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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
5,0 von 5 Sternen
Weiss Wie Schnee-Remastered Deluxe Edition
Format: Audio CD|Ändern
Preis:17,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 27. Januar 2015
"Weiss wie Schnee" ist zweifellos das introspektivste Album, das Ambros je gemacht hat. Jedes einzelne Lied stammt aus seiner Feder und ist mit Blut geschrieben. Ausnahme: der Song "Sodbrennen" (Text. Prokopetz), der in Wahrheit auch nicht wirklich auf diese Platte passt (aber letztlich auch nicht so stört, dass es einen wirklich stören würde;-)) Jeder andere Song ist tief aus dem Inneren von W. Ambros, am Zenit seines künstlerischen Schaffens. Da ist das markante "Gezeichnet fürs Leben", das ein Höhepunkt bei jedem Ambros-Auftritt ist und zu Recht so etwas wie ein Hit geworden ist. Wirklich atemberaubend sind allerdings die weniger bekannten Songs wie "Kaputt und munter" oder "Guten Morgen", die zum Besten gehören, was Ambros je aufgenommen hat. Und selbstverständlich das Titelstück "Weiss wie Schnee", das schlicht zum Niederknien ist. Meiner Meinung war Ambros niemals zuvor und schon gar nicht danach je wieder so gut wie auf dieser Platte. Die vorliegende "Remastered Version" ist ohnedies ein Kleinod. Vortrefflicher Sound, Bonustracks und eine hervorragende Aufmachung mit viel Liebe zum Detail. Großes Lob an Bellaphon.
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TOP 500 REZENSENTam 21. November 2013
Ein tiefschwarzes Cover, einzige Aufhellung: ein kleines schneeweißes Häufchen Kokain, und der traditionelle W.Ambros Schriftzug feinstäubig hingekrümelt, wie eine eben daraus gelegte Line Koks. Die Botschaft war klar; Wolfgang Ambros gedachte 1980 nicht sonderlich zur Erheiterung seiner Hörer beizutragen; wer nach akustischer Behaglichkeit sucht, sollte das Album besser nicht auflegen.

Abgesehen von ein paar mitsingtauglichen Single-Hits in den Vorjahren, fühlte sich Ambros sicher auch bis zu diesem Album die ganzen 70er Jahre hindurch nicht unbedingt für die allgemeine Volksbespaßung zuständig (und grundsätzlich hat sich daran bis heute kaum etwas geändert, auch wenn er sich in den späteren Jahren doch öfter einmal durchaus auch wohlfühlig und lebensbejahend gab und gibt), so beinah durchgängig düster wie auf "Weiss wie Schnee" war zuvor bis dato höchstens das drei Jahre zuvor erschienene Album "Hoffnungslos", was allerdings wesentlich ruhiger und eher introvertiert nachdenklich ausfiel. "Weiss wie Schnee" war wütend, unzufrieden, kämpfte laut und grob und wollte die Provokation.

Es gibt sicherlich Lebensmomente und Tagesformen in denen man das Album besser nicht auflegt, weil es einem gründlich die momentan empfundene Lebensfreude bissig infrage stellt und zornig um die Ohren haut. Lässt man dieses Infragestellen aber zu, erlebt man ein großartiges Stück Musik. Ambros hat in mittlerweile über vierzig Jahren etliche sehr gute Alben abgegeben, dieses aber gehört ganz bestimmt zu den besonders großen. Vielleicht muss man nicht zwingend jedes Album von ihm im Schrank haben, "Weiss wie Schnee" sollte aber keinesfalls fehlen.

Die spielwütige Kraft und überraschenden dramaturgischen Wendungen im Aufbau sowohl der Musik, als auch der Texte bei "Gezeichnet für's Leben", "Guten Morgen" und "Geteiltes Leid" kann man berechtigt als Pionierarbeit im deutschen Sprachraum bezeichnen. - "... vernichtet g'hören de Drecksäu, die glaub'n, sie san so mächtig und können uns no wos befehl'n... wo man hinschaut, nix wie S****** und selber is ma mittendrin, i könnt ma in die Gosch'n haun, weil i so a Trott'l bin..." - Vergleichbares hat sich nicht mal Udo Lindenberg getraut, geschweige denn andere Chart-Künstler. Doch "Weiss wie Schnee" war Wolfgang Ambros zweites Nr.1 Album, kein Indie-Underground!

Das Album endet dann doch überraschend versöhnlich mit der Ballade "Ein großes Werk", mit der der damals 28jährige Ambros die Wichtigkeiten des Lebens neu ordnet - erst wenn man begreift, dass vieles vermeintlich so wichtige völlig belanglos ist, vieles Erstrebenswerte ohne Bedeutung, dann hat man wirklich ein großes Werk vollbracht. Ein schöner, ein kluger Gedanke.

Die obligaten Bonustracks der Ambros-Remaster-Alben, die bei den ersten fünf Veröffentlichungen der übers Jahr gestaffelten Reihe fein rausgeputzter und klanglich bestens restaurierter Klassiker schon allein als Kaufgrund genügt hätten, fallen bei den letzten Alben aus den Bellaphon-Jahren (1973-1981) leider immer erzwungener aus. Das ist den Machern nicht vorzuwerfen: wo keine B-Seiten, Alternativ-Versionen oder veröffentlichungswürdige Demos sind, kann man sie nun mal nicht herbei zaubern.

Hier wurden nun zwei Songs aus dem Album "A modo mio" von Daniele Cimitan als Zusatz ausgewählt. Der Italiener hatte 1984 mit diesem Album ausschließlich Songs von Wolfgang Ambros in seine Muttersprache übersetzt und aufgenommen. Eine bemerkenswerte und auch überaus gelungene LP. Daraus wurden nun seine Versionen des Titelsongs "Weiss wie Schnee" und von "Gezeichnet für's Leben" ebenfalls bestens restauriert entnommen und hier als Bonus beigegeben. Ein wenig schade, weil durch einen doch sehr anderen Sound passen die Stücke nicht wirklich zum eigentlichen Album (es ist nun mal nicht Ambros selbst) und zum anderen hätte es sich (zumindest künstlerisch, kommerziell vermutlich leider nicht) gelohnt, dass Album von Daniele Cimitan komplett neu und restauriert zu veröffentlichen.
Sei's drum, das schmälert nicht den Wert dieses herausragenden Wolfgang Ambros Albums, eines seiner besten.
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am 19. Juni 2016
Einer seiner Besten!
Abhängig von der Tagesform kann dieses Album destruktiv wirken, wobei die Lebensfreude schon wieder Aggressiv positiv ist.
Eins meiner Lieblingslieder ist Kaputt und Munter hier ein Textauszug:
Wirklichkeit und böser Wille
san zumindest artverwandt.
Du host an Zuarn, du schluckst
die Pille,
du waßt, du host es in da Hand.
Es g'freit mi ned, es geht nix weida
I hob scho so, so vü bereut -
I bin da große Freudverleider.

Überlange Wartezeit
is da Tod jeder Idee,
z'erst merkst nur, dass di nimma g'freit
und später waß'd dann nimma,
wia soll des weitergeh'n ...
Hoffe die Rezension kann in der gegenwärtigen Form veröffentlicht werden. Das mit den Dialekten ist halt manchmal delikat.
Mindestens 5 fränkische Sterne :-)
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