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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2014
Lady Gaga gelingt etwas, das in der Popmusik leider viel zu selten vorkommt:
sie legt ein abwechslungsreiches, vielfältiges Album vor, das auch beim wiederholten Hören interessant bleibt und sich oft auch erst beim wiederholten Hören so richtig erschließt - anders als seichte Gefälligkeitsmelodien, die zwar auf Anhieb gut klingen, aber innerhalb von wenigen Wiederholungen belanglos werden.

Auch wenn Gaga immer wieder vorgeworfen wird, mehr Stil als Substanz zu besitzen, straft dieses Album die Kritiker doch Lügen. Natürlich haben wir es hier immer noch mit Pop zu tun, aber gerade im Vergleich mit anderen Größen der Szene hebt sich die exzentrische New Yorkerin doch nach wie vor wohltuend vom nichtssagenden Einheitsbrei ab, und dies nicht nur im Bezug auf extravagante Kostüme.
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am 6. März 2015
Lady Gaga, eine der am meißten unterschätzten Frauen im Musikbuisness, hat sich wieder einmal selbst übertroffen!

Ich kann es absolut nachvollziehen, wenn Leute mit Artpop nicht allzu viel anfangen können. Es hört sich einfach anders an als Alles, was Lady Gaga bisher veröffentlicht hat und was man zur Zeit so im Radio hört. Dabei ist Artpop so viel mehr als belanglose Kirmes-Techno, wenn man sich denn die Zeit nimmt um das Album richtig zu verstehen.

Auf den ersten Blick könnte man fast sagen, dass das Album einfach eine Ansammlung von verschiedenen Genres ist und das Lady Gaga einfach möglichst viele Musikrichtungen abdecken wollte, um möglichst viele Hörer zufrieden zu stellen. Aber die Art, wie die Songs hier ineinander greifen, wie nahtlos der Übergang von 80's-Pop (Sexxx Dreams) zu Hip Hop ( Jewels N Drugs) zu Rock (MANiCURE) funktioniert, ist wirklich einzigartig und dies zieht sich durch das gesamte Album.

Obwohl kein Song dem anderen gleicht und quasi immer ein anderes Genre abgedeckt wird, hat man am Ende des Albums das Gefühl, ein großes Ganzes gehört zu haben, alles wirkt wie aus einem Guß und dies macht Artpop zu Lady Gagas handwerklich bestem Album.

Erwähnen möchte ich auch noch den hypnotischen Sound, der sich durchs ganze Album zieht. Hervorzuheben sind hier definitiv Venus und ARTPOP, die sehr experiementell geworden sind und welche ich selbst heute, nach fast 1 1/2 Jahren noch nicht wirklich einem bestimmten Genre zuordnen kann. Große Klasse!

Fazit: Gute Musik vergeht nie und ich bin sicher, das Artpop in einigen Jahren als zu unrecht geflopptes und missverstandenes Meisterwerk, ähnlich wie Madonnas Erotica, in die Geschichte eingehen wird!
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am 3. Februar 2017
Habe diese Gummistiefel in 41 bestellt, obwohl ich eigentlich 40 trage. Der Schuh ist schmal geschnitten und deshalb passt er in 41 super und ich konnte noch ein paar Skisocken tragen. Das war am Meer genau die richtige Wahl. Ich hatte trockene und warme Füße.
Allerdings sind meine Stiefel auch noch neu und zeigen noch keine Ermüdungserscheinungen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Februar 2014
--- Inhalt ---

Lady Gagas drittes volles Studioalbum (die EP THE FAME MONSTER einmal ausgeklammert) mit dem Titel ARTPOP ist das wahrscheinlich interessante der exzentrischen Künstlerin. Es klingt nämlich nach etwas Eigenständigem und nicht nach etwas, das sie aus der Plattensammlung ihrer Eltern zweckentfremdet hat. Dass sie sich in der Vergangenheit von Madonna und anderen Popikonen inspirieren ließ, möchte ich ihr gar nicht ankreiden. Meiner Meinung nach ist die frühere Gaga die Verkörperung der guten alten Zeit, als alles irgendwie frisch und besser war.

Mittlerweile ist sie wohl an einem Punkt angekommen, an dem sie zu sich selbst gefunden hat und sich von dem inspirieren lässt, das sie geschaffen hat. In dieser Selbstfindungsphase hat sie allerdings das Rad nicht neu erfunden. Vom Genre her liegt zugegebenermaßen abwechslungsreicher Pop vor, der mehr oder minder das Beste aus den heutigen Charts wiedergibt. Lady Gagas Kunstpop liegt irgendwo zwischen Neunziger-Eurodance und Dubstep (SWINE, DONATELLA), R'n'B (DO WHAT U WANT), Siebziger-Discovibes (ARTPOP) und dröhnendem Gangster-Rap (JEWELS N’ DRUGS mit T.I., Too $hort und Twista). Nur kennt man diese klanglichen Gewänder, die sich Lady Gaga überstreift, einfach zu gut.

Inhaltlich präsentiert sie sich als toughe Powerfrau. Viele ihrer neuen Stücke haben Sex und die darin gespielten Machtverhältnisse zum Grundthema, zum Beispiel G.U.Y., DO WHAT U WANT im Duett mit R. Kelly und natürlich SEXXX DREAMS, mein persönlicher Anspieltipp. Er enthält einen hypnotisierenden Mitwippbeat, den man gut und gerne als Sex für das Ohr bezeichnen kann. Der Sound des Tracks ist schlichtweg so kaputt und die Synthies extrem zerschmettert wie in GOVERNMENT HOOKER der BORN THIS WAY-Platte. Dieser Mut zur paradoxen eingängigen Hässlichkeit steht total für Lady Gaga, genauso wie ihr Hang zur bewussten Provokation. In MARY JANE HOLLAND singt sie in wohlbekannten Metaphern über Haschischkonsum; Geräusche vom Anzünden eines Joints kann man außerdem am Anfang und Ende vernehmen.

Daran schließt sich DOPE an, das sich, dem Titel nach zu urteilen, anscheinend genauso mit dieser Thematik beschäftigt. Aber weit gefehlt: Auf jedem Album befinden sich schließlich eine oder zwei Balladen, die ihre gesanglichen Qualitäten in den Vordergrund stellen. ARTPOP weist in diesem Sinne eben DOPE und GYPSY als solche vor. DOPE ist die wahrscheinlich schönste, die sie je gemacht hat. Lady Gaga sitzt zuerst nur am Piano und trägt den Songtext von bedingungsloser Liebe gefühlvoll vor. Die Höhepunkte auf ihren Konzerten bilden genau diese Nummern, die sie ohne viel Trara am Klavier vorträgt. Die eingeschobenen Synthies wirken in der Ballade etwas deplatziert, aber trotzdem verfehlt DOPE ihre Wirkung nicht.
Bei GYPSY wurde noch mehr Tempo hinzugefügt. Die sprachlichen Spielereien zum Schluss ('Cause I'm, I'm, I'm, I'm, I'm, I'm a gypsy, gypsy, gypsy, gypsy, I'm...) ähneln nicht nur stark jenen aus MARRY THE NIGHT, sondern das Lied lehnt sich auch thematisch an die frühere Singleauskopplung aus BORN THIS WAY an. Lady Gaga mimt hier den "Lonely Hunter", eine rastlose Frau, die ungern allein einschläft, aber trotzdem die Aufregung neuer Eroberungen liebt.

--- Die Doppel-Vinyl ---

Etliche Male wurde die analoge Ausgabe von Lady Gagas ARTPOP verschoben. Man musste sich zwangsläufig fragen, ob sie aufgrund des schwachen CD-Absatzes vielleicht noch gestrichen wird. Doch jetzt, dreieinhalb Monate später, kann man die Vinyl endlich in Händen halten.
Nach der ganzen Vorfreude stellt sich aber schnell Ernüchterung ein. Die Fertigung der beiden Platten ist mehr als dürftig. Die Pressung ist optisch nicht ganz sauber, das heißt, dass mitunter kleine Kratzer auf der Oberfläche des Vinyls auszumachen sind. Wenn man eine fabrikneue Schallplatte kauft, erwartet man eigentlich eine makellose Oberfläche. Zum Glück führen diese Kratzer zu keinerlei Verfälschungen des Klangbildes.
Lady Gagas Musik ist bekanntlich immer laut, auch wenn sie leise gespielt wird. Dies verweist auf den Trend der Popindustrie, die Aufnahmen für die Masse so laut wie möglich abzumischen, damit sie unterwegs oder im Auto Nebengeräusche besser ausblenden können. Das geht jedoch auch mit einer dürftigen Dynamik, welche Musik eigentlich lebhaft macht, und zahlreichen Übersteuerungen einher. Die Vinylausgabe kann solche Verzerrungen oftmals "glätten", wenngleich nicht immer perfekt. Falls man die CD von ARTPOP oder deren MP3-Dreigabe, die Amazon mit Erwerb dieses Albums kostenlos zur Verfügung stellt, kennt, wird man kaum überrascht sein, dass auch die beiden ARTPOP-LPs stellenweise matschen.
Im Direktvergleich schneiden sie aber immer noch besser ab als die CD, denn die große Stärke der Vinyl ist die Darstellung ihrer Tiefen. Diese kommen doch viel eindrucksvoller auf dem analogen als auf dem digitalen Medium zum Tragen (Anspieltipps hierfür: JEWELS N' DRUGS und DONATELLA).
Wie ist das Set eigentlich verpackt? Auf dem Klappcover befinden sich einige leuchtende Applikationen, wie zum Beispiel die rosafarbenen Buchstaben von Lady Gagas Namen. Die Hülle wurde zudem in Hochglanzpappe veredelt. Im Inneren der Hülle findet man eine zweiseitige Aufnahme von Lady Gaga, die in diesem Moment vermutlich von Jeff Koons vor einer weißen Wand fotografiert wird, vor.
Etwas unglücklich wurden die Labels der Schallplatten gestaltet. Es befinden sich nämlich keine Seite-A bzw. Seite-B-Bezeichnungen darauf. Bei der zweiten Vinyl kann man aufgrund der Songanzahl sehen, welche die richtige Seite ist. Beim Auflegen der ersten mit jeweils vier Titeln muss man im Gegensatz dazu Rätselraten.
Zuerst total übersehen, aber vorhanden: Die Songtexte wurden auf einem Lyricsheet im Kartonärmel der ersten LP beigegeben.

--- Fazit ---

ARTPOP ist mitnichten eine klangliche Innovation für die Popwelt, aber inhaltlich das Beste, das Lady Gaga bisher geschaffen hat. Hätte man vielleicht eine andere Leadsingle als APPLAUSE gewählt, würde es mehr Zuhörern und nicht nur ihren treuergebenen Fans scheren, über was sie auf ARTPOP zu berichten hat. Lady Gaga bleibt nämlich trotz alledem eine Marke, deren Stempel sie in jedem der fünfzehn neuen Titel heraufdrückt. Solch dubiose Texte über sexuelle Befreiung kann nur sie so überzeugend an die Hörerschaft bringen.
Für die Ausgabe auf Vinyl hat man sich so lange Zeit gelassen und man hätte wirklich noch mehr herausholen können: optisch zwar ein echter Eyecatcher mit den vielen Applikationen, aber dafür klanglich nur bedingt besser als die CD (Vielleicht wäre 180-Gramm-Vinyl angebracht gewesen?) - insgesamt trotzdem eine gute Wertung von vier Sternen.
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am 14. November 2013
Vor 8 Jahren begann die erstaunliche Karriere von der schrillen Italo-Amerikanerin Stefani Germanotta alias Lady Gaga. Die 6-fache Grammy-Preisträgerin gilt in vielen Hinsichten als Trendsetterin und Pionierin, die mit einer perfekten Marketingstrategie, einigen Weltproduzenten und mithilfe von Social Network in so kurzer Zeit so viel erreichen konnte.

Ihre große Karriere begann mit dem Debut „The Fame“, der thematisch den Aufstieg des Ruhms aufgreift. Es ist eines der meistverkauften Alben einer Künstlerin und gilt als Wiederbelebung des Pops, der damals fast gar nicht mehr existierte. Mit „Just Dance“, ihrer ersten Single, erreichte sie zum ersten Mal die Spitze der amerikanischen Charts. Mit „Poker Face“ erreichte sie die ganze Welt. Es ist meiner Meinung nach eines der besten Songs, die jemals produziert wurden. Auch „Paparazzi“ und „Love Game“ wurden unvergesslich. Der unglaubliche Erfolg von Lady Gaga, die alleine mit ihrem Debut schon mehrere Rekorde brach, nahm hier ihren Anfang.

Nach „The Fame“ folgte eine Art Fortsetzung mit „The Fame Monster“, eine Anspielung auf den monströsen Erfolg ihrer Person. Von nun an nannte man sie „Mother Monster“, ihre Fans nennt sie „Little Monsters“. Man merkt: diese Frau hat einen enormen Einfluss auf die junge Generation. Nach der Veröffentlichung war die Omnipräsenz der Lady kaum zu überbieten. An jeder Ecke hörte man nun „Bad Romance“, alle sprachen über das Skandal-Video „Telephone“, die mit keiner geringeren als Beyoncé aufgenommen wurde und natürlich über „Alejandro“, dessen Video zum ersten Mal zu Zensuren in einigen Ländern führte. Mir gefiel „The Fame Monster“ nicht so sehr wie „The Fame“. Während ihr Debut noch „freundlicher“ und „cooler“ war, änderte sich die Stimmung beim Nachfolger in eher Industrial und Dark. Erfolgreich war es aber trotzdem – und wie.

Es folgten weltweit ausverkaufte Konzerte, die 1-Milliarde-Marke auf YouTube, mehrere Grammys, die ewige Frage nach ihrem wahren Geschlecht, noch schrägere Klamotten und auch neue Anzeichen auf ein brandneues Werk, dessen Titel sie damals bei einem Live-Auftritt in das Mikro gebrüllt hat. Es trägt den Namen „Born this way“. Ein Sei-so-wie-du-bist-Album, die Lady Gaga auch offiziell zu einer Gay-Ikone (was sie ja insgeheim immer war) verhalf. Als ich mir das Album gekauft habe, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Allein wegen dem Artwork hätte ich es mir nicht gekauft, aber es stand eben Lady Gaga drauf. Es ist eines der hässlichsten Alben-Cover, die ich jemals gesehen oder gekauft habe. Auch die Titel ließen mich abschrecken: „Judas“, „Black Jesus“, „Bloody Mary“. Ist Lady Gaga nun zu den Heiligen übergegangen? Meine Befürchtungen bestätigten sich. Verzweifelt habe ich nach einem zweiten „Poker Face“ oder „Bad Romance“ gesucht. Diese habe ich allerdings auch indirekt gefunden, nur in einer abgewandelten Version. „Judas“, dessen Text und Video weltweit für Furore sorgte, wurde fast genau wie „Bad Romance“ aufgebaut. Diese Frau hat sich tatsächlich selbst kopiert. Der Song, der mir nur wegen dieser Eigenschaft gefiel, handelt im übertragenen Sinne davon, dass man Menschen, die schlechte Dinge getan haben, vergeben und verzeihen soll. Dass sie diese Botschaft ausgerechnet mit einem so sensiblen und umstrittenen Thema wie Religion darstellen musste, fand ich äußert daneben. Auch andere Songs sind sehr religiös angehaucht, was man auch in diversen Videos sehen konnte. Mit „Highway Unicorn“ haben wir eine Art „Poker Face 2.0“, da beide einen identischen Versrhythmus haben – nur der Song ist eben sehr schlecht. Die einzigen Lieder, die mich so im Großen und Ganzen noch ansprechen sind „The Edge of Glory“, „Judas“ und vielleicht noch „Hair“. Der Rest ist für die Tonne. Man merkte, dass Gagas musikalische Kreativität nachließ und manche munkelten auch schon vom Abstieg eines Pop-Phänomens. Die Absatzzahlen von „Born this way“ waren enttäuschend. Sie musste ihr Album für eine kurze Zeit lang unter einem Euro verkaufen, damit sie annähernd mit dem Erstlingserfolg mithalten konnte. Irgendwie war es dann am Ende doch erfolgreich – nur nicht so wie erhofft. Wir reden hier von Lady Gaga, die Frau, die als Madonnas Nachfolgerin gehandelt wurde. Immer weniger Leute hörten Gaga, sie kam weniger im Fernsehen, ihre Videos wurden nur sehr schleppend zum Klick-Hit und auch im Radio wurden eher andere Musiker gespielt. Langsam aber sicher drohte Lady Gaga zu versinken. Am eigenen Erfolg?

Irgendwann wurden Gerüchte laut, Lady Gaga arbeite an etwas völlig Neuem. Es solle das „Album des Jahrtausends“ entstehen. Ziemlich mutig für eine Künstlerin, die mit ähnlichen Worten schon einmal für einen leichten Flop sorgte. Warum so überheblich? Aber, wenn Lady Gaga das sagt, muss ja was dran sein. Neues Album, neue Hoffnung – so war es ja immer mit der Musik. Nachdem sie mit einem (Fake)-Tattoo den Titel „ARTPOP“ (die Künstlerin möchte es in Großbuchstaben haben – wie bescheiden) auf allen möglichen Social-Network-Plattformen kundgab, kam dann auch das dritte bzw. vierte Album „ARTPOP“ auf den Markt. Ich hörte mir die Playlist gleich via iTunes an und war irgendwie… perplex. Zum einen fiel mir auf, dass die Anzahl der Songs gering ausgefallen ist, zum Zweiten fand ich das Cover irritierend. Was ist nur mit dieser Frau geworden? Gott sei Dank hat sie sich von ihrer religiös-blasphemischen Phase gelöst, vertiefte sich dann aber scheinbar in den Bereich Universum. Der Song „Venus“ zeigt das ziemlich deutlich. Insgesamt war mein Eindruck: die Songs sind nicht ganz schlecht, sie sind einfach nicht so besonders. Der Opener ist „Aura“. Ich habe Wochen davor die geleakte Version davon auf YouTube gehört und dachte erst, das sei ein Fake. Tatsächlich ist „Aura“ ein Teil des Albums, nur, dass die Verse langsamer sind. Nach dem etwas verstörenden Anfang, geht es weiter mit „Venus“. Abgesehen von der enormen Stimmverzerrung ist der Song hörbar. Aber ich kann jetzt schon sagen, lange wird er sich nicht halten. Mit „G. U. Y.“, das für „Girl under you“ steht (das einzig Kreative an dem Album) haben wir einen typischen Gaga-Song. Das überlange Video wirkt dabei fast schon verwahrlost, kann man sich aber mal anschauen. Dann wird es verruchter: „Sexxx Dreams“ ist sowas wie eine Mischung aus „Love Game“ und „Gimme more“ von Britney Spears. Hat mir anfangs gefallen, aber ich höre es mittlerweile auch nicht mehr. Der nächste „Song“ passt überhaupt nicht zu Gaga. Es handelt sich um eine Hip-Hop-Nummer, bei der unsere Gaga rappt. Dass das komplett in die Hose gehen muss, war abzusehen. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Song schon geskippt habe, weil ich gerade mal 20 Sekunden aushalte, mehr nicht. Bis jetzt ist kein wirkliches Highlight dabei gewesen und man bekommt schon Angst, dass dies so bleibt. „MANiCURE“ macht das nicht besser. Eine Rock-Nummer, die einfach sehr langweilig ist. Textlich überhaupt nicht anspruchsvoll. Wie durch Zufall beginnt die andere Hälfte des Albums gleich mit einem guten Ohrwurm. „Do what u want“ war schon vor Album-Veröffentlichung ein Fan-Favorit, und ich muss sagen, dass er ziemlich gut geworden ist. Obwohl das Instrumental so extrem ist, dass der Gesang teilweise in dem Bass-Wirrwarr untergeht, harmonieren beide Künstler gut miteinander. Nachdem Fade-Out ist man natürlich auf DEN Song überhaupt gespannt: „ARTPOP“ – der gleichnamige Track, der ja zwangsläufig was Besonderes sein muss. Hm, leider überhaupt nicht. Er ist eines der schwächsten Tracks auf dem Album. Sehr ruhig, langsam, fast belanglos. Schade. „Swine“ ist wieder so ein Song, bei dem man vor lauter Arrangements die Künstlerin selbst nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Lyrisch mag der Song gut sein, musikalisch leider nicht so. Ich würde es jetzt nicht als Auskopplung nehmen. Auch „Donatella“, eine Hommage an die Versace, ist textlich nichts Besonderes. Es geht um das übliche: Aussehen, Fashion, Dolce Vita. Passend zur ihrem Testimonial der Marke. Der Song hat mir gut gefallen, irgendwo ist er ein Ohrwurm. Man hört es halt, aber er verschwindet auch schnell wieder, wie der Rest. Der nächste Track „Fashion!“ fängt ziemlich vielversprechend an, verirrt sich dann aber irgendwo und wird zunehmend unhörbar. Das Ende ist ein totales Arrangement-Chaos, völlig unnötig – da konnte David Guetta auch nicht wirklich helfen. „Mary Jane Holland“, keine Ahnung, wer das sein soll, ist ein OK-Song. Er ist hörbar und erinnert etwas an die „The Fame Monster“ und „Born this Way“ Ära. Leider ist der Song so eingängig, dass es schnell wieder aus dem Kopf verschwindet. Mit „Dope“ haben wir die erste Ballade von Gaga. Bei „Speechless“ haben wir ja gemerkt, dass Gaga gute Balladen singen kann und keineswegs nur eine Pop-Maus ist. „Dope“, der Name sagt es schon, handelt von der Sehnsucht nach einem Menschen. Scheinbar scheint die Sehnsucht stärker als eine Droge zu sein. Na, ja, kann jeder gut oder schlecht finden, ich fand es lange sehr emotional und tue es immer noch. Leider wird der Song regelrecht durch den nicht gerade unauffälligen Bass im Hintergrund verschlungen. Die Stimme von Lady Gaga ist teilweise so stark, dass sie sich überschlägt. Also genau genommen ist es keine richtige Ballade, aber hörbar auf jeden Fall. So, jetzt kommen wir langsam zum Ende des Albums. Nochmal die Chance, es allen zu zeigen. Na, ja. „Gypsy“ ist zwar textlich gelungen, die Bridge ist anziehend, aber der Refrain ähnelt sehr „Marry the night“ und „Hair“. Die Aufzählung von verschiedenen Ländern am Ende fand ich sehr kindisch und unpassend. Man merkt, dass die Kreativität hier nicht so groß war. Der letzte Song ist „Applause“. Der hat mir schon vor Veröffentlichung sehr gut gefallen. Ich kann ihn nur empfehlen. Er ist zusammen mit „Do what u want“ ein starker Song. Man hört sich zwar recht schnell satt daran, aber ich empfehle auch die Remixe dazu.

Zur CD an sich kann ich nur sagen: nie wieder Jeff Kohns. Der Mann hat das Cover völlig zerstört. Das Booklet beinhaltet zwar immerhin die Songtexte, was ja auch nicht selbstverständlich ist (siehe Adele und Britney Spears), aber die Bilder erregten bei mir ein Gefühl der Übelkeit. Lady Gaga sieht aus wie eine Porzellanfigur mit einem blauen Ball, dessen Sinn ich nicht wirklich verstanden habe.

Fazit:
Lady Gaga hat auf jeden Fall eine Existenzberechtigung und ist immer für eine Überraschung gut. Sie hat viele große Hits produziert, viele Menschen mit ihrer Musik beglückt und unglaublich coole Musikvideos gedreht. Ihre Kreativität hat allerdings schleichend nachgelassen. Liegt es an den fehlenden Hit-Produzenten? RedOne, der maßgeblich an Lady Gagas Erfolg beteiligt war, findet man kaum noch auf den neueren Alben – das merkt man auch. Ich kann nur hoffen, dass ihr nächstes Werk „Perfect Illusion“, das gerade einen großen Hype erlebt, besser wird. Sie hat ja selbst in einem Interview gesagt, dass sie zu ihrem „früheren Ich“ zurückkehren wird. Wir dürfen uns also überraschen lassen.
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am 16. November 2013
Habe die CD vorbestellt und pünktlich erhalten.
Jedoch verstehe ich die nicht, die nur einen Stern vergeben, weil ihnen die Lieder nicht gefallen: Gaga hat im Vorfeld so ziemlich alle Lieder oder Ausschnitte davon veröffentlicht. Ich kannte bis auf 2 Lieder alle. Man konnte sich also sehr gut ein Bild machen und hätte es ja nicht kaufen müssen ;-)
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am 14. November 2016
Ich habe mir das Album heute gekauft und es ist nicht auf meinem Handy ich bin zu tiefst endeuscht

Am besten kein Stern für dieses Album 😠
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am 2. Januar 2015
Man kann die Kritiker von diesem Album in 4 Teile teilen:
Erstmal gibt es da die richtigen gaga fans die dieses Album wie alle andere lieben, weil es halt gaga is.
Dann die, die einmal fan waren, weil jeder Lady gaga mochte, die jetzt aber, wo sich der Erfolg gagas ein wenig abgeschwächt hat, jegliches Interesse an ihr leugnen, die auf billige und einfache Musik stehen und für die dieses album zu anspruchsvoll ist.
Dann kurz und knapp die, die sie immer gehasst haben und es immernoch tuen.
Und die, Gagas frühere Musik ablehnten, weil sie einfach billig war. Die aber jetzt Fan sind, weil dieses Album ein anspruchsvolles Meisterstück ist.

Und zu dieser letzten Gruppe zähle ich.

Ich liebe Gagas neues Album, obwohl ich sie früher hasste.
Waren die beats früher Flach und billig, ist das was gaga jett macht vollkommen, melodisch und etwas ganz neues. Artpop trifft es am besten.
An diesem Album stimmt alles, ob Text, Beat oder Melodie. Jede Stilklasse ist vorhanden, und künstlerisch verarbeitet.

Aura (10/10) Ich liebe es, es ist so anders und man will einfach dazu abdancen. Neuartig und mitreißend.
Venus (8/10) Ein Dancetrack, der alles wichtige hat. Der Refrain hätte etwas mitreißender sein können, trotzdem geiles Lied.
GUY (8/10) Gehört für mich irgendwie zu Venus dazu. Geiles Intro, wobei ich den Song langsam nicht mehr hören kann XD
Sexxx Dreams (1000/10) Bester Song auf dem Album! Dieser Abwechslung zwischen Reden und dann dieser mega hammer Refrain! Perfekt!!!
Jewels n Drugs (7/10) schwächstes Lied.Ich bin einfach nicht so auf der Rap Schiene... Aber es muss ja für jeden was dabei sein ;)
MANiCURE (9/10) Rockige Nummer, Lady Gaga zeigt ihre Power Stimme, cooler Refrain. Top!
Do what you want (10/10) Mega geil! Mehr kann man nicht sagen!
Artpop (10/10) Es heißt man kann Musik nicht neu erfinden? Gaga kann es. Artpop ist etwas komplett neues! Mega!!!
Swine (10/10) Geschmackssache. Ich liebe es!!!!
Donatella (10/10) I'am so fab! Sie triffts auf den Punkt! Toller Song!
Fashon! (10/10) Im 80 jahre Stile! Richtig chillig und man bekommt so richtig das fashion gefühl XD
Mary Jane Holland (7/10) Konnte mich bisher noch nicht so mit dem Song einigen... Mag ich dich jetzt oder nicht?
Dope (9/10) Der einzige Ruhige song. Sooooo schön <3 Man hat die Frau eine Power Stimme
Gypsy (9/10) Der Song reißt mit. Vorallem der I'm i'm i'm gypsy gypsy gypsy i'm Teil
Applause (10/10) Zum Schluss noch die Single. Applaus für Applause!

"Dance, S.., Art, Pop, Tech" Aura
Da triffts am besten. Dieses Abum ist Kunst und das ist zu anspruchsvoll für viele Leute XD
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am 8. Oktober 2015
Dass es für Lady GaGa schwer sein würde, "The Fame Monster" sowie "Born This Way" (vor allem kommerziell) zu toppen, war abzusehen.
Mit "ArtPop" schuf sie eigentlich ein schrilles, elektronisches Alter-Ego zu "Born This Way", das ihr natürlich zumindest in den AM/FM orientierten USA keinen großen Erfolg bescheren würde.
Dennoch, beim zweiten Hinhören finden sich durchaus GaGa-Perlen wie vor allem das Titelstück, "G.U.Y.", "Do What U Want" (& R. Kelly), das hysterische "Donatella" oder "Applause".
Natürlich hat man die Charakter der Songs alle schon mal bei GaGa irgendwie 'anders' gehört - und sie erfindet sich genauso wenig 'neu' wie einst David Bowie nach "Ziggy Stardust" mit "Alladin Sane". Dieser schob ürbrigens damals kurz danach (s)ein Cover-Album ("Pin Ups") nach, ähnlich wie Lady GaGa das Duo-Projekt mit Tony Bennett... nur das GaGa hier wieder einmal mehr bewies, dass sie eine durchaus flexible wie versierte Musikerin ist.
"ArtPop" wird daher immer als GaGas "musikalische Zwischenbilanz" anzusehen sein.
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am 11. Februar 2015
Die lady Rockt!!!! Auf dem Album gefallen mir eigentlich alle Titel, gerade Applause, Gypsy & Venus haben es mir angetan, nur bei Dope mag ich diese komischen Hintergrundgeräusche nicht. Sexxx Dreams ist auch toll, das ist mal was anderes. Jewels & Drugs ist mal wieder eine neue Facette der Lady, das ist cool, sie mal mit Rappern zusammen zu hören. TOP!
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