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TOP 500 REZENSENTam 19. Februar 2015
Am Anfang sieht der Betrachter, wie innerhalb eines bestehenden Bienenvolkes eine neue Königin heranwächst. Diese muss nun ein 'neues Volk' um sich herum sammeln, mit diesen Bienen ausziehen und einen neuen Bienenstock gründen. Die Bilder wechseln unvermittelt in einen alten Video-Familienfilm über: Vater (mit Imkerhaube), Mutter und drei Kinder lachen in die Kamera. Die Erzählung wechselt in die Gegenwart und wir begegnen allen diesen Menschen als Erwachsenen wieder. Auch wenn sie erst spät zu sehen ist, aber im Mittelpunkt steht der Klostereintritt der jüngsten Tochter. Alle machen sich von unterschiedlichen Orten her kommend auf den Weg zu einer mächtigen und in idyllischer Natur gelegenen Klosteranlage. Bald nach den Begrüßungen am Ankunftsort wird zweierlei deutlich: Glaube und Kirche spielen in dieser Familie eigentlich keine Rolle und es gibt einiges an innerfamiliärem Zwist, der sich im Laufe des Tages in Dialogen, Wortgefechten und Fluchtbewegungen niederschlagen wird. Vor allem in dem Moment, als sich die Zeremonie des ewigen Gelübdes verzögert, da offensichtlich eine der drei Novizinnen (welche eigentlich?) noch nicht bereit für Ihr 'Ja' zu sein scheint. Man begibt sich im Sonnenschein mit mitgebrachtem Wein und Kuchen auf eine Obstwiese, um die ungeplante Unterbrechung zu genießen …
So weit so gut. Die Ausgangsidee ist interessant und das Aufeinandertreffen der sehr verschiedenen Familienmitglieder verspricht spannend zu werden. Leider ist es das aber nur sehr bedingt und auch nur in einigen wenigen, sehr gelungenen Szenen. Dies Scheitern liegt vor allem an den sehr konstruierten Dialogen und Figuren, die zwar alle mächtig viele Probleme und (uneingestandene) Sinnsuche vor sich herschleppen, aber eigentlich Thesen bleiben und nicht zu lebendigen Menschen werden: Was hat diese Familie bewegt zwischen dem "Imkervideo" und der Gegenwart? Gibt es spezielle Charaktereigenschaften, Eigenarten? Der Zuschauer erfährt fast nicht. Am wenigsten authentisch wirkt die Figur der Saskia, der älteren Schwester, die im permanenten Selbstzweifel zerfließt, meistens irrational handelt und kaum ein ernsthaftes Gespräch führt, mit einer Ausnahme: Der Begegnung mit der jüngeren Schwester im Kreuzgang des Klosters. In dieser durchaus intensiven und berührenden Begegnung zeigt sich, dass Maria Schrader für diese Rolle zu alt ist und eher wie die Mutter als wie die Schwester wirkt. Apropos Mutter: Ursula Werner gibt ein recht überzeugendes Bild einer Mutter ab, die zwar das Glück ihrer Kinder möchte, aber alle Verantwortung von sich weist und ein wenig in (authentisch dargestellte) Griesgrämigkeit versinkt.
Das zweite und größere Problem neben den weitgehend misslungenen bzw. standardisierten Dialogen ist die Filmsprache: Auf der einen Seite ist der Film dem typischen Fernsehfilm-Format verhaftet und größtenteils konventionell und bieder inszeniert. Die wenigen Ausflüge ins Symbolhafte (Bienenvolk, Obstgarten als Urzustand, reinigendes Gewitter usw.) wirken daher derart aufgesetzt, dass sie wirkungslos verpuffen. Die Tochter des Sohnes durchgängig im Bienenkostüm herumlaufen zu lassen ist da noch am ehesten erträglich. Am Ende erlebt jede der Hauptfiguren ihren persönlichen Sturz und liegt für einige Zeit wortwörtlich am Boden, nur um am Ende erneuert aufzustehen.
"Bienenland ist abgebrannt" sagt die Mutter einmal zu ihrer Enkelin und erläutert, dass künstliche Prozesse des Bestäubens dereinst Bienen überflüssig machen würden. Die Enkelin reagiert mit Trotz und flüchtet in ihr eigenes Bienenland, eines der wenigen gelungenen Bilder (im Gegensatz zur aufdringlich-albernen Stiersymbolik).

Die Regisseurin Anne Wild hat einen Hang zu außergewöhnlichen Themen (Mein erstes Wunder) und auch "Schwestern" lebt lange von einer guten Ausgangsidee und einem guten Schauspielerensemble, dass ein Obstwiesen-Kammerspiel zelebriert. Leider ist die gute Idee auf die volle Filmlänge inhaltlich zu klischeehaft und formal zu bieder bzw. mit einer zu aufdringlichen Symbolsprache inszeniert, so dass sich Ärger und Langeweile einstellt. Einige sehr gute Szenen in der zweiten Hälfte retten den Film dann ins Finale. Schade, mit dieser Idee und diesen Schauspielern wäre mehr möglich gewesen, zumal das Verhältnis von Glaube und Säkularisierung ein wichtiges Thema ist. Ich hätte gern zweieinhalb Sterne gegeben, aber das geht nicht, daher drei: Im Zweifel für die Schauspieler ...

Als Extras enthält die DVD nur einige Filmtrailer.
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am 27. Juni 2015
Die ganze Familie soll sich in einem Kloster einfinden, weil die jüngste Tochter ihr Gelübde ablegen und Nonne werden will. Da alle anderen Familienmitglieder sehr mit sich und ihren Problemen beschäftigt sind, passt ihnen diese Art von Hochzeit gar nicht und sie wollen den Termin möglichst schnell hinter sich bringen.
Die unerwartet eintretende Verzögerung der kirchlichen Zeremonie zwingt sie dazu, sich in der Natur rund ums Kloster die Zeit zu vertreiben und zur Ruhe zu kommen. Dadurch werden sie auf sich selbst zurückgeworfen, zum Nachdenken gezwungen und schwelende Konflikte brechen aus.
Es geht um Ziele, eigene Erwartungen und die Vorstellung anderer, Eigen- und Fremdbestimmtheit, die Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung durch andere, um Zugehörigkeit, Berufung und um Verlust.

Der Erzählduktus des Films tendiert zur Satire bzw. Groteske, benutzt Wortwitz und Wortspiele, übertreibt aber nicht. "Schwestern" enthält märchenhaft verklärte Sequenzen und verträumte Sonntagsausflugaufnahmen, die aber dramaturgisch aufgebrochen werden und dadurch, wie ich finde, nicht kitschig wirken.
Die zuweilen sperrige Art, zu sprechen und schauzuspielen, unterstreicht meiner Meinung nach das schwierige Verhältnis der Familienmitglieder untereinander und wirkt auf mich durchaus realitätsnah.

Was mir durch diesen Film übrigens verdeutlicht wurde, ist die Radikalität, mit der sich jemand durch den Eintritt ins Kloster aus seinem bisherigen Leben verabschiedet, sich aus der Sicht der Familie aus ihr herausreißt.

Fazit: "Schwestern" ist ein vielschichtiger, anspruchsvoller Film mit satirischen und grotesken Elementen und einer besonderen Ästhetik, der gut unterhält, viel Wahres über Familien und Verbindungen darin beschreibt und eine Menge Lebenserfahrung transportiert.
Er hat mir gefallen und er hat in mir nachgeklungen. Aus meiner Sicht hat "Schwestern" 4 Sterne verdient.

PS: Ein großes Manko ist wie oft die Tonqualität.
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am 30. Juni 2014
Anlässlich der Einkleidung einer jungen Frau, die sich einem Kloster anschließen will, treffen die Verwandten aufeinander. Mühsam in Gang kommende deutsche Komödie, die nie das richtige Tempo und den richtigen Ton findet. Die Figuren sind klischeehaft grob gezeichnet, die am Reißbrett entworfenen Pointen zünden nicht. Es tut einem Leid um die teils hervorragenden Schauspieler, die aber diese auf Tiefgang getrimmte Klamotte auch nicht retten können.
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am 19. Juli 2014
Gar so schlecht wie die anderen Rezensenten fand ich den Film nicht, aber er ist wirklich nicht sehr gelungen. So sehr ich die Schauspieler schätze, aber es geht schon mit der Besetzung los. Maria Schrader und ihre Schwester wirken leicht fehlbesetzt, man nimmt ihnen ihre Beziehung nicht ab. Maria Schrader wirkt bereits etwas zu alt für ihre Rolle. Ein weiteres Problem des Films ist, dass viel geredet, aber wenig gezeigt wird. Im Englischen gibt es diese Wendung: Show, don't tell. Genau das passiert hier nicht. Da wird mit der Rotweinflasche im Obsthain rumspaziert und gelabert, und das weder besonders witzig, noch besonders tiefgründig und vor allem viel um den heißen Brei herum. Vielleicht hätte man einfach mal ein paar junge Frauen interviewen sollen, die heutzutage noch Nonne werden und deren Aussagen einbauen sollen. So bleibt doch angesichts der gebeutelten und patriarchalen Institution Kirche viel Zweifel und Unverständnis. Am lustigsten fand ich noch die Idee mit den Bienen.
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am 25. Juni 2014
Unterschiedliche Generationen treffen sich in einem Kloster zusammen, weil eine beschließt Nonne zu werden. Der ganze Film plätschert so ein wenig vor sich hin und am Ende vertragen sich alle.
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