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am 30. Dezember 2017
Ich habe noch keinen Roman von Wolfgang Herrndorf gelesen, aber nach der Lektuere dieses Tagebuchs gehoert er fuer mich in eine Reihe mit den interessantesten Tagebuchschreibern wie Jules Renard, Arthur Schnitzler, Ernst Jünger oder gar Sandor Marai, der vor seinem Selbstmord ebenfalls Tagebuch fuehrte.
Das Buch ist beklemmend, aber vor allem geistreich, witzig und oft deprimierend.
In der Rezension im Klappentext wird behauptet, dies sei kein Buch ueber das Sterben, sondern ueber das Leben. Diese zwanghafte Umdeutung ins Positive kann ich nicht nachvollziehen. Dies ist definitiv ein Buch ueber das Sterben, aber eines das lohnt, auch unterhaelt und nachdenklich macht.
Fuer mich ist das Buch am Ende vor allem ein sehr hartes Memento Mori: jeder stirbt, und innerhalb kurzer Zeit kann unser Leben durch Unfall oder Krankheit abgeschnitten werden. Schade, dass sein so talentierter Schriftsteller wie Herrndorf schon aus dem Leben gerissen wurde. Ich werde mir jetzt ein paar seiner Romane und Erzaehlungen genauer anschauen.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 20. Januar 2016
Ich würde dieses Buch als Pflichtlektüre einführen. Viele Menschen scheuen sich eventuell vor der "Schwere" des Buches, weil es ein weitgehend tabuisiertes Thema anspricht: Krankheit und Tod. Die Aufzeichnungen von Herrndorf haben existentielle Bedeutung. Sie loten die Bedingungen der "condition humaine" in ergreifender Weise aus. Wir sind endlich, müssen sterben, was für alle Menschen erstmal eine vernichtende Erkenntnis ist. Ich lese in diesem Buch immer wieder, weil es so wahr, so ergreifend ist, weil es auch für die Schönheit des Lebens wirbt, für Freundschaft und Liebe. Herrndorf ist ein scharfsinniger Denker, besonders haben mir die Passagen über alle so genannten Tröstungen gefallen, die er oft sehr sarkastisch seziert. Er macht sich nichts vor, driftet so gar nicht in alle metaphysischen Ersatzlösungen für das Unvermeidliche ab. Er muss sterben und flüchtet sich nicht in ein mögliches Weiterleben nach dem Tod. Das ist grausam, aber er durchschreitet das Tal tapfer und aufrecht. Für mich ist das Buch von schonungsloser Ehrlichkeit. Seine Tapferkeit ist vorbildlich. Sein künstlerisches Wirken sehr kostbar. Es ist wider Erwarten ein Plädoyer für das Leben.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 26. Januar 2014
Es gibt ganz wenige Bücher, in denen 'Welt', 'Ich' 'Der Autor' eins werden können. Vor 40 Jahren 'Die Pest' gelesen, vor 20 'Die 40 Tage des Mussadagh' und jetzt dieses. Das Buch findet natürlich meine Zustimmung in allen explizit behandelten Themen wie radikale Abkehr von Religion/Religiosität, Lächerlichkeit der Esoterik, Bejahung der Naturwissenschaft als Basis allen Fortschritts, Bekenntnis zur Selbsttötung als Teil eines positiven Lebensentwurfes - aber da ist viel mehr: freudvolle Melancholie, tiefes Mitgefühl mit den Lieben und Freunden, Zorn jenen,die es verdienen (der Nachbar mit der ewig überdrehten Stereoanlage)und selbstverständlich das Gegenhalten gegen den Tod - das Beharren auf Fussball, Radfahren, Schwimmen selbst in grosser Desorientierung bis hin zur Depersonalisierung.
Wie bei den eingangs erwähnten Büchern bin ich zutiefst erschüttert - im Gefühl viel gelernt und ein sprachlich wunderbares Werk deutschsprachiger Literatur gelesen zu haben.
Wilfried
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. März 2014
Ein Buch ist in meinen Augen dann gut, wenn der Inhalt, der transportiert werden soll in die dafür perfekte Form gegossen wird. Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf ist so ein Buch. Die absolut freie Textform eines Blog smit seinen kurzen Abschnitten, der Reflexionsmöglichkeit, passt hervorragend zu den durch Rückschläge, Verzweiflung, Hoffnung, zerstückelten letzten Lebensjahren des Autors. Herrndorf ringt bis zuletzt um die Sprache, weil sie für ihn die Verbindung zur Welt ist, die Treppe, auf der er eine Metaebene finden kann, um über die Krankheit, dieses unaussprechlich Furchtbare, zu reden. Er schreibt gegen das Sterben, die Hilflosigkeit, gegen alle Prognosen und Überlebenskurven.
Am Ende fürchtet der Leser jede gelesene Seite, die ihn beim Umblättern dem unausweichlichen Ende näherbringt. Schließlich istt es vorbei, aber es war gut. Er hat alles richtig gemacht.
Das Buch macht Mut, gibt Demut, Hoffnung und zeigt worauf es ankommt: Arbeit und Struktur: Ich wünsche dem Buch viele Leser.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. Dezember 2017
Ich liebe Wolfgang Herrndorf. Gerade dieses Buch zeigt Einsicht in den letzten Teil seines Lebens. Nebenbei tauchen Bezüge zu seinen Romanen wie "Tschick" und "Sand" auf. Weiter will ich dazu nichts sagen - einfach lesen.
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am 7. September 2016
Das Buch ist, wenn man sich in es vertieft beklemmend. Es lehrt uns aber, ob krank oder gesund, jeden Tag zu genießen.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 6. Februar 2014
die Arbeit hat mir sehr gefallen weil sie sehr persönlich und authentisch ist.Ich konnte mich so gut in den Autor einfühlen da ich ebenso 15 Jahre in Mitte in der Nähe seiner Wohnung gelebt und gearbeitet habe.Zudem kommt noch meine eigene Erkrankung die mich auch in die Neurologie der Charite' führte. Seine sehr sachliche Darstellung der Untersuchungen und der Gespräche mit den Ärzten finde ich sehr treffend dargestellt.Wenn dann mal Emotionen mit wenigen auf den Punk gebrachten Worten beschrieben wurden musste ich auch mal weinen !!!! Das Buch hat mich sehr berührt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. Januar 2018
Besser kann man einen solchen Schrecken nicht beschreiben und die dazugehörige Tapferkeit. Ein wunderbares Buch, Auch wenn man den Autor sonst nicht vielleicht so interessant findet.
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am 11. Juni 2017
ich liebe dieses buch es ist so offen, ehrlich, direkt und ungeschönt!
und ganz und gar nicht deprimierend, sogar im gegenteil...
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 19. Januar 2016
Beeindruckend ist die Intensität des Erzählten. Nachvollziehen zu können, wie es ist, sterben zu müssen und für sich selbst die Entscheidung zur Beendigung des eigenen Lebens zu treffen. Habe viel gelernt.
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