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am 8. Oktober 2013
Ich glaube ich fang am besten mit den Dingen an, die mir nicht sooo gut gefallen haben, dann hab ich es direkt hinter mir und es sind ohnehin nur 2 Sachen. Ich hätte es beinahe schöner gefunden, wenn man die fremde Welt des britischen Empires ganz alleine entdeckt, daher hätte für mich das Vorwort des Autors nicht zwingend sein müssen.
Und hin und wieder waren mir doch ein paar viele Steampunkklischees drin.

Für beides möchte ich aber keinen Stern abziehen, denn das ist Geschmackssache schmälert nicht den sehr guten Gesamteindruck des Buches.

Herrlich fand ich die Idee, das ganze Setting, trotz Steampunk in die heutige Zeit zu verlegen und das Millenium einzuläuten!

Unnatural History ist wie eine bunte Tüte, was Genres angeht, es finden sich einige Horrorelemente, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, aber auch den klassischen Abenteuerroman, mit einem Augenzwinkern zu genießen. Außerdem sind die Anspielungen herrlich :) Ulyssey und Nimrod haben mir als Charaktere auch sehr gefallen.

Ich bin sehr gespannt, was es wohl mit Teil 2 geben wird, ich hoffe doch, dass der künftig auch auf Deutsch erscheinen wird
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am 10. Mai 2017
Etwasmmerk technische Erklärungen und andere Sichten anderer Charaktere wären gut.
Ansonsten ganz spannend geschrieben. Auch etwas mehr Details
S zum alternative der Story wäre spannend.
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am 29. März 2017
Es war mein erstes Buch dessen Geschichte eine Steampunk-Fassung unserer bekannten Welt umfasst. So richtig wusste ich nicht, worauf ich mich da einlasse und muss sagen, dass mich die Geschichte an sich begeistern konnte trotz kleiner Mängel. Ich bin sehr gut in die Geschichte um den heldenhaften Abenteurer Ulysses Lucian Quicksilver rein gekommen, auch wenn ich nicht wusste wohin sie mich führen wird.

Die Geschichte ist am Ende des 20. Jahrhunderts angesiedelt, trotzdessen hatte ich häufig das Gefühl mich Ende des 19. Jahrhunderts zu befinden. Der Autor hat ein Händchen Altes mit Neuem zu verbinden und mir als Leser das Unmögliche näher zu bringen und glaubhaft darzustellen. Das fand ich sehr spannend.

Die Geschichte an sich ist spannend von Anfang bis Ende. Gekonnt wird der Leser immer wieder durch Wendungen überrascht, die die Geschichte in eine vollkommen andere Richtung lenken. Sicherlich sind so einige auftauchende Wesen und Entwicklungen extrem abgedreht, passen aber gut in die Geschichte. Mir war es an manchen Stellen fast ein wenig zu abgedreht.

Der Protagonist Ulysses Lucian Quicksilver ist ein Abenteurer und Agent der Queen. Man könnte auch meinen er wäre Sherlock Holmes, James Bond 007 und Jack Bauer (nur mit mehr als 24 Stunden Zeit) in einem. Scheinbar hat er mehr leben als eine Katze! Denn irgendwie schafft er es immer dem Tod von der Schippe zu springen und trotzdem noch die Welt zu retten. Allerdings kommt er hier eher blass rüber. Außer das er den gewissen sechsten Sinn hat und am Leben bleibt, um die Welt zu retten, erfährt man nicht wirklich mehr von ihm. Aber es ist ja auch erst der Auftakt der Reihe.

Seinen Butler Nimrod, der auf seine Art irgendwie schräg war, mochte ich sehr. Er war immer zur Stelle und behielt immer die Contenance. Ja, so manchmal war er auch der Retter in der Not. Schon allein wegen ihm würde ich die Fortsetzung lesen wollen. Er hat so den typischen britischen Humor und trotzdem ist er eine liebe Seele mit dem Herzen am rechten Fleck.

Die Idee der Geschichte finde ich prima. Ich mochte den Genre-Mix sehr, da er abwechslungsreich, fesselnd und auch auf seine Art sehr humorvoll ist. Der Steampunk ist sehr gut ausgearbeitet, außerdem mochte ich die detektivische und kriminalistische Arbeit des Protagonisten, auch die Dinosaurier erfüllten ihren Zweck und Darwins Evolutionstheorie hat auch ihren Platz in dieser Geschichte eingenommen und trägt maßgeblich dem Spannungsbogen bei.

Der bildhafte Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Gerade durch die bildhaften Vergleiche und die Anwendung vieler Adjektive (ich glaube er liebt sie über alle Maßen!) konnten mir ein regelrechtes Kopfkino bescheren, so dass ich das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein. Ich konnte es mir wahrhaft bildlich vorstellen.

Das Ende war aufschlussreich und lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Und obwohl Ulysses den Fall aufklären konnte und die Magna Britannia vor schlimmeren bewahren konnte, wird es auf jeden Fall weiter spannend bleiben und man darf sich auf neue spannende und sicherlich auch irgendwie abgedrehte Abenteuer mit Ulysses Quicksilver und seinem Butler Nimrod freuen.

Fazit:
"Unnatural History" ist ein gelungener Auftakt der "Pax Britannia"-Reihe in dem der Steampunkt-Sprung ans Ende des 20. Jahrhunderts perfekt gelungen ist und Fantasy mit Elementen des Abenteuers, Krimis und Horrors vereint. Die Geschichte ist sowohl humorvoll als auch spannend, so dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Für mich persönlich waren manche Ansätze zu abgedreht und leider kam auch Ulysses, der heldenhafte Abenteurer, etwas blass daher. Trotzdem denke ich, das es ein Buch für alle Steampunk- und Fantasyfans ist, die es lieben, sich überraschen zu lassen. Denn an Überraschungen wird hier definitiv nicht gespart.
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am 3. März 2015
Ich konnte mich mit der Erzählung nicht ganz anfreunden. Es gibt viele gute Ideen und interessante Szenarien - vielleicht zu viele, aber mit der Ausführung hapert es ein wenig: da ich schwer auszudrücken finde, was genau mich stört, möchte ich es so versuchen: es gibt einerseits die SF- und Fantasy-Geschichten, die konsistent wirken und glaubhaft sind (ja, ich weiß: alles erfunden :-), und es gibt andererseits jene Erzählungen, die zusammenfantasiert erscheinen und immer wieder daran Erinnern, daß eben alles erfunden ist.
Also nochmal: das Buch ist nicht ganz schlecht, geht aber eher in die "andererseits" - Richtung.

Der Hauptdarsteller, ein "höflicher Dandy, Abenteurer und Agent" ist im Klappentext entweder unzutreffend charakterisiert, oder fällt immer wieder mal aus der Rolle: "Piss off" von einem "höflichen Dandy" des viktorianischen Zeitalters (auch wenn es schon recht lange dauerte)? Nein danke, weitaus passender hätte ich (oder: erwartet hätte ich) eine Persönlichkeit in Richtung Sherlock Holmes.

Was aber das Faß zum Überlaufen bringt, ist die mißlungene deutsche Übersetzung. Ungefähr alle 10 Seiten bekommt man Zweifel, ob das Abgedruckte auch wirklich Deutsch ist, oder ob eine für ihr Können allzu hurtige Übersetzerin das Englische zu wörtlich (oder gar falsch) übersetzt hat.

Beispiele (ich habe mir das Englische Original angesehen):
1. Es gibt keine "babbage'sken Maschinen" - es sollten "Babbage'sche Maschinen" sein
2. Englisch "The hobnail heel of a boot came down on the top rung where Ulysses’ fingers should have been, just as he had anticipated." wird übersetzt als "Der genagelte Absatz eines Schuhs tauchte über der obersten Sprosse auf, direkt über Ulysses Finger." (dt. p136) - das ist gelinde gesagt recht frei übersetzt, und ein Teil des ursprünglichen Satzes fehlt.
3. Englisch "It [London] had a population that numbered in the millions and covered an area of hundreds of square miles, operating on several towering levels within that vast expanse of space." wird übersetzt als "Die Zahl ihrer Einwohner gipfelte in die Millionen und bedeckte eine Fläche, die hunderte Quadratkilometer umfasste." (dt. p172) - o weh: "gipfelte"?! und "Die Zahl ihrer Einwohner... bedeckte eine Fläche"? - wohl kaum; und wieder fehlt der zweite Teil des Satzes komplett :-( Zumindest für den ersten Teil des Satzes wäre mein Übersetzungsvorschlag: "Mit einer Bevölkerung, die nach Millionen zählte, bedeckte es [London] eine Fläche von hunderten Quadratkilometern, ..."
4. Gleich anschließend kommt Englisch "And in such a large warren of a city there were an uncountable number of places to disappear, if one had a mind to." was übersetzt wird als "Inmitten dieses riesigen Kaninchenbaues befanden sich unzählige Orte, die ein Verschwinden mehr als einfach gestalteten, sofern sich jemand dafür eintscheiden sollte." (dt. p172) Wo kommt der Mittelteil des dt. Satzes her? Das steht so nicht da - sicher trifft es irgendwie den Sinn, aber dieses Argument zur Rechtfertigung einer Übersetzung sollte doch eher Schulkindern (bzw. -jugendlichen ;-) vorbehalten bleiben...
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am 14. Oktober 2013
Der als vermisst - vermutlich tot - geltende Abenteurer-Dandy und Agent der Krone, Ulysses Lucian Quicksilver, taucht plötzlich wieder auf. Zum Leidwesen seines jüngeren Bruders, zur Freude seines Butlers Nimrod und quasi gerade rechtzeitig, um am nächsten Tag im Auftrag der Krone einen Fall zu übernehmen.
Im Natural History Museum wurde in das Büro eines Evolutionsbiologen eingebrochen, etwas gestohlen, ein Nachtwächter getötet und der Professor verschwand. Im Laufe der Ermittlungen muss Ulysses sich mit Dinosauriern rumärgern, sein totgeglaubter Nemesis taucht wieder auf, sein 'Vorgesetzter' zieht ihn eigentlich von dem Fall ab und es werden Mordanschläge auf ihn verübt.

Dieses Buch lässt sich nicht so einfach einem Genre zuordnen. Hier trifft Steampunk auf Abenteuer, Horror, Krimi und Humor. Das war für mich der Grund, warum ich es unbedingt lesen wollte.

Jedoch, ich weiß auch nicht so recht. Vermutlich war es einfach der falsche Zeitpunkt für mich. Es konnte mich nicht zu 100 % fesseln.
Von Ulysses war ich schnell genervt. Sein ewig alarmierender sechster Sinn, sein mitunter sehr überzogenes Gehabe. Und trotz aller Beschreibungen blieb Ulysses für mich blass und nicht wirklich greifbar. Nimrod erschien mir am deutlichsten, wenn er hinter dem Steuer saß. Und Simeon war mir einfach am symphatischsten. Auch die anderen Charaktere erschienen mir deutlicher als die eigentliche Hauptfigur.

Die Story an sich gefiel mir allerdings. Und so bekommt "Unnatural History - Pax Britannia 1" trotz meiner Kritik und einigen kleinen Fehlern von mir 4 von 5 Sternen. Die schräge Genremischung und die Ideen des Autors sind auf jeden Fall 'einen Blick' wert. Und ich werde trotz allem sicher auch den zweiten Band lesen. Allein schon wegen des Cliffhangers am Ende des ersten Bands.
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am 23. Mai 2017
Dieses Buch hatte alles, was man sich in einem Steampunk-Abenteuer wünscht. Coole Maschinen, Wissenschaft, Dinos und ein super Held, bei dem ständig alles schief läuft.
Zum Inhalt wurde ja mehr als genug geschrieben, ich für meinen Teil, freue mich aufs nächste Abenteuer mit Ulysses Quicksilver ;-)

Eine klare Leseempfehlung von mir, für Alle die auf einen spannenden Genremix stehen.
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am 15. Oktober 2013
Unnatural History spielt in einer Steampunk Welt voller Teakholz, Messing und Kathodenstrahlröhren. Schauplatz ist London, die Hauptstadt des britischen Empires, das unter der Herrschaft, der sich mittlerweile dem 160. Thronjubiläum nähernden Königin Victoria, zwei Drittel der Erde, den Mond und die angrenzenden Planeten beherrscht.
Dort lebt zusammen mit seinem mit allen Wassern gewaschenen und unerschütterlichen Butler- Faktotum Nimrod, Ulysses Lucian Quicksilver, Lebemann und Abenteurer. Quicksilver soll im Auftrag der Regierung herausfinden warum ins Natural History Museum eingebrochen wurde und wohin der dort arbeitende Professor Galapagos verschwunden ist.
Quicksilver, der eine Mischung von Sherlock Holmes, Indiana Jones und Allan Quatermain ist, gerät umgehend in die haarsträubendsten Abenteuer als da z. B. wären: Verfolgungsjagden mit ausgebrochenen Dinosauriern oder ein Kampf am Abgrund mit dem oben erwähnten Professor.
Moment, Kampf am Abgrund mit einem Professor? Da war doch was? Richtig.
Eine der Stärken des Buches, neben seinem Reichtum an Action und Abenteuer, sind die allenthalben zu findende witzigen Anspielungen. Weshalb ein Professor der Evolutionsbiologie eben Galapagos heißt und der Leibarzt der Königin Dr. Moreau.
Zum Stil ist zu sagen, der Autor liebt seine Adjektive und Nebensätze. Das passt zum auch prima zum setting, nur verlaufen sich die Sätze manchmal ein wenig. Oder was will uns dieser Satz sagen: „In seinem Tweed Jackett, der senffarbenen Weste und den Jagdhosen sah er exakt wie ein englischer Landadeliger aus, der gerade eine nachmittägliche Quengelei genoss“. Quengelei?
Aufgrund der Leseprobe der Originalversion vermute ich, dass solche Holperstellen eher der Übersetzung, als dem Autor anzukreiden sind (die Quengelei könnte übrigens eine Moorhuhnjagd sein, was deutlich sinnvoller klingt), aber sie haben das Lesevergnügen doch etwas beeinträchtigt.
Was mir auch ein bisschen fehlte: es wird eins ums andere Mal auf das Elend der Unterschicht und der verarmten Massen Bezug genommen, aber das London in dem Quicksilver sich bewegt, ist ein ausschließlich Großbürgerliches. Man hört von dem Elend, sieht es aber nicht. Aber vielleicht kommt das ja noch in den angekündigten Folgebänden
Wenn man von diesen stilistischen Feinheiten absieht, bietet das Buch eine farbige actionreiche Geschichte mit witzigen und abgedrehten Einfällen. Ich habe es gerne gelesen und freue mich auf die Fortsetzung
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am 2. April 2015
Eine steampunkige Welt des Jahrs 1997? Immer her damit!

Klappentext:
Zwei Monate vor den Feierlichkeiten zum 160. Thronjubiläum von Königin Victoria wachsen Unsicherheit und Unzufriedenheit in Magna Britannia.
Eine revolutionäre Sekte namens Darwinian Dawn verbreitet Angst und Schrecken in Londons Straßen. Mysteriöse Schattenwesen streben nach Einfluss und Macht.
Nichts ist wie es scheint, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt… und damit das Ende der Welt.

Zum Inhalt:
Poah. Schon der Klappentext liest sich total cheesy. Da gibt sich aber ein Autor die volle Pulp-Kante. Fehlen bloß noch Dinosaurier…

… okay. Die gibt es dann im Verlauf des Buchs auch noch. Hat dieser Johnathan Green ein Glück, dass ich auf so etwas stehe, denn ansonsten hätten sein Dandy-Protagonist Ulysses Quicksilver, die von einer steampunkigen Maschine angetriebene Queen Victoria und die Dinosaurier im Londoner Zoo keine Chance die 1 Punkt Grenze von unten kommend zu überspringen.

Nun, der steampunk-Hintergrund kommt nur selten zum Tragen – etwa bei der Lebenserhaltungsmaschine der Queen oder bei den Transportmitteln, die beim Anschlag im Zoo eine größere Rolle spielen, aber das stört mich wenig, denn Mr. Green hat etliche schön-spinnerte Ideen wie ein Mittel das ein Wesen (beispielsweise einen Mensch) auf genetischer Basis langsam evolutionär zurückentwickelt, bis es irgendwann wieder zu einer Art Ursuppe wird.

Den Helden – Ulysses Quicksilver, also Odysseus Quecksilber, empfand ich zu Beginn als etwas quartermainig, später wurde er aber eher jamesbondesk, in besseren Momenten erinnerte er sehr an Indiana Jones. Sind ja alles nicht die schlechtesten Referenzen und ich könnte mir einen schlechter zusammengeklaute Protagonisten vorstellen. So richtig an Konturen gewinnt er zwar nie, aber man mag ihn schlussendlich doch und er trägt – soviel kann ich schon sagen – auf jeden Fall einen Roman im Alleingang. Dazu noch ein interessanter Kriminalfall in Museums-Umgebung, einen fiesen Bösewicht, der eine staatsfeindliche Sekte anführt, einen Bösen im Hintergrund und viele, viele Kämpfe und scharfe Bräute und fertig ist der Pulp-Cocktail! Wohl bekomm’s!

Mein Fazit:
Keine große Literatur, aber es liest sich verdammt flott runter. Was will man im Pulp-Genre mehr? Ich finde den Helden ganz cool und war von den teilweise ziemlich abgefahrenen Ideen jederzeit gut unterhalten. Also alles super! In der Badewanne oder krank auf dem Sofa definitiv eine hervorragende Wahl.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Steampunk-Queens
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am 20. Mai 2015
Klappentext:
Der höfliche Dandy und Galgenvogel Ulysses Lucian Quicksilver, gelegentlicher Abenteurer und Agent im Dienste des Thrones, der für schattenhafte Herren arbeitet, welche verzweifelt ein Regime zu erhalten versuchen, das seit 150 Jahren andauert und nun von innen einzustürzen droht, also keineswegs mehr das ist, was es zu sein scheint, ist die Hauptperson des Buches. Er bekämpft schnauzbärtige Schurken in den zylindrischen Gewölben der Unterwelt mit raffinierter Eleganz und modischer Stilsicherheit. Unterstützung findet er dabei in seinem unerschütterlichen Hausdiener Nimrod, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt und damit das Ende der Welt.

Der Autor:
Der Autor hat bereits 45 Bücher und unzählige Kurzgeschichten geschrieben - von Fantasy-Spielebüchern bis Doctor Who, Star Wars: The Clone Wars und Mutant Ninja Turtles. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in West-London.

Meine Meinung:
Ulysses Quicksilver, Dandy und Abenteurer, soll einen Mordfall im Natural History Museum in London aufklären. Inspector Allardyce hat für ihn nur ein müdes Lächeln übrig, denn die beiden können sich nicht ausstehen. Ein Wachmann wurde getötet, das Büro von Professor Galapagos verwüstet, und wie es aussieht, wurde auch etwas gestohlen. Für Ulysses ist der Fall noch nicht so sonnenklar wie für den Polizisten, denn er findet ein wichtiges Beweisstück, das er einfach mitnimmt, um es untersuchen zu lassen.
Als dann auch noch die verzweifelte Tochter des verschwundenen Professors auftaucht, sind die Jagdinstinkte des Lebemanns endgültig geweckt. Irgendwas schleicht im Museum herum, und es ist nicht menschlich...

"Unnatural History" ist typischer Steampunk, der in seiner Erzählweise langsam, geradezu schrittweise, vorankommt. Der Autor scheint eine Vorliebe für Adjektive zu haben. Alles wird genau beschrieben, sodass man es sich vorstellen kann, aber manchmal ist es zu viel des Guten. Ich hätte mir eine Handlung gewünscht, die nicht so ausgefeilt war, denn die Geschichte ist gut durchdacht. Man muss nicht alles tot beschreiben.

Ulysses ist wohlhabend und geht darin auf, Spuren zu suchen und der Londoner Polizei (die zum Teil aus Automaten-Bobbys besteht) zu zeigen, dass diese öfter mal auf dem Holzweg ist. Und das schafft er ziemlich gut, so wie es oft in englischen Romanen zum Standard gehört.
Mittlerweile ist auch der Mond besiedelt, und das Britische Empire bewegt sich auf das Jahr 2000 zu. Der Abenteurer muss starke Nerven haben, denn nicht jedem Freund darf getraut werden. Auf seinen treuen Diener Nimrod ist aber stets Verlass.
Ulysses schlittert in die merkwürdigsten Situationen, denn wie man sich denken kann, ist die Steampunk-Welt bunt und voller Fantasie.
Und so will er diesen mysteriösen Fall aufklären, koste es, was es wolle.

Auch wenn ich das Buch an manchen Stellen zu auserzählt fand, gefiel die Mischung aus Fiktion, Abenteuer, Horror und Krimi - ein gelungener Mix.

Mittlerweile gibt es auch den zweiten Teil: "Leviathan Rising".

3,5 Sterne
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am 25. Juli 2016
Nachdem Ulysses Lucian Quicksilver bei einer Expedition in den Himalaya verschwunden und seit längerem kein Lebenszeichen von ihm auffindbar ist, will sein Bruder ihn für tot erklären lassen. Doch gerade als die entsprechenden Dokumente unterzeichnet werden sollen, platzt ein höchst lebendiger Ulysses zur Tür herein. Viel Zeit, sich wieder einzuleben, bekommt er jedoch nicht. Nach einem nächtlichen Einbruch ins Natural History Museum, bei dem der Nachtwächter getötet wurde, beauftragt ein hochrangiger Politiker Ulysses Quicksilver mit der inoffiziellen Untersuchung des Falls. Schnell muss er feststellen, dass der Einbruch Teil einer großangelegten Verschwörung ist, in die Leute, von denen er es nicht erwartet, verwickelt sind. Kurz vor Queen Victorias 160. Thronjubiläum könnte dies ganz Magna Britannia, den Nachfolger des British Empire, der sich mittlerweile bis auf den Mond und den Mars erstreckt, ins Verderben stürzen.
Steam Punk im viktorianischen Zeitalter ist nichts Neues. Die Idee, dieses Zeitalter und mit ihm den Steam Punk bis zur Wende ins 21. Jahrhundert auszudehnen, dagegen schon. Für die Handlung spielt das jedoch kaum eine Rolle, könnte diese doch genauso gut 100 Jahre früher stattfinden, denn es tauchen eigentlich keine Elemente auf, die es nicht ähnlich auch in anderen Werken des Genres gäbe.
Wenn man den Klappentext betrachtet, muss gesagt werden, dass einige der darin genannten Elemente im Buch nicht oder nur ganz am Rande auftauchen. Wahrscheinlich ist es erst für spätere Bände der Reihe vorgesehen, diese zu benutzen. Es stellt sich lediglich die Frage, wieso diese Handlungselemente (wie zum Beispiel die Vampire) dann hier überhaupt schon erwähnt werden.
Konkret auf den vorliegenden Band bezogen liefert Jonathan Green jedoch ein lesenswertes und fesselndes Steam-Pank-Abenteuer mit einigen Fantasy-Elementen ab. Sein Schreibstil schafft es, den Leser schnell in den Bann zu ziehen, wozu wohl besonders der Einfallsreichtum des Autors beiträgt, der seinem Leser immer wieder selbst in diesem Genre unerwartete Geschöpfe präsentiert. Eine kleine Unstimmigkeit, die man aber wohl eher der Übersetzerin anlasten muss, soll jedoch nicht unerwähnt bleiben: Bei der Benennung der Monarchin wird immer wieder zwischen dem Original „Queen“ und der Übersetzung „Königin“ hin und her gewechselt.

Fazit:
Für Steam-Punk-Fans ist „Unnatural History“ zweifellos einen Blick wert, denn die „Pax Britannia“-Reihe könnte interessant werden.

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