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am 19. Februar 2014
Dieses Buch gehört - genau wie "Incidents in the Life of a Slave Girl" (Harriet Ann Jacobs) - in jeden Geschichts- und Ethikunterricht.

Solomon Northrup erzählt seine Geschichte, sein Leid, die Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeit seiner Zeit auf unglaublich eindringliche und trotzdem irgendwie distanzierte Art und Weise. Oft hatte ich den Eindruck, er minimiert sein persönliches Leid zugunsten der Beschreibung der Schicksale einiger seiner Leidensgenossen. Zudem schildert er sehr plastisch die geographischen, politischen und allgemein sozialen Gegebenheiten seiner Zeit. Man hat davon schon oft gehört und /oder gelesen - man hat darüber gesprochen (und hoffentlich auch nachgedacht) . . . aber das Lesen und somit "Miterleben" aus der ureigensten Sicht und Erlebniswelt eines Betroffenen, hinterläßt doch ganz andere, viel eindringlichere Spuren als bloßer Geschichtsunterricht.

Das Solomon Nothrup's Leidensweg sich in der Mitter des 19. Jhd. abspielt, ist die Sprache und Erzählweise dementsprechend etwas antiquiert - somit allerdings auch enorm authentisch. Mit nur grundsätzlichen Englischkenntnissen wird sich sicherlich mancher schwer tun, die Gesamtheit der sprachlichen Beschreibungen zu verstehen.

Nun möchte man sagen, dass dies alles Leid, Ungerechtigkeit, Unmenschlichkeit einer vergangenen Epoche ist - tragisch aber lange vorbei. Ist das wirklich so ? Wenn ich überdenke, was in unserem heutigen, aufgeklärten, vernetzten Informationszeitalter alles an Menschenhandel abläuft, noch weitverbreitet Sklavenhandel und Sklaverei zum akzeptierten Alltag gehört, komme ich zu dem Schluß, dass dieses Buch leider kein Geschichtsbuch, bzw. die Teilautographie eines lang vergangenen Jahrhunderts ist, sondern eine Beschreibung der Demütigungen, Schmerzen, Erniedrigungen und Ausbeutung, die auch heute noch recht global verbreitet ist.

Schon deshalb ist dieses Buch ein absolutes Lese-MUSS - nicht nur für den Geschichtsinteressierten, sondern für jeden, der seine Augen nicht verschlossen halten möchte und jeden, den mehr intereissert als die allgemeinen Alltagsfreuden unserer westlichen Welt.

Das Leiden des Sklaven "Platt" ist vorbei - das Leiden der Zwangsprostituierten, Billigst-Sklavenarbeiter, Kindersklaven der heutigen Welt noch lange nicht !
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am 17. März 2014
Aufmerksam geworden bin ich über einen Newsletter "Oskar-reife Bücher".... und mir fiel ein, dass ich den Titel tatsächlich schon mal gehört hatte...

Einige Rezensionen gelesen und gekauft.

Solomon Northups Geschichte ist berührend und es ist erstaunlich, wie differnziert und den unterschiedlichen Typen an Sklavenhaltern (versuchend) gerecht zu werden, er über seine Sklaven-Jahre berichtet. Er scheint ja tatsächlich nicht einen Hauch Wut, Rachegelüste oder ähnliches zu verspüren - ein Engel quasi?

Das Buch ist NICHT gut geschrieben - es ist ein Lebensbericht, kein Roman, im Stil der englischen/ amerikanischen Sprache des 19. JH. Wer die Sprache gut beherrscht, wird keine Verständnisprobleme haben, aber dieser eher kühle Bericht fordert ein gezieltes "Darauf-Einlassen", da es sich eher wie der Bericht eine Gerichtsschreibers liest.

Emotionen sind eher unterschwellig erkennbar - im Schreibstil wohlbemerkt - und der Leser muß darauf aufmerksam gemacht werden, dass Solomon in bestimmten Situationen sehr emotional war bzw. in der Erinnerung / Schilderung dieser Ereignisse die Emotionen drohen, wieder an die Oberfläche zu kommen - zwischen den Zeilen sind sie erkennbar...

Ich finde diese Geschichte überaus bewegend, aber in der denkbar schlechtesten Form (Stichwort Gerichtssschreiber) dokumentiert - auch wenn verschiedentlich (im Buch) darauf hingewiesen wird, dass es hier nicht um "Onkel Tom" geht, sondern um Fakten, hätte etwas mehr "Prosa" - ein etwas anderer Schreibstil - der Geschichte sicherlich gutgetan.

Ich habe Biographien gelesen, die mehr "Leben" vermittelt haben und auch nicht in seichten Kitsch abgedriftet sind.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. März 2014
Eine spannende, authentische Geschichte über ein bewegendes Schicksal im 19. Jahrhundert. Mir war, das muss ich zugeben, gar nicht bewusst, dass so viele Afroamerikaner in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts "schon" als freie Bürger in den Staaten leben durften.
Der Autor erzählt, im Englisch des 19. Jahrhunderts, von seinem Schicksal. Merkwürdigerweise relativ emotionslos, um Neutralität bemüht - und das kommt etwas konstruiert herüber. War hier ein Lektor des 19. Jahrhunderts tätig um den Bericht nicht als schonungslose Abrechung mit den "Weißen" veröffentlichen zu müssen - was wahrscheinlich einen Aufruhr zur Folge gehabt hätte? Oder wäre so ein schonungsloser Bericht gar nicht veröffentlicht worden ?
Etwas mehr Gefühl und Emotionen wären absolut verständlich und mehr als angemessen gewesen bei all dem Leid, was unser "Held" erleben musste.
Ich kenne den Film nicht, aber dieser Roman ist auf jeden Fall lesenswert, da er uns das 19. Jahrhundert in den Staaten auf jeden Fall näher bringt - trotz der genannten Defizite.
Fazit: Sehr empfehlenswert.
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am 7. Februar 2018
Das Werk ist aufgrund seines Alters gemeinfrei und hier auch im Original gratis als Kindle Version erhältlich. Ich ärgere mich, unnötig eine kostenpflichtige Version angeschafft zu haben.
Das Buch selbst hat 5 Sterne verdient, diese Bezahlversion leider 0.
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am 17. September 2014
wie immer bei e-book Versionen (jedenfalls nach meiner Erfahrung) ein Hauch mehr Tippfehler als in einem "richtigen" Buch, aber so wenige, dass es nicht stört.
Das Buch selber fand ich großartig: Spannend, erschreckende Eindrücke aber dabei zurückhaltend und ohne Vorwürflichkeit geschrieben, ganz sicher keine Jammerstory, sondern balanciert und mit viel Einsicht, was einen noch mehr davon überzeugt wie recht der Erzähler hat mit der Hypothese, dass das Sklavensystem auf beiden Seiten schlimme Folgen (Leiden und Verrohung) hat
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am 4. August 2016
He describes his experiences as a slave in a dry, neutral manner, which somehow makes it even more depressing. Easy to read, although it's more than 100 years old. During and after his enslavement he found solace in his faith. Reading the book one gets really angry at the enslavers, their dumbness, stubborness and cruelty.
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am 13. Oktober 2017
Das Buch ist super. Ich würde es jedoch keinen Englisch Einsteigern empfehlen, da doch einige Wörter drin sind die man nicht gleich versteht.
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am 1. Februar 2017
Haben diese Sammlung im Vorfeld unseres Südstaaten-Urlaubs gekauft und auf dem Kindl gelesen.
Eine wirklich beeindruckende Sammlung. Das Thema Sklaverei wird von den unterschiedlichsten Seiten beleuchtet.
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am 23. Juni 2016
I found it very informative reading about the age-old problem of slavery - still very much present, sadly, in our day and age from the point of view of someone who experienced it. We free people talk but very few have empathy. I still cannot believe that Christians came to such conclusions. No one can convince me that man is good or even sensible because of the way the whites abused the blacks. To his great credit the author holds no grudges and gives two wonderful examples of "good, kind" Slave owners. The book gave me very valuable inside information. I would have loved to have met him.
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am 11. Juni 2014
In der Schule bereits lernten wir den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß in Amerika, das Elend der Sklaverei und den Hochmut der weißen Südstaatler. Diese Ungerechtigkeit machte mich rasend. Ich las mehrere Bücher von Lance Horner & Kyle Onstott über das Leben der Sklaven, z. B. "Mandingo", "Falconhurst Fancy", The Tattooed Rood", Master of Falconhurst" and "Drum...". Auch jetzt das Buch "Twelve Years a Slave" hat mich sehr erschüttert and "makes my blood boil." Wie konnte es möglich sein, dass ein freier Mensch in Amerika (verheiratet, kleine Kinder, arbeitsam) einfach unter Lügen von Weißen verschleppt wurde und die grausamsten Misshandlungen als Sklave erdulden mußte. Er arbeitete hart für die Sklavenhalter, tat sein Bestes und erduldete Schlimmes, immer in der Hoffnung auf Freiheit und Wiedervereinigung mit Frau und Kindern. Deshalb die Freude und
Dankbarkeit für seine Freilassung nach zwölf langen Jahren als geschundener und letztendlich glücklicher Mensch. Jederzeit werde ich das Buch weiter empfehlen.
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