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Die Börse ist für viele Menschen ein verwirrender Ort. Und weil das so ist, suchen sie nach irgendwelchen feststehenden Regeln. Doch solche Regeln gibt es nicht, jedenfalls nicht in der Form, wie sie in diesem Buch diskutiert werden.

Im Klappentext erfährt man zunächst einmal, dass in diesem Buch die bekanntesten Börsenweisheiten analysiert und überprüft werden. Es würde sich dabei um bekannte "Gesetze" der großen Investoren handeln, die Grundlagenwissen für jeden Anleger darstellen und für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen interessant seien. In Wirklichkeit hat man jedoch einen recht diffusen Text mit sich nicht selten offen widersprechenden Aussagen vor sich, aus dem man kaum etwas wirklich Nützliches entnehmen kann.

Geradezu typisch für das ganze Buch ist der dritte Abschnitt, in dem die Regel "Lege nicht alle Eier in einen Korb" diskutiert wird. Gemeint ist mit dieser Aussage, dass man sein Depot diversifizieren soll. Dieses Ziel erreiche, "wer wenig korrelierte, also wenig voneinander abhängige Anlageklassen mischt und damit unterschiedliche Risiken zu verringern versucht." In diesem Zusammenhang erwähnt die Autorin die Portfolio-Theorie des Nobelpreisträgers Markowitz, die sowieso kein normaler Anleger versteht. Das muss er auch nicht, denn ein paar Absätze weiter stellt sie dann fest, dass diese schöne Theorie mit dem Lehman-Debakel 2008 praktisch ad absurdum geführt wurde, wie viel andere Schönwetter-Theorien auch.

Der Höhepunkt dieses ganzen Abschnitts folgt jedoch am Ende. Dort erwähnt die Autorin schließlich, dass Markowitz selbst seine ausgeklügelte Methode niemals angewandt hat. Er legte einfach die Hälfte seines Geldes in Aktien, die andere in Anleihen an. Aber es kommt noch schlimmer: Warren Buffett, der in diesem Buch immer wieder als Maßstab für alle Anleger herhalten muss, hat sich niemals an diese Theorie gehalten (die übrigens auch auf einer völlig falschen Annahme beruht), sondern genau das Gegenteil gemacht, wie viele andere erfolgreiche Anleger auch. Das alles hält die Autorin jedoch nicht davon ab, darauf zu bestehen, dass "gerade langfristig orientierte Anleger" an der Eier-Regel festhalten sollten.

Hat man nun gedacht, dass dieser unfreiwillig komische Abschnitt eine Ausnahme darstellt, dann trifft einen Abschnitt 5 mit voller Härte. Wenn es überhaupt eine Regel an der Börse gibt, dann lautet sie "The Trend is your friend". Sie wird in diesem Abschnitt diskutiert. Jeder, der auch nur ein wenig vom Börsenhandel versteht, muss nun sehr tapfer sein, denn jetzt kommt es ganz dick. Zunächst behauptet die Autorin, dass es zunehmend schwerer fällt, einen Trend auszumachen. Die Märkte werden immer volatiler, die Abstürze immer heftiger, und bevor man einen Trend erkannt hätte, wäre er auch schon wieder vorbei.

Dann wird ein Fondmanager zitiert, der davon überzeugt ist, dass dieser Börsenregel "der praktische Anwendungsnutzen" fehlt. Ein paar Sätze später kommt ein Mannheimer Finanzwirtschafts-Professor zu Wort, der verkünden darf: "Trends gebe es nicht, es sehe immer nur im Nachhinein so aus." Da fällt einem doch glatt die Kinnlade nach unten. Manchmal hilft einfach ein Blick auf die Wirklichkeit. Nehmen wir zum Beispiel den MDax. Vom Frühjahr 2003 bis zum Frühjahr 2006 legte er ohne wirkliche Rücksetzer die Strecke von etwas über 3000 bis knapp 9000 Punkte zurück. Dieser Trend hält bis heute faktisch an, wobei es allerdings zwischendurch einige heftige Turbulenzen gab, die man aber mit einem geübten Blick und einer vernünftigen Risiko-Intoleranz früh genug erkennen konnte. Heute steht dieser Index bei über 16.000. Die Aussagen der Autorin, dass es zunehmend schwieriger sei, solche Trends zu finden und zu nutzen, sind einfach falsch.

Wenn man aber nun denkt, sie würde diese Regel ablehnen, dann kommt nun die verwirrende Kehrtwende. Plötzlich geht sie auf Charts und technische Indikatoren ein, allerdings auf einem naiven Niveau. Sie erwähnt eine MACD-Trendfolgestrategie, bei deren konsequenter Umsetzung Investoren "in den vergangenen gut 20 Jahren etwa zehn Prozent pro anno im Plus" waren. Erst gibt es keine Trends, dann sind sie schwer zu finden und schon wieder vorbei, wenn man sie gerade entdeckt hat - und nun das? Alles zusammen kann ja wohl nicht gelten.

Wer immer noch nicht genug hat, der sollte den Abschnitt "Greife nie in ein fallendes Messer" lesen und ihn mit "Seid gierig, wenn andere ängstlich sind, und seid ängstlich, wenn andere gierig sind" vergleichen. Oder er kann die Abneigung der Autorin für Stop-Loss-Kurse, die nichts für langfristig denkende Investoren seien, zu ihrer Warnung in Kontrast setzen, dass Anleger viel zu lange bei ihren Verlustbringern bleiben.

Neben diesen vielen Widersprüchen neigt die Autorin auch zu einer seltsamen Logik, denn sie schließt daraus, dass die meisten Anleger aus bestimmten Vorgehensweisen nur Verluste oder weniger Gewinne als anderswie erwirtschaften, dass diese Strategien nicht funktionieren würden. Es geht aber genau andersherum. Wenn nur ein Mensch nachhaltig und dauerhaft aus einer Strategie Profit herausholt, dann funktioniert sie. Das heißt aber nicht, dass jeder das nachvollziehen kann. Diejenigen, die dauerhaft und nachhaltig profitabel an den Börsen agieren, haben sich das in der Regel hart und kostspielig erarbeitet.

Dieses Buch ist ein reichlich naiver Text, der mit seinen zahlreichen Sowohl-als-auch-Aussagen mehr verwirrt als nützt. Nicht alles in ihm ist falsch, aber nur wenig erweist sich als wirklich hilfreich.
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am 8. Januar 2014
Fahre ich wirklich besser, wenn ich im Mai meine Aktien verkaufe und im Herbst erst zurückkehre? Stimmt es, dass man keine Aktien kaufen soll, wenn sie stark fallen wie ein Messer? Und trifft es zu, dass man genau dann die besten Einstiegschancen hat, wenn die "Kanonen donnern"? Wer sich ein bisschen mit Aktienanlage befasst, dem laufen sie fast zwangsläufig über den Weg - die oftmals sehr plastisch und sehr drastisch formulierten "Weisheiten" so genannter Börsengurus wie Warren Buffett oder André Kostolany.
Die Frage ist nur: Was bedeuten die Sätze genau? Und vor allem: Kann ich ein besserer Anleger werden, wenn ich mich daran halte? Jessica Schwarzer geht genau diesen Fragen nach. Wo steckt der tiefere Sinn einer Börsenweisheit, wie gut hat sie sich in den vergangenen Jahren bewährt und wie kann man sie im Alltag gebrauchen? Hier werden dem Leser leicht verständliche und unterhaltsame Antworten zu einigen der meist zitierten Weisheiten geliefert.
Das Ganze liest sich kurzweilig, bietet durchaus einen Mehrwert und ist in jedem Fall "nice to know", um beim nächsten Party-Gespräch über die eigenen Anlageerfolge und den aktuellen Markt eloquent mit debattieren zu können und eine gute Figur zu machen.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Januar 2014
Kluge Köpfe aus der Wirtschaft haben seit jeher Aphorismen benutzt, um das gebündelte Wissen um Märkte, Börsen und Aktienhandel schneller auf den Punkt zu bringen oder auch so zu vereinfachen, dass selbst Einsteiger die wichtigsten Regeln des Wertpapierhandels schnell verstehen und verinnerlichen. In ihrem Buch “Sell in May and go away? ” pickt sich Autorin Jessica Schwarzer 20 der geläufigsten “goldenen Regeln” heraus. Weisheiten der Grandseigneurs unter den renommierten Finanzexperten wie André Kostolany oder Warren Buffett, die mit ihrem Insiderwissen Millionen an der Börse scheffeln könnten.

Roter Reiter – Fazit: Unterhaltsam und lehrreich hinterfragt Jessica Schwarzer in “Sell in may and go away” die Bauernregeln der Spekulanten und Broker. Das richtige Buch für private Anleger, die die Gesetzmäßigkeiten der Börse kennenlernen möchten, ohne auf schwerfällige Wirtschaftsbücher zurückzugreifen.
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am 11. Dezember 2013
Das Buch von Jessica Schwarzer "Sell in May and go away?", soll laut Vorwort kein Buch über die Börse und deren Funktionieren sein. Vielmehr soll es sich die verbreiteten Weisheiten der Altmeister der Börse annehmen. Dabei stehe stets die Frage im Hintergrund, wie diese Weisheiten in der heutigen, sehr viel schneller Zeit, funktionieren.

Mein Fazit vorne weg: Für Börsen-Neulinge super!

Im ersten Teil geht es um die "Buy and Hold" Strategie von André Kostolany. "Kaufen und halten" und sich dann abwenden, um sich erst einige Zeit später wieder dem erworbenen Aktienpaket zuzuwenden. Die Überraschung soll positiv sein: satte Kursgewinne. Die Meinungen der Experten zu dieser Strategie gehen weit auseinander. Die einen raten eindringlich davon ab, zu kaufen und zu halten, um dann erst wieder nach Jahren sich seinem Gekauften und den Kursgewinnen hinzuwenden. Andere sind der Meinung, dass es gerade in der heutigen Zeit gut wäre zu kaufen und dann abzuwarten. Wie entscheidet man sich da richtig? Jessica Schwarzer bezieht sich in ihrer Antwort auf diese Frage auf volatile Märkte, kurzfristige Kursschwankungen und langfristige Anlagezeiträume. Sie gibt einem gute und praktische Beispiele an die Hand. SO verstehen auch Nicht-Börsianer den Sinn ihrer Worte.

Insgesamt gibt es 20 Kapitel. Jedes Kapitel widmet sich einer Weisheit. Schwarzer beschreibt und analysiert unter anderem die Strategien bzw. Theorien "Buy and Hold", laufe weder einer Straßenbahn noch einer Aktie hinterher oder das beim Denken ans Vermögen oftmals das Denkvermögen leidet. Selbstverständlich widmet sich Schwarzer in einem Kapitel auch dem Titel "Sell in May and go away? But remember to come back in September".

Ich finde das Buch "Sell in May and go away?" gut, weil es mir als Nicht-Börsianer aufzeigt, wie alt manche Mythen und Weisheiten mittlerweile schon sind. Einige davon sind überholt, andere hingegen noch genauso aktuell wie früher. Auch wenn wir heute in einer schnellen Welt leben, bleibt einiges doch gleich. Jessica Schwarzer zeigt beschreibend auf, welche Weisheiten heute noch aktuell und hilfreich sind und welche ehr "antiquiert". Mir hat das Buch einige Augen geöffnet, die bisher geschlossen waren, da ich absolut neu bin im "Weltall Börse".
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am 1. Dezember 2015
Dieses Börsenbuch macht wirklich Spaß! Sehr flüssig geschrieben, mit unterhaltsamen Anekdoten gespickt und sehr unterhaltsam. Obwohl konkrete Anlageempfehlungen weitgehend fehlen, lernt man als Leser sehr viel über die Börse. Und vor allem darüber, wie wie sie funktioniert (und warum). Tolles Buch! Mehr davon.
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am 30. Juli 2014
Mit viel Vergnügen habe ich Jessica Schwarzers Buch über die Börsenweisheiten bekannter Investoren gelesen. Trifft man auf diese „Weisheiten“ doch als Zitat in zahlloser Börsenliteratur und in vielen Presseartikeln. Frau Schwarzer enthüllt, wie viel praktischer Nutzen in ihnen steckt, bzw. nicht steckt. „Sell in May and go away“ sei allen Börseninteressierten und –praktikern als nützliche und unterhaltsame Ergänzung der Fachlektüre empfohlen.
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am 10. März 2014
Das Buch liest sich für interessierte Leser ohne Probleme und gibt ihre Sicht auf das Medium Börse wider.
Es ist für Neulinge durchaus bemerkenswertes Wissen allgemeinverständlich zusammengefasst. Wer mag bekommt Anregung sich entsprechend zu verhalten und auszutesten. Frau Schwarzer vermittelt ihre Kenntnisse nicht als Bedienanleitung für den Börsenhandel, sonder charakterisiert das Börsenmedium als facettenreiches Gebilde.
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am 13. Februar 2014
"Sell in May..." ist ein Buch mit gesammelten Börsenweisheiten. Neue Erkenntnisse wurden dabei nicht gewonnen, auch Empfehlungen für das Parkett (d.h. Nominierungen) sind eher allgemein gehalten. Alles andere wäre mehr als verwunderlich. Das Buch liest sich gut und verdient eine sehr positive Bewertung.
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am 31. August 2014
Wie oben erwähnt jedoch zeitweise etwas langatmig. Man liest sich manchmal um den heißen Brei. Vergleiche und etc. sind interessant ausgeführt. Als Börsenlektüre zu empfehlen.
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am 28. Juli 2014
Tolles Buch!! Gut zu lesen. Ich lese nicht gerne oder viel, das gefällt mir aber sehr gut! Die wichtigsten Börsenweisheiten angeführt und gut erklärt
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