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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
12
4,5 von 5 Sternen
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am 4. August 2014
Vor allem aber ist es ein unterhaltsames Kammerspiel, denn außer zweier Außenaufnahmen spielt sich nahezu alles in der Wohnstube des vermögenden Unternehmers Hauser ( Heinz Klevenow ) ab.
Außerdem ist dem Zuschauer & dies noch während des laufenden Vorspanns schon von vornherein der Täter bekannt, welcher dem Betrachter dieser Geschichte via Off­stim­me im Un­ter­be­wusst­sein jeden weiteren Schritt seines Tun & Handelns offenbart. Also kein Krimi zum Miträtseln wer am Ende der Übeltäter ist !
Nichtsdestotrotz fand ich diese dennoch packende Erzählung aus der Sicht des kriminellen Individuums, nicht zuletzt auch wegen der insgesamt sehr guten Besetzung bzgl. der Charaktere, höchst unterhaltsam.

Produktrezi zu: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker)

Nachfolgend gebe ich Euch bei Interesse an diesem klassischen Streifen im Hinblick auf die komplette Ausstaffierung dieser DVD-Box inkl. mit hinzugefügter Ablichtungen zur Veranschaulichung auch mal einige wissenswerte Infos & ich beurteile meine erworbenen Filmmedia-Produkte immer nur als Gesamtpaket.
Den Film allein als solches bewerte ich am Ende des nächsten Abschnitts gesondert !

► ZUM KRIMI: Mörderspiel / Le jeu de l'assassin ( D/F 1961 )

Beim Verlassen eines Tatorts trifft der Serienkiller Troger unverhofft auf einen alten Bekannten. Dieser überredet Troger mit auf die Party eines betuchten Industriellen zu kommen & noch während der Autofahrt dorthin feilt der durchtriebene Bösewicht bereits an einem Plan, diesen unliebsamen Zeugen so schnell als­bald aus dem Wege zu räumen.

„ Mörderspiel “ ist ein vom Drehbuchautor Thomas Keck nach einer Romanvorlage des dt. Schriftstellers Max Pierre Schaeffer neuverfasstes & im Ganzen gesehen auch durchaus interessantes Kriminalstück. Für die m. E. sowohl außerordentlich gelungene als auch atmosphärisch dichte Inszenierung war der Wiener Filmregisseur Helmut Ashley, welcher ebenfalls mit am Drehbuch herumwerkelte, zuständig.
Alles in allem eine wunderbar nostalgische Fernsehunterhaltung im herrlich antik anmutenden Schwarz-Weiß.
Zur Riege der Darsteller zählen u. a. die seinerzeit namhaften Schauspieler Hans Paetsch, Margot Hielscher, Wolfgang Kieling, Uschi Siebert, Balduin Baas, Hanne Wieder, Robert Graf, Harry Meyen sowie Götz George & die hierzu passende Musik zur Untermalung stammt vom renommierten dt. Filmkomponisten Martin Böttcher ( u. a. auch Komponist bei Verfilmungen von Karl May & Edgar Wallace ).
Die Spieldauer beträgt lt. Player ermittelt exakt 75:41 Min. & bedauerlicherweise endet der Film abrupt ohne Abspann.

Meine Filmwertung ⋙ 7,5 von 10 Punkte

► ZUR AUSSTATTUNG: Die DVD mit einer FSK ab 16

Z. Hd. bekommt man ein marktübliches, robustes Amaray-Keep-Case mit einem optisch ansprechend gestalteten Frontcovermotiv. Rückseitig wurde ebendieses Cover sowohl mit Filmausschnittmotiven als auch mit einem Abriss zur Story sowie mit techn. Angaben & mit Infos über die Filmschaffenden versehen.
GUT ≫ Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden

FORMAT: Widescreen 1,66:1 ( 16:9 anamorph ) in s/w
Das Bild wirkt zuweilen etwas unscharf & auch ein leicht grießig Korn ist mitunter schon mal wahrnehmbar. Der Kontrast hingegen ist wiederum okay.

TONSPUR: Nur Deutsch in Dolby Digital 2.0 Mono
Qualitativ klar & sauber sind die geführten Dialoge stets deutlich zu verstehen.
SCHLECHT ≫ Kein zuschaltbarer UT
● PUNKTABZUG ( halber Stern )
Denn die Möglichkeit einer Untertitelung bei Bedarf sollte bei solch klassischen Werken aus den 60er Jahren dann doch schon generell mit auf Disc vorhanden sein & zwar sowohl für den betagteren Filmfreund ganz allgemein als auch insbesondere für Hörgeschädigte !

LABEL: Kinowelt - Pidax Film (AL!VE)
PRODUZENTEN: Utz Utermann & Claus Hardt in Koproduktion
ASIN-Nr. dieses Artikels: B00GFW6HF4
GENRE: Krimi / Drama
GESAMTLAUFZEIT lt. Coverangabe: ca. 84 Min.
Somit liegt diese mehr als 8 Min. über der von mir tatsächlich festgestellten Spielzeit ! Sehr eigenartig das Ganze. Aber mög­li­cher­wei­se ist es ja auch nur ein Coverfehler, denn zumindest laut Schnittberichte soll dieser Streifen ungekürzt vorliegen.

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SPECIAL FEATURES
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+ Wendecover
+ Ein 4-seitiger Info-Einleger der Illustrierte 'Film-Bühne' mit wunderschönen s/w-Motiven
+ Eine Trailershow zu zwei weiteren Highlights dieses Labels
+ Ein separates Kapitelmenü von 1 bis 6
sowie auch mit einem übersichtlich gestalteten Hauptmenü samt Soundtrack.
Beide Menüs sind mit bewegten Bildern versehen worden !

► FAZIT

Drei bis vier Sterne !

Ein durchaus sehenswerter Kriminalfilm mit qualitativ hingegen allerdings leichten Abstrichen bei der Darstellung des Bilds. Zudem noch läßt auch das abgehackte Filmende zu wünschen übrig.
Größter Wermutstropfen & dies im Besonderen für Hörgeschädigte dürfte jedoch das Fehlen einer Untertiteloption sein, was infolgedessen zumindest diesen Klientenkreis von einem zuvor noch beabsichtigen Kauf schlussendlich abhalten dürfte.

Mit nostalgischem Gruß,
Der Dirk

6,5 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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TOP 1000 REZENSENTam 2. August 2014
Der 1961 entstandene Kriminalfilm "Mörderspiel" wurde seinerzeit von der Kritik als "Hitchcocknah" gelobt, was aus heutiger Sicht dann doch ein etwas zu hoher Vergleich ist. Der kammerspielartige Streifen von Helmut Ashley hat aber auch ohne dieses Suspence-Flair viel interessantes zu bieten und er wirkt durch die vielen egozentrischen Selbstdarsteller, die dort im Penthouse, wo der Mord geschah, eine eher langweilige Party feiern, fast schon wie eine gallige Abrechnung mit dem Wirtschaftswunder und deren zuversichtliche Stimmung. Diese ist nämlich im "Mörderspiel" dann doch nahe am Abgrund angesiedelt und kann fast schon ein bisschen als Gegenentwurf für die auch im deutschen Nachkriegskino Einzug gehaltene Sehnsucht nach Harmonie und Optimismus durch diverse Heimatfilme angesehen werden. Der von dem späteren Oscargewinner Sven Nykvist bebilderte Film ist damit ein spannender Krimi, bei dem die in belangloser Langeweile erstarrte Partygesellschaft aus halbwegs gehobenen Mitgliedern der deutschen Nachkriegsgesellschaft aus ihrer Verdrängungslethargie herausgerissen wird. Diese hintergründige Gesellschaftsbetrachtung steht damit noch vor dem Suspencegehalt und beides zusammen hat Ashley (Das schwarze Schaf, Das Rätsel der roten Orchidee) zu einem sehenswerten Film verbunden.
Der Anfang zeigt einen Mörder beim Aufräumen des Tatorts, bevor er diesen verlässt. Peinlich genau säubert er die fremde Wohnung, in der er soeben eine Frau der High-Society getötet hat. Der Mann spricht mit sich selbst. Es ist der angesehene Modeschöpfer Klaus Troger (Harry Meyen), der schon mehrmals zugeschlagen hat. Sein Motiv ist ein tief sitzender Hass auf Frauen. Beim Verlassen des Hauses passiert aber für den Täter dieser sogenannte Worst Case, denn gleich vor dem Haus der Leiche trifft er auf den Jungarchitekten Hein Kersten (Götz George), der mit einem Sportwagen unterwegs ist. Beide Männer verbindet eine lose Bekanntschaft und daher fährt Kersten nichtsahnend den Serienkiller in die Stadt. Die Gedanken des Mörders sind damit beschäftigt, diesen unvorhergesehenen Zeugen um die Ecke zu bringen, dieser denkt aber nur an die tolle Party, die bei Geschäftsmann Hauser (Heinz Kievenow) in dessen luxuriösem Penthouse steigt. Bei diesen Partys ist auch Trogers frustierte Ehefrau Eva (Magali Noel) beliebter Dauergast. Kein Wunder, denn ihr Geliebter Dahlberg (Georges Riviere) verkehrt dort auch. Kersten überredet Troger auf die Party mitzugehen, was dieser dann auch tut, denn vielleicht ergibt sich so noch einmal die Gelegenheit den Zeugen zum Schweigen zu bringen. Und die Zeichen stehen bald sehr günstig, denn die gelangweilte Gesellschaft entschliesst sich mal wieder das beliebte "Mörderspiel" zu spielen. Jeder der 12 Partygäste muss eine Karte ziehen, wobei einer der Anwesenden den Detektiv spielen muss, ein anderer das Opfer und einer ist der Täter. Der Detektiv muss dann durch seine Verhöre herausbekommen, wer der Mörder ist. Und nur dieser darf lügen, die anderen müssen die Wahrheit sagen. Natürlich wird aus dem Spiel fieser Ernst und die Gesellschaft (u.a. Hanne Wieder, Margot Hielscher, Robert Graf, Wolfgang Reichmann, Anita Höfer, Uschi Siebert) werden bald wegen einem Mordfall vom Kriminalinspektor (Wolfgang Kieling) verhört...
Der Film hat in seiner Anfangssequenz ein bisschen was von diesem Giallo Feeling und man hört die Offstimme, die dem Täter gehört und der hier seine Gedanken äussert. Hier lässt sich schon das Können des späteren Lieblingskameramann von Ingmar Bergman erkennen, der noch weitere sehr schöne Einstellungen in dem Szenario der Schönen und Reichen einbringt. Geschickt bietet der Film dem Zuschauer auch einige interessante Wendungen und auch wenn der Schlußplot nur durch eine gewisse Unlogik möglich ist (Täter sind normalerweise nicht so unvorsichtig im Umgang mit Beweismitteln) darf man sich hier auf einen gut gemachten 60er Jahre Krimi aus der BRD freuen.
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am 29. April 2017
Leider wieder ein 4:3 Bild auf 16:9 aufgeblasen deutlich zu sehen da beim Titelvorspann manche Wörter nur halb zu sehen sind.
Eine Unsitte die immer mehr um sich greift !
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am 10. August 2016
WIR ALLE SIND MÖRDER.
Denn es sind die Augen des Täters, durch die wir sehen. Wir blicken herunter auf unsere Hände in den Handschuhen , die sich mit dem Verbrechen besudelten . Angespannt und gehetzt sehen wir uns in den stillen Räumen um, in denen wir gerade einen Menschen erdrosselten. Totale Identifikation durch brillante subjektive Kameraperspektive. Exzentrisch und orginell heute noch und im Jahre 1961 erst recht, als Regisseur Helmut Ashley dieses kleine grimmige, immens dichte und beklemmend inszenierte Noir -Kammerspiel inszenierte.
Bereits die ersten zehn Minuten sind an Faszination kaum zu überbieten. Wir sind es, die hastig auf die Armbanduhr schauen. Die subjektive Sicht zwingt uns in die Perspektive des Killers, der hier die Spuren seiner gerade begangenen Tat verwischt. Unsere Hände nehmen die benutzten Gläser von einem Tisch. Wir gehen in das Badezimmer , zum Waschbecken, öffnen den Wasserhahn , spülen die Gläser ab, damit uns kein Fingerabdruck verrät. Feinsäuberlich trocknen wir die Gläser, halten sie dicht zur Kontrolle vor die Augen.
Ein Manschettenknopf unseres Ärmels fällt auf den Teppichboden, rollt unter ein zerwühltes Bett. Wir greifen danach und jetzt erst im beiläufigen Kameraschwenk sehen wir das Opfer. Eine junge Frau, ihre starren Augen blicken entseelt zur Zimmerdecke. Auf dem Rücken liegend in den Bettlaken ist ihr Kopf nach hinten überstreckt. " Nun müsste ich an alles gedacht haben" murmelt die Stimme des Mörders, unsere Stimme...!
So soghaft kann uns die richtige Wahl filmischer Mittel sofort in das Geschehen ziehen . Was jetzt an unkontrollierbaren Verwicklungen geschehen wird, treibt nicht nur dem Mörder die Schweissperlen auf die Stirn. Zum ersten Mal sehen wir ihn jetzt im Spiegel. Ein tadellos gekleideter , schlanker Enddreissiger , der sich nervös und fahrig die Brille etwas zurechtschiebt. Klaus Troger ( Harry Meyen) hat gerade eine Frau ermordet. Die genauen Umstände wissen wir noch nicht, und doch sind wir schon mit dem Verbrecher in Komplizenschaft. Ab jetzt wird alles schief laufen, was schief laufen kann, jeder gut ausgeklügelte Plan ist hinfällig und eine unsichtbare Schlinge zieht sich Stück für Stück um unseren Hals , lässt nach Luft ringen, fieberhaft immer wieder auf neue Entwicklungen reagieren. Haben wir eine Chance davonzukommen ?
Mörderspiel= Schicksalsspiel.

Die Perspektivwechsel und Bildsymbolik der einfach nur superben Kameraführung werden hochartifiziell und überraschend bleiben. Aufregende exzentrische Szenenarrangements, überwältigende Licht -Schatten Kontraste und Kadrierungen machen " Mörderspiel" zum filmischen Hochgenuß. Der Mann hinter der Kamera heisst Sven Nykvist, der die besten Filme Ingrid Bergmanns veredelte, und so ist " Mörderspiel" in erster Linie auch ein stilistischer Triumpf, der sich weit von den sonstigen bundesdeutschen Filmen dieser Zeit abhebt. Ästhetik gepaart mit einer atemberaubend fesselnden Story, um die Angst des Mörders, der jederzeit damit rechen muß, durch eine kleine Unachtsamkeit entlarvt zu werden. Somit ist " Mörderspiel" kein Who-done-it , denn der Täter ist von Anfang an klar. Vielmehr wandelt dieser Psychothrill auf den Spuren einer Patricia Highsmith, die auch stets das Schicksal und das fieberhafte Gedankengut, die Panik, die Verstrickung des Verbrechers in den Fokus rückte.

Wie es der Zufall will, hat Klaus Troger das immense Pech nach gründlich vollzogenem Spurenverwischen just von einem Arbeitskollegen erkannt zu werden, der ausgerechnet gerade in der Sekunde an dem Haus der Toten vorbeifährt, als Klaus sich heimlich aus der Tür davonstehlen will.
Es ist der junge Architekt Kersten ( Götz George) der ihn plötzlich mit einem fröhlichen " Hallo" aus seinem Wagen heraus anruft. Wir spüren fast körperlich, wie es nun hinter der Stirn des Mörders zu arbeiten beginnt, wie alles in ihm sich verkrampft im Versuch locker den Gruß zu erwiedern. Kersten hat ihn aus dem Haus kommen sehen. Kersten könnte dies später bei der Polizei bezeugen. Kersten muß ebenfalls aus dem Weg geräumt werden. Ein weiterer Mord, der schnell und und unvermittelt geschehen muß, sonst ist alles aus. Morgen oder spätestens übermorgen.
So begleitet notgedrungen Klaus Troger den jovialen , vollkommen ahnungslosen Bekannten auf eine Neureichen Party von Arbeitskollegen und Geschäftspartnern, immer lauernd auf den richtigen Moment den lästigen Zeugen unbeobachtet zu beseitigen.
" Mörderspiel" arbeitet in diese triste Feierlichkeit hoch oben in einem Bürogebäude herrlich gallige Einblicke in das so unsympathisch seelenlos steife Gesellschaftsleben der sogenannten Oberschicht ein. Die Party, die hier von den anwesenden verstaubten Rechtsanwälten , Architekten und Journalisten begangen wird, ist lebloser als jede Frauenleiche. Und wieder sind wir ganz empathisch bei dem hoch angespannten Mörder, denn diese illustere Gesellschaft mit falschem Gelächter und heuchlerischem Small Talk , den Floskeln und Fassaden und dahinter die Hohlheit der Gewöhnlichkeit ist auch für uns eine Qual. Noch dazu wo auch Trogers Ehefrau anwesend ist, die erst verblüfft ist ihren Mann hier zu treffen, dann aber keine Gelegenheit auslässt, ihn vor der versammelten Gesellschaft mit spitzen Bemerkungen immer wieder aufs neue zu demütigen. Ein einziges Haifischbecken und genial ist es, wie nun mosaikartig immer mehr uns durch kleine Einblicke verdeutlicht wird, warum die verquälte Psyche unseres Täters überhaupt zu unterdrückter Aggression neigt, die wohl schon in mehreren Frauenmorden sich entlud.
Ehehölle hinter betulichem äusseren Schein. Das ist subtil, bestürzend , gleichzeitig auch von makaberer schwarzhumoriger Qualität.

" Spielen wir doch das Mörderspiel..!", ruft einer in die Runde. Ein altbackenes Partyspiel ist das, bei dem Karten gezogen werden und ein gespielter Mordfall unter den Partygästen aufgelöst werden soll. Wie verhängnisvoll, dass keiner in der gackernden Schar ahnt, dass ein wirklicher Mörder unter ihnen ist, der jetzt seine letzte Chance zum Handeln kommen sieht , als das Licht im Raum verlischt.....

" Mörderspiel" ist Suspense in Reinkultur, wie ihn ein Hitchcock nicht besser hätte gestalten können , mit einer Spannung und einem Sinn für Überraschungen , für feine Nuancen, knisternde Dialoge und optische Raffinesse, die das Werk zu einem filmischen Juwel machen.
In dieser in sich erstarrten, sich nur noch um die eigenen dekadenten Belanglosigkeiten drehenden Gästeschar, freut sich der Zuschauer insgeheim diebisch, dass hier bald aus Spass Ernst wird . Die lethargische, fette , gelangweilte Elite der Wirtschaftswunderjahre, die so abgehoben ist Verbrechen als Spiel zu begreifen, wird auf einmal ganz blass um die Nase als sich echtes rotes Blut über den Parkettboden ergießt.
Der reale Schrecken hat die Neureichen eingeholt.
Ideenreich, visuell ein Feuerwerk , mit schauspielerischen Glanzleistungen getragen von Harry Meyen, dem jungen Götz George, Margot Hielscher bis zu Wolfgang Kieling . Bissige Gesellschaftssatire, ambivalente Einblick in Täterpsychen umd vor allem ein Thrill, der die berühmte Stecknadel im Raum fallen hören lässt. Das abgründige Ende trifft uns. In seiner teuflischen Banalität ist es dann auch voller Melancholie und Fatalismus.
Es stimmt eben doch, wir können machen was wir wollen, das Schicksal schlägt uns immer noch ein letztes Schnippchen umd grinst uns dabei zu auf dem Weg zum Schafott. Und wenn der grosse Italo - Meister Lucio Fulci sich von der finalen Pointe zu seinem später entstandenen Giallo " Die sieben schwarzen Noten" inspirieren ließ , es würde mich nicht wundern.
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am 16. Mai 2014
Das „Mörderspiel“ in der Inszenierung von Helmuth Ashley ist in jeder Hinsicht feinste Krimikost: Die beinahe in Echtzeit ablaufende Handlung spielt fast nur in einer einzigen Wohnung – ein Kammerspiel, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Vor der Kamera tolle Schauspieler wie Harry Meyen, Götz George, Magali Noël, Hanne Wieder, Margot Hielscher, Wolfgang Kieling und Hans Paetsch (der Erzähler zahlreicher „Europa-Hörspiele“ hier in der Rolle von Kriminalkommissar Lohmann), hinter der Kamera Oscar-Preisträger Sven Nykvist, der den Zuschauer abwechselnd die Rolle des unbeteiligten Betrachters und die Perspektive des Mörders einnehmen läßt und einen auf diese Weise gedanklich und emotional zum Komplizen des Täters macht.
Dazu liefert der Film mit seiner Optik ein faszinierendes Stimmungsbild der „Sexy Sixties“: von der Wohnungseinrichtung über die Anzüge der Herren bis zu den Frisuren und Kleidern der Damen. Wie in der Erfolgsserie „Mad Men“ wird getrunken und geraucht, was das Zeug hält – hier allerdings nicht im künstlichen Retro-Look, sondern im originalen Stil der frühen sechziger Jahre. Das Ganze ist eingebettet in eine cool-elegante Musik von Erfolgskomponist Martin Böttcher, der in den darauf folgenden Jahren noch so manche Edgar-Wallace-Streifen und die meisten Karl-May-Filme vertonen sollte.

Mit einem nostalgisch aufgemachten dünnen Booklet und zwei Trailern (aber kein Trailer des Hauptfilms) fallen die Extras reichlich mager aus, immerhin gibt es ein Wendecover. Alles in allem kann es jedoch angesichts der filmischen Qualität dieser Krimiperle nur die Bestwertung geben – so schlicht, so stilvoll und so spannend können (zumindest konnten) Film und Fernsehen in Deutschland sein!
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Auf einer Party der High Society soll ein Mörderspiel für Schwung sorgen. Kommissar und Mörder werden ausgelöst, der Täter soll durch Befragungen herausgefunden werden. Doch das Spiel wird zum bitteren Ernst, als plötzlich tatsächlich ein Mord geschieht. Verantwortlich hierfür ist Andreas Troger, der aus Hass auf seine treulose Frau Eva vermeintlich deren Geliebten umbringt. Schon bald ist ein echter Kommissar im Haus und befragt die Partygäste...

„Mörderspiel“ ist ein Kriminalfilm aus dem Jahr 1961 und fand damals große Beachtung, hat er doch einige Konventionen der damaligen Krimiunterhaltung durchbrochen und zahlreiche eigenständige Elemente eingebracht. Pidax Film hat sich dieser Produktion angenommen und in der Reihe seiner Filmklassiker aufgenommen und auf DVD veröffentlicht. Dem Zuschauer wird schon gleich zu Beginn der Mörder präsentiert, was durchaus ungewöhnlich ist. Man kann ihn beim Morden beobachten, seinen gesteigerten Hass auf Frauen erleben, sein Doppelleben als erfolgreicher Modeschöpfer und Mörder durchschauen – und wird dadurch eng mit in die Handlung eingebunden. Man fiebert auf die kommenden Ereignisse, zweifelt, ob er enttarnt werden kann, und gerade dadurch wird hier die Spannung erzeugt. Der Großteil spielt dabei in der Wohnung statt, in der die Party gefeiert wird, Szenenwechsel gibt es kaum, auch Zeitsprünge werden hier nicht groß eingebaut. Sehr gelungen, zumal mit dem Wechsel der Perspektiven dennoch eine sehr dynamische und unterhaltsame Stimmung erzeugt wurde. Wendungsreiche Überraschungen und interessante Einblicke in verschiedene Charaktere halten die Spannung dabei aufrecht. Ergänzt wird dies durch hervorragende Schauspieler wie Götz George und Hans Paetsch sowie die interessante Beleuchtungs- und Filmtechnik, sodass ein auch heute niich sehr unterhaltsamer und ungewöhnlicher Krimi entstanden ist, der von der ersten Minute an fesseln kann und einen über 80 Minuten nicht mehr loslässt.

Die technischen Details sind ebenso gelungen. Die Produktion wurde in Schwarz-Weiß gedreht, woran sich heutige Sehgewohnheiten erst einmal gewöhnen müssen. Die Schärfe des Bildes ist überraschend gut wenn man bedenkt, dass der Film über 50 Jahre alt ist, als Format wurde das moderne 16:9 gewählt. Auch der Kontrast wurde gut eingestellt. Die Tonspur ist in Dolby Digital 2.0 gut verständlich gehalten, sodass auch die ausdrucksstarke Musik sehr gut zur Geltung kommt. Filmische Extras sind nicht zu verzeichnen, dafür liegt ein kleines, gut aufbereitetes Booklet bei.

Ein spannender Film, der sich nicht mit der Frage beschäftigt, wer der Mörder ist, sondern ob er der Justiz entkommt. Zudem ist die Betrachtung sehr unterhaltsam, wie er zu dem Frauenhasser geworden ist. Durch den gelungenen Einsatz verschiedener Perspektiven wird ein dynamischer Ausdruck erzeugt, die Beschränkung auf einen Schauplatz ist ebenso gelungen.
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Schwarzweißfilme haben in meinen Augen einen besonderen Charme. So habe ich mich auch gefreut, als Pidax Fim in der Reihe Film-Klassiker den Streifen Mörderspiel auf DVD herausgebracht hat. Hierbei handelt es sich um einen deutsch-französischen Spielfilm, bei dem Helmuth Ashley Regie führte. Die Aufnahmen entstanden im Jahre 1961, in den Rollen sind unter anderen Magali Noel, Harry Meyen, Götz George, Robert Graf und Georges Riviere zu sehen.

Die Geschichte im Film dreht sich um Klaus Troger, der ein geheimes Doppelleben führt. Auf der einen Seite ist er ein erfolgreicher Modeschöpfer, der die Damen der besten Gesellschaft neu einkleidet. Auf der anderen Seite ist er ein Frauenhasser, der die Frauen der gehobenen Gesellschaft unter die Erde bringt. Seine Ehe besteht nur noch auf dem Papier, seine Frau betrügt ihn mit dem Geschäftsmann Dahlmann. Lange Zeit funktioniert sein Doppelleben einwandfrei. Doch dann wird er von seinen Bekannten Kersten am letzten Tatort gesehen.

Dieser überredet ihn dazu mit auf eine Party zu kommen. Dort befinden sich auch Trogers Frau und ihr Liebhaber, den Troger endlich loswerden will. Da kommt ihn das „Mörderspiel“ auf der Party gerade recht…

Der Filme entstand in gerade einmal zwei Monaten im Bavaria-Atelier in München. Dennoch ist hier nichts von Hektik oder schlechter Arbeit zu sehen – im Gegenteil. Der Zuschauer bekommt mit Mörderspiel einen unterhaltsamen Film geboten, der nicht nur Genrefans gut unterhalten kann.
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am 20. März 2014
Auch endlich dieser spannende Krimi von Helmuth Ashley (früher übrigens Kameramann) auf DVD. Der Film lief über 20
Jahre nicht mehr im Fernsehen. Absolut hörenswert wieder die Filmmusik von MARTIN BÖTTCHER, der sich damals auf seinem
künstlerischen Höhepunkt befand. Eindrucksvoll auch die Riege der Stars die da auflaufen: Harry Meyen, Wolfgang Kieling, Götz
George, Hanne Wieder, Margot Trooger, Wolfgang Reichmann, Margot Hielscher, Hans Paetsch und Robert Graf.
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am 14. Januar 2017
Allein die Kamaraführung macht diesen Film zu etwas Besondererem. Der Film ist aus der Sicht des Mörders erzählt. Sehr spannend, obwohl der Film schon zu alt ist.
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am 24. März 2016
Bis zum Ende ein spannender Krimi mit tollen Schauspielern. Mir gefallen die Krimi in Schwarzweiß da die Dramatik dadurch stärker rüber kommt.
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