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Kundenrezensionen

2,8 von 5 Sternen
163
2,8 von 5 Sternen
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am 20. Mai 2014
Achtung Spoilergefahr:

tja, was soll man sagen. Ich halte die überwiegend schlechten Rezensionen für etwas zu hart oder kategorisch. Allerdings muß ich mich denen Stimmen anschließen, die meinen, der Film habe Potential verschenkt. Wenn ich ihn mit einem Film vergleichen sollte, würde mir "Casino" vom Martin Scorsese einfallen- allerdings schafft er einen besseren und runderen Spannungsbogen und Ende. Bei Counselor wird man am Ende irgendwie als Zuschauer mit einigen Fragen stehen gelassen- das hinterläßt irgendwie kein zufriedenstellendes Filmgefühl.
Viel Diskussionsstoff bietet wohl auch die teils überdeutliche Einbeziehung von Sexualpraktiken in die Handlung/Dialoge/Szenen. Finde ich jetzt nicht so problematisch. Der Film würde aber auch mit weniger sexueller Deutlichkeit auskommen- retten tut es den Filmverlauf aber auch nicht.

The Counselor versucht wohl ein relativ authentischen Blick auf das Drogenverschiebe-Milieu zu geben, bedient sich dabei aber einiger ziemlich klischeehafter Charaktere: Der Drogenboss mit exotischen Haustieren (Geparden), einer ebenso exotischen Gangster-Geliebten (Cameron Diaz); der makellose Anwalt und auch der schmuddelige Rest an Mexikanern und Latinos, die die dreckige Arbeit erledigen etc. Ob das der Wirklichkeit entspricht, kann ich schlecht beurteilen, zumindest ist es gut gemacht und interessant anzusehen. Ansonsten kontrastieren sich schöne Bilder, makellose Sets und Designer-Einrichtung mit schmuddeligen Drogenschieberambiente, Schrottplätzen und abgerissenen Industriegeländen. Am authentischsten ist wohl aber, was der Figur "Counselor" dann tatsächlich passiert. Nämlich, dass ein ansonsten bislang wohl nicht krimineller Anwalt sich verlocken läßt, in einen großen Drogendeal einzusteigen und ihm die Sache ziemlich schnell über den Kopf wächst.
So, jetzt kommt die Stelle, an der der Film eine etwas unpopuläre Wende einschlägt- was ihm wohl die vielen negativen Bewertungen einbringt. Erwartungsgemäß würde der Hauptdarsteller zwar in Schwierigkeiten geraten - aber bei jedem Hollywoodblockbuster würde er sich da auch irgendwie wieder rausmanövrieren.
Die Möglichkeit, daß sich am Ende ein "Laie" gegen Berufskriminelle oder gar ein Drogenkartell erfolgreich durchsetzt ist zwar im richtigem Leben unrealistisch - der Zuschauer erwartet das aber im Film. Und ehrlich gesagt, ich hätte das auch lieber gesehen.
Was macht aber Ridley Scott ? Dem Counselor gelingt es zwar unterzutauchen. Aber anstatt den Kampf aufzunehmen, versinkt er in irgendeinem mexikanischem Loch in Depressionen- auf nähere Details wird nicht eingegangen und das Ende offen gelassen.

Das alleine ist aber nicht das Problem. Es fehlt die typische Beziehung zwischen Täter und Opfer. Normalerweise hat ein Protagonist einen Gegenspieler. Im Film wird dem Counselor angekündigt, er habe nach dem Verschwinden der Drogenladung ein "gewaltiges Problem". Aber mit wem eigentlich? Er wird eigentlich nie direkt bedroht oder (was zu erwarten wäre) gar Forderungen (Rückzahlung oder Wiederbeschaffung des Verlustes oder ähnliches)gestellt. Wäre es nicht zu erwarten, daß dieser anonyme, andere Drogenboss (der nur einmal am Telefon auftaucht) seine Ware oder den Wert von 20 Millionen zurück will? Er fragt den Counselor noch nicht mal nach den Drogen und umgekehrt versucht dieser ihn auch nicht von seiner Unschuld zu überzeugen.

Malika, ist die lachende Dritte, die letztendlich wohl die Fäden in der Hand hatte. Ihr Charakter wird aber schlecht, beziehungsweise nicht als explizite Sympathieträgerin eingeführt. Daher hinterläßt es auch kein befriedigendes Filmabschlußgefühl, daß sie als einzige quasi "gewinnt". Dazu hätte der Film die Zuschauer vielleicht auch über mehr Details des Drogendeals einweihen sollen. Denn es bleibt rätselhaft, wie Malika es geschafft hat den ganzen Deal zu manipulieren. Der Zuschauer muß diese Information also einfach so schlucken. "Der Deal" als auch weitere Hintergründe bleiben also ziemlich anonym und auch die Szene mit Natalie Dormer mit der Passwortübergabe am Ende des Films ist irgendwie auch überflüssig. Ich finde es eher verwirrend für den Zuschauer in den letzten 10% des Films einen neuen Charakter einzuführen (und mit einer bekannten Schauspielerin zu besetzen), der eigentlich keine Funktion hat.
Also alles in allem ein Film, der zwar in edler und hochwertiger Aufmachung daherkommt, eine Handvoll bekannter und talentierter Schauspieler aufweist und dennoch irgendwie nicht die Kurve kriegt. Am ehesten, weil er den Zuschauer um ein befriedigendes Ende betrügt. Richtig schlecht, finde ich ihn zwar nicht. Gut ist aber anders und auch wenn er mit ein paar pseudophilosophischen Phrasen etwas Anspruch heuchelt, hätte lieber etwas mehr Aufwand und Scharfsinn in das Dreghbuch und dessen Umsetzung investiert werden sollen. Einmal gucken reicht.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Juni 2014
Schade, dass für den "Counselor" die Kritiken so mau ausfallen, denn der Film ist ausgefeiltes Meisterwerk und komplettiert für mich nach den unübertroffenen "Alien" und "Blade Runner" mit den inzwischen zu Klassikern avancierten Filmen wie "Die Duellisten"oder "Black Hawk Down" die fünf größten Meisterwerke des britischen Regisseurs, auch wenn der Film eine starke künstliche Note und eine gewissen Dialoglastigkeit aufweist. "Der Counselor" entstand nach dem Roman des Schriftstellers Cormack McCarthy, dessen Werk schon einige Mal verfilmt wurde. Vor allem der amerikanische Alptraum in "No Country for old men" oder "The Road" blieben im Gedächnis, die Geschichte hier ist ebenso ein grausamer Abgesang seines Helden, der langsam immer mehr zu einer gejagten Antilope wird, verfolgt von hungrigen und gierigen Geparden und diese putzigen Raubkatzen spielen auch eine Schlüsselrolle in der Geschichte. Sie handelt von den schicksalhaften Verstrickungen eines Anwalts (Michael Fassbender) , der im Grunde alles hat was der Mensch von heute sich wünscht: Ein gewisses Vermögen, einen gut bezahlten Job und eine gutaussehende Freundin (Penelope Cruz). Doch er will noch mehr vom großen Kuchen abhaben. Deshalb lässt er sich auf ein groß angelegtes Drogengeschäft gemeinsam mit dem durchgeknallten Drogenboss Reiner (Javier Bardem) ein, der mit Malinka (Cameron Diaz) eine kostspielige, wie geheimnisvolle Freundin (Cameron Diaz) besitzt, die sowohl pathologische Lügnerin als auch Soziopathin ist. Diese kluge und berechnende Frau ist ausserdem die Besitzerin zweier Geparden. Reiner rät dem Rechtsbeistand, dass er - falls nur halbherzig bei der Sache oder unsicher - lieber nicht in dieses Geschäft, dass im Juarez-Grenzgebiet abgewickelt wird, einsteigen soll. Denn es bedeutet - falls etwas schief läuft - dass die Drogenmafia die unbarmherzige Jagd eröffnet. Auch vom Geschäftsmann Westray (Brad Pitt), der ebenfalls bei diesem riesigen Deal mitmischt, bekommt er die gleiche Empfehlung. Trotzdem steigt der Anwalt ein, doch der Sohn von Gefängnisinsassin Ruth (Rosi Perez), den er angeheuert hat die Drogen zu transportieren wird niemals am Bestimmungsort ankommen...
Mit dieser Ausgangslage ist das Grundgerüst des Films erzählt, ebenso eröffnet er die Doppelbödigkeit der Geschichte. Zwei sehr heftige, explizite Gewalt Szenen werden nachhaltig ins Gedächtnis eingebrannt - einmal durch den Drogenkurier und einmal am Ende des Films mitten auf der belebten Straße in London am hellichten Tag. Ausserdem sorgt ein nicht gezeigtes Videoband für größtes Grauen. Dies alles rundet sich am Ende wie das Bild der Jagd des Gepards ab und offenbart ein zynisches Labyrinth über Opfer und Täter, über größere Fische, die kleine Fische einfach auffressen. Ein cooler und stylisher Blick von Hier und Heute zu den Urinstinkten des Jägers.
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am 9. Februar 2015
Ich tue mich wirklich schwer mit Bewertungen unter drei Sternen, wobei für mich drei Sterne auch tatsächlich das „OK“ bedeuten, für das sie mal gedacht waren. Drei Sterne, heißt in den meisten Fällen eben Durchschnittsware. Hier war mir das trotz technisch guter Blu-ray ein wenig zu viel, weil der Film, gerade für Ridley Scott, einfach viel zu wenig ist. Jede Figur braucht eine Motivation, etwas wo sie herkommt, bevor sie auf eine Reise geht, damit der Zuschauer die Figur emotional begleiten kann. Das klingt jetzt etwas hochtrabend aber ist letztlich so, denn selbst Tarantino, der Meister der verworrenen Verbrechergeschichten, gibt uns immer ein paar Bröckchen mit damit wir uns mit der Figur „anfreunden“ können. „The Counslor“ schafft das irgendwie nicht. Dabei wird eigentlich alles was Filme sehenswert machen hier gut angewendet. So wird Scotts Bildsprache mit einem hervorragenden Score gepaart und auch der Cast lässt einfach keine Wünsche offen. Und doch schafft es Autor Cormac McCarthy nicht seinen Figuren mehr als komische Allüren und hochstilisierte und teilweise über-coole Dialoge auf den Weg zu geben. Immer wieder wirken Szenen wie aus dem Zusammenhang gerissen. Einige erinnern andere Rezensenten hier z.B. an Pulp Fiction – Vielleicht hat man sich diesen Film zu sehr orientieren wollen, wollte zu cool sein und hat dann ein paar Kleinigkeiten unterwegs vergessen. Letztlich hätte der Film die Grätsche zwischen unglaublich Schräg und unglaublich Cool schaffen können, wenn die Figuren vielleicht etwas mehr Tiefe bekommen hätten. Sie wirken nicht wie echte Menschen, sondern so überzeichnet und künstlich, das es dem Zuschauer egal ist was mit ihnen passiert.

Ähnlich ist es mit der Blu-ray. Der Hauptfilm ist technisch gut umgesetzt. Das Bild brilliert mit scharfen Einstellungen und gibt die harten Kontraste sauber wieder. Auch der Soundtrack wacht an den richtigen Stellen auf. Was aber Fox geritten hat den Directors Cut auf eine separate Blu-ray und dann auch noch auf Englisch mit deutschen Untertiteln lieblos beizuklatschen, wir werden es nie Erfahren. Warum hat man nicht das bewährte Seamless-Branch genutzt, der Zuschauer wählt die Fassung, die quasi per Playlist live ohne Aussetzer korrekt zusammengepuzzelt wird und alles ist gut, man braucht nicht einmal viel mehr synchronisieren. Man muss so ja fast davon ausgehen, dass nicht mal mehr Fox genug Verkaufshoffnung auf diesen Film gelegt hat, nach dem er seine Kosten im Kino gerade mal so eben wieder reingespielt hat ($25 Mio Budget + Werbung/Vertrieb vs. rund $36 Mio Einnahmen). Bleibt also nur zu sagen: Kann man gesehen haben, tut aber auch nicht weh wenn nicht.
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am 19. Mai 2015
Die Vorschusslorbeeren erfüllt er nicht ganz... aber ein guter und spannend strukturierter Film. Top cast... leider outriert Bardem (einer meiner höchst geschätzten Akteure) diesmal etwas zu sehr... und seine Hemden unterstützen dies unvorteilhafter Weise...!)
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am 28. April 2014
Die diversen schlechten Kritiken konnten mich nicht abschrecken und das war auch gut so. Ridley Scott liefert mit der Counselor ein nachhaltig verstörendes Meisterwerk ab, das mit kaum einem anderen Film vergleichbar ist. Der Film bewegt sich dabei weit weg von Mainstream-Thriller und enttäuscht dementsprechend alle, die mit falschen Erwartungen an diesen Film gehen. Das in meinen Augen exzellente Drehbuch führt auch keine sinnlosen Dialoge auf, sondern arbeitet systemathisch auf den menschlichen Abgrund hin, der ab der zweiten Häfte des Films zum eigentlichen Thema wird. Die psychologische Härte des Films wird dabei durch nichts abgemildert oder aufgefangen. Die Botschaft ist hart und abstoßend. Sie sitzt aber treffsicher, wenn man sich auf den Film einlässt. Aus meiner Sicht für Cineasten ein Muss, für alle anderen: Keine Gewähr!!
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am 29. März 2014
Ich habe mich auf einen spannenden Film gefreut. Leider war die Spannung sehr schnell weg.
Spoileralarm kann nicht eintreten; ich fühlte mich fast als Mentalist, da ich die nächsten und vor allem Schlussszenen frühzeitig erkannte. Für einen Thriller zu lahm und für einen Aktionfilm zu wenig los; Romantik, Komödie oder andere Genres gar nicht berührt. Vielleicht sollte hier eine neue Sparte geschaffen werden. Diese wird aber nicht viele Fans finden.
Auf die Schauspieler Cruz, Diaz und Pitt habe ich mich sehr gefreut. Vor allem Diaz verkörpert glanzvoll ihre Rolle. Von den beiden anderen Protagonisten war leider nicht so viel zu sehen.
Für wen ist der Film geeignet? Der schon alles gesehen hat und sich nicht um 20:15 durch das Fernsehprogramm quälen möchte.
Dennoch gibt es viele geeigneteren Alternativen.
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am 31. Januar 2016
Ein hervorragender Film mit tollen Schauspielern auch in Ihrer teilweisen Überzogenheit (Cameron Diaz, Javier Bardem). Ganz unaufgeregt schildert der Film wie nahe Banalität und Brutalität beieinander liegen, wenn man sich in dieser kriminellen Welt entweder schon lange bewegt oder sich in sie hinein begibt. Und sorgfältig wird durch die ausführlichen aber eben sehr guten und nie langweiligen Dialoge die Tragweite der Entscheidung des Counselors sich an einem Drogendeal zu beteiligen vorbereitet, die Brutalität, die später real wird, wird Schritt für Schritt vorbereitet. Unglaublich spannend dann die zweite Hälfte. Jederzeit glaubwürdig der Film und, so weit überhaupt nachvollziehbar, sehr nah an der Realität.
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am 6. Februar 2016
Bestialische Morde, hilflose Behörden, verängstigte Menschen: Die Rauschgiftmafia verwandelt Mexiko in ein Krisengebiet.
So beschreibt ein bekanntes Magazin die aktuellen Zustände in Mexiko. Der Film gewährt einen relativ realistischen
Einblick in diese Zustände. Die Verstrickungen der Akteure, die ihre Figuren fazinierend performen ziehen einen in Bann und man fühlt die Angst vor der Willkür dieser Kartelle mit. Am Ende sagt man: Gottseidank sitze ich auf der Couch und nicht in Mexiko City mit einer auch nur peripheren Beziehung zu diesen Kartellen. So muss ein guter Thriller sein.
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Der namenslose Counselor (Michael Fassbender) hat eine attraktive Verlobte (Penélope Cruz) und ist auch sonst mit seinem Leben zufrieden. Auf einer Party seiner Freundin Malkina (Cameron Diaz) führt der zwielichtig-schräge Reiner (Javier Bardem) dem Anwalt vor Augen, dass er mit einer einmaligen Beteiligung an einem großen Drogendeal rund 20 Millionen Dollar verdienen könnte. Gier frisst Hirn - und der Counselor steigt trotz der Warnungen von Reiners Handlanger Westray (Brad Pitt) in das Geschäft ein. Eine tödliche Abwärtsspirale setzt sich in Gang ...

Regie-Legende Ridley Scott (*1937) drehte den Drogenthriller nach dem ersten Drehbuch von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy (*1933), der auch die Vorlage für NO COUNTRY FOR OLD MAN (2007) lieferte. Es entstand ein düster-fatalistischer, am Ende durchaus moralischer Film über die Gier als Triebfeder menschlicher Entscheidungen. Die Handlung wird mit viel Ruhe entwickelt, dafür schockieren die unerwarteten und intensiven Gewaltszenen um so mehr. Und selten waren Dialoge in einem Kriminalfilm so tiefgründig. Das erfordert seitens des Zuschauers allerdings, sich auf den Film einzulassen und der Handlung wirklich aufmerksam zu folgen. Die zahlreich vorhandenen Negativ-Kritiken sind wohl vor allem auf eine völlig falsche Erwartungshaltung über den Film als Action-Plot zurückzuführen. Ähnliches war vor kurzem bei PAIN AND GAIN zu beobachten.

Die Blu-ray von FOX bietet die Kinofassung in hervorragender Bild- und Tonqualität (Deutsch 5.1 DTS, Englisch 5.1 DTS-HD MA, weitere Tonspuren: Französisch, Türkisch, Polnisch (voice over), Tschechisch, Ungarisch, Thailändisch). Als Extra sind drei zusätzliche Szenen und Trailer enthalten. Die zweite Blu-ray präsentiert den Director's Cut, der mit 138 min genau 21 min länger als die Kinofassung ist und nur in englischer Originalfassung mit optionalen deutschen Untertiteln vorliegt. Der Director's Cut verfügt außerdem über einen ebenfalls deutsch untertitelbaren Audiokommentar von Ridley Scott über die gesamte Länge, wobei zusätzliche Videodokumentationen während der Wiedergabe eingeblendet werden oder separat wiedergegeben werden können. Eine erfreulich innovative neue Art der Präsentation von Bonusmaterial! Die Kritik an der Nicht-Synchronisation der Langfassung ist so nicht gerechtfertigt, da diese von FOX nicht offensiv beworben wird und auch hinsichtlich der Preisgestaltung quasi eine Gratis-Beigabe ist. In der Startauflage wird die Blu-ray mit beiliegender Ultraviolet-Copy-Lizenz (gültig in Deutschland und Österreich) ausgeliefert.

Eine Empfehlung für Sammler anspruchsvollerer Filme! Wer 2 Stunden Action erwartet sollte diesen Film besser meiden.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Mai 2016
Der Film von Regisseur Ridley Scott und Drehbuchautor Cormac McCarthy findet trotz seiner Starbesetzung mit Michael Fassbender, Penélope Cruz, Cameron Diaz, Javier Bardem und Brad Pitt beim Publikum nur wenig Verständnis. Läßt sich dafür eine Erklärung finden?

REALITÄT
Die massive Nachfrage nach Drogen in den USA treibt eine Geldmaschine, die auf Hochtouren läuft. Sie spült unermeßliche Gewinne nach Ciudad Juárez und andere Städte in Mexiko in die Hände der Drogenkartelle, die aus dem Reservoir der armen Unterschicht nach Belieben willfährige junge Handlanger rekrutieren. Es ist eine Macht, die sich nicht nur jeder staatlichen Kontrolle entzieht, sondern die Staatsorgane schon infiltriert hat.

SCHEIN
Der Zuschauer weiß wohl, daß es in diesem Film kein Captain America und kein Batman als Erlöser von allem Bösen auftritt, aber auf die Abwesenheit des erwartbaren Naheliegenden ist er nicht vorbereitet: Sinnhaftigkeit, Erklärbarkeit, Verhandelbarkeit, Beherrschbarkeit oder wenigstens die Eindämmbarkeit des Unheils. Nichts von alledem bekommt er in Aussicht gestellt, erlebt aber statt dessen, wie die Hälfte der Helden in einen verstörenden Mahlstrom von Zwang und Gewalt gerät.

DIALOGE
Die Dialoge sind anspruchsvoll und inhaltsschwer; schmerzhaft existentiell die gottväterlich aufgeladenen Worte eines Kartellführers. Dieser Jefe (Rubén Blades) erklärt dem Counselor (Michael Fassbender) mit Bezug auf den Poeten Antonio Machado, die Welt: "Machado would have traded every word, every poem, every verse he ever wrote for one more hour with his beloved. And that is because when it comes to grief, the normal rules of exchange do not apply, because grief transcends value. A man would give entire nations to lift grief off his heart. And yet, you cannot buy anything with grief, because grief is worthless".

FAZIT
Der in Guadalajara 1964 geborene mexikanische Regisseur Guillermo del Toro, der die demonstrativen Gewalttätigkeiten der Drogenkartelle aus seinem Land kennt, wünscht sich ein Publikum für den unterschätzten und unverstandenen Film seines berühmten Kollegen Ridley Scott. Über Twitter hat del Toro geäußert: "RIGHTING A WRONG. … A meditation of the illusory nature of normalcy and the devastation to come". Bis zum Schluß verkennt der Counselor die Realität. Viele Zuschauer auch?
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