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VINE-PRODUKTTESTERam 18. November 2013
Nummer 799 ist ein sehr myteriös-romantisches Buch, von dem ich genau JETZT die Fortsetzung lesen möchte :-)

Zum Inhalt:
Hannah wacht nackt in einem sterilen Raum auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Wer ist sie? Warum ist sie in dieser Anstalt? Und warum nennen die Leute um sie herum sie Nummer 799? Sie freundet sich in dieser fremden Umgebung mit der 7-Jährigen Mia an sowie mit der Nummer 800, David. Hannah versucht alles, um herauszufinden, wer sie wirklich ist. Ist sie wirklich tot?

Meine Meinung:
Yuna Stern schafft es, dass man sofort im Geschehen drin ist und sich richtig toll in Hannah herein versetzen kann. Man hat mit ihr Angst, denn was ist beängstigender, als nicht zu wissen, wer man ist?
Alles in der Anstalt ist sehr fremdartig und merkwürdig und einige der Bewohner und Betreuer verhalten sich eher wie Aufziehpuppen als wie echte Menschen.

Ihr zur Seite seht David, der ihr jedoch auch viel Ärger bringen kann. Denn er rebelliert gegen die Regeln, die sehr streng sind. Doch beide fühlen sich nichtsdestotrotz zueinander hingezogen, denn im Gegensatz zu den anderen kümmert sich David um Hannah und steht ihr zu Seite.

Da sich der Leser auf dem gleichen Wissensstand wie Hannah befindet, versucht er mit ihr die Anstalt und deren Sinn zu verstehen. Doch immer wenn man glaubt, ein Puzzleteil verstanden zu haben, wird dieses wieder auf den Kopf gestellt!
Das Ende war superspannend und interessant, ist aber noch nicht abgeschlossen. Ich will Teil 2 lesen!!!

Fazit:
So schlicht der Titel auch ist, umso spannender und neuartiger ist die Story, die Yuna Stern erzählt. Man fiebert mit den Protas Hannah und David mit und wünscht sich sehnlichst hinter die Geheimnisse der Anstalt zu kommen und einen Ausweg für die beiden zu finden Ich möchte jetzt Band 2 lesen!
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Schon lang ruht dieses E-Book auf meinem Reader und durch die Challange zu den Carlsen Impress Titeln war nun „#799“ meine erste Wahl.
Yuna Stern erzählt auf 132 Seiten, über ein junges Mädchen, dass ihr Leben nach dem Tod ganz anders erlebt, als es bisher angenommen wurde.
Am 7.November 2013 hat diese Geschichte der Verlag herausgebracht.

Festgeschnallt und ohne Erinnerung wacht # 799 in einer gleißend hellen Welt auf.
Sie ist Tod und doch geht es für sie weiter, denn sie wurde als Überbringer auserwählt und soll von nun an die verstorbenen Seelen auf ihrer Reise leiten.
Immer wieder erscheinen Szenen aus ihrem Leben, die sie schockieren und welche sie eigentlich nicht besitzen darf …

Was passiert nach dem Tod? Yuna Stern macht sich mit ihrer Geschichte darüber Gedanken und führt ihre Leser in eine gänzlich andere Richtung, als andere Literatur bisher berichtet hat.
Ihre Figuren müssen die Schulbank drücken und lernen dabei wie sie die Seelen der verstorbenen in eine neue Richtung leiten können.

Aus der Sicht von # 799 wird eine Geschichte erzählt, die zum einen fasziniert, zum anderen aber auch alles in ihrer Welt nicht real erscheinen lässt.
Jeder Überbringer hat eine Nummer und bekommt seinen früheren Namen gesagt. # 799 ist Hannah und bei einem Autounfall gestorben. Sie erzählt von den komischten Figuren, die in dieser neuen Welt auftauchen und an welche Regeln sie sich fortan zu halten hat.
Besonders aber # 800 hat es ihr angetan. Sein früherer Name war David und jeder warnt sie davor mit ihm in Kontakt zu kommen. Ein wahrer Draufgänger und Unruhestifter, dennoch hat er eine Seite die Hannah sehr mag und ihr so vertraut vorkommt.

Mit den beiden zusammen lernt der Leser noch weitere Figuren kennen und ihre Geschichten.
Immer wieder ist man sehr distanziert zu Hannah und ihre tiefe Unsicherheit macht auch vor dem Leser nicht halt.
Besonders wenn sie ihre kleinen Rückblicke ereilen, die kein ganzes Bild ergeben, sondern nur lückenhaft ihr dargestellt werden, ist man sofort mit verwirrt. Keiner darf solche Rückblicke erleben, Hannah hat sie aber und versucht sie zu verstecken.

David ist die Figur, welche ich sehr mochte. Er zeigt offen, was er von seinem Schicksal hält und das er sich diesem keineswegs so einfach beugen wird. Auch sind seine Gefühle zu Hannah schnell offenbart, denn er lässt sich nicht in die Regeln drängen, die das System vorgibt.
Yuna Stern versucht auch genau alles aus dieser Welt zu erklären und die Gefühle zu übermitteln, welche ihre Figuren ereilen.
Vielleicht geht diese Geschichte noch weiter, denn das Ende lässt auf vieles hoffen.

„# 799“ von Yuna Stern bringt den Leser in eine Welt nach dem Tod und zeigt, wie es ihrer Protagonistin bei ihrer neuen Aufgabe ergeht.
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am 5. Dezember 2013
Auf "Nr. 799" bin ich nur durch eine Empfehlung gestoßen und ich muss zugeben, dass ich es ohne einer solchen wohl auch nicht gelesen hätte. Nun, wo ich das Ebook endlich beendet habe, bin ich zwar froh es gelesen zu haben, ein zweites Mal muss aber definitiv nicht sein, denn dafür hat das Buch nach ungefähr der Hälfte zu stark abgebaut.

Yuna Stern hat sich mit "Nr. 799" sicherlich sehr viel Mühe gegeben, allerdings gab es auch sehr viele langatmige Stellen, bei denen der Lesespaß deutlich gesunken ist. Die Geschichte beginnt sehr stark und man ist als Leser direkt in den Geschehnissen, leider baut die Geschichte jedoch nach der Hälfte mindestens genauso stark ab, da besonders im Mittelteil einfach nichts passiert. Man erfährt zwar hier und da ein paar kleine Bruchstücke, jedoch sind diese so gering, sodass es immer mehr Fragen gab und viel zu wenig Antworten. Die Dialoge sind stellenweise sehr einfach gehalten, auch sonst liest sich das Buch sehr leicht und fast schon zu einfach. Hätte man die Geschichte auch in der zweiten Hälfte noch spannend gestaltet und hätte man mehr Antworten erhalten, wäre dieses Ebook deutlich besser gewesen.

Die Figuren haben mir dagegen sehr gefallen, auch wenn diese am Anfang recht gewöhnungsbedürftig sind. Nr. 799 stirbt mit 17 Jahren bei einem Autounfall und erwacht in einer Anstalt, bei der die Menschen, bzw. dessen Geister ausgebildet werden, um verstorbene Seelen zu überführen. Ihr wird dort erzählt, wie sie vor ihrem Tod hieß und was sie ungefähr in ihrem Leben gemacht hat. Hannah, wie Nr. 799 heißt, kann ihren Tod nicht so ganz akzeptieren und stellt immer wieder Fragen zu dieser Anstalt, die ihr jedoch nicht beantwortet werden. Bis zum Schluss tappt das Mädchen genauso im Dunkeln, wie auch schon der Leser. Sie ist oftmals sehr schlecht gelaunt, handelt stellenweise ungerecht und abweisend und hat auch schon in ihrem Leben den ein oder anderen groben Fehler begonnen. So war sie mit einem Jungen zusammen, der ihr quasi nichts bedeutet hat und litt unter der Scheidung ihrer Eltern, sowie dem Verhalten ihres Vaters. In der Anstalt schafft sie es nur schwer, Anschluss zu den anderen 'Geistern' zu finden und vertraut nur wenigen Menschen. Dazu gehört auch David, der als Nr. 800 in der gleichen Abteilung aufgeführt ist. Die beiden Jugendlichen verstehen sich sofort und werden zu Vertrauten, was jedoch in der Anstalt verboten ist.

Die erste Hälfte der Geschichte ist noch sehr spannend. Hannah lernt ihre Ausbilder, ihre Mitschüler und die Ärzte kennen und versucht sich, mehr schlecht als recht, in der Anstalt einzuleben. Der Unterricht und die jeweiligen Ausbilder können unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch fand ich allesamt sehr interessant, nur leider wird das Buch ab der Mitte so schwach und schwammig, dass ich immer mehr das Interesse verloren habe. Das soll nun aber nicht heißen, dass die Geschichte schlecht sei, denn das ist sie gewiss nicht. Ich habe nur gehofft, dass ich mehr über die Anstalt und das Leben nach dem Tod erfahren hätte, was jedoch nicht eingetroffen ist.

Einige Fragen werden zwar zum Ende hin aufgelöst, dies geschah meiner Meinung nach jedoch eher lieblos, da ich das Gefühl hatte, die Autorin hätte selbst keine Antworten auf die vielen unbeantworteten Fragen. Das Ende selbst ist zwar interessant, aber auch sehr schwach, denn es gibt quasi kein richtiges Ende, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Da ich das Ende jedoch nicht spoilern möchte, kann ich leider nicht weiter darauf eingehen, da es sonst zu vorhersehbar sein könnte. Ich würde mir jedenfalls noch einige Antworten zur Anstalt und den dort anwesenden 'Geistern' wünschen, jedoch bezweifel ich, dass es nach diesem Ende eine Fortsetzung geben könnte. Wünschenswert wäre es aber dennoch.

Das Cover ist jetzt leider nicht unbedingt der größte Hingucker, aber dennoch durchaus passend, denn es wirkt mindestens genauso steril wie auch die Anstalt, von daher kann man zumindest sagen, dass dies sehr gut ausgewählt wurde. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und fasst das Wichtigste zusammen.

"Nr. 799" ist sicherlich kein Meisterwerk, aber dennoch eine nette Geschichte für Zwischendurch, die jedoch an einigen Stellen stark nachlässt. Besonders durch die erste Hälfte und den interessanten Charakteren würde ich das Buch mit Sicherheit nicht zu negativ bewerten, denn die vielen Ideen und guten Ansätze waren deutlich zu spüren, wenn auch oftmals noch ausbaufähig. Ich würde mich freuen, wenn ich noch weitere Bücher von Yuna Stern lesen könnte, denn Talent ist bei ihr massenhaft vorhanden.
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am 13. Januar 2014
„Nr. 799“ ist die zweite Veröffentlichung von Yuna Stern. Mit seinen 132 Seiten ist dieses E-Book recht kurz und eigentlich kaum Roman zu nennen. Auch vom Aufbau her erinnert es vielmehr an eine etwas zu lang geratene Kurzgeschichte. Nr. 799 alias Hanna erwacht an einem ihr unbekannten Ort, umringt von fremden Menschen, die merkwürdig sprechen und seltsame Experimente an ihr durchzuführen scheinen. Kurz nach Erwachen wird ihr mitgeteilt, dass sie tot ist und in einer Art Ausbildungszentrum für neue „Seelenüberführer“ gelandet ist. Sie soll also dazu ausgebildet werden, Verstorbene ins Licht zu begleiten. Allerdings ist alles um sie herum – besonders das Personal dieser „Anstalt“ – doch recht ungewöhnlich. Zudem verfolgen sie Erinnerungen an ihr vergangenes Leben.

Gemeinsam mit Hanna ergründet der Leser diesen seltsamen Ort. Da die Geschichte als Ich-Erzählung aus Hannas Sicht geschrieben ist, ist man an diese Figur gebunden und weiß nie mehr als sie. An sich ist die Wahl dieser Perspektive für ein solches Szenario sehr passend. Leider empfand ich Hanna jedoch als nicht besonders sympathisch. Sie erschien mir sehr sprunghaft, mal sarkastisch, mal sehr mitfühlend, dann flippt sie wieder vollkommen aus. Erklären könnte man dies damit, dass Nr. 799 von Hannas Erinnerungen heimgesucht wird und damit vielleicht keine Stabilität besitzt. Für mich konnte so aber einfach keine richtige Persönlichkeit geschaffen werden, auf die ich mich einlassen konnte. Ebenso sprunghaft wie die Protagonistin sind auch die Personen um sie herum – sprich das Personal der Anstalt. Hier ist einer verrückter als der andere. Eigentlich auch eine gute Idee, leider kann man sich hierdurch auf gar nichts verlassen. Die Protagonistin müsste der Ankerpunkt der Geschichte sein, da sie diese Aufgabe verfehlt, verschwimmt alles in einem wirren Mischmasch, bei dem man gar nicht mehr weiß, was ernst gemeint ist und was Humor sein soll.

Wie sich im Klappentext ablesen lässt, soll Hanna in Nr. 800 alias David nun einen Helfer finden, in den sie sich logischerweise verlieben soll. Das Problem hier ist, dass diese Verbandelung der beiden Charaktere sich nicht entwickelt, sondern einfach plötzlich da ist. Sie treffen sich, sind sich sympathisch und dann geht es im ganzen ersten Teil des Buchs erst mal um etwas anderes, nämlich die Beziehung von Hanna und dem kleinen Mädchen Mia, sowie darum, Merkwürdiges in dieser Anstalt aufzudecken, nebenbei gewürzt mit Hannas Erinnerungen. Leider dümpelt dieser Teil so vor sich hin, ist eher langatmig und verwirrend als spannend. Schade, dass dann auch noch plötzlich diese unendlich großartige Liebe vom Himmel fällt, die dann zwei Seiten später aber gleich wieder ausgelöscht wird. Man ahnt es: Leider ist der Plot einfach nicht stimmig. Es gibt keine Entwicklung – weder in der Handlung noch bei den Figuren –, sondern plötzlich ist etwas da und dann gleich wieder weg. Kurz vor Ende wird es doch noch spannend und die Auflösung ist durchaus interessant. Doch auch hier leidet die Geschichte darunter, dass sie im Vorfeld so schwach konstruiert wurde. Vieles wird von Hanna einfach nicht hinterfragt bzw. ihr Hinterfragen bleibt komplett ergebnislos, sodass man als Leser auch keine Chance hat, mehr zu erfahren. Eine so unwissende Figur zum Protagonisten zu erklären, hat einen sehr großen Reiz und kann viel Spannung erzeugen, allerdings fehlt Nr. 799/Hanna das Entscheidende bei so einer Konstruktion: Sie ist nicht in der Lage, Zusammenhänge aufzudecken, und so erschließt sich dem Leser am Ende zwar die Grundidee hinter der Geschichte, alles andere bleibt aber ungeklärt.

Fazit: Der Beginn von Yuna Sterns Roman „Nr. 799“ ist ebenso fesselnd wie der Schluss. Leider schwächelt das Buch nach einem guten Start doch sehr: Zu den Figuren bleibt immer eine starke Distanz bestehen, ein Mitfühlen bleibt aus. Auch die Handlung kann nicht fesseln, ist verwirrend und ungereimt. Alles in allem bleibt man als Leser unbefriedigt zurück – so als hätte Sherlock Holmes nur den Mörder genannt, aber sämtliche Erklärungen weggelassen.

©tintenmeer.wordpress.com
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TOP 500 REZENSENTam 2. Dezember 2013
Pro:
Das Cover springt ins Auge, und der Kontrast zwischen dem verträumten Mädchengesicht und der nüchternen, sterilen Zahl macht neugierig auf die Geschichte, die dahinter steht. Und die ist definitiv keine 08/15-Geschichte, die man in Variationen schon hundertmal gelesen hat!

Hannah - denn so hieß Nr. 799 vor ihrem verfrühten Tod -, findet sich weder im Himmel noch in der Hölle wieder, sondern an einem seltsamen, fremdartigen, befremdlichen Ort. Wie eine verwirrte und oft sture und rebellische Alice läuft sie durch ein steriles Wunderland voller absurder Charaktere. Ihr wird gesagt, sie sei etwas Besonderes, sie sei dazu ausersehen, die Seelen der Toten ins Licht zu bringen... Das klingt ja erstmal wie etwas Wunderbares, aber in der Anstalt stimmt etwas nicht, das spürt Hannah einfach. Viele der anderen Schüler sind apathisch und teilnahmslos, und wer sich an zuviel aus seinem früheren Leben erinnert, gilt als krank und muss "geheilt" werden...
Für Originalität gibt es definitiv die volle Punktzahl, und die Geschichte bietet auch viel Potential für Fragen nach dem Sinn des Lebens. Leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugt. (s. "Kontra")

Der Schreibstil ist allerdings ansprechend, bildreich und flüssig zu lesen, und er vermittelt gut die (alb)traumhafte Atmosphäre, die in diesem Buch vorherrscht.

Kontra:
Die Geschichte war mir oft zu skurril, wie ein mal knallbunter, mal düsterer Tim-Burton-Film - aber für mich leider weniger unterhaltsam. Die Charaktere wirkten auf mich zum Teil einfach nicht echt, sondern mehr wie Karikaturen ihrer selbst. Zwar ist das sicher auch gewollt, um zu zeigen, wie die Anstalt die Menschen in eine bestimmte Form presst und ihre Persönlichkeiten verzerrt, aber trotzdem machte es mir das schwer, mit den Charakteren wirklich mitzufühlen.

Dabei bietet die Geschichte durchaus viel Potential für Spannung, die aber meiner Meinung nach oft in verwirrter Ratlosigkeit verpufft! Das Tempo krankt ebenfalls an verworrenen Handlungssträngen. Ich wollte zwar wissen, wie es mit Hannah weitergeht, aber ich habe dennoch viele Lesepausen eingelegt, weil das Buch mich nicht fesseln konnte.

Die Protagonistin kann einem Leid tun, aber irgendwie konnte sie mich nicht vollends für sich gewinnen. Ich konnte ihren Wunsch, mehr über ihr Leben zu erfahren und die unheimliche Anstalt zu verlassen, zwar nachvollziehen, aber ich bekam leider kein Gefühl dafür, wer sie im tiefsten Inneren wirklich ist. Am sympathischsten war sie mir in den Szenen, in denen sie sich um die verängstigte kleine Mia kümmert, die auch Insassin der Anstalt ist, aber die machen nur einen kleinen Teil des Buches aus.

Gestört hat mich auch, dass Hannah für die banalsten Dinge geradezu mit Lob überschüttet wird. So sagt sie zum Beispiel dem Arzt der Anstalt, dass ihr Psychologen noch nie geheuer waren, und er findet das so wahnsinnig amüsant, dass er ihr versichert, sie habe ihm den ganzen Tag gerettet. Direkt zwei Lehrer loben sie, nachdem sie eine relativ naheliegende Frage stellt, wie klug sie doch ist. Im Laufe des Buches errät sie auch mal gerade eben so eine sechsstellige Codenummer! Das kam mir einfach nicht glaubwürdig vor.

David blieb für mich sogar noch blasser. Rückblickend erinnere ich mich eigentlich nur daran, dass er ein gutaussehender Rebell ist, der gar nicht so rebellisch auftritt. Es gab relativ wenig Interaktion zwischen ihm und Hannah, und dabei war sie am Anfang eher unfreundlich und abweisend. So kam die Liebesgeschichte für mich etwas überraschend und wenig überzeugend.

Manches erschien mir nicht 100%ig plausibel und schlüssig, wie z.B. die Tatsache, dass die Insassen der Anstalt sich auf keinen Fall an ihr Leben erinnern sollen, aber andererseits direkt nach ihrem ersten Aufwachen in der Anstalt viel über ihr Leben erzählt bekommen. Warum? Bei einer Unterrichtsstunde bekommen sie ein umfangreiches Ritual gezeigt, das sie angeblich benötigen, um Seelen anzulocken - und später stellt sich dann heraus, dass das Ritual gar nicht nötig ist. Warum? Und auch die Erklärung, dass die Menschen in der Anstalt besonders sind, weil ihre Seelen nicht von den Magnetstrahlen der Erdatmosphäre festgehalten werden... Etwas seltsam!

Die endgültige Auflösung am Schluss hat mich wirklich ratlos zurückgelassen - ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze verstanden habe, und ich frage mich, ob da vielleicht noch ein zweiter Teil kommt.

Zusammenfassung:
Eine tolle Idee, originelle Einfälle, ein guter Schreibstil, aber leider auch gravierende Schwächen, die das Buch für mich zu einem eher zähen Vergnügen gemacht haben.
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am 6. Januar 2014
Hanna erwacht ohne eine Erinnerung daran wer sie ist. Ihr wird gesagt, dass sie nun die Nr. 799 oder auch Hanna M. wäre und in den nächsten Monaten eine Ausbildung zur Überführung von Seelen durchlaufen soll, denn anscheinend ist Hanna tot ...

Ich habe mich mit der Inhaltsangabe zu "Nr. 7992 von Autorin Yuna Stern extra etwas zurückgehalten, da dieses Buch recht dünn ist und man ja nicht schon vorher alles verraten haben will. Die Länge wird mit ca. 205 Seiten angegeben, aber durch eigene Seiten für die Kapitelüberschriften kann man davon sicher noch mal 30 fast leere Seiten abziehen. Es handelt sich daher um ein recht kurzes Lesevergnügen, was auch mein größter Kritikpunkt an "Nr. 799" darstellt. Gerade wenn die Geschichte richtig in Fahrt kommt und man meint einige Fragen beantworten zu können, ist das Buch nämlich auch schon zu Ende und das auf recht abrupte Weise. Ich bin mir auch nicht sicher, ob eine Fortsetzung hier wirklich Sinn machen würde, denn in gewisser Weise ist das Ende auch trotzdem gut.
Man merkt schon, dass ich hier ziemlich um den heißen Brei herumrede und nicht so recht damit rausrücken will, was denn nun hier Sache ist. Aber ich habe wirklich Bedenken damit schon zuviel zu verraten.
Insgesamt gesehen kann ich jedoch sagen, dass mich die Geschichte überraschen konnte und mir auch der Schreibstil gefallen hat. Die Figuren hätten noch ein wenig mehr ausgebaut werden können und einige Seiten mehr hätten der Handlung sicherlich auch nicht geschadet.
Empfehlen kann ich "Nr. 799" an alle Leser die übersinnliche Geschichten mögen und die es nicht stört, dass dieses Buch nur als e-book erhältlich ist.
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am 8. Dezember 2013
Als Hanna aufwacht, ist alles anders, als sie es in Erinnerung hatte. Sie erwacht in einem sterilen Raum mit Menschen, die sie untersuchen und keine Rücksicht auf ihre Privatsphäre nehmen. Hanna hat keinerlei Erinnerungen mehr, sie weiß noch nicht einmal, wie sie heißt. Man nennt sie Nummer 799. Bald schon wird Hanna aufgeklärt, dass sie bei einem Autounfall gestorben ist. Sie ist tot. Ihre Seele und ihr Körper werden dazu genutzt andere Seelen ins Licht zu führen. Das soll ihre Aufgabe sein und man wird sie in einem strengen Regime unterrichten. Die anderen gehören und gehorchen zu diesem Apparat. Bis auf einer. Nummer 800 ist ein Rebell und bald schon empfindet Hanna mehr für ihn als je für jemand anderem. Doch Hannas Erinnerungen kommen zurück, und das darf nicht sein. Es beginnt ein gefährliches Spiel.

Meinung:

Das Cover ist wieder mal genial, ein richtiger Blickfänger, man denkt sofort an den Himmel oder an Engel, die Nummer und der Titel verleihen dem Buch einen dystopischen Charakter, was mit dem Inhalt des Buches durchaus kompatibel ist. Der Einstieg ist gut gelungen, er ist sowohl spannend als auch mysteriös. Man wird von vornherein mit dem Tod von Hanna konfrontiert, das hätte man noch etwas spannender machen können indem man dieses Geheimnis in die Länge zieht. Hanna ist einem erstmal nicht so sympathisch genauso wie David, der Rebell. Sie sind etwas zu kämpferisch und ihre Handlungen sind mir zu extrem, mal will sich Hanna dem System absolut fügen, mal stellt sie sich auf die Barrikaden. Spätestens bei dem Durchgang der Regeln in der "Anstalt" ist meine Euphorie rapide gesunken. Die Regeln sollten doch eigentlich bedrohlich auf einen wirken, sodass sie ernst zu nehmend sind. Stattdessen werden sie mit Naivität und Witz aufgelistet, das waren nicht meine Erwartungen. Dann fing es an, dass mir immer mehr aufgefallen ist,dass das Buch des öfteren sehr kindlich auf mich wirkte, ja an manchen Stellen sogar roh. Die Charaktere haben zu oberflächlich gehandelt. Das ist natürlich für die ernste Thematik nicht ganz so gut gewesen. Manchmal kamen mir auch zweifel über die Schlüssigkeit der Handlungen. Warum schaut Hannah in ihre Krankenakte um eine Karte der "Anstalt" zu finden? Und wird auch noch fündig? Das letztere könnte der Wille des Arztes gewesen sein, zugegeben, aber dennoch ist der Antrieb dieser Handlung für mich unlogisch. Das Ende wiederum hat mir von der Storyline sehr gut gefallen, es bleibt vieles offen, was ich an der Stelle als notwendig empfinde. Leider war es mir auch da von der Ausführung etwas roh.

Also mein Fazit: tolle Story, packender Anfang, doch dann sinkt die Qualität der Ausführung, sehr schade.ich habe lange überlegt (und danach noch ein paar Bücher gelesen) um mir klar zu werden, wie ich das Buch bewerte. Ich habe mich für schwache 3 Sterne entschieden und würde mich über ein Remake des Buches freuen, da die Idee schon eine sehr gute war, das Buch muss nur noch so gut geschrieben sein wie anfangs.
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am 8. Dezember 2013
Kurzbeschreibung:
Seit sie in jener fremdartigen Anstalt zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen hat, weiß sie nicht mehr, wer sie ist, woher sie kommt, was sie dorthin geführt hat. Sie ist zur Nummer geworden, zur Siebenhundertneunundneunzig. Sie sagen ihr, sie sei gestorben, aber sie kann sich an keinen Autounfall erinnern. Sie sagen ihr, sie solle vergessen, aber sie weiß, dass sie einen Weg zurück finden muss. Nur eine Person kommt ihr merkwürdig bekannt vor: die Nummer Achthundert, der Junge mit den graublauen Augen. Irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht und irgendwie ist er der Schlüssel zu all ihren Erinnerungen …
(Quelle: Impress)

Meine Meinung:
Als Hannah aufwacht befindet sie sich in einem merkwürdigen Raum. Dort erfährt sie das sie tot ist, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Doch sie ist etwas Besonderes und soll eine Überführerin werden. Diese sind dafür zuständig Seelen ins Licht zu befördern. Allerdings kann man nur ein Überführer werden, wenn man sich an sein früheres Leben nicht mehr erinnern kann. Und genau da liegt Hannahs Problem, sie hat Erinnerungsfetzen.
Und als sie Nr. 800 trifft weiß sie auch wieder was Liebe ist …

Das Buch „Nr. 799“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Yuna Stern. In ihrem Roman entführt die Autorin ihre Leser in ein Leben nach dem Tod.

Die Protagonistin Hannah stirbt im Alter von 17 Jahren bei einem Autorunfall. Doch sie stirbt nicht wirklich, sondern erwacht in einer Anstalt. Dort soll sie zwei Stufen durchlaufen um eine Überführerin zu werden. Hannah, oder wie sie in der Anstalt künftig nur noch genannt wird, Nr. 799 ist ein sympathisches Mädchen. Teilweise ist sie etwas stur, doch das scheint normal zu sein für Mädchen in ihrem Alter. Sie sollte sich nicht an ihre früheres Leben erinnern können, kann es aber. Hannah kümmert sich im Verlauf sehr rührend um die kleine Mia und als sie ihr entrissen wird, ist es schon sehr berührend. Diese Gefühle sind für den Leser nachvollziehbar.
David, oder auch Nr. 800, ist ein richtig gut aussehender Rebell. Besonders wendet er sich gegen die strengen Regeln der Anstalt. Er kümmert sich um Hannah und steht ihr zur Seite.
Beide Charaktere waren für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig.
So auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Hannah und David entwickelt. Sie kommt überraschend, wirkt aber relativ überzeugend.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Sie beschreibt die Anstalt anschaulich und vorstellbar. Ich habe das Buch im einem durchgelesen.
Die Handlung selber ist recht spannend. Die Idee hinter der Geschichte ist neuartig und interessant. Allerdings hätte ich es besser gefunden wenn das Buch ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Es wirkt etwas gedrungen, wenn auch nicht wirklich übereilt. Man ist von Beginn an mitten im Geschehen. Es wirkt aber nicht alles wirklich zu 100 % schlüssig.

Das Ende ist interessant gestaltet. Allerdings werden nur ein paar der offenen Fragen wirklich beantwortet. Vieles aber bleibt offen und verwirrt doch ziemlich. Eine Fortsetzung wäre hier auf jeden Fall wünschenswert.

Fazit:
„Nr. 799“ von Yuna Stern ist ein recht ansprechendes Werk der jungen Autorin.
Die neuartige interessante Idee und ein paar doch gewöhnungsbedürftige Charaktere bescheren dem Leser recht spannende Lesestunden, auch wenn nicht unbedingt alles wirklich schlüssig ist.
Trotzdem, man sollte diesem Buch eine Chance geben und sich, trotz kleinerer Schwächen, auf die Geschichte einlassen.
Gar nicht mal so schlecht!
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am 8. Mai 2014
Aufgrund der nicht so berauschenden Bewertungen hier, habe ich hin und her überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll oder nicht und mich letztlich dafür entschieden - eine gute Entscheidung - !
Das Buch ist toll geschrieben und keinesfalls "aggressiv". Es handelt sich hier nun einmal um eine recht junge Protagonistin und das ab und an mal Flüche ihren Mund verlassen, macht sie nur lebhaft, denn kein Mädchen ihres Alters ist stets freundlich und würde niemals Schimpfwörter in den Mund nehmen.
Das Buch ist auch keinesfalls verwirrend, da das Ende eigentlich alles aufklärt. Die Protagonistin ist nämlich endlich mal in einem Buch nicht der Nabel der Welt und das finde ich auch gut so.
Das Ende hat mich zwar etwas überrascht, aber ich mochte es trotzdem sehr.

Insgesamt ein tolles Buch und auf jedenfall lesenswert. :)
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am 16. Dezember 2013
Ich kann es nur empfehlen das Buch zu lesen. Jeder muss sich davon seine eigene Meinung bilden. Mich hat es zum Nachdenken gebracht, teilweise verunsichert und dann wieder aufgerichtet. Es ist auch nicht todernst geschrieben, das Lachen kommt auch nicht zu kurz.
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