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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
12

am 29. Oktober 2013
Nun sind sie endlich verfügbar, die kompletten uneditierten 4 Konzerte vom Fillmore East. Die wesentliche Erkenntnis: Die Produzenten hatten schon 1971 ein außerordentlich gutes Gespür für musikalische Klasse. Denn die Titel, welche in „Performance“ aufgenommen wurden, sind im Großen und Ganzen wirklich die besten der zwei Abende gewesen. CD1, das erste set, zeigt HP noch gebremst, auch sind die Tontechniker noch dabei, die endgültige Abstimmung zu finden (so auch in den Liner Notes zu lesen). Die besten Momente von HP sind dann auf CD2 und CD4, es scheint, dass bei set 1 und 3 doch mehr Zeitdruck und Nervosität herrschte, als gut war. Keine Überraschung also, dass in der Hauptsache die Compilation zu „performance“ aus set 2 und 4 besteht, von „Stone Cold Fever“ mal abgesehen.

Die große Virtuosität von HP wird an „Gilded Splinters“ deutlich. HP bringen diesen Titel in jedem Set, und es wird klar, daß die Version, die sich auf „Performance“ findet, diejenige ist, die noch am meisten Längen aufweist. Keine schlechte Version, wohlgemerkt, aber vor allem die Versionen von set 2 und 3 gefallen mir wesentlich besser: Frampton kann mit längeren Soli glänzen ebenso wie Marriott mit Vocals und Harmonica. Aber diese beiden Versionen haben klar mehr Dynamik, im Rhythmus straight forward, wo es bei der bekannten Version in der Mitte doch einen kleinen Durchhänger gibt. Auch bei „Halleujah“ (set 3 und 4) hat Frampton mehr Zeit für Soli. Und er zeigt, wie virtuos und variantenreich man einen solchen Song spielen kann.

Eine enorme Verbesserung hat der Sound erfahren. Bass und Grundtonbereich sind jetzt einfach präsent, insgesamt hat die Aufnahme jetzt mehr Transparenz, sehr ausgewogen. Fans können einfach mal das Intro zu „No Doctor“ aus „Performance“ zur aktuellen Abmischung in „Complete“ gegenhören: Der Monsterbass fegt jetzt wirklich alles weg, ein Sturm jetzt, kein Lüftchen mehr. Im Gegensatz zur bekannten „Performance“ herrscht, gewollt, der Eindruck, man sitze (Fillmore East war bestuhlt) in der 5 oder 6 Reihe. Hall und Echo, die zu diesem Zweck zugemischt wurden, können zu Beginn etwas irritieren, am Ende vermittelt es aber einen authentischen Konzerteindruck.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Oktober 2013
Viele Musikliebhaber kennen das, man hört einen Song oder sieht ein Album aus längst vergangener Zeit und sofort werden Erinnerungen wach. Man verbindet etwas mit dem Song, dem Album. Seine erste Liebe oder eine Urlaubsgeschichte oder eine andere Geschichte an die man sich gerne erinnert.

Eines dieser Alben ist für mich „Performance Rockin‘ The Filmore“ (1971) von Humble Pie.
Ich hatte mir damals das erste Album dieser Band zugelegt „As Save As yesterday Is“, denn ich hatte gelesen das Steve Marriott und Peter Frampton eine neue Band gegründet hatten: Humble Pie.

Peter Frampton hatte ich einmal im Fernsehen gesehen, in der Sendung Beat-Club trat er mit der Band The Herd auf. Steve Marriott kannte ich von the Small Faces, einige Songs dieser Band hatten mich durch die späten 60s begleitet und im Beat-Club waren sie auch zu sehen.
Steve Marriott begann seine Karriere als Kinderstar. Mit 12 spielte er Gitarre und gründete mit Mitschülern in Forest Gate (heute London) seine erste Band „The Wheelers die sich später The Mississippi Five nannten. Er war ein fanatischer Buddy Holly Fan, konnte ihn so gut imitieren das man glaubte den echten Buddy zu hören. Sein Vater beobachtete sein Talent und meldete ihn in London zu einem Casting für das Musical „Oliver!“ (nach Oliver Twist) an. Zum vorsingen hatte er sich „Oh Boy“ von Buddy Holly und „Who’s sorry now“ von Connie Francis ausgesucht. Gerade einmal 13 Jahre jung bekam er die Rolle. Drei Jahre später gab er die Rolle auf und tourte mit einer Band durch England. Dabei traf er auf Kenney Jones, und Ronnie Lane. Mit Jimmy Winston fand man einen passenden Keyboarder, er wurde durch Ian McLagan ersetzt. Ihr erster gemeinsamer Gig endete im Knast. Nach der Show hatte Steve Marriott das Piano im Saal zerstört und die Band benahm sich komplett daneben. 1964 wollte sein guter Freund David Bowie mit ihm ein Duo gründen, Steve entschied sich für die Small Faces. Der Name der Band entstand tatsächlich durch ihr Aussehen. Keiner war größer als 167cm und daher waren ihre Gesichter eher schmal.
Die Small Faces wurden schnell bekannt und ihre LPs und Singles verkauften sich wie geschnitten Brot.
Bei Live Auftritten bauten sie immer wieder R&B und Blues Nummern ein, so auch den Willie Dixon Klassiker „You need Lovin‘. Robert Plant mochte diese Band und saß häufig als Gast im Publikum, später sagte er in einem Interview das die Small Faces (Steve Marriott) ihn und Led Zeppelin zu dem Song „Whole Lotta Love“ inspiriert haben.
Die Geschichte von den Small Faces endet an Silvester 1968. Es gab Gerüchte das Steve die Band verlassen wollte um mit Peter Frampton einen neue Band zu gründen. Peter sollte als Gitarristen bei den Small Faces einsteigen, die anderen Bandmitglieder waren nicht einverstanden.
An Silvester 1968 hatten sie einen Auftritt der so miserable war, das Steve während des Konzerts von der Bühne sprang und nicht mehr gesehen wurde.
Kurz darauf gründete er zusammen mit Greg Ridley (Bass), Jerry Shirley (Drums) und natürlich Peter Frampton (Gitarre/Voc) seine neue Band: Humble Pie. Peter Frampton war zu diesem Zeitpunkt 18.
Die erste Single wurde gleich ein R&B Hit, Natural Born Bugie.
Kurz nach erscheinen des ersten Albums ging ihre Plattenfirma „Immediate“ Pleite, zum Glück übernahm A&M die Band sonst wäre die Geschichte hier zu Ende.
Der neue Manager bei A&M war Dee Anthony und dessen erste Maßnahmen waren entscheidend für die Band. Akustische Musik war von nun an kein Thema mehr und es wurde in eine neue, viel kräftigere Vertärkeranlage investiert und ab sofort stand der amerikanische Markt im Fokus.
In 2 Jahren tourten sie 19 mal durch die USA. Aus dieser Zeit gib es leider nur wenige Aufnahmen. Eine davon ist “Live At the Whiskey A-Go-Go” und nachdem Peter Frampton die Band verlassen hatte erschien „Live Concert for King Biscuit Flower Hour“.
Aber das Ultimative Live Album sollte 1971 erscheinen: Performance Rockin‘ The Fillmore.

Die Doppel LP enthielt eine andere Songfolge als das Original, aber das wusste damals niemand.
Stone Cold Fever findet sich auf LP #1 war aber der Song den sie an diesen 2 Tagen nur einmal spielten, am Samstag dem 29.May 1971, dem zweiten Tag.
An zwei Tagen, am 28. Und 29.May 1971 hatten sie das Fillmore East gerockt. An beiden Tagen jeweils zwei Konzerte gegeben, alle Ausverkauft. Die Konzerte dauerten jeweils ca. eine Stunde. Am späten Nachmittag spielten sie 5 Songs, am Abend 6 Songs.
Ende November 1971 erschien „Performance:Rockin‘ The Fillmore“ als Doppel LP.

Zu Weihnachten 1971 lag das Album dann unter dem Weihnachtsbaum.
Ich wollte mir die DoLP von meinem eigenem Geld kaufen, hatte es aber leichtsinnigerweise für ein anderes Album ausgegeben und mir ein neues Schlagzeug gekauft. Irgendwie ist mein Wunsch nach diesem Live-Album an die richtige Adresse gelangt, und nun lag es dort schön verpackt und wartete auf meinen Plattenspieler.
Was ich dann zu hören bekam ist für mich bis heute eines der besten Live Alben überhaupt.
Auf Seite 1 befanden sich drei Titel
Four Day Creep (Ida Cox) 3:46
I’m Ready (Willie Dixon) 8:31
Stone Cold Fever (Humble Pie) 6:18
Seite 2 hat nur einen Titel und der hat es in sich:
I Walk On Gilded Splinters (Dr.John) 23:25
Seite 3 auch nur rein Titel:
Rollin‘ Stone (Muddy Waters) 16:07
Seite 4 mit zwei Titel:
Hellelujah I Love her so (Ray Charles) 5:10
I don’t need no Doctor (Ashford/Simpson) 9:15

Noch heute bekomme ich Gänsehaut wenn ich mir das Album anhöre. Jetzt hat irgendeine höhere Instanz ein einsehen mit allen Fan’s gehabt und es erscheint, 42 Jahre nach der DoLP, eine Box mit den kompletten 4 Konzerten vom May 1971.
For Day Creep ist Blues, Blues-Rock und ein erster Vorgeschmack auf das weitere Geschehen an diesem Abend. Peter Frampton zaubert ein astreines Solo aus seiner Gitarre, Steve singt schon mal seine Stimmbänder warm.
Es folgt Are You Ready, das Publikum ist “ready” und so legen sie dann los. Blues-Rock wie nur Humble Pie ihn zelebrieren konnten.
I walk on Gilded Splinters ist auf jeder dieser 4 CD’s ein Höhepunkt. Lange Gitarren Soli, Steve mit einem Harmonika Solo das zeitweise so leise gespielt wird das man, wie das Publikum, den Atem anhält.
Hallelujah I Love her so klingt als ob es ein Humble Pie Original ist. Der Song scheint wie gemacht für diese Band.
Rollin‘ Stone ist eine Offenbarung. Hier treffen Brit-Blues und Muddy Waters zusammen. Der Song kommt nur langsam in Fahrt endet dann aber Furios.
I don’t need no Doctor ist so etwas wie die Humble Pie Nationalhymne und wurde bei keinem Live Auftritt vergessen .
Stone Cold Fever ist für mich noch einen Tick besser als No Doctor.
Wenn man heute Bluesrockern zuhört dann kann man bei einigen sehr gut Humble Pie und Rory Gallagher wiedererkennen.
20 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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