Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
13
4,1 von 5 Sternen


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 2. Juni 2017
Also ich war sehr enttäuscht von dem Film. Dachte es wäre mehr ein "Hexenfilm", so wie "Stadt der Toten" oder so. Aber hier war alles erstmal sehr undurchsichtig. Erst passierte lange gar nichts, also der Film war sehr langatmig. Bis dann mal was geschah, das war schon fast am Schluss des Films. Und dann ging alles ziemlich schnell und überstürzt fand ich. Auf einmal war dann auch Michael Lerman tot und war auf die "andere" Seite gewechselt.

Der Schluss war m.E. auch nicht ganz nachvollziehbar. Passte aber zum ganzen Film, was war nun geschehen? Fängt jetzt in dem neuen Haus alles wieder von vorne an mit Allison als Nonne, sie ist nun blind und steht am Fenster?? Soll man das so verstehen?

Deswegen von mir nur 2 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2017
Die Schauspieler und die Regiearbeit sind das einzig Gute an diesem Film.Die Story ist langatmig und öde,da passiert ja gar nichts.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2014
Dreimal tief durchatmen. Eine kurze Verneigung vor allen Mitwirkenden, und der angstvolle Blick aus dem Wohnzimmerfenster ob nicht im gegenüberliegenden Haus am spärlich erleuchteten Fenster ein Blinder, ein bewegungsloser Wächter zum Tor der Hölle lauert.
Junge, junge was für ein kruder, exzentrisch abgedrehter Siebziger Jahre Gruselklassiker.
Michael Winners ("Ein Mann sieht rot") gräulicher Hexenspuk, grotesk bizarre Alptraumphantasie ist ein herausragender Vertreter der damaligen Teufels- und Besessenheitswelle.
Friedkins "Der Exorzist" , Polanskis "Rosemaries Baby" oder "Der Mieter",Richard Donners "Das Omen" sind die bekannteren Vertreter dieser Strömung des Horrorfilms. Zu Unrecht ist " The Sentinel", wie der Originaltitel von "Hexensabatt" lautet da etwas in Vergessenheit geraten.
Umso schöner für den begeisterten Cineasten, daß er hier nun in glasklarer Bildqualität mit einer Fülle von Extras vorliegt.
"Hexensabbat" ist ein herrliches Horrorvergnügen, das oft so dermaßen in die makabere Groteske abdriftet, daß man heutzutage nur staunen kann. Unverdrossen läßt hier Michael Winner seiner schwarzen Phantasie seinen Lauf, streift die skurrile Fabulierkunst von Polanskis " Locataire", ist experimentell, makaber, vollkommen unberechenbar und trashig.
Ja die wilden Siebziger Jahre da traute man sich noch etwas. Es ist diese vollkommen unbekümmerte Vermischung von wilden Versatzstücken die den Film zu einem Fest für Gruselliebhaber macht.
Ein Faible für die Siebziger Jahre, die Charakteristika der Inszenierungen, die Frisuren, die Typologien sollte man schon mitbringen.
Erleben wir anfangs noch enervierend lang ausgespielte Szenen um die New Yorker Model- und Fashion Szene in der unsere Protagonistin zu Hause ist, so wechselt der Film sobald wir in dem unheimlichen , dämonischen Mietshaus angelangt sind, die Tonart Richtung atemberaubender Bedrohlichkeit, schräg, makaberen Humor.
Roh, urban, experimentell ist die Dramaturgie des Ganzen, in seiner schillernden Typenkonstellation an David Lynch erinnernd.
Die Bewohner dieses Hauses sind allesamt so dermaßen verrückt, daß man als Zuschauer nur staunen kann.
In dieses Höllenhaus gerät unfreiwilligerweise die junge Allison, als sie hier als neue Mieterin einzieht.
Ein ruhige Wohnmöglichkeit, abseits ihres anstrengenden Modelljobs hat sie eigentlich gesucht.
Sehr vertrauenswürdig wirkte die elegante ältere Vermieterin (Ava Gardner), das Haus sei vollkommen leerstehend, nur im Obergeschoß wohne ein uralter , blinder Priester schon seit Jahrzehnten.
Beim Verlassen des Hauses blickt Allison erstmals zur Dachkammer hoch und erblickt die dunkle Gestalt des alten Mannes am Fenster. Aus toten weißem Augenhöhlen starrt er zu ihr herunter. Wie ein ewiges stummes, lebloses Denkmal.
Doch nach ihrem Einzug wird sie seltsamerweise noch auf eine Vielzahl anderer scheinbarer Mieter treffen.
Was ist mit dem galanten doch unsagbar aufdringlichen alten Mann, auf dessen Schultern immer ein Kanarienvogel und eine Katze sitzt, woher kommen auf einmal die zwei lesbischen Mitbewohnerinnen, ein Stockwerk unter Allisons Wohnung, die im gegenseitigen Plausch keine Hemmungen habe ihren sexuellen Gelüsten ohne Vorwarnung zu frönen.
Zu diesem Zeitpunkt ist der Phantasiefülle des Films noch lange keine Grenze gesetzt.
Denn wie kann man mit allesamt verurteilten und hingerichteten Mördern eine gespenstische Geburtstagsfeier begehen? Warum scheinen sowohl Allisons Freund als auch ein Polizist plötzlich dunkle Geheimnisse zu haben.?
Was hat es mit einer geheimen katholischen Priesterschaft auf sich, einer finsteren Sekte, dem verschlossenen Tor zur Hölle, flüsternden Stimmen die von Selbstmord sprechen?
Allisons Welt wird zunehmend zum Alptraum, verzerrt sich, grauenhafte Visionen, furchtbare Migräne, ein traumatisches Erlebnis mit ihrem verstorbenen Vater, das sie immer wieder peinigt.
Will jemand sie in den Irrsinn, in den Tod treiben? Die furchtbaren Kopfschmerzen nehmen immer weiter zu. Wahnsinn, Tabletten, Verfolgungswahn.
Zu welch grausamen Schicksal ist Allison bestimmt?
Das Ende ein weiterer Twist des Films mündet in eiskaltes, dämonisches Entsetzen. Nackte Hexen, die sich einen besonderen Leichenschmaus gönnen, und die Unterwelt bringt einige ihrer erschreckendsten Kreaturen hervor.
SPOILER:
Für diese letzten Szenen und um die infernalisch authentische Atmosphäre noch zu steigern, setzte Michael Winner auf die makabere Faszination von echten körperlich gehandicapten Darstellern.
Das mag man geschmacklos finden, hat dem Film immens viel Ärger eingebracht.
Doch ist die Frage warum dann Brownings Kultklassiker "Freaks" bis heute als Meilenstein des Kinos gilt, obwohl er ebenfalls auf dieselbe spekulative Karte setzte.
SPOILERENDE
Das letzte Bild lässt einen in diesem schrill, grausigen Schauerstück noch einmal die Gänsehaut über den Rücken jagen.
Die toten Augen der ewigen Wächter, die das Tor zur Unterwelt bewachen verfolgen in den Schlaf.
Große Altstars und kommende Filmgrössen geben sich bei " Hexensabatt" die teuflische Ehre.
Ava Gardner in einer ihrer letzten Rollen, John Carradine, Jeff Goldblum, Christopher Walken, Arthur Kennedy, José Ferrer , Chris Sarandon und etliche weitere in kleinen Nebenrollen. Und dann erleben wir natürlich die schwarzhaarige Christina Rains, als hilfsbedürftiges Opfer der Höllenkräfte, die jedwede sinnlich , heiße Vorstellungskraft des Zuschauers entfacht. (Ich schließe jetzt einmal vorsätzlich von mir auf andere).

Fazit: "Hexensabatt" ist ein irrer Teufelstanz der unglaublich viel entsetzliches Vergnügen bereitet. Weit entfernt von den glattgebügelten, vorhersehbar, durchgestylten heutigen Mainstream-Plots.
Es leben die experimentellen, kruden ,mutigen und in größter Anerkennung formuliert; vollkommen durchgeknallten Siebziger Jahre.
66 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2017
Kleiner Klassiker des US- Horrorgenres der 70er Jahre. Es gibt nicht viele Ekelszenen, aber die wenigen sind teils recht drastisch. Viele berühnte Schauspieler und eine schön düstere Atmosphäre runden dieses Kleinod ab. Technisch gibt es an der Blu Ray nichts auszusetzen- Bild und Ton sind für das Alter gut. Seltsam ist nur der FSK 16- Aufdruck der BD, der Film liegt aber ungeschnitten vor.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2014
Dreimal tief durchatmen. Kurze Verneigung vor allen Mitwirkenden und der angstvolle Blick aus dem Wohnzimmerfenster ob nicht im gegenüberliegenden Haus am spärlich erleuchteten Fenster ein Blinder, ein bewegungsloser Wächter zum Tor der Hölle lauert.
Chapeau, was für ein krudes, exzentrisches siebziger Jahre Grusel- Vergnügen.
Michael Winners ("Ein Mann sieht rot") gar gräulicher Hexenspuk ist eine bizarre Alptraumphantasie und ein herausragender, wenn bis dato hierzulande auch etwas unbekannter Vertreter der damaligen Teufels- und Besessenheitswelle.
Friedkins "Exorzist", Polanskis "Rosemaries Baby" oder Richard Donners "Das Omen" sind weit bekannter und umso schöner ist es, daß "Hexensabatt" nun auch in verschiedenen hochwertigen Fassungen ( sogar eine Bluray Veröffentlichung gibt's auf dem Markt) nun seine Tore in satanische Unterwelten öffnet.
"The Sentinel", (der eigentliche passendere Originaltitel) ist ein herrliches Schauervergnügen, das oft so dermaßen in die Groteske abdriftet, daß man im Vergleich zu heutiger mutloser Massenware nur staunen kann.
Unverdrossen läßt hier Michael Winner seiner schwarzen Phantasie freien Lauf, ist experimentell, makaber, unberechenbar und zuweilen herrlich trashig.
Ja ,die Siebziger Jahre, da traute man sich noch was. Es ist diese vollkommen unbekümmerte Vermischung verschiedenster Versatzstücke, die den Film zu einem Gruselfest macht.
Natürlich sollte man ein gewisses Faible für diese Dekade mitbringen, für die Charakteristika der Inszenierungen, die Frisuren, die Kostüme.
Zu Anfang erleben wir lang ausgespielte Szenen rund um die New Yorker Mode und Fashion Welt, in der unsere Protagonisten sich bewegt.
Doch bald wechselt der Film die Tonart Richtung böser Bedrohlichkeit, makabrem schrägen Humor, nämlich dann wenn wir zum ersten Mal bei dem unheimlich dämonischen Mietshaus anlangen.
Roh, urban, experimentell wirkt die Dramaturgie, in den schrägen Typenkonstellationen an David Lynch erinnernd.
Die Bewohner des garstigen Gebäudes haben alle einen so phänomenalen Sockenschuß, daß man nur andächtig staunen kann.
In den Bannkreis diese Höllenhauses gerät nun die junge schöne Allison, als sie hier als neue Mieterin einzieht. Eine ruhige Wohnmöglichkeit abseits des stressigen Laufstegjobs suchte sie eigentlich.
Sehr vertrauenswürdig wirkt die elegante ältere Maklerin (Ava Gardner). Das Haus , so erklärt sie, sei vollkommen leerstehend, nur im Obergeschoß wohne ein uralter blinder Priester schon seit Jahrzehnten.
Beim Verlassen des Hauses blickt Allison erstmals zum Dachgeschoß hoch und erblickt den alten Mann am Fenster. Aus toten weißen Augenhöhlen blickt er, wie ein stummes lebloses Denkmal zu ihr hinunter.
Seltsamerweise scheint nach ihrem Einzug das Haus mit einer Vielzahl äußerst gewöhnungsbedürftiger Mieter versehen.
Was hat es auf sich mit dem galanten, doch unsagbar aufdringlichen ältlichen Herrn, auf dessen Schulter immer ein Kanarienvogel und eine Katze sitzt ? Woher kommen plötzlich die beiden lesbischen Nachbarinnen, die plötzlich im gegenseitigen Plausch keine Hemmungen haben ihren Sexgelüsten zu frönen. Wie kann man mit allesamt hingerichteten Mördern eine gespenstische Geburtstagsfeier begehen ? Warum haben plötzlich scheinbar sowohl Allisons Freund als auch ein Polizist dunkle Geheimnisse zu verbergen ?
Erst recht haarsträubend die Umtriebe einer geheimen katholischen Priesterschaft, einer unheimlichen Sekte, Visionen vom verschlossenen Tor zur Hölle, flüsternde Stimmen, die von Selbstmord sprechen.
Allisons Welt wird zunehmend zum Alptraum, verzerrt sich, furchtbare Migräneanfälle, ein traumatische Erlebnis mit ihrem Vater, das sie immer wieder peinigt.
Will man sie in den Irrsinn, in den Tod treiben ? Wahnsinn, immer mehr Schlaftabletten, zunehmender Verfolgungswahn sind die Folge.
Was ist Allisons furchtbare Bestimmung ?
Das Ende mündet in haarsträubendem Entsetzen. Nackte Hexen, die sich einen ganz besonderen Leichenschmaus gönnen, und die Unterwelt bringt einige ihrer schrecklichsten Kreaturen hervor.
Für die letzten Szenen bekam Michael Winner mächtig Ärger. Setzte er doch um die infernalisch authentische Atmosphäre noch zu steigern, auf die makabre Faszination von echten körperlich Behinderten.
Das mag man geschmacklos finden, doch hat Brownings Kultklassiker "Freaks", der bis heute als Meilenstein des Kinos gilt, schon auf dieselbe spekulative Karte gesetzt.
Zum Ende Gänsehaut pur : Die toten Augen der Wächter verfolgen bis in den Schlaf.
Grosse Altstars und kommende Filmgrößen geben sich hier die teuflische Ehre.
Ava Gardner in einer ihrer letzten Rollen, Jose' Ferrer, John Carradine, Jeff Goldblum, Christopher Walken, Arthur Kennedy, Chris Sarandon. Und dann erleben wir natürlich die heiß sinnliche, schwarzhaarige Versuchung Christina Rains, als hilfsbedürftiges Opfer der Höllenkräfte, die jedwede erotische Vorstellungskraft des Zuschauers entfacht (zumindest meine ).
Fazit: "Hexensabatt" ist ein irrer Teufelstanz, der schier unglaubliches Vergnügen bereitet. Weit entfernt von den durchgestylten , brav glattgebügelten Storyplots heutiger Zeit.
Ein Hoch auf die experimentellen, mutigen, und mit größter Anerkennung formuliert vollkommen durchgeknallten Siebziger Jahre.
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Regisseur Michael Winner (Death Wish 3) hat mit "Hexensabbat" einen wahren Skandalfilm der 70er Jahre geschaffen, der gerade zur damaligen Zeit auch nicht unbedingt mit positiven Kritiken überschüttet wurde. Eher das Gegenteil war der Fall, wurde das Werk doch von etlichen Kritikern und Zuschauern als freches Plagiat von Filmen wie beispielsweise "Rosemary's Baby" oder auch "Der Exorzist" angesehen. Teilweise ist dieser Eindruck sogar nachzuvollziehen, denn diverse Ähnlichkeiten zu den genannten Werken sind unübersehbar und es wird mehr als offensichtlich, das man hier auf den Erfolgszug der Besessenheits-Thematik aufspringen wollte. Nun mag das Szenario aufgrund dieser Anlehnungen sicherlich nicht als Ausbund von Innovation gelten, doch wird hier definitiv eine sehr interessante- und auch spannende Geschichte erzählt, die den Zuschauer bis zur letzten Minute bei Atem hält. Einzig und allein der deutsche Titel "Hexensabbat" erscheint hier etwas irritierend, ist doch von einem solchen weit und breit nichts zu sehen, weshalb auch der Originaltitel "The Sentinel" (Der Wächter) weitaus treffender erscheint, wenn man am Ende des Filmes die ganzen Zusammenhänge des mysteriösen Treibens präsentiert bekommt. Bis dahin jedoch wird man mit einer eher ruhigen Story konfrontiert die in erster Linie von ihrer geheimnisvollen Grundstimmung und den erstklassigen Darstellern getragen wird. An dieser Stelle sind wir dann auch sofort bei einem der absoluten Höhepunkte, denn allein schon durch die versammelte Darsteller-Riege handelt es sich definitiv um ein Werk, das man sich unbedingt anschauen sollte.

Die Ansammlung bekannter Gesichter aus Altstars und damaligen Jungstars kann sich nun wirklich sehen lassen, auch wenn so mancher Star lediglich durch einen Kurzauftritt in Erscheinung tritt. Jeff Goldblum, Chris Sarandon, Christopher Walken oder auch Eli Wallach sind hier lediglich einige Beispiele für eine absolut hochkarätige Besetzung, wie man sie eher selten in einem Film präsentiert bekommt. Doch nicht nur in diesem Punkt weiß Michael Winner seine Geschichte mit einem Highlight zu versehen, denn ein weiteres verbirgt sich ganz bestimmt im furiosen Finale des Szenarios, das aber auch gleichzeitig zur damaligen Zeit einen riesigen Skandal auslöste. Als Hauptfigur Alison nämlich ihre endgültige Bestimmung erfährt wird sie von etlichen Dämonen und missgebildeten Menschen umringt, doch es präsentiert sich an dieser Stelle keine hervorragende Arbeit der Maskenbildner. Winner hat echte deformierte und missgebildete Menschen eingesetzt und dieser Aspekt dürfte nun wirklich nicht jeden Geschmack treffen. Wie dem aber auch sei und ganz egal wie man zu diesem Punkt stehen mag, der Schluss-Akkord der Story ist mehr als nur sehenswert und beinhaltet dabei auch einige recht blutige Effekte, die man zuvor im Prinzip vergebens gesucht hat. Umso intensiver und überraschender erscheint dann auch das Finale, da man ehrlich gesagt nicht mit einer solchen Steigerung rechnen konnte. Genau hier gibt sich aber meiner Meinung nach eines der prägendsten Merkmale von "The Sentinel" zu erkennen, denn von der ersten Minute an offenbart sich doch ein Geschehen, das man im Prinzip äußerst schwer vorsehen kann. Die ansonsten üblichen Strukturen scheinen in diversen recht unkonventionellen Passagen vollkommen außer Kraft gesetzt und Winner wartet immer wieder mit überraschenden Momenten auf, die im ersten Moment so gar keinen echten Sinn ergeben wollen. Erst als kurz vor dem Ende sämtliche Zusammenhängen offen gelegt sind, ergeben auch manche zuvor unstrukturiert erscheinende Momente in einem anderen Licht.

Die religiöse Hintergrund-Thematik ist auch in vorliegendem Fall ein zusätzlicher Anreiz, denn wer auf okkult angehauchte Szenarien mit einer grandiosen Atmosphäre steht, der wird hier ganz sicher fündig werden. Da stört es dann auch ehrlich gesagt nicht weiter, das eben die von vielen kritisierten Anlehnungen an diverse Klassiker vorhanden sind, denn letztendlich zählt doch einzig und allein das Endergebnis. Und dieses ist in meinen Augen absolut überzeugend, so das ich "Hexensabbat" auch durchaus zu den Klassikern des Genres zähle. Das Werk enthält sämtliche Zutaten für einen teils schaurig-schönen Horrorfilm der alten Schule, der selbstverständlich auch mit diversen Klischees behaftet ist, die an dieser Stelle jedoch auch keinesfalls fehlen dürfen. Der hervorstechende Cast, ein kontinuierlicher Spannungsaufbau und ein Showdown vom Feinsten garantieren allerbeste Unterhaltung, die nun auch endlich nach etlichen Jahren in einer deutschsprachigen-und offiziellen Veröffentlichung vorliegt. Diese besticht in erster Linie durch eine tolle Bildqualität und ist in einem schicken Mediabook erschienen, das man nur wärmstens empfehlen kann.

Fazit:

Auch wenn "Hexensabbat" einige Aspekte beinhaltet die sicherlich zur Diskussion anregen, so sollte man diesem herrlichen Klassiker definitiv eine Chance geben. Mich begeistert dieses Werk jedenfalls immer wieder aufs Neue und allein die Ansammlung von Stars ist immer wieder eine Sichtung wert. Winner hat meiner Meinung nach einen zeitlosen Film kreiert der zwar nicht unbedingt auf viele eigene Ideen setzt, aber letztendlich eine faszinierende Mischung aus altbekannten Zutaten bietet, die jederzeit begeistern kann.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2016
Film ist soweit in Ordnung,bis auf das FSK Logo,verkauft wird der Film,wie auch abgebildet mit FSK 18,Disc ist jedoch bedruckt mit FSK 16 !!!!!
review image
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. Februar 2014
1977 drehte Michael Winner mit "Hexensabbat" (Original: The Sentinel) eine Art B-Picture von Polanskis grandiosem Horrorfilm "Rosemarys Baby". Wie im Vorbild spielt die Geschichte in einem luxuriösen Mietshaus in New York. Nur etwas kleiner als das Bramford-Building (Dakota-Haus) ist das wunderschöne Brooklyn Brownstone Haus, das in mehrere geschmackvoll eingerichtete Wohnungen aufgeteilt ist. Die Fassade des Hauses ist mit Efeu bepflanzt. Dort hin zieht es das schöne Model Alison Parker (Christina Raines), die vor einiger Zeit einen Selbstmordversuch überlebte und sich seither wieder einigermassen gefangen hat. Halt gibt ihr auf jeden Fall ihr Freund, der Rechtsanwalt Michael Lerman (Chris Sarrandon), der eigentlich heiraten möchte und ein Luxusappartment für zwei mieten möchte. Lerman steht bei den Bullen (Eli Wallach/Christopher Walken) immer noch in Verdacht seine Frau ermordet zu haben. Alison entscheidet sich dann spontan für die 400 Dollar teure Wohnung im Brownstone Haus. Einen der Mitbewohner sieht sie bei der Besichtigung vor dem Fenster im obersten Stock sitzen. Es soll ein bilinder Priester namens Pater Halliran (John Carradine), der dort zurückgezogen lebt und wohl die ganze Zeit am offenen Fenster verbringt. Sehr seltsam...aber warum auch nicht ? Alison jedenfalls muss in dieser Zeit von ihrem Vater Abschied nehmen, zu dem sie ein sehr gespanntes Verhältnis hatte. Zurück in New York lernt sie die neuen Mitbewohner des Hauses kennen. Alle etwas seltsam und verschroben. Da wäre mal der eigenartige Mr. Chazen (Burgess Meredith) mit seiner Katze und seinem Wellensittich. Unten im Parterre wohnt ein lesbisches Pärchen (Sylvia Miles/Deborah Ruffin) , die noch merkwürdiger drauf sind. Und Alison selbst hat seit dem Einzug ins Haus gesundheitliche Probleme. Sie leidet an Schlaflosigkeit, fällt immer mal wieder für einige Sekunden in Ohnmacht und hat Alpträume, in denen ihr der Vater beim Gruppensex mit jungen Frauen erscheint. Als sie sich bei der Immobilienmaklerin (Ava Gardner) wegen dem Lärm im Haus beschwert, der so stark ist, dass die Lampen im Haus wackeln, bekommt sie die beängstigende Nachricht, dass nur sie selbst und dieser alte Priester das Haus bewohnen. Aber wer sind diese anderen Menschen im Haus mit denen sie noch gestern eine Geburtstagsparty der Katze gefeiert hat ?
Der Höhepunkt des Films ist die Szene, in denen die Pforte der Hölle dargestellt wird. Alison wird dabei von deformierten und grotesken Gestalten durch das Geisterhaus gejagt. Wie so oft inszenierte Michael Winner eher grobschlächtig, aber ich finde das macht er auch durchaus sehr gut. Immerhin gehen klasse Filme wie "Kater Hauch", "Lawman", "Chatos Land", "Scorpio, der Killer" oder "Ein Mann sieht rot" auf das Konto des recht unterschätzten britischen Regisseurs. Man muss natürlich ein Faible für überzeichnete und übertriebene Szenen haben, aber die Gruseleffekte sind doch recht effektiv, auch wenn sie sich vor allem in den sehr grotesken Momenten zeigen. Die Traumsequenzen finde ich auch sehr gelungen und sorgen für eine schräge Note. Wie gesagt: Ein Meisterwerk darf man nicht erwarten, aber dafür die Bekanntschaft mit einem eher unbekannten Okkultschocker aus den 70er Jahren mit dementsprechendem Flair und kultigem Trashgehalt.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 26. Oktober 2016
Alison ist ein gefragtes Fotomodell mit düsterer Vergangenheit.
Sie hat schon Selbstmordversuche und einen Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt hinter sich.
Nun hat sie den Anwalt Michael kennengelernt und es scheint Aufwärts zu gehen.
Zum Zeichen ihrer neuen Unabhängigkeit legt sie sich eine Wohnung in einem alten, aber charmanten Haus.
Schnell lernt sie die neuen Nachbarn kennen und alles ist in Ordnung.
Lediglich der katholische, blinde Priester der im Dachgeschoss stets aus dem Fenster starrt beunruhigt sie.
Das ändert sich als die Nachbarn immer zudringlicher werden und sie mit der Maklerin darüber spricht.
Ab diesem Zeitpunkt öffnet die Hölle ihre Tore für Alison.....

Hexensabbat aus dem Jahr 1977 erinnert zu Beginn ein wenig an Polanski's Klassiker Rosemary's Baby.
Aber das ändert sich spätestens nach dem Gespräch mit der Maklerin denn dann nimmt der Film eine Wendung hin zu einem wahren Albtraum.
Wer eher Zartbesaitet ist sollte einen Bogen um Hexensabbat machen den was hier geboten wird geht an die Nieren.
In Sachen Gore wie auch in Sachen Psyche.

Fast ist es so als wenn der Film irgendwo im Gehirn andockt und sich förmlich hineinfrisst.
Dabei setzt er vor allem auf Atmosphäre und subtilen Spannungsaufbau....aber wenn das nicht mehr reicht holt er die Keule raus und legt ungeniert los.
Mich hat dieser Film völlig überrascht mit seinem Plot der einen zuerst glauben lässt es handelt sich um einen gängigen Mystery-Thriller seiner Zeit nur um sich dann in einen morbiden Moloch von Film zu verwandeln.
Dialoge, Settings, Soundtrack, Darsteller und die Masken nebst Effekte sind Hervorragend.

Der Cast ist eher ein Allstar-Cast.
Mit dabei sind u.a.: Cristina Raines, Chris Sarandon, Martin Balsam, Ava Gardner, Sylvia Miles, Burgess Meredith, Eli Wallach, John Carradine, Christopher Walken, Jose Ferrer, Jeff Goldblum, Arthur Kennedy, Jerry Orbach, Deborah Raffin, Tom Berenger, Richard Dreyfuss, Nana Visitor und Beverly D'Angelo.
Regie führte Michael Winner.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2014
Michael Winner`s Verfilmung nach dem Roman von Jeffrey Konvitz
( The Sentinel) ist wohl eindeutig ein Best- Of aller erfolgreichen
Horrorfilmen der 70er Jährchen. Old School eben!
Er enthält ein bisschen "Rosemaries Baby" und "Exorzist", sowie andere
popüläre, berüchtigte Zutaten- und trotzdem kann er durch einige drastische
Geschmacklosigkeiten und eine doch sehr interessante Besetzung total trumpfen.
Die nicht gerade billige Produktion der renommierten Universal- Studios macht
zwar insgesamt einen überraschend schundigen Eindruck unter der glanzvollen
Oberfläche. Doch ich find`s genial und grandios. Großes Kult- Kino.

_________________________________________________________*****STERNE!

Story:

Das junge New Yorker Model Christina Rains bezieht ein Apartment in
einer düsteren Gegend am Hudson River.
Im obersten Stock wohnt ein blinder Priester, der unentwegt aus dem
Fenster schaut. Was "sieht" er nur??
Aber auch die anderen Mieter haben es in sich: Zwei schräge lesbische Damen,
als auch ein noch schrägerer Katzenliebhaber.......
und noch jede Menge finstere Gestalten tummeln sich dort.
NUR- laut Maklerin lebt außer Christina und dem Priester angeblich seit Jahren
NIEMAND im Haus........sowas!

--------------------------------------------------------------

Fazit: ( Vorsicht- leichter Spoiler!!!!) :-))

ORIGINELL! Wie sich herausstellt, handelt es sich bei den mysteriösen, gruftigen
Bewohnern um verstorbene Mörder, die von der Hölle entsandt wurden, Christina
in den Wahnsinn und Selbstmord zu treiben. Armes Mädel.
Denn sie ist auserwählt, die nächste Wächterin zu sein. Wofür? Für das Tor
zur Hölle, das der Priester über ihr seit Jahren bewacht!
Donnerwetter, oder?
Fabelhafte Schauspieler wie Ava Gardner oder Chris Sarandon sind nur zwei,
die diesen Film mit zahlreichen, hübschen Höllenkreaturen punkten lassen.
Wem dabei keine Schauer über den Rücken laufen...ist vermutlich auch schon tot.
Haha.
Aaarrgghhh!!

FÜNF höllisch- gute Sterne, die das Fürchten lehren.
Für Liebhaber dieses Gefühls natürlich!!

ABSOLUTE Kaufempfehlung!!
2727 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken