithan ein Meisterwerk.
Ich muss gestehen, dass ich auf Seite 7 das erste Mal in Lachen ausbrechen musste und das so weiterging, denn beide Wills sind wunderbare Jungen, die authentisch handeln und mit sprühendem Sarkasmus schreiben.

ich: weißt du, was das problem mit der liebe ist?
d.a.w.g. (der andere will grayson): was?
ich: dass man sie nie ohne die wahrheit kriegt.

Und auch die Nebencharaktere wie Tiny, Wills Freund, der ein Musical schreibt und somit einen Grundstein für die Geschichte legt, Jane, eine Bekannte, die irgendwie ziemlich toll ist, Isaac und Gideon sind gut ausgearbeitet, man versteht sie total und hat sie schon auf Seite 1 ins Herz geschlossen, auch wenn sie manchmal Blödsinn machen

Will & Will kann jeder lesen, der sich auch nur ein bisschen für das Leben von heranwachsenden Jugendlichen interessiert und er wird auf keinen Fall enttäuscht werden.
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am 9. November 2014
Rezension:

Nachdem ich bereits von John Green und auch von David Levithan etwas gelesen hatte, das mir gefiel, wollte ich mir nicht entgehen lassen, was herauskommt, wenn die beiden zusammen eine Geschichte schreiben – “Will & Will”.

Da es sich mehr als nur anbietet, wird die Story aus zwei verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Zwar geht es um zwei Jungen, die gleich alt sind und gleich heißen – doch die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Während der eine Will Grayson eher ein Mitläufer ist, der sich an sein eigenes Credo, “Fresse halten”, hält, leidet der andere Will Grayson unter Depressionen und ist ein Außenseiter, der bemerkt, dass er sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt.

Man kann beide Schreibstile sehr gut lesen, wobei mich der von ‘Depri-Will’ anfangs etwas verwirrte, da in seinen Kapiteln immer alles kleingeschrieben ist, was schon mal auf den ersten Blick einen Satz sinnentstellen kann. Aber trotzdem war mir dieser Will, mit seinen vielen Problemen, um einiges sympathischer, als der andere, der mir irgendwie farblos erschien.

Als die beiden in einem Erotikshop durch Zufall aufeinandertreffen, wird die Sache kompliziert – sowohl in der Geschichte als auch diese zu beschreiben. ‘Depri-Will’ und ‘Fresse-halten-Wills’ schriller, bester Freund Tiny verlieben sich ineinander, während dieser gleichzeitig noch dabei ist, an seiner Schule ein Musical ins Leben zu rufen, das von seinem Leben handelt – der Typ ist ein wahrer Exzentriker, aber irgendwie liebenswert.

‘Fresse-halten-Will’ zieht sich hingegen immer mehr zurück, ist durch einige Inhalte des Musicals auch sauer auf Tiny und … ja – schwer zu beschreiben. Er kam mir einfach vor, als hätte er absolut kein Rückgrat. Irgendwie ist er ständig nörgelig und piensig – ein richtiger Teenager eben. Aber auch für ihn hält die Liebe etwas bereit.

Wie man sieht, ist die Geschichte schwer zu beschreiben (ja, das sagte ich bereits mehrmals). Sie handelt ganz einfach vom Leben verschiedener Teenies mit verschiedensten Charakteren und spiegelt sehr gut das wahre Leben wider. Jeder wird in diesem Buch seinen Favoriten finden (in meinem Fall ‘Depri-Will’), und im besten Fall auch die Moral erkennen: Freundschaft und Liebe sind in diesem Alter des Erwachsenwerdens alles, was zählt.

Fazit:

Zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – in einer raffinierten Geschichte, die zum Wiedererkennen einlädt und Prioritäten überdenken lässt.
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am 30. August 2013
Nachdem ich schon mehrere Werke von John Green gelesen hatte, habe ich mich dazu entschlossen, mich diesem Buch zu widmen, auch wenn es sich hier um eine geteilte Autorschaft handelte. Zunächst war ich etwas skeptisch, aber meine Zweifel verflogen schnell.

Der Versand war, wie man's auch von amazon gewohnt ist, schnell. Mittwochabend bestellt, Freitagmorgen war es dann da. In einer normalen Papp-Verpackung verpackt, das Hardcover hatte keinen Schaden genommen. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich warten wollte, bis das Buch eventuell als Taschenbuch raus kommt, doch da war ich etwas zu ungeduldig.

Zu dem Plot, also dem Inhalt: Die beiden Autoren erzählen zunächst über zwei Personen, die sich nicht kennen, eigentlich auch nichts gemeinsam haben außer den gemeinsamen Namen, bis sie durch einen unerwarteten und skurrilen Zufall zusammengebracht werden.

1. Will Grayson: Ein ziemlich stiller und eher zurückhaltender Typ, wenn auch nicht schüchtern. Er möchte keineswegs auffallen und nicht in Schwierigkeiten geraten, deshalb versucht er so gut wie es geht nach seinen zwei goldenen Regeln zu leben.
1.) Lass nichts zu nah an dich ran und 2.) Maul halten.
Das macht ihm sein schwuler bester Freund Tiny, der alles andere als "tiny" ist, jedoch ziemlich schwer, da Will trotz seiner Regeln jedes Mal aus unerklärlichen Gründen seinem Freund in den schwierigen Momenten seines Lebens beisteht, auch wenn er sich danach selbst ohrfeigen könnte. Und dann ist da noch Jane, für die er Gefühle entwickelt, die er sich nicht eingestehen möchte.

2. Will Grayson: Der zweite Protagonist, der ziemlich viel im Internet rumhängt, und dessen einziger Lichtblick ein anderer Junge namens Isaac ist, den er in einem Chat kennengelernt hat und bald auch treffen will. Neben Isaac hat Will nur Maura, ein Mädchen, das ihm eigentlich aber viel zu aufdringlich ist. So lebt er in einem kleinen Haus mit seiner Mutter zusammen, und muss auch noch Tabletten gegen seine manischen Depressionen nehmen.

In diesem Roman übernimmt John Green die Rolle von dem ersten Will Grayson, David Levithan die Rolle vom zweiten. Sie wechseln sich in jedem Kapitel ab, wobei dazukommt, dass die Kapitel des zweiten Will Grayson wie in einem Chat aufgebaut sind.

Die Schicksale der beiden Wills verbindet sich dann erst richtig durch das Musical, das Tiny schon lange geplant hat, und um das sich das Buch auch eigentlich dreht. Das Musical ist praktisch eine Auto-Biographie von Tiny, durch das er unter anderem auch bewirken möchte, dass die Welt und die Gesellschaft, bzw. seine Mitschüler mehr Offenheit und Toleranz für Homosexualität zeigen.

So nimmt die Geschichte ihren Lauf, über mehrere Spannungskurven hinweg, drastische und traurige Momente, aber auch Momente, wo der Leser das Buch zur Seite legen muss, um das eben Gelesene richtig zu verdauen, dann aber auch Situation, die urkomisch sind. Vielleicht wird sich nicht jeder Leser mit einer der Charaktere identifizieren können, doch trotzdem bin ich der Meinung, dass für jeden was dabei ist. Das große Finale, die Aufführung des Musicals, bildet auch das Ende des Buches, was unglaublich emotional ist.

Fazit: Ein Buch, dass für mich als Jugendliche sehr ansprechend geschrieben ist, und vielleicht auch mal ein anderes Thema behandelt, als wir Jugendliteratur gewöhnt sind!
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