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Kundenrezensionen

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Die recht unerwartete 180 Grad Wende unternahm sie bereits vor drei Jahren mit ihrem bisher letzten Album "Blau in blau". Vom harmlosen und auch weitgehend belanglosen Mädchen-Pop, mit dem sie außerordentlich erfolgreich war (und der u.a. Dieter Bohlen wieder mal ein paar goldene Schallplatten mehr an die Wand hängte) war nach vierjähriger Musikpause nichts übrig. Verwandelt meldete sie sich damals zurück und balancierte irgendwo zwischen Jazz und Songwriter-Pop, wo auch Norah Jones oder Katie Melua anzutreffen sind. Zart, introvertiert und wunderschön war das Album - und natürlich bei weitem kommerziell nicht so erfolgreich, wie seine einfacher gestrickten Vorgänger.

Nun war von mit "Lieber so" zwar nicht zwingend eine einfache Verlängerung des melancholisch stillen Vorgängers zu erwarten, dennoch richtete ich mich auf eine zurückgelehnte Dreiviertelstunde auf dem Musiksessel ein. Dass mich das Album samt des erwähnten Sessels quer durch den Raum pustet, hatte ich nicht erwartet.

Kraftvoll und dynamisch steigt sie mit "Pendel" in die Platte ein und gibt die Richtung der nächsten 45 Minuten vor. Keine Computer-Drums, sondern ein herrlich offenes Schlagzeug treibt fernab des braven Pop-Gleichtakts die Musiker durch den Großteil der 13 Songs des neuen Albums, verfeinert mit originellen Percussion-Zusätzen. Ausnahmslos alle Songs, auch die eher balladesken, sind nicht nur ihrer Substanz, ihrer Komposition wegen gut, sondern durchweg pfiffig arrangiert. Ständig schaut eine klangliche Überraschung um die Ecke und streckt den mit Plastik-Effekten aus der Computer-Trickkiste überladenen Zeitgeist-Produktionen die Zunge raus. Es geht auch ohne synthetischen Sound-Schnickschnack, es geht besser! Vorausgesetzt man hat spielfreudige und einfallsreiche Musiker und einen Produzenten, der bei Noten zuerst an Töne denkt und nicht an Banknoten. Hat sie.

Egal ob das bereits erwähnte "Pendel" oder "Ganz großes Kino", "Vielleicht ist keine Antwort", "Nicht drüber reden" oder "Perfekt" - jeder dieser Songs nimmt den Hörer ein wie ein Sturzbach, der alles einfach mit sich reißt was in seine Fluten gerät.
Auch sich den ruhigeren Stücken zu entziehen ist kaum möglich, denn gerade bei den leiseren Nummern wie "Phantomschmerz", "Kein Blick zurück" oder auch beim Titelsong "Lieber so" fällt deutlich auf, dass Yvonne Catterfeld stimmlich einen qualitativen Quantensprung vollbracht hat. Ihre Phrasierung ist ausdrucksstark, lebendig, hier und da angenehm dreckig und kilometerweit entfernt vom "kleine Mädchen Schönsingen" ihrer frühen Aufnahmen, kurz: besser als je zuvor, Aufmerksamkeit einfordernd, absolut fesselnd.

Nicht nur ihre Art zu singen, sondern auch was sie singt, die Texte, verdienen Aufmerksamkeit, wie auch schon auf "Blau in blau". Wenn sich auch inhaltlich alles um zwischenmenschliche Befindlichkeiten dreht, wird es thematisch nicht monoton. Das emotionale Spektrum ist bekanntlich breiter als das der Farben, man muss es nur nutzen. Sie tut es. Das ganze Album lang verunglückt keine Formulierung zugunsten der Singbarkeit. Und im Gegensatz zu vielen deutschen Pop-Produktionen jüngeren Datums, wo zwar vielleicht recht hübsche freistehende Zeilen formuliert werden, die dann aber leider keinen erkennbaren Sinnzusammenhang mit den ihnen folgenden Zeilen aufweisen, erzählen die Lieder auf "Lieber so" kleine verständliche Geschichten und lassen Bilder im Kopf entstehen. Auch hier wurde sich, wie insgesamt in allen Details des Albums, sehr viel Mühe gegeben.

Bemerkenswert ist auch, dass sich Yvonne Catterfeld in das Schreiben der Songs erheblich mehr eingebracht hat als noch auf dem 2010er Album. Aus einer harmlosen netten kleinen Sängerin, wurde eine sehr ernstzunehmende, auffällig talentierte Musikerin. Sie klingt selbstbewusst, ohne feminine Sinnlichkeit einzubüßen, stark und verletzlich.

Man könnte nun resümierend Phrasen dreschen wie "erwachsen geworden" oder "Lebenserfahrung gesammelt und in die Musik einfließen lassen", und vielleicht wäre da sogar was dran. Letztlich zählt aber nur: "Lieber so" ist eine ungewöhnlich hingebungsvolle Produktion, wie sie in der Popmusik leider selten geworden ist, und bewegt sich musikalisch und textlich auf höchstem Niveau.

Da die Hörer der frühen Hits von Yvonne Catterfeld inzwischen vermutlich mehrheitlich zu Helene Fischer abgewandert sind - was okay ist, die junge Dame macht, was sie macht, ebenfalls mit hohem perfektionistischen Anspruch, wenn es auch musikalisch alles in allem eher etwas sehr simpel gedacht ist, doch wäre Schlager immer so, dann wäre es nie ein Schimpfwort geworden - und diejenigen, die kraftvollen, organischen und dynamischen Ladies-Pop wie von meinetwegen Adele oder Emeli Sandé bevorzugen, vermutlich kaum beim stöbern auf dieses neue Album von Yvonne Catterfeld stoßen werden, bedarf es keiner prophetischen Gaben, um vorherzusagen, dass "Lieber so" wohl kommerziell nicht an die frühen Erfolge wird anknüpfen können. Doch, dass es ihr darum gar nicht mehr geht, zumindest nicht vorrangig, hat Yvonne Catterfeld bereits mit ihrem letzten Album vor drei Jahren gezeigt - und das ist ein Erfolg, ein kreativer! Und ein Gewinn für ihre Hörer, wenn es heute wohl auch weniger sind als vor zehn Jahren.
Ihr und dem Album ist eine Plattenfirma zu wünschen, die sich mächtig ins Zeug legt, um möglichst viele Menschen da draußen mit dem Album in Kontakt zu bringen. Verdient hat es jede Aufmerksamkeit.
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am 4. Dezember 2013
Hatte Yvonne Catterfeld bislang in die Ecke bünsches "Soap-Sternchen" eingeschubladet - und muss mich nun dafür viemals entschuldigen. Das Album "Lieber so" ist mein Erstkontakt mit der Musikerin YC - ein wahrlich überzeugender Erstkontakt.
Begeisternde Texte - eingängige Melodien - ganz unterschiedliche Stile - und das alles perfekt gewürzt mit der bewusst dunklen Stimme von YC.
Es entstand ein porentief überzeugendes Album, dessen ungekröntes Highlight sicherlich der Titelsong "Lieber so" ist.
Bitte unbedingt mehr von dieser genialen Kombi aus Yvonne Catterfeld + Komponistin Katharina Löwel!
Hammer!
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am 23. November 2013
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mir mal eine CD von Frau Catterfeld kaufen werde, weil ich ihr hohes Singen zu artifiziell fand, doch diese CD ist m.E. rundherum gelungen. Die Stimme ist echt und für meinen Geschmack unaufdringlich tonschön, die Interpretationen der guten Texte sind gekonnt und die Verbindung Text-Musik spricht mich direkt an. Jeder, der gute deutsche Popmusik mit textlichem Anspruch und authentisch interpretiert mag, sollte sich mal auf die "neue" oder vielleicht auch nur echte Sängerin Yvonne Catterfeld einlassen, der man das, was sie singt, uneingeschränkt abnimmt - für mich hat es sich gelohnt!
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am 9. Dezember 2013
Und zwar weil ich nie im Leben dran gedacht hätte, mir mal ein Album von Fräulein Catterfeld zu kaufen und das auch noch gut zu finden! Kennt man doch als
Nicht-Fan nur die ganzen Schnulzen von Bohlen & Co.

Hach ja, es war irgendwann nachts, grade war ne Dokumentation auf N24 zuende und vor den Nachrichten kam eines dieser "Städte-von-oben"-Videos mit "Pendel" als musikalische Untermalung.
Das Lied gefiel, als ich unten links die Interpretin las, war ich dann aber doch sehr überrascht.

Album gekauft, die letzten Tage durchgehört.

Was soll ich sagen? Nur wenige der Lieder handeln hauptsächlich über Liebe & Co., gut so, ihre stimmliche Wandlung ist der Wahnsinn, hört sich für mich viel besser an als vorher, man(n) lauscht
ihrem Gesang wirklich sehr gerne, kein Gejauchze und Gefiepse mehr, schön "tiefer" Gesang, stellenweise etwas kratzig, instrumental ziemlich oldschool, nur paar Instrumente, keine Syntheziser-Klänge, nichts, einfach alles ehrlich, Gesang wie auch Instrumente.

Von den einzelnen Titeln her gefallen mir eigentlich alle, viele sind gut, 2-3 sind okay, Einzelbewertung erspare ich mir, jeder hat nen anderen Geschmack. Aber mein Favorit ist definitv "Kein Blick zurück".

Tja, liebe Frau Catterfeld, ich befürchte Sie haben einen neuen Fan!
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am 23. November 2013
Wow! Also wenn Yvonne weiterhin die gleiche Musik gemacht hätte, wie seit Anfang ihrer Karriere hätte ich wahrscheinlich kein Album mehr gekauft, mir hat die Weiterentwicklung gefehlt. Aber das hier, ist völlig anders, ein klein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber genial. Ich bin total begeistert! Die Texte sind tiefgründig, und aus dem Leben, die Musik ist abwechslungsreich und richtig gut, bodenständiger. Sie präsentiert sich hier meiner Meinung nach, nicht mehr lieb und brav und angepasst, sondern hat den Mut sie selber zu sein, auch wenn sie damit bei früheren Fans nicht mehr punktet, die ihr "Goldstimmchen" und den "Glamourlook" an ihre geliebt haben, aber ich glaube sie tut sich selber einen Gefallen,weil sie mit diesem Album endlich aus ihrer Schublade ausbrechen kann und ihr altes Image über Bord wirft, zugunsten ihrer Kreativität. Klasse! Ich war auch sehr überrascht, als ich ihren Auftritt bei TV Total gesehen habe, fast ungeschminkt und völlig unglamourös. Mehr davon! das ist erwachsene Musik.
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am 22. November 2013
Yvonne catterfeld war bisher nicht wirklich meins. Eher durch Zufall hab ich in das neue Album reingehört und war direkt angetan. Nichts mehr zu hören von dem schnulzigen goldkehlchen von vorher. Die Stimme sogar eher etwas rau, die Lieder klingen ehrlich und authentisch. Das ist Musik die ich mir gerne anhöre. Also auch wenn Yvonne catterfeld bisher nicht ihre kragenweite war, reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Vielleicht sind sie ja genauso überrascht wie ich.
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am 28. Mai 2015
Es scheint, als verstehe Deutschland langsam, was für eine unglaublich gute Künstlerin Yvonne Catterfeld ist. Als sie richtig gut wurde ("Blau in Blau"), hörte leider keiner mehr hin. Aber das "Tauschkonzert" hat viele aufhorchen lassen, und das hat sie absolut verdient. Dieses Album hat Tiefe, tolle Melodien und zeigt Yvonne in einer ganz neuen Stimmlage, die ihr Singen komplett anders klingen lässt - rauchiger, emotionaler, erwachsener. Zwar habe ich schon ihre "alte" Stimme sehr geliebt und vermisse sie sogar ein bisschen, aber ich muss gestehen, dass das, was Yvonne hier künstlerisch macht, einfach allerhöchstes Niveau ist. Außerdem war es sehr mutig, solch eine radikale stimmliche Neuorientierung durchzusetzen. Also: meinen höchsten Respekt!
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am 4. August 2015
Ich war nie ein Fan von Yvonne Catterfeld, ich wusste zwar, dass sie eine schöne Stimme hat, aber mit der Dieter Bohlen Musik konnte ich nichts anfangen. Aber als sie bei Sing meinen Song, das Tauschkonzert dabei war, fiel sie mir wieder auf, diese wunderschöne Stimme.
Obwohl ich sonst kein Fan von deutscher Musik bin, stöberte ich bei Amazon und hörte mir die Lieder dieses Albums an. Da hörte ich den Soul in ihrer Stimme und habe das Album kurzentschlossen bestellt. Und nun ist es nicht mehr wegzudenken, ich höre es jeden Tag!
Beim ersten Einlegen der CD hatte ich direkt Tränen in den Augen bei dem ersten Titel "Pendel". YC singt so gefühlvoll, dass es mich dermaßen berührt.
Anfangs hatte ich ein paar Lieblingslieder, wie "So viel mehr als Liebe" (mega soulig) und "Großes Kino" (frech) und Unser Weg. Aber je mehr ich das Album gehört habe, fügten sich auch die restlichen Lieder zu meinen Favoriten hinzu.
Das Album ist für mich eine echte Überraschung und zeigt mir wie schön die deutsche Spache klingen kann und richtige Ohrwürmer werden.
Die Texte habe ich alle schon auswendig im Kopf und das ganz ohne Mitlesen des Textbooks.
Ich wünsche mir, dass sie weiter so macht und wir noch viel von ihr hören werden.
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am 29. Dezember 2013
War nie so der riesige Fan von ihr, aber dieses Album hat mich überrascht. Ist auch das erste und einzige (neben dem Best of) das ich mir von ihr gekauft habe. habe die erste Single und Lieber so gehört, es war um mich geschehen. Mir gefällt die Stimmlage, die sie jetzt singt, besser. Es sind Songs mit viel Melancholie dabei. Thematisch wird in vielen Songs, eine Trennung verarbeitet. Die Texte sind wirklich schön geschrieben. Guter handgemachter deutsch Pop. Meine Favoriten: Pendel, Lieber so, kein blick zurück, ganz großes Kino, jäger der zeit, phantomschmerz. Die restlichen Songs sind ebenfalls wirklich gut. Insgesamt ein absolutes empfehlenswertes Album. Es muss nicht immer englisch sein. Die Texte zeigen, dass auch die deutsche Sprache schön und poetisch klingen kann (Silbermond lässt grüssen).
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am 20. Mai 2015
Mit diesem Album erlebt man eine völlig neue Yvonne Catterfeld Songtexte die berühren und Musik die Spaß macht hatte bisher nur ihr erstes Album als ich den Song "Lieber so" bei Sing mein Song das Tauschkonzert gehört habe hatte ich direkt Gänsehaut machte mich dann neugierig auf das gleichnahmige Album und habe mich verliebt. Ein schönes Album was ich absolut zum Kaufen empfehlen kann.
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